Test: Faderfox PC12, MIDI-Controller

26. Oktober 2020

Ein Controller-Fuchs mit 72 Drehreglern

faderfox pc12 test

Faderfox PC12, MIDI-Controller

Der erste Faderfox-Testbericht hier auf AMAZONA.de stammt aus dem Jahr 2004 (LV-1, DJ-1 und LX-1 – zehn weitere folgten im Lauf der Jahre) – das Jahr, in dem Mathias Fuchß seine kleine Hamburger Controller-Schmiede gegründet hatte. Bis heute hat sich das Ein-Mann-Unternehmen („don’t need CEO, CPO, CTO, CMO, CSO, CHRO, CQO …“ wie Fuchß auf seiner Website vermerkt) überaus erfolgreich in der Nische der MIDI-Controller behauptet und inzwischen Unmengen von zum Teil sehr speziellen Controllern produziert.

Heute im Test haben wir den PC44-Nachfolger, den Faderfox PC12 aus der relativ jungen „New Module“-Reihe; und gäbe es einen Wettbewerb in der Klasse „Die meisten Potis pro Quadratmeter“, so würde der PC12 vermutlich auf dem Siegertreppchen landen. Wie gestaltet sich die Arbeit damit? Was kann der Faderfox PC12? Das schauen wir uns mal an.

Die Fader-Füchse

Während die „Echten Füchse“ (Vulpini) eine Gattung aus der Familie der Hunde (Canidae) sind, gehören die Fader-Füchse zur Familie der MIDI-Controller und sind selber in drei Unterarten unterteilt. Da ist zum einen die „New Module Line“ mit ihren Vertretern PC12 („Pot Controller“ mit 72 Potis – wobei Pot-Controller nichts mit der Drogenfahndung zu tun hat) und MX12 (Mix Controller mit zwölf 60 mm Fadern und 24 Knöpfen), zwei Universal-Controller für den Studiobetrieb. Die Geräte der „Solid Control Line“ – zu denen der Universal Controller UC44, der DJ Controller DJ44 und der (inzwischen eingestellte) Pot Controller PC44 gehören – werden in massiven Cases ausgeliefert, sind also für den Einsatz „on the road“ gedacht. Und schließlich sind da noch die „Micromoduls“, die inzwischen bereits in der vierten Generation vorliegen und – wie der Name schon andeutet – in  sehr kompakten Gehäusen verbaut sind. Dazu gehören der DJ Controller DJ4, der Universal Controller UC4, der Sequencer-Controller SC4 und der Pot Controller PC4. Ältere USB-Micro-Modell-Linien wie DS, LV, DX, FX, FT werden ebenso nicht mehr produziert wie die Geräte der ersten und zweiten Generation, die noch auf MIDI und nicht auf USB gesetzt hatten. Wer da noch Faderfox-Controller der Generationen eins bis drei erwerben will, muss sich auf dem Gebrauchtmarkt umsehen; der Hersteller meldet auf seiner Seite nämlich „Sold out“.

Faderfox PC12

Die Verpackung ist schlicht gehalten – das ist Understatement

Den Fuchs aus seinem Bau gelockt …

Der Faderfox PC12 kommt in einem schlichten Karton, lediglich ein Aufkleber auf der Seite verrät den Inhalt. Zum Lieferumfang gehören – neben dem Controller selber – ein 1,8 m (ausreichend) langes USB-Kabel (USB 2.0, Type A auf Type B), ein gedrucktes (!) deutsches 16-seitiges Handbuch im DIN-A-5-Format plus eine (ebenfalls gedruckte) Schnellstartanleitung; schön, wenn man mal unterwegs eben was nachschauen will. Beides befindet sich aber auch als PDF auf der Webseite des Herstellers. In der Anleitung versteckt liegt auch ein Bogen mit 72 kleinen weißen Klebe-Etiketten, die unter die Drehregler passen. Ist nett gemeint, sieht aber zum einen nicht wirklich schön aus und ist zudem nur einmal verwendbar; wesentlich sinnvoller ist es da, sich bei Faderfox für 29,- Euro die passende Overlay-Folie inklusive Stift zu bestellen. Die sieht nicht nur wesentlich besser aus, sondern lässt sich auch beliebig oft beschriften. Dort gibt es auch farbige Potikappen und einen stylishen und massiven (3,7 kg!) höhenverstellbaren Acrylglas-Ständer, auf dem sich PC12 plus MX12 stilvoll schräg platzieren lassen; mit 199,- Euro ist das allerdings nicht unbedingt ein preiswertes Vergnügen.

Faderfox PC12

Alle Anschlüsse liegen auf der rechten Seite

Den Faderfox im Fernglas

Als Kind hatte ich stundenlang mit einem Filzstift Schalter, Lämpchen und Drehregler auf Dutzende von DIN-A-4-Blättern gemalt und die dann auf den Tisch geklebt – fertig war mein Raumschiff, der Rest spielte sich in meinem Kopf ab. Sobald ich dann einen Schraubenzieher halten konnte, zerlegte ich Elektroschrott und setzte die Regler (mit Vaters Hilfe) in eine Holzplatte ein; dass die dann völlig funktionslos waren, interessierte mich da nicht weiter – in meiner Fantasie flog ich damit zum Mond. Soll heißen: Ich hatte schon immer ein Faible für Geräte mit Unmengen von Knöpfen – für einen Faderfox PC12 hätte ich damals vermutlich ohne mit der Wimper zu zucken meinen kleinen Bruder verkauft.

faderfox pc12 test

Der Faderfox nämlich schafft das Kunststück, auf einer Grundfläche von rund 34 x 17,5 cm satte 72 – leicht gummierte – Drehregler unterzubringen. Macht einen Regler auf 8,2 cm², falls das jemanden interessiert. Das 1,3 kg schwere Gehäuse besteht komplett aus mattschwarzem Alu und macht so einen sehr stabilen Eindruck. Die Oberfläche wird dominiert von den 72 gummierten Drehreglern (12×6 Matrix, Auflösung 7 Bit); zwecks besserer Übersicht sind die jeweils von 1-6 nummeriert, außerdem gibt es nach je vier Reihen einen Trennstrich mit Bezeichnung der horizontalen Reihen von A-F; jeder Regler ist so also gut identifizierbar, zudem erleichtert die optische Trennung in drei Blöcke auch die Bedienung.

Faderfox PC12

Es muss nicht immer Ableton sein – der PC12 läuft mit jeder DAW (hier: Studio One)

Unterhalb jeder der zwölf Reglerreihen ist ein grüner runder Taster samt LED für geschaltete Parameter angebracht. Die können wie Potis und Encoder ebenfalls in verschiedenen Modes programmiert werden. Sie können im Controller-Mode sowohl als normale Tasten als auch (im Toggle-Mode) als Umschalttasten arbeiten und dabei Noten-, CC-, Program-Change- und Aftertouch-Befehle senden.

Am rechten Rand finden sich noch zwei weitere Taster (rot und blau) für die Shift- und die Snap-Funktion (dazu später mehr), ein Push-Encoder mit Rasterungen (30 Pulse) und hochauflösendem 14 Bit Mode sowie ein einfaches vierstelliges Digit-Display zur Anzeige der Control-Werte und der Programmierdaten sowie zur Verwaltung der Setups.

Sämtliche Anschlüsse – dazu gehören zwei MIDI-DIN-In- und Outports mit Routing und Merge-Funktionen im DIN-Format, eine USB-Buchse und ein Extension-Port (Ethernet, Crossover Patch-Kabel) zur Verbindung mit einem zweiten Gerät der „New Module“-Reihe – befinden sich auf der rechten Seite. So können dann leicht zwei New Module Geräte wie das PC12 und das MX12 übereinander platziert werden (zum Beispiel im optionalen Acrylständer), ohne dass Kabel stören. Im Handbuch ist die Rede davon, dass sich so „zwei oder mehr Geräte“ kaskadieren lassen. Das dürfte dann vermutlich dadurch erreicht werden, dass der Extension-Port noch auf andere Ports (USB, MIDI) geroutet wird, da ansonsten ja nur ein Extension-Port pro Faderfox zur Verfügung steht. Ausprobieren konnte ich das mangels weiterer Fader-Füchse aber nicht.

Faderfox PC12

Einige Setup-Möglichkeiten aus dem Benutzerhandbuch

Faderfox PC 12: Angeschlossen

Der Faderfox PC12 benötigt für den Betrieb am PC kein Netzteil, ist also buspowered. Abseits des Rechners hängt man den Controller dann eben an ein 5 V/1 A USB-Netzteil, das wohl jeder von uns in rauen Mengen zu Hause haben dürfte. Falls nicht: Auch das gibt’s im Faderfox-Shop.

Mit dem Faderfox lässt sich so ziemlich alles steuern, was sich per MIDI ansprechen lässt, egal ob Hard- oder Software; deshalb ja auch der Name „Universal-Controller“. Hard- oder Software-Synthies, DAW, Plugins, DJ-Stuff, whatever. Dabei lassen sich auch mehrere Geräte gleichzeitig mit dem Reglerfuchs verbinden und kontrollieren, auch ein Mix über Hard- und Software ist dank USB plus MIDI jederzeit möglich; entweder indem ich mehrere Geräte auf die 12×6 Matrix lege oder indem ich auf Knopfdruck einfach das Setup bzw. den Snapshot wechsle. Alle Controller-Daten werden über die vier Ausgabe-Ports gleichzeitig gesendet; da die Ports intern miteinander verbunden sind, können die am Gerät selber auch mannigfaltig geroutet werden. So lässt sich dann jeder MIDI-In-/USB-Port auf jeden Out-Port legen, ein Eldorado für Bastelfreunde.

faderfox pc12 test

Bis zu 30 Setups inklusive aller Reglereinstellungen lassen sich im Faderfox PC12 speichern und wieder aufrufen – und können auch als Sysex-Daten gesendet und empfangen werden. Die Setups 01 bis 20 und 25 bis 29 sind dazu schon vorkonfiguriert zur Benutzung des Faderfox als universeller Controller. Die Setups 21/22 sind für Arbeiten mit Elektron Analog Rytm, die Setups 23/24 für Octatrack und Analog Four  vorbereitet, Setup 30 ist für die Steuerung von Ableton Live eingeplant. Dazu muss  von der Website von Faderfox ein File heruntergeladen und in die Remote-Script-Library von Ableton auf dem Rechner eingefügt und das Control-Surface dann bei Ableton Live eingetragen werden. Allerdings lassen sich damit dann nur die ersten 12 Kanäle steuern (wegen der 12×6 Matrix), zudem fehlt eine Transport-Abteilung – da muss man dann schon die grünen Buttons der einzelnen Kanalzüge „opfern“; da wäre einige gesonderte Transport-Buttons eine gute Idee gewesen.

Wie weiter oben erwähnt, ist der Faderfox PC12 auch den Geräten des schwedischen Herstellers Elektron besonders zugetan. Was sich zum einen an der teilweisen fast identischen Baugröße zeigt (Faderfox: 340 x 176 x 65 mm, Elektron Octatrack 340 x 185 x 63 mm), zum anderen auch an den mitgelieferten Setups für Analog Rytm, Octatrack, Digitakt und Analog Four. Das sieht im Verbund nicht nur homogen aus, sondern hat auch den Vorteil, dass sich mit dem Faderfox dann auch Parameter gleichzeitig über die Tracks hinweg verstellen lassen – so liefert der Faderfox für Elektron-Besitzer einen echten Mehrwert.

Faderfox PC12

Die Steuerzentrale des PC12

Einige Besonderheiten

Die Potis arbeiten sowohl im Jump- als auch im Snap-Modus. Bei Letzterem muss der alte Wert erst gesucht und überfahren werden, so werden eventuelle Parametersprünge galant vermieden; durch Drücken des roten Buttons lassen sich die Knobs bewegen, ohne dass Parameter übergeben werden. Jeder Parameterwert wird auf dem Display angezeigt; bewege ich einen Knob, wird sofort auf dessen aktuellen Wert umgeschaltet. Im Snap-Modus kommt da noch ein Pfeil hinzu, der mir anzeigt, in welche Richtung ich den Knob drehen muss, um auf den im Empfängergerät eingestellten Wert zu kommen – sehr zuvorkommend.

Neu ist die Preset-Funktion, die dazu dient, die Werte aller Controls zu speichern und wieder zu senden. Presets enthalten dabei nur die Werte der Controls und nicht die Befehle selber. So kann man mehrere verschiedene Presets für jedes Setup, aber auch ein Preset für mehrere Setups einsetzen.

Faderfox PC12

Die grünen Taster können auch im Toggle-Mode betrieben werden

Im Edit-Mode können die einzelnen Controls wie Knobs, der Encoder und die Tasten individuell (um)programmiert werden. So lassen sich Control- oder Program-Change-, Pitchbend- und Aftertouch-Befehle auf die Controls legen und die unteren und oberen Werte bestimmen, der Jump- oder Snap-Modus für jeden Regler voreinstellen, die Art der Beschleunigung der Encoder bei schnellem Drehen festlegen oder einstellen, ob die Tasten auf den Toggle-Mode umschalten. So kann man immer wieder sein Setup perfektionieren und ganz auf die eigenen Bedürfnisse zuschneiden. Wer keine Control-Eigenschaften programmieren will, aktiviert einfach die Learn-Funktion des Faderfox PC12, die Control-Zuweisungen über eingehende MIDI-Befehle erlaubt. Am Faderfox lässt sich zudem auch ein MIDI-Monitor aktivieren, der ankommende und abgehende MIDI-Daten anzeigt.

Eine weitere Annehmlichkeit: Die Einstellungen einer Spalte (zu der ja jeweils ein Taster und sechs Knobs gehören) oder einer Reihe (je 12 Knobs) lassen sich auf andere Reihen und Spalten kopieren, was einiges an Arbeit spart. Dabei kann ich dann z. B. auch die Spalten 1+2 auf die Spalten 3-12 legen oder die Reihen A/B/C auf die Reihen D/E/F. Auch die MIDI-Kanäle können automatisch in verschiedenen Kombinationen angelegt werden. Und schließlich kann ich auch ein Setup auf ein anderes kopieren; habe ich zu viele davon, lassen die sich auch über den USB-Port als Sysex abspeichern.

Die deutschsprachige Bedienungsanleitung enthält zwar alles, was man wissen muss, um mit dem Faderfox Spaß zu haben, ist aber nicht unbedingt anfängerfreundlich geschrieben. An mancher Stelle wäre eine (zusätzliche) Abbildung oder eine Schritt-für-Schritt-Erklärung für manchen Newbie sicherlich hilfreich – so wie sie für die Steuerung von Ableton Live ja schon als Schnellstart vorliegt; nicht jeder ist eben in der Welt von Control-Changes und Sysex-Dumps zu Hause.

Fazit

Unmengen von Reglern, extrem vielseitig, kaskadierbar und stabil: Der Faderfox PC12 ist der perfekte Controller für alle, die in die versteckten Tiefen ihrer Hard- und Software eintauchen und bequem auch an mehreren Parametern gleichzeitig arbeiten möchten, statt einen nach dem anderen mit der Maus abzudrehen. In der kleinen Kiste stecken so viele durchdachte Features, Annehmlichkeiten und Möglichkeiten, dass die Arbeit damit eine helle Freude ist. Nur für die Kontrolle einer DAW ist der Faderfox mangels Transport-Buttons vielleicht nicht die erste Wahl, da gibt es bei der Konkurrenz ausgemachte Spezialisten. Eine Alternative wäre in dem Fall, sich den Faderfox MX12 mit seinen 12 Fadern und 24 zusätzlichen Tastern gleich zusammen mit dem PC12 kaufen, da sich die beiden ja bequem miteinander kombinieren lassen. Für die Besitzer eines Elektron Octatrack, Analog Four, Analog Rytm und Digitakt ist der Faderfox PC12 ohnehin eine Pflichtanschaffung, alle anderen sollten diesen Controller auf jeden Fall in die engere Wahl nehmen und wenn möglich mal selber erleben.

Plus

  • maximale Reglerdichte pro Quadratzentimeter
  • massives Gehäuse
  • Learn-Modus
  • extrem vielseitig
  • viele Komfort-Features (copy etc.)
  • mehrere Faderfox-Geräte kaskadierbar
  • programmierbare Regler
  • 30 Setups
  • klasse Ergänzung zu Elektron-Geräten
  • gummierte Knobs lassen sich gut bedienen

Minus

  • keine Transport-Sektion

Preis

  • 466,- Euro
Forum
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    ISE500  AHU

    Hi!
    Warum bezeichnest du den Faderfox gerade für die von dir genannten Elektron-Geräte als eine Pflichtanschaffung?

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      m.steinwachs  RED

      Wie im Artikel geschrieben: „Wie weiter oben erwähnt, ist der Faderfox PC12 auch den Geräten des schwedischen Herstellers Elektron besonders zugetan. Was sich zum einen an der teilweisen fast identischen Baugröße zeigt (Faderfox: 340 x 176 x 65 mm, Elektron Octatrack 340 x 185 x 63 mm), zum anderen auch an den mitgelieferten Setups für Analog Rytm, Octatrack, Digitakt und Analog Four. Das sieht im Verbund nicht nur homogen aus, sondern hat auch den Vorteil, dass sich mit dem Faderfox dann auch Parameter gleichzeitig über die Tracks hinweg verstellen lassen – so liefert der Faderfox für Elektron-Besitzer einen echten Mehrwert.“

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        ISE500  AHU

        Aber müsste das nicht mit allen Hardware-Geräten gehen? Jetzt interessiert mich schon, welcher „Mehrwert“ genau für Elektron-Devices hier gemeint ist (z.B. Auto-Mappings).
        ?

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          faderfox

          insbesondere der gleiche formfaktor, die passenden setups (gewissermaßen ein auto-mapping) und natürlich die zahlreich vorhandenen midi-anschlüsse prädestinieren den PC12 für die kombination mit ELEKTRONs.
          aber eben auch die vielzahl der parameter in den ELEKTRONs durch die track-potenzierung verlangt nach vielen controls.

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      Green Dino  AHU

      Die Controller passen z.B. auch in Doppel- bzw. Dreifachständer für Elektrons, auch Decksaver passen wohl drauf und die Controller finden natürlich auch in Taschen, Rucksäcken und Koffern für Elektron Mk1s Platz.

      Von Faderfox gibt es auch einen Ständer aus Acrylglas für einen Controller + Elektron.

      Overlays (doppelseitig) zum Beschriften kann man auch bei Faderfox bestellen, ebenso wie Potikappen und Faderkappen in unterschiedlichen Farben.

      Da alle Anschlüsse an der Seite sind kann man den Controller auch direkt vor A4/AR Mk1 und OT Mk2/Mk2 platzieren.

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    MichFisch00  

    Überzeugt mich nicht. Das Problem bei allen diesen Ansätzen ist, dass sich niemand die Belegung merken kann. Weniger Regler (mehr als zwei gleichzeitig kann man eh nicht bedienen) dafür aber unter jedem Regel ein Display dass die UI Control und die Bezeichnung und Wert anzeigt, wäre imho zielführender. Dann wären sogar viele Regler sinnvoll (viele kleine Displays) ,da sich damit ungefähr das UI der zu steuernden Software schematisch als Gesamtbild abzeichnet.

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      HansDampf  

      Das sehe ich auch so. 72 uniforme Drehregler sind mir zu viel des Guten.
      Ich könnte mich eher für den kleineren Faderfox PC4 begeistern, und der hat schon viele Regler.
      Glücklicherweise habe ich noch den Behringer BCR2000 (mit 32 beleuchteten Endlosreglern), der wird aber leider nicht mehr hergestellt.
      8 nebeneinanderliegende, beleuchtete Endlosregler mit Pushfunktionalität und einem breiten Display darunter, das Ganze bezahlbar, das wärs. Gerne dürfen es davon auch zwei Reihen sein.

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        vssmnn  AHU

        Wenn man sich das Alphabet oder 88 Klaviertasten oder 100 Gitarrengriffe merken kann, bekommt man auch das hin.
        Müssen ja auch nicht immer unterschiedliche Funktionen sondern können auch gleiche Funktionsreihen für verschiedene Devices sein.

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          HansDampf  

          Klaviatur, Alphabet und Akkorde haben eine gewisse visuelle Struktur. Die fehlt bei dem Faderfox PC12. Es wäre auch sinnlos, eine solche Struktur fest einzubauen, denn dann wäre das Gerät ja nicht mehr flexibel.
          Klar, man kann Aufkleber draufbappen, aber das sieht hässlich aus.
          Ich bleibe dabei: Für mich funktioniert das nicht. Ich vergreife mich schon, wenn ich 8 unbeschriftete Regler habe.
          Ich behaupte nicht, dass andere damit nicht klar kommen. :-)

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        toneup  RED

        Das gab es schon, die novation Zero SL, gebraucht noch hier und da zu bekommen

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        kollektivzwo

        Ich benutze einen PC4 an einem Studio Electronics ATC-1. Den Synth könnte man ohne den Controller gar nicht effizient nutzen. Das gleiche gilt auch für die Elektron-Kisten (meine Meinung zum Bedienkonzept).
        Für genau solche Fälle ist so ein Ding sinnvoll, also wenn das Original noch schlimmer zu bedienen wäre.

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          HansDampf  

          Bezüglich Elektron gebe ich dir recht, der Analog Four jedenfalls ist ohne externe Controller nur mit viel Menügehopse bedienbar – trotzdem eine tolle Kiste.
          Ich bleibe aber vorerst beim BCR2000 und dem Novation Nocturn.

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      dr noetigenfallz  

      Immer wenn ich (speziell) diese Faderbox-Teile sehe, denke ich: wer soll sich das alles merken? Schön, dass ich nicht alleine bin mit meinem unguten Gefühl gegenüber diesen Geräten. :-)

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      Markiman  

      Ich sehe als erstes 8 Kanäle mit jeweils 4 FX-Sends, Panorama und Lautstärke plus nochmal einem Bedienfeld mit 4 x 6 Potis für Belegungen für mehrere Spezial-Effekte, bzw. Sequencer, etc.
      Mit z.B. einem Launchpad die perfekte Spielwiese für einen Ableton Live Jam auf der Bühne ;-)

      Ist schon eigenwillig, aber für manchen genau das Ding!

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        Green Dino  AHU

        Ist doch kein Problem einen Controller zu beschriften, oder?

        Ich hab mir für meinen BCR2000 z.B. Overlays aus Karton für oft genutzte Mappings gebastelt. So kann man auch schnell zwischen unterschiedlichen Presets wechseln. :)

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          lightman  AHU

          Wenns wirklich viele Mappings sind, nehme ich Kreppbandschnipsel und beschrifte die, im Allgemeinen komme ich aber ohne zurecht. Ich gehe bei der Belegung so vor, daß ich während der Benutzung immer mal wieder was umstelle, bis ich ein Setup gefunden habe, das ich für mich logisch bedienen kann. Das hat bisher immer sehr gut funktioniert. Ich mag meinen BCR2000 sehr.

          Ebenso mag ich meinen Triggerfinger Pro, damit ist auch praktisch alles an Controllerdingens möglich, und Velocity-Pads hat er auch, sowie einen einfachen Sequencer und Transport-Knöppe für die DAW. Ich finde besonders das riesige Display cool, das Gerät taucht ab und zu für nicht allzu großes Geld auf, kann ich nur empfehlen. Schaut auch schick und elegant aus.

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    Ehoax

    Wenn es jetzt nur noch sysex und nrpn Befehle verschicken könnte, übersichtliche software zum programmieren und ein größeres Display hätte sowie Platz für overlays wäre ich interessiert…Leider gibt es meinenswissens immer noch keine Alternative für den bcr2000.

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      Round Robin  

      Der BCR2000 mit seinen Encoder war wirklich super. Die Abstände zwischen den Encoder war auch richtig gut. Mich wundert es, dass Behringer diese Produkt nicht wieder aufleben lässt. Die gleichen Features in einem modernen Design.

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    micromoog  AHU

    Habe jetzt nur überflogen, kann man mit der Kiste auch Sysex Messages senden?

    Wenn „Nein“, fehlt ein dicker Minuspunkt in der Bewertung!

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      m.steinwachs  RED

      Ja. „Backup and restore of all settings by sysex dumps is possible too.“ (Faderfox Webseite). „Bis zu 30 Setups inklusive aller Reglereinstellungen lassen sich im Faderfox PC12 speichern und wieder aufrufen – und können auch als Sysex-Daten gesendet und empfangen werden.“ (Artikel)

      Hausaufgabe bis morgen: Artikel ganz lesen. Ich frage ab. :-)

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        micromoog  AHU

        Glaube da liegt ein Missverhältnis vor, ich meinte ob die Knobs mit sysex Messages konfiguriert werden können, zur Steuerung älterer Synthesizer die kein CC zur Parametersteuerung können (zB DW8000, MKS-Serie etc.)

        Also so wie es Döpfer Regelwerk, Drehbank, BCR 2000 etc. auch können.

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          m.steinwachs  RED

          Ah sorry, ok – habe ich selber nicht ausprobiert, aber ich gebe die Frage mal an Mathias Fuchß weiter, der sollte es ja wissen.

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            chain25   1

            Im Elektron Forum wurde das bereits bei Erscheinen des Geräts vor 3 Jahren angeregt. Mathias hatte das aufgenommen und wollte Sysex eventuell nachreichen. Scheint wohl nicht passiert zu sein. Eigentlich schade, aber ich finde den PC12 trotzdem interessant. Könnte meine Launch Control XL und meinen MidiMix ersetzen.

    • Profilbild
      Ehoax

      Nein das kann es nicht. nur CC’s, pitchbend, aftertouch, notes. Sysex dumps ist nur für Backups, die Regler selber senden keine sysex commands.

  5. Profilbild
    Inductor

    Hmm,
    der Funke will auch bei mir nicht überspringen…
    Bin hauptsächlich an der Steuerung von Softwaretools und -Instrumenten interessiert. Da bringen eigentlich nur Endlosdrehregler /Encoder einen guten Workflow, die Parameter übernehmen können. Mein BCR2000 scheint nach all den Jahren unerreicht.
    Damals (2004?) glaube ich 190€…

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