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Test: Expressive E Osmose, Synthesizer MPE Controller

Die Kunst der halbgedrückten Taste

11. Januar 2023

Expressive E Osmose – mehr als ein Synthesizer?
Wir haben es hier mit einem besonderen Synthesizer zu tun: Er besitzt eine neuartige Tastatur mit extremer Sensibilität in drei Dimensionen und eine polyphone Klangerzeugung aus der Schmiede Haken Audio, die diese Steuerung optimal umsetzt.

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Der Osmose Synthesizer hatte durch die Medienresonanz große Begehrlichkeiten geweckt und ab Ende 2019 konnte er endlich vorbestellt werden. Da aus Kostengründen die Produktion nach China ausgelagert wurde, konnte der Produktionsprozess aufgrund der Zero-Covid-Beschränkungen gefühlt eine halbe Ewigkeit nicht vorangehen. Expressive E hat auch regelmäßig darüber informiert, dass die Abstimmungen mit der Fertigung ohne persönliche Besuche vor Ort nicht vorankamen und sich etliche Male entschuldigt. Wie auch immer, Ende 2022 kam der erste Container in Frankreich an und die ersten Serien-Osmose wurden sogleich an die Kunden in Europa verschickt. Weitere Lieferungen weltweit werden in den nächsten Wochen folgen. Hat sich das Warten gelohnt oder ist das schon wieder veraltete Technik?

MPE Controller und mehr

MPE (MIDI Polyphonic Expression) wurde entwickelt, um eine feinere Steuerung des Klanges auf jeder individuellen Note zu ermöglichen. Poly-Aftertouch ging schon in diese Richtung und wurde durch MPE um weitere Dimensionen, z. B. Tonhöhensteuerung, konsequent erweitert. Grundsätzlich stehen dem Spieler die Steuerung der Synthese direkt an den Fingern zur Verfügung, so dass oft auf LFOs oder ADSRs verzichtet werden kann. Einige der bekanntesten MPE-Controller sind bisher:

  • Roli Seaboard mit einem Silikon-Keyboard, bei dem die Tasten eines  konventionellen Keyboards angedeutet wurden. Polyphonisch konnte ich leider nie richtig schnell auf dieser Gummioberfläche  spielen. Das Roli Seaboard Grand war richtig innovativ mit seiner internen Equator-Sound-Engine. Es gab durch Rolis finanzielle Krise leider nie Updates, der versprochene Sample-Import blieb leider aus und man konzentrierte sich auf die kleineren Silikon-Keyboards. Aber für einige MPE-Interaktionen eignen sie sich gut.
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Expressive E Osmose
Expressive E Osmose
Kundenbewertung:
(17)
  • Roger Linn Design, The LinnStrument mit 3 Dimensionen an MPE (Druck, X-, Y-Achse). Eine Matrix aus Hartgummierhöhungen in Quartintervallen und optischer Kontrolle per LEDs. Es ist ein harter Spielgefährte mit einer Haptik, fast wie auf einem iPad. Ich kam als Tastenspieler nicht wirklich damit zurecht und es ging weiter an einen Gitarristen.
  • Das Haken Continuum mit seiner präzisen und sehr aufwändige Abtastmechanik mit Hunderten von Metallstäben unter seiner Neoprenschicht ist heute noch das Maß der Controller-Kunst. Wäre da nicht der hohe Preis und die Tatsache, dass auf der flachen Oberfläche eigentlich nur ausgebildete Streicher mehrere richtige Töne gleichzeitig auf Anhieb treffen.

Der MIDI-Standard mit 31250 Baud kann theoretisch etwa 500 CC-Controller-Daten (14 Bit NRPN) pro Sekunde zu übertragen, in der Praxis ist es wesentlich weniger. Möchte man  bei einem mehrstimmigen Akkord individuell für jeden Ton die Klangfarbe, Tonhöhe und vielleicht noch einen dritten Parameter gleichzeitig mit den Fingern modulieren, wird es im MIDI-Kabel schnell eng. Hinzu kommt, dass viele Synthesizer diese Datenflut gar nicht so schnell verarbeiten können. Im Haken Continuum werden die Sensoren über 3000-mal in der Sekunde ausgewertet und auf ca. 500 Hz heruntergerechnet, womit der alte MIDI-Standard überfordert wäre. Also wurde von HakenAudio MPE+ erfunden, es läuft ausschließlich über die USB-Schnittstelle und löst noch andere Probleme mit dem MPE-Protokoll (z. B. Initial-Pitch oder NRPN-Glitches). Osmose läuft mit einer vergleichbaren beeindruckenden Abtastrate und ebenso sensiblen Sensorik, weshalb Haken Audio das erste Mal in seiner Geschichte seine EaganMatrix-Klangerzeugung an einen anderen Hersteller, sprich Expressive E, weitergegeben hat.

Verarbeitung des E Osmose

Der Synthesizer ist erstaunlich leicht , das Gehäuse ist komplett aus Kunststoff gefertigt. Die Tasten wirken empfindlich, wurden vom Hersteller aber auf Langlebigkeit getrimmt und mit Tastenrobotern hunderttausende Male getestet. Falls doch mal eine Taste abbrechen sollte (z. B. weil sie zufällig gegen eine Bierflasche fällt), lässt sie sich sehr einfach austauschen. Osmose hat ein externes Netzteil, den Stecker dreht man sicher mit einem winzigen Bajonettverschluss ins Gerät ein. Bei dem ersten jungfräulichen Firmware-Update (erforderlich nach dem Auspacken, dauert immerhin 15 min) wäre ein Stromausfall fatal.

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Neben zwei unsymmetrischen Audioausgängen gibt es zwei TRS-Stecker für Pedale, um zwei Macro-Parameter zu steuern, was  unbedingt eine Pedal-Kalibrierung in einem der Menüs erfordert. Über USB finden die MIDI-Kommunikation und Firmware-Updates statt. Daneben sind old-school MIDI DIN In/Out Buchsen. Vorne lässt sich ein Kopfhörer einstecken und kann separat in der Lautstärke geregelt werden. Nettes Detail: Damit er nicht stört, lässt sich dieser Regler sogar versenken, wie bei meinem Backofen.

Hinten befinden sich vier Schraublöcher, die einen Notenständer oder einen iPad-Halter halten können. Expressive E überlegt noch, welches Zubehör später dazu angeboten werden soll.

Die Tastatur besitzt eine angenehm raue, elfenbeinartige Oberfläche – die hoffentlich nicht bald vom Spielen stellenweise glattpoliert wird. Die Tasten sind nach hinten schwarz verlängert, klares Erkennungsmerkmal von Osmose. Durch den längeren Hebelweg sind die Tasten auch im hinteren Bereich gut spielbar und der schwarze Bereich ist für chromatische Experimente nutzbar. Bei entsprechend sensibler Einstellung der Tasten lässt sich darauf z. B. wunderbar glissandieren.

Links daneben befindet sich das Bedienfeld mit einem Farb-LCD, das sich über 6 teilweise gerasterte Regler und 5 Knöpfe bedienen lässt. Das Ganze ist von der Bedienung her recht spartanisch ausgeführt, aber im Gegensatz zum Haken Continuum, das ja die gleiche Sound-Engine besitzt, wesentlich informativer.

Es gibt auch noch zwei Slider, einer für Modulation (dentisch mit Pedal2) und einer für Pitchbend. Die Federspannung beim Pitchbend-Regler wird in den Extrempositionen für meinen Geschmack unangenehm stramm.

Es gibt sogar einen passenden Softbag für die Osmose, der als Rucksack getragen werden kann und sogar mit einem zusätzlichen Regenschutz ausgestattet ist.

Sensorik des Keyboards

Welche Spieldimensionen hat dieses Keyboard?

  1. Initial Pressure (Z): Die Tasten lassen sich zunächst 10 mm tief drücken, bis ein Widerstand erreicht wird. Jede Position auf dem Weg nach unten wird präzise erfasst und kann zur Kontrolle eines Parameters (z. B. Filter) verwendet werden. Es kann aber auch für andere Spielweisen wie Shake oder Strum eingesetzt werden. Dadurch dass der gesamte Tastenweg feinfühlig schon ab dem ersten Millimeter ausgewertet wird, können darüber auch Tap, Velocity oder Release-Velocity abgeleitet werden.
  2. Aftertouch (Y): Nach dem Erreichen des ersten Widerstands lassen sich die Tasten noch weitere 10 mm tiefer drücken und erzeugen separate Controller-Werte. Also insgesamt 20 mm Tiefgang, das ist rekordverdächtig. Das erinnert mich an den „Second Touch“ bei manchen Theaterorgeln, bei dem weitere Solo-Register angesprochen werden.
  3. Pitch (X): Eine seitliche Tastenbewegung um ca. 1-2 mm wird auch gemessen und wird meistens für polyphones Pitchbend oder Vibrato verwendet. Für weitreichendere Glides gibt es das sog. Pressure-Glide. Damit kann ein Ton von einer Taste zur nächsten gleiten, jeweils wie schnell die eine Taste losgelassen bzw. die andere gedrückt wird. Der maximale Tastenabstand für diesen Effekt lässt sich einstellen.

Osmose besitzt keine Sensorik, wie weit hinten eine Taste berührt wird, sondern wertet als Y-Dimension den Aftertouch aus. Das passt mit persönlich besser, da bei mehrstimmigem Spiel die mittleren Finger immer weiter hinten platziert werden und so nicht wirklich zum Modulieren genutzt werden können.

Wird Osmose über USB mit dem Computer verbunden, werden zwei MIDI-Ports geöffnet: „Osmose“ und „MIDIIN2 (Osmose)“. Über den ersten läuft MIDI entweder mit Poly AT oder standardmäßig mit dem MPE-Protokoll, um Plug-in-Synthesizer zu steuern. Über MIDIIN2 läuft das Haken Audio Protokoll mit MPE+, worüber der Haken Editor kommuniziert oder auch die hochaufgelöste Performance an eine DAW übertragen werden kann.

Die Klänge des Expressive E Osmose

Es gibt es viele ungewöhnliche Klänge dank der EaganMatrix zu entdecken, wobei die Interaktion mit der sensiblen Velocity und Initial-Pressure eine neue Qualität erreicht. Manche Presets mit extrem eingestellter Empfindlichkeit lösen schon beim leichten Antippen der Tasten einen Klang aus, so als würden die Tasten selber zum Klingen gebracht. Es gibt Sounds, die auf dem Weg des Inital-Pressure reagieren, als würde man auf einer Glocke kratzen oder einen Strum auf mehreren Gitarrensaiten der Reihe nach anzupfen.

Das ist der Grund, warum sich das Spiel auf dieser Tastatur sehr organisch anfühlt. Es gibt aber auch sehr experimentelle Sounds, die durch die zusätzlichen Dimensionen der Tastatur zu interessanten Performances verleiten.

Kinetik

Wenn man schon etwas Keyboard spielen kann, ist im Gegensatz zum Continuum die Umstellung auf Osmose in der Tat nicht sehr schwierig. Das Pitchbend zur Seite bzw. Vibrato ist schon fast intuitiv zu machen. Im Prinzip müssen diese drei Phasen während des Tastenanschlages verinnerlicht werden:

  1. Die Key-Velocity wird schon während des ersten Millimeters beim Tastenanschlag gemessen. Der Finger darf also danach gebremst werden.
  2. Initial-Pressure (IP) ist noch ungewohnt. Denn die Taste muss danach kontrolliert nur um einen Teil heruntergedrückt werden, möchte man diese Modulation bewusst nutzen.
  3. Nach dem deutlichen Druckpunkt wird Poly-Aftertouch (AT) aktiv. Hier ist der Tastenweg auch sehr viel weicher und länger als bei anderen Poly-Aftertouch-fähigen Keyboards.

Es wird klar, dass AT grundsätzlich von IP abhängig ist: AT kann erst wirken, wenn die Taste bis zur Mitte heruntergedrückt ist, ist also immer als eine Steigerung von IP zu verwenden.

Viele Einstellungen zum Verhalten der Sensoren

Durch globale Einstellungen lässt sich das Verhalten der Tasten auf die Spielweise anpassen und das sind einige. Es gibt zunächst das Bending-Menü, also wie die Tonhöhen auf seitliche Tastenbewegung und das Pitchwheel reagieren. In Pressure lässt sich die IP-Empfindlichkeit regeln, von einer sanften Berührung der Tasten, bis zum kompletten Herunterdrücken, wie beim herkömmlichen Keyboard. Aftertouch hat nur einen Parameter für die Übertragungskurve. Die Einstellungen lassen sich auch mit vorgefertigten Sensivity-Presets schnell verstellen und können in global oder pro Sound gespeichert werden.

Letztendlich steht man vor der Herausforderung, sich die Kunst der halbgedrückten Taste anzueignen. Hatte man doch zum Wohle des Timings und Dynamik bisher gelernt, eine Taste ordentlich bis zum Anschlag herunterzudrücken. Bei der Osmose kommt es nun zusätzlich darauf an, gezielt eine bestimmte Tastentiefe zu treffen, um die zusätzliche musikalische Modulation zu nutzen.

Factory-Presets

Es stehen über 500 Factory-Sounds zur Verfügung, die speziell für Osmose angepasst wurden und per Drehregler ausgewählt oder mit zwei Knöpfen durchgesteppt werden können.

Auswahl der Presets

Die Sounds lassen sich mit bis zu sechs Macro-Controllern verändern, die der Sounddesigner in der EaganMatrix festgelegt hat und daher bei jedem Preset anders sein können. Viele Parameter sind es nicht, aber der Klang lässt sich damit teilweise dramatisch verändern und die sollten beim Ausprobieren der Presets auch genutzt werden. Die Symbole auf der Macro-Seite (z. B. T-Shirt für Body oder Jin&Jang für Tone) lenken eher ab, ich hätte lieber die Originalskalen vom HakenEditor dort gesehen.

Vier von sechs Makros sind auf dem Display sichtbar

Beim Durchsteppen der Factory-Presets fällt auf, dass sich viele Klänge oft ähneln, also etliche Moog-Sounds, Orgeln, Gitarren und angerauschte Saiten sehr oft vorkommen. Dafür hätte ich mir noch mehr Experimentelles à la EMS VCS3 gewünscht. Nach der Installation des HakenEditors finde ich auf dem PC aber auch die sehr interessanten Original-Sounds für das Continuum und kann sie in den User-Bereich laden, muss mich aber auf eine andere Interaktion mit Y&Z einlassen.

Effekte

Der Effektprozessor ermöglicht Hall und Echos und stellt weitere sechs Parameter zur Verfügung, diese Effekte können als LoFi/HiFi-Varianten ausgewählt werden und sind recht brauchbar, erreichen aber keine Studiohall-Qualität. Dieser Hallprozessor („Recirculator“) ist Bestandteil der EaganMatrix, ebenso wie ein einfacher EQ. Der Compressor ist im Benutzermenü der Osmose nur rudimentär einstellbar, die interessante Convolution für Körperresonanzen ist leider gar nicht editierbar.

Die Effektsektion der Eagan Matrix

Im Testzeitraum hatte ich einige Systemabstürze,  weil ich vermutlich die Verriegelung mit dem Bajonettverschluss des Stromkabels nicht verstanden hatte,  es ist jetzt die Firmware V. 1.0 installiert. Es sollen in nächster Zeit weitere Updates erscheinen, derzeit wird noch intensiv an neuen Updates gearbeitet.

MPE Arpeggiator

Eine weitere Innovation verbirgt sich auch hier im internen Arpeggiator, er bietet eine interaktive Steuerung seiner Parameter durch MPE. Dadurch kann das Verhalten des Arpeggios zur Laufzeit verändert werden, je nachdem, wie einzelne Tasten in X, Y oder Z bewegt werden. Deren Zuordnung zu Arpeggio-Parametern ist frei wählbar. Beispielsweise lässt sich das Ratcheting einer Note durch Verschiebung der Taste nach rechts aktivieren oder Aftertouch ändert den Umfang der Oktaven. Das ist eine interessante Zugabe, die mich sehr überrascht hat.

MPE Arpeggiator

EaganMatrix DSP und Haken Editor

Wie erwähnt, ist im Osmose-Synthesizer die Haken DSP-Engine eingebaut, also die Gleiche wie in den modernen Haken Slim Contiunuums. Und diese sind für ihre exzellenten Klänge und Modulierbarkeit bekannt. Die Synthese-Boards bieten mit 24 Bit D/A-Wandlern bei 96 kHz eine bis zu 24-stimmige Polyphonie, die mit drei SHARC-Prozessoren berechnet werden. Als Synthesemodule sind neben altbekannten Modular-Modulen auch Jenny Oscillator, Modale Synthese, Additive, FM, Sine Grains, Wave Cluster und Kinetische Modelle möglich, um nur ein paar Interessante zu nennen.

Vergleich von Haken Audio

Osmose-Sounds können auf dem PC oder Mac mit dem Haken Editor Version 10 bearbeitet werden, damit gelangt man in die Welt jenseits der Presets. Dafür stehen 128 User-Speicherplätze für eigene Experimente zur Verfügung. Der aktuelle Editor verlangt eine Installation von Max 8 als Laufzeitumgebung, wobei glücklicherweise keine Max-Lizenz gekauft werden muss.

Die Grundidee zur EaganMatrix lieferte das Patch-Feld eines EMS Synthesizers. Um Modulverbindungen in der Matrix  zu setzen, werden aber anstatt Pins spezielle Zahlen und Variablen eingefügt. Um beispielsweise eine Modul-Verbindung mit Initial-Pressure zu regeln, wird ein Z in das Feld eingesetzt, Y für Aftertouch und X für Pitch – also genau die Sensordaten, die Osmose liefert.

Editor für EaganMatrix

Auch wenn Haken Audio nahelegt, für das Lernen des Editors 3 Wochen einzuplanen, das Patchen mit der Matrix ist intuitiv, wenn man das Prinzip verstanden hat. Ein Oszillator ist zunächst einfach mit einem Filter zu verbinden und mit Z und X zu steuern. Es sieht schlimmer aus, als es ist: Viel Mathematik außer Zahlen, Addition und Multiplikation kommt nicht vor. Man kann sich natürlich beliebig in die einzelnen Komponenten und Formeln vertiefen und es ist tatsächlich genug Stoff für 3 Wochen enthalten.  Vielleicht folgt eine ausführliche Beschreibung dieser Synthese in einem späteren AMAZONA.de Artikel.

Der Expressive E Osmose on YouTube

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Fazit

Die Tastatur fühlt sich sehr gut an und mit maximal eingestellter Empfindlichkeit werden auch die internen Sounds sehr lebendig, da sie direkt auf Berührung reagieren. Die Osmose bietet sich hauptsächlich zum Spielen an, denn das Editieren ist eine eigene Welt mit Tiefgang. Das Konzept erinnert mich an den Yamaha VL1, nicht nur weil einige PM-Sounds auch in diese Richtung gehen, sondern weil eine abgründige Sound-Engine vor Normalsterblichen auf der Benutzeroberfläche verborgen bleibt.

Um die eingängliche Frage zu beantworten: Das Warten hat sich gelohnt. Das Konzept und auch die EaganMatrix sind einzigartig und zeitlos.

Plus

  • MPE-Controller für Keyboarder
  • extrem feinfühlig
  • sehr mächtige Klangerzeugung

Minus

  • nur 4 Oktaven Tastenumfang
  • Factory-Presets bieten wenig Überraschungen
  • häufige Abstürze

Preis

  • 1.799,- Euro
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Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    Flowwater AHU

    Das ist nun ein Instrument – bewusst diese Vokabel gewählt – welches mich brennend interessiert. Und zwar so sehr, dass ich das jetzt hier und kaufe … oder gerne kaufen würde, wenn es denn lieferbar wäre. Das ist es nämlich leider auf Monate hinaus schon wieder nicht.

    Gleichzeitig bekomme ich von jedem superhippen Synthesizer-Kanal auf YouTube seit Tagen dieses Instrument um die Ohren geschlagen, meistens von Leuten, die das nur deswegen vorstellen, um mittels der momentanen Welle möglichst viele Klicks zu generieren. Auf besagten Kanälen wird man nämlich danach nie wieder etwas von dem Gerät hören und sehen. Es ist ein wenig ärgerlich. Und ich frage mich, was der Hersteller davon hat so einen Hype auszulösen – der sich nach ein paar Wochen, wenn nicht Tagen, wieder erledigt hat – wenn das Instrument nicht lieferbar ist.

    Gebraucht gibt es das Instrument auch schon – sogar günstiger – aber dann bekommt der Hersteller ja kein Geld. Es ist alles ein wenig vertrackt.

    Na gut, werde ich mich also gedulden müssen. 😒

    • Profilbild
      Bernd-Michael Land AHU

      @Flowwater Beim Gebrauchtkauf hat der Hersteller ja sein Geld vom Erstkäufer bereits bekommen, daher spielt das keine Rolle.
      Ich hatte mein Osmose wieder abbestellt und mir ein zweites Continuum gekauft.

      Die Sounds des Osmose sind für mich zwar nicht neu, aber mit dem Osmose viel flüssiger spielbar.

      • Profilbild
        Flowwater AHU

        @Bernd-Michael Land > Beim Gebrauchtkauf hat der Hersteller ja sein Geld vom Erstkäufer bereits bekommen […]

        Stimmt eigentlich auch wieder. Hmmm … 🤔

        Obwohl ich nicht richtig „spielen“ kann, finde ich die Ausdrucksmöglichkeiten von dem Ding – zum Beispiel die einzelnen Tasten seitlich bewegen zu können – absolut faszinierend.

        • Profilbild
          Herr_Melin

          @Flowwater Irgendwie geht das mit dem Hydrasynth auch, obwohl die Tasten da glaub ich gar nicht links und rechts auslesen. Ein Vibrato ohne LFO ist ein Quantensprung in Sachen Ausdruck! Ich hab am Hydra erst gemerkt, wie ausdrucksstark man monophone Synth-Linien spielen kann, wenn das Instrument endlich eine vernünftige Tastatur bereitstellt.

          Witzigerweise konnten sowas (nicht Polypressure, sondern Vibrato durch Tastenwackeln) meines Wissens nach schon uralte Yamaha-Orgeln. Unglaublich, was da über die Jahrzehnte in Vergessenheit geraten ist …

          • Profilbild
            akademus

            @Herr_Melin btw: In der DDR wurde in den 1960ern (?) mal eine Orgel (sie hieß „Ionika“) hergestellt, die nicht über normale Tastenkontakte (Kontakt ein / aus) verfügte, sondern pro Taste und Register (!) kleine Kohlestifte über kohlebeschichtete Kunststoffplättchen bewegte. Diese Konstruktion wirkte wie ein lineares Poti (bzw. Fader), man konnte damit sehr weiche Attacks und sogar Tremoloeffekte erzeugen.

            • Profilbild
              TobyB RED

              @akademus EMP1 – IONIKA der Prototyp wurde 1957 gebaut, Tasten und Register schalten über HF-ionisierte Glimmlampen.

        • Profilbild
          Aljen AHU

          @Flowwater „Obwohl ich nicht richtig „spielen“ kann […]“

          Du _kannst_ es. Vielleicht nicht so, wie es landläufig für „richtig“ gehalten wird. Mir geht es übrigens genau so. Spielerisch spielen. Entweder ich vergraule damit alle oder ich begeistere damit einige. Ständig lernen dabei ist auch ein nicht zu unterschätzender Faktor – für einen selbst und für die Umgebung. :-) Inspiration durch Spiel-Werk-Zeug. Warum nicht? So wirklich schief gegangen ist es nur sehr selten (ich sag mal „Theremin“). Aber auch da habe ich noch nicht vollständig aufgegeben. In der Coronoia-Lockdown-Zeit besann ich mich sogar an das einzige „Keyboard“, das ich vor Ewigkeiten – mit durchwachsenem Erfolg – eine Zeit lang zu lernen versuchte. Da habe ich mir, nach bestimmt mehr als 40 Jahren Pause, ein solches bestellt – komisches Keyboard, die Tasten super lang, irgendwie aus umwickelten Drähten, eher dünn, gerade mal sechs davon und quer über das Instrument und Wandler aufgespannt. 😇 Spielen in dem Sinne kann ich es auch nicht so richtig, macht aber zunehmend Spaß, während die Synths vor sich hin musizieren… Alles Homo Ludens, oder was 🎹

    • Profilbild
      AMAZONA Archiv

      @Flowwater Hättest du gleich vor drei Jahren bestellt, dann hättest du noch vor Silvester eins bekommen.
      Das hat mit Hype erzeugen nix zu tun. Das sind die ersten, ausgelieferten Geräte. Müsste inzwischen schon 3 bis 4 stellige Stückzahlen sein. Gab irgendwo ein Bild von einem Container.
      Ich bin für April anvisiert, ging bei anderen aber auch schneller.

  2. Profilbild
    Organist007 AHU

    Vl70m von Yamaha und ein Breath Controller und gut ist es.
    ok, osmose ist polyphon, das ist schon was.
    Ansonsten nix neues.

    • Profilbild
      ctrotzkowski

      @Organist007 …och, ich spiele (auch regelmäßig live) einen Yamaha VL1-m mit einem (fast von der Welt vergessenen) Eigenharp Pico (Breath) Controller, was übrigens zusammen sehr gut harmoniert.
      Osmose erscheint mir aber trotzdem erweiterte Möglichkeiten zu bieten, da im Gegensatz zu einem Breath-Controller mit Blockflöten/Sax Logik eben doch ein breiterer Tonumfang ermöglicht, gleichzeitig Akkord und Melodie zu spielen.

      Gewundert habe ich mich, daß das erste Video „Osmose Preset Compilation“ erschreckend viele Beispiele enthält, die sich mit einem normalem Keyboard nahezu identisch realisieren lassen (na klar der asiatische Kollege sticht noch positiv weit hervor).
      Das zweite Video „Artists meet Osmose“ hingegen vermitteln auf eindrucksvolle Weise, wie ein neues Instrument dieser Couleur den Kreativprozeß unterstützen kann.

  3. Profilbild
    ollo AHU

    Ich finde das Teil sehr interessant, auch wenn sich mein Keyboardspiel auf wenige Tasten beim Keystep beschränkt, für Osmose würde ich mich bestimmt mal ransetzen und mehr machen.
    Allerdings müsste ich das Gerät hier schon als Preis in einem Gewinnspiel 😉 abstauben, denn 1800€ sind zu viel Geld für mich. Wobei der Preis eigentlich in Ordnung geht, wenn man das Gerät mit anderen vergleicht.

    • Profilbild
      Flowwater AHU

      @ollo > Ich finde das Teil sehr interessant, auch wenn sich mein Keyboardspiel auf wenige Tasten beim Keystep beschränkt […]

      Haarscharf exakt genau so geht es mir auch: Ich nutze im Moment ausschließlich mein Arturia Keystep – die »Korg M1« ist repariert, muss aber noch einen fest aufgebauten Platze finden, genau so wie der »DSI Pro2« – behaupte deswegen nicht, dass ich spielen kann … und trotzdem finde ich das Teil absolut faszinierend. Wenn ich dann noch den Editor »EaganMatrix« sehe und lese, dass man am PC eigene Presets basteln kann … oh Mann (*schleck*)! 😜

  4. Profilbild
    olduser

    Danke für den guten Artikel. Ich frage mich nur warum die Eagan Matrix im Artikel als nicht so schwer dargestellt wird und die Schwierigkeit dann in der Negativ Liste auftaucht?

    • Profilbild
      Dr. Robert Skerjanc RED

      @olduser Ich hatte versucht zu vermeiden, es als Negativ darzustellen. In einigen Foren beschweren sich manche, dass die EaganMatrix extrem kompliziert und mathematisch sei. Das finde ich gar nicht, auch die Installation und Betriebnahme des HakenEditors lief bei mir perfekt.
      Ich finde jedenfalls einen Yamaha Montage oder gar VL1 wesentlich komplizierter zu programmieren. Es ist nur so, dass das Sound Design fast komplett aus dem User Interface von Osmose entfernt ist.

      • Profilbild
        Bernd-Michael Land AHU

        @Dr. Robert Skerjanc Das die Installation der Firmware und die Updates ein Kinderspiel sind, sagen kurioserweise immer solche Leute, die irgendwie in der Softwareentwicklung / IT arbeiten.
        Manche banalen Dinge, die für euch soooo einfach sind, bringen mich alten Opa, der dazu noch kaum ein Wort englisch versteht, total zum Verzweifeln.

        • Profilbild
          Flowwater AHU

          @Bernd-Michael Land Auch wir alteingesessenen »ITler« schütteln bei dem ganze Schwachsinn, der in der Branche verzapft wird, gerne einmal den Kopf. Gerne auch so heftig, dass die Haare dabei grau werden.

          • Profilbild
            Bernd-Michael Land AHU

            @Flowwater Zumindest weiß ich nun, woher ich meine weißen Haare habe. Aber es ist für mich tatsächlich sehr schwierig, da keine Fehler zu machen. Ich bin halt nur Anwender und die Technik bremst mich manchmal dabei aus,

  5. Profilbild
    suwannee 2

    Schade das die neue Version auch zu gleich die alte ist. MPE ist Okay wenn auch sehr Gewöhnungsbedürftig. Controller Fehlanzeige. Nur die abgelutschten Pitch und Mod wie langweilig. Also nichts für Virtuosen. Kein frei definierbarer Joystick mit Touch Funktion. Kein frei programmierbares X-Y Touchpad. Kein D-Beam oder Rubberband……. . Aber hallo das gab es schon vor 40 – 50 Jahren bei guten Keyboards. Nur 49 Tasten ??? Ach ja und welch furchtbares Design. Haptik als Computer Tastatur gerade noch okay, aber als intuitives Tasteninstrument. Nee Danke! Und dann der Preis. Nur wenig Steuerelemente. Ach ja der USB-2B Stecker ist aus den Achtzigern. Nicht einmal eine USB-C Buchse. Ach ja ein bisschen Fortschritt im 21 Jahrhundert wäre schon schön. Ich habe ein Blocks und komme bis heute nicht wirklich damit klar. Viel zu unpräzise. Vielleicht bekommt ja mal irgend ein Hersteller mal einen brauchbaren Controller mit innovativer Ausstattung zum vernünftigen Preis zu Stande. Ach ja was macht den das Controller von Behringer??? Das hatte als Prototyp eigentlich ganz okay ausgesehen!
    MPE nur bedingt umgesetzt. Was ist mit MIDI-2 ??? Eigentlich nicht nur die beschränkte Erweiterung von MIDI-1. In den Achtzigern wirklich Toll. Es sind jetzt genau 50 Jahre des legendären Standart für Steuerungen. Ich glaube ich habe zu viel Entwicklungszeit in MIDI 2 gesteckt. Schade!

    • Profilbild
      Bernd-Michael Land AHU

      @suwannee Hattest du es denn schon einmal angespielt???
      Beim Osmose benötigst du das alles nicht, denn eigentlich erfüllt hier jede einzelne Taste sinngemäß die Funktion eines Joysticks.
      Was MPE+ betrifft, so gibt es bei diesen riesigen Datenmengen praktisch keine Alternativen. Midi 2 würde das auch nicht schaffen.
      Abgesehen davon ist die Erneuerung eines weltweiten Standards nicht die Aufgabe eines kleinen Instrumentenherstellers.
      Midi braucht man eigentlich nicht, wenn man die (abgespeckte) Klangerzeugung eines Kyma eingebaut hat.

    • Profilbild
      Tai AHU

      @suwannee „Ach ja der USB-2B Stecker ist aus den Achtzigern.“
      Zweite Hälfte Neunziger, würde ich mal sagen😁. Mit Block meinst du ein Lightpad oder Seaboard? Ich habe beide, die sind sehr präzise. Anfangs war es allerdings meine Spieltechnik nicht, aber das hat sich gebessert.

      Ach ja, fast vergessen, ich finde das Instrument prima. Das ist die Richtung, in die es für mich gehen sollte.

    • Profilbild
      j.keys

      @suwannee „Vrituosen brauchen unbedingt einen Joystick“ *Kopfschüttel*

      Und zum USB-B sag ich nur eines: USB-C is auf der Bühne völlig untauglich, darum gibt’s auf so vielen aktuellen Geräten noch die B-Stecker.

  6. Profilbild
    freidimensional

    Mich wundert das Angeben häufiger Abstürze. Ich habe Osmose jetzt seit fast zwei Wochen jeden Tag an und mehr als ne Stunde bespielt,und nur einen einzigen Absturz zu vermelden..auch im Seq. Forum werden sehr wenige Abstürze gemeldet. hier im Test geht der Autor auch nicht drauf ein, führt das aber als Kritikpunkt auf. Woher kommen denn diese Absturzmeldungen oder -Eindrücke?

    • Profilbild
      Dr. Robert Skerjanc RED

      @freidimensional Abstürze haben mehrere erlebt. Bei Expressive E vermutet man, dass es an dem ungewöhnlichen Stromstecker liegt, den viele nicht kapieren. Ich hatte den Anfangs auch nur so mit etwas Gewalt reinbekommen. Erst durch den Hinweis, dass der Stecker diesen Bajonettverschluss hat, ging er bei mir richtig rein. Ich werde jedenfalls die Abstürze weiter beobachten.

      • Profilbild
        Florian Anwander RED

        @Dr. Robert Skerjanc Ich bin vorgestern mit dem Osmose Live aufgetreten, und hatte beim Aufbau auch „Abstürze“ – bis mir wieder das mit dem Bajonett-Verschluss am Stromstecker eingefallen ist. Man kann den Stecker nämlich zufällig so einstecken, dass die Bajonett-Nase in die Nut passt aber mangels Drehung nicht einrastet. Dann hängt der Stecker seehr los in der Buchse – was zu einem Wackelkontakt führt. Dann resettet der Prozessor natürlich.

        Wenn man das Bajonett sauber verriegelt, hält das bombenfest und nichts „stürzt ab“.

  7. Profilbild
    bluebell AHU

    Braucht man für das Firmwareupdate spezielle Software, vielleicht sogar nur für WIndows und Mac, oder geht das als SysEx über MIDI?

    • Profilbild
      Dr. Robert Skerjanc RED

      @bluebell Für das Update lädt man sich einen Osmoseupdater herunter, den man auf seinem Rechner (ohne Installation) startet. Der verbindet sich über USB an Osmose und macht zusätzlich noch das Update der Haken DSPs.

    • Profilbild
      Florian Anwander RED

      @bluebell Den Updater gibt es im Moment nur als Windows und Mac OS Programm.

      Da die Updater zum Teil direkt mit dem DSP sprechen, geht da nix mit Sysex.

      Leider ist der Updater kein Java-Programm, das man einfach auch auf Linux ausführen könnte. Wäre schick gewesen, aber vermutlich macht es so einen Updater sehr viel einfacher, wenn man auf C++ Libraries aus dem Cycling74 Umfeld zurückgreifen kann. Aber frag doch mal bei Expressive nach, ob sie Sources zum selber kompilieren herausgeben würden. Da stecken ja keine Firmengeheimnisse drin.

      • Profilbild
        bluebell AHU

        @Florian Anwander Ich habe noch nie davon gehört, dass ein Nutzer Sourcecode bekommen hat.

        Ich finde es immer wieder traurig, dass so viele Firmen ohne Not MacOs oder Windows als Voraussetzung einbringen. Selbst meine über 10 Jahre alte Wärmepumpensteuerung macht es besser, da geht ein Update mit einem USB-Stick, auf dem das Firmware-Image liegt. Oder mein MOTU Ultralite AVB, da geht es per Webbrowser über Ethernet.

        Klar ist das ein Randgruppenproblem im Lager der Nutzer. Aber auch ein Nicht-über-den-Tellerrand-blicken-Problem einiger Hersteller.

        • Profilbild
          Florian Anwander RED

          @bluebell > Ich habe noch nie davon gehört, dass ein
          > Nutzer Sourcecode bekommen hat.
          Mutable Instruments?

          Und die von Dir erwähnte Updatefunktionalität mit dem USB-Stick (oder mit dem Browser) verzichtet größtenteils auf jegliche Möglichkeit der Fehlerkontrolle und Reaktion auf mögliche Fehler.

          Mit einem dezidierten Programm, das die Geräte-CPU zum Client macht, kommt man nicht in Gefahr sich das Gerät zu „bricken“.

          • Profilbild
            bluebell AHU

            @Florian Anwander Ich sehe da keine Probleme. Bei einem USB-Stick kann man ein Fehlerprotokoll auf den Stick schreiben. Ist ein Display am Gerät, hat man noch mehr Möglichkeiten.

            Beim Upload per Browser stehen genauso viele Möglichkeiten zur Verfügung wie mit einem dedizierten Programm. Unzählige Router machen es vor.

            Man muss es halt richtig machen wollen, statt in der alten „Wir supporten Mac und Windows“-Denke zu bleiben.

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          TobyB RED

          @bluebell Firmwareupdate eines DSP per Webbrowser? Web MIDI kann ne Menge aber auch nicht alles. Der Grund warum es nur Updater für Win/Mac gibt, dürfte mangelnde Verbreitung auf anderen OS sein. Und reine Updates über einen USB Stick sind unpraktisch, Besitzer geeigneten Roland Equipments kennen die Verrenkungen mit einem USB Stick.

          • Profilbild
            bluebell AHU

            @TobyB Was kosten eine Ethernet-Buchse und ein interner Webserver? Nicht mehr, als Software für zwei Betriebssysteme zu pflegen.

            Wie ich schon schrieb: Der Hersteller muss wollen, statt rumzuwursteln. Nicht wenige dürften externe Auftragsprogrammierer angeheuert haben und müssten ihre ganze Zulieferstruktur umstellen. Das könnte ein Grund sein, warum viele den eingeschlagenen Weg nicht verlassen.

            Der hauseigene BWLer wird sagen, dass die Umstellung Geld kostet und so gut wie keine neuen Kunden bringt. Und damit ist die Sache erledigt. Die laufenden Kosten für die Pflege der Mac- und Windows-Software gelten als gottgegeben und dann ist man auch schnell mit der Entscheidung fertig.

            Das sind unternehmerische Entscheidungen, die der Kunde hinnimmt oder was anderes kauft.

  8. Profilbild
    Acious Froom

    Ende Dezember 2019 (!) ging meine preorder raus. Geschätzter Liefertermin lt. Herstellerangabe : Mai 2023. Ob sich das lange Warten dann wirklich gelohnt hat?

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      Florian Anwander RED

      @Acious Froom > Ob sich das lange Warten dann wirklich gelohnt hat?

      Ich kann nicht für Dich sprechen, aber für mich ist Osmose eine Art Erweckungserlebnis. Ich habe die letzten zwanzig Jahre fast nur noch auf Synthesizer-Tastaturen gespielt und bin damit auch sehr in die „sequenzierte“ Ecke von Musik gedriftet.

      Mit Osmose mache ich wieder Musik, wie ich sie früher auf der akustischen Gitarre und Flügel, oder (weitaus dilettantischer) mit einer Posaune oder einem Cello gemacht habe.

      Wer nur einen weiteres Keyboard zum bestehenden Keyboard-Park erwartet, der mag sein Geld anderweitig ausgeben.

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    Markiman

    Meiner kam letzte Woche hier an und ich hatte bisher nur relativ kurz Zeit mich damit zu beschäftigen. Ich bin total positiv überrascht wie das Gesamtpaket aus wirklich besonderen Sounds und den verschiedensten Möglichkeiten so feinfühlig den Klang zu formen, ineinandergreifen.
    Es fühlt sich wie ein modernes, ganz eigenständiges Instrument an.
    Es ist ein komisches Gefühl für mich, dass ich quasi das Spielen wieder neu lernen muss. Denn wenn man die z.B. die Tasten „schräg“ greift, was auf normalen Tastaturen ja kein Problem ist, klingt es eben direkt verstimmt. Aber genau das ist auch das faszinierende daran, denn es gibt einem ganz neue Ausdrucksmöglichkeiten mit jedem einzelnen Finger.
    Schon allein dieser Effekt, wenn man bei einem Pad-Sound nur einen Ton nach unten oder oben pitched erzeugt schon ein Gänsehautgefühl.

    Also der Osmose wird ganz sicher bleiben.

    • Profilbild
      olduser

      @Tomtom Wer zu blöd ist die Stromversorgung richtig anzuschliessen hat am Osmose nix verloren, sorry in 10-15 h Benutzung nicht abgestürzt, und das Updaten dauert recht lange, wer da zu früh ungeduldig wird ist es selber Schuld.Mein Eindruck Expressive E hat alles richtig gemacht!

      • Profilbild
        Bernd-Michael Land AHU

        @olduser Das ist anscheinend schon einigen Usern passiert und die sind ja nicht alle blöd.
        Hätte man vielleicht besser kommunizieren sollen, aber wenns nicht mehr ist …

    • Profilbild
      Bernd-Michael Land AHU

      @InKomplete ich finde den aufgerufenen Preis sehr günstig.
      Also wenn ich das mit meinen beiden großen Continuum vergleiche, ist es regelrecht ein Schnäppchen.

  10. Profilbild
    desmondo

    Das Instrument hört sich super an. Da kann man wirklich sehr viel beeinflussen. Ich bin gespannt, wie sich das anfühlt, wenn ich das irgendwo mal testen kann. Habe mir gerade überlegt, was es denn noch so für Möglichkeiten gäbe, sowas ähnliches zu haben, aber ohne Tastatur. Denn ich habe schon ein gutes Controller Keyboard und andere und auch kaum noch Platz für ein weiteres, Zuhause. Da fiel mir von früher die Orgel-Fußpedale ein…was wäre, wenn es als Zusatzgerät im Fußraum sowas gäbe? Etwas Bedenken habe ich halt auch, daß man nicht mehr wie gewohnt spielen kann, wenn man den Fingerdruck so genau aufsetzen muß, um ein bestimmtes Ergebnis zu bekommen. Man muß es wohl einfach mal austesten.

    • Profilbild
      Markiman

      @desmondo Ich nutze momentan das Default-Setting an meinem Osmose, aber Du kannst alles ganz einfach konfigurieren, wie eben auch z.B. das Pitching der Tasten reduzieren oder abschalten, bzw. anders belegen.
      Vielleicht spiele ich auch grundsätzlich etwas „ungenauer“, aber ich versuche mich jetzt mal auf die Voreinstellung vom Hersteller, bzw. der Preset-Designer einzulassen. Mal sehen ob oder wann ich das umkonfiguriere.

      • Profilbild
        desmondo

        @Markiman Danke dir, ja das ist sicher auch einfach viel Gewöhnungssache. Aber gut zu wissen daß man das auch konfigurieren kann. 🙂

  11. Profilbild
    Herr_Melin

    Ich finde absolut großartig, das so gaanz langsam immer mehr (und endlich wieder) wirklich ausdrucksstark spielbare elektronische Instrumente auf den Markt kommen. Zumal das ja eher Nischenprodukte sind, da den meisten ja durchaus eine zwei-Oktaven-Minitastatur für ihre Musik reicht (nicht negativ gemeint, ganz und gar nicht).

    Dieses Haken-Ding fand ich genial, aber zu teuer, die Seaboards großartig, aber mit einer anstrengenden Lernkurve geschlagen, flippige Sensoren fürs Eurorack genial, aber etwas verkopft. Der Hydrasynth war für mich persönlich endlich der Quantensprung, den ich mithüpfen konnte. Schwarzweiše Tasten kenne ich nun mal – und jetzt endlich wieder mit Superkräften. Den Osmose werde ich definitiv mal antesten, sobald er in irgendeinem Laden steht.

    Ich fasse mir an den Kopf, wenn ich daran denke, wie lange es nach der Verrentung des CS-80 gedauert hat, bis man sich unter Instrumentenbauers endlich wieder getraut hat, den Kunden wirklich ausdrucksstark spielbare Tastaturen zuzumuten. Ich erinnere mich noch dunkel, dass sich die Fachjournaille verblüfft fragte, warum etwa der sauteure Waldorf Wave damals kein Polypressure hatte.

    Endlich werden sinnliche Keyboarder wieder ernst genommen.

  12. Profilbild
    toneup RED

    Bei den Controllern wäre noch Eigenlabs zu erwähnen. Habe erst letzte Woche meinen Tao wieder installiert und zum laufen gebracht. Die in 4 Richtungen bendbaren und Touch sensitiven Buttons erlauben ein extrem feines Spiel. Leider ist die Software und auch die Bedienung des Controllers selbst alles andere als intuitiv, aber wenn er passend konfiguriert ist, ist er ein fantastisches Instrument. Und wenn wir schon beim Thema Software sind, die Art der Installation des Eaganmatrix Editors ist auch alles andere als Benutzerfreundlich und die Software selbst fühlt sich öfters instabil an. Ist beim Preis der Haken Controller und auch des Osmose ein klares Minus. Betreffend der Treffergenauigkeit beim Spielen der Haken Fingerboards – man kann das Bending zwischen den „Tasten“ einstellen und somit die Treffergenauigkeit vor allem am Beginn erhöhen. Fingerboard spielen muss man üben.

    • Profilbild
      Markiman

      @toneup Also den Eagan-Matrix Editor sehe ich beim Osmose als Dreingabe, da er standalone eine eigene Klangerzeugung hat und momentan bereits 500 intern editierbare Presets mitbringt.

  13. Profilbild
    Johann the Bach

    Ich habe den Osmose jetzt einige Stunden ausprobiert. Die Tastatur und das ausdrucksvolle Spiel, das mit ihr möglich ist, ist einfach wunderbar. Ich habe mich als leidenschaftlicher semiprofessioneller Klavierspieler immer nach einer ausdrucksstarken Tastatur gesehnt. Allerdings braucht man schon eine solide Klaviertechnik, um das Potenzial des Instruments auszuschöpfen, insbesondere im akkordischen oder zwei- und mehrstimmigen Spiel.
    Aber es gibt auch etwas Schatten: Die Presets sind zum Teil wirklich sehr schön, andere eher langweilig, insbesondere die, die versuchen Brot- und Buttersounds anderer Synthis nachzubauen. Der Osmose ist kein Allrounder, sondern eine äußerst interessante Ergänzung zu anderen Instrumenten. Die Encoder sind doch einigermaßen wackelig und reagieren nicht immer präzise (zumindest bei der Menuwahl). Da die Werksounds nicht verändert gespeichert werden können, bleiben nur die 128 User-Presets für interessante neue Sounds, das ist wenig. Von den 500 Presets sind für mich rund 100 sehr interessant, den Rest werde ich eher nicht nutzen. Warum diese Beschränkung?
    Meine Hoffnung: Mehr Speicherplatz für eigene Presets, viele (kostenlose, vgl. Arturia) neue Soundpacks, vielleicht auch von Drittanbietern. Selber programmieren scheint mir zu aufwändig. Schließlich hoffe ich auch auf spannende Softwareinstrumente, die mit dem Osmose gespielt werden können.

    • Profilbild
      Markiman

      @Johann the Bach Dein letzter Abschnitt ist genau auch mein Gedanke, bzw. Hoffnung. Dass Soft- aber auch Hardwareinstrumente (z.B. MPE-taugliche wie Iridium/ Quantum, OB-6, Prophet 6 usw.) zukünftig für die Ansteuerung durch den Osmose optimiert werden.

    • Profilbild
      herw RED

      @Anthony Rother 304-mal Daumen hoch (Stand 9.7.23). Ob es wohl auch 304 Bestellungen gibt?
      Ich hab’s getan (4.6.23); Lieferdatum ist 15. September 2023. Bin gespannt.

  14. Profilbild
    Laserjones

    Interessantes Teil – danke für den Bericht. Aber *bitte* den Bericht noch mal korrekturlesen lassen. Jede Menge Fehler, sogar fehlende Wörter … Das stört doch gewaltig.

  15. Profilbild
    Pianoman

    Auf jeden Fall ein sehr beeindruckendes Design!
    Vielen Dank für den sehr ausführlichen Bericht an die Redaktion. Das macht Lust auf mehr!

  16. Profilbild
    micharrr

    Danke für den schönen ausführlichen Bericht!
    Da ich bisher kein Manual finden kann und es auch den in den letzten Wochen auftauchenden Youtube-Videos nicht entnehmen konnte, frage ich mich, ob die sechs Preset-Macros sich über Midi steuern lassen würden (bzw. ob die CC-Nummern festgelegt und im Menü einsehbar sind). Zwei Expression-Pedals lassen sich wohl einstellen.

  17. Profilbild
    Phoenix

    Mmh…habe ich das nun richtig verstanden: Die Expression wird lediglich durch zwei Wege aktiviert. Durch den Druck der Taste nach unten und durch das Bewegen des Fingers nach links und rechts. Letzteres dient lediglich fürs Tremollo und – wenn man über die Tasten hinaus geht erhält man den Glide. Alles andere wird durch den Druck nach unten erzeugt. Dafür steht mir ein Weg von maximal 2 Zentimeter zur Verfügung – dafür muss man dann schon extrem feinfühlig spielen können um exakt „die passende“ Expression auf diesem kurzem Weg zu finden…!

    Auf dem Roli Seaboard Rise habe ich den Weg auf der Tase nach oben, der ist deutlich länger. Außerdem kann ich dort auch außerhalb des Tastenfelds spielen (da es ja eigentlich kein Tastenfeld ist). Von dem her trifft hier der Titel „die Kunst der halbgedrückten Taste“ auf dem Kopf!

    Da bleibe ich doch lieber bei meinem Seaboard Rise (Anmerkung hierzu: Roli hat zum Rise2 den Equator 2 herausgebracht, der ebenso mit dem Rise1 funktioniert, dazu viele Soundbibliotheken zusätzlich zum Download und einen Player mit Sequenzer. Dazu braucht man aber einen Computer.)

    Was wohl für alle diese Geräte zutrifft: für ein klassisches Klavierstück sind sie eher ungeeignet, aber das ist auch nicht das Ziel der Hersteller. Wer gerne langsame Musik macht (Flächen, ambient) oder orientalisch angehauchte Meditationsklänge mag, ist hier gut aufgehoben.

  18. Profilbild
    herw RED

    Mich interessiert, wie und ob die MPE Daten in einer DAW, wie z.B. Logic Pro, aufgenommen und abgespielt werden.
    Wenn ich es recht verstehe, dann wird jeder gedrückten Taste ein eigener Midikanal zugeordnet.
    Heißt das, dass man auch entsprechend viele Spuren bereit halten muss?

    Ich habe ein OSMOSE geordert, bin aber wegen der Anbindung an eine DAW etwas verunsichert.

    PS: Ich besitze ein WALDORF Iiridum Keyboard (MPE-fähig). Kann man mit den beiden Layern solcherart Klangveränderungen auch ohne das (faszinierende) OSMOSE auf herkömmliche Art und Weise kreieren?
    Die seitliche Midi-Information (y-MPE) wäre dann natürlich nicht gegeben.

  19. Profilbild
    kawooo

    Ich warte nun seit Februar auf das Gerät und werde langsam wahnsinnig, da sich die Lieferzeiten immer wieder verschieben. 😢
    Wer wartet noch?

  20. Profilbild
    Michael Bereckis

    Am Donnerstag 7.12.23 bei Thomann bestellt und am Samstag bereits geliefert!

    Stromanschluss ist bei mir bombensicher und sehr gut dokumentiert.

    Die Bedienung empfinde ich sehr intuitiv und die internen Sounds sind gut, könnten aber tatsächlich abwechslungsreicher sein.

    Nun werde mich intensiv hiermit beschäftigen.

  21. Profilbild
    herw RED

    Wahnsinnsteil!

    Ich fühle mich sofort mit der Tastatur wohl. Natürlich muss man üben.
    Der Presetwechsel erscheint mir mit der neuen Firmware durchaus schnell.
    Jedes Preset muss man kennenlernen. Da sind schon einige interessante Features versteckt.

    Übrigens ist der Controller nicht so leicht, wie oben im Test beschrieben. Die Decklatte ist aus Metall. Insgesamt über 8kg machen einen soliden Eindruck.
    An die Piktogramme muss ich mich zunächst gewöhnen.

    Der Kauf und das lange Warten haben sich gelohnt.

  22. Profilbild
    herw RED

    OSMOSE-Programmierung
    Ich habe zwei Nachmittage gebraucht, um den Kontakt zwischen OSMOSE und dem Eagan Haken Editor hinzubekommen und rudimentäre Verknüpfungen zu erstellen, bzw. das Laden und Abspeichern von Klängen über den Editor zu verstehen.
    In den zugehörigen Bedienungsanleitungen ist eine Erklärung nur schwer nach -zig Seiten zu finden.

    Es ist mir wichtig, dass ich in ein paar Wochen die Möglichkeit habe, selbst Hand anzulegen.
    Die Logik des Programmierens erscheint mir durchaus erlernbar. Dazu gibt es auch Videotutorials.
    Es gibt Vieles zu entdecken :)

    • Profilbild
      jan1973

      @jan1973 Kommentar unter dem Video:
      „Thank you! Sure we’ll look for it here at Superbooth“

      Anthony ist offenbar auf der Superbooth. Kann der ein oder andere ihn zu dem Ding befragen 😉

      PS: ‚it‘ bezieht sich auf den Polybrute 12

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