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Test: Pioneer DJ DM-50D Monitorlautsprecher

23. Dezember 2021

Aktive Monitorlautsprecher: Pioneer DJ für den schlanken Preis?

Pioneer DJ DM-50D

Pioneer DJ DM-50D

Ein weiteres Pärchen Monitorlautsprecher für DJs und Produzierende hat Einzug gehalten in die Range des größten Herstellers von DJ-Equipment: Die Pioneer DJ DM-50D reihen sich als preisgünstige „kleine“ Lautsprecher ein in das Angebot des Herstellers, aber auch des Marktes. Das Pärchen ist für einen Preis von knapp unter 240,- Euro zu bekommen. Das macht pro Speaker einen Preis von rund 120,- Euro. Das ist günstig, sehr günstig. Kann man für diesen Preis vernünftige Monitorlautsprecher produzieren? Und wie schlagen sich Lautsprecher in dieser Preis-Range? Im Regelfall findet man Lautsprecher in dieser Preis-Range nur pro Stück – nicht als Pärchen.

Für Einsteiger-DJs oder auch Amateure und Beginner im Bereich Produktion ist häufig natürlich nicht das Budget da, um für 500,- Euro sehr schnell mehr zwei Lautsprecher neben der weiteren Technik zu kaufen.

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Nun, werfen wir mal einen Blick auf die DM-50D. Eine Info vorab: Die Modelle gibt es in Schwarz oder Weiß zu kaufen.

Pioneer DJ DM-50D – ein erster Blick

Geliefert werden die beiden Lautsprecher in einem Karton. Das spricht bereits für Größe und Gewicht der Lautsprecher: 3,9 und 3,5 kg. Der Unterschied des Gewichts liegt daran, dass einer der Lautsprecher den Verstärker für beide Speaker beinhaltet. 26 cm sind die Lautsprecher hoch, circa ebenso tief und 17,5 cm breit.

Pioneer DJ DM-50D

Pioneer DJ DM-50D

Mitgeliefert werden mehrere Kabel, darunter Stromkabel, ein 3,5 mm Cinch-Audiokabel wie auch ein Kabel für die Verbindung der beiden Lautsprecher.

Die Lautsprecher sind aus MDF, also mitteldichter Holzfaser-Platte, wie die meisten Lautsprecher. Sind komplett in Schwarz gehalten. An der Front befinden sich der 5-Zöller als Tieftöner und der 3/4-Zöller als Weichkalotte.

Frontseitig findet sich an dem für die linke Seite bestimmten Lautsprecher ein Aux-In-Anschluss in Form einer 3,5 mm Klinkenbuchse und ein Level-Regler.

Rückseitig befindet sich ein Anschluss für das Stromkabel und Anschlüsse für das Audiosignal. Rein geht es entweder per Cinch oder auch per 6,3 mm Klinke (symmetrisch). Auch ein „Stereo-Mini-In“ ist vorhanden, ebenso an der Front. Das deckt fast alle Anschlussmöglichkeiten ab (XLR würde fehlen), aber es deckt in jedem Fall alle Anschlussmöglichkeiten ab, die im Consumer-/ semi-professionellen Bereich üblich sind.

Pioneer DJ DM-50D

Inputs mit drei Varianten!

Für die Verbindung beider Lautsprecher gibt es zwei Klemmen, rot und schwarz, über die mit dem mitgelieferten Kabel der zweite Lautsprecher angeschossen wird. Eine rote Markierung an einem der beiden Kabel stellt sicher, dass man das Kabel korrekt und nicht verpolt anschließen kann.

Pioneer DJ DM-50D

Alle notwendigen Kabelsind  im Lieferumfang enthalten

Ein Schalter weckt noch die Interesse: Sound Mode: Tatsächlich gibt es einen internen DSP mit zwei Settings, DJ und Production.

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Das schauen wir uns später noch genauer an.

Der Anschluss der Lautsprecher ist denkbar einfach und ich beginne ganz easy per Aux-Out am Laptop mit dem mitgelieferten Cinch-Kabel. Später werden die Pioneer DJ DM-50D dann noch ihren Platz im DJ-Setup hinter dem XONE:96 finden.

Pioneer DJ DM-50D

Level-Regler und Aux-In vorne

Die Monitorlautsprecher in der Praxis

Entlocken wir den Lautsprechern doch mal ein paar Töne. Die genannten Anschlussmöglichkeiten sind ja zahlreich, ein schneller Einstieg und Anschluss ist also machbar.

Mit 25 Watt an 4 Ohm sind die Lautsprecher für die größer im Mittelfeld angesiedelt, ausreichend jedoch für jeden kleineren oder mittleren DJ-Arbeitsplatz oder das Heimstudio. Pegelmäßig liefern die kleinen Lautsprecher im Peak bis 90/92 dB ab, danach beginnt man die rein physikalische Grenze des Woofers zu erreichen und es beginnt zu wummern, wird aber nicht messbar wirklich lauter. Also sagen wir mal, solides Peak bei 90 dB – das ist ausreichend, um den Nachbarn komplett auf die Nerven zu gehen und ist für die kleinen Lautsprecher eine sehr solide Leistung.

Klanglich ist die Konkurrenzsituation schwierig, sie stehen bei mir den VM-70 gegenüber, dagegen kommen die Kleinen natürlich nicht an.

Generell sind die Pioneer DJ DM-50D klanglich bezogen auf den Preis in Ordnung. Die Darstellung der tiefen Frequenzen wird natürlich erst ab einer gewissen Lautstärke wirklich präsent und endet mit dem physikalischen Ende bei irgendwo über 90 dB. Die Wiedergabe der Mitten und Höhen ist für ein kleines DJ-Setup oder den Ensteiger im Producing-Bereich ausreichend.

Im Vergleich zu höherwertigen Lautsprechern fallen natürlich Unterschiede auf, gerade die Klarheit und Präzision in den Mitten und Höhen und die räumliche Darstellung. Im gewissen Sinne klingen die DM-50D leider etwas eng. Ich frage mich, ob da überhaupt ein wirkliches Stereobild existiert?
Kurzer Check: Ja, existiert. In der akustischen Wahrnehmung bricht das aber tatsächlich ein.

Nun gut, ich schaue kurz auf den Preis. Wo lag der? Bei 239,- Euro für zwei Stück. Es ist in Ordnung. Man muss sich einfach damit abfinden, dass diese Lautsprecher am unteren Ende der Preis-Range liegen – hier wird man keine Spitzenleistung im akustischen Bereich für die Abhöre erwarten.

Schon erwähnt haben wir den internen DSP bzw. den umschaltbaren EQ mit festgelegten Werten für das Setting im DJ- und im Produktions-Setup. Ich habe vergeblich versucht, wirkliche Informationen im Handbuch zu finden, was dieser Schalter bewirkt, wo welcher EQ oder Filter greift – vergeblich. Pioneer DJ hält sich hier bedeckt und verbrauchergerecht, nicht in die technische Tiefe gehend und schreibt dazu nur, dass der DJ-Mode für einen „druckvollen Sound“ sorgen soll, der Production-Mode eher für einen „flachen Frequenzgang“ sorgen, der den „Audioeingang präzise wiedergibt“. Soweit, so gut und soweit auch so sinnvoll.

Pioneer DJ DM-50D

Umschalter für den Sound-Mode auf der Rückseite

Mein Problem in diesem Fall ist nun nur Folgendes: Ich höre keinen wirklichen Unterschied. Alles, was ich höre, liegt irgendwo im Bereich von „ich könnte mir einbilden, dass …“ Ich könnte mir einbilden, dass der Bassbereich bei dem Production-Mode etwas kräftiger wird – aber das würde ja dem flachen Frequenzgang widersprechen.

Wo auch immer der Unterschied liegt, er ist nicht wirklich hörbar. Und ich sage „nicht wirklich hörbar“, denn vielleicht ist er es. Für mich jedoch nicht.

Qualität und Haptik

Bei einem Preis von rund 240,- für zwei Lautsprecher sollten wir die Erwartungshaltung entsprechend dem Preis anpassen. Generell jedoch ist die Verarbeitung gut, die Materialien ebenso. Sicher kann man sich sein, dass Pioneer DJ hier viele Komponenten im günstigen Bereich zukauft, dennoch wirkt die Verarbeitung nicht nach dem billigen OEM-China Kram. Es mag OEM sein, ich weiß es nicht, die Lautsprecher jedoch machen nicht direkt den Eindruck.

Die Ecken und Kanten als klassische Schwachstellen sind gut verarbeitet, ebenso die Front. Die Anschlüsse sind zahlreich vorhanden und solide von der Qualität her.

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Fazit

Für rund 240,- Euro zwei Lautsprecher für das kleine Setup, ob DJ-Setup oder erstes kleines Studio, Heimstudio oder oder oder, die Pioneer DJ DM-50D sollten sich perfekt einpassen.

Preislich ohne Frage sehr attraktiv, liefern die Monitorlautsprecher eine solide Leistung ab. Der Anschluss ist leicht, das Angebot an Anschlussmöglichkeiten reicht vom Consumer-Kabel bis hin zu Klinkenkabel und symmetrischer Signalführung am Eingang.

Die Verarbeitung ist in Ordnung, es gibt keine Schwachstelle oder Mängel. Kann man die Pioneer DJ DM-50D empfehlen? Ja, das kann man sicherlich. Bis auf das EQ-Setting, das keinen wirklichen Einfluss zeigt, sind die Lautsprecher ohne Frage für das DJ-Setup daheim oder den kleinen Produktionsstandort oder als Abhöre daheim am Arbeitstisch geeignet. Für größere Anwendungen empfehle ich dann jedoch auch größere Lautsprecher mit größeren Treibern. Aber es geht ja um den Einstieg.

Ein wichtiger Punkt ist in diesem Fall die Konkurrenzsituation: In dem Preissegment von rund 150,- Euro pro Lautsprecher / rund 250,- Euro für ein Paar tummeln sich einige andere Modelle auf dem Markt. Erwähnen muss ich hierbei die KRK Rokit RP5 G4 für 149,- Euro pro Stück, das im bekannten KRK Design daher kommen aus der Fertigung von KRK und einen internen DSP mit Display besitzen, bei dem man aus 25 EQ-Presets wählen kann – zudem gibt es die APP mit Raumkorrektur. Bei rund 255,- Euro liegt das KRK Rokit RP5 G3 Bundle, ohne DSP, dafür mit 2-Band EQ mit 4 Stufen und ebenso aus der KRK Schmiede. Die Konkurrenz ist dort leider groß und bei geringem Aufpreis bieten zumindest die RP 4 mehr Funktionen.

Plus

  • günstiger Preis für Einsteiger oder das kleine Setup zuhause
  • diverse Eingänge (Cinch, Mini-Klinke, Klinke)
  • solider Pegel für die Treibergröße von 5-Zoll

Minus

  • der Sound-Mode bleibt ohne hörbaren Effekt
  • Konkurrenzsituation

Preis

  • 239,- Euro
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Forum
  1. Profilbild
    Filterpad AHU

    Das teilt sich auch mit meiner Erfahrung, dass Monitore in dieser Preisklasse, auch von guten Marken wie Pioneer oder M-Audio, für kleinere Sessions wie Gitarrenaufnahmen oder auch normales Hören und DJ-Mixe ausreichend sind. Aber sobald man anspruchsvoller wird, beim produzieren mehrere Spuren vorhanden sind, kommt man schnell an seine Grenzen. Ich konnte Anfangs gar nicht glauben, dass Mixe besser werden mit hochwertigen Monitoren. Aber bei Teilen, die eine schon fast unverschämte Transparenz besitzen wie die KSD, ist das tatsächlich so! Ich gehe sogar soweit, dass wenn das Geld mal knapp wird (geht vermutlich den meisten so) in Teile wie die IK Multimedia iLoud zu investieren. Da kommt wenigstens ‚was raus‘, was oft bei günstigen „angeblichen“ Producer-Monitoren oft nicht der Fall ist.

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