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Test: Sound Forge Audio Studio 16, Audio-/Mastering-Software

Neues aus der Klangschmiede

25. März 2022
magix sound forge audio studio 16 test

Sound Forge Audio Studio 16, Audio-/Mastering-Software

Mit der aktuellen Version 16 geht Magix Sound Forge Audio Studio dieses Jahr in eine neue Runde. Die Audio-/Mastering-Software ist der kleine Bruder der großen Klangschmiede, die auf den Namen Sound Forge Pro hört und – seit ca. 5 Jahren – auch auf dem Mac zur Verfügung steht, jedoch nicht die abgespeckte Version namens Audio Studio. Immerhin, denn Sequoia und Samplitude sind gar nicht auf dem Mac zu finden und so ist Magix eher als „Windows-only“ Unternehmen bekannt.

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Magix Sound Forge Audio Studio 16

Mit der sechzehnten Inkarnation verspricht Magix Sound Forge Audio Studio neue Plug-ins (modernEQ, modernReverb, wizardFX Suite), ein Export Wizard für Audible (iTunes oder Amazon Hörbücher nach ACX-Standard), optisch verbesserte Meter, optimiertes Multichannel-Handling und noch ein paar Dinge mehr. Riskieren wir einen Blick …

Magix Sound Forge Audio Studio 16

Sogar die Programmhilfe erinnert an die 1990er

Der erste Eindruck – Novize in der Klangschmiede

Zwar ist mir Sound Forge als Zaungast bestens bekannt, jedoch habe ich nie damit ernsthaft gearbeitet – bis jetzt. Sound Forge Pro ist eines, wenn nicht das älteste Programm dieser Art (Audio Editor), was noch aktiv weiterentwickelt wird (wenn man Cool Edit Pro mal außen vor lässt, da es sich als „Adobe Audition“ von den Ursprüngen deutlich entfernt hat).

Der Testkandidat ist – wie eingangs erwähnt – die kleinste Version aus der Produktlinie. Zur Installation genügt die Seriennummer (iLok wird weder unterstützt noch ist er notwendig) für das Programm selbst und Ozone Elements von iZotope, das mitgeliefert wird.

Magix Sound Forge Audio Studio 16

Beim ersten Öffnen versprüht die Software sogleich einen Windows 95 Charme. Das Fenster-Handling, die Symbolleisten und die Menüstruktur erinnern stark an die 90er-Jahre: kein Menü-Ribbon und der gleichen. Tabs gibt es allerdings (unten) für die einzelnen geöffneten Dateien und das Farbschema ist auch nicht stehengeblieben, immerhin.

Selbstverständlich ist das alles kein essenzieller Kritikpunkt an dem Programm selbst, da Benutzerfreundlichkeit und GUI-Design immer individuell sind und es stets von dem Menschen vor dem Rechner abhängt, welche Bedienkonzepte zünden. Eine Umgewöhnung ist es allerdings doch, da wenige Programme so aussehen und funktionieren.

Mit dem ersten Start teilt mir Magix Sound Forge Audio Studio 16 gleich mit, dass es ein Update geben wird. Sehr erfreulich, Magix hält die Software aktuell. Leider lässt sich das Update nicht ausführen/starten. Mit einem Klick auf den entsprechenden Button verlangt der Installer zwar eine Autorisierung der Admin-Rechte, mehr passiert dann aber nicht. Beim nächsten Programmstart erscheint wieder der dezente Hinweis auf den Patch. Hier muss die Entwicklungsabteilung noch mal ran – bestätigte auch der Magix-Support auf Anfrage.

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Magix Sound Forge Audio Studio 16

So begrüßt einen das Audio Studio

Neues aus der Effektabteilung

Viele Programme liefern etliche Effekt-Plug-ins mit. Mittlerweile ist die gebotene Qualität auch recht annehmbar. Trotzdem gibt es noch viele Plug-ins ab Werk, die nicht nutzbar sind.

Magix Sound Forge Audio Studio 16 liefert bereits einiges Brauchbares mit, es ist ja auch Ozone Elements von iZotope mit im Bundle, das nicht nur brauchbar, sondern eher zu den Top-Produkten zählt. Zwar hat Sound Forge bereits gute Effekte an Bord, mit Ozone wird allerdings noch mal zusätzlich eine Schippe draufgelegt.

modernEQ ist ein achtbandiger Equalizer (zählt man Hi- und Low-Pass mit), der einen sehr guten Job macht. Der moderne EQ hält sich mit eigenem Sound zurück und liefert recht präzise Eingriffe in das Frequenzgeschehen. Sehr gut. Die Oberfläche ist aufgeräumt und orientiert sich eher an den etwas moderneren Plug-in Kollegen denn an den Klassikern. Einzig die Flankensteilheit von Hi- und Low-Pass könnte noch etwas höher sein für manche Anwendungen (gerade der Cambridge von UAD performt hier besonders gut). Nicht vergessen: Der modernEQ ist im Lieferumfang enthalten und muss nicht teuer dazugekauft werden, daher kann man diesen Punkt locker verschmerzen. Um es klar zu sagen: Dieser EQ ist mehr als nur eine Dreingabe, andernorts kostet so was richtig Geld!

Magix Sound Forge Audio Studio 16

Der neue EQ macht einen guten Eindruck!

Der modernReverb kann dagegen nicht ganz überzeugen. Er steht nur in Stereo zur Verfügung und rangiert klanglich eher im unteren Mittelfeld. Das geht aber vollkommen in Ordnung, speziell bei dem günstigen Gesamtangebot.

Magix Sound Forge Audio Studio 16

Das Delay ist eher rudimentär aufgebaut

Audio Restauration in Sound Forge Audio Studio 16

Zwar nicht neu in dieser Version, aber durchaus der Erwähnung wert: die Werkzeuge zur Restauration von alten Aufnahmen. Speziell für den Preis ist es bemerkenswert, was der kleine Bruder von Sound Forge Pro hier zu bieten hat: Der integrierte Assistent erlaubt es, direkt aufzunehmen und im Anschluss gleich die Recordings der Feinwäsche anheim zu stellen, ebenso lässt sich natürlich bereits Aufgenommenes im Audio Studio entsprechend bearbeiten.

Magix Sound Forge Audio Studio 16

Update? Impossible!

Die Features sind nicht vergleichbar mit dedizierten Plug-ins/Programmen, die Ergebnisse sind allerdings durchaus gut. Um es gleich klar zu sagen: Cedar, iZotope RX und Kollegen haben deutlich die Nase vorn, allerdings auch einen unübersehbar höheren Preis. Ein Vergleich verbietet sich daher. Und trotzdem: Das Restaurations-Feature ist wirklich ein kleines Highlight (im Preis-Leistungs-Kanon).

Magix Sound Forge Audio Studio 16

So wird beim Audio Studio restauriert!

Was sagt WaveLab zum neuen Audio Studio 16?

Bei Magix Sound Forge Audio Studio 16 drängt sich ein Vergleich mit Steinbergs WaveLab direkt auf. Preislich passt WaveLab Cast am besten, jedoch sind die Features kaum kongruent und WaveLab Elements beansprucht bereits den doppelten Kurs des Kollegen von Magix – auch kein passender Vergleich.

Magix Sound Forge Audio Studio 16

Surround kann noch immer nicht jeder Audio-Editor!

Während die kleinen Versionen von WaveLab auch mehrere Spuren (Audiomontage) unterstützen, ist das im Audio Studio 16 nicht möglich. Dafür kann dieses 6-Kanal-Audio (5.1 Surround), WaveLab erst ab Elements aufwärts. Realtime-Effekte (wie die Master-Sektion in WaveLab) und 64 Bit Floating Point sind dem Testkandidaten ebenso fremd, dafür kann dieser bereits 384 kHz, was bei WaveLab nur die Pro-Version kann.

Um es auf den Punkt zu bringen: Die verschiedenen Ausbaustufen dieser beiden Programme sind nicht vergleichbar genug. Besser gesagt: Jede Variante hat eine etwas andere Zielgruppe. Daher Augen auf beim Softwarekauf.

Magix Sound Forge Audio Studio 16

Ozone kann nur Mono und Stereo. Trotzdem erlaubt das Programm die Anwendung von Ozone auf Mehrkanal-Files. Resultat: Fehlermeldung.

Ganz praktisch – das Audio Studio im Alltag

Im Testalltag würde Magix Sound Forge Audio Studio 16 eine recht gute Figur machen, wären da nicht die Fehlermeldungen und Abstürze. Von dem Problem mit dem Update-Installer wurde bereits weiter oben berichtet. Allerdings quittiert Sound Forge Audio Studio teilweise komplett den Dienst und stürzt ab. Immerhin teilt einem dies der freundliche Problembericht-Dialog mit und bietet an, einen entsprechenden Rapport ins Entwicklerbüro zu schicken. Das macht beileibe nicht jede Software und schon gar nicht so zuverlässig. Das ist wenigstens etwas.

Zwar bekommt hier Magix eine „1“ im Absturzmanagement (ernst gemeint), allerdings sollte der geneigten Anwenderschaft dieser Umstand verborgen bleiben, indem die Software eben nicht regelmäßig ins digitale Nirvana entschwindet.

Während des Tests ist Sound Forge Audio Studio 16 mehrfach abgestürzt. Eine Ursache oder einen Trigger konnte nicht ausgemacht werden. Ebenso sind einige der Effekte und Shortcuts nur stereokompatibel: Werden diese auf Surround-Material angewendet, gibt es eine Fehlermeldung. Magix, das geht besser!

Magix Sound Forge Audio Studio 16

Von diesen Unannehmlichkeiten abgesehen, macht die Arbeit mit Magix Sound Forge Audio Studio 16 Spaß. Es tut, was es soll und wenn man sich in die Bedienung eingearbeitet hat, ist die leicht archaische Optik kein Thema mehr.

Magix Sound Forge Audio Studio 16

Stürzt gerne mal ab

Vielen der Funktionen merkt man an, dass diese aus der Praxis kommen und eine stark praxisorientierte Ausrichtung haben. Wie flexibel das im Alltag ist, kommt durchaus auf den Workflow jedes einzelnen an.

Magix Sound Forge Audio Studio 16

Metering ist ebenso mit dabei!

Zwar nicht neu im Programm, aber trotzdem der Erwähnung wert: Im Lieferumfang ist die wizardFX Suite aus dem Hause Magix enthalten. Alleine dieses Bundle kostet bereits knapp 40,- Euro und ist hier wie gesagt im Lieferumfang enthalten.

Alle Lebensbereiche des Audioschaffens deckt man hier indes nicht ab. Die Suite umfasst 4x Dynamics, 3x Coloration (Distortion, BitCrusher, Tape-Simulation) und vier Modulationseffekte. Weitgehend mit schlichter „Ein-Knopf-Bedienung“. Das ist eher etwas für Personen mit weniger Erfahrung (und Hintergrundwissen).

Schick wäre noch ein Multiband Kompressor, ein Brickwall-Limiter ist ja immerhin schon an Bord (neben dem modern EQ) ein wichtiges Handwerkszeug fürs Werkeln mit Audio. Mag sein, dass die Plug-ins in der Summe nicht ganz auf Augenhöhe mit denen mancher Marktbegleiter sind, verstecken müssen sich diese nicht und bei den besagten Kollegen sprechen wir zusätzlich noch über einen anderen Preis.

Wie bereits erwähnt sind die neuen (und alten) Plug-ins nicht zu beanstanden. Wenn diese bloß alle Surround könnten oder wenigstens bei Surround-Files ausgegraut wären.

Magix Sound Forge Audio Studio 16

Das ist an Plug-ins mit dabei

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Fazit

Da wurde ein ordentliches Paket für knappe 60,- Euro (oder 2,99 Euro monatlich) geschnürt: Magix Sound Forge Audio Studio 16 bietet Surround-Support und liest Multichannel-WAV-Dateien (das gibt es in WaveLab bspw. erst mit dem letzten Update), neue (und gute) Plug-ins (der modernEQ mundet dabei am meisten), ordentliche Restaurations-Features und eine Vielzahl an Exportmöglichkeiten. So geht das heutzutage.

Etwas schade ist die angestaubte Bedienung und die Instabilität, mit denen beim Test zu kämpfen war.

Wer WaveLab oder Sound Forge Pro auf dem Rechner hat, wird mit Magix Sound Forge Audio Studio 16 sicherlich nicht glücklich – kein Wunder. Wer gerade einsteigt bzw. einen schlanken Allrounder unter den Audio Editoren sucht, sollte einen Blick riskieren und evtl. zuschlagen.

Plus

  • Preis-Leistungs-Verhältnis
  • schlank und (weitgehend) schnörkellos
  • Qualität der neuen Plug-ins
  • Surround-Support (6-Kanal)
  • zahlreiche Exportmöglichkeiten
  • Ozone Elements
  • 32 Bit (FLOAT) und 384 kHz Auflösung

Minus

  • Optik ist etwas altbacken
  • Stabilität nicht immer gegeben
  • Update läuft nicht
  • keine Echtzeit-Effekte
  • Surround-Support noch nicht optimal (Plug-ins)

Preis

  • Vollversion: 59,99 Euro
  • Upgrade: 39,99 Euro
  • SOUND FORGE Audio Studio 365 (Abo-Modell): 2,99 Euro/Monat
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Forum
  1. Profilbild
    Filterpad AHU

    Noch simpler wäre Sound Force Audio Cleaning Lab. Das ist eigentlich eine Restaurationssoftware, aber beinhaltet neben Tools zur Restauration alles für das einfache, aber vollwertige Mastering (z.B. Multibandkompressor, EQ, Stereo, Hall etc.) und ebenfalls iZotope Ozone Elements. Optisch auch etwas altbacken, aber für jeden zu bedienen mit guten Ergebnissen und Export in mp3, WAV und weitere. Das ganz ohne Fehlermeldungen und Abstürze. Diese macht meiner Ansicht nach fast noch mehr Sinn, da es nur das beinhaltet, was wirklich des Mastering Sinnes entspricht und sehr logisch, simple aufgebaut ist. Günstig!

  2. Profilbild
    SoundForger2000

    In Anbetracht meines User Names fühle ich mich nunmehr genötigt, dazu auch meinen Senf abzugeben. ;-) Lustigerweise habe ich hier schon mehrfach „Sound Force“ statt „Sound Forge“ gelesen. In der Tat, eine Mastering-Macht ist es in der Tat. ;-)

    Ich benutze zwar die Pro-Version, finde aber das was mit der „Audio Studio“ – Variante geboten wird zu dem Preis, ebenso wie die „Audio Cleaning Lab“ – Version, richtig klasse. Damit läßt sich schon was bewerkstelligen.
    Altbacken finde ich die GUI übrigens nicht, eher aufgeräumt. Am Plugin-Management sollte Magix aber definitiv noch arbeiten, das ist nämlich nicht das, was ich unter „professionell“ erwarte. Dennoch : Ohne Sound Forge geht bei mir im Studio seit 20 Jahren nix.

  3. Profilbild
    gaffer AHU

    „ Beim ersten Öffnen versprüht die Software sogleich einen Windows 95 Charme. Das Fenster-Handling, die Symbolleisten und die Menüstruktur erinnern stark an die 90er-Jahre: kein Menü-Ribbon und der gleichen.“

    Menü-Ribbon war für mich die übelste GUI Entgleisung ever. Einfach seinen eigenen Sermon durchdrücken, nur weil man‘s kann. Also würde ich das als positiv abhaken.

    Ich bin mehrfach in Studios verschiedenen Inkarnationen dieses Programms begegnet. Es war nie intuitiv bedienbar. Jeder betonte die Klasse des Programms, aber ein Programm, das nicht intuitiv bedienbar ist, zumindest in Grundfunktionen, kann ich nur schwer ernst nehmen. Ich würde mal sagen, im unteren Preisbereich werden die überleben, bei den grossen Jungs und Mädels werden die nicht mehr mitspielen.

    • Profilbild
      Flowwater AHU

      Da muss ich bescheiden widersprechen, werter gaffer:

      »Werkzeuge« sind fast nie intuitiv bedienbar. Man muss sie erlernen um sie effektiv einsetzen zu können. Wenn man sie aber lernt, dann geht mit ihnen die Arbeit schneller von der Hand, als übermäßig auf »Usability« getrimmte Programme, die einem ab einem bestimmten Grad des Erlernens dann eher anfangen im Weg zu stehen.

      Ich danke da an den Grafik-Platzhirschen »PhotoShop«, an Videoschnitt- und Compositing-Programme wie »After Effetcs« oder gar »Nuke«, an Rendering-Programme wie »modo« und »Maya« … und auch an DAWs wie »Ableton Live« und selbst mein geliebtes »Reaper« (bis auf Maya hatte ich diese alle mal mehr oder minder intensiv unter den Fingern). Alle diese Programme sind für mich echte Werkzeuge, deren Bedienung sich nur durch mehr oder minder intensive Einarbeitung erschließt.

      Das ließe sich auch auf Instrumente erweitern: Meinen »Pro2« und den »Tempest« muss man erlernen wollen. Deren tiefgreifende (!) Möglichkeiten erschließen sind nicht sonderlich intuitiv (oberflächlich schon). Oder auch so etwas wie den »C15« von Nonlinear Labs … oder auch einfach »nur« eine Oboe oder Geige. Alle diese – ich sage mal – »Produkte« dadurch abzukanzeln, indem man die »Usability« kritisiert, erscheint mir zu kurz gegriffen.

      • Profilbild
        gaffer AHU

        Ich habe schon fast alles unter den Fingern gehabt, ich schreibe manchmal mit, wenn ich das erste mal ein Programm öffne. Mit intuitiv bedienen meine ich Grundlegendes. Das MUSS einfach gehen. Öffne ich ein Programm und finde keinen Import-Eintrag im Menü oder ein icon, lässt sich auch nicht per Drag & Drop importieren, dann verliere ich die Lust. Weitergehende Optionen müssen sich nicht automatisch erschliessen, das muss ich mir erarbeiten, das ist richtig, sehe ich genau so.

  4. Profilbild
    SoundForger2000

    So unterschiedlich können die Auffassungen sein.
    Für mich ist Sound Forge gerade intuitiv bedienbar. Mit „MusikMACHERsoftware“ darf man sowieso nicht vergleichen. Und was ich von Pro Tools halte sage ich hier lieber nicht.
    Was wären denn die „großen Jungs & Mädels“ sonst noch, Samplitude und Sequoia ? Deren GUI ist für Viele ja auch „asbach“. Pyramix das Freak-Produkt ? Steinberg hat bei mir – obwohl früher Wavelab-User – dank seiner technologischen Politik schon lange keinen Stein mehr im Brett.
    Sound Forge kann beispielsweise Audiofiles größer 4GB öffnen, wieviele andere DAWs können das noch ? Es sind ordentlich skalierbare Anzeigen vorhanden wie ich sie mir bei anderen DAWs/Editors auch wünschen würde. Freilich ist MAGIX leider in die Fußstapfen von SONY getreten, was das Vorhandensein „erratischer Features“ betrifft.

    150%ige Zustimmung aber zur Aussage bezüglich der Ribbon-Menüs. Ein solcher Bullshit !
    Na ja, Mist kennt man von M$ ja zur Genüge.

    • Profilbild
      Filterpad AHU

      Überspitzt muss man m. Ansicht n. sagen: LEIDER wird der MMM immer besser! Inzwischen passt er jedes Sample automatisch in Tempo und Ton an. Was soll man da noch erwähnen außer: Biete DAW günstig oder tausche gegen MMM. Ironie mit einem Funken Wahrheit…. Aber Lab bleibt geil!

  5. Profilbild
    Flowwater AHU

    Als es mit den »Ribbon-Menüs« bei Microsoft in MS-Office los ging – Mitte der 2000er – war das für mich der Grund, dieser Software ein für allemal den Rücken zu kehren. Ich habe auf OpenOffice umgesattelt und es nie bereut. Seitdem gilt bei mir weiterhin die Devise: Keine Microsoft-Software bis auf das Betriebssystem (und das auch nur zähneknirschend und notgedrungen, mit Blick auf Windows 10 knirscht es immer heftiger). Schon das Installations-Chaos von .NET-Bibliotheken und »Visual C++ Redistributables«, welche verschiedene Software-Pakete benötigen, und diese dann zwangsweise mitinstalliert, beobachte ich mit Grauen. Meine private persönliche subjektive Meinung ist, dass Microsoft ihre System nicht mehr im Griff hat, und dem nun mit Zwangs-Updates versucht beizukommen. Mal sehen, wann das nächste verpfuschte Update wieder einmal hundertausende PCs lahm legt.

    Aber wer bin ich schon, dass ich mir diese Meinung erlauben darf. Ich mache ja erst seit 42 Jahren mit Computern rum.

  6. Profilbild
    gaffer AHU

    Weiss noch jemand, welche der Win Dinos den SCSI Sample Transfer in den Neunzigern bediente? War es SoundForge? Verwechsle ich manchmal mit Samplitude, Asche auf mein Haupt ;) Das war auf jeden Fall ein professionelles Feature. Das konnten sonst nur Alchemy und SoundTools auf dem Mac, die damals gern dafür eingesetzt wurden. Später kam noch Recycle dazu, war aber kein vollwertiger Editor.

    • Profilbild
      sonicbits

      Ich glaube, SoundForge konnte SCSI erst ab Version 6 (ca. 2002).
      Auch als ich dann später endlich eine gute Adaptec SCSI Karte kaufen konnte, hats für mich nie richtig funktioniert.
      Den Akai S2800 von damals habe ich noch immer, benutze ihn aber schon länger nicht mehr. Das SCSI Zeugs (Kabel, Terminatoren…) liegt auch noch in einer Kiste ;-)

      • Profilbild
        gaffer AHU

        Danke dir. Nee, wenn das stimmt, war es das nicht. Was ich meinte, war Anfang, Mitte Neunziger. Ja, Adaptec war damals die Voraussetzung, dass es überhaupt ging. Wenn es dich noch interessiert, ein platzsparender Mac aus der Zeit, z.B. einen Performa 475 (mit Tastatur, Maus und Monitoradapter, oder Monitor) wirst du für unter 50 bekommen, such nach Alchemy von Blank, später Passport, läuft. https://bit.ly/3DhO0Cs https://bit.ly/3iF7NCb

        • Profilbild
          sonicbits

          Danke gaffer
          Das ist interessant, da der Platz tatsächlich (wie wohl bei den meisten) ein Thema ist. Ich lese mich da mal rein.
          Eine ältere Lizenz von Recycle hätte ich auch noch, aber ob das auf so alten Systemen läuft, ist fraglich.

          Ich habe mich recht gut mit den Software „Samplern“ arrangiert, aber die Hardware hat durchaus seinen Reiz.
          Mittlerweile deutlich off-topic, aber weshalb werden die „Sampler“ Plugins eigentlich so genannt? Die können ja fast alle eben nicht „samplen“. Vom AutoSampler, den ich auch gerne benutze mal abgesehen.

          • Profilbild
            Filterpad AHU

            sonicbits: Ich benutze auch gerne das Wort „Sampler“ oder „Sampleinstrument“. Aber der Steinbrink sagt richtigerweise „Klangerzeuger“. Das wäre dann mehr oder weniger die korrekte Aussprache, denke ich.

          • Profilbild
            gaffer AHU

            Wir hatten im Laden die Dinger stehen. Bin relativ sicher, dass da auch ReCycle drauf lief. Müsste für macOS Classic, System 8.1 sein (für Motorola 68040)

  7. Profilbild
    SoundForger2000

    So so, hier wurde also „Level 42“ erreicht. ;-) ~ Lol emoji ~

    Als nur 21-Jahre-User von SF ist mir dieses so ans Herz gewachsen, daß ich die teilweise freakigen Bugs in Kauf nehme. Na ja, was soll man auch anderes erwarten bei einer Software die SONY einige Jahre in der Mache hatte. Mit SONY habe ich 42 Jahre Erfahrung – Consumer wie Pro-Technik – und ich kann ob der teils abgefahrenen „Errata“ von SONY-Produkten nur sagen … „It’s not a trick, it’s a Sony !“ ;-)

    Unter’m Strich aber ist SF für mich ein absolutes Must-Have.
    Der REAPER ist teils auch recht freakig, aber für Mastering imho deutlich weniger geeignet. Obwohl irgendwie schon ein cooles Produkt.

    M$-Office ist bei mir auch seit 10 Jahren abgemeldet. Open Office / Libre Office gibt es auch portable. Keine Notwendigkeit, den M$-Office Mist noch zu installieren.

    • Profilbild
      AMAZONA Archiv

      Welche Errata gab es denn da bei Sony? Gerade SONY hatte ich immer eher als „sichere Bank“ abgespeichert. Nicht so innovativ, aber solide. So wie Roland 🙃

    • Profilbild
      sonicbits

      Eigentlich hatte Sony die SoundForge, Acid und Vegas (Video) Kombo von der Firma SonicFoundry gekauft, wenn ich mich nicht irre. Bei Sony wurde auch in den 13 Jahren von 2003 bis 2016 daran nicht allzu viel an der Benutzerführung verändert. Dann gings zu Magix.

      Ich erkenne noch viel an der Software (Pro Version) von früher.

  8. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Was für ein seltsames Produkt! Die anachronistische GUI ist bei Magix wohl leider Standard. Ich verstehe dieses Produkt nicht und auch nicht wer da überhaupt Zielgruppe sein soll 😵‍💫 Für Einsteiger gibt es beispielsweise mit Studio One Prime kostenfreie Lösungen. Wenn man dann mehr Features möchte, wirken nahezu alle Mitbewerber „besser“ als dieser Flickenteppich hier. Die Elements-Produkte von iZotope bekommt man hier und da auch seeehr günstig.

    Ich war auf der Suche nach einem simplen Schnittprogramm, Montage wäre nett gewesen, aber nicht superwichtig. Halt um Samples oder DJ-Sets oder auch mal einzelne Songs zu trimmen und im Pegel anzupassen.

    Habe dafür iZotope RX Elements für 25€ gekauft. Dienstlich nutze ich RX Advanced, aber nicht für Audioschnitt, sondern für die Restauration/Rettung von miserablen Tönen.

    Das zweite Werkzeug auf Arbeit ist Sequoia; mittlerweile bin ich damit recht schnell, gerade die objektorientierte Arbeitsweise ist meines Wissens nach in DER TIEFE ein Alleinstellungsmerkmal. Alle sonst auf Spurebene vorhandenen Parameter (EQ, Effekte, Pan/Bal, auf Aux-Wege senden, Automation!) sind auch für jedes Objekt vorhanden. Dazu dann die Möglichkeit per Snapshot alle oder wählbare dieser Einstellungen auf andere Objekte zu übertragen PLUS alles nochmal auf Spurebene zu haben; das will ich nicht mehr missen. Wie Henrik geschrieben hat; wenn man das…

    • Profilbild
      AMAZONA Archiv

      …erstmal beherrscht, dann wendet man es intuitiv und ohne Nachdenken an. Wenngleich Sequoia mMn unfassbar überteuert ist und in den letzten Major-Updates nichts nennenswert Neues bietet, geschweige denn bestehende Probleme wirklich mal angeht.

      Insofern bleiben wir einfach bei Sequoia 14 und erledigen damit unsere Arbeit. Die Essential-Effekte sind okay, aber empfehlenswert ist meiner Erfahrung nach ein Bundle von Waves, wir nutzen Diamond.

      Ich denke, dass Samplitude grundlegend dasselbe Programm ist wie Sequoia. Wer auf Multisynchronschnitt oder die Anbindung an dira! verzichten kann, hat vermutlich hier auch die erwähnten Objekt-Features zur Hand.

      Privat nutze ich Apple, damit ist Magix eh raus. Und zum Musikmachen sind mir Computer per se das ungeeignetste Werkzeug, da nutze ich lieber reale Instrumente (Roland TR/TB-x0x, Akai MPC, Mischpult, Outboard). Das zeichne ich dann „live-to-tape“ auf und bearbeite diese Resultate dann wie beschrieben nur rudimentär mit RX Elements. Mixing und Mastering erfolgt direkt bei der Aufnahme. Computer sind halt gut für Office, E-Mail und Internetsurfen 😎

  9. Profilbild
    SoundForger2000

    Selbst Sequoia besitzt keine Amplitudenstatistik.

    Das ist imho vollkommen indiskutabel !

    Oder hab‘ ich die in all den Jahren nur nie gefunden ?
    Sollte dies tatsächlich der Fall sein, so bitte ich diesbezüglich um Erleuchtung.

    • Profilbild
      AMAZONA Archiv

      Was genau ist das? Lauteste Stelle, Durchschnittswerte, R128-Ergebnisse usw.? RX bietet das. Bei Sequoia müste ich mal schauen. Nutze da nur den R128-Teil; sprich – DEN gibt es. Brauchst du das „nur“ als Zahlenübersicht oder auch grafisch aufbereitet? Unter „Visualisierung“ könnte man sich das eventuell konfigurieren.

      Was an Sequoia noch gut ist; Lizenzen und Nutzerprofile über Netzwerk. So kann ich mich mit nur einer Handvoll Lizenzen an allen Arbeitsplätzen / Studios anmelden respektive Sequoia nutzen und habe direkt nach Anmeldung exakt MEINE Nutzerumgebung. Natürlich etwas angepasst an beispielsweise Audiointerface- oder Bildschirmkonfiguration an dem jeweiligen Arbeitsplatz. Das ist wirklich praktisch.

  10. Profilbild
    SoundForger2000

    Sequoia ist zweifelsohne eine Top-Daw, gar keine Frage.
    Ein EBU R128 Loudness Meter haben inzwischen ja fast alle DAWS. Leider macht dieses keinerlei Aussage über Kanal-Lautheitsdifferenzen.
    Ich wünsche mir aber – kanalgetrennt ! – alle Pegelwerte wie Peak, RMS, TruePeak, R128 LUFS etc. ohne dafür ein Plugin einbinden zu müssen. Sound Forge zeigt übrigens noch mehr an als MAAT’s DR Meter, das Youlean Loudness Meter & Co.

    • Profilbild
      AMAZONA Archiv

      ah, verstehe. Das könnte man bei Magix ja mal als Wunsch einreichen. Also Amplitudenstatistik pro Kanal, richtig? Kann Sound Forge das auch pro Objekt? Ich nutze für die genauere Analyse dann auch eher Insight und eben RX. Brauche das in Sequoia auch nicht die ganze Zeit. Just eben habe ich von der „Comparisonics“-Wellenformdarstellung gelesen, das ist mir mal über den Weg gelaufen, habe es aber bislang nicht genutzt. Schaue da mal rein…

      siehe https://www.comparisonics.com/color.html

      Wir sind nun zwar von Audio Studio zu Sequoia abgedriftet 😂 … aber wo wir nun halt hier sind, was ich noch fantastisch finde im Alltag ist der vertikale Auto-Zoom bei Sequoia; vermurlich kann Samplitude das auch. Wenn das aktiv ist, dann zoomt die Wellenformdarstellung im sichtbaren Bereich immer auf das Maximum, sprich das Maximum im Audio wird bis an den vertikalen Rand aufgezoomt. Wenn ich beispielsweise an eine sehr leise Stelle zeitlich einzoome, dann zoomt Sequoia auch vertikal mit, wie eine Art visuelle Normalisierung.

      Ja, dann kann ich aus der Größe der Darstellung nicht mehr den absoluten Pegel ableiten, aber dafür habe ich ja meine Ohren und die genormte Abhörlautstärke im Studio sowie die Peakmeter á la RTW und Co. Oder die recht flexibel konfigurierbare „Visualierung“ direkt innerhalb Sequoia. Oder eben iZotope Insight auf einem zusätzlichen Bildschirm.

      • Profilbild
        AMAZONA Archiv

        //zweiter Kommentare aufgrund der Zeichenbegrenzung.

        Ich arbeite zu 95% in diesem Modus, also MIT vertikalem Auto-Zoom. Das ist letztlich nur eine Art der Darstellung. Praktisch finde ich auch die blau-rot-wechselnde Darstellung pro Spur bei den Objekten. Damit werden Objekte pro Spur immer blau und rot wechselnd dargestellt, sprich wenn ich ein Objekt teile, dann ändern die folgenden wieder in dieser Folge ihre Farben. So erkennt man auch bei vielen kleinen Objekten direkt hintereinander sofort, dass es ein anderes Objekt ist. Da jedes Objekt seine eigenen Einstellungen für (Cross)Fades hat und auch behält, könnte es sonst schnell unübersichtlich werden. Objekte können ja auch übereinander liegen in einer Spur.

        Zwei solcher Ansichten schaltet man übrigens mit [TAB] um. Also hin und her. Meine beiden hier vorhanden Darstellungsmodi sind recht unterschiedlich, sie beinhalten auch was überhaupt angezeigt werden soll.

        Mir fällt gerade auf, die mächtig Sequoia dann doch ist :-D Zumal ich vermutlich auch nur 30% der Möglichkeiten kenne und nur 15% nutze. Das reicht aber schon um viele Aufgaben gut und ggfs auch schnell zu erledigen.

  11. Profilbild
    sonicbits

    Praktisch jedes Mal, bevor eine neue SoundForge Version kommt (Audio Studio oder Pro) kann man bei Humble Bundle die Vorgängerversion sehr günstig kaufen.
    Ich nutze immer noch die 12er Pro PC Version. Läuft auch sehr gut mit Wine/CrossOver auf dem Mac.

  12. Profilbild
    SoundForger2000

    Es gab ja mal eine eigene Mac-Version von SF.

    Diese wurde aber eher stiefmütterlich gepflegt und ist dann wieder verschwunden.

    Bei VEGAS merkt man immer noch die eigentliche Abkunft von SF unter Sonic Foundry.
    Was ich alles andere als schlecht finde.

    Die Integration des Mainconcept Encoders bei SF ist für mich übrigens ein weiteres großes Plus !

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