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Steinberg ändert Lizenzsystem, das Ende des eLicenser als Kopierschutz?

8. März 2021

Kein Dongle mehr notwendig!

steinber ende elicenser license manager

Steinberg ändert Lizenzsystem, das Ende des eLicensers

Seit etlichen Jahren setzt die Hamburger Software-Schmiede Steinberg auf den eLicenser als Dongle und Kopierschutz ihrer Software. Egal ob Cubase, Wavelab, Dorico oder Nuendo, stets ist die Software, die das Lizenzmanagement übernimmt und letztlich die Freigabe für die Nutzung der Software auf dem Rechner erlaubt, unerlässlich.

Das eLicenser Control Center

Doch nun ändert sich das. Auf dem hauseigenen Twitter Account hat Steinberg eine Meldung veröffentlicht und darin bekanntgegeben, dass der eLicenser faktische Geschichte ist, die neue Steinberg-Welt wird Dongle-frei sein. Bleibt die Frage: Was kommt nun? Darüber schweigt sich Steinberg leider aus, genauere Informationen, wie das Lizenz-Management ab sofort gehandhabt wird, sind bis dato nicht bekannt.

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Alles über Lizenzsysteme wie iLok, eLicenser, Dongles & Co

Die ersten User vermuten bereits, dass Steinberg, wie viele andere Hersteller mittlerweile auch, von nun an auf ein Subscription-/Abonnement-Modell umschwenken könnte. Reason Studios hatte dies für seine gleichnamige DAW gerade erst bekanntgegeben. Bleibt also abzuwarten, für was sich Steinberg letztlich entschieden hat. Wir bleiben dran!

Die Original-Meldung auf Twitter:

Hello all,

For many of you this is the announcement you have been waiting for. While we put our heart and soul into developing ground-breaking products in your best interests, we haven’t accomplished our promise to provide you with the user experience you deserve in every part of Steinberg’s technologies in recent time.

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We have been listening to your feedback for years, but significant changes need time, and we had to carefully lay out our vision for the future. But now the time has come to put our approach to license management at the center of our attention. We have decided to adopt a new license management technology that everyone will benefit from to prepare for coming requirements.

An authorization system shouldn’t get in your way, but support you in the onboarding process. Anti-piracy protection technology shouldn’t restrict you as the customer, but secure your investment. A license management shouldn’t stop you from using your products, but enable you to be creative, whenever and wherever you are.

At this point in time, all we can tell you is that everyone at Steinberg is strongly committed to providing you as soon as possible with a solution that offers more flexibility, more reliability and, of course, a seamless migration. It’s too early to announce details on the schedule or the new environment, but one thing is for sure: The future will be dongle-free.

The Steinberg Team

Weitere Informationen zum Thema Lizenzsysteme findet ihr in unserem Artikel „Kopierschutz wie iLok, eLicenser für DAW und Musiker-Plugins„, den wir nach weiteren Informationen zum neuen Kopierschutz von Steinberg updaten werden.

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Forum
  1. Profilbild
    Henrik Fisch  AHU

    > […] Die ersten User vermuten bereits, dass Steinberg, wie viele andere Hersteller mittlerweile auch, von nun an auf ein Subscription-/Abonnement-Modell umschwenken könnte. […]

    Bitte, bitte, bitte, BITTE nicht.

    • Profilbild
      AMAZONA Archiv

      Die schaffen es ganz bestimmt, die letzten verbliebenen User auch noch zu vertreiben. Für mich käme auch nur das Ableton-Modell in Frage.

    • Profilbild
      Tarause  

      Ich hoffe das auch nicht.

      Ich bin absolut ein Gegner dieses Bezahlmodells, bei dem meiner Meinung nach idR. der Hersteller immer mehr bekommt und der Nutzer immer viel zu viel bezahlt. Die extrem teuren 2-jahres-Tarife bei Mobilfunk in Deutschland mit den mittlerweile dann fast schon inflationären hohen Datenvolumen sind die gleiche Frechheit, weil sie zynisch immer noch Datenflat genannt werden.

  2. Profilbild
    dr noetigenfallz  

    Da bin ich mal gespannt. Neben den teuren Updatepreisen war die Sache mit dem Kopierschutz der Hauptgrund für mich, zu Studio One zu wechseln. Als ich mich mal in einem Steinberg-Forum darüber beschwert habe, ist mich ein Mitarbeiter von denen mal angegangen. So nach dem Motto : komm mir nicht mit diesen Themen von vorgestern. Das ist durchdiskutiert – darüber reden wir nicht mehr.

    Schön, dass sie nach all den Jahren doch noch dazu lernen (Es sei denn, sie stellen jetzt komplett auf Abo um. Das wäre die nächste Dummheit)

  3. Profilbild
    Quantenakustiker  

    Das habe ich auf der Ableton Webseite gefunden:

    „Offline Autorisierung: Falls der Computer, auf dem Du Live installiert hast, über keine Internetverbindung verfügt, kannst Du Live auch via Offline Autorisierung freischalten.“

    Aber da es sich hier um Steinberg handelt, wird es vermutlich nicht so reibungslos ablaufen, wie bei der erfolgreichen Konkurrenz. Hauptziel von Steinberg ist ohnehin, den mit Sicherheit recht kostenintensiven Support für das Dongle-System schnellstmöglich einzustellen, da es sich finanziell nicht mehr rentiert.
    Bestandskunden, die einen ganzen Haufen fette Kohle für Cubase, Nuendo, Wavelab etc. hingeblättert haben, wird diese Umstellung jetzt schon als kommende Erleichterung präsentiert, obwohl es doch in erster Linie eine Produktentwertung mit Online-Registrierungszwang werden dürfte.

    Sollte es so kommen, wird der Dongle entweder zu meinem zweitbesten Stück avancieren oder der ganze Steinberg Krempel wird mit ordentlich Wertverlust bei ebay verscherbelt!

    • Profilbild
      janschneider  

      “ Hauptziel von Steinberg ist ohnehin, den mit Sicherheit recht kostenintensiven Support für das Dongle-System schnellstmöglich einzustellen, da es sich finanziell nicht mehr rentiert.”

      Ziemlich steile These. irgendwelche Fakten, mit denen du das belegen kannst?
      Und warum sollte eine Lösung ohne Dongle eine “Produktentwertung” sein??? Das ist völlig sinnfrei. Eine donglefreie Lösung wird seit Jahren im Steinberg-Forum (und woanders) immer wieder gefordert. Völlig verständlich insbesondere aus Sicht von Laptopnutzern.

      Fakt ist, das bisher nichts weiteres bekannt ist, weder, warum wirklich gewechselt wird noch was es wird…

      • Profilbild
        Quantenakustiker  

        Auch eine Umstellung des Kopierschutzes kostet zunächst mal Geld und bindet Ressourcen. Steinberg ist diesen Schritt viele Jahre lang nicht gegangen und hat am etablierten eLicenser-System festgehalten. Würden ihnen die Kunden aktuell wie verrückt die Bude einrennen, gäbe es ja nach wie vor keinen Handlungsbedarf. Immerhin ist dieser Kopierschutz doch sehr effektiv in seiner Funktionsweise, also muss ein anderer Grund für die Umstellung ausschlaggebend sein.

        Das Wohlgefühl der Bestandskunden ist es jedenfalls nicht, da bin ich mir als Bestandskunde ziemlich sicher. Entweder wird so ein neuer Kopierschutz schnell mal gecrackt und lässt die Gebrauchtmarktpreise fallen. Oder ich darf in irgendeiner Cloud rumhampeln. Oder ich bleibe beim Dongle, mache die Umstellung nicht mit und habe keinen Support mehr im Falle eines Defekts – Totalverlust!

        Also wie man es dreht und wendet… naja, Hauptsache ich habe viel Geld an Steinberg gezahlt… selber schuld, zugegeben.

        • Profilbild
          Everpure  AHU

          Ist klar, erstmal zu allem „nein“ sagen, auch wenn man noch keine Ahnung hat, was da eigentlich genau kommen wird. Wie wäre es damit: Steinberg ist sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit darüber im Klaren, dass sie eine große Anzahl „Bestandskunden“ haben, die sie nicht wegen noch größerer Hürden und Risiken als es mit dem blöden Dongle sowieso schon gibt, an andere Anbieter „verlieren“ wollen. Also nein, einen „Totalverlust“ wirst wahrscheinlich weder du noch irgendjemand anderes haben werden.
          Normalerweise gibt es für solche grundlegenden oder tiefgreifenden Änderungen entweder kostenlose oder extrem günstige Cross-Updates – oder es werden für längere Zeit sowohl der alte Dongle als auch die neue Lizensierung nebeneinander supportet. Oder glaubst du, die schalten einfach von heute auf morgen die Dongles ab?

          • Profilbild
            Tarause  

            Ja, wenn eine neue Aktualisierung von Heute auf Morgen nun keinen Dongle mehr benötigt, ist das Ding Quasi sofort abgeschaltet.

            (Bei Onepassword wurde das so praktiziert, dass das Abomodell von jetzt auf gleich mit einem Update gestartet wurde und nur noch weit versteckt in den tiefen des Netzes ein fast unsichtbar reguläres Bezahl-Update angeboten wurde)

            Ich hoffe wirklich nicht, dass damit dann auch gleichzeitig bei Steinberg auf diese Art und Weise ein Abomodell etabliert wird.

  4. Profilbild
    bluebell  AHU

    Ich vermute, die Software telefoniert regelmäßig nach Hause. Erhält sie die Info, dass das Abo bendet ist oder erhält sie einige Zeit lang gar keine Info mehr, dann aktiviert sie ihre Malware-Routine. Was dauert, dürfte die juristische Fädenzieherei sein, dass ein Kunde mit aktivem Abo keine Schadenersatzforderungen stellen kann, wenn durch einen Fehler des Herstellers die Malware-Routine aktiviert wird und der Kunde nicht arbeiten kann.

    • Profilbild
      Everpure  AHU

      Das ist ja mittlerweile durchaus bekannte und gelernte Technologie – nicht nur bei DAWs, sondern auch in vielen anderen Branchen (siehe z.B. Adobe oder Microsoft). Und die juristischen Fallstricke dürften diesbezüglich auch schon mehr als bekannt sein. Da wird sich Steinbergs Rechtsabteilung schon schlau gemacht haben.

  5. Profilbild
    nativeVS  AHU

    Etwas schade, denn der eLicenser ist meines erachtens eines der besseren lizenz modelle gewesen, mit dem ich auch mitten im nirgendwo in einem feld ohne empfang zur not Cubase auf einen anderen computer installieren konnt (man muss natuerlich installationsdatein auch dabei haben).
    Die 25 Stunden notfalllizenz pro eLicenser, mit der man auch mal ein Wavelab oder Nuendo projekt oeffnen kann (sollte man diese software nicht besitzen) ist damit dann wohl leider auch irgendwann hinueber.

    Als moderater dongle fan wuerde ich hoffen, dass sie ein system aehnlich wie bei Hofa, PA & Waves erlauben, wo man einen standard USB stick as dongle lizensieren kann.

    • Profilbild
      Everpure  AHU

      Oder wie z.B. Ableton machen und pro aktivierter Lizenz zwei Installationen erlauben. Und dazu eine 30-tägige, voll funktionsfähige Testversion anbieten. Sieht eher nicht so aus, als wäre Ableton kurz vor der Pleite mit diesem benutzerfreundlichen Lizenzmodell…

      • Profilbild
        nativeVS  AHU

        Das man mehrere parallele installationen, aber nur eine parallele nutzung erlaubt gibt es ja schon in den AGBs vieler hersteller; ich weiss nicht wie viele leute sich aber daran halten wuerden. Steinberg muesste dazu aber natuerlich gute daten haben wie viele leute doppel lizensen haben und damit sehr gut kalkulieren koennen ob man pandoras box oeffnen kann.
        Zur 25 stunden lizenz: wie haeufig kannst du denn die 30 tage testversion nutzen? Und ist das 30*24 stunden oder 30 tage ab der freischaltung der demo?
        Ich will damit nur sagen, dass mir die 25 stunden lizenz das ein oder andere mal geholfen hat und ich glaube immer noch mehr als 23 stunden bei meinem hauptsystem uebrig habe (nach knapp 10 jahren im leben dieses eLicensers) und der eLicenser meines VSL servers muesste noch so knapp 21 stunden haben (als ich nach dem letzten umzug den falschen eLicenser beruflich dabei hatte war das schon praktisch).
        Das war auch ein gutes system sollte ein eLicenser abhanden kommen (im vergleich zu der scheisse bei Pace; gut, Waves hat das inzwischen auch fuer stick lizensierungen akzeptabel geloest, aber so einfach wie einen ersatz eLicenser dabei zu haben ist das nicht).

        • Profilbild
          Everpure  AHU

          Ich sage ja nicht, dass es einfach ist. Aber Ableton sind ja bisher auch nicht daran pleite gegangen, dass sie ihren Kunden erlauben, eine Lizenz auf zwei Computern zu nutzen (also zum Beispiel auf dem PC im Studio und den Laptop für die mobilen Aufnahmen – oder auf zwei Laptops für die Tournee). Insofern kann man schon davon ausgehen, dass das ein stabiles Modell ist.

          Und über die Menge an Raubkopien von Cubase oder Live oder sonstigen Musikprogrammen müssen wir ja auch nicht diskutieren – dongles hin oder her.

          Die Testversion kannst du installieren und dann dreißig Tage benutzen. Im Moment sind es sogar 90 Tage, seit Live 11 veröffentlicht wurde. Als ad hoc Notlösung sollte das durchaus reichen, wenn man schon zwei Installationen lizensiert hat.

          • Profilbild
            nativeVS  AHU

            Als notloesung schon, aber ich hab schon hin und wieder Nuendo projekte oeffnen muessen, da hilft das schon sehr zum verifizieren welche der Nuendo-only features das nicht ueberlebt haben.
            Das spart mir immerhin eine weitere DAW zu kaufen.

            Wie schon gesagt zum Thema preis- und lizenzpolitik, da wird Steinberg die zahlen haben wie viele (oder wenig) nutzer wirklich mehrere lizenzen der gleichen version haben, aber sie muessen sich wahrscheinlich schlussendlich auch irgendwann an Apple’s entwertung des DAW Marktes anpassen.

      • Profilbild
        gaffer  AHU

        @ Everpure Oder 5, wie bei Logic. Hat zwar auch einen Dongle (Mac), aber mit diesem bin ich ziemlich happy, denn ich kann mit ihm noch was anderes machen. Aber wenn schon Kopierschutz, dann wie bei Ableton. Diese Dödel, vor allem, wenn man mehr als einen hat, fand ich schon immer ziemlich unsexy, gleich nach Abomodellen.

  6. Profilbild
    beejay  

    Hallelujah! Mögen die Dongles endlich dort verschwinden, wo sie von Anfang an hingehört hätten.
    Ich hoffe ja sie lassen die ganze eLicenser Plattform sterben, damit auch VSL endlich gezwungen ist, auf ein Lizenzmodell aus dem aktuellen Jahrtausend umzusteigen…

    Seit der Umstellung auf USB-C sind ja auch viele Windows Nutzer mit einem Phänomen konfrontiert, das sie in dieser Form bisher noch nicht kannten – der Apple’schen Adapter-Hölle… Ist schon eine nette Sache, wenn man für einen License Dongle auch noch einen extra USB-C zu USB-A Adapter anschließen muss. Sieht auch richtig schick aus! NOch dazu gibt’s ja auch schon so viele Dongle-Optionen mit USB-C Anschluss. Vielleicht auch ein Hinweis darauf, dass Steinberg und iLok die Hardware Dongles eigentlich schon aufgegeben haben. Mögen sie bald in die ewigen Jagdgründe übergehen und einen ewigen Platz im Museum der digitalen Kuriositäten erlangen.

  7. Profilbild
    Loom9-Studio  

    Ich finde es schade das der Dongle verschwinden soll und betrachte, diese von Steinberg angekündigte „rosige“ Zukunft, mit großer Skepsis. Ich fand und finde das Donglesystem sehr flexibel. Man hat den USB-Stick vom Hauptrechner im Studio abgezogen, am Laptop angesteckt und konnte immer Cubase auf beiden Rechner nutzen (natürlich nicht parallel). Ob das weiterhin so gehen wird, ist fraglich. Am Ende wird es notwendig eine Lizenz pro Computer zu kaufen. Das wäre eine starke Einschränkung in Sachen Flexibilität für mich.
    An das Damoklesschwert mit Namen „Abo“ möchte ich gar nicht denken, denn von Cubase weg möchte ich eigenltich nicht…, also Zwickmühle.

    • Profilbild
      Everpure  AHU

      Nein. Das ist eben nicht die einzige Möglichkeit. Ich verweise nochmal auf z.B. Abletons Lizenzmodell. Andere machen das ganz ähnlich oder sogar noch offener und flexibler.

    • Profilbild
      Henrik Fisch  AHU

      Ich habe zum Beispiel auch kein Problem mit einer Online-Registrierung: Die Software verbindet sich einmal per Internet mit dem Server des Herstellers um die Lizenz abzufragen und gut ist. Wenn es denn zusätzlich noch Offline sein soll, dann bekommt man einen Code auf der Website und kopiert oder tippt diesen in ein Eingabefeld der Software. So ähnlich macht es Arturia.

      Da man den Code meistens sowieso kopiert, darf der dann auch gerne länger sein (1.000 Zeichen oder so), weil der Hersteller dann einen komplexeren Code generieren kann, der auch von Crackern dann nicht mehr so einfach zu knacken ist. Aber immer diesen Generalverdacht, dass man die Software raubkopiert hat … ich weiß ja nicht. Und Cracker lassen sich davon sowieso nicht wirklich abhalten; schon rein als »sportliche Leistung«. Steinberg pflegt da, glaube ich, auch ein wenig die gute alte Paranoia, die denen vielleicht mehr schadet als nutzt.

      • Profilbild
        eikendrup  

        „die gute alte Paranoia“ erinnert mich an eine Anekdote aus grauer Vorzeit. Seinerzeit war ich zu einer Produktvorführung eines Cubase-Updates für den ATARI ST in Münster eingeladen.
        Es bestand die Möglichkeit, das Update vor Ort auf mitgebrachte Disketten kopieren zu lassen. Als naiver Computerneuling hatte ich diese mit „Kopie“ beschriftet, da mir der Begriff „Backup“ noch nicht geläufig war. Das bekam der ebenfalls anwesende Herr Manfred Rürup zu Gesicht und ist daraufhin völlig durchgedreht!!! Zum Glück konnte ich ihn beruhigen, dass ich kein Raubkopierer sei! Das waren noch Zeiten! Mann,mann mann!

  8. Profilbild
    Lagubis

    An dieser Stelle vielleicht ein bisserl destruktiv, aber wenn ich mir das ganze Dongle-/Licensing-/Abo-Gedergel (plus den regelmäßigen Update-Ärger) anschaue, fühle ich mich einmal mehr in meiner Entscheidung bestätigt, dem ganzen DAW-Kram den Rücken zugekehrt und auf Hardware umgesattelt zu haben. Das ist zwar platzintensiver, aber deutlich intuitiver, schneller und macht um Längen mehr Spaß ;-)
    Dafür verzichte ich gern auf noch so tolle PlugIns und Gigabytes an Sample-Librarys…

    Eine Bemerkung zum Schluss: Abo-Software boykottiere ich prinzipiell.

    • Profilbild
      Haurein  

      Habe hier auch kreative Hardware. In Zukunft werde ich Computermässig auf Linux umstellen. Die Mainstreamsoftware ist mir sowieso zu überladen. Mit einfacher Software, die einem nicht alles abnimmt, kommt man durch die Beschränkung oft auf kreative Ideen, die man mit einer fetten DAW so nicht gehabt hätte.

  9. Profilbild
    torsten rausch  

    Ich habe den dongle für meinen Rechner und den Laptop. Der Rechner ist nicht online und wird auch niemals ans Netz gehen. Daher kann mir das erstmal egal sein. Sollte Steinberg allerdings auf ein unattraktives abomodell gehen, bin ich kein Kunde mehr und wechsel zu ableton.

    • Profilbild
      AMAZONA Archiv

      Wenn mein Cubase bald nicht mehr laufen sollte, käme das für mich einer Enteignung gleich. Da sollte jeder die freie Wahl haben. Mein Emagic Logic 5.5 Dongle läuft ja auch noch. Ich würde da seitens Steinberg extrem großzügig sein.

      • Profilbild
        Ashatur  AHU

        Ja da wäre ich auch echt sauer…
        Ich weiß nicht wieviel ich Steinberg schon bezahlt habe…
        Ich bin aber bei 8.5 stehen geblieben weil es mir dann doch irgendwann langsam zu bunt wurde..

        Ich hoffe ich kann das in Zukunft auch noch so nutzen.. ansonsten werde ich treuer Logic Kunde. Obwohl ich es echt schade finden würde. Denn ich nutzte Cubase schon auf dem Atari.

      • Profilbild
        Everpure  AHU

        Mit „Enteignung“ hat das überhaupt nichts zu tun. Wenn du Cubase kaufst (oder jede andere Software, egal von welchem Hersteller), kaufst du nicht eine Kopie der Software, sondern eine Lizenz zur Nutzung der Software. Das war schon immer so und wurde auch nicht von Steinberg erfunden.
        Außerdem bin ich mir ziemlich sicher, dass Steinbergs (und im Prinzip alle anderen) Softwarehersteller in ihren Lizenzbedingungen auch Passagen über plötzliche, angekündigte oder unangekündigte Änderungen stehen haben. Liest halt nur niemand…

        • Profilbild
          AMAZONA Archiv

          Es war einmal im Kleingedruckten….. :) Ich denke Steinberg tastet sich jetzt an und schaut auf die Reaktion. Interessant wäre auch ob ich meine „Lizenz“ in Zukunft noch so verkaufen kann wie bisher. Sowas plant man schon beim Kauf mit ein. Ein echtes Minenfeld für Steinberg.

  10. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Da war doch vor einigen Tagen ein mehrtägiger Ausfall der eLicenser Server?
    Da ich im echten Leben ohne Musik mich den ganzen Tag mit Hacks und Hackern beschäftige, war mein erster Verdacht, die sind richtig gehackt worden.
    Die plötzliche Abkehr könnte auch bedeuten, das der Kopierschutz komplett kompromittiert wurde bei dem angenommenen Hack und man dringend etwas Neues braucht.
    Aber das ist ja alles nur wieder eine neue Verschwörungstheorie..

  11. Profilbild
    Panta Flux  

    Klarer Fall von „Abwarten und Tee trinken“.

    Eine entfallende Dongle-Pflicht könnte immerhin dazu führen, dass ich nach Jahren der Cubase- und Wavelab-Abstinenz (bei meinem Abschied waren es noch Dongle für den seriellen Port) mal wieder einen Blick auf die eigentlich ja sehr gute Software wage. Andererseits bin ich mit Ableton Live insgesamt so zufrieden, dass dieser Blick im Wesentlichen aus reiner Neugier geschähe.

    Sollte sich der Trend zu Abo-Modellen auch bei Steinberg bewahrheiten, würden deren Produkte schlicht komplett von meinem Radar verschwinden. Aber wie eingangs getippt: Abwarten.

  12. Profilbild
    ollo  

    Bisher bin ich mir dem eLicenser immer gut gefahren, hat nie Probleme gemacht.

    Falls ein Abo-Modell kommt, da bin ich bisher auch nie ein Freund von gewesen und nutze solche Software nicht. Aber bei Cubase könnte ich es mir vorstellen, das doch zu machen, da ich es fast täglich brauche. Solange es vom Preis her ähnlich ist wie der übliche (Summer Sale) Update-Preis, kommt es fast auf das selbe hinaus.

  13. Profilbild
    Franz Walsch  AHU

    Die Meldung hat keinen konkreten Hinweis darauf wie sich das das genau ändern soll.
    Mit einer Steinberg Installation habe ich jedesmal Probleme. Auch habe ich dazu kein pdf gefunden. Die Hilfefunktion ist auch keine Hilfe. Erst der Support hat mir zielgerichtet geholfen.
    Außerdem gibt es ein weiteres Lizenzaktivierungsmodell als das eLicenser Control Center. So ist dieser nutzlos bei der Installation von Beigabeprogrammen wie WaveLab LE. Das macht die Sache noch komplizierter und wenig durchschaubar.
    Für Firmen hat ein Abomodell klar steuerliche Vorteile. Ich mag es nicht und werde weiter Programme nutzen die einfach via Seriennummer zu aktivieren sind. Im Studio möchte ich keinen Internetanschluss haben. Auch Freeware kann oft schon soviel, das es kein Kaufprogramm sein muss. Ob das wirklich eine Entscheidung von STEINBERG ist? Möglicherweise war das eine Idee des Mutterkonzern YAMAHA.

  14. Profilbild
    TANTAN

    Diese Kommentare erinnern mich wieder daran, warum junge erfolgreiche Producer/innen Cubase NICHT nutzen wollen….
    Cubase User kommen mir vor wie aus der Steinzeit der Digitalen Musikproduktion, wo Windows 3.11 der hotteste Shit war und Texas Instruments noch ne Computer Firma hahahaha.

    Ich selbst bin u. A. Cubase User und Fan und versuche immer wieder andere von dieser grandiosen DAW zu überzeugen, aber rückwärtsgewandte Technologie Angst und Gerede von „guten alten Zeiten“ hat diese DAW zum OPEL der DAWs werden lassen. Auch hier waren eher die Nutzer so unsexy unterwegs, dass es auf das Produkt abgefärbt hat. Dabei kann Cubase soooo viel und so vieles besser als die Konkurrenz. Es gibt imho nur 2 ernsthafte Konkurrenten die ähnlich oder anders geil sind. Ableton und Studio One.

    Ob die jetzt auf Dongle, simple Online Registrierung oder Subscription-based… Als Professioneller User, der mit der DAW auch Zaster macht, ist mir das schnurzpiepegal. Ich mache damit MUSIK und nicht nerdigen Programmierquark. Wenn es funktioniert, freue ich mich einfach über einen USB-Port mehr!

    Ick freu mir!

    P. S. Wollte niemanden beleidigen, aber etwas provozieren um Denkanstöße zu setzen. :-)

    • Profilbild
      earthcon  

      Es gibt hier wohl einige – mich eingeschlossen – die ihr CUBASE mögen und nicht gegen einen anderen Hot Shit tauschen möchten. Dürfte durchaus verständlich sein, dass man sich dies nicht durch eine verdämlichte Geschäftspolitik nehmen lassen will (SOFERN die oben gemachten Vermutungen sich überhaupt bewahrheiten).

      Ob jemand Profi ist oder Amateur sollte in diesem Zusammenhang allenfalls sekundär sein, bzw. hat der heutige Superprofi auch mal klein angefangen.

  15. Profilbild
    unifaun  

    Ich habe mit dem Dongle bisher auch nie Probleme gehabt, die mobile Nutzung oder an verschiedenen Rechnern erfordert halt eine gewisse Organisation.

    Ich vermute, dass es zwei Gründe für Steinbergs Entscheidung weg vom Dongle gibt:

    zum einen greift die Implementierung des eLicenser ziemlich gravierend in den Programmcode der Software ein. Das führt gegebenenfalls zu Beeinträchtigungen beim Workflow und schlimmstenfalls zu Abstürzen.

    Und diese Implementierung erfordert auf der anderen Seite einen ziemlich hohen Aufwand für Programmierung und Pflege bei Updates oder Neuentwicklungen.

    Gerade im Hinblick auf die jährlichen macOS-Updates bei Apple muss der Programmieraufwand immens hoch sein und wird durch den Kopierschutz noch zusätzlich erhöht.

    Ich denke, dass daher zum einen Kostengründe und zum anderen programmiertechnische Hindernisse zu Steinbergs Entscheidung geführt haben.

    Ich lasse das mal ganz locker auf mich zukommen.

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