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Report: Rockstar Neil Young vs. Online Plattform Spotify

19. Februar 2022

Rockstar gegen Online-Plattform Spotify

Neil Young ist als streitbarer Musiker bekannt, der seinen Ruhm und mediale Aufmerksamkeit nutzt, um auf Themen hinzuweisen, die in seinen Augen eine große Ungerechtigkeit darstellen. Zuletzt richtete sich der Zorn Neil Youngs gegen Spotify. Young merkte, dass auf Spotify auch Podcasts von Joe Rogan geteilt werden, in denen Falschinformationen über das Coronavirus verbreitet wurden und rassistische Äußerungen gemacht wurden. Joe Rogan ist nicht irgendjemand, sondern gehört zu einem der erfolgreichsten Podcaster der Welt. 11 Millionen Nutzer hören ihm im Durchschnitt pro Folge zu.

Wegen der Äußerungen Rogans entfernten Neil Young, Joni Mitchell und Crosby, Still, Nash ihre Musik von Spotify. Diese Musiker sind aufgrund ihrer Geschichte, Ruhm und Back-Katalogs keine Leichtgewichte auf Spotify. Daniel Ek knickte ein, denn es wurden interne Spotify-Nachrichten geleakt, in denen er darüber berichtete, Folgen des Podcasts vom Netz zu nehmen. Auch Joe Rogan entschuldigte sich, rassistische Sprache benutzt und Falschinformationen über das Coronavirus verbreitet zu haben.

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Doch das genügt Neil Young nicht! Jetzt ist er in Fahrt gekommen. Nach Joe Rogan beleuchtet er das gesamte Geschäftsmodell von Spotify und die Person Daniel Ek. Anfang Februar 2022 forderte er die Mitarbeiter von Spotify auf zu kündigen, da es Ek nicht um Kunst und Musik gehe, sondern einzig und allein um nackte Zahlen. Neil Young verlagerte gleichzeitig die Aufmerksamkeit auf die Großbanken der USA. Bei diesen solle man Konten aufgrund deren Geschäftspolitik auflösen. Neil Young bringt bewusst neue Themen ein, um den Kapitalismus generell anzugreifen.

Neil Young (© by Shutterstock)

Hat Spotify eine moralische Verpflichtung oder transportieren sie nur Inhalte?

Man kann sich durchaus die Frage stellen, was Spotify eigentlich ist? Ist es eine Plattform, auf der  Inhalte unabhängig von moralischen und humanistischen Standards veröffentlicht werden dürfen? Ist es nur ein Gefäß, in das alles hineingeschmissen werden kann und aus dem man sich je nach Vorliebe bedient? Hat Spotify auch eine moralische Verantwortung? Sollen sie alle Inhalte aufgrund von Meinungsfreiheit und künstlerischen Freiheit auf ihrer Plattform zulassen?

Schon Anfang 2020 wies die Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau darauf hin, dass Nutzerprofile mit verfassungsfeindlichen Symbolen auf Spotify existieren und antisemitische Inhalte verbreitet werden. Spotify reagierte und löschte.

Das Thema macht deutlich, dass Online-Konzerne eine Verantwortung tragen. Deswegen stehen Facebook, Google (YouTube) und Telegram nicht nur wegen ihrer Marktmacht unter Beobachtung, sondern auch aufgrund der Inhalte, die auf ihren Seiten publiziert werden.

Die Bundesregierung übt mittlerweile Druck auf Telegram aus und zwingt das Unternehmen zum Löschen und Entfernen rechtswidriger Inhalte. Das Internet ist kein rechtsfreier Raum, in dem Unternehmen und Nutzer schalten und walten dürfen, wie sie wollen.

Spotify, Google, Telegram und Facebook können sich nicht hinter dem Argument verstecken, nur ein Transportmittel für Inhalte zu sein, die sich durch den Markt selbst regulieren.

Spotify spaltet immer wieder die Gemüter, doch die Thematik betrifft nicht nur dieses Unternehmen. Die Frage stellt sich, wie wir miteinander umgehen, wie wir das Zusammenleben gestalten möchten.
Beiträge über Spotify, die bei AMAZONA.de erschienen sind, findet ihr am Ende des Beitrags.
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Zur Person Neil Young

Neil Young ist eine Musikerlegende. Seit Anfang der 1960er-Jahre ist er im Music-Business tätig und hat Musikgeschichte geschrieben. Am bekanntesten dürfte seine Mitgliedschaft bei Crosby, Still, Nash and Young gewesen sein, die mit Folk-Rock die Herzen ihres Publikums eroberten. Mit seiner Band Crazy Horse feierte er Erfolge wegen der großen musikalischen Bandbreite, die sich zwischen Country-Rock und Grunge bewegte. Neil Young wird als „Godfather of Grunge“ bezeichnet, den Nirvana mit ihrem Album Nevermind weltberühmt machten.

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Neil Young ist mit der Solo-LP Harvest Moon in den Olymp der unsterblichen Songwriter eingezogen. Auf diesem Album regiert Folk- und Country-Musik. Neil Young ist neben Lou Reed ein Wegbereiter des Alternative-Rocks. 1982 nahm er mit Trans ein elektronisches Album auf, das stilistisch an Giorgio Moroder und Daft Punk erinnert.

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Neil Young sieht sich nicht nur als Musiker und Künstler. Er nutze seine Reichweite, um auf gesellschaftliche und politische Missstände hinzuweisen. Er spielte für die Opfer von 9/11, das Protestalbum Living With War richtetet sich gegen die Irak-Politik von George W. Busch. 2015 widmete er Monsanto und dessen Geschäftspraktiken ein ganzes Album.

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2016 wendete er sich mit dem Song Indian Givers gegen eine Ölpipeline, die durch ein Sioux-Gebiet gebaut werden sollte. Neil Young setzte sich in seiner gesamten Karriere immer wieder gegen Gewalt, Hass, Umweltzerstörung, Faschismus und Unterdrückung ein.

Zum Unternehmen Spotify

Spotify wurde 2006 von Daniel Ek und Martin Lorentzon in Schweden gegründet. Spotify verfügt über einen Katalog mit 82 Millionen Songs, auf den mit verschiedenen Abo-Modellen zugegriffen werden kann. Sie stellen Apps zur Nutzung von Spotify auf vielen Endgeräten bereit. Das ist sehr praktisch, sofern man über einen Internetzugang verfügt.

Spotify zog sehr schnell Kritik auf sich, weil anfänglich die Nutzung an ein Facebook-Konto gebunden war. Das rief Datenschützer auf den Plan, was bewirkte, dass in Deutschland die Nutzung nicht mehr an ein Facebook-Konto gebunden ist.

Spotify Logo

Das Geschäftsmodell von Spotify ist noch nicht profitabel. Trotz enormer Gewinne schreibt Spotify bis heute rote Zahlen. Zwar schoss Spotify immer mal wieder in die Gewinnzone, aber im vierten Quartal 2021 verbuchten sie ein Verlust von 39 Millionen Dollar.

Die größte Kritik dürfte aber die Vergütung von Musikschaffenden betreffen. Spotify zahlte 2018 für 1000 Streams 3,97 Dollar, was 0,397 US-Cent pro gestreamten Song bedeutet. Der Rapper Ice-T dachte bis dahin, dass der US-Cent die kleinste Einheit sei, die man nicht mehr teilen könne.

Weltweite mediale Aufmerksamkeit erreichte 2014 der Boykott von Taylor Swift. Aufgrund der Vergütung entfernte sie ihre Musik bis 2017 von Spotify.

2021 gab Daniel Ek bekannt, Milliarden in Militärtechnologie zu investieren. Mit diesem Geschäftsmodell hat er sich bei vielen Nutzern und Musikern keine Freunde gemacht und Austritte provoziert.

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Forum
  1. Profilbild
    TobyB  RED

    Man mag Spotify mögen oder nicht, aber wenn ich mir EBITDA und das Umsatzwachstum ansehe wird mir persönlich übel. Solide wirtschaften sieht anders aus. Faktisch wird das Wachstum auf Kosten der Produzenten gestemmt. Und ebenso auf den Rücken der Angestellten. Wenn ich meine Spotify Erlöse von 2021 nehme, wären zwei Kisten Bier drin ;-) Prost

  2. Profilbild
    WOK  

    Musiker können gerne ihre Berühmtheit nutzen, um „Messages“ zu publizieren.
    Wenn sie aber Streaminganbieter damit drohen, ihre Musik von deren Portal zu löschen, wenn diese nicht die Beiträge bestimmter Personen aus dem Programm löschen, dann ist das nichts anderes als Erpressung und Zensur.
    Was heute wegen angeblicher „rassistischer Äußerungen“ oder angeblicher „Covid-Falschinformationen“ gemacht wird, kann dann morgen wegen jedweder abweichender politischer Meinung erzwungen werden.

    • Profilbild
      AMAZONA Archiv

      Absolut korrekt analysiert!
      Wer mit diskriminierenden Methoden gegen vermeintliche Diskriminierer vorgehen möchte,
      wird automatisch selbst zum Diskriminierenden.
      Erstaunlich, dass das solche „Geistesgrössen“ nicht selber merken. Aber die eigene Ideologie steht
      halt immer über allen anderen.
      Warum hat Young nicht den viel besseren Weg gewählt und sich dem Dialog mit Rogan gestellt? Rogan hätte
      bestimmt ein faires und ausführliches Gespräch mit ihm nicht abgelehnt.
      So führt das doch zu rein gar nichts ausser einer social media Schlammschlacht und keine der beiden
      Seiten versteht die Punkte der anderen wirklich. Es geht nur noch ums austeilen und leider gar
      nicht mehr ums mitteilen. Was soll das Nutzen?

      • Profilbild
        Codeman1965  AHU

        So in etwa sehe ich das Ganze auch.

        Leider geht in den Sozialen Medien die Schere zwischen dem, was dort Alles reingestuhlt wird und dem Anspruch, was heute so Alles nicht mehr gesagt/getan/gedacht werden soll, immer weiter auseinander.
        Das bekommt auch Niemand mehr nivelliert.

        In dieser Auseinandersetzung ist ne Menge Geld im Spiel, da werden die Beteiligten schon ne Lösung finden.
        Neil Young hat sicherlich am wenigsten zu verlieren, er hat seine Schäfchen im Trockenen. So kann er es sich leisten (egal, ob nachvollziehbar oder nicht), moral-technisch aufzubegehren (wirklich nicht böse oder sarkastisch gemeint!).
        Bei Spotify und Rogan sieht das wohl anders aus…
        Aber da der geneigte Spotify-User ja nicht in Scharen diese Plattform verlässt, gibt es ein bisschen „DuDuDu“, und wenn das Gras wieder dicht und hoch genug ist, hört auch der Hahn auf zu krähen.

        Für mich einmal mehr die Bestätigung, daß der weitgehende Verzicht auf die „Sozialen“ Medien nicht unbedingt das schlechteste Pferd sein muss…

        • Profilbild
          sebs

          mit 100 mio allein für das auftauchen auf der Platform hat Rogan auch seine Schäfchen im trockenen ;)

          • Profilbild
            AMAZONA Archiv

            Ich würde sagen Young’s Schäfchen stehen auch trocken nach dem er seinen Katalog verkauft hat.

            Lasst die Herren miteinander reden. Dann haben wir alle was davon…

    • Profilbild
      Henrik Fisch  AHU

      > […] Wenn sie aber Streaminganbieter damit drohen, ihre Musik von deren Portal zu löschen, wenn diese nicht die Beiträge bestimmter Personen aus dem Programm löschen, dann ist das nichts anderes als Erpressung und Zensur. […]

      Der Feind meines Feindes ist mein Freund.

    • Profilbild
      Archivicious  

      nur eben dass hier nichts erzwungen wird, weil nichts erzwungen sondern nur gefordert werden kann.

      Jede eher linksgerichtete Person sollte wohl selbst noch entscheiden dürfen, ob für ihn bei erst bei Hitler, bei George Lincoln Rockwell, bei Steve Bannon, bei Joe Rogan oder eben erst bei Franz-Josef Strauss Schluss ist.
      Genauso wie ich es nachvollziehen könnte, wenn sich ein Nazi nicht auf einer Plattform heimisch fühlt, auf der die gesammelten Reden von Hans-Christian Ströbele gepusht werden.

      Also mal Schluss mit dem ganzen Mimimi und den Troll-Accounts, die extra für diesen Thread angelegt wurden.

      • Profilbild
        AMAZONA Archiv

        Es steht mir wohl frei zu entscheiden, wann ich nach Jahren des Mitlesens entscheide einen Account zu erstellen, weil das Thema über das diskutiert wird, mich interessiert. Mit ‚trollen‘ hat das wenig zu tun. Ich würde mal sagen, dass meine Aussagen hier alle relativ ausgewogen sind und nicht vollkommen unnachvollziehbar daher kommen. Ich verlange nicht, dass Du die teilst. Aber solange ich hier nicht den grössten Unsinn von mir gebe, wirst Du das hoffentlich ertragen können. Ansonsten hat ja Neil Young gezeigt, was man in so einem Fall unternehmen kann.
        Die Redaktion freut sich auf dein Angebot!

        Persönlich interessiert mich weder der Podcast von Rogan noch die Musik von Young und dieses merkwürdige Künstler verachtende business Konzept von spotify finde ich seit der Entstehung schon bedenklich. Das würde ich nie durch eine Mitgliedschaft auch noch unterstützen. Mir ist es also völlig Schnuppe, ob Rogan da bleibt oder nicht, oder Young sich davon zurückzieht.

        Und klar kann Young das selbst entscheiden, und Du wirst dich wundern: ich verstehe die Entscheidung sogar und zwar sehr gut! Eventuell hätte ich mich sogar ähnlich entschieden, was das angeht. Das ist alles hundertprozentig okay. Was ich nicht okay finde, ist Zensur zu fordern.
        Ich sage nur: miteinander reden, austauschen, nicht ausgrenzen.

        • Profilbild
          Archivicious  

          so klingt es doch schon deutlich differenzierter: Zensur zu fordern ist nämlich etwas ganz anderes als zu zensieren.

          Ob es tatsächlich Zensur (durch Spotify, nicht durch Neil Young wohlgemerkt) wäre, Rogan von der Platform zu werfen, darüber ließe sich allerdings auch trefflich streiten. Zensur hat ja etwas mit Verbot zu tun. Es geht hier aber nicht darum, ihm seinen Podcast zu verbieten. Er müsste sich ja lediglich einen neuen Vertriebsweg für sein Produkt suchen.

          Im Grunde geht es ja gar nicht um den Herrn Rogan sondern um Spotify.
          Herr Young hat Spotify darauf hingewiesen, wessen Geistes Kind der Podcast von Herrn Rogan ist und gefragt, ob dessen ethische Grundsätze mit den ethischen Grundsätzen der Firma vereinbar seien.

          Falls ja, dann würde er nicht mehr mit der Firma zusammenarbeiten wollen.
          Falls Spotify dagegen die ethischen Grundsätze des Herrn Young teilen sollte, dann dürfte Spotify nicht mehr mit Herrn Rogan zusammenarbeiten wollen.

          Spotify hat sich hier klar positioniert und damit war der Drops gelutscht.

          Dass Neil Young jetzt darüber anfängt zu wettern, dass Spotify gar keine kunstsinnigen Philantrophen sondern böse Kapitalisten seien, die man boykottieren müsse, ist natürlich ziemlich albern. Da hätte er sicherlich auch schon deutlich früher drauf kommen können.

          Ansonsten kann miteinander reden sicherlich nicht schaden, da hast du natürlich recht.

          • Profilbild
            AMAZONA Archiv

            Ja, danke Dir für die Antwort,

            Ich bin da irgendwie noch zwiespältig, ob spotify (ähnlich wie youtube) einen Auftrag haben sollte, einer gewissen Ethik zu folgen. Solange es nicht um handfeste Straftaten geht selbstverständlich. Ethik ist keine feststehende Grösse. Die ändert sich dynamisch in der Zeit, daher ist das schwierig und es muss immer wieder weiter diskutiert werden, was gesellschaftlich akzeptabel ist und was nicht. Ausschliessen ist keine Form der Diskussion.

            Ich kann Dir auch in etwa beschreiben warum ich das so sehe. Sie sollten (oder besser könnten) als Plattformen dienen, wo Leute sich austauschen. Wenn man jetzt Personen von einer Plattform ausschliesst ziehen diese sich in irgendeine Nische zurück und Du bekommst nicht mehr mit, wie die ticken. Das ist meines Erachtens einer der Nährböden für Radikalisierung. Das reine Ausschliessen. Daher wünschte ich mir einfach zu gern einen podcast, wo Rogan sich mit Young unterhält. Das könnte doch sehr erhellend sein (am besten nicht auf spotify, weil ich das dann nicht hören kann, haha). Das ganze auf social media auszutragen endet in Plattitüden von beiden Seiten.

            Das war mal möglich. Ich erinnere nur an das legendäre Gespräch zwischen Gaus und Dutschke. Damals sogar noch im Fernsehen!

            So erhalten beide Einsichten in die Gedanken des anderen und werden vielleicht inspiriert. Und ebenso die Zuhörer.

  3. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Es wurde vergessen, dass Young 50% seiner Publishing Rechte an die Mildtäter von Hipgnosis Songs verscherbelt hat, denen es ja bekanntlich nur darum geht dem Wohle der Menschheit zu dienen und denen Geschäfte mit Musik rein gar nichts bedeuten. Die lieben einfach nur Musik und kaufen die Kataloge von Musikern nur deswegen auf.
    https://www.hipgnosissongs.com/shareholder-information/

  4. Profilbild
    Jesus

    Erst kassiert er Millionen von Spotify und jetzt will er Spotify erpressen, weil ihm ein Podcast nicht passt.

    Hab grad in meiner MP3-Sammlung (>5.000 Songs) nachgeguckt ob NY dabei ist: nein. Hat wohl seine Gründe. Ansonsten hätte ich auch alle seine Lieder gelöscht :-)

    • Profilbild
      AMAZONA Archiv

      …plus die Millionen von Hipgnosis für seinen Katalog.

    • Profilbild
      Codeman1965  AHU

      Ist aber wiederum auch nicht so, daß Spotify das viele Geld im Steinbruch/auf See/im Laufhaus zusammenackert und es dann an Neil Young verschenkt, weil er gucken kann wie Grumpy Cat.
      Das ist doch schon irgendwo eine Win-Win-Situation… ;-)

  5. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Eine Sache darf man beim alten Young auch nicht ausser acht lassen:
    gekränkte Eitelkeit.
    Sein Pono Projekt (genau! Wie das andere Wort nur ohne R vor dem N) ist massiv gescheitert.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Pono
    Im Prinzip wollte er iTunes noch mal selbst erfinden incl. einem eigenen Pono-Player. Das hat damals schon kopfschütteln ausgelöst. Ist natürlich nur eine Mutmassung von mir, aber die menschliche Psyche wirkt Komplex. Einen Teilaspekt der causa könnte es allemal darstellen…
    Da kommt so ein Rogan grade gelegen.

    Und dann die ganzen anderen Musik-Saurier! Wahnsinnsgelegenheit sich noch mal ins Rampenlicht zu schieben. Joni Mitchell zum Beispiel spielt absolut keine Rolle mehr (was ich als absoluter Fan natürlich Schade finde, aber gut…). Dann aber auf die Art und Weise auf sich aufmerksam zu machen…. puh. Schon anstrengend.

    Wenn die Freigeister anderen Leuten das reden verbieten, zu was machen sie sich dann?
    Genau, zu Geistern. Absolut gruselig, so ein Verhalten…

  6. Profilbild
    Steffog  

    Neil Youngs Musik mochte ich schon immer.
    Und politisch engagiert war er auch schon immer.
    Das absichtlich immer mehr Falschmeldungen gestreut werden, empfinde ich als sehr wichtiges Thema.
    Musiker machen auf Themen aufmerksam.
    Danke dafür.

    • Profilbild
      AMAZONA Archiv

      Er hat nicht nur darauf ‚aufmerksam‘ gemacht. Er hat versucht sein ganzes Gewicht in die Waagschale zu werfen und damit etwas zu erpressen. Sein Wortlaut war ja wohl „Rogan oder Young“… spotify sollte sich entscheiden.

      Wie gesagt… der Dialog wäre die beste, eleganteste und interessanteste Entscheidung für alle gewesen.
      Das traut sich Young aus Mangel an Argumenten nicht. Dann müsste er sich ja Positionen auseinandersetzen, die nicht seine eigenen sind. Das ist halt anstregend.

  7. Profilbild
    defrigge  AHU

    Neil Youngs Musik mochte ich noch nie.
    Aber in dieser Sache bin ich gegen die Mehrzahl der Kommentatoren auf seiner Seite.

    1. Neil Young erpresst niemanden. Er hat das Recht, als Musiker nicht auf derselben Plattform erscheinen zu wollen wie Joe Rogan.

    2. Joe Rogan ist nicht der Schlimmste, aber ein weiterer reichweitenstarker rassistischer Desinformations-Bastard, der Meinungsmache auf BLÖD-Niveau für eine besonders wünschenswerte Art von verdrehter Freiheit hält und haufenweise Gleichgesinnte übers Netz bedient.

    3. Spotify zeigt mit dem Rogan-Deal, mit dem sie verzweifelt um Aufmerksamkeit bei den Falschen betteln, dass sie wie Zuckerberg um jeden Preis, auch um den Preis der massenhaften Desinformation, Kohle scheffeln wollen: gewissenlos.

    4. Spotify hat sich damit für mich erledigt: mein Abo ist gekündig – keine Heldentat, da es glücklicherwiese Alternativen gibt. So wie für mich Signal statt Whatsapp. Und der Seniorentratschkanal Facebook konnte bei mir nach kurzem Ausprobieren ohnehin schon längst verlustfrei in die Zuckerberg-Klospülung.

    Unterm Strich:
    Auch meinungsoffene und diskussionsbereite Demokraten müssen weder offenen Rassismus noch rechtsradikale Propaganda oder nachweisbare Desinformation mit schlimmen Folgen für das Zusammenleben tolerieren. Wer den braunen Kakao, durch den man uns zieht, auch noch brav trinkt, verspielt die Demokratie.

    • Profilbild
      Archivicious  

      Neil Youngs Musik mochte ich immer schon… ein bisschen.

      Aber darum geht es hier nicht, sondern darum, ob Neil Young sich hier erpresserisch und zensorisch betätigt hat.
      Im großen und ganzen kann ich defrigges Standpunkt hier vollkommen zustimmen.

      Zensur hätte hier grundsätzlich nur Spotify ausüben können, nicht Neil Young. Wäre es Zensur von Spotify gewesen, Rogan zu verbannen? Vom libertären Standpunkt aus vermutlich schon. Weil der Libertarismus jegliche Kontrolle als repressiv ansieht.

      Erpressung? Kann man jemanden erpressen, gegen den man nichts in der Hand hat? Ich denke nicht. Spotify verdient am Rogan-Podcast vermutlich mehr als sie mit Neil Young-Songs verdienen, sonst wären sie mit ziemlicher Sicherheit eingeknickt.

      Neil Young hat hier einfach privat für sich eine rote Linie gezogen, dass er mit einer Plattform, die einen provokativen Krawallmacher, der Lügen und Verschwörungstheorien verbreitet (was Rogan ja meines Wissens auch bestätigt hat), unterstützt, nicht zusammenarbeiten will.

      Das wird vermutlich nicht viel bewirken, zeugt aber von einer Haltung, die ich durchaus befürworte.

      • Profilbild
        WOK  

        Wenn Young hier einfach seine private rote Linie sieht, hätte er ja einfach seine Mitgliedschaft bei Spotify kündigen können. Er hat der Firma aber ausdrücklich gedroht „wenn ihr den anderen nicht löscht, lösche ich meine Sachen“. Und das ist astreine Erpressung, denn mit den gesamten Young-Werken wird Spotify wohl mehr Geld machen als mit Rogan.
        Offensichtlich verstößt dieser Rogan ja gegen kein Gesetz mit seinen Meinungen und Thesen, sonst hätte man ja auf diesem Weg aktiv werden können.
        Das ganze zeigt mal wieder sehr deutlich, dass Linke einfach keine anderen Meinungen außer ihrer tolerieren. Was sie kein bisschen besser macht als Rechte.

        • Profilbild
          Archivicious  

          Geh mal ruhig davon aus, dass Spotify mit Rogan viel viel viel mehr Geld verdient bzw. zumindest damit rechnet, durch diesen neue Kundengruppen zu erschließen/binden. Würden Sie mit Neil Young mehr Geld verdienen, hätten Sie Rogan sofort gefeuert.
          Neil Young Fans sind vornehmlich Personen mittleren bis fortgeschrittenen Alters, die noch Platten und CDs kaufen; ich kann mir kaum vorstellen, dass Spotify mit dem wirklich viel Geld umsetzt – ebenso wie mit seinen MitstreiterInnen von damals, die jetzt auch die Segel gestrichen haben.

          Und selbst wenn es nicht so wäre, wäre es keine Erpressung, denn so wie Rogan (vermutlich) nicht gegen ein Gesetz verstößt, verstößt Neil Young ebensowenig mit seiner Forderung gegen ein Gesetz. Daher kann es keine Erpressung sein, denn Erpressung erfordert den Tatbestand der Rechtswidrigkeit.

          Ich halte es außerdem für gewagt, durch die Handlungen einer Person, auf die Ansichten einer gesamten Personengruppe („Linke“) zu schließen.

        • Profilbild
          Codeman1965  AHU

          < "... dass Linke einfach keine anderen Meinungen außer ihrer tolerieren... " >

          Meinungen sind das Eine, rassistische Äußerungen oder auch unreflektiertes Weitergeben zweifelhafter Theorien sind etwas Anderes. So sehe ich das zumindest für mich. Und Toleranz bedeutet für mich nicht, daß Jeder Alles darf.

          < „wenn ihr den anderen nicht löscht, lösche ich meine Sachen“ >

          Ich halte das für absolut legitim, unabhängig davon, ob ich in seiner Situation genauso reagiert hätte. Niemand muss sich mit Jemandem, dessen Denken, Tun oder Verhalten er als beschissen empfindet, in den selben Zug setzen.
          Wobei ja Spotify bzw. die User/Geldgeber durchaus gewichtig sind, wenn es darum geht, den Zielbahnhof zu bestimmen…

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          Freudenthaler  AHU

          Zitat: „Das ganze zeigt mal wieder sehr deutlich, dass Linke einfach keine anderen Meinungen außer ihrer tolerieren. Was sie kein bisschen besser macht als Rechte.“

          @WOK Glaubst Du wirklich, die Mitte ist besser im „tolerieren“?

      • Profilbild
        Codeman1965  AHU

        < " Spotify verdient am Rogan-Podcast vermutlich mehr als sie mit Neil Young-Songs verdienen, ... " >

        Das halte ich für einen wichtigen Punkt.
        Wes‘ Brot ich ess, des‘ Lied ich sing.

        Das Bedenkenswerte ist für mich, daß Unternehmen (nicht nur in dieser Branche) immer deutlicher die Fahne in den Wind hängen.
        Macht aber nicht nur Spotify, das sieht man inzwischen überall…

        Wenn wesentlich mehr Leute wie @defrigge reagieren würden, dann wäre Rogan sicherlich die längste Zeit erfolgreich gewesen. Aber Bequemlichkeit, der eigene Vorteil und auch Desinteresse ermöglichen Firmen wie Spotify, mit Filzläusen Kohle zu scheffeln.

        Die Nachfrage bestimmt das Angebot, you get what you pay for.
        Ich persönlich finde es ebenfalls gut, wenn Leute wie Neil Young sich hier rausnehmen.
        Ob es etwas bewirkt, sei mal dahingestellt. Aber es langt ja schon, wenn Andere sich einfach mal Gedanken darüber machen, ob Toleranz und Kritiklosigkeit nicht doch zwei verschiedene Paar Schuhe sind…

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    moinho  

    Besonders lustig isses immer, wenn Salonkommunisten wie Young (Vermögen je nach Quelle ca. das zweitausend- oder das fünftausendfache dessen hiesiger Durchschnittsbürger) so einfach umzusetzende Tips wie „dann kündige bei Deiner Hausbank und arbeite mit einer auf den Caymaninseln oder in Liechtenstein zusammen“ geben. Klar, würde ich machen, wenn ich solche Luxusprobleme hätte.

    • Profilbild
      Codeman1965  AHU

      Wo siehst Du da ein Problem?
      Leute wie er bewegen sich nun mal in ganz anderen Sphären als wir.
      Olaf Scholz hat auch gesagt, daß der Benzinpreis für ihn nicht relevant ist, da er nun mal so viel verdient, daß er nicht auf den Preis schauen muss.

      Das macht seine Denkweise nicht automatisch verwerflich.

      Es muss sich doch (noch) Niemand dafür entschuldigen, daß er Geld hat…?

      • Profilbild
        AMAZONA Archiv

        Verwerflich weiss ich nicht. Aber als Politiker und jetzt Kanzler so einen Satz rauszuhauen (wann hat er das denn gesagt? Gibt es eine Quelle?), der quasi zum Wohle der ganzen Bevölkerung seinen Dienst verrichtet, sollte man mit so einem Statement vorsichtig sein. Das zeugt einfach nur von völliger Abgehobenheit.

        Es muss sich niemand für sein Geld entschuldigen, man muss es aber in seiner Position (wie gesagt, ich weiss nicht wann er das gesagt, aber Politiker ist er ja nicht seit gestern) nicht noch den Leuten, für die es etwas bedeutet unter die Nase schmieren.

        Und da ich mit so Leuten wie Scholz nicht in einem Land sein will, habe ich auch das Land verlassen…

        • Profilbild
          Codeman1965  AHU

          Es war in einer der Fragerunden zur BT-Wahl, wenn ich mich recht erinnere, war es das Brigitte-Interview, durch das ja traditionell alle Kandidaten „müssen“.
          Er hat’s den Leuten nicht unter die Nase geschmiert, sondern es war im Kontext zur Frage „Was kostet ein halbes Pfund Butter/ein Liter Benzin/ein Haus aus Pfefferkuchen“.
          Ohne für ihn (oder auch Neil Young) Partei ergreifen zu wollen:
          Ich habe auch nicht alle Preise im Hinterkopf, und ich bin auch kein Duz-Freund von Jeff Bezos… ;-)

          Ich (für mich!) fand die Aussage in diesem Kontext unverfänglich…

          Nachtrag:
          Google-Suche „Olaf Scholz Benzinpreis“ ergibt auch einen Treffer „Bild – die richtigen Fragen“.
          Ob es dieses Interview war oder eben das oben erwähnte, nimmt sich wohl nichts…

          • Profilbild
            AMAZONA Archiv

            Ja, kann man ja so machen.

            Allerdings wenn man dann daran hier denkt:
            https://daserste.ndr.de/panorama/aktuell/Cum-Ex-Affaere-Staatsanwaltschaft-pruefte-Ermittlungen-gegen-Scholz,cumex416.html
            …dann weiss ich nicht, wie ich das einschätzen soll. Na gut, Du hast es ja schon gesagt… das sind andere Sphären. Warum die Leute einen ‚aus anderen Sphären‘ überhaupt als zum BK wählen, müsste man mal getrennt analysieren

            Aber ist gut jetzt. Das geht komplett vom Thema weg. Sorry.

            • Profilbild
              Codeman1965  AHU

              Keine Ahnung, was Du hier jetzt implizieren möchtest, indem Du diesen Artikel verlinkst. Wenn das Deine Art ist, Deine Argumente zu untermauern, bitte sehr.

              Aber ich nehme mich da mal raus, ist nicht meine Art und Weise, eine Debatte zu führen…

              • Profilbild
                AMAZONA Archiv

                Ich möchte gar nichts ‚implizieren‘. Den Scholz hast Du in die Debatte getragen. Warum auch immer…

                Welches Argument habe ich wie untermauert?

                Ich habe den Artikel nur aus einem Grund verlinkt: in dem von Dir zitierten Satz ging es ums Geld einer recht wohlhabenden Person. In dem Zusammenhang ist es dann schon interessant, wenn gegen diese Person mal ermittelt wurde. Wie ist dieser Mensch zum Beispiel an sein Geld gekommen?

                Das hilft (unter Umständen) so ein erst mal harmloses Zitat einzuordnen. Deswegen habe ich den Link gesetzt. Seine Gedanken dazu macht sich jeder dann ja selber…

                Zur Inspiration war’s gedacht, nicht zum Implizieren.

  9. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Ich hab keinen Bock auf Zensur, diese wir-wissen-was-gut-für-dich-ist-Manie geht mir gegen den Strich.

    Laßt uns doch endlich in Ruhe mit eurem ideologisch vebrämten Verbotswahn, den Mist kann doch echt keiner mehr hören.

    • Profilbild
      sebs

      Lightman, schau dir doch mal an was Zensur ist.

      Es geht hier nur drum, nicht auf der gleichen Platform wie Joe Rogan sein zu wollen.

      Hör du einfach auf mit deiner, recht einfach zu durchschauenden, Liste an neurechten Argumentationsmustern hier auf und ab zu laufen in der Kommentarspalte als wäre bald wieder Bundestagswahl und würdest Wahlwerbung für ne Blaubraune Partei machen.

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        astral_body  

        „Neurechte Agumentationsmuster“
        Und welche allwissende Instanz legt fest, was ab heute „neurechts“ bzw „neulinks“ ist?
        Das Minsterium für Wahrheit?

        Wer Pro-Russisch ist: Ist das ein Nazi? Oder ehr doch Links, weil SED?
        Wer für den Mietendeckel ist: Nazi? Oder ehr Links?
        Wer Sozialistisch ist: Nazi? Oder ehr Links?

        Naja, die Nazis haben Russland bekämpft, Mietendeckel eingeführt und nannten sich selber (National)-Sozialisten.

        Diese ganze spalterische Links-Rechts Rechtsrethorik dient doch nur der Diskursverengung.

        Das sind doch nur antiquierte Kampfbegriffe, um jemand ohne inhaltliche Diskussion zu diskredieren. Das hatten schon die Nazis prima drauf.

        Das haben übrigen auch mal wieder die Rechten (religiöse Minderheit) und die Linken (Klassenfeinde) gleich drauf gehabt.

        Beide Extreme sind doch historisch betrachtet nicht unbedingt positiv gewesen. Mit 50 Jahren Abstand sehen doch die klassischen rechten und linke Staaten gleich verachtenswert aus. Die Linken und die Rechten sind sowohl in ihren Taten als auch in ihren Methoden sehr ähnlich.

        Beeindruckend, dass sich heute immer noch Menschen mit diesem Links-Rechts-Argumentationsschema manipulieren lassen.

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        AMAZONA Archiv

        Siehste, und schon gehts wieder los. Verstoße gegen den Katechismus der Selbstgerechten und du wirst in eine beliebige Schmuddelecke gestellt, je nachdem, was halt gerade so zur Hand ist, hier ist es die gute alte „blaubraune“ Unterstellung. Wie öde.

        Die Gesellschaft ist gespalten, jeden Tag wird der Keil ein wenig tiefer eingetrieben, keiner hört mehr dem anderen zu, keiner scheint mehr was auf „Leben und Leben lassen“ zu geben, es gibt nur noch Freund und Feind, dazwischen ist nichts. Man sitzt auf seinem Haufen und wirft mit Steinen auf die Haufen der Anderen, bis auch der letzte Rest an Gemeinsinn kaputtgeschmissen worden ist. Ist das unser allerneuestes Gesellschaftskonzept, getrieben von der vermeintlich notwendigen Bekämpfung der inneren Feinde, schlechtem Gewissen (CV-steuerbar, 1€/Oktave) und noch schlechterer Laune?

        Wie hat doch der Herr Wecker seinerzeit so schön gesungen:

        „Und keinem ist der Arm so lang, auch nicht der Obrigkeit, daß mir ein ehrlicher Gesang im Halse stecken bleibt.

        Wolln mich ein paar auch stumm zur Stund und mir die Luft verpesten, ich furz mir meine eigne, und die ist bestimmt vom Besten.“

        Nix für ungut.

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          astral_body  

          Jede Zeit hat ihren Ketzer :-)

          Es ist schon verblüffend, wie die gefühlten Inhaber der Deutungshoheit immer wieder nach dem gleichen Muster verfahren:

          1.) Jemand wird ohne fairen Prozess und Diskurs stigamtisiert und mit einem diskreditierenden Kampfbegriff gebranntmarkt

          2. ) Dann muss man sich nicht mehr mit dem Stigmatisierten inhaltlich auseinandersetzen und kann in verbal oder faktisch liquidieren.

          Beispiele?

          Kirche: Ketzer bzw. Ungläubiger
          Drittes Reich: ….
          Kommunismus: Klassenfeind

          Heute fängt es schon wieder an. Da wird auch schon wieder erklärt, bei wem man nicht einkaufen soll…. Oder welche Kunst böse/entartet ist.

          Die Inquisistion hat sich sicher auch für die „Guten“ gehalten und war sicher auch stolz auf ihre „Moral“.

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    Freudenthaler  AHU

    Scheiß auf Spotify und den geisteskranken Milliardär Ek, scheiß auf Rogan und sein DMT Gequatschte… Alles kurzweiliger Mist ohne geschichtlichen Wert.

    Neil Young ist/war ’ne coole Sau dessen Musik man noch in 100 Jahren hört (wahrscheinlich von Schallplatte), während Spotify dann nur noch soviel wert ist wie’n Echo im Regal von Kollegah und Farid Bang.

    Seine politischen Aktionen/Positionen konnte ich immer nachvollziehen und bloß weil er reich ist, darf er nicht „Salonkommunist“ sein der sich für seine Überzeugung gerade macht?

    Mein Konto ist auch nicht bei der Deutschen Bank!

    …und Pono war sein früher Versuch, den Ausverkauf von Musik auf Ramsch-Niveau und mit mieser Sound-Qualität entgegenzuwirken. Hat leider nicht geklappt und das Resultat sehen/hören/spüren wir ja jetzt, da wäre ich an seiner Stelle auch enttäuscht drüber!

    Muß ich jetzt (wie einige hier) dem alten Mann seine vielleicht übertriebene Verbitterung nachtragen, ein Fass aufmachen und schreiben, alle seine Songs von der Festplatte zu löschen plus ihn zum linken Idioten küren?

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    Diggy

    Joe Rogan als Rassisten zu bezeichnen, ist der Beweis dafür, dass man sich seinen Podcast nie angehört hat. Denn die einzigen Medien, die gegen ihn feuern, sind solche, welche von der Pharma Industrie gesponsert werden. Jeder Richter muss immer beide Seiten zu Wort kommen lassen, um ein vernünftiges Urteil zu fällen. Der Grundstein für Gerechtigkeit.
    Was in der öffentlich Medienlandschaft aufgrund von finanziellen Interessen leider nicht stattfindet.
    Darüber hinaus sind die Personen die ihm in seinem Podcast gegenüber sitzen, unter anderem hochrangige Wissenschaftler, Professoren, Politiker, Menschenrechtler usw.
    Ich höre seinen Podcast seit sehr vielen Jahren und er hatte schon immer etliche Gäste mit unterschiedlichen ethnischen Herkünften und hat sich öffentlich immer gegen Rassismus und Diskriminierung positioniert.
    Aber dieser Vorwurf scheint heutzutage Mode geworden zu sein, um die Gegenseite zu diskreditieren.
    Zum Glück gibt es in der heutigen Zeit, noch gewisse Formate die beide Seiten zu Wort kommen lassen.
    Und zum Thema Neil Young: „Rockin‘ in the free world“
    Der Hintergrund dieses Songs war doch, sich gegen ein demokratisches System aufzulehnen, welches wie eine Diktatur oder Monarchie geführt wird, in der man die Gegenseite verfolgt und die eigene Bevölkerung hinters Licht führt.

  12. Profilbild
    Diggy

    Und noch ein kleiner Nachtrag zu Neil Young:
    Jeder Musiker weiß, dass auf Spotify nur die großen Namen verdienen und alle kleinen ausgenutzt werden. Das scheint unserem Moralapostel noch nie gestört zu haben, genauso wenig, wie alle negativen Handlungen seines neuen Zuhauses, namens Amazon ;)

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    AMAZONA Archiv

    Ganz ehrlich:
    rechts, links, libertär, oder mitte (wo auch immer die genau sein soll)…
    …sind vor allem mal eins: Kampfbegriffe.
    Lasst die doch einfach mal weg und unterhaltet Euch über Sachverhalte und erstmal auf Augenhöhe. Später kann man dann ja immer noch feststellen: mit diesem Honk möchte ich nicht weiter diskutieren, weil das ist ein unverbesserlicher homophober Rassist. Aber eben nicht vorher.
    Vielleicht ist es ja irgendwann mal möglich, dass man sich unterhält ohne das Gegenüber schon vorher in die passende Kiste gesteckt zu haben. Die Übergänge sind nämlich fliessend.

    Ich möchte hier nur noch eine Anekdote über den politisch so korrekten NY mit auf den Weg geben:

    Neil Young blamed homosexuals for AIDS:
    In an interview with Melody Maker in 1985, Neil Young backed Reagan’s gun control policies and said of AIDS, “You go to a supermarket and you see a faggot behind the fuckin’ cash register, you don’t want him to handle your potatoes.” Needless to say, Young almost certainly regrets that horrific statement and quickly moved away from right-wing politics. He wrote the furious anti-George H.W. Bush screed “Rockin’ in the Free World” in 1989 and was one of George W. Bush’s most vocal critics in the 2000s.

    Nachzulesen hier:
    https://www.rollingstone.com/music/music-news/michelle-shocked-not-the-first-artist-to-betray-her-fanbase-87622/

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      astral_body  

      >rechts, links, libertär, oder mitte (wo auch immer die genau sein soll)…
      …sind vor allem mal eins: Kampfbegriffe.

      Haha: Endlich mal einer, der das auch erkennt.

      s. mein Kommentar oben.
      Diese Links-Rechts-Schema ist doch nur ein simpler Trick, um die Leute wie kleine Kinder zu lenken.

  14. Profilbild
    bluebell  AHU

    Meine Wahrnehmung, und ich behaupte nicht, die Angelegenheit zu überblicken:

    Neil Young hatte als Kind Kinderlähmung, und zwar bevor es Impfstoffe gab. Es hat sich gezeigt, dass die Polioimpfung wirkt und quasi nebenwirkungsfrei ist. Ich kann mich jedenfalls nicht daran erinnern, dass ich oder einer meiner Freunde Nebenwirkungen hatte.

    Die Polio-Impfung, wenn es sie damals gegeben hätte, hätte ihn mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit vor der Krankheit bewahrt, an deren Spätfolgen er immer noch leidet. Daher reagiert er allergisch auf Kritik an Corona-Zahlenerhebung, Corona-Maßnahmen und Corona-Impfstoffen und kann gar nicht verstehen, dass man abweichende Meinungen verbreiten darf.

    Solche Selbstgerechtigkeit und den dann sehr schnell erwachenden Zensurwillen halte ich für verständlich, aber inakzeptabel. Ich trenne sein Werk von seiner Person bzw. seinem Verhalten. Er hat großartige Musik gemacht, die ich auch heute noch gerne höre.

    • Profilbild
      AMAZONA Archiv

      Ja, richtig.
      Das ist ein weiterer Teilaspekt der causa. Young und Polio.

      Genau deswegen reicht es nicht, Leute auszusperren sondern miteinander zu reden.
      Das wäre ein interessantes Gespräch für alle. Young und Rogan diskutieren ihre Standpunkte miteinander.
      (Ich weiss, ich wiederhole mich. Ich habe einen Sprung im Vinyl…)

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      astral_body  

      Yep. Künstler und Sportler sind auch nur ganz normale Menschen.

      Und die liegen genauso oft richtig oder falsch wie andere Menschen.

  15. Profilbild
    gaffer  AHU

    Ich würde sagen, ein Künstler kann jederzeit seine Musik einmal da und einmal dort anbieten. Das ist sein gutes Recht. Das Wort Zensur ist in diesem Zusammenhang völlig daneben. Zensieren würde er, wenn er Rogans Beiträge vom Netz nehmen würde. Mit seinen eigenen kann er machen was er will. Ich möchte auch nicht mit bestimmten Leuten zusammen gesehen werden, ich halte mich von denen fern. Zur Erpressung: Dass Youngs Rückzug von Spotify eine immens grössere Wirkung hat als meiner ist schade für mich. Aber sollte er deswegen den berechtigten Rückzug nicht machen? Nein. Ist halt so.

  16. Profilbild
    camarillo  

    Leute, macht euch doch bitte erstmal schlau, bevor ihr hier so freizügig mit dem Begriff der Erpressung hantiert. (Stichwort: Bereicherungsabsicht) Was Young da macht, hat mit Erpressung nichts zu tun.

  17. Profilbild
    lunatic  AHU

    Es ist schon recht albern sich als Antifaschist und moralisch überlegen zu fühlen und dann den “Salonkommunisten“ zu feiern. Massenmord ist Massenmord, egal in welcher Farbe er daherkommt. Repression, Unterdrückung, Verfolgung und Vernichtung sind nie cool gewesen. Niemals und zu keiner Zeit. Und ein Shirt mit Mao, Stalin oder Che-Konterfei täuscht nur wenig darüber hinweg.

    Es ist immer so gewesen; die Toten spielen keine Rolle wenn sie nicht die richtige Farbe haben.

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