Test: Softube Weiss DS1 MK3, MM-1, Mastering-Prozessor, Plug-in

18. Juni 2018

Hardware-Mythos in seiner nativen Umgebung

softube weiss ds1

Softube Weiss DS1 MK3 und MM1 sind die nativen Plug-in Versionen für Windows und MacOS der legendären digitalen Weiss Mastering-Hardware mit gleichlautendem Namen, deren Konzept 1984 zum ersten Mal das Licht der Welt erblickte. Von der Funktion her eigentlich ein De-Esser, umfasst der DS1 aber auch Kompressor und Limiter. Die Algorithmen sind laut Softube und Weiss 1:1 von der Hardware übernommen. Aber nicht nur die Hardware steht für Milleniumsqualitäten, sondern auch der Preis, den Softube dafür verlangt. Die Frage ist also in erste Linie: Kann eine fast „vintage“ zu nennende digitale Hardware mit neuesten Entwicklungen am Softwaremarkt mithalten? Die Antworten findet ihr im Test.

In der DS-MK3 Lizenz enthalten: DS1-MK3, MM-1 und DEESS (nicht getestet)

Die Schweizer Firma Weiss Engineering stellt digitale Audioeffekte für Masteringstudios her. Beginnend 1984 mit dem Weiss BW-102 einem modularen System, ähnlich dem der Lunchbox 500, mit verschiedenen digitalen Modulen für Mastering-Aufgaben. An Modulen gab es Kompressoren, Equalizer, Lautstärkeregler (eine nicht triviale Angelegenheit in der digitalen Welt), De-Esser und Re-Dithering, digitale Ein- und Ausgangsmodule und mehr. Die Weiss-Produkte sind seit jeher rein digital, d.h. eine Analog-Digital-Wandlung findet zu keiner Zeit statt. Besonders der De-Esser galt als einer der Besten seiner Art.

1996 stellte Weiss dann die Gambit DS1 vor, welche das Modularkonzept auf ein weniger kompliziertes 19-Zoll-Rack-Gerät kondensierte. Die erste Version bot zwar nach außen hin nur eine Sampling-Frequenz von 44,1 und 48 kHz bei 24 Bit an, doch mit internem, vierfachem Oversampling für die Transientenerkennung und Double-Precision-Berechnungen war zu dieser Zeit die Bezeichnung „State-Of-The-Art“ ehr ein „Under-state-ment“. Ab der MK2-Version wurden auch bis zu 96 kHz für die Signalschnittstellen per AES ermöglicht.

Seit jeher war auch das für diese Zeit verhältnismäßig sehr großzügige grafikfähige 3,5 x 12,5 cm LCD mit floureszenter Hintergrundbeleuchtung ein Markenzeichen von Weiss, das alle Parameter darstellte und über berührungsempfindliche Regler und Taster abgerufen werden konnten, was die Benutzerführung am Gerät ungemein erleichterte. Nicht nur in seinem futuristischen und spartanischen, ja fast klinischen Look war das DS1 sicher ein Hingucker zwischen all den anderen schwarzen Studiogeräten. Auch beim Preisschild mussten einige sicher zweimal hinsehen und die Nullen hinter der „1“ zählen. Die letzte Version der DS1, die MK3, kam schließlich 2001 auf den Markt und ist bis heute erhältlich.

Wobei die MK3 nur ein Software-Update für 490,- USD von der MK2 ist und durch einen Austausch der DSP-Platine konnten MK1 Besitzer auf die MK2 aufrüsten. Wenn also kein physikalisches Versagen dem digitalen Leben ein Ende setzte, kann eine DS1 von 1994 noch bis heute zeitgemäß ihren Dienst tun.

Womit wir im Jahr 2018 angekommen sind und ich wage zu behaupten, dass man es als Omen nehmen sollte, wenn selbst ein DSP-Urgestein wie Weiss auf native Plug-ins – zumindest als zweites Standbein – einsteigt. Es kann natürlich aber auch nur die schweizerische Langsamkeit sein, mit der man hier voranschreitet.

Installation des Softube Weiss DS1 Mk3

Wie dem auch sei, als Windows- oder MacOS-Nutzer ist das Plug-in als 64 Bit VST, Audio Unit und AAX verfügbar und benötigt einen iLok 1, 2 oder 3, Soft-Autorisation auf der Festplatte wird auch unterstützt, die iLok-Cloud dagegen nicht.

Softube mag Gobbler

 

Gobbler mag iLok

Installieren über die Gobbler-App

Beim Herunterladen der Installationsdateien lenkt Softube einen schon fast irreführend dahin, sich noch ein Gobbler-Konto anzulegen, was bei Anmeldung bei Softube eh automatisch passiert, weil es ein Kombo-Konto gibt. Oder genau genommen, es kein eigenes Softube-Konto gibt. Die Installation des Gobbler-Download-Managers wird einem regelrecht aufgedrängt. Wer an seine Plug-ins auf herkömmliche Weise herankommen will, muss schon etwas suchen, aber es geht (noch).

Manuelles Herunterladen ohne Gobbler-Manager

Klangbeispiele
Forum
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    pytrel  

    Ich weiss nicht was man zum preis sagen soll….. Es gibt immer mehr Software Lösungen die preise haben die ziemlich übertrieben sind

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    TobyB  RED

    Mich würde ja gerne mal ein A/B/C/D/E/F/G Vergleich zwischen den Kauflösungen und z.b. der Masteringkette in Logic interessieren. Oder Mastern mit Final Touch auf dem Ipad. Ich meine LUFS, db, dbfs, dbu , M/S, Goniometer, Expander, Limiter und Co alles vorhanden. Die Profile für Youtube, Spotify und Co. kann ich dann auf Wunsch auch laden und speichern. Und bei iLok brutzeln mir immer leicht die Nackenhaare. Und irgenwelchen Vorteil muss das es haben haben, sonst kann ich es schlecht verargumentieren, das ein Plugin 2 1/2 mehr kostet als eine DAW, 444 € hört sich ziemlich 666 an. Ich glaub ja nun nicht, das die kostenlosen Plugin 2 1/2 mal schlechter sind.

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      Markus Schroeder  RED

      Ein solcher Vergleicc wäre ein ziemliches Mammuthunterfangen.

      Ich denke, dass wir uns in diesem Sektor generell bei den letzten 10% (ehr weniger) des qualitativ machbaren bewegen. Wie gesagt ist das inzwischen eher eine Frage des Geschmacks – und des Know Hows sowieso.

      :)

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        TobyB  RED

        Hallo Markus,

        das war mir schon klar, einfach kann jeder. Die Situation für Einsteiger würde ich mittlerweile als undurchsichtig bezeichnen. Und auf Featureebene auch. Ich denke auch das es eine Frage des Geschmacks ist, mit welchen Tools und Verfahren man Tracks auf den letzten Metern auf die Sprünge hilft. Fürs Know How gibts Bücher und Tutorials. Für kleines und großes Geld. Und bei den letzten 10 Prozent hilft Augenmass und Erfahrung. Wenn man bereit ist sein Ohr kritisch zu hinterfragen ;-) Aber rein intellektuell würd mich mal interessieren wie sich die Freeware TDR(z.B.) gg. 444 € schlägt. :)

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          Markus Schroeder  RED

          ich hab jetzt mal einen kurzen Vergleich zwischen TDR Kotelnikov und dem Kompressor des DS1 mit akustischen Drum Samples gemacht.

          Beim TDR klingt es, wie das Orignal nur lauter und entsprechend komprimierter. Der DS1 modeliert / coloriert hingegen eine sehr natürlich Räumlichkeit _heraus_, die von sich aus schon edel klingt.
          Etwas das ich bisher nur bei ganz wenigen anderen Plugins erlebt habe. 100% neutral ist aber trotzdem was anderes.

          Der Magic-Faktor liegt da eindeutig beim DS1.

          Was ist jetzt besser?

          :)

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    AMAZONA Archiv

    Ich denke, dass der Preisvergleich doch ziemlich hinkt. Es ist wenig zielführend, dieses Plug-In mit Freeware, oder einfachen Limitern zu vergleichen, denn es handelt sich ja nicht ausschließlich um eine „mach lauter“ Software. Das plug-in richtet sich eher an Leute, die wirklich vom Fach sind (wie der Autor im Bericht bereits erwähnt hat).

    Wenn man auf den Preis schaut, sollte man feststellen, dass die Plug-In Version ca 1/20 der Hardware kostet, was für diejenigen, die damit professionell arbeiten ein ziemlicher Kracher seim dürfte. Einziges Problem ist dann halt die Latenz von 8192 samples, und das Interface Design. Ich denke, man richtet sich an erfahrene Mastering Ingenieure, die das Original kennen.

    Es wäre schön gewesen, wenn Softube eine moderne Oberfläche geschaffen hätte, die man als Alternative hätte laden können. Dann wäre es für normale User einfacher gewesen, sich einzuarbeiten.

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      pytrel  

      warum genau hinkt der vergleich? Er hat es ja ziemlich klar argumentiert und dargestellt. Warum muss man „vom fach“ sein? Ich empfehle dir sehr erstmal tiefer in die Möglichkeiten vom (zum Beispiel) dem Elevate Limiter der um die 90 Euronen kostet und im bundle immer noch unter 200 oder den Tdr Limiter 6 Ge der 11 mal weniger als der Ds 1 Mk3 kostet um festzustellen das das einzige das hinkt der preis vom Weiss plugin ist.

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        AMAZONA Archiv

        Ich verstehe deine Frage nicht. Steht doch alles klar in meinem Posting. Weiss Plug-In = 1:1 Code der Hardware Version. Ganz einfach. Wer das braucht spart eine Stange Geld.

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          pytrel  

          Es ist keine frage die ich gestellt habe. Nur ein Gedanke. Also, Ja wenn man es unbedingt braucht. Bloß ist die Hardware eine komplett Überholte Dsp Box mit software drauf. Die Hardware ist sozusagen obsolet. Also kann man das Plugin ziemlich genau wie alle andere mit… anderen Plugins vergleichen oder nicht? Die Plugins die ich erwähnt habe sie so ziemlich genau die definition von „nicht nur mach lauter“ Werkzeuge. Ich wüsste nicht warum also Leute die „wirklich vom fach“ sind , unbedingt ein bestimmtes Werkzeug brauchen wenn es mittlerweile wirklich mehrere gibt mit denen man in den richtigen Händen ein Niveau von Klangqualität erreichen kann das man ruhig als Referenz bezeichnen kann

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            AMAZONA Archiv

            Na ja, das hängt von der Betrachtungsweise ab. Klar, als DSP Box betrachtet ist die Originalhardware jedem Smartphone unterlegen. Worauf es ankommt ist der Algorithmus. Der ist eben sehr, sehr gut. Die DSP Boxen haben zusätzlich auch noch andere Fähigkeiten, z.B. Echtzeit-Berechnung, mit extrem niedgriger Latenz. Ich kenne die Speizifikationen der Weiss Hardware nicht, aber würde mal grob davon ausgehen, dass die Latenz um den Faktor 100 niedriger sein wird, als beim Plug-In. Wie gesagt, es kommt immer auf den Blickwinkel an: UA benutz für ihre DSP Karten auch uralte Shark Chips, aber es werden trotzdem laufend neue Plug-Ins veröffentlicht – oftmals von obsoltenen Boxen mit überholten DSPs ;-) Mit Sicherheit gibt es gute, preiswerte Plug-In Lösungen aber der Weiss-Algorithmus ist auch in der heutigen Zeit nicht obsolet.

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              Markus Schroeder  RED

              funkymothers, was die Latenzen angeht liegst Du leider völlig falsch. Die 8000 Samples Latzenz hängen damit zusammen, wie im Weiss-Algorithmus die Side-Chain-Funktion ausgeführt ist und hat überhaupt nichts mit der „Berechnungsgeschwindigkeit“ der „Hardware“ oder des Plugins zu tun.

              Aus dem Gambit DS1 Handbuch Seite 9:

              „The DS1-MK3 uses a different method to generate the gain control signal: The audio passing through the mainchain is delayed by a fixed amount of time, determined by the „overall delay“. By branching the signal out of the delay line, the sidechain „sees“ the signal before it reaches the output, thus allowing look-ahead compared to the mainchain. The resulting corrected output signal has no overshoots, no leading edge distortion or other side effects due to timing lags in the sidechain.“.

              :)

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                AMAZONA Archiv

                Da hast du recht, Markus – und das ist bei der Hardware laut Handbuch auch so. Sobald Look Ahead benutzt wird geht die Latenz natürlich nach oben. Mir ging es eigentlich eher darum, zu illustrieren, dass schwache Rechenleistung nicht gleich schwache Performance bedeutet – besonders bei Realtime Anwendungen. Das wird alles ein Bisschen OT, deshalb zum Abschluss zur Illustration ein anderes Beispiel: Autotune unter TDM (lächerlich“ schwache“ Motorola DSP’s) unter 70 samples delay, nativ sind es mehr als 1500 samples.

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              pytrel  

              Du hast recht und ich stimme dir da auch zu. Gute Sachen werden selten Obsolet. Ich meinte auch nicht das sondern das, was das Weiss plugin bietet ist nicht das Geld wird. Es ist nämlich nicht 3 mal besser als andere Plugins. Es hat halt seinen eigenen „Flair“. Aber das haben auch die anderen. Ob es jemanden 500+ Euro wert ist muss jeder für sich entscheiden. Jetzt ist auch ein Eq Plugin für 1000 euro rausgekommen. Der soll auch spitze sein….. (no further comment) … :-)

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      swellkoerper  AHU

      Hallo Martin,

      cool, dass Du hier aktiv bist! Ich bin grosser Fan, besonders von „Alpe Lusia“. Die Skalierung von den grossen ATCs bei Dir im Studio zu meinen SCM19er im Wohnzimmer ist unglaublich, Dein Album ist eines der bestklingenden elektronischen Veröffentlichungen, die mir bis jetzt ungekommen sind. Ich freue mich schon aufs nächste! LG

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    swellkoerper  AHU

    Sehr schöner, differenzierter Test Markus, vielen Dank dafür! Und endlich mal jemand, der sich kritisch mit dem GUI auseinandersetzt. Ich finde, der Platz auf dem Bildschirm und eine maus-gerechte Bedienung sind Ressourcen wie Soundqualität und CPU-Verbrauch und gehören nicht verschwendet. Ich glaube allerdings, dass das Bedienkonzept nicht dem Unwillen geschuldet ist, das OS der Hardware für den Desktop aufzubereiten, sondern eher der Autosuggestion à la UAD dient. Sieht aus wie echt, muss auch so klingen. Als Anmerkung finde ich, dass 8000 Samples oder je nach Parameter mehr als eine Sekunde Latenz auch im Masteringeinsatz kaum Echtzeit-Feeling zulassen und einen Minuspunkt verdient hätten.

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      Markus Schroeder  RED

      Danke für das Lob!
      Nun ja, mit den drei Einzelplugins MM1, Deess und Comp/Lim haben Softube ja gezeigt, dass es auch andersgegangen wäre.

      Was die 8000 Samples Minimallatenz (ca 0,25s) , sehe ich aufgrund von Plugin-Delay-Kompensation, die jede DAW hat eigentlich keine Probleme. Ist ja wie gesagt kein Tracking-Plugin.

      Was die Verzögerung angehen, hab ich ähnliches auch schon bei der Slate VCC erlebt, als ob die Parameter von einem Wert zum anderen über einen fixen Zeitraum morphen würden. Das empfinde ich einerseits angenehm, weil es da Ohr weniger belastet andererseits macht schnelle A/B Vergleiche schwieriger. Vielleicht hang das mit dem Oversampling zusammen, vielleicht liegt diesem „Phantomverhalten“ aber auch eine ganz andere Ursache zugrunde.
      Ich bin der Sache aber bisher nicht weiter nachgegangen, weil es mir nicht wichtig genug erschien.

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    Llisa  

    Da möchte ich doch auchmal meinen Senf dazugeben…
    Vorweg-ich benutze die Hardware seit etwa 20 Jahren und habe vorher auch mit dem BW102 gearbeitet. Das Interface ist mir natürlich so vertraut daß ich da keinen Makel sehe, aber durchaus in der Kritik zustimme (vor allem der Schatten der Knöpfe!).
    Die Vergleiche mit anderen Limiten hinkt aber gewaltig,
    ein DS1 kann natürlich auch ‚Lautmachen‘ aber es geht doch weit darüber hinaus und ist auch nicht der ursprüngliche Ansatz des DS1 gewesen.
    Es gibt so viel feine Dinge die man mit ihm machen kann (nur als Beispiel etwa lo-shelving expansion um die Bässe auf der Bassdrum zu akzentuieren, Stimmen leiser machen durch Mid Kompression auf den Mitten…) daß man auch nach Jahren am Gerät immer mal wieder was neues entdeckt das man machen kann.
    Aber es ist natürlich kein einfaches Gerät und fordert schon mehr vom Benutzer-allerdings ist das ja auch ein bißchen der Fun an der Sache :-)
    das etwas erweitere Parameter-Set hat durchaus seine Berechtigung. Und was man mit einem Dynamic EQ macht bekommt man eigentlich auch mit dem DS1 hin.

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    Llisa  

    Im Vergleich beim ‚Lautmachen‘ schlägt der DS1 doch immer noch fast alle die ich gehört habe, insbesondere all die Limiter die schnell in die Verzerrung neigen (wie etwa der Fabfilter um nur ein Beispiel zu nennen) zeigen sich doch schnell Unterschiede; das fällt vielleicht nicht sofort vordergründig auf (da braucht man manchmal wirklich ein bißchen Abstand) ist aber sehr ermüdend und versaut eine Menge.

    Ich habe das Plugin sofort gekauft (da gab es für Weiss User auch einen gehörigen Discount), da ich wie die meisten Hardware User immer gerne einen zweiten gehabt hätte. Er kann eben immer (fast) nur eine Sache und das reicht oft nicht.

    Den MM1 fInde ich schrecklich, den Deess dafür umso besser, gerade für Vinyl ist der ganz praktisch ausgelegt.

    So gesehen finde ich den Preis echt in Ordnung.

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    Maxim

    was interessieren denn die genannten Konkurrenten, die können nichts. Wichtig ist, wie sich der Weiss gegen Fabfilter Pro L2 und Voxengo Elephant schlägt.

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      pytrel  

      Die „genannten Konkurrenten“ klingen mindestens so gut wie ein Pro L2 wenn nicht besser.
      Und wenn ich noch immer lese das das Weiss plugin nicht bloß ein Lautmacher ist als wären die anderen Plugins nur Lautmacher das denke ich mir das da ein HNO Termin längst fällig ist, denn mit der Realität haben solche aussagen wenig gemeinsam :-)

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        Maxim

        ernsthaft, „min. genauso gut“? Vielleicht mal neue Monitore kaufen. ;) Oder sich ein paar ernsthafte Meinungen aus der „Masteringszene“ einholen. Es gibt keinen besseren Limiter als den L2. Die meisten kommen nicht mal annähernd an die Transparenz heran.

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          pytrel  

          Ich denke meine Monitore haben genug gekostet. Die Kopfhörer auch. Und Ernsthaft verbunden mit „Masteringszene“. Fabelhaft. Selbst in der wunderbaren „Szene“ haben nicht alle die selbe Meinung. Komisch oder? :-) Vergleich sie mal selber bevor du Meinungen sammelst. Oder vertraust du deinen Ohren nicht? Vergleiche den Eventide Elevate und den Dmg Limitless mit dem L2 und sag mir danach das der L2 was besser kann. Transparenz hat er nur in der Komfortzone. Sonnst hat er ganz schön viele Verzerrungen für ein „Masteringszene Darling“

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            Maxim

            den L2 kann man schön bis 6 db Gainreduction anfahren. Der Limitless klaut schön Bässe. Wenn man darauf steht … ich nicht. Und dieser Multiband Elevate verwandelt das Signal schnell in künstliches Plastik. Aber jedem seins ;)

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              pytrel  

              „6 db Gainreduction“ sagt nichts aus da du es mit nichts vergleichst. Bezüglich klaut Bässe, das machen alle Multiband Limiter. Ich würde es nicht genau „klauen“ nennen sondern umverteilen. Deswegen können die auch „Lauter“ als der L2. Du kannst übrigens bei beiden Limitern die Bänder bis auf eins reduzieren. Ich glaube du hast den Dmg nicht wirklich tief genug ausprobiert. Wenn du ein Band Ästhetik magst dann könntest du den Tdr Limiter 6 Ge oder den AOM Invisible limiter probieren. Der Tdr klingt mehr nach 1 Band auch wenn er 3 hat (wenn man will) . Den Invisible gibt es auch als vergleich zum Plro L2 irgendwo im YT und selbst da klingt er besser (auch wenn er eh auch teuerer als der Pro L ist aber viel billiger als der Ds1 Mk3). Abgesehen davon weiss ich nicht ob der Pro L2 multiband ist. Ich lese nur „advanced and highly program-dependent limiting algorithms“. Das schliesst für mich nicht aus das da Multiband unter der Haube steckt-en könnte. Bezüglich künstliches Plastik, ich kenne noch immer keinen Limiter der ALLES macht was ich gern hätte. Aber der Elevate kann bei bestimmten material Wunder bewirken

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                Maxim

                Ja die Geschmäcker sind halt verschieden. Ich erwarte von einem Limiter, daß er eben nicht Bässe klaut, um Lautheit zu erzielen, weil das ja jeder kann. Ich hatte mal den Limitless kurz angetestet, fand den aber jetzt nicht sonderlich überragend. Der Elephant zum Beispiel fängt Bässe als Einbandlimiter sehr gut ab, ohne daß es im Bassbereich zerrt. Der läßt sich gut kombinieren. Der Mix wird sogar etwas bassiger. Der Pro L (oder L2) wiederum klingt einen minimalen Tick angezerrter, kann aber lauter als der Elephant. Und das Material bleibt in seinem Spektrum erhalten, das finde ich gut. Manche würden den Multibandansatz beim Limitieren halt komplett ablehnen. Wozu mischt man seinen Mix, um am Ende das Spektrum und damit das Timbre zu verschieben.

                Ich muss aber auch sagen, daß ich ab 80% des Mixes in den Limiter hineinmische und dadurch auf einen lauten und dennoch dynamischen Mix komme.

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                  pytrel  

                  Teil1) Das du den Limitless nicht magst hab ich schon verstanden. Ich frage mich nur ob du ihn auch in einband modus getestet hast. Ich dachte als ich ihn erstes mal getestet hab auch warum er so bekannt und teuer ist. Dann über die zeit hab ich festgestellt das er mehr als ein Limiter ist. Multiband ist er nicht zwangsläufig denn das kann man einstellen. Er hat sogar einen sehr guten Clipper. Generell ist es ein plugin in das man sich echt ein bisschen einlernen muss weil da viele funktionen relativ versteckt sind. Bezüglich Lautheit würde ich nicht sagen das jeder gleich gut „Laut“ kann. Da bricht der einer oft erheblich früher zusammen als der andere. Zum thema Multiband. Ich möchte mich da nicht in eins der lager „kein multiband Vs multiband“ verharren. Es gibt Situationen wo Multiband einfach nützlich ist. Man kann auch ein Dynamischen Eq nehmen und einen Einband limiter danach einsetzen und sagen „ich hab es ohne Multiband limiter geschafft“ :-) Ich Mixe meine Sachen ähnlich wie du, also relativ früh mit einen Limiter auf dezente Einstellung um ein „Zukunftslupe“ zu haben.

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                    pytrel  

                    Teil 2) Warum manche Multiband beim Limitieren ablehnen. Erstens wird wohl heutzutage klar sein das es nicht diesen einen goldenen weg zum perfekten mix gibt,,, Abgesehen davon, naja das ist einfach. Nicht jeder mixt nur seine Sachen. Ich habe schon fertige Mixdowns bekommen bei denen es kein zurück in den Mixdown gab und ich mußte damit leben. Da war Multiband ziemlich hilfreich wenn man es nicht übertreibt. Zum Thema Bass erhalten jetzt. Ja ein Einband ist für das erhalten vom Mix-Gleichgewicht nützlich. Wenn du aber „Radiohit Laut“ möchtest (ich mag es nicht persönlich) dann kann einband nicht mithalten. Der preis ist das man die Energie die der Bass braucht um sich auszutoben weiter nach oben verschiebt wo das Gehör empfindlicher ist , überhaupt der Mix flacher wird und man verliert den notwendigen Kontrast um einen „Großen“ bass zu erlauben. Daran lässt sich nichts ändern. Aber ich denke das du das meiste davon eh schon weist daher kann ich nur sagen, für was du da beschreibst würde ich dir sehr empfehlen den Tdr Limiter 6 Ge ausprobieren.

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