Der monophone Mini-Korg 700 von 1973 war der erste Synthesizer von Korg überhaupt und gehört zusammen mit dem Roland SH-1000 zu den ersten Synthesizern Japans.
Die Geschichte des Minikorg beginnt Anfang der 70er Jahre. Korg hatte zu dieser Zeit bereits elektronische Rhythmusgeräte und auch Orgeln mit speziellen Filterfunktionen entwickelt, erkannte jedoch auch das Potential des gerade entstehenden Synthesizer-Marktes – eine große Chance für ein junges Unternehmen, sich zu etablieren. Der neue Minikorg sollte handlich und preiswert sein, wem die amerikanischen Modelle zu teuer waren, konnte hier zuschlagen.
Äußerlichkeiten
Das Gehäuse des Minikorg ist robust und besteht aus Metall in Kombination mit Holz. Das Holz ist genauer gesagt Schichtholz mit Echtholzfurnier an der Oberfläche. Ungewöhnlicherweise befinden sich die Bedienelemente nicht über oder neben der Tastatur, sondern darunter. Der Gedanke dahinter ist einfach: Anfang 70er Jahre sahen viele Musiker in einem Synthesizer ein hippes „Add-On“ für die Orgel, das man glückselig als drittes Manual auf seine Farfisa stellte.
Die Tastatur umfasst 3 Oktaven und ähnelt sehr einer MS-20 Tastatur, nur nicht ganz so klapprig, besitzt aber dafür eine relativ schwache Federung. Im Gegenzug haben aber die Schieberegler und Drehschalter alle Metallachsen und machen einen sehr stabilen Eindruck.
Das Netzkabel lässt sich auf der Rückseite hinter einem Türchen verstauen – ein praktisches, musikerfreundliches Feature, das an vielen Korg Geräten dieser Zeit anzutreffen ist.
Ein mitgelieferter Notenständer aus verchromtem Metall lässt sich in die Metallplatte über der Tastatur einstecken. Spielhilfen in heutiger Form gibt es keine, dafür laden die Schieberegler des Filter-Paares zum Variieren während des Spiels ein – dank deren praktischen Position links unterhalb von der Tastatur.
Die Rückseite des Minikorg bietet nicht viele Anschlüsse, es gibt nur einen LOW und HIGH Ausgang.



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Sehr schön. Wurde Zeit, dass der miniKORG mal in so einem Bericht gewürdigt wird. Die Soundbeispiele treffen auch gut die verschiedenen Facetten. Optisch irgendwie ein Unikum, klanglich oft unterschätzt. Der war in den 70ern übrigens ein kommerzieller Erfolg für Korg, die haben viele Tausende davon verkauft, vor allem in USA und Japan.
Ich schließe mich Klaus an. Sehr schöner Bericht über den kleinen Korgi. Der Sound spaltet ja die Gemeinde, aber ich mag ihn.
Glückwunsch zu dem sehr schönem bericht! Der miniKORG ist klanglich in der tat ein ganz großes kino!
sehr schöner artikel, scaled noise ist übrigens
die keyboard control-spannung auf die cutoff-
frequenz der filter gerutet.
Großartiger Bericht und vorallem Gerät! Bei ‘Rex the Dog’ kann man schön hören was das Ding so kann!
Danke für’s Lob… ja, es ist auch ein ganz nettes Gerätchen.
Es gibt sogar eine deutsche bekannte Band, die den 700s auch nach 35 Jahren immernoch live auf der Bühne einsetzt. Und das sicherlich nicht ohne Grund.
Danke für diesen brandaktuellen und dem kleinen Korg absolut gerecht werdenden Bericht. Er ist ein echter kleiner Individualist. Sicher aber mit einer der besten Korgs, gemessen an den damaligen Möglichkeiten.
@Carsten29: really? who?
Ich finde das Soundbeispiel Sequence 1 sehr faszinierend!
Wie wurde das erstellt? Mit einer mdi cv erweiterung etc. und einem analogen sequencer dazu oder nur mit dem 700s selbst und seinen internen Möglichkeiten?