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Die besten Korg-Synthesizer von Vintage bis heute

28. April 2018

Von miniKORG-700 bis Korg Prologue

Korg-Synthesizer von Vintage bis heute

Korg-Synthesizer von Vintage bis heute

Wir dachten, es wäre an der Zeit, die Firma KORG und ihre Bemühungen um die Synthesizer-Szene zu würdigen. Verstehen Sie daher dieses Special weniger als BEST OFF als vielmehr als eine Hommage an  eine der innovativsten MI-Konzerne der Geschichte.

Korg-Synthesizer von Vintage bis heute

Als Korg 1962 von Tsutomu Kato und Tadashi Osanai gegründet wurde, nannte sich die Firma zu diesem Zeitpunkt noch KEIO ELECTRONIC LABORATORIES und ihr erstes Produkt war die Erfindung eines Drumcomputers, den sie Disc Rotary Electric Auto Rhythm Machine Doncamatic DA-20 nannten und der im Jahr 1963 auf den Markt kam.

Hier mal ein kurzes Video zum Doncamatic. Besonders erstaunlich: DIE GRÖSSE!!!!

Wie kam es dazu? Tsutomu Kato war vor Gründung von KEIO Besitzer eines Nachtclubs, in dem der Universitätsabsolvent Tadashi Osanai für die musikalische Unterhaltung sorgte. Um fleixibler zu sein und auch in kleinen Etablissements spielen zu können, setzte Osanai einen einfachen Drumcomputer von Wurlitzer ein, der aber bei Weitem seinen Ansprüchen nicht gerecht wurde. Er überzeugte Kato schließlich davon, in die Entwicklung einer besseren Rhythmusmaschine zu investieren, was schließlich den Stein ins Rollen brachte und – wie wir heute wissen, die Basis war für eines der weltweit erfolgreichsten und bekanntesten Unternehmen der MI-Branche.

Korgs Analog-Synthesizer Ära

Auch wenn die DONCAMATIC DA-20 und der verbesserte Nachfolger DA-20 der Grundstein für weitere Innovationen bildeten, so sah auch KEIO die wirtschaftlich attraktivere Zukunft im Bau von elektrischen und programmierbaren Orgeln. Hier tauchte dann auch erstmals der Name KORG auf, denn so hieß die die erste KEIO Orgel, die von Fumio Media 1967/68 für KEIO entwickelt wurde und eine ganze Serie von KEIO ORGANS hervorbrachte, die bis Anfang der 70er Jahre erfolgreich vermarktet wurden. Die weltweite Konkurrenz für Orgeln war jedoch gewaltig und so beschloss man, in einem neuem, noch sehr jungen Marktsegment Fuß zu fassen: SYNTHESIZER.

Zunächst wollte man sich wohl nur ganz vorsichtig und klein in diesen Markt wagen und nannte den ersten KEIO-Synthesizer schließlich auch miniKORG-700, also eigentlich „kleine Orgel“, da die Markenbezeichnung  KORG bei KEIO noch immer für Orgeln stand.

Korg-Synthesizer von Vintage bis heute

Keios erster Synthesizer von 1973, der miniKORG-700

1974 folgte das verbesserte Modell miniKORG-700S und 1975 wagte man schließlich den großen Sprung und nannte seinen nächsten Synthesizer-Wurf Maxi-KORG 800DV.

Korg-Synthesizer von Vintage bis heute

Maxi-KORG 800DV (Quelle: Force Software)

Ein duophoner Analogsynthesizer, dessen zwei Stimmen identisch aufgebaut sind, ganz so, als hätte man zwei separate Monophone zu einem Produkt verbunden.

Von da ab etablierte sich der Name KORG auf und für Synthesizer am Markt und auch die Firmenbezeichnung KEIO wechselte mit zunehmendem Erfolg der Synthesizer-Sparte schließlich gänzlich zu KORG.

Der nächste große Meilenstein war Korgs kleiner ARP 2600 – oder sagen wir besser, der Versuch einen halbmodularen Synthesizer für deutlich weniger Geld in die Läden zu bringen, als die amerikanischen Wettbewerber es taten. Das Ergebnis war der KORG MS20, der auch heute noch in diversen Variationen produziert wird. Interessanterweise rümpften Fachleute 1978 die Nasen, konnte doch der harsche Klang des Mini-Halb-Modularen so gar nicht überzeugen. Heute hat der Klang in manchen Kreisen Kultstatus, eben weil er so gar nicht clean klang wie ein Moog oder ARP Synthesizer.Korg-Synthesizer von Vintage bis heuteAuch wenn der Korg MS-20 wirtschaftlich ein Achtungserfolg war, so gelang der endgültige Durchbruch von Korg mit dem analogen, polyphonen Synthesizer Korg Polysix.

Polyphonie war bis zu diesem Zeitpunkt (1981) den Keyboardern vorbehalten, die sich die horrenden Summen für Oberheims und C0 leisten konnten oder sich statt eines Kleinwagens lieber einen Synthesizer zulegten. Doch dann brach Korg mit dem Polysix die Preisbarriere und schuf einen Synthesizer-Meilenstein.

Korg-Synthesizer von Vintage bis heute

Und obwohl der Korg Polysix im Gegensatz zu seinem Brüderchen Korg Monopoly statt vier nur einen Oszillator pro pro Stimme besaß, wurde der Polysix ein Bestseller, während der MonoPoly stiefmütterlich lange zeit nur als Geheimtipp gehandelt wurde. Ganz einfach, weil der MonoPoly im eigentlichen Sinn nicht als polyphoner Synthesizer gedacht war, sondern als monophoner Synthesizer mit vier Oszillatoren, und zum anderen weil der Polysix über Speicherplätze verfügte, der MonoPoly aber nicht.

Korg-Synthesizer von Vintage bis heute

Übrigens, ganz nebenbei bemerkt, beide verfügten nicht über den Luxus einer MIDI-Schnittstelle, doch damals spielte das noch keine Rolle.

Korgs Digital-Synthesizer Ära

In den Folgejahren entwickelte Korg viele gute und teils auch bemerkenswerte Synthesizer, wie z.B. den hybriden Sampler/Synthesizer Korg DSS-1, den ebenfalls hybriden Korg DW-8000 und den FM-Ableger Korg DS-8,  aber erst 1988 gelang KORG der nächste gewaltige Meilenstein in der Synthesizer-Historie.

Es war die Geburtstunde des Korg M1, dem meistverkaufen Synthesizers der Welt (bis heute), der selbst die Verkaufszahlen eines Yamaha DX7 und eines Roland D50 angeblich in den Schatten stellte. Es war die Geburt der Music-Workstation, dem All-in-one-Gerät, das quasi dank integriertem Sequencer, Effekten, Drumsounds und Synthesizer ein Ministudio in Keyboard-Form bot. Tatsächlich aber gab es schon zuvor von anderen Herstellern Ansätze, mehrere der genannten Komponenten in einem Gerät zu verbinden (z.B. Ensoniq ESQ-1), aber keiner vollzog das Konzept so konsequent und hochwertig zu einem bezahlbaren Preis wie Korg mit seiner M1.

Korg-Synthesizer von Vintage bis heute

Allerdings war es von da ab auch eine enorme Herausforderung, diesem gewaltigen Erfolg entsprechende Nachfolger zu liefern. Man entschloss sich bei KORG deshalb in den Folgejahren zu einer Kooperation mit YAMAHA und verkaufte Anteile an den japanischen Wettbewerber.

In Folge dessen kam es zum Austausch von Technologien, die zu Produkten führten wie der genialen Korg Wavestation

Korg-Synthesizer von Vintage bis heute

… oder dem Solo-Synthesizer Korg Prohecy, der zahlreiche Synthesefeatures bereithält und unter anderem einer der er ersten virtuell analogen Synthesizer war.

Korg-Synthesizer von Vintage bis heute

Die polyphone Version des Korg Prophecy gab es schließlich unter der Bezeichnung Korg Z1, wenn auch kleine, aber feine Unterschiede beim Klangverhalten bestehen und so manch einer deshalb den Korg Prophecy vorzieht.

Die Soundengine des Prophecy und Z1 wurden in späteren Korg Workstations wie Korg TritonKorg Trinity und auch im Korg Karma als optional erhältliche Boards angeboten – und sind unbedingt empfehlenswert.

2005 erfüllte sich KORG Gründer Tsutomu Kato mit 81 Jahren einen Herzenswunsch und erschuf die Krönung aller Workstations, die KORG OASYS. Es war eine Herzensangelegenheit und keine wirtschaftlich austarierte Produktstrategie, die ihn zu diesem Schritt führte. Der angepeilte Listenpreis lag deutlich über 8.000 USD. Wie viel konnte man davon schon verkaufen – in Zeiten, in denen Laptops mit DAW und Plug-ins längst die Hardware-Workstations abgelöst hatten?  Und trotzdem ging Tsutomu Kato dieses gewaltige Risiko ein, ließ nur hochwertige Komponenten verbauen und eine Hardware, die ihresgleichen suchte.

Korg-Synthesizer von Vintage bis heute

Entgegen jeder Prognose entwickelte sich die KORG OASYS zum Erfolg – und das nicht nur wirtschaftlich gesehen. Besonders der Image-Gewinn als führendes Technologie-Unternehmen der MI-Branche war gewaltig. Roland und Yamaha hatte für Jahre das Nachsehen. Damit aber nicht genug, war der deutlich günstigere und technologisch verbesserte Nachfolger KORG KRONOS ein Bestseller, dem sein Vorgänger den Weg bereitet hatte.

2011, zwei Monate nach der Markteinführung des Korg Kronos, am 15. März, verstarb der Tsutomu Kato an einem Krebsleiden, die MI-Branche hatte einen ihrer großen Visionäre verloren.

Tsutomu Kato (Quelle: exclaim.ca)

Ungebrochen setzte KORG aber auch weiterhin auf die Denke von kleinen Unternehmen. Fast wie ein klassisches Startup präsentierte KORG in den Folgejahren eine freche Produktphilosophie, die genau den Zeitgeist traf und davon zeugte, wie nah die Japaner ihr Ohr am Markt hatten.

Mit Einführung der analogen Volca-Serie gelang erneut ein Clou, denn als einer der ersten Hersteller erkannte KORG frühzeitig, welcher Hype es demnächst um analoge Synthesizer geben würde. Fast jährlich erschienen nun Produkte wie Korg Minilogue oder Korg Monologue, die bewiesen, dass auch ein großer Konzern zu Innovationskraft fähig ist – und dabei trotzdem preislich attraktiv bleiben kann.

Mit dem Korg Prologue tritt das Unternehmen aktuell an, um seine analoges Knowhow durch digitale Techniken zu erweitern. Ein waghalsiges Unterfangen, an dem vor einigen Jahren Roland mit dem JD-Xa kläglich gescheitert ist. Es zeigt aber einmal mehr, dass Korg seinen eigenen Weg geht und durchaus bereit ist zu experimentieren. Nicht jeder Weg führte dabei in der Korg-Historie zum Erfolg. Da blieb so manch innovatives Produkt auf der Strecke, weil es seiner Zeit zu weit voraus war wie die Korg Wavestation oder weil es am Ende nicht gut durchdacht und ausgeführt wurde. Aber in der Summe waren auch die Rückschläge dafür verantwortlich, dass Korgs Erfolg und Beliebtheit mit jedem Jahr stärker wurde. Und das alles wurde offenbar von einer Sache getragen, die man bei manch anderen etablierten MI-Konzernen heutzutage leider vermisst: MUT !

Korg-Synthesizer von Vintage bis heute

Korg Prologue

Forum
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    AMAZONA Archiv

    Ach, einfach herrlich, diese alten Maschinen zu sehen, die seit den späten 70ern Musikgeschichte mitgeprägt und mitgeschrieben haben. Vieles wäre anders verlaufen, hätte sich vielleicht nicht entwickelt, wenn es diesen „japanischen“ Sound von Korg und Roland nicht gegeben hätte.

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    AMAZONA Archiv

    Ich finde gerade die ganz alten Generationen vom Sound her super interessant und hoffe inständig, dass sich jemand mal dieser eher unbekannteren Geräte annimmt, um sie heute einem breiteren Publikum anbieten zu können.
    Besonders der 800DV ist ein einzigartiges, brachiales Klangmonster. Da kommen moderne Geräte wohl kaum mehr mit, wie ich finde. Das fantastische Traveler Filter sollte man nicht aussterben lassen!
    Erinnern möchte ich auch an den superben VC-10 Vocoder, PE-1000, Lambda, EPS-1…

    Der Formfaktor der mickrigen Volcas gefällt mir persönlich gar nicht. Zu begrüßen wäre es aber, wenn sich Korg auch mal ihrer alten Klassiker in einem neuen, ergonomischeren Gehäuse annähmen würde. Und wenn es nur eine Desktop- oder Rackversion ist.

    Oder ist das eine Aufgabe für Behringer? Uli, bitte übernehmen!!!

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      AMAZONA Archiv

      Uli Behringer zieht sich gerade nach eigenen Angaben aus dem operativen Geschäft zurück …

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        AMAZONA Archiv

        Was genau bedeutet das? Hast Du da mal einen Link?

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          AMAZONA Archiv

          „ I will replace myself within 3 years maximum for all operational matters by finding and getting local Tribal Leaders elected. Why? Since I am responsible for the whole Tribe, I have a responsibility to ensure the Tribe can continue without me and to serve the Tribers and their families.“
          .
          Uli Behringer hat das in einem Artikel auf LinkedIn veröffentlicht:
          https://www.linkedin.com/pulse/why-replacing-yourself-your-biggest-ever-contribution-uli-behringer/
          .
          Ich weiß nicht ob man den auch ohne Account lesen kann, habe aber keine andere Quelle gefunden. Ich kann auch ein PDF daraus machen und in einer Dropbox ablegen wenn es anders nicht geht.

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            AMAZONA Archiv

            Ja, kann ich lesen. Danke schön!
            Ich hoffe aber, dass der zukünftige Uli-Ersatz keine negativen Auswirkungen auf die Produktion von weiteren Klonen und eigenständigen Geräten haben wird, zumal ja die Firmenphilosophie irgendwie beibehalten und sogar verbessert werden soll.
            Wenn die Tribes mir/uns mal dienen wollen, klonen sie für mich/uns z.B. den 800DV ;–)

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    Son of MooG  AHU

    Mein Verhältnis zu Korg war seit meinen Anfängen sehr ambivalent, zum Einen war es geprägt durch meinen MS-10, der schlicht der einzige Mono-Synth war, den ich mir damals leisten konnte aber nie richtig mochte, zum Anderen durch den DDM-110, der der einzige digitale Drum-Computer war, den ich mir leisten konnte aber etc. Völlig begeistert war ich vom Mono/Poly, der mir aber nicht gehörte. Der eher unbekannte Keyboard-Mixer KMX-8 ist das einzige Gerät aus der Polysix-Ära, das ich bis heute verwende (built like a tank…).

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      iggy_pop  AHU

      Geht mir genauso — ich bin mit Korg über weite Strecken nie wirklich warm geworden. Vor allem die MS-Serie fand ich für meinen Geschmack und meine Klangvorstellungen grausam (umso erstaunlicher, daß Chrislo Haas ganze Alben nur damit gemacht hat — und Geschichte schrieb).
      .
      Wenn „tolle“ Korgs, dann sicherlich die frühen Geräte mit Traveler-Filter, denn die klingen wie sonst nichts auf diesem Planeten, und natürlich die großen PS (vor allem 3200 und 3300), denn die klingen auch wie sonst nichts auf diesem Planeten (und kosten noch mehr…), und das PE-2000 (weil das den PS-Charakter zumindest ansatzweise einfängt). Den MonoPoly nehme ich auch noch ins Boot, dito die Wavestation, aber ich bin heute noch dankbar dafür, daß ich mir 1989/90 keine M1 leisten konnte…
      .
      Das Korg SV-1 ist ebenfalls toll, aber fällt hier wohl eher aus dem Rahmen.

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        Son of MooG  AHU

        Der Fairness und Vollständigkeit halber sei noch das SG-1 D-Piano genannt. Ein Nachbar (klassischer Pianist und Mitglied des Freiburger ZEM) hatte eins zum Üben zuhause und war sehr zufrieden damit. Ich hielt es damals für eines der besten D-Pianos, das auch gut als Masterkeyboard zu nutzen war. Super Tastatur…
        Der Polysix war für mich immer noch zu teuer, so war ich froh, mit dem Juno-6 einen besser klingenden und 1000,-DM günstigeren Synth zu kriegen…
        Als Dauerbrenner sollte auch noch der MicroKorg erwähnt werden; nur wenige Synthies werden so lange erfolgreich hergestellt…

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    mdesign  

    schöne übersicht. ja, korg hat einigen von uns baby boomern den weg in die synthesizer-musik geebnet.

    über ‚Oberheim und C0‘ musste ich einen moment nachdenken, bevor ich verstand, dass da kein mir unbekannter hersteller dahintersteckt …

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    Violator  

    was ist denn das für ein komischer Artikel?
    „Von jedem a bißl was , aber nix g’scheits“ – so kommt mir das vor.
    Das wird der Firma KORG in keinster Weise gerecht!

    Ich habe auch lang gebraucht, mich mit KORG Instrumenten anzufreunden.
    Aber die haben es wirklich geschafft, über all die Jahre manchmal richtig gute Instrumente zu bauen.

    Meine persönlichen Highlights von KORG:
    – DSS-1
    – Wavestation A/D
    – Z1
    Hab mir auch neulich einen KORG 900 PS zugelegt – der hat ja klanglich auch was ganz Spezielles!

    Mit der neueren Generation von KORG, wie Kronos, Radias, Monologue, etc. kann ich mich leider nicht so anfreunden.

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      Tyrell  RED 2

      Vielleicht hast du nur nicht verstanden, dass der Artikel der Teaser für die nachfolgend verknüpften Artikel ist – also quasi die Einleitung zu unseren Tests und Workshops rund um KORG Synths. Und da findest du dann auch die drei von dir genannten ;-)

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    AMAZONA Archiv

    Korg hat ein paar sehr schöne Synthesizer herausgebracht. Sie waren leider nicht so hochwertig verarbeitet wie Roland aber klanglich vorn dabei. Mein Favorit ist der Maxi-Korg 800DV und der ganz klar Polysix. Der DSS-1 war mein erster Sampler. Super Teil.

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      costello  RED

      Für die Einführung des Polysix bin ich Korg bis heute noch dankbar. Das war mein Einstieg in die Welt der polyphonen Synthesizer. Tolles Bühnengerät: Bläser, Streicher, Orgeln, Effekte, Leads. Und ich hatte Glück mit der Verarbeitungsqualität: Er hat mich nie im Stich gelassen, einen Sturz vom Keyboardständer überlebt und als ich ihn 2004 verkaufte, war sogar die Batterie noch intakt. Manchmal vermisse ich ihn. Aber der Platz, der Platz fehlt einfach :-)

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    wrywindfall  

    Ich habe die klassischen KORGs auch erst sehr spät entdeckt, nämlich vor 2 Jahren. Meinen MiniKorg 700 und den 900PS will ich seitdem nicht missen, haben sie auch einen sehr eigenen Klangcharakter, den man mit den anderen nicht hinbekommt.

    Aber ich habe inzwischen auch einen Yamaha SY-1 und bin immer mehr fasziniert, wieviel man mit den einfachen alten Kisten hinbekommt. Die haben mich wieder mehr zur Musik zurück gebracht, als all diese modernen Overkillteilen mit 300 Klangsynthesemöglichkeiten und 100000 Presets. Weniger ist für mich viel mehr!

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      711

      Kann ich nicht nachvollziehen.

      Bin ebenfalls MS20 und DW 8000 Fan (Letzteren habe mir am WE gekauft), aber auch der Meinung, dass der Prologue ein ganz großer Wurf ist.

      Mögen ihm ein paar klassische Modulationsmöglichkeiten fehlen, so sind seine VCO’s, deren Möglichkeiten und das Filter – obwohl nur zweipolig – und die fantastische Bedienoberfläche ganz großes Kino. Die sehr potente Digital Engine ist nicht nur ein dritter Oszillator, sie gewinnt derzeit durch Custom Osc’s von Drittfirmen an Relevanz. Die erstklassige FX Abteilung an der Stelle noch nichtmal miteingerechnet…..

      Bent von Sinevibes ist der Beweis, dass die Digital Engine nicht nur Experimentelles kann, sondern wunderbar musikalisch fette digitale Klänge hervorbringt: http://www...../korgbent/

      Ich gehe davon aus, dass die Aktivitäten der Third Party Anbieter den Verkauf des Minilogue XD massiv befeuern wird.

      Für mich aktuell DER Synth!

      Die Wavestation habe ich als IOS APP, Klasse Synth, der als Hardware derzeit für € 150 in den Kleinanzeigen verramscht wird. Würde ich aktuell nicht Messi-Tendenzen widerstehen müssen würde ich auch hier sofort zugreifen.

      Der Prophecy hatte auch erstaunliches unter der Haube, gerade wenn man das Datum seiner Veröffentlichung berücksichtigt.

      Guter Artikel btw.

  8. Profilbild
    Emmbot  AHU

    Ich bin großer Fan der Electribe und Volca Serie. Warum viel wysiwyg und es geht direkt los. Natürlich sind die Geräte beschränkt aber mehrere ergänzen sich.

  9. Profilbild
    lightman  AHU

    Meine Korg-Favoriten über die Jahre sind MS-10, DDM-110 (jaja, mir gefällt ’se halt), Z1, Prophecy, Volca Beats, Monotribe und Monologue.

    Ich mag die Firma.

  10. Profilbild
    Stephan Merk  RED

    Der DW-8000 war für mich die initiale Erfahrung mit Synthesizern, den wir in der Schule hatten und dessen Parameterliste hier noch im Schrank liegt. Als ich ihn vor einigen Jahren im Synthesizer-Museum auf der Musikmesse nach 25 Jahren wiedersehen konnte, war das eine wahre Freude. Ich wollte ihn immer mal gebraucht kaufen, aber das wurde dann der microKORG, der ihm in vielen Punkten sehr ähnelt und in Teilen übertrifft. Selbst hatte ich in den 80ern einen DDM-110, wobei mir der eher starre Sound nicht gefiel, die Bedienung dafür aber überzeugt. In den Jahren darauf begegneten mir DDD-1, Poly-800 und der MS-50. Heute liegt ein Monotribe einfach aus Nostalgie auf dem Schreibtisch, ein Krome Ex hätte es werden können, wenn das Konzept besser umgesetzt wäre. Zum einfachen Klimpern genügt mir ein Pa1000. Mal sehen, vielleicht wird es mal ein Prologue 16.

  11. Profilbild
    dAS hEIKO  

    KORG hat für mich immer den Touch von HighEnd. Die haben immer die Grenzen ausgelotet und auf hohem Niveau ausprobeirt. Der Prophecy war lange vor seiner Zeit auf dem Markt und hat mMn allen anderen zu der ZEit gezeigt, was ein DSP-basierter Synth alles können kann. Die Trinity/Triton Bedienung mit durchdachter Touchoberfläche finde ich bis heut ungeschlagen. Bunt:ja, Größer:ja, höhere Auflösung:ja – aber die Art, wie Regler umgesetzt wurden würde ich mir manchmal bei Software auf dem Smartphone/Tablet wünschen. Synthesemäßig waren sie immer vorne dabei: Ob FM (DS8/707) oder Wavetable (Wavestation) oder Virtual (Z1/Prophecy). Das Radias Konzept war interessant und erinnert an die aktuell hippen Euroracks.
    Ich fand Korg ist immer wengier Plastik als Yamaha und übersichtlicher als Roland. Neben einem Prolog wirk ein Jupiter-X einfach älter und ein JV-XA deutlich verspielter.

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