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Woovebox, Synthesizer – Sequencer – Sampler

Micro-Groovebox mit Maxi-Features

4. September 2023

woovebox synthesizer sampler sequencer aufmacher

Woovebox ist eine Groovebox, die angesichts ihrer minimalen Abmessungen mit ihrem ausgewachsenen Funktionsumfang überrascht. Ist das Gerät nun zu klein geraten oder sind unter Umständen die Hände zu groß?

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Woovebox, Synthesizer – Sequencer – Sampler

Die Woovebox erinnert mit ihrem Platinen-Design und den freiliegenden Micro-Tastern an die Pocket Operator-Serie von Teenage Engineering, aber die Woovebox ist noch etwas kleiner. Dafür hat der Winzling deutlich mehr zu bieten, denn hier sind ein polyphoner Synthesizer, ein Sampler und ein 16 Track Sequencer an Bord. Die Bedienung erfolgt über die 16 Step-Tasten, eine zweizeilige LED-Segmentanzeige und einen Encoder mit einem überdimensioniert wirkendem Knopf.

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Die Tonerzeugung der Woovebox ist 16-fach multitimbral. Die Polyphonie wird dabei aufgeteilt: ein Track kann 4-stimmig gespielt werden, während die 15 anderen Tracks wahlweise mit 4-stimmiger Paraphonie oder monophon genutzt werden können. Das hängt von den verwendeten DSP-Resourcen ab.
Es gibt 16 unterschiedliche Synthesealgorithmen, darunter sind Virtual Analog, FM, Super Saw, AM, RingMod, x0x Percussion und mehr. Pro Stimme stehen zwei Oszillatoren, ein Multimodefilter mit 10 Filtertypen, drei Hüllkurven und mehrere LFOs zur Verfügung.

Die Effekte verteilen sich auf die Kanal-bezogenen Voice FX Distortion, Saturation, Bit Crushing und Resampling sowie die Global Multi-FX Reverb, Stereo Chorus und zwei Mal Stereo Delay, die über Sends von den Kanälen angesteuert werden können.
Ebenso teilen sich die Dynamics auf die Kanäle (Compressor/Limiter, 4-Bus Sidechaining, Gating) und als Master-FX (Compressor/Limiter, Vinyl, Noise) auf. Mit letzteren werden digitale und analoge Vintage-Klänge emuliert.

woovebox synthesizer sampler sequencer top

Woovebox verfügt über einen Mono-Audioeingang, mit dem gesampelt werden kann. Alternativ lassen sich Samples via Bluetooth importieren. Es können insgesamt bis zu 256 Samples in 16 Kits à 16 Samples gespeichert werden. Woovebox arbeitet mit 8 Bit (mu-law compressed), was einer effektiven Auflösung von 12 Bit (reconstructive interpolation) entsprechen soll. Die maximale Samplezeit ist mit 62 Sekunden angegeben. Der Speicherplatz wird automatisch optimiert.
Es werden Multi-Samples und Single Instruments unterstützt. Die Samples können mit Mangle, Slice, Chop und Re-arrange bearbeitet und intern regesampelt werden.

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woovebox synthesizer sampler sequencer setup

Der Sequencer kann 16 Songs speichern, die jeweils 16 Tracks beinhalten. Pro Track sind bis zu 16 eintaktige Pattern möglich. Pattern können als Chains verbunden werden. Es lassen sich Polyrhythmen, generative Muster, Arpeggios und Beats im Lauflichtmodus (x0x-Style) erzeugen. Für Melodien und Sequenzen stehen Skalen, Chord-Typen und Umkehrungen sowie weitere Modi und Funktionen wie Step Modifier und Wahrscheinlichkeiten zur Verfügung. Außerdem lassen sich Micro Timing und Swing einstellen.
Der Sequencer kann über MIDI bzw. Sync-Out synchronisiert werden. Songs lassen sich im WAV-Format exportieren, wobei auch Stems mit Dry & Wet-Einstellungen separiert werden können. Dafür gibt es das Web-Interface Wooveconnect.

Die Woovebox verfügt einen internen Akku, der über den USB-C Port (kein MIDI) geladen wird. Die Laufzeit liegt bei ungefähr 10 Stunden. Wenn Bluetooth aktiviert ist, sinkt die Dauer auf ca. 6,5 Stunden. Bluetooth LE dient für MIDI als I/O.
An Anschlüssen gibt es neben dem Audioeingang (3,5 mm), einen Stereoausgang (3,5 mm) und einen MIDI-Ausgang (3,5 mm Type-A).

woovebox synthesizer sampler sequencer case

Woovebox kann ab sofort bestellt werden. Laut Hersteller kann aufgrund der hohen Nachfrage eine Bestätigung etwas dauern. Das Gerät wird mit einem Hardcase und einem Headphones/Sync-Splitkabel ausgeliefert. Der Preis beträgt 249,- US-Dollar zzgl. Versand und Importkosten.

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Preis

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Forum
    • Profilbild
      Numitron AHU

      @[P]-HEAD (S.Bernhardt) ich hatte 2 der Pocket Operators, hab die aber wieder verkauft. der Sound war gut, aber viel zu fummelig auch mit der silikonhülle….

  1. Profilbild
    Tai AHU 3

    Für mich ist dieser Trend (2×4 7-Segment Anzeigen) MIDI In nur über BlueTooth, ein Encoder so groß und mit langer Achse, dass Hebelkräfte fröhliche Urständ feiern), nicht nachvollziehbar. Wird meine Musik besser, wenn die Optionen und das Handling eigeschränkt werden?
    Will ich unbedingt was kleines, schlecht bedienbares, nehme ich das Smartphone. Das ist in fast jedem Bereich leistungsfähiger und genau so schlecht bedienbar. Das Adaptergedödel dabei ist auch nicht größer. Für mich, ihr könnt das natürlich anders sehen, ist z.B. bei einer 1010 Blackbox das untere Ende erreicht. Mehr als doppelt so teuer, aber ein richtiges Display und solide gebaut. Das hier sieht aus, als könnte ich es vom Tisch blasen. Was es sicher nicht überleben würde.

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      Filterpad AHU

      @Tai Ja hier muss man wirklich trennen (aber ich trenne ungern) zwischen den Maschinisten und Producern bzw. Musikern. Ich gehöre zur letzten Fraktion. Aber ich bin immer wieder überrascht, wie viele das geil finden und ja… ist es auch. Gerade im Verbund mit ähnlichem – Platz sparend und effektiv. Ich bleibe bei dem Preis tatsächlich lieber beim Softwaresynthesizer vorerst. Aber irre was dieses Teil kann. Eine vollständige Groovebox im Taschenrechner Format. Wenn man da an die simplen Lernprogramme der 90er denkt (Little Professor) hat sich da einiges getan.

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      liquid orange AHU

      @Tai Nun, alle wollen von etwas leben und stellen daher Sachen her, die sie hoffen verkaufen zu können. Und da wir eigentlich schon alles haben, was wir wirklich brauchen, müssen die Hersteller uns erst mal sagen, dass wir so was auch noch brauchen. Und da das Zeugs heutzutage unglaublich billig ist, können es sich viele leisten, kaufen es, benutzen es und werfen es dann irgendwann – meist nach recht kurzer Zeit – wieder weg. Denn die Industrie hat bereits wieder etwas entwickelt, von dem wir nicht wussten, dass wir es brauchen und so geht es immer weiter.
      Wachstum ist das Mass der Dinge, leider wachsen durch unser Verhalten eher die Müllberge und die Probleme durch den Klimawandel.

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        martin stimming

        @liquid orange grundsätzlich hast du Recht wie ich finde, aber ich bitte zu bedenken, dass es hier um ein (skurriles?) Musikinstrument geht, ihm also Produktivität innewohnt – im Gegensatz zu purem, stumpfen Konsum oder reiner, individueller Unterhaltung (Freizeitmotorrad anyone?!). Ich schätze die Weltlage so ein, dass letztere das eigentliche Problem ist (wenn ich mir diese Einschätzung anmaßen darf) und nicht so sehr die „Werkzeugherstellung“.

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        Lumm

        @liquid orange Ich gebe zu bedenken, dass ein Musikinstrument wie die Woovebox verglichen mit anderen sinnlosen Alltagsartikeln nur in minimalem Stückzahlen hergestellt wird. Massenartikel wie Smartphone, Kaffeevollautomat, E-Zigaretten, die täglich millionenfach verkauft/konsumiert/weggeschmissen werden haben da einen deutlich extremeren Impact was Umweltverschmutzung/Zerstörung angeht. So ein Nischenprodukt wie die Woovebox ist verglichen dazu nicht messbar.

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          AMAZONA Archiv

          @Lumm Was findet man in den Meeren? Masken, Handschuhe, Verpackungsmüll, Filterzigaretten und Tüten. Jetzt könnte man sagen das kommt zu ca. 70% aus Asien und das bisschen was wir verbrauchen macht doch nichts. Ich finde es schwer sich da aus der Affäre zu ziehen. Mich persönlich ekeln Nahrungsmittel die doppelt verschweisst und verpackt sind nur noch an und kaufe die nicht mehr. Unverpackt, auf dem Markt oder wenigstens ein ordentliches Inhalt zu Verpackungsverhältnis ist mir wichtig geworden. Wer kauft noch diese Giga Süßigkeiten-/Chipstüten mit ganz vielen kleinen Tüten darin? Sowas müsste verboten werden, einfach so, ohne viel TamTam. Bei dem Spielzeug hier bin ich raus, es ist schlicht irrelevent aber interessant wie groß die Spannbreite ist, vom Linn-Klon bis zu der Briefmarke hier. Da fällt mir auf, mein iPad Air 2 hat bald seinen 10 Geburtstag, darauf geht so einiges mehr. Wer spielen will sollte sich sowas vom Gebrauchtmarkt holen oder Linux auf einem alten Touchpad installieren oder oder oder…..

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            Aljen AHU

            „Wer kauft noch diese Giga Süßigkeiten-/Chipstüten mit ganz vielen kleinen Tüten darin? Sowas müsste verboten werden, einfach so, ohne viel TamTam.“

            Warum verboten? Einfach den Markt entscheiden lassen. Funktioniert seit Tausenden von Jahren eigentlich recht gut. Überall, wo es mit allzu vielen Verboten versucht wurde, ist es in die Hose gegangen, in Europa hatte der Spuk zuletzt 1989/90 ein Ende – vorläufiges, wie es nunmehr zu befürchten ist.

            Einmal für eine Party so ne Tüte nach Art russischer Puppe – warum nicht, als Gag? Vermutlich gibt es auf der Fete genug andere Party-Deko-Dinge dabei – 99 Luftballons und so – und irgendwie regt sich keiner auf. Sind ja keine Sachen, die man täglich kauft, außer man ist ein hauptamtlicher Party-Veranstalter.

            Im Übrigen wusste ich gar nicht, dass es ein solches Produkt gibt. Danke für den Hinweis, werde ich nächstes mal drauf achten beim Einkaufen. 😈

            Mit dem heute so leider in Mode gekommenen Verbietenwollen von diesem und jenem ist es immer so ne Sache: das allzu bekannte Wort von Herrn Niemeyer läßt sich ganz leicht darauf übertragen – toutes proportions gardées. Irgendwann trifft ein Verbot den Verbotsfanboy selbst, dann ist heulen und Zähneklappern angesagt.

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              AMAZONA Archiv

              @Aljen Wir sollen nichts verboten bekommen, die Industrie soll einfach nicht so einen Müll in die Regale stellen. Als alter Mann kennst du bestimmt noch den Albrecht, da hatte man minimale Verpackung, meist Dose oder Gläser direkt auf Paletten ausgestellt. Das war Ressourcenschonend und der Einkauf war schnell erledigt. Heute? Erstmal timen wann zum Discounter, dann Parkplatz Rallye mit Fototermin, weil irgendein Idi meint der Kratzer in seiner Karre wäre von mir. Dann bis zum Eingang zwei mal für „einen Euro“ angesprochen worden, Einkaufswagen, weil ohne dem geht es bei dem vielen Zeugs nicht mehr. Am Ende an der Kasse noch PLZ für die Marktforschung aufsagen oder direkt mit Apple/Google-Pay zahlen, die wissen noch mehr über mich. Dann beginnt im Geschäft das nutzlose Verpackungen entfernen, damit die Tonnen zu Hause nicht am Tag der Abholung schon wieder voll sind. Ist doch Wahnsinn! Hier ist zwar nur Musik das Thema aber schau mal wie viele kleine Plastikkisten für unter 200€ in den Katalogen stehen, während mit „Dominoes“ ein KI-Hit aus den Lautsprechern tönt und du feststellen musst, daß du nicht Musik als Hobby hast, sondern Kramsammler der Rumstehchen-Kategorie geworden bist. Kollege hat vor kurzem alles verkauft und lernt nun was richtiges, Saxophon! Er hat Applaus verdient, auch wenn nur schräge Töne rauskommen. 😉

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                Codeman1965 AHU

                < "Wir sollen nichts verboten bekommen, die Industrie soll einfach nicht so einen Müll in die Regale stellen." >

                Mit Verboten veränderst Du nur Verhaltensweisen, nicht Gedankengut oder Überzeugungen.
                Und die Industrie hat hier nicht den Schwarzen Peter.

                Die Leute wollen Wegwerfartikel? Bekommen sie.
                Mariniertes Gammelfleisch auf dem Grill verbrennen? Gib’s ihnen.
                150ml Fruchtsaftreplikat im TetraPak? Stell hin, geht weg.
                Ü-Eier? Sichern seit einem halben Jahrhundert viele, viele Einkommen…
                Habe grade gelesen, daß wir bereits mehr als 48mio Autos zugelassen herumstehen haben, der Trend geht zum 2.- und Drittwagen (!).
                Die (allermeisten) Menschen ändern sich nicht für hehre Ziele.

                Was das Gerät angeht:
                Einige hier finden es (evtl. mit Abstrichen) sehr interessant, so what.
                Für mich ist es nix. Musik machen hat für mich IMMER eine physische Komponente, deswegen brauche ich Hardware (Gitarre/Keys). Mein kleines Modularsystem ist schon an der Grenze des Aushaltbaren… :-)
                Aber jedes noch so belächelte „Spielzeug“ hat seine Daseins-Berechtigung, wenn Leute damit ihre Kreativität ausleben, auf welche Art auch immer…

      • Profilbild
        d_eric

        @liquid orange Soweit ich weiß, wird die Woovebox von einer Einzelperson entwickelt und vertrieben, von daher fast das Gegenteil von „Industrie“. Das Gerät füllt eine kleine Nische und ich finde es durchaus legitim, das zu produzieren.
        Es gibt durchaus eine Industrie, die schlecht verarbeitete Musikinstrumente in Massen zu Schleuderpreisen herstellt, analog wie elektronisch. Da bin ich dann ganz bei dir…

  2. Profilbild
    drbones

    Super spannend! Während sich die großen der Industrie damit begnügen einen Synth nach dem anderen runterzuschrumpfen, kommt das hier. Eigentlich all das was ein OPZ sein sollte oder eine Königskrönung der PO Serie.
    Wenn der Workflow nachvollziehbar ist, ist das der echte Pocket Operator.

  3. Profilbild
    Flowwater AHU

    Wir müssen, glaube ich, echt anfangen zu lernen, dass elektronische Musikinstrumente nicht nur für die Super-Profis gebaut werden, die damit ihren Lebensunterhalt bestreiten, sondern auch für den Hobbyisten, der einfach mal ohne viele Hintergedanken ein wenig Spaß mit elektronischer Musik haben will.

    Für mich persönlich ist die »Woovebox« nix. Aber ich bin auch nicht die Zielgruppe für zum Beispiel die ganzen Taschenrechner von Teenage Engineering. Ich kann mir aber vorstellen, dass man hiermit echt Spaß haben kann.

    Und dann gibt es noch den Faktor bei jeglicher Kreativität, an den ich sehr glaube: Nämlich das Limitierungen die Kreativität immens fördern.

    Deswegen: Warum nicht? 🙂

    PS: Das ist übrigens einer der Gründe, warum ich meinen Frieden mit Behringer geschlossen habe. 😁

    • Profilbild
      Aljen AHU

      @Flowwater Da ist was dran… „Some of us will always stay behind – Down in space it’s always 1982“ paßt, wenn auch in einem anderen Kontext als vom Künstler gemeint. Es gab halt Zeiten, da gab‘s halt einige wenige Leute, die sich die einigen wenigen Synthesizer-Schrankwände leisten konnten… da brauchte derjenige im Zweifelsfalle eine Taste mit einem Türkeil einzuklemmen und war trotzdem für das Publikum der Gott vor dem Herr … Die Zeiten hielten sogar lange an, je nach Künstler. Wenn ich an einen Klaus Schulze im Jahr 1983 in der Olivia-Halle in Gdańsk denke – wie ein selbstzufriedener Hampelmann hüpfte er dauernd über die Bühne derart peinlich, dass ich schon dachte, versehentlich in ein Modern-Talking-Konzert geraten zu sein. Die Maschinen im Hintergrund und Rainer Bloß machten ja den Job für den König in Weiß. Nach diesem Konzert konnte ich KS lange nicht mehr hören.

      Warum ich so aushole? Dieses Maschinchen hier könnte das halbe Arsenal von KS auf der Bühne ersetzen. Demokratisierung der Mittel, angefangen schon kurz nach dem KS-Konzert mit DTP, da haben die Setzereien auch (anfangs zu Recht) geheult… Für mich ist das Kästchen auch zu klein, aber: alle 8ung! Meine Lieblinge sind zurzeit nicht viel größer: Microfreak und LXR-02: extremes Knob Tweaking auf noch akzeptablem Mini-Raum. Natürlich paßt das vielen Oldskoolern nicht… bin selber 61, by the way 😇. Viele Grüße

      • Profilbild
        Flowwater AHU

        @Aljen Ich bin wirklich der festen Überzeugung, dass es die Elektronik-Musikindustrie so wie heute nicht geben würde, wenn nicht Hobbyisten auch ganz viele Geräten kaufen würden. Und das mit der Leistungssteigerung kann ich so nur bestätigen: Meine erste EP ist bis auf einen Track im Rechner entstanden, die zweite – noch nicht veröffentlicht, ich bekomme gerade meinen Popo nicht in Bewegung – sogar komplett. Auf jener Zweiten habe ich exakt fünf VSTs zu Klangerzeugung eingesetzt:

        — »TAL-Mod«
        — Cherry Audio »Dreamsynth DS-1«
        — Fellusive »Nettle« (freier Synthesizer)
        — Arturia »Fragments«
        — Decomposer »Sitala«

        Das war’s. Für mich privat persönlich war der Prozess irre geil, die Tracks mit dem Wenigen zu bauen. Und so ganz nebenbei bin ich stolz darauf, dass alle Sounds selbst zusammen geschraubt sind. 🙂

        Ich bin noch einmal bei meiner privaten Philosophie: Je weniger man hat oder desto mehr man sich einschränkt, desto größer ist die Kreativität. Der von mir hoch verehrte Robert Henke (monolake) hat so etwas ja auch in seinem Vortrag »Give me limits!« postuliert (siehe Interview hier). Ich weiß schon, warum ich den toll finde. 😀

        PS: Ich bin übrigens auch schon knapp vor der 6 vorne dran.

  4. Profilbild
    AntonAmazona

    Tolle Features….eine eierlegende Wollmilchmaus. Nur mag ich kein Mäuse…
    300 Euro mehr und dann mit einem „anständigem“ Gehäuse und praxisnaher GUI: würde ich sofort kaufen !

    • Profilbild
      d_eric

      @AntonAmazona Würde das Roland SH-4D nicht ziemlich genau deinen Vorgaben entsprechen?

    • Profilbild
      Aljen AHU

      @AntonAmazona Was spricht gegen eigenhändiges Modding? Solche Teile flüstern einem doch das „DIY, DIY me do…“ sofort ins Ohr. Die Encoder auf eine größere Pultfläche verteilen usw. Ich stell mir das Ding gerade gar im Moog Modular-Format vor. Senkrechte Schrankwand, XXL-Bakelitknöpfe und so weiter. Das Display kann man unter einem Kläppchen verstecken. ;) Dass die Maschine im Hintergrund so winzig klein ist, muß ja keiner wissen.

      • Profilbild
        Lumm

        @Aljen Aktuelle Mini-Synthesizer wie z.B. Töörö oder Nanobox lassen sich übrigens komplett per Midi CC steuern. Somit steht eigentlich nicht im Wege, einen beliebigen Controller mit großen Knöpfen/Pads anzuschließen und zu steuern. Besser noch: Mit einem leistungsfähigen Gerät wie Faderfox EC4 kann man fast beliebig viele Geräte sehr komfortabel 🤝gleichzeitig bedienen( + Masterkeyboard natürlich)

  5. Profilbild
    Tomtom AHU

    Beeindruckende Specs, gerade auch für die Größe. Allerdings nix für meine Wurstfinger. 😂

  6. Profilbild
    h-w-j

    ooch kommt doch, liebe Leute, ich find das Teil äußerst kreativ und innovativ! Da hat sich der Entwickler richtig Gedanken gemacht, um so etwas Hard- & Softwaretechnisch überhaupt umzusetzen. Ja, es ist tatsächlich kein Saxophon! Aber ich wünschte mir das Spielzeug mit musikalischem Anspruch tatsächlich sofort in meine Hände und Hosentasche. Gibt es keine Elektroniker unter Euch? Hat sich keiner gefragt, wie so etwas überhaupt auf so engem Raum umzusetzen ist, von einer einzelnen Person? Als ernsthaftes Musikinstrument ist sowas natürlich leicht zu kritisieren. Aber hoffentlich kennt der Kritiker auch das Ohmsche Gesetz, und zumindest die Funktion und Mnemonik eines Z80, um das beurteilen zu können. Nichts für ungut, ich meine das ironisch.
    Ich glaube, das zweite was ich machen würde wenn ich es hätte, wäre es aufzuschrauben, um zu sehen, was ich im Innern für Elektronik erkennen kann, um so etwas zu bauen. Den M8-Tracker von Dirtywave habe ich schließlich auch als Headless Version nachbauen dürfen, auf Basis eines Pi mit Touchscreen, und mit Hilfe des Entwicklers, der das für private Zwecke erlaubt. Die nächste Stufe seiner Art wäre das MPC als DAW-less Version, und ich möchte nicht wissen, wie so manche Motorverstellbaren Desktopversionen mit allerhand Krimskrams darauf aussehen. 😀
    Übrigens hab ich nächstes Jahr auch bereits eine 7 an erster Stelle meines GJ stehen.
    Also, locker bleiben 😉👍
    LG HW

    • Profilbild
      octafish

      @h-w-j Ich habe die Woovebox bestellt, nachdem ich gelesen hatte, dass es sich un ein „Ein-Mann-Projekt“ handelt und es eine komplette Eigenentwicklung ist. Es handelt sich hier um ein absolutes Leidenschaftsprojekt und das allein finde ich unterstützenswert.

      Ich hatte einen kurzen Emailaustausch mit dem Australier, in dem er mir im Detail die Programmierung dargelegt hat. Die Woovebox basiert auf einem ESP32 chip und die komplette DSP Engine ist in Maschinensprache programmiert, ohne auf irgendwelche bestehenden Libraries aufzubauen. Er hat Teile des Chips sehr kreativ „misbraucht“ um mehr performance aus diesem herauszuholen. Ich bin selber Programmierer und bin absolut Beeindruckt von dem Können, der Professionalität und der Leidenschaft die dieser Mensch an den Tag legt.

      Ich persönlich ziehe meinen Hut vor einem Projekt wie diesem. Als einzelner Mensch so etwas auf die Beine zu stellen und dann auch selber zu vermarkten und zu vertreiben hat meinen vollen Respekt.

      Und den Ansatz, möglichst viele Features in einem möglichst günstigem Gerät unterzubringen ist doch wesentlich Resourcenschonender, als die Kisten künstlich zu limitieren um mehrer Verschiedene Versionen derer herauszubringen.

      Na klar ist dieses Device speziell und nicht Jedermanns Sache, ich finde es aber wesentlich inspirierender und kreativer als das ewig Gleiche, das die meisten andere Hersteller bieten.

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