Top News: Dreadbox Abyss, polyphoner Analog-Synth

8. Februar 2017

Aus Mono mach Poly

Dreadbox Abyss ist der erste polyphone Synthesizer des griechischen Herstellers. Er basiert zum Teil auf den Schaltungen der Mono-Synths Erebus, Hades und Nyx, bietet aber vier stimmige Polyphonie.

Den ausführlichen AMAZONA.de-Test findet Ihr HIER.

Dreadbox Abyss top

Pro Stimme steht ein VCO mit zusätzlichem Suboszillator zur Verfügung. Die Schwingungsform wird hier nicht umgeschaltet, sondern kann stufenlos zwischen modulierbarer Pulswelle, Rechteck, Doppel-Sägezahn, Sägezahn und Rauschen eingestellt werden. Die VCO-Sektion besitzt zwei dedizierte LFOs, die Vibrato, Detune und Waveshaping modulieren können.
Für die Oszillatoren gibt es vier Voice Modi. Es gibt Polyphonic, Unison (ergibt mit Detune extra dicke Sounds), Multi Channel (vierfach multitimbral) und Chords mit sieben verschiedenen Akkorden, die offenbar auch vom User erstellt werden können.
Über eine Auto-Tune Funktionen können die VCOs gestimmt werden.

Dreadbox Abyss side

Das Filter ist der von den Dreadbox Mono-Synths her bekannte, kräftige 24 dB Tiefpass, der mit ADSR-Hüllkurve, zwei LFOs und Velocity moduliert werden kann.
Der VCA verfügt über einen Overdrive und es gibt drei nachfolgende Effekte. Das per LFO modulierbare Lo-Fi Delay stammt vom Erebus. Dazu kommen ein 4 Stage Analog Phaser und so genannter Reflector. Bei diesem handelt es sich um ein 1024 BBD-Delay mit dem sich Chorus- und Flanger-Effekte erzeugen lassen. Die drei Effekte und das Filter verfügen über CV-Eingänge auf der Geräterückseite. Es gibt jedoch keine Gate/CV-Steuerung des Synthesizers, wofür auch ein polyphones Interface bzw. Quelle nötig wäre, sondern nur MIDI.
Der Audioausgang ist zwei geteilt, das Signal kann wahlweise trocken vor den Effekten oder mit den Effekten abgegriffen werden. Ein externes Audiosignal lässt sich vor der Effektsektion einspeisen.

Dreadbox Abyss rear

Dreadbox Abyss soll voraussichtlich ab April erhältlich sein, jedoch ist die Stückzahl begrenzt. Eine genaue Anzahl wurde nicht genannt.

Preis

  • UVP: 1.219 Euro
Forum
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    lightman  AHU

    Das ist der erste analoge Poly der neuen Generation, der mich wirklich anspricht. Schnörkellos, kompakt, aufregender Sound und tolle Möglichkeiten der Klangformung, ganz nach meinem Geschmack. Keine Neuauflage, kein Namedropping, einfach nur Qualität und durchdachte Funktionen, tolle Sache. Ich werde jetzt halt mal mit dem Sparen anfangen und hoffe, daß ich damit fertig bin, solange es das Teil noch gibt^^

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      Sehe ich ganz genauso. Interessantes Teil von einer kreativen Schmiede.

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      iggy_pop  AHU

      Man sollte sich den einen wie den anderen Begriff knicken und aus dem eigenen Sprachschatz fernhalten — „decided(ly)“ und „dedicated(ly)“ funktionieren im Englischen, im Deutschen sind sie unnötig wichtigtuerisches Geschwafel, vor allem dann, wenn sie falsch verwendet werden.
      Aber das ist nur eine Stilfrage, keine des Inhaltes.

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        „Dediziert“ kommt über den Umweg „Computer & Technik“ zunehmend im normalen Sprachgebrauch vor. Leider nicht immer richtig verwendet. Das reizt natürlich die Lesgewohnheiten traditioneller Klugscheisser. ;) Für solche Anlässe habe ich immer eine dedizierte Packung Mikrowellen-Popcorn im Schrank. Wer außer Iggy hatte sich den hier dezidiert geäußert? :)

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    Chris  

    Es geht mir wie lightman. Mein Interesse an analogen Polyphonen hat sich bis jetzt in Grenzen gehalten. Dem Charme dieses Synths kann ich aber schwer widerstehen.

    Sehenswert sind auch die Gutshots auf der Website des Herstellers. Schön aufgeräumte PCBs, mit through-hole Bauteilen bestückt.

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      Diskrete Bauteile, Kleinstserie… So etwas kostet Geld. Ich bin ehrlich gesagt überrascht, dass nur €1100 „aufgerufen“ werden.

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    Viertelnote  AHU

    wenn man fair ist, muss man wie bei anderen Synthesizern (zb: Minilogue) sagen, daß er
    nur 4 stimmig ist, nur einen Osc besitzt usw.
    Er mag seinen eigenen Grundsound haben, seinen individuellen Einsatzmöglichkeiten, aber limitiert ist er trotzdem.
    Für das was er kann, würde ich ihn auch als
    „hochpreisig“ einstufen. Ob nun Kleinstserie
    oder handgefertigt. Das, was man anderen vergleichbaren Synths „ankreidet“, gilt auch hier. Sicherlich wird er seine freudigen Käufer finden.

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    8 Bit Fighter  

    Man liest immer wieder Berichte über technische Mängel von Dreadbox-Geräten. Ich habe leider mit Deadbox Hades auch schlechte Erfahrung gemacht und das Gerät am selben Tag zurückgeschickt. Seitdem lasse ich lieber den Finger von dieser Marke.

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    VCO sind keine DCO, das hat schon was für sich. Klasse Kiste, leider keine Presets. Ich weiß ihr werdet mich hassen wenn ich wieder mit diesem Sch…s Behringer vorgefahren komme. Aber 1024 Presets sind die Krönung aller, Experimentierers Paradiese. Sehr interessant. Und 2017, ja plötzlich geht polyphon! Ob da der DM12 mit Schuld hat? Auf jeden Fall eine sehr schöne Entwicklung für die Kundschaft.

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      A.Vogel  AHU

      In der Tat kommt scheinbar kein Kommentar von dir ohne einen Verweis auf Behringer aus.
      Woher kommt das?
      Zur Einordnung: Auch ich habe etliche Behringer Geräte, bin prinzipiell zufrieden, insbesondere mit dem Preis-Leistungs-Verhältnis, und habe sogar vor etlichen Jahren als Freiberufler für B. gearbeitet.
      Aber dennoch tauchen sie in meinen Kommentaren nur dann auf, wenn es auch um Behringer geht….

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        Viertelnote  AHU

        ich finde der Vergleich sollte bzw. muss erlaubt sein.
        Wenn ich jetzt die Features nebeneinander
        lege, so würde sicherlich alles für den DM12 sprechen. Was technisch in dieser Preisklasse geht, so wirkt der Abyss ziemlich bescheiden, ohne ihn ausführlich gehört zu haben. Sound ist immer Geschmackssache.

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          A.Vogel  AHU

          Es ging mir weniger um den konkreten Vergleich HIER unter diesem Artikel, sondern die, vom Amazonamann durchaus selbstironisch ins Spiel gebrachte Dauerpräsenz Behringers in seinen Kommentaren.

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        AMAZONA Archiv

        Nunja der Behringer ist ja nun auch ein Hammer. Er ist nicht nur spott billig, nein, er ist auch das was sich die Menschheit selbst in seinen kühnsten Träumen nicht so richtig hätte gewagt ausmalen zu wollen.
        Jetzt ist er da, und viele wollen ihr Glück nicht fassen, lehnen ihn sogar ab, denunzieren ihn und verteidigen ihre Theorien mit aller härte. Da lese ich überall so komische Kommentare wie unzuverlässig er sein könnte, wie billig die Regler sein könnten, und vielleicht rauscht er auch oder macht klickgeräusche, so mancher hat vielleicht auch nen lauten Lüfter oder riecht vielleicht nach Marihuana während des Betriebs. Ja redet ihn nur schlecht, ich finde es besser, man sollte sich freuen dass es so eine Firma gibt die dem Musikant erschwingliches Equipment ermöglicht. Wer sich beschwert kann ja weiterhin so weiter machen wie bisher und auch glücklich werden. Aber ich finde dass der Behringer durchaus eine Preis Leistungs Referenz darstellt weil er doch so alleine auf dem Flur steht mit seinen 12 Stimmen und seinen 1024 Presets und dem Effektprozessor und der schicken Bedienoberfläche.

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    Son of MooG  AHU

    Zur Klarstellung: das Teil hat 4 VCOs incl. je einem Vibrato-LFO, aber nur ein Filter, oder? Das wäre dann doch eher para- statt polyphon. Die preisliche Nähe zum DM 12 sollte auch einen Vergleich zulassen: 24 DCOs, 24 LFOs, 12 VCFs.

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      AMAZONA Archiv

      Wenn er vierstimmig-multitimbral ist dann…… ;)

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    Doc  

    Alternativen wären Vermona Perfourmer oder 2x Erebus aus gleichem Hause.
    Funktional bzw Ausstattungsmaessig abgspeckt … Akais Timber Wolf….ist glaub grad im Ausverkauf…hab den neulich für 222 € …..gesehen.

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