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Green Box: E-mu Morpheus / UltraProteus


E-MU Morpheus

E-MU-Chef Dave Rossum konstruierte einen neuen Prozessor, den H-Chip, der die Grundlage für eine neue Gerätegeneration werden sollte. Dieser barg im Gegensatz zum Vorgänger eine Synthese-Engine, mit der auch digitale Filter erzeugt werden konnten. Im ersten Produkt dieser neuen Generation wurde der Chip noch nicht wirklich ausgereizt. Das Modul Vintage Keys, das Anfang 1993 auf den Markt kam, war auf Sounds von Keyboard- und Synthesizerklassikern spezialisiert und bot -Tusch- ein Tiefpassfilter. Das war dem Vintage-Thema zwar angemessen, aber keineswegs Neuland.

Morpheus Right

Die alten Griechen

Schon der Name Proteus war der griechischen Mythologie entlehnt, und so taufte E-MU dessen inoffiziellen Nachfolger auf den Namen Morpheus, der wie das Vintage Keys-Modul ebenfalls 1993 erschien. Sicherlich nahm man hier weniger Bezug auf den Gott der Träume (oder das nach ihm benannte Morphium) sondern stellte die Assoziation mit dem technischen Begriff Morphing, der eben seit „Terminator 2“ allgemein geläufig war, in den Vordergrund.

Aber was morpht ein Synthesizer denn so? Grundsätzlich war der Morpheus auch nur ein einfacher 32-stimmiger Rompler mit 8 MB an Samples. Seine Klänge basieren auf einem oder zwei Waves, also gesampelten Wellenformen bzw. Multisamples von Instrumenten, und der dazugehörigen Nachbearbeitung durch Filter und Modulatoren. Aber die Art der Filter waren eben das Neuartige am Morpheus.

Anschlüsse 2

Anschlüsse 1

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Klangbeispiele

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    Marko Ettlich AHU

    schöner bericht! supi!
    die e-mus klingen schon nicht übel. aber zum selber sounds schrauben sind die nix. das macht keinen spass.

  4. Avatar
    p.lange

    Schließe mich an, sehr interessanter Bericht!

    Ich steh ja ein bisschen auf diese Sounds, das kommt wohl vom Dasein als Prince-Fan… Hat jedenfalls ne sehr ähnliche Ästhetik wie seine Sachen aus den frühen Neunzigern.
    Kommt denn der Software-Proteus VX dem nahe?

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      der jim AHU

      „Nahe“ würde ich es nicht unbedingt nennen. Zwar besitzt der ProteusVX eine schöne Auswahl von Z-Plane Filtern, aber -soweit ich mich erinnere- kommt man nicht wirklich in die Preseteditierung rein. Es wird ja fast alles über die vorkonfigurierten Control-Regler gemacht. Aber mit dem EmulatorX, aber auch auch der Hardware der Proteus2000-Serie (ExtremeLead etc.) kann man recht viel in Richtung Morpheus machen, nur eben die Filtercubes sind in dieser Form (und Anzahl) einmalig.

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    DietmarB

    Bekanntester Song, bei dem man den Morpheus und den Filter deutlich hören kann ist „Pony“ von Ginuwine. War damals ziemlich hoch in den Top Ten iirc: http://www.....7P6ut6HPR8

    Benutzt dieses „rülpsenden“ Preset, was oben bei den Soundbeispielen bereits zu hören war.

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    monopuls

    na – da werd ich doch den ProteusFX gegen einen UltraProteus tauschen. LowPass und FX vom ProteusFX sind eh nicht das gelbe vom Ei.

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