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Cherry Audio GX-80, Plug-in nach Yamaha CS-80 & GX-1 Synthesizer

Fusion zweier Yamaha-Klassiker

24. November 2022

Nach der eindeutigen Vorankündigung hat Cherry Audio nun das Synthesizer-Plug-in GX-80 veröffentlicht. Es handelt sich dabei natürlich um eine Software-Emulation des legendären Yamaha CS-80. Aber nicht nur:

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Das GX-80 Plug-in vereint gleich zwei Yamaha-Klassiker, denn neben dem CS-80 wurden hier auch Features des GX-1 implementiert. Das Plug-in hat außerdem eine Dual-Layer-Architektur, womit man quasi einen Doppel-CS zur Verfügung hat.
Vom GX-1 stammen die speziellen Varainaten von Pulse und Saw, die mit einem Hoch- bzw. Bandpass vorgefiltert werden, eine Triangle-Wave, die eine Oktave höher liegt und die Möglichkeit zur Invertierung der Filter-Hüllkurve. Außerdem wurde für den GX-80 zusätzlich das Filter des GX-1 nachgebildet, womit Klänge möglich sein sollen, die selbst dem CS-80 vorbehalten waren.

Das Plug-in kann 16 Stimmen für jeweils beide Layer erzeugen. Die Layer können in Volume und Panorama separat eingestellt werden und es gibt die Möglichkeit, Settings zwischen beiden Layern, aber auch zwischen Presets, zu tauschen. Ebenso ist ein Split-Modus implementiert. Dazu wurde eine Option entwickelt, mit der ein poylphoner Aftertouch simuliert wird, auch wenn das verwendete MIDI-Keyboard nur über monophonen Aftertouch verfügt.

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Der GX-80 verfügt über vier polyphone Voice-Ranks, jeweils mit VCO, Highpass- und Lowpass-Filter, Noise-Generator, Sinus-Generator, Dual Envelopes und einem VCA, der auf Velocity reagiert. Pro Layer ist ein Tempo-synchronisierbarer LFO inkl. S&H und Noise vorhanden. Die Stimmung der Oszillatoren kann sowohl nach den üblichen Oktavlagen als auch den spezielle Fußlagen des GX-1 erfolgen. Ebenso wurde das GX-1 spezifische Verhalten bestimmter Funktionen gegenüber den Standardfunktionen des CS-80 beibehalten.
Das Plug-in ist mit über 1.000 Presets ausgestattet. Die originalen Factory Presets des CS-80 erreicht man über den Tone Selector.

Zur Ergänzung wurden Effekte integriert: Chorus/Rotary, Flange/Phaser, Digital/Tape Delay mit Sync und Reverb, einschließlich des von Cherry Audio entwickelten „Galactic“-Algorithmus.

Cherry Audio GX-80 ist in den Formaten AU, VST, VST3, AAX und standalone für MacOS und Windows verfügbar. Der Preis beträgt 59,- US-Dollar. Eine Demo-Version steht auf der Website zum Download bereit.

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Ab hier die Meldung vom 2.11.2022

cherry audio cs-80 plugin synthesizer

Wenn ein großes Plug-in ansteht, teasert Cherry Audio gern mit einem Video, in dem kleine Anspielungen mehr oder weniger versteckt sind. Manchmal ist es nicht ganz so einfach zu erraten, welchen Synthesizer die Entwickler sich vorgenommen haben. Doch dieses Mal macht man es uns nicht allzu schwer: es wird ganz offensichtlich eine Emulation des Yamaha CS-80.

Der Clip spielt unverblümt auf den Film „Blade Runner“ und dessen ikonischen Soundtrack von Vangelis an. Dieses Beispiel wird ja stets bemüht, wenn man über den Yamaha CS-80 spricht. Cherry Audio nennt ihn ‘The Greatest Synthesizer Of All Time’, den sie replizieren werden.

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Das Release-Datum ist der 22. November, so lange müssen wir uns noch gedulden. Doch angesichts der günstigen Preise, die Cherry Audio für seine Synthesizer-Plug-ins aufruft, lohnt sich das Warten fraglos.

Bis dahin haben wir ein paar Artikel zum Thema für euch: einen Reconstructed-Workshop von Bernd Kistenmacher, den Test des Plug-ins Arturia CS-80V 3, den Test des Plug-ins Memorymoon ME80, den Test zum Black Corporation Deckards Dream sowie die Blue Box-Story zum Yamaha CS-80 sowie einen Artikel von Christian Halten zur Geschichte dieses Synthesizer-Flaggschiffs.

Yamaha CS-80 Synthesizer

Der Yamaha CS-80 mit geöffnetem manuellen Speicherfeld

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Preis

  • 59,- US-Dollar
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Forum
  1. Profilbild
    Tomtom

    Uii, ob das auch wieder ein gutklingendes Schnäppchen wird? Das Teaser Video hat mich allerdings enttäuscht, das klingt so gar nicht nach Blade Runner. Da war das Vangelis Soundset von Luftrum für den Omnisphere deutlich näher dran.

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    teofilo

    Ich habe bisher nur ein Cherryaudio probiert und es sein gelassen, da die CPU zu hoch war. Zufall oder Grundzustand bei deren Plugins?

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      fitzgeraldo

      Noch ärger als Arturia. Verstehe die Menschen nicht, die sich über u-he beschweren. Und wundere mich wie das TAL oder GForce schaffen …

    • Profilbild
      Flowwater AHU

      Für die beiden Synthesizer, die ich von Cherry Audio besitze:

      Dreamsynth DS-1 (v1.0.7)
      Macht bei mir nur dann Probleme, wenn ich die Stimmenzahl hochdrehe (12 aufwärts) und/oder das Oversampling auf »4x« setze. Darunter: In meiner Praxis ist mir nix außergewöhnliches aufgefallen. Das Oversampling kann man dann ja beim Rendern hoch setzen. Hier gibt es ein Update auf aktuell v 1.4.0.

      Sines (v 1.0.5)
      Ja, der ist durchaus zickig. Selbst mit nur 4 Stimmen und Oversampling auf »1x« (also kein Oversampling) packt mein PC einiges Patches nicht. Allerdings gibt es auch hier ein Update auf v 1.4.0, welches ich noch nicht installiert habe.

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        fitzgeraldo

        Danke für den Tipp mit dem Update!
        Ja, es war bei mir der Dreamsynth, der ziemlich heftig am CPU-Meter gerüttelt hat. Dabei war ich von dem zuerst ziemlich angetan, da er der erste Synth war, den Cherry Audio selber konzipiert hatten und kein Nachbau bestehender Konzepte war. Alles Weitere von denen hat mich dann nicht mehr interessiert.
        Das wird auch beim GX-80 so bleiben. Mein (bescheidenes) Black Friday-Budget habe ich dieses Jahr an Arturia vergeben: V-Collection Update auf 9.1. Darin enthalten ist u.a. auch der neue CS-80. Alleine das überarbeitete GUI macht den Synth für mich nun tatsächlich viel zugänglicher. Und klingen tut’s auch noch sehr gut (obwohl jetzt etwas CPU-fordernder als davor). Das muss jetzt wieder mal für eine Zeit lang reichen …

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    Filterspiel AHU

    Der Preis ist natürlich schon klasse, bisher fand ich die Beispiele im Netz jetzt aber nicht ganz so dolle, was ja nicht am Synth liegen muss. Daher: Demo muss es zeigen.

  4. Profilbild
    nativeVS AHU

    Hat fuer meinen geschmack zu viel aliasing und eine komische bandbreiten limitierung bei der jede groessere pitch bend bewegung nach 25 jahren alten plug-ins klingt. Schade.

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    Kazimoto AHU

    Ich finde den CS-80 generell langweilig. Der hatte seine Zeit mit Vangelis und das war es auch. CS-80 Patches gibt es auf unmengen Synthesizern, die dazu auch gut klingen.

    • Profilbild
      Flowwater AHU

      Nicht so schnell, junger Padawan! 😉

      Das mit den Vangelis-Patches ist sicherlich richtig, und das ist auch für mich das Langweiligste an dieser Art Synthesizer. Wobei ich selber ein absoluter »Blade Runner«-Fan; Original im Kino gesehen, als er neu war. Aber in meinen eigenen Kreationen würde ich die Klänge »so« nicht einsetzen.

      Und das »so« ist dann das Stichwort und die Betonung: Nichts hindert einen daran, mit diesen Synthesizer auch ganz andere Sounds zu bauen. Das ist aufgrund der Bedienung nicht nur sehr einfach, sondern klingt dann tatsächlich nicht mehr unbedingt erkennbar sofort nach CS-80.

      Gerade ich, der ich im Ambient/Dub-Ambient unterwegs bin (oder so mal ganz grob diese Richtung anpeile), bin sehr dankbar für die CS-80-Nachbauten (und natürlich für das Original, welcher die Kopien inspiriert hat). Auch zum Beispiel Klaus Schulze – Gott hab‘ ihn selig – hat einen echten CS-80 eingesetzt, und da hört man nun wirklich alles andere als Vangelis heraus, was eben daran liegt, dass Herr Schulze sehr experimentierfreudig war (eine der vielen Dinge, in denen Herr Schulze mein musischer Meister ist; mir kommen schon wieder die Tränen).

      Ich selber fühle mich beim Schrauben von Sounds an dieser Art Synthesizer, wie ein junges Reh auf einer sehr großen sonnendurchfluteten Blumenwiese. 😃

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        Kazimoto AHU

        Der CS-80 wird stark mit bestimmten Künstlern/Ästhetiken assoziiert.
        Wer heute Musik macht, ob Drone, Dub oder Psytrance, der hat ganze Arsenale an ausdrucksstarken Synths zur Verfügung, die z.B. mit MPE weit über den CS-80 hinausgehen.
        Damals waren die Sounds überwältigend, ist aber sehr lange her. Gut klingende VSTs sind natürlich erwünscht und gerne auch ein CS-80 Plugin aber es ist immer nur ein Stück Software, daß mit neuer GUI und anderen Justagen neu verwurstet und verkauft wird. Der Jupiter 4 von CA ist bei mir so ein Beispiel. Hatte den letztens benutzt und obwohl der Synth gerne für Old School Goa eingesetzt wurde, habe ich sehr lange gebraucht bis ein guter Sound rausgekommen ist. Dabei kamen letztlich diverse LFOs aus Ableton zum Einsatz und FM per LFO war Mikrometerarbeit mit der Maus. Am Ende dachte ich nur, mit Pigments oder Ableton Wavetable wäre ich wesentlich schneller und flexibler gewesen. Das sind die (künstlichen) Grenzen von solchen Emulationen.
        Man glaubt oder meint häufig dies oder das zu benötigen, braucht aber nur seine Ohren zu öffnen. Genre und Synth ist dabei egal.

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          Flowwater AHU

          Bei der Wahl des Synthesizers bin ich ganz bei Dir. Ich sehe den »CS-80« eben genau nicht als Vangelis-Preset-Schleuder, sondern begreife ihn als ganzen mit seinen Möglichkeiten der Klangsynthese. In der Praxis setze ich nach wie vor meinen geliebten »TAL-Mod« als Hauptsynthesizer ein, weil ich den nun fast in- und auswendig kenne und er schon ein sehr breites Klangspektrum bietet.

          Bei der Soundschrauberei habe ich dagegen komplett andere Erfahrungen gemacht, und zwar egal welchen Synthesizer ich einsetze:

          Beim »Dreamsynth« Von Cherry Audio brauchte nur ein klein wenig herum spielen und habe dutzende brauchbare Sounds (für meine Musik) heraus bekommen, die mich unmittelbar inspiriert haben. Beim »CS-80 V« von Arturia ergeht es mir ähnlich: Auch hier muss ich nur ein paar Minuten rumdrehen, damit ich was Spannendes habe (das nicht sofort Vangelis und/oder »Blade Runner« schreit).

          Bei beiden darf es gerne auch Abgedrehtes sein. Und bei beiden verliere ich mich gerne auch mal im Sound-Schrauben – da verfliegen gerne mal die Stunden in kreativen Klangkaskaden – weil es so viel Spaß bringt, dadurch darin aufgehe und weil ich eben so viele Ergebnisse bekomme.

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      gaffer AHU

      Ich höre auch in jedem Bericht über die CS 80/60/50 sofort Vangelis und Blade Runner. Ich bin absolut sicher, der kann noch ein bisschen mehr. Der Dienst, der Vangelis gebührt, ist sicher, dass er früh das Potential dieser Kiste erkannt hat. Das war nicht selbstverständlich. Ich habe die Präsentation damals auf der Frankfurter Messe gesehen. Das Ding hatte null Sex Appeal, sah aus wie eine 15 Jahre alte Orgel (sieht heute noch so aus, nur 60 Jahre alt).

      Es gibt ja noch die Option neue Klänge zu machen. Spliff hat u.a. übrigens auch gute Einsätze des CS 80 gezeigt.

  6. Profilbild
    Flowwater AHU

    Es gibt nur einen einzigen Grund, warum ich den »GX-80« von Cherry Audio nicht sofort kaufe: Ich besitze schon den »CS-80 V3« von Arturia. 😁

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      Flowwater AHU

      Hm, nachdem ich mir das Video von Tim Shoebridge angesehen habe … bin ich mir nicht mehr sicher mit meiner Nicht-Kaufen-Entscheidung. 😁

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        gs06

        Herr Shoebridge hat schon mit seinem Video für den Sines ganz hervorragende Arbeit zur Verkaufsförderung abgeliefert! Und das in einem Maße, dass ich mich frage, ob das Video nicht evtl. sogar besser als der Softsynth ist…? :-)

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          Flowwater AHU

          Das war auch nicht ganz ernst gemeint mit »[…] meiner Nicht-Kaufen-Entscheidung«. Den Kauf des »Sines« habe ich aber nicht bereut … der reizt mich sehr (wenn auch im Moment aus Zeitmangel so gut wie nicht genutzt).

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            gs06

            Das ist schön, zu lesen, dass dir der Sines auch nach dem Kauf noch gut gefällt. Mein Kommentar war auch rein als Lob für Herrn Shoebridge gemeint, und sollte keine Zweifel an dem Synth wecken.

            Das Problem mit dem Zeitmangel kenne ich auch… ;-)

  7. Profilbild
    manomym

    den memorymoon ME 80 gibt’s ja auch noch…. Das Angebot an CS 80 Emulationen wird immer unüberschaubarer :)

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      fitzgeraldo

      Den hab ich wirklich gerne gespielt. Und der klingt auch tatsächlich gut. Nur gibt es den mittlerweile für Mac leider nicht mehr.

  8. Profilbild
    Holgi

    Ich bin eigentlich super zufrieden mit Arturias CS80 aus der V Collection, aber die Kombi mit GX1 klingt ganz spannend. Aber erstmal bleibt genug zu tun, die die V Collection auszureizen

  9. Profilbild
    Jens Barth

    Ich habe mit der Demo des GX-80 ein bisschen herumgespielt und mein Verdikt ist wie folgt:

    – Soundseitig klingt die Emulation von Arturia deutlich besser. Trotz der goßen Menge an mitgelieferten Patches fehlt irgendwie der aha – Effelt.

    – Das Sustain ist vom Original übernommen. Ich konnte lange nicht verstehen, wie es funktioniert. Inzwischen hat der CA support ein yt – Video veröffentlicht. Trotzdem funktioniert Sustain nicht so, wie mam es von anderen Plugins kennt. Trotz hochgeregeltem Sustain – Schieber und auch maximalem Release klingen die Sounds nach ca. 5 – 7 Sekunden aus. Nach Rückfrage bei CA wurde mir bestätigt, daß das so sein soll, da man das Original nachbilden wollte. Für mich ein no go.

    Abschließend sei erwähnt, dass CA hervorragende Plugins macht. Polymode, Dreamsynth, Elka, Sines, nur um einige zu nennen. Leider kommt GX-80 nicht mal ansatzweise in diese Region. Was den gegenwärtigen Hype nicht verständlich macht.

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