Test: Motu 828ES, Thunderbolt USB Audiointerface

24. Dezember 2017

Mit Donner, USB und dem ESS Sabre32

Motu 828ES

Das MOTU 828ES Audiointerface ist eine überarbeitete Version des MOTU 828x, das 2014 auf den Markt kam. Das Besondere am neuen Modell ist das Kürzel ES. Hier wird eindeutig ein Chip gefeatured: Der ESS Sabre32™. Dieser bietet einen Dynamikumfang von 124 dB, ähnlich wie beim MOTU Flaggschiff 1248. Die A/D-Wandler versprechen einen analogen Sound wie man ihn von alten Konsolen her kennt. Am Puls der Zeit bietet MOTU hier ein Audiointerface mit aktuellen Erwartungen an ein solches Gerät. Ein erster Überblick verspricht einem vielseitige Einsätze mit sinnvollen Erweiterungen bzgl. des Vorgängermodels und das bei einer sehr geringen Roundtrip-Latenz.

Da die amerikanische Firma MOTU alles andere als ein unbeschriebenes Blatt in der Audiobranche ist, sollte man erst mal von einer soliden Qualität ausgehen können.

Was ist neu oder hervorzuheben beim MOTU 828ES?

Die meisten, die sich für dieses Audiointerface interessieren, kennen höchstwahrscheinlich einen der Vorgänger. Hier zunächst erstmal die neuen und interessanten Features:

  • Das MOTU 828ES verfügt über 60 Audiokanäle, 28 Inputs und 32 Outputs, die alle unabhängig voneinander funktionieren. Das sind immerhin 2 Ausgänge mehr als beim Vorgänger.
  • Für mich das Hauptfeature: Der ESS Sabre32™, ein Chip, der dem Interface einen Dynamikumfang von 123 dB beschert und nahezu analog klingen soll.
  • Die Roundtrip-Latenz ist ja bei digitaler Bearbeitung immer hoch im Kurs. Über die Thunderbolt-Verbindung sind wir bei 1,6 ms bei 96 kHz, hier sollte man schon sehr feinfühlig sein, um das noch zu merken.
  • Die Anschlussmöglichkeiten des MOTU 828ES lassen nahezu keinen Wunsch offen. Hier werden MAC oder PC mit Thunderbolt (1, 2, 3), USB-Super-Speed 2.0 (USB 3 kompatibel), AVB/TSN Ethernet und iO- Verbindungen unterstützt.
MOTU-828es-GUI EQ

MOTU 828ES

  • Die Mikrofonkanäle wurden überarbeitet. Beide haben einen individuellen Pre-Amp-Gain, Pad-Schalter und 48V Phantomspeisung. Falls man mit Outboard-EQs oder Kompressoren arbeiten möchte, schicken die Pre-Amps das Signal vor dem Konverter, hardwired zum Outboard.
  • Ein Talkback-Mikrofon wurde integriert und konstruktive Kritik wurde umgesetzt indem man die Möglichkeit mit hinzunahm, ein zweites Monitor-Paar anzuschließen und nun zwischen A-B hin und her schalten zu können.
MOTU-828es-1

MOTU 828ES

  • Nicht nur, aber auch im Standalone-Modus, stellt MOTU mit dem 828es einen DSP-Software-Mixer zur Verfügung. Hier kann man mit 48 Kanälen und 12 Bussen, verbunden mit On-Board-Hall, 4-Band-EQ, Gate und Kompressor glücklich werden, wenn man das möchte. Die zur Verfügung gestellten Plug-ins orientieren sich eher an Vintage-Equipment. Somit finden wir im Sortiment einen klassischen Hall, einen Kompressor ge-modeled nach einem LA-2A von Teletronix und einen EQ, angelehnt an alten Konsolen.
MOTU-828es-2

MOTU-828es-2

  • Das Ganze kann man über eine schier endlose Routing Matrix verknüpfen. Natürlich gibt es die Möglichkeit mit einer Web App, im wahrsten Sinne des Wortes, mitzumischen. Hier wird alles bedient: ob MAC, Windows, Linux, iOS oder Andriod, solange alles im gleichen Netzwerk fungiert.
  • Standalone hatte ich vorhin schon kurz erwähnt. Verbindet man das MOTU 828es mit einem Apple® Airport™ oder einem anderen Wi-Fi Router über ein Standard-Ethernet-Kabel, kann man ohne Computer 48 Kanäle mischen und mit den DSP-Plug-ins arbeiten. Das geht zum Beispiel wireless verbunden über ein Tablet.
  • Das System ist erweiterbar über Ethernet-Kabel, um zum Beispiel ein weiteres AVB MOTU Interface anzuschließen. Mit einem optionalen MOTU AVB/TSN Switch kann man sogar bis zu fünf MOTU Interfaces miteinander verknüpfen.
MOTU-828es-Signal-Flow

MOTU-828es Signal-Flow

Zu guter Letzt hier noch die wichtigsten Extras, die nicht unerwähnt bleiben sollten: Mit zwei getrennten optischen Eingängen unterstützt das Interface über jeweils ein TOSLink-Kabel 16 ADAT-Kanäle bei 48 kHz oder 8 Kanäle bei 96 kHz. Ein Stereo-S/PDIF digital IN/OUT auf 96 kHz sollte hier natürlich auch nicht fehlen. MIDI-Ein- und Ausgang gibt es selbstverständlich auch. Um handfrei zu arbeiten, kann man einen optionalen Fußschalter anschließen. Neben dem einen oder anderen zusätzlichen Special gibt es noch zwei Kopfhöreranschlüsse, die man getrennt regeln oder zusammen mischen kann.

Ich würde mal behaupten, hier wurde nahezu nichts ausgelassen. Kommen wir mal zu den Specs.

Technical Specifications

Die Systemanforderungen des MOTU 828ES sind dem heutigen Standard angepasst. Für Apple Geräte wird minimum ein 1 GHz Intel-basierend mit 2 GB RAM erwartet, samt Betriebssystem Mac OS X 10.8 oder neuer.

Windows Systeme sollten ähnlich konfiguriert sein. Hier wird auch mindestens ein 1 GHz Pentium-basierender Prozessor mit 2 GB gefordert, mit einem Windows Betriebssystem 7, 8 oder 10.

MOTU-828es-Quickstart

MOTU-828es Quickstart

Für die Web-Unterstützung, wie Smartphone und Tablet Applikationen, sind alle gängigen auf der Liste, genau so auch bei den Browsern. Hier sehe ich keinerlei Einschränkungen.

Die Sampleraten des MOTU 828ES sind von 44,1 bis 192 kHz auf dem aktuellen Stand. Die zwei Vorverstärker verfügen über eine XLR/TRS-Combo-Buchse. Der Vorverstärker-Gain reicht von 0 bis 63 dB (digital). Weiter verfügt das Audiointerface über 8 analoge 1,4“ TRS (Klinke) Line-Inputs (balanced/unbalanced) und über 8x 1/4“ TRS-Line-Outs (balanced/ DC coupled). 2 XLR-Hauptausgänge, die zu den Monitoren führen. 2 Stereo-TRS-Kopfhörerausgänge und 2 TRS-Sends.

Digitale I/O gibt es 16 über zwei ADAT-Eingänge (alternative 8 über SMUX bei höherer Samplerate) und 2 (stereo) über S/PDIF. Somit kommen wir auf eine Summe von 28 Eingängen und 32 Ausgängen, bei höheren Sampleraten reduziert es sich dementsprechend.

MOTU-828es-GUI-1

MOTU 828ES GUI

Computer Ein- und Ausgänge über Thunderbolt (Kabel nicht mit im Lieferumfang) bietet das 828ES 128 bei 44,1 bis 96 kHz. Bei höhere Raten wie 176,4 bis 192 kHz reduziert es sich auf 64 I/Os.

Die Computer Ein- und Ausgänge über USB (Kabel mit im Lieferumfang) sind etwas reduzierter. Hier haben wir 64 I/O bei 44,1 bis 48 kHz, 32 I/O bei 88,2 bis 96 kHz und 24 bei 176,4 bis 192 kHz.

Ein Netzteil ist an Bord, somit funktioniert die Stromversorgung über einen üblichen Kaltgerätestecker (Kabel mit im Lieferumfang). Die Maße sind 19 x 7 x 1,75 Zoll oder 48,3 x 17,75 x 4,5 cm bei einem Gewicht von 1,9 kg.

Praxis

Ausgepackt, verkabelt und los geht’s. In meinem Testbetrieb lief das Interface die meiste Zeit mit der Thunderbolt-Verbindung an einen Mac Mini. Wie alle anderen Hersteller auch spart sich MOTU die Zugabe eines Thunderbolt-Kabels. Das könnte man jetzt als negativ abstempeln, aber wenn man darüber nachdenkt, erklärt es sich von selbst. USB-Kabel bekommt man hinterher geworfen, Thunderbolt-Kabel kosten 30,- Euro aufwärts, also lässt man es weg, bevor man es auf den Preis aufschlägt. Die negative Kritik liegt wie so oft dann eher bei Apples Preispolitik.

MOTU-828es-In Betrieb

Im Betrieb

Das 19 Zoll Gehäuse ist in typischer MOTU-Manier und Qualität aus leichtem Aluminiumdruckguss gefertigt und verspricht somit ein langes Durchhaltevermögen im Studioalltag oder auf Tour. Die Vorderseite ist sehr aufgeräumt und mit wenigen, aber notwendigen fein-gerasterten Endlosdrehreglern versehen plus diversen Tastern. Haptisch alles auf hohem Niveau. Auch die Rückseite sieht ähnlich aufgeräumt aus, aber auch bis auf den letzten Platz vollgepackt.

Vollgepackt trifft es ganz gut. Das MOTU 828ES ist in seiner Anwendung sehr vielseitig und flexibel. Das alles zu hinterfragen und auszuprobieren überschreitet den Rahmen dieses Artikels um einiges. Somit habe ich mich mal auf die Handhabe, das Einrichten und den Klang der Vorverstärker konzentriert. Auch die App-Anbindung habe ich ausprobiert, was auch völlig problemfrei funktionierte. Die Kritik, dass gespeicherte Konfigurationen verloren gehen würden, kann ich nicht nachvollziehen, aber damit habe ich mich auch nicht intensiv beschäftigt. Leider kam sie mir erst zu Ohren, nachdem das Gerät schon wieder zurück auf dem Weg zum Vertrieb war.

MOTU-828es-GUI Routing

MOTU 828ES Routing

Die Handhabe ist intuitiv und relativ einfach über trial and error, insofern man sich schon mal mit solchen Geräten auseinandergesetzt hat, zu bewältigen. Bei Problemen hilft die über 100-seitige Bedienungsanleitung, die ich aber wenig nutzten musste. Um tiefer einzusteigen, ist das aber wahrscheinlich unumgänglich.

Im Betrieb klappt weiterhin alles reibungslos. Die Auflösung und der Klang der beiden Vorverstärker ist tatsächlich auf hohem Niveau und sie haben einen warmen, analogen Beigeschmack. Im Direktvergleich mit meinem Apollo Twin von Universal Audio haben sie für meinen Geschmack gewonnen, auch wenn es hier um Nuancen geht. Analog ist das noch nicht, aber ich bin der Meinung, die digitale Technologie ist kurz vorm Ziel.

Ähnlich ist es mit den Plug-ins. Es wäre auch vermessen, für den Preis einen LA-2A mit im Paket zu bekommen und dazu noch einen Neve, SSL oder Amek Kanalzug. Nichtsdestotrotz bekommt man hier professionelle Software mitgeliefert, mit der sich sehr gut arbeiten lässt.

Fazit

Das MOTU 828ES hat alles an Bord, was man sich so wünschen kann, würde ich mal sagen. Als überarbeitete Version liefern die Amerikaner nach, was beim Vorgänger vermisst wurde, wie zum Beispiel eine Möglichkeit auf ein zweites Paar Monitore zu schalten. In Sachen Vielseitigkeit scheinen die Möglichkeit schier endlos, auch als Standalone-Gerät ist das MOTU 828ES einzusetzen.

Die Vorverstärker, auf dem ESS Sabre32 basierend, klingen sehr gut mit analogen Touch. Auch die Software-Anbindung funktioniert reibungslos und bedienerfreundlich. Hier bleibt mir nichts anderes übrig, als ein „sehr gut“ zu attestieren, dazu hat das Gerät auch noch Spaß gemacht.

Plus

  • Sound
  • Vielseitigkeit
  • Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Verarbeitung
  • Standalone

Preis

  • Ladenpreis: 1.089,- Euro
Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    malekmusic  

    Liebes Amazona Team, ich bin einen großer Fan von euch, aber dieser Test ist schon ein wenig merkwürdig. Eines der wichtigsten Punkte, wenn nicht der wichtigste, ist der Klang der Wandler. Darüber ist hier nicht ein einziges Wort geschrieben worden. Allerdings kommen Sätze wie dieser: „Die Vorverstärker, auf dem ESS Sabre32 basierend, klingen sehr gut mit analogen Touch.“
    Ist das euer Ernst? Wie soll denn bitte ein analoger Vorverstärker sonst klingen? Etwa digital?
    Darüber hinaus sind Preamps bei Audio Interfaces nur ein extra Feature, und kein Hauptfeature, wie die ADDA Wandlung.

    • Profilbild
      Michael Fendt  RED

      Hallo Alex,
      danke für deinen Kommentar. Die Wandler sind auf einem, zeitgemäß, hohem Niveau und klingen sehr gut. Ich dachte das kommt im Kontext des Artikels durch.
      Die Vorverstärker sind im Übrigen nicht analog sondern digital, sollen aber an eine analog Auflösung heranreichen, was sie auch meiner Meinung nach bedingt tun, deshalb diese Anmerkung.
      Ein Testbericht dient in der Regel einer Orientierung. Wie man im Kommentarverlauf gut erkennen kann, gehen hier die Meinungen sehr auseinander. Am Ende sollte man immer selbst ausprobieren ob es für einen passt.
      Dir noch ein gutes neues Jahr.
      Gruß, Michael

  2. Profilbild
    Coin  AHU

    Klanglich habe ich an den
    „Mark of the Unicorn“ Produkten nichts auszusetzen.
    Aber die Endlos Regler stören mich schon sehr.
    Hatte mal ein Motu Audio Express getestet
    und das fand ich nicht so prall.
    Die Controll Software empfand ich als schlechten Witz,
    da nichts zu verstellen ging.
    Gut, schlechter Vergleich zu dem Flagschiff hier.
    Mit Focusrite wurde ich dann glücklich.
    Auch Dank der analogen Poties.
    Danke für den Test Amazona :)

  3. Profilbild
    psv-ddv  AHU

    Antwort auf den ersten Post: Ja, möchte man, weil digital leider (noch) nicht neutral klingt sondern digital. Um den analogen Klang kommt man eh nicht herum, da Anfang (meistens) und Ende der Kette (Immer) analog sind.
    Wie auch immer, schade, dass der Klang der eigentlichen Ad/Da Wandlung hier nicht näher beschrieben wird. Das wäre doch das eigentlich interessante bei dem Wunderchip, oder?

    • Profilbild
      defrigge  

      Ich habe schon einige Soundkarten in meinem Homestudio im Einsatz gehabt, zuletzt eine Mittelklassen-Focusrite-Karte. Zum Abhören benutze ich ein Paar Yamaha HS80 und ein Paar Neumann KH120A. Ich war immer etwas unzufrieden mit einigen hohen Mitten und Höhen über die HS80, weil sie sich die irgendwie „harsch“, kalt, digital oder wie auch immer man das nennen mag, anhörten.

      Aber nach dem Kauf der Motu 828ES hat sich dieses Problem vollkommen erledigt: durch die Motu habe ich jetzt ein vollkommen neutrales, ausgewogenes, sehr differenziert klingendes Klangbild, das trotzdem nicht hart oder kalt klingt.

      Für mich ist diese Soundkarte mit ihrem Super-Klang, Ihren exzellenten Routing-Möglichkeiten, ihren 10 analogen Eingängen (plus digitalen), zwei genügend starken Kopfhörer-Ausgängen etc. etc. das mit Abstand(!) Beste, was ich je für mein Homestudio gekauft oder ausprobiert habe: ein Rundum-Sorglos-Paket erster Klasse!

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        psv-ddv  AHU

        Danke für den Erfahrungsbericht. Das klingt ja wirklich nach einer uneingeschränkten Empfehlung. Ich hatte früher mal ein Motu1224. Super Funktionsumfang und Preisleistungsverhältnis, bin dann auf einen Apogee AD8000 umgestiegen und war im Vergleich dann vom Klang des Motu sehr enttäuscht. Aber das ist lange her. Wenn das 828es wirklich so gut klingt, wie Du sagst wäre es ein Knaller. Werd wohl mal reinhören müssen.

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      digital-synthologie  AHU

      Dann antworte doch auf meinen Beitrag, ist übersichtlicher. :-)
      Ich habe Antelope Orion32+ und da klingt es mit Wandler im Signalweg genauso wie ohne.
      Bei welchen Wandlern hörst du denn konkret einen Unterschied?

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        psv-ddv  AHU

        Hatte die Antworten Taste beim posten vergessen. Hat ja zum Glück nicht geschadet ;)
        Ich höre bisher bei allen Wandlern die mir untergekommen sind einen Unterschied zum Direktsignal. Mal mehr mal weniger. den geringsten Unterschied AD->DA höre ich derzeit was Mehrkanallösungen angeht bei meinen Prism Dream ADAs. Abgesehen mal vom Pacific Microsonics, (nur 2ch) den ich leider nicht mein Eigen nenne, kenne ich da bisher nichts Besseres. Die neueste Chip Generation könnte schon nochmal ein Quentchen mehr analogen Realismus bringen. Die subjektiv realistischste Wiedergabe von aufgezeichneten Audiosignalen habe ich bisher von der Nagra-T gehört (Analogband).

    • Profilbild
      Michael Fendt  RED

      Hi psv-ddv,
      für mich klingt die Summe der Signale in dieser Preisklasse auf sehr hohem Niveau, also auch die der Wandler. Alles zu beschreiben und jedem Leser gerecht zu werden ist leider nicht immer möglich, aber Danke für die konstruktiven und interessanten Kommentare!
      Grüße, Michael

  4. Profilbild
    Dimension D  

    @psv-ddv ….
    Wie klingt den Digital?
    Wenn ich in meinem ollen Fireface 400 z.B. ein Synth aufnehme, dann klingt das Aufgenommen genau so wie das Original. Kann ich hin und herschalten übers Pult ..null Unterschied.
    Wenn ich damals auf ein Tasacm 16 Spur was aufgenommen habe….klang das halt etwas anders wie das Original. Weniger Höhen mehr Mumpf im Sound, Transienten nicht so sauber….war OK aber mit dem Original hatte das nicht so viel wie mit der digitalen Aufnahme zu tuhen.

    Ich bin da anscheinend auch eher bei der Meinung voni digital-synthologie.

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      psv-ddv  AHU

      Moin, ja, digital verändert den Klang auf andere Weise als Analog. Dh. wenn man vergleicht und nach analogen Artefakten sucht, wird man keinen Unterschied hören. Hören lernen ist diesbezüglich ein bisschen wie lesen lernen (nicht abschätzend gemeint). Wenn man einmal weiss welche Artefakte die digitale Signalverarbeitung erzeugt, hört man das leichter raus. Die Qualität der Abhörkette (einschl. Raum) spielt natürlich auch eine gewisse Rolle bei der Bewertung von Signalen. Ausserdem muss man natürlich sagen, daß Wandler heutzutage aufgrund der guten Qualität der frei erhältlichen integrierten Wandlerbausteine auf sehr hohem Niveau sind, so dass die Unterschiede sehr fein werden.

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          psv-ddv  AHU

          Das ist mit den Mitteln der Sprache nicht einfach zu beschreiben, wenn man kein Schriftsteller ist. Ausserdem ist es ein weites Feld. Es gibt typische Artefakte von Kompressionsalgorithmen (mp3, etc.), es gibt hörbare Auswirkungen von Jitter, es gibt Auswirkungen von in den Wandlern verwendeten Filter auf phasen- und manchmal hörbaren Frequenzgang und es gibt klangliche Auswirkungen von Schaltnetzteiltaktungen auf die Wandlerbausteine, verschiedene Wandlerbauweisen klingen unterschiedlich (Delta Sigma vs. R-to-R) etc.,etc.
          In sehr überspitzter Form hört man so etwas, z.B. wenn man mit alten Hardware Samplern gearbeitet hat. Zuerst hört sich das aufgenommene toll an, dann merkt man, dass der Klang z.B. kraftloser wirkt insbesondere beim Transponieren von Samples, das kann man auch mit aktuellen Softwaresamplern ausprobieren. Wenn mann einen CPU sparenden Transpoitionsmodus wählt wird es auffälliger. Grundsätzlich ist das bei halbwegs vernünftigen Wandlern natürlich sehr viel weniger deutlich…

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            psv-ddv  AHU

            …Am besten hört man z.B. Einschränkungen in der Stabilität der Stereomittendarstellung (Sänger/Bass nicht klar ortbar) oder der Staffelung der räumlichen Darstellung (weniger Tiefe). Oft können verzerrte Gitarren, Becken oder andere Signale mit komplexen Transienten und Obertonstrukturen anstrengend, rau oder sogar leicht kratzig klingen. Oder im Ursprung verzerrte Aufnahmen (SSL4k Mischungen ;)) werden abgeschliffen und angenehm wiedergegeben. Ein weiterer guter Indikator ist die emotionale Wirkung einer Aufnahme. Ein Hörer kann anhand einer bekannten Aufnahme die emotionale Qualität der Wiedergabe einordnen, also ob sie Ihn fesselt oder kaltlässt. Geringe emotionale Wirkung bekannt involvierender Musik. Das liegt oft nicht zuletzt an Mängeln der D/A Wandlung. Wie sehr stimmen die aufgezeichneten Schallsignale mit dem Erfahrungsschatz von in der Realität gehörten Schallereignissen überein. Konzertbesuche klassischer Orchester oder Solisten helfen. Das Thema ist wie gesagt komplex und lässt sich an dieser Stelle nicht genügend darstellen.

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                  GioGio  AHU

                  Wow, Danke für die Mühe Deines Kommentars :) Mein Gehör ist auch nur bedingt geschult. Ich habe mal ne Zeit lang so „Golden-Ear“ CDs gehört um mein Gehör frequenztechnisch zu schulen. Da wurde mir schnell klar, wie weit das reicht. Ein guter Vergleich von Dir mit dem Lesenlernen. Von den Meßwerten her lernt man das ja auch in einer Audio-Ausbildung, aber dein Kommentar ist aus dem leben gegriffen :) Danke dafür.

  5. Profilbild
    h3rtz  

    Dazu würde ich mir von Amazona mal nen Workshop wünchen: was ist Aliasing und „Schwurbel“, wie genau hören sich Artefakte an? Wäre super mit Audiobeispielen!

  6. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Wenn man diese Artefakte nicht hört wie 99.7644% der restlichen Menschen, dann kann man sich viel Geld sparen und die 92,456% von 100% der Musik hörenden die dad mp3 Format nutzen können sich sicher sein dass auch dieses Detail garantiert weggebügelt wurde. Ich finde das eine irgendwie sehr beruhigende Statistik, auch wenn die Zahlen sehr ungenau sind.

    • Profilbild
      psv-ddv  AHU

      Da kann man sich vor allem das Geld für Musik und Musiker sparen. Kann ja heute eh jeder selber am Laptop. Siehe meine Antwort oben. Das ist ein Grund warum der Genuss von Musik für viele Menschen nur noch berieselnde Nebensache geworden ist. Fahrstuhlmusik ist geil. Ein hoch auf mp3 und Multibandkompression! Die Jugend wächst mit totkomprimierter Musik über plärrende Händylautsprecher auf. Die tun mir leid. Kennen es ja nicht anders. Kein Wunder, wenn die meinsten Produktionen zu schlecht klingen um sie sich intensiv reinzuziehen.
      Das hat mit aktivem Musikgenuss nichts zu tun, sondern ist dann nur noch akustische Hintergrundtapete. Aber Bingewatching und Computergames sind eh viel spannender!

      • Profilbild
        Dimension D  

        Ich würde sagen 99,7644% hören eher darauf ob ihnen ein Lied gefällt und dann auf die Klangqualität.
        Wenn mans nicht richtig versaut ist aktuelle „normale“ Recording Equipment in der Lage eine für den Hörer annehmbares Ergebnis zu erzielen. Vorausgesetzt man weiss natürlich was man da macht, wie man es aufnimmt und mischt.

        Das erklärt eben auch das den meisten Mp3 ausreicht und es ist natürlich auch praktisch.

        Trotzdem finde ich es gut dass die Geräte immer besser werden vom Sound und der Qualität.

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          psv-ddv  AHU

          Du darfst nicht ausser acht lassen, das die Wiedergabegeräte grundsätzlich immer linearer werden. MP3 wird aussterben, ein 16bit 44kHz stereo Datenstrom ist jetzt schon pillepalle. Da wird Reduktion nicht mehr gebraucht. Bauteile günstiger und mittelpreisiger Wiedergabegeräte werden immer linearer wie Opamps und Class-D Verstärkermodule, elektronisch kompensierte Lautsprecherkonstruktionen werden technisch immer besser. Das heist, Jemand der in Zukunft Deine Musik geniessen will kann die Einschränkungen mittelmäßiger Studiotechnik immer deutlicher hören. Als Toningenieur ( oder Wohnzimmerproduzent, der sich das ans Bein bindet) muss man dem Konsumenten qualitativ immer ein- besser zwei Schritte voraus seien. Sonst ist das Meisterwerk in ein paar Jahren ungeniessbar. Das kann man jetzt schon anhand der frühdigitalen Ära der späten 80ger und 90ger Jahre erleben. Viel gute Musik aus der Zeit klingt auf einer aktuellen, durchschnittlichen Stereoanlage schon jetzt grottig. Demnächst hört man das auch auf guten Multiroom Systemen raus. Die Einschläge kommen näher ;-)

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            Markus Schroeder  RED

            DAS sollte sich wirklich _jeder_ Produzent von irgendwas gerahmt übers Bett hängen!

            Mit all Deinen Kommentaren zu diesem Test sprichst Du mir so was von aus der Seele, da sage ich einfach mal nur „Danke“.
            :)

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              GioGio  AHU

              Sehe ich auch so Markus :) Toll, dass Du das würdigst. Man hört bei den Kommentaren von PSV-DDV echt einen Erfahrungswert heraus. Die Mühe muss belohnt werden. Danke!

  7. Profilbild
    psv-ddv  AHU

    Auf die Klangqualität hört so gut wie niemand bewusst. Aber wenn die nicht stimmt hat anspruchsvollere Musik überhaupt keine chance ggü. Bohlen/Deppendtecno/Dorfdisko/Schlagerzeugs auf Kinderliednieveau.
    Hohe Klangqualität ist es, was die Hörer dazu bringt sich unbewusst auf komplexere musikalische Strukturen einzulassen. Sie macht diese erst geniessbar.

    • Profilbild
      swellkoerper  AHU

      Word! So isses. Ich habe keine Erfahrung mit diesem Motu-Interface, aber einen HiFi-Wandler mit Sabre32 9018 (Audiolab M-DAC). Der hat damals recht Furore gemacht, weil der ESS Sabre nicht nur gut klingt sondern auch vielfältigst vom Hersteller konfigurierbar ist. Beim M-DAC sind verschiedene Filter-Kurven wählbar, und die am besten klingende ist die, die gewisse Imperfektionen enthält. Damit klingts am „analogsten“ – im Blindtest von meiner Frau bestätigt, die einen komplett untechnischen und rein emotionalen Zugang zu Musik hat. So schliesst sich auch der Kreis zu meinem Vorredner.

      • Profilbild
        psv-ddv  AHU

        Hey, freut mich, dass wir uns einig sind und es noch mehr Menschen gibt, die diesen Zusammenhang verstehen :-)
        Wenn Du Dich für HiFi DA-Wandler interessiert, schau mal hier:http://www.....ips/1.html
        Gilt zur Zeit als das Optimum. Ist leider ziemlich teuer, viel zu teuer für mich, aber schon interessant wo die Reise hingeht.

  8. Profilbild
    Vati  

    Liebe Gemeinde,
    der neueste Trend, nicht nur in esoterischen Kreisen, soll das mehrmalige eintauchen der AD/DA Wandler im Taufbecken sein. Wenn dies in einer akustisch sauberen Kirche erfolgt, kann dadurch die digitale und emotionale Kälte der Wandler herausgespült werden. Dies darf nur bei Kerzenschein geschehen. Stromleitungen sind in einer Umgebung von 10 Metern zu entfernen.
    Sollten sich die Aufnahmen danach noch immer harsch digital anhören, sollte man erwägen, mit den Wandlern den Jakobsweg nach Santiago de Compostela zu beschreiten.
    Einen guten Rutsch ins Neue Jahr wünscht Vati

    • Profilbild
      psv-ddv  AHU

      Wenn etwas nicht in das fest gefügte Weltbild passt, nennt man auch wissenschaftlich eindeutig nachweisbare Sachverhalte einfach mal Esoterik.
      Viel Freude weiterhin im Tal der Ahnungslosen.
      Einen guten Rutsch nach 1951!

      • Profilbild
        AMAZONA Archiv

        Gut das du dich hier zu Wort meldest. Mir geht so ein bischen das Thema Thunderbolt und Windows ab. Gerade MOTU machen damit gut Werbung und das sollte bei Amazona mal geprüft werden. Gefühlt gerät RME etwas ins hintertreffen. Wenn die Qualität bei MOTU nun einen entscheidenen Schritt nach vorne gemacht hat, dann sollten wir das wissen. Treibertechnisch wie auch von der Wandlerqualität und Flexibilität.

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          microbug  

          Seit den AVBs ist MOTU bei der Audioqualität mit der von RME ebenbürtig und auch die Wandler die Gleichen. Bei Ausstattung und Flexibilität hat ein MOTU AVB gegenüber einem RME allerdings die Nase vorn, alleine schon wegen der endlosen erweiterbarkeit und der Steuerung über Webinterface. Da die AVBs über USB classcompliant sind, kann man sie sogar unter Linux oder iOS nutzen, was RME nur eingeschränkt bietet.
          Die Cuemix-Sofware ist seit den AVBs auch Geschichte. Das Webinterface bietet all deren Features und viel mehr, auch das Routing ist flexibler geworden.
          Zum Thema AVBs habe ich hier ausführlich etwas geschrieben: https://www.sequencer.de/synthesizer/threads/der-motu-avb-interface-user-thread.124917/

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      defrigge  

      @Vati
      Wenn Du was nicht nachvollziehen kannst, kannst Du das ja sagen. Aber Dummsprech über Taufe statt eines einzigen auch nur halbwegs sinnvollen Arguments?

      Hälst Du Dein Vati-Gewäsch womöglich gar für Satire?
      Es könnte alles so einfach sein?
      Isses aber nich.
      Kannst Du auch gesungen haben.
      Und ist als Mp3 mit 64kbit/s immer noch zu verstehen. :-)

  9. Profilbild
    microbug  

    Schöner Test, leider ist beim Kapitel AVB ein Fehler unterlaufen:
    „Mit einem optionalen MOTU AVB/TSN Switch kann man sogar bis zu fünf MOTU Interfaces miteinander verknüpfen.“
    Das ist so nicht korrekt. Der AVB Switch hat 5 Ports. AVB erlaubt das nahezu endlose erweitern, da man die Switches kaskadieren kann, auch über Entfernungen, zB in einem Studio mit mehreren Räumen. Das einzige Limit dabei ist, daß AVB Audio nicht durch mehr als 7 Switches geleitet werden kann.

    Das 828ES hat zwar alle Merkmale eines AVB Interfaces, ist aber trotzdem kein Vollwetiges, denn im Gegensatz zu den anderen AVBs wie 8A oder 24Ai/Ao hat es nur 4 statt der üblichen 8 AVB Streams, welches es als Hauptinterface in einem AVB Setup ungeeignet macht, will man alle Kanäle seiner AVB Interfaces an den Rechner leiten.
    Dürfte auch der Grund sein, warum es nicht 828AVB heißt.
    Laut MOTU wird AVB in allen zukünftigen Interfaces verbaut werden.
    Übrigens: MIDI geht derzeit nur über Thunderbolt und USB, aber nicht über AVB.

  10. Profilbild
    SteaN

    Schade ZU Kurzer Testbericht.Liegt schon ne Weile zurück.

    Interessant wären für mich gewesen, daß z.B. die V-Limit Funktion der Vorgänger fehlt.
    Zudem bietet Motu nun auch die Möglichkeit an ohne USB oder Thunderbold Verbindung direkt übers Netzwerk aufzunehmen (derzeit leider nur unter MacOS !) Wie gut funktioniert sowas derzeit ? Latenzen ? -> Darin sehe ich die Zukunft von AVB und anderen Netzwerklösungen und nicht nur , daß man dadurch die Motu-Geräte-Kette erweitern kann.

    Wie sieht es mit der Treiberunterstützung aus (z.B. Thunderbold vs USB 2 unter Windows)?

    Neu dazugekommen ist auch „Touch Console“ ein Verbesserter Mixer den man übers Tablet/Smartphone steuern kann.

    Von den Grundfunktionen her ist die Motu 828es eine „Eierlegende-Woll-Milch-Sau“. Kompakt wie ein Traveler, alle relevanten Anschlüße an Bord (fals 2 XLR ausreichen) so wie die Vorgänger.

    Spannend ist für mich die Frage wie es mit AVB weitergeht. Mein Traum, den AVB Audiostream einmal mit Linux aufzeichnen zu können über eine GBit Netzwerkkarte und das halbwegs latenzarm.

    Ich war mit den Wandlern und Qualität der Vorgänger auch sehr zufrieden. Ich trenne mich ungern von meiner 896HD.

    Gute Dynamik und neutraler Unverfälschter Klang, sowie eine robuste Verarbeitung sind beispielhaft für die Motu Produkte MK2 aufwärts von Motu.

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      TobyB  RED

      Hallo Stean,

      Thunderbolt Support für Windows gibt es. Allerdings ist das nicht ohne und hat Eigenheiten, die bei Windows zu verorten sind. AVB Support für Windows gibt es auch von MOTU. Allerdings nützt dir das nichts, wenn du keine entsprechende Netzwerkrouter, Switche hast. Ich setzte AVB mit mehreren LogicNodes(Macs), einem Presonus SW5E AVB ein. Allerdings musste ich logisch mein LAN umstricken, damit das geht, weil nicht AVB kompatible Routings stoppen dann die Show, das heisst, wenn über dieses LAN noch Internet am Rechner ankommen soll, musst du dir ein LAN und eine Netzwerkbrücke. Da kann man dann wieder seinen Telekom Router oder was auch immer nehmen.

      Für Windows gibts dann noch die Tool von http://www.....tware.html damit kann man Audio und Midi routen und macht seinen Rechner mit W10 auch MultiMIDI Client fähig.

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        STRomzAeHLEr  

        Da ich gerade auf der Suche nach einem Upgrade bzgl. Audio-Interface bin und mein Lenovo Yoga auch noch über einen echten TB3-Port verfügt, liegt es nahe, diesen für das neue Audio-Interface zu nutzen.
        Nun gibt es bei Motu, PreSonus und Focusrite einige wenige Laptop-Modelle, die es mit unterschiedlichen TB3-zu-TB2-Adaptern geschafft haben, erfolgreich und offenbar recht performant die Verbindung miteinander einzugehen :-)
        Ich frage mich nun, welche Kriterien entscheident sind, damit das Interface läuft. Gibt es da irgendwelche Rückschlüsse?
        Ich habe keine Lust, mir ein solches Interface, das überteuerte TB2-Kabel sowie den ebenfalls überteuerten TB3-zu-TB2-Adapter zu kaufen, um anschließend festzustellen, dass ich doch wieder auf USB zurück muss. Dann behalte ich lieber meinen exotischen Rauschgenerator (die Pre-Amps des Edirol M16-DX neigen zu starkem Rauschverhalten)…

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          TobyB  RED

          Hallo Stromzaehler,

          bei mir war das Kriterium das Windows Notebook. Und da blieb nach meinen Experimenten bezüglich Betriebssicherheit nur ein Modell über, wo on Bord TB sitzt. Siehe Logic X 10.4.2 Artikel. Der Grund war, nur weil ich ein neues NB wollte, kaufe ich keine Peripherie neu. Zum anderen entwickele ich ab und an noch .Net ASP und dafür gibt auf MacOS keine IDE, RAID. Rückschlüsse habe ich insofern nur auf das HP Elitebook 850 G5 mit TB und i7. Ich hatte schon das Vorgänger Modell auch mit TB und das hat unter W7 gut geklappt. Unter W10 nicht mehr so. Aber das Nachfolge Modell. Über den Preis kann man diskutieren. Ebenso, das ich nochmal Extra für das TB Dock zahlen musste. Die Zuknunft wird zeigen wo es lang geht, ich tippe auf TB via USB C. Das für mich entscheidende Kriterium ist die Betriebssicherheit, das ist unter Win10 machbar, kostet aber Planung und abgestimmte Hardware und zur Peripherie passende Treiber.

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            STRomzAeHLEr  

            Hallo Toby,

            Danke für Deinen Kommentar.
            So richtig hilft mir das aber auch nicht weiter.
            Mein Yoga ist das 720IKB15 mit dem i7-7700HQ und TB3 via USB-C. Ich frage mich halt, wenn ein anderes NB mit nahezu identischer HW-Ausstattung (CPU, Chipsatz, TB, Grafik etc.) positiv getestet wurde, wie ist dann die Wahrscheinlichkeit, dass mein NB auch funktionierem wird? Oder gibt es gar bestimmte Kriterien, die entscheident sind?

            Viele Grüße

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              TobyB  RED

              Hallo Stromzaehler,

              wenn die HW identisch ist und die Betriebsystem Version, Installation und Konfiguration auch identisch ist, sollte es funktionieren. Wenn es nicht geht, muss man halt die üblichen Schritte machen, Daten sichern, System plattmachen, Installieren, alle Treiber nachinstallieren, testen. Inbetriebnehmen, alles wegsichern. Was unter Win gerne vergessen wird, das Powermanagement. Und Userrechte. Das hat direkte Auswirkungen auf USB und TB HW. Zweiter Fallstrick, systemnahe Windows Updates. Ich würde die laufende Installation härten und bootbar wegsichern. Schlussendlich auch mal auf den Herstellerseiten, nach Unverträglichkeiten mit Treibern und KnownIssues gucken. Für mich sich die Kriterien immer, Profigerät oder Consumer, da muss man genau gucken. Treiberunterstützung.

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                STRomzAeHLEr  

                Hallo Toby,

                Danke für Deine ausführliche Antwort.
                Natürlich ist mir bewusst, dass es diese diversen bekannten und unergründlichen Fallstricke bei Windows gibt.
                Es ist in diesem speziellen Fall so, dass viele der Eckdaten identisch sind: Chipsatz, CPU, Grafik – aber natürlich nicht alle.
                Zusätzlich kommt hinzu, dass Motu (bis auf wenige Ausnahmen) für Windows-Nutzer bisher eher ein rotes Tuch war und nicht unbedingt durch gute Treiberunterstützung geglänzt hat.
                Nach dem Lesen einiger Erfahrungsberichte scheint das Motu 828es aber das für meine Anforderungen am besten passende Interface zu sein.
                Ich werde also nicht drumherum kommen, es einfach zu testen.
                Vielleicht muss ich ja doch mal ganz konservativ in einen Laden gehen, der das gute Stück sowie einen TB-Adapter vorrätig hat.

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                  TobyB  RED

                  Hallo Stromzähler,

                  kein Thema :) Wir mussten in der Firma das W10 Update 1809 zurückrollen. Weil Rechnern die Vertrauenstellung in der Domäne entzogen worden ist. Und im Laufe des Updateprozesses das Verzeichnis C:\User\… plattgemacht wurde. Das „leeren“ der Userverzeichnisse ist kein Thema, da hier alles auf dem Homelaufwerk zu sichern ist. Nur das Entfernen aus der Domäne ist ein Problem. Weil da hängt ja ne Menge dran und es rennt ja keiner an die Rechner und hebt die als Turnschuh IT fussläufig wieder in die Domäne. ;) Motu ist für Windows Nutzer eigentlich nur dann ein rotes Tuch, wenn das System nicht passt, ich hatte gestern zum Test das Motu 828mk3 angesteckt. Lief. :)

  11. Profilbild
    GioGio  AHU

    Ich hätte noch eine Frage zum Klang der Effekte und Dynamikprozessoren.
    Beim Vorgänger waren die ja zum Teil nicht so prall. Der Reverb war richtig mies fand ich. Ist es denn besser geworden und können die Effekte sogar für eine Aufnahme mancher Spuren genutzt werden, ohne dass man sich ärgert? Man kann bestimmt auch weiterhin den Reverb Pre-Fader-Listening anwenden, oder? Also, dass ich ihn zwar in der Session hörbar mache, aber nicht mit aufnehme. Ließe sich dann dennoch der Reverb als Extraspur (Reverb-Summe) recorden um sich hinterher in der DAW an dieser Spur zu orientieren, wie stark die jeweiligen Hallanteile in der Session bei den Spuren vertreten waren, um diese dann mit wertigeren Reverbplugins zu rekonstruieren?

    Außerdem sehe ich, dass es immer noch zwei Send-Buchsen beim Gerät gibt. Da könnte ich ja auch einen hochwertigen Reverb anschließen, den man dann auf alle Spuren, je nach Verlangen und erwünschter Stärke verteilt und diesen auch beruhigt mit aufnehmen kann. Oder ist der dann nicht auf alle Spuren anwendbar, sondern nur auf die Mic-Inputs? Außerdem ist ein Reverb ja ein Stereo-Effekt, müsste ich dann beide Sends des Motus für die Stereo-Outs ein einzigen Hallgerätes verwenden?

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