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Test: Korg Prophecy Software-Synthesizer, Plug-in

25. August 2021

Korg Prophecy als Plug-in

Test: Korg Prophecy Software-Synthesizer, Plug-in

Test: Korg Prophecy Software-Synthesizer, Plug-in

Als ich auf AMAZONA.de bei den News gelesen hatte, dass die neue Korg Collection 3.0 neben einer VST-Version des Korg Triton Extreme und einem VST des eben als Hardware neu aufgelegtem MiniKorg 700s auch eine VST-Version des legendären Korg Prophecy beinhalten soll, wurde sofort meine Aufmerksamkeit geweckt.

Während Simulationen von analogen Klassikern mitunter immer noch das Klangpotential der Vorbilder nicht ganz erreichen, sollte die Portierung der rein digitalen Algorithmen der MOSS-Synthese eigentlich ein identisches Klangbild möglich machen – so meine Erwartung.  Spannend machen den Prophecy natürlich vor allem die Physical-Modeling-Oszillatoren, mit denen Korg so wie die Konkurrenz von Technics und Yamaha versuchte, physikalisches Verhalten von Saiten, Resonanzkörpern, Röhren etc. zu simulieren, um bis dato ungehörte Klänge zu ermöglichen.

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Der Korg Prophecy als Software-Synthesizer

Wer jemals einen Hardware Korg Prophecy unter den Fingern hatte, wird bestätigen, dass der Kleine ganz schön groß tönen konnte, er war einfach ein sehr feiner Solo-Synthesizer, auch das dritte Wheel mit integriertem Ribbon-Controller (das im Korg Z1 als Z-Pad weitergeführt wurde) trug wesentlich zur Spielfreude bei, die man mit diesem Instrument haben konnte und kann. In meinem Fall habe ich das VST über einen Yamaha Montage angesteuert und siehe da, der Touch-Strip des Montage war automatisch auf den Strip des Prophecy VST geroutet und er ist von den Abmessungen auch nahezu identisch – fein.

Der Korg Prophecy war übrigens der erste Hardwaresynthesizer von Korg, der die MOSS-Oszillatoren in den Markt einführte, allerdings nur monophon, der Nachfolger Korg Z1 war dann schon polyphon, MOSS-Expansion-Boards für die Trinity und Triton Workstations folgten. Das erste Produkt und der Urvater der MOSS-Oszillatoren war allerdings die OASYS PCI-Karte, die in PCs eingesetzt werden konnte.

Und so schließt sich der Kreis – die MOSS-Oszillatoren sind wieder in die PC-Welt zurückgekehrt und dank der Rechenleistung heutiger PCs braucht man auch keine Prozessorkarte mehr. Ob und wie das Ganze gelungen ist, soll dieser Test aus Sicht eines ehemaligen Prophecy und immer noch aktuellem Z1, Moss-Expansion-Board und Oasys Besitzers und Benutzers beschreiben.

Korg Prophecy Software-Synthesizer, Plug-in

Voice Scale und diverse Settings

Das Routing des Korg Prophecy Plug-ins

Sehen wir uns zunächst einmal das Routing des Prophecy (VST) an:

Korg Prophecy Software-Synthesizer, Plug-in

Jede Stimme setzt sich aus bis zu 2 MOSS-Oszillatoren, einem Suboszillator und einem Rauschgenerator zusammen. Diesen ist fix eine Pitch-Hüllkurve zugewiesen. Die Oszillatoren und der Suboszillator werden über die Waveshaper in den Mixer geführt, der Noise-Generator geht direkt in den Mixer. Danach gelangt das Signal in die zwei in verschiedenen Routings schaltbaren Multimode-Filter und von dort in die AMP-Sektion. Final wird das Signal in der Effekt-Sektion aufpoliert. Als Modulationsquellen stehen 4 Hüllkurven und 4 LFOs zur Verfügung.

Korg Prophecy VST – die MOSS-Oszillatoren

Der Standard-Oszillator liefert die klassischen analogen Schwingungsformen Saw und Pulse, die mit einer Ramp-Schwingungsform gemischt werden können. Mittels Waveform-Modulation können die Breiten der Durchläufe der Schwingungsformen moduliert werden, mit dem Wave-Edge-Parameter können Obertöne in Abhängigkeit der Tonhöhe angehoben werden.

Spannender ist da der Kammfilter-Oszillator, Standardschwingungsformen und Noise werden dabei durch ein Kammfilter mit Feedback-Schleife geschickt, je nach Feedback-Level und Noise-Anteil ändert sich die Tonalität der Sounds zum Teil drastisch.

Korg Prophecy Software-Synthesizer, Plug-in

Beim VPM-Oszillator-Modell wird der Ausgang des Carriers (SIN, SAW, TRI, SQU), der zusätzlich noch durch einen Wave-Shaper geroutet wird, durch den Modulator (SIN, SAW, TRI, SQU) moduliert. Im Gegensatz zur ursprünglichen FM-Synthese z. B. eines Yamaha GS-1 wird bei der VPM-Synthese nicht die Frequenz, sondern die Phasenlage des Carriers moduliert, was bei Schwingungsformen digitalen Ursprungs Resourcen-schonender  ist.

Korg Prophecy Software-Synthesizer, Plug-inDer Modulations-Oszillator nutzt drei Modulationstypen Sync-, Cross- und Ringmodulation, wobei Oszillator 1 fix den Modulation-Input liefert und Oszillator 2 ebenso fix der Modulation-Oszillator ist und nur im Oszillator 2-Slot eingesetzt werden kann.

Mit dem Brass-Oszillator kommt dann endlich Physical-Modeling mit ins Spiel. Grundsätzlich gilt folgende Einschränkung: Sounds mit Standard-, VA- oder VPM-Modellen können aus 2 Oszillatoren zusammengesetzt werden, wobei die Oszillatormodelle gemischt oder mit dem Modulations-Oszillator moduliert werden können. Die Physical-Modeling-Oszillatoren sind jedoch rechenintensiver, diese Sounds bestehen immer nur aus einem Oszillator (inkl. SUB und Noise), können also weder mit anderen Oszillatormodellen gemischt, noch moduliert werden. Beim Hardware-Original war diese Limitierung wohl der Rechenleistung geschuldet. Warum man sich beim VST hier so strikt an das Original gehalten hat, verstehe ich nicht.

Der Brass-Oszillator bietet 4 Modelle (Trumpet1, Trumpet2, Trombone, Horn), wobei der Lippencharakter, Breath-Pressure und die Atemrichtung den Sound beeinflussen.

Korg Prophecy Software-Synthesizer, Plug-in

Der Reed-Oszillator bietet 13 Rechenmodelle (u. a. Soprano-, Alt-, Tenor- und Baritonsax, Flöten, Reeds, Recorder, Bottles). Die wenigen Parameter sind bei allen Typen gleich: Atemdruck, Atemrichtung und Reed beeinflussen den Klang.

Korg Prophecy Software-Synthesizer, Plug-in

Der Pluck-Oszillator wurde hauptsächlich für die Simulation elektrischer Bass-Sounds ausgelegt. Parameter wie Attack-Noise, String-Position (wo wird die Seite im Verhältnis zur Lage des Pickups angeschlagen) und Loss (Schwingungsdämpfung der Seite) bestimmen den Charakter des Klanges.

Somit steht ein reiches Menü an Klangquellen parat, das im nächsten Schritt durch die Wave-Shaper geroutet wird:

Die Wave-Shaper können den Schwingungsformausgang der Oszillatoren mit den Modellen Clip oder Reso mit Feedback-Schleifen und Cross-Loops teils drastisch modifizieren, je nach Einsatz werden die Klänge angedickt und angezerrt.

Korg Prophecy Software-Synthesizer, Plug-in

Auch bei den Hüllkurven geizt Korg beim Prophecy nicht, insgesamt 4 sind vorhanden, eine kleine Besonderheit ist, dass die ADSR-Kurven zwischen Decay und Sustain noch einen „Slope“ aufweisen.

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Korg Prophecy Software-Synthesizer, Plug-in

Das Routing der 2 Multimode-Filter ist auf 3 Arten schaltbar. Die Filter klingen sehr musikalisch und sind – bedenkt man das Alter der Algorithmen – sehr gut einsetzbar.

Korg Prophecy Software-Synthesizer, Plug-in

Eine  Modulationsmatrix findet man im Prophecy nicht, Modulationsquellen und -Intensitäten sind direkt bei den jeweiligen Modulationszielen  einstellbar, was ausgesprochen übersichtlich ist.

Die Effekte

Insgesamt stehen 6 Effekte zur Verfügung, wobei die Reihenfolge des Routings mit Distortion – Wah – Delay – EQ – Chorus/Flanger – Reverb fix vorgegeben ist. Die Effekte klingen allesamt gut, vor allem, wenn man das Alter der Algorithmen bedenkt.

Korg Prophecy VST – das User-Interface

Öffnet sich das Fenster des Prophecy VST fühlt man sich als (ehemaliger) Prophecy User sofort zuhause. Der Kopf zeigt eine Visualisierung der markanten Gehäuseform des Prophecy. Das Display, das im Wesentlichen nur mehr den Patch-Namen anzeigt sowie die 5 Performance-Controller und die 4 Knöpfe zum Aktivieren der 4 Performance-Layer sind in dieser Kopfzeile positioniert. Die Fußzeile ist ebenfalls im Prophecy Design gehalten und zeigt die 3 Wheels und die Tastatur. Zwischen diesen Kopf- und Fußzeilen befindet sich der eigentliche Editor, in dezentem Dunkelgrau gehalten.

Im Editor befinden sich links oben drei Buttons, die zwischen den drei Pages – Synth – FX und ARP schalten, auf diesen ist alles sehr übersichtlich dargestellt und editierbar. Hier hat man einen deutlichen Mehrwert im Vergleich zur originalen Hardware.

Im Synth-Modus sind alle Parameter der Oszillatoren, die Mixer-Settings, Filter samt Routing, die Wave-Shaper sowie die Hüllkurven und LFOs dargestellt und editierbar. Modulationsmöglichkeiten sind jeweils direkt bei den Parametern einstellbar. Man hat die gesamte Syntheseengine im Blick.

Korg Prophecy Software-Synthesizer, Plug-in

Main-Page des Korg Prophecy Plug-ins

Auf der FX-Page sind die 6 FX samt Master nacheinander aufgefädelt, darunter an selber Stelle wie auf der Synth-Page die Modulationsquellen, also Envelopes und LFOs bei entsprechend modulierbaren Effektparametern.

Weiterhin befinden sich auf der FX-Page noch die Program-Voice-Settings. Hier stößt  man dann auf eine echte Überraschung. Der Prophecy VST lässt sich nämlich im Mono- und Poly-Mode betreiben, es können theoretisch bis zu 256 Stimmen erzeugt werden. Der Prophecy VST kann also auch als Polysynth betrieben werden. Das kann man nutzen, um das Abschneiden von Noten bei Sounds mit langem Release zu verhindern, aber auch um Pads und Athmos zu bauen, die der originale Prophecy nicht liefern konnte.

Korg Prophecy Software-Synthesizer, Plug-in

FX-Page des Korg Prophecy Plug-ins

Auf der ARP-Page kann der Arpeggiator mit max. 24 Steps programmiert werden und man kann den Performance-Controllern, Wheels, Ribbon und den 5 Performance-Knobs mit 4 schaltbaren Ebenen Parameter zuweisen.

Korg Prophecy Software-Synthesizer, Plug-in

Arpeggio-Page des Korg Prophecy Plug-ins

Korg Prophecy VST  – wie klingt der?

Lange ist es her, dass ich einen Korg Prophecy unter den Fingern hatte, aber gewisse Sounds sind da wohl  im Gehirn eingebrannt. Man findet beim Durchstöbern der Patches viele alte Bekannte, Klang und Verhalten sind absolut authentisch. Je nach Wandler, durch den der Output der DAW geroutet wird, ändert sich der Charakter in Nuancen, ich habe ich den Sound des originalen Prophecy jedenfalls etwas mumpfiger in Erinnerung, auch mein Z1 erreicht die Brillanz moderner Wandler nicht, das hat aber natürlich auch seinen Charme.

Das Original, der Korg Prophecy Synthesizer

Alle Stärken, die beim Prophecy damals für den gewissen WOW-Effekt gesorgt hatten, sind in die VST-Welt übertragen worden, das User-Interface ist gut durchdacht und sehr übersichtlich, so macht es wirklich Spaß, an den Sounds zu schrauben. Es ist erstaunlich, wie frisch manche Sounds nach so vielen Jahren immer noch klingen und wie gut sie sich stacken und in Arrangements einbauen lassen. Einige der Brass/Reed/Plucked-Modelle lassen sich sehr ausdrucksstark spielen. Dabei ist festzuhalten, dass keines der Modelle einen authentischen Natursound liefert. Von einem Yamaha VL-70m mit Patchman-ROM wird der Prophecy in puncto Bläser-Sounds auf die Plätze verwiesen. Korg hat einige Limitationen des Originals übernommen, etwa dass bei den Physical-Modeling-Oszillatoren kein zweiter Oszillator zugemischt werden kann. Das kann man natürlich mit einer zweiten Instanz des Plug-ins in der DAW kompensieren.

Was ist für die Zukunft zu erwarten? Innovatives wie Wavestate und Modwave erscheinen bei Korg ja leider nicht als VST, sondern im übergroßen Plastik-Dongle mit schlechter Tastatur und Mäusekino-Display. VSTs sind offensichtlich nur für digitale Aufarbeitung des Back-Kataloges die Plattform der Wahl.  Dass Korg den Z1 nachliefern wird, ist daher wahrscheinlich. Und die Konkurrenz? Dass Roland die V-Synths und Vari-OS in die Roland Cloud portieren wird, ist auch nicht wahrscheinlich. Vielleicht wacht man bei Yamaha ja auch einmal auf. Die VL-Serie wäre es wert.

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Fazit

Korg hat mit dem Prophecy Plug-in seine Hausaufgaben gemacht. Für Fans des Korg Prophecy und solche, die es werden möchten, sind die 99,- Euro gut angelegt – man könnte auch No-Brainer dazu sagen. Der Prophecy Software-Synthesizer kann in Kombination mit einem MIDI-Controller die Hardware vollständig ersetzen und kann darüber hinaus noch mehr – Stichwort Polyphonie. Diese sollte aber kontrolliert eingesetzt werden und sie macht auch nicht für alle Patches klanglich Sinn, das Original war schließlich monophon. Erfreulicherweise ist der Prophecy VST nicht sonderlich Resourcen-hungrig, man hat also auf Wunsch auch zwei oder mehr davon am Start.

Für Unschlüssige kann man auf der Korg Homepage eine Testversion herunterladen. Das würde ich jedem, der sich für Physical-Modeling interessiert, empfehlen.

 

Plus

  • Sound
  • übersichtliches Interface
  • Polyphonie möglich

Minus

  • kein zweiter Oszillator bei Physical-Modeling möglich, beim Original war das sicher der Rechenleistung geschuldet, aber heutzutage?

Preis

  • als einzelnes Plug-in: 149,- $
  • zusammen mit der KORG Collection III: 399,- $
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Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    Dirk E. aka Xsample  RED

    Danke für den tollen Test. Ich wollte damals den KORG Prophecy unbedingt haben und hab ihn im Abverkauf dann nicht mehr bekommen. Mein GAS nach ihm wurde wieder geweckt, diesmal eben als Software .. ist eh Platzschonender. :)

  2. Profilbild
    8-VOICE  AHU

    Beim Original hat mir der frei programmierbare Arpeggiator besonders gefallen. Leider war der Synth damals nur monophon. (Ich weiss Neudeutsch monofon)

  3. Profilbild
    Henrik Fisch  AHU

    Ui … (freu) … danke für den schönen Test. Ich schließe mich den Worten von Dirk weiter oben an, genau das Gleiche: Auch ich bin Fan des Originals und jetzt wird es wohl das PlugIn. 🤩

    • Profilbild
      toneup  RED

      Wie gesagt, ich hatte das Original Jahre in Verwendung , der Prophecy VST ist einer der seltenen Fälle, wo mir klanglich nichts fehlt und das Plugin einfach besser zu bedienen ist als die Hardware. Und mehrere Instanzen möglich + mögliche Polyphonie….

      • Profilbild
        Henrik Fisch  AHU

        Ich habe gerade (leider) ein wenig ein Overload an neuen Synthesizern. Oder sagen wir mal: Ein kleines Luxus-Problem. Ich rechne VSTs immer zu normalen Synthesizern dazu, weil ich diese ähnlich wert schätze, wie die Hardware Kollegen. Für mich sind das keine Preset-Maschinen – sonst würde ich mir sofort einen reFX Nexus 3 zulegen – sondern ich will die auch immer programmieren. Das erfordert eben auch Zeit der Einarbeitung.

        So steht seit ca. zwei Wochen bei mir ein DSI Pro 2, der auch schon wieder kaum gespielt wurde. Mich interessiert seit ein paar Jahren der Madrona Labs Kaivo (VSTi), jetzt der Korg Prophecy (VSTi), außerdem der Wavesequencer Hyperion Synth (VSTi) (ist relativ neu), und seit neuestem der Rhizomatic Plasmonic (VSTi) und als Granular-PlugIn werde ich mir wohl das MeldaProducion MGranularMB ansehen. Und als Klopfgeist habe ich erst mal den Sugar Bytes Synthesic Beats (VSTi) im Blickfeld. Ach ja, und dann sehe ich für mich ja noch ein bis zwei echt geile Effekt-PlugIns von u-he.

        Ich könnte die mir finanziell jetzt alle auf einen Schlag leisten … und dann würde ich vermutlich monatelang erst einmal gar nichts produktives mehr machen. Um das zu verhindern … eines nach dem anderen. 😄

  4. Profilbild
    m.steinwachs  RED

    Der Klang ist tatsächlich recht nah dran am Original, wenn auch nicht ganz perfekt (so weit ich das anhand der Beispiele hier beurteilen kann). Allerdings würde mir dann beim Plugin doch das dritte (Hardware)Wheel mit dem Ribboncontroller fehlen (auch wenn das bei meinem Prophecy nach all den Jahren manchmal zum Quietschen neigt). Klar, leichtere Editierbarkeit, Polyphonie – spricht alles für die VST-Lösung. Ich bleibe aber trotzdem bei meinem alten Original, Hardware hat einfach mehr „Seele“ :-) – aber dennoch schön, dass es den jetzt auch in der Form gibt. Danke für den aufschlussreichen Artikel!

    • Profilbild
      toneup  RED

      Ja, das dritte Wheel mit dem Ribbon hat schon wesentlich zum Spielspaß am Prophecy beigetragen. Das kann man aber durch Midi Controller , Pedale etc. ersetzen. Ich habe meinen Prophecy vor gut 10 Jahren verkauft, und mir dann einen gebrauchten Z1 gekauft , der heute noch hier im Studio steht. Der Prophecy ist mir in manchen Situationen trotz Z1 abgegangen. Mit dem Erscheinen des VST ist das Thema für mich abgehakt. Der Prophecy ist wieder Teil des Setups. Und wenn Korg den Z1 als VST raus bringen sollte, werde ich meinen Hardware Z1 auch nicht verkaufen. Werde mich aber trotzdem freuen das es quasi ein Backup gibt, auch der Z1 wird leider nicht ewig halten.

  5. Profilbild
    fitzgeraldo  

    Nachdem mir der Prophecy immer schon im Kopf herumgespuckt hat (vor allem nachdem ich gesehen habe, was Joe Zawinul damit anzustellen wusste) und mein alter EX7 sowieso drei Wheels und einen Ribbon-Controller hat, werde ich das Plug-In mal ausgiebig testen …
    Danke für den ausführlichen Bericht.

  6. Profilbild
    0gravity  

    Vielen Dank für den ausführlichen und aufschlussreichen Bericht.
    Ich habe jetzt mal die Demoversion des Prophecy-PlugIns installiert und werde es nach dem Urlaub mit meinem original Prophecy vergleichen, den ich zwar selten nutze aber immer noch sehr schätze.

    • Profilbild
      toneup  RED

      Auf das Ergebnis bin ich gespannt…ich hatte ja leider kein Original mehr und habe nur mit Z1, Trinity Rack mit MOSS Board und Yamaha VL -70 mit Patchman Rom vergleichen können.

  7. Profilbild
    moinho  

    Danke für den Test, ebenso wie die Hintergrundinfo zur Korg Collection.
    Leider gibts anscheinend so witzige Deals wie früher – kauf‘ ein Korg taktile 25, das Du sowieso brauchst, kriegt die doppelt so teure Legacy Collection dazu – nicht mehr, aber wenigstens gibts ein Upgrade von Legacy auf 3.0.
    Andererseits…ich hab ne Wavestation in der Legacy Collection und in echt, mit der 3.0-Collection hätte ich dann dazu nen virtuellen Prophecy zum echten.
    (Fun fact: der Prophecy war so ungefähr das Einzige echte GAS-Objekt für mich, d.h. ich hatte den mal (gebraucht) gekauft, verkauft und später wieder einen gekauft).

  8. Profilbild
    manomym  

    Das Plugin mit einem Korg Prophecy als Midi Controller zu spielen macht wirklich Spaß (wegen dem RibbonWheel). Leider sind momentan die Reed und Brass Simulation nur dürftig bzw. falsch umgesetzt (Pitch Bend reagiert völlig anders) und auch das Feedback klingt nicht wie im Original…. :(
    da warte ich mit dem Kauf dann doch lieber noch ab.
    hier ein kleines Vergleichsvideo:
    https://youtu.be/kzY7NDSVsTY

    • Profilbild
      TMOFD2009

      Dazu hat Korg ja schon ein Update letzte Woche nachgereicht. Müsste behoben sein in der neuen Version.

      • Profilbild
        manomym  

        Hab’s gerade getestet (v1.0.2) Hüllkurven stimmen jetzt eher, aber die Flöte ist immer noch falsch :( (hört man ganz deutlich, wenn man pitchbend beim Piccolo Preset anwendet)

        Eine Anzeige der Performance Knob Werte wie bei der Hardware wäre auch ziemlich praktisch….

          • Profilbild
            manomym  

            echt? Bei den Synth-Sounds höre ich überhaupt keinen Unterschied. (außer sie nutzen den Feedback Parameter). Den etwas schwachen Klang des Stereoausgang am Prophecy haben sie schon 1:1 hinbekommen :)

          • Profilbild
            toneup  RED

            Es wird sicher optimierungs-Potential im Feinbereich geben. Die Slap-Bass Sounds haben sich z.B. nicht wie im Kopf abgespeichert verhalten. Ich halte es trotzdem nicht für sinnvoll Patches 1:1 zu vergleichen. Entscheidend ist doch, wie das Gebotene im Kontext und im Produktionsalltag funktioniert , ob mit oder ohne Plugins und Outboard der Wahl hat sich der Prophecy VST überzeugend verhalten.

            • Profilbild
              index  AHU

              …also die meisten Sounds muss man im direkten A/B-Vergleich hören um die Unterschiede wahrzunehmen.
              Aber bei den Flöten und Wind-Sounds ist es sehr deutlich, gerade wenn man die moduliert und mit Aftertouch oder Velocity spielt.
              Das sind meine Lieblingssounds bei meinem Prophecy.
              Außerdem ist es die digitale Umsetzung eines digitalen Vorbildes und auch noch vom originalen Hersteller. Kein Versuch analoge Schaltkreise zu emulieren.Da hätte ich tatsächlich geringere Unterschiede erwartet.
              Toll finde ich das Plugin für sich alleine trotzdem, auch wegen der Polyfonie.

  9. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Ich habe den Prophecy 1996 neu gekauft, er ist mir ans Herz gewachsen. Die VST Version klingt schon anders. Zuerst war ich unzufrieden, jedoch mit der Entdeckung der polyphonic Funktion die etwas versteckt daher kommt und auch dem unisono Modus der sogar polyphon wirksam ist, macht aus diesem Vst Instrument einen neuen prophecy der nun sogar zu meinem Lieblings vsti Instrument wurde. Die Hardware ist weiterhin sehr gut einsetzbar denn sie kontrolliert das plugin perfekt und jaaa die Qualität der Hardware und die Klänge sind einfach faszinierend.

  10. Profilbild
    c.hatvani  AHU

    Ich habe meinen Prophecy neu im Jahr 1999 gekauft, es war ein Deal-Preis von 1111,- DM. War vom Konzept und Sound interessant und neu. Aber so viele Parameter bei einem Synth habe ich zuvor nie gesehen. Die Programmierung hat ewig gedauert und stellte mir die Frage nach dem Sinn, schließlich war das Gerät nur monophon…
    Erlaubt diese VST Version eigentlich das Laden von originalen Prophecy Patches via MIDI sysex?

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