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Reportage: Der Gehörsinn und wie wir ihn einsetzen

27. September 2021

Richtig hören – ein Workshop und mehr

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Reportage: Der Gehörsinn und wie wir ihn einsetzen

Bei meinem Vergleich zwischen HiFi und Studiotechnik im August 2021 habe ich viele positive Kommentare bekommen (vielen DANK!!!!), aber es wurde in den Kommentaren auch kritisiert, warum ich das Thema „Doppelblindtest“ als ungeeignet bezeichnet und somit nicht berücksichtigt habe.

Beim Grübeln über dieses Thema ist mir dann der Gedanke zu einem neuen Artikel dieser Art gekommen – und dabei geht es um das Hören im Allgemeinen, wie wir als Menschen damit umgehen und wie man lernt, gerade im Studiobereich besser zu hören. Dabei werde ich auch den Punkt „Hörvergleich“ zur Sprache bringen und darstellen, warum insbesondere Doppelblindtests schlicht und ergreifen nicht geeignet ist, um Geräte nachhaltig und dauerhaft beurteilen zu können.

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Der Hörsinn – was ist das eigentlich?

Fangen wir mit dem Hörsinn an. Das Ohr besteht im Wesentlichen aus der Ohrmuschel, dem Gehörgang, dem Trommelfell, den Gehörknöchelchen und der Schnecke mit den sogenannten Haarzellen, welche die Druckluftschwankungen („Schall“) auf die Nervenbahnen transduzieren.

Richtighoeren_Anatomie

Das menschliche Ohr

Alles danach ist die Elektro- und Biochemie, die in den Nervenbahnen, der Wirbelsäule und im Gehirn stattfindet. Somit ist das Gehör zunächst mal ein Werkzeug, um Schallwellen in Nervenimpulse zu wandeln. Ähnlich, wie beim Auge und beim Tastsinn haben wir hier also von der Natur Werkzeuge bekommen, um mit unserer Umgebung in passiven oder aktiven Kontakt zu treten.

Wenn man älter wird, dann sterben Haarzellen ab oder verlieren ihre Beweglichkeit, was meist in einer Abnahme der Empfindlichkeit und Wahrnehmbarkeit bei hohen Frequenzen führt. Wir hören also schlechter…wirklich? Warum kann dann ein über 50-jähriger Tontechniker noch fantastische Produktionen abliefern. Das müsste doch eigentlich nur ein Kind können, oder?

Die Verwechslung: Gehör oder Gehirn?!?

Der Fehler, der hier gemacht wird – egal, ob beim Hören, Sehen, Riechen, Tasten – ist, dass unser Gehirn analog arbeitet und alle Reize interpretiert werden. Diese Interpretation ist zum einen natürlich vom Reiz an sich abhängig und dazu auch noch von der Lebenserfahrung des Menschen (Beispielhaft: „Das narrative Selbst“). So nehmen Menschen, die an einer kurvigen Straße wohnen, den Klang eines Motorrades als unangenehm wahr – der Biker liebt aber diesen Sound.

Richtighoeren_Motorrad

Der durch Kühe und deren Exkremente verursachte Geruch ist entweder Landluft oder einfach nur Gestank. Ein Foto einer vollen Fußgängerzone ist entweder Leben oder Stress. Sie merken es: Das Signal an sich ist völlig neutral: Schall, Photonen, olfaktorische Reize. Wir interpretieren im Gehirn aufgrund unserer Lebensweise und -erfahrung das Ereignis.

Und so verhält es sich mit Musik ebenfalls. Egal, wie gut die Aufnahme ist: Wer keine Opern liebt, der wird das als Gebrülle empfinden und wer keinen Metalcore hört, denkt er ist auf einer Baustelle. Aber: Wenn wir uns lange im Leben mit Musik – mit UNSERER Musik – beschäftigt haben, dann lernt das Gehirn diese Klänge. Eine Bassdrum, ein Becken, ein Triangel. Und aus diesem Grund kann der oben erwähnte Tontechniker auch das Becken und Hi-Hats gut abmischen.

Richtighoeren_Schwerhoerig

Er weiß, wie diese Instrumente klingen. Die komplexen Oberwellen der Instrumente werden von seinem Gehirn entsprechend entschlüsselt, und er baut darauf ein komplexes, für nahezu alle Zuhörer gut nachvollziehbares Klangereignis: den Track, den Song, das Lied.

Somit habe ich hier einen ersten wichtigen Satz für das Hören: Grämen Sie sich nicht über Ihr Alter – Ihre Erfahrung ersetzt das fehlende Stück Signal in Ihrem Gehirn.

Es gibt ein ABER. Dieses Aber bezieht sich auf Signale, mit denen man keine Erfahrungen hat. So kann jeder Ü50er eine übersteuerte Musikkassette erkennen, aber das digitale Übersteuern oder die Artefakte einer MP3-Datei mit hoher Kompression? Das sind genauso wenig bekannte Schallereignisse, wie beispielsweise ein Sinussweep beim HNO-Arzt, der einen Frequenzschrieb Ihres Gehörs macht.

Richtighoeren_HNO

Deswegen sind hier zweierlei Dinge wichtig:

  1. Das Lernen, wie sich solche Artefakte anhören
  2. Ein entsprechend sensibles und gut funktionierendes Gehör

Na toll. „Wie soll ich denn das machen?“, denkt sich da jeder Ü50er. Na gut, im Internet existieren diverse Differenzial-Files, die z.B. MP3-Artefakte hörbar machen. Aber wie komme ich an ein besseres Gehör? Na, gar nicht! Und genau hier kommen wir zu den immer wieder thematisierten Blindtests …

Doppelblindtests? Unnötig, ohne relevante Aussage!

Boah, wie freue ich mich auf die Kommentare unter dem Artikel. Wie kann er es wagen …? Lesen Sie doch erst mal weiter, OK? Und natürlich gehört auch ein wenig Weitsicht, geistige Beweglichkeit und Offenheit dazu, dieses hier auch annehmen zu können oder sich zumindest offen zu zeigen. Aber das ist ebenso individuell, wie das Thema an sich.

Also: Frage 1: Was wollen wir denn mit Blindtests beweisen? Na, dass es einen oder keinen wahrnehmbaren Unterschied zwischen zwei Geräten, Signalüberträgern, Datenformaten etc. gibt.

Richtighoeren_ApfleBirne

Frage 2: Warum wollen wir das Wissen? Und schon sind wir im Bereich der persönlichen Erfahrung. Will ich es WIRKLICH wissen oder nur den Goldohren „beweisen“, dass sie sich alles einbilden? Kann oder will ich mir beispielsweise die getesteten Geräte nicht leisten und möchte dies in meinen Kommentaren kompensieren? Will ich den „Nachweis“ zeigen, dass man im Alter gar keine hohen Frequenzen hören kann und somit das gesamte Musikhören in guter Qualität Humbug ist und wir nur eine Industrie nähren, die uns abzockt? Oder will ich einfach nur meine hohe finanzielle Ausgabe rechtfertigen bzw. den „Beweis“, dass mein jahrelanges Hobby/Beruf auch gerechtfertigt ist?

Boah! Soziale, persönliche, politische, philosophische und was weiß ich was für Komponenten, die alle in einem Doppelblindtest relevant sind. Dazu kommen die individuelle Lebenserfahrung und die Umstände meines Lebens.

Frage 3: Sind wir ein Messgerät? Nein: Wir sind keine Computer, kein neutraler Analysator! Wir machen keinen faktisch korrekten Vergleich zwischen A und B. Das kann der Mensch an sich nicht. Wir sind komplett analog (von Griechisch „ähnlich“). Der Doppelblindtest will aber genau das! Er will den Menschen als Messgerät sehen und vergleicht Komponenten mit Werkzeugen, die für diesen Zweck nicht geeignet sind: Unsere Gehirne. Und diese können nicht völlig isoliert ein Faktum bearbeiten, denn unser Gehirn wird immer aus der analogen Datenbank unserer Lebenserfahrung schöpfen. Und dann haben wir 10 „Testpersonen“ in einem Raum mit völlig unterschiedlichen Erfahrungen und sollen mit diesem „Werkzeug“ (also dem Gehirn) eine objektive (???) Aussage treffen.

Nein, das funktioniert nicht und wird auch nicht klappen. Das Ergebnis (z. B. 5 haben einen Unterschied gehört, und 3 nicht etc.) sind völlig belanglos, weil es sinnlos ist, aus diesen viel zu unterschiedlichen Individuen einen Mittelwert zu bilden.

Richtighoeren_Weinprobe

OK, dann also nie wieder Klangvergleiche?

Die Frage muss ja dann kommen. Aber es gibt einen Ausweg, der im Einklang mit der Funktionsweise des Gehirns (noch mal: analog!) funktioniert. Die Lösung liegt darin, die Erfahrungen mit ins Boot zu holen. Wenn meine Freundin ihre Lieblingsmusik über einen 59 Euro Bluetooth-Lautsprecher hört und ich ihr dann anstelle ein paar guter kleiner Stereolautsprecher hinstelle, dann freut sie sich nicht nur – nein, sie wird auch merken, dass die Musik besser klingt. Ursprünglich meinte sie, dass ihr das nicht wichtig sei, aber mit der neuen Anlage ist sie viel glücklicher. Und dieser makroskopische Test funktioniert auch im Detail. Hören sie lange (über Tage oder sogar Wochen) eine Playlist mit 128 Kb/s und wechseln sie dann auf die gleiche Playlist im Lossless-Format. Zunächst scheinen Sie einen deutlichen Unterschied zu hören (Psychologie des Hörens: Das MUSS (!) ja besser klingen), aber geben Sie sich Zeit. Wieder tagelang dieses hochwertige Fileformat nutzen und sie werden über die Zeit die bessere Qualität zu schätzen wissen. Dann zurück zum 128KB/s MP3 und ihnen wird die Musik keine Freude mehr bereiten.

Richtighoeren_Lauschen

Diesen Effekt kann man unmöglich in einem Doppelblindtest verifizieren – trotzdem ist er da! Das Gehör ist kein Computer und kann sich aktuelle Schallereignisse nicht merken und vergleichen. Aber es kann die Musik als Ganzes – inklusive ihrer Lebensumgebung – wahrnehmen und so erkennen, was besser ist und was nicht.

Ein wichtiger Satz: Musik und alle Schallereignisse werden nicht isoliert gehört, sondern im Verbund mit Ihrer Lebenserfahrung wahrgenommen.

Weil diese Art von Artikeln gerne selektiv gelesen werden (übrigens analog zu Ihrer persönlichen Lebenserfahrung), hier noch mal ganz klar:
Doppelblindtests versuchen Unterschiede zwischen Schallereignissen mit einem Werkzeug zu verdeutlichen, das für diese Art von Analyse nicht geeignet ist. Die wahrgenommenen Unterschiede sind immer eine Summe des Gehörten und der individuellen Interpretation.

Für die letzten Zweifler noch ein weiteres Beispiel:

Es gibt die sogenannte „Auditive Merkfähigkeit“. Diese beschreibt die Fähigkeit, dass man beispielsweise die gehörten Worte „Ball – Haus – Auto“ in dieser Reihenfolge wiedergeben können. Dabei wird klar, dass hier nicht (!) die individuellen Frequenzbilder von Ball – Haus – Auto wiederholt werden, sondern das Gehörte unmittelbar im Kopf visualisiert werden und dann entsprechend in der korrekten Reihenfolge wiederholt werden können. Sie rufen also nicht Frequenz-Ereignisse ab, sondern Bilder in Ihrem Kopf.

Und das ist hören – bzw. wahrnehmen. Sie können nicht NUR hören. Alle Schallinformationen werden mit Hilfe von „analogen Eselsbrücken“ gespeichert und können so reproduziert werden. Somit ist es auch klar, dass ich unbekannte Schallereignisse (ich weiß ja vor dem Blindtest nicht, was anders ist) nicht isoliert und ohne weitere Erfahrung wahrnehmen und schon gar nicht vergleichen kann.

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Besser hören lernen – geht das?

Klare Antwort: Ja, klar. Sie fangen gerade erst in Ihrem neuen Homestudio an oder wollen sich mehr für Musik begeistern? Vielleicht sind sie verunsichert, ob Sie es jemals mit den Goldohren oder „Super-Producern“ aufnehmen können? Kein Grund zur Verunsicherung. Der Weg zu einer guten, für Studiotechnik geeigneten Hörwahrnehmung ist nicht so schwer.

Dazu bedarf es ein paar einfacher Schritte:

  1. Ordentliches Equipment

Danke Herr Autor. Was bitte ist denn „ordentlich“? Für mich ist das anerkannt gutes Equipment. Ein gutes Audiointerface, ein hochwertiges Mischpult und gute Monitorlautsprecher. Idealerweise alles von Mainstream-Herstellern. Dies ist wichtig, um Ihre Hörerfahrung möglichst neutral zu kalibrieren. Wenn sie mit Exoten oder Spezialisten, wie z.B. den Yamaha Monitoren der HS-Serie anfangen, dann werden Sie tendenziell bass-schwach, mittenbetont und zu hell hören und das Gegenteil davon abmischen. Ein Focusrite Audiointerface, Focal oder KRK Rokit Speaker und/oder einen Presonus Mixer und schon haben Sie eine gute Grundausstattung, die in der Lage ist, Musik neutral und in guter Qualität wiederzugeben. Tatsächlich würde ich dafür keine Kopfhörer empfehlen. Diese neigen dazu, Ihnen Details auf dem Präsentierteller zu präsentieren und dabei aber wenig Rauminformationen mitzugeben. Hier gilt (erstmal): Freifeld rules!

Richtighoeren_Studio

  1. Das selektive Hören einzelner Schallereignisse

A) Einzelne Schallereignisse (Instrumente, Gesang)

Beginnen Sie mit Ihnen gut bekannter Musik. Lieder, die sie 1000x gehört haben. Achten Sie diesmal aber nicht auf das Gesamterlebnis, sondern folgen Sie einzelnen Instrumenten. Stellen Sie sich den Bassisten vor, den Schlagzeuger und den Sänger. Immer nur eines auf einmal. Analysieren Sie im Gehirn den Klang – nehmen sie ihn bewusst wahr. Ist der Bass weich oder trocken? Grummelig? Ein Synthiebass oder ein E-Bass? Die Stimme des/der Sänger oder Sängerin: Voluminös oder dünn, klar und hell oder nuschelig? Beginnen Sie, Worte für die Charakteristik der Stimme zu finden. Rau, klar, rauchig heiser, etc. Erkennen Sie, wann der Interpret laut oder leise singt und wie sich der Klang der Stimme verändert. Folgen Sie im Kopf nur der Stimme und beginnen Sie, das Gehörte zu visualisieren.

Richtighoeren_Bühne

Mit dieser Übung lernen Sie, sich auf einzelne Schallerzeuger zu konzentrieren und diese zu bewerten. Hier gibt es kein richtig oder falsch. Ihre Interpretation ist perfekt!

Wiederholen Sie das mit den weiteren Instrumenten des Stückes. Lassen Sie sich Zeit. Das darf auch Tage dauern. Ihr Gehirn wird dadurch geprägt und Ihre Erfahrung verlagert sich ins Langzeitgedächtnis – sozusagen als Blaupause.

Durch diesen Prozess werden Sie in der Lage sein, diese „emotionale Analyse“ auch bei anderen Stücken umzusetzen. Folgen Sie immer einzelnen Spuren. Und bitte: Fangen Sie mit einem ruhigen, simplen Song an. Bei einer 30-köpfigen Percussion-Combo werden Sie schnell Kopfschmerzen bekommen.

B) Rauminformation und Effekte

Bei einer guten Live-Aufnahme hat der Produzent oft eine schöne Bühnenabbildung auf den Tonträger gebannt. Schlagzeug hinten in der Mitte, Sänger vorne, Gitarre rechts, Bass links etc. Nehmen Sie diese Rauminformation bewusst wahr! Entfernungen, Abstände, räumliche Tiefe und der jeweilige Einfluss aufeinander bringen erst Leben in eine Live-Aufnahme. Wird Hall oder Echo verwendet? Ist die elektrische Gitarre verzerrt? Wie sehr?

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  1. Wissen macht Spaß

Informieren Sie sich doch vorher, welche Instrumente zum Einsatz kommen. So lernen Sie auch gleich die jeweilige Charakteristik eines Instrumentes kennen. Für Gitarristen ist es beispielsweise wichtig, den Unterschied zwischen einer Les Paul (Humbucker-) oder einer Stratocaster (Singlecoil-Pickup) zu hören. Je mehr Ihr Wissen bei diesen Details wächst, desto mehr lernen Sie gut zu hören. Das Erkennen eines Instrumentes gehört allerdings schon zu den schwierigeren Dingen. Jeder weiß, wie ein Klavier klingt. Aber ist es ein Flügel oder Piano, ein E-Piano oder mechanisch? So schulen Sie ihr Gehirn auf Details.

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  1. Die hohe Schule

Wenn Sie im Homestudio arbeiten, dann kommen häufig auch spezielle Effekte wie Equalizer oder insbesondere Kompressoren zum Einsatz. Es ist prinzipiell nicht einfach, einen Kompressoreffekt aus der Musik herauszuhören. Oft wird dabei auch das „Glue together“ beim Mastering eingesetzt-. Dabei wird mit einem Kompressor das Gesamtergebnis aus den einzelnen Spuren so komprimiert, dass das Endergebnis zu einem kompletten, fertigen, harmonischen Ganzen wird. Nutzen Sie für diese Effekte die (oft kostenlosen) Effekte Ihrer DAW-Software. Auch nutzen viele Tontechniker Effektgeräte mit spezieller Charakteristik, wie Kompressoren mit Optokoppler oder speziell färbende Equalizer. Für das Erkennen und gezielte Einsetzen dieser Geräte bedarf es Erfahrung und – ehrlich gesagt – auch eine Ausbildung. Entweder durch einen guten Bekannten oder einer Schule für Tontechniker, wie dem Hofa College etc.

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Bildquelle: hofa-media.de

Eine kurze Zusammenfassung

Ich weiß, das waren viele Informationen. Fassen wir die Dinge über das Hören doch noch mal kurz zusammen:

  • Wie jeder menschliche Sinn, ist das Hören kein isoliertes Werkzeug, sondern wird durch Lebenserfahrung und -umstände geprägt und beeinflusst.
  • Hören ist somit zunächst nur das Erfassen der Schallereignisse. Dies wird im Gehirn zu einer komplexen, analogen Wahrnehmung umgeformt.
  • Das Gehirn interpretiert und kompensiert – insbesondere bei altersbedingter Schwerhörigkeit.
  • Es ist eine Illusion, das menschliche Gehör als pseudo-neutrales Instrument einzusetzen zu wollen, um Schallereignisse zu vergleichen, denn man kann die begleiteten individuellen Faktoren nicht ausschließen. Dies führt Doppelblindtests beim Hörvergleich ad absurdum.
  • Ein Hörvergleich zwischen Komponenten oder Dateien kann allenfalls durch die Integration der analogen Gehirnfunktionsweise stattfinden. Und auch dann bleibt dieser Vergleich stets subjektiv.
  • Sie können lernen, besser zu hören, indem Sie für Ihr Gehirn eine Blaupause schaffen. Die Konzentration auf einzelne Instrumente oder den Gesang und die (subjektive) Analyse hilft und trainiert Ihre Wahrnehmung.

Eine Conclusio

Und nun? Es bleibt die Erkenntnis, dass das Hören zunächst eine mechanische Umsetzung von Schall in Nervenimpulse ist und der darauffolgende Prozess nur noch als „Wahrnehmung“ bezeichnet werden kann, der von nahezu unendlich vielen individuellen Faktoren beeinflusst ist. Ohne eine endgültige Entschlüsselung über die exakte Funktionsweise des Gehirns ist es unmöglich, weitere Schlüsse zu ziehen. Wir wissen schlicht und ergreifend nicht, welche Faktoren das Schallereignis zu einer Wahrnehmung macht. Gleichzeitig erlebe ich das als sehr versöhnlich. Es gibt uns nämlich die Freiheit das wahrzunehmen, was wir wollen und unser Handeln entsprechend auszurichten. Kaufe ich mir das teure Kabel oder nicht? Investiere ich in einen Lossless-Streaming-Dienst oder reicht mir einfaches MP3? Jede Entscheidung ist richtig!

BM Line 15 set

Noch eine kurze Anmerkung

Ich wiederhole mich: Jede Entscheidung ist richtig! FALSCH ist es nur, andere Meinungen nicht stehen lassen zu wollen und den eigenen individuellen Filter zu einem Allgemeingültigen machen zu wollen. Niemand, der ein teures Kabel kauft oder einen Loss-Streaming-Dienst nutzt, schadet anderen Menschen oder der Umwelt (in relevantem Ausmaß). Es gibt weltumspannend kaum etwas Friedlicheres als die Musik. Somit bitte ich auch diesmal um einen angemessenen Ton in den Kommentaren. Denn auch Sie sind einfach nur … analog.

Zum Thema Doppelblindtest: Das hier Geschriebene bezieht sich einzig auf Tests zur Unterscheidung von Schallereignissen. Doppelblindtests haben durchaus eine wichtige Bedeutung in der Wissenschaft wie beispielsweise in der Medizin zur Erprobung der Wirksamkeit von neuen Medikamenten.

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Eine sehr interessante (und für mich auch amüsante Anwendung) sind die sogenannten PSI-Tests der GWUP, um die Wirksamkeit von parawissenschaftlichen Phänomenen zu untersuchen und nachzuweisen.

Quellen – eine Auswahl

Begleitend zu den Fakten im Artikel hier noch einige Quellen, die das Geschriebene untermauern. Dabei habe ich den Fokus auf populärwissenschaftliche Quellen gelegt, denn darum geht es hier auch. Wer in die Materie tiefer einsteigen möchte, dem seien wissenschaftliche Quelle zum Thema ans Herz gelegt, wie z.B. diese Arbeit zum Thema „Die Psychologie des Hörens“ von der Uni Kassel (Open Access).

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Forum
  1. Profilbild
    Henrik Fisch  AHU

    Hehe, vielen lieben Dank für diesen Beitrag. Der Einwurf mit:

    > […] Will ich es WIRKLICH wissen oder nur den Goldohren „beweisen“, dass sie sich alles einbilden? […]

    … hat mir sehr gefallen.

    Ich habe diesbezüglich Diskussionen mit zwei SEHR guten Freunden. Ich halte zum einen 96 kHz im Endprodukt für den Hörer für ziemlichen Unsinn, weil zweiundachtzigzillionen andere Faktoren eine Rolle spielen (Mixing und Mastering). Und ich liebe alles an der Schallplatte, mit Ausnahme ihres Sounds.

    Der eine behauptet, dass er einen Unterschied zwischen 48 kHz und 96 kHz hört. Zwar nur gerade eben so, aber er hört ihn. Mein Argument ist dann immer, dass ich mir ganz sicher bin, dass er tatsächlich »etwas« hört. Aber ob das wirklich ein »mehr« an Sound ist oder nur ein Artefakte, weil das Material umgerechnet wurde … ;)

    Bei dem anderen sind wir uns einig, dass die Schallplatte eine schlechtere Tonqualität haben muss. Wer behauptet, »das klingt besser«, der beurteilt die Verzerrungen und das Mastering der Schallplatte, die er aber genau so gut bei einer digitalen Klangquelle hinein mischen könnte. Was aber nichts an dem Ritual ändert, eine Platte auszupacken, sie auf den Teller zu legen, den Tonarm abzusenken … das ist ein Ritual, welches dem Klangempfinden nur gut tun kann.

    Und jetzt GANZ wichtig: Ich gönne es beiden … und überlege seit einiger Zeit, selber einen Plattenspieler anzuschaffen.

  2. Profilbild
    teofilo  

    Ausgezeichneter Artikel.
    Ich liebe es, wenn am Beispiel vom Speziellen auf das Grundsätzliche Bezug genommen wird, hier Verständnis/Rücksichtnahme/Verschiedenheit („Des einen Klang, ist des anderen Lärms“ – In der Hoffnung dass der „klingende“ akzeptiert, dass es für andere Lärm ist…)

  3. Profilbild
    MidiDino  AHU

    Als älterer Mensch kann es zu Schwiegkeiten kommen. Der Satz „Das Gehirn interpretiert und kompensiert – insbesondere bei altersbedingter Schwerhörigkeit“ gilt nur bedingt. Insbesondere bei Unterhaltungen gibt es Stimmen, die mir in ‚halligen‘ Räumen zu wenig hohe Frequenzen haben. Die Sprache verrauscht, da hilft mir auch keine Interpretation ;-) Ich gehe direkt auf die 60 zu. Soweit mein partielles Problem.

    Musik ist mir bislang ein anderer Bereich. Ich höre primär per Kopfhörer, dessen Frequenzgang weit in die Höhen reicht, deshalb hier zum Mastering empfohlen wurde. Ich nutze Ihn inzwischen permanent. Soweit meine persönliche Erfahrung.

  4. Profilbild
    Jörg Hoffmann  RED

    Danke Euch für das tolle Feedback!!!
    @MidiDino: Natürlich kann man bei Schwerhörigkeit nicht den Sinn eines nicht richtig gehörten Textes wiederherstellen. Das kann das Gehirn nur bei schon bekannten Geräuschen und charakteristischen Klängen. In diesem Sinne: Man hört das Ausklingen einer Triangel, obwohl man medizinisch die hohen Frequenzen nicht mehr wahrnimmt. Hier wird substituiert.

  5. Profilbild
    murmichel

    Der Autor über Doppelblindtests:

    > Nein, das funktioniert nicht und wird auch nicht klappen. Das Ergebnis (z. B. 5 haben einen Unterschied gehört, und 3 nicht etc.) sind völlig belanglos, weil es sinnlos ist, aus diesen viel zu unterschiedlichen Individuen einen Mittelwert zu bilden.

    Wer will hier einen Mittelwert bilden? Bei einem Doppelblindtest könnte heraus kommen, dass niemand zuverlässig einen Unterschied hören kann. Es könnte auch heraus kommen, dass 2 von 100 Versuchspersonen reproduzierbar einen Unterschied hören können. Es könnte viele andere, potenziell interessante Ergebnisse geben, die wir nie erfahren, wenn wir die Untersuchung nicht anstellen.

    Der Autor versucht solche Tests mit Spekulationen über die möglichen Motivationen irgendwie suspekt aussehen zu lassen. Mit den gleichen Begründungen könnte man versuchen, praktisch alle psychophysischen Experimente in Frage zu stellen. Würde dann aber feststellen, dass die Argumentation nicht stichhaltig ist.

    • Profilbild
      Jörg Hoffmann  RED

      Der Autor (also ich) versucht hier gar nix dergleichen. Ich möchte Dich ermutigen den Report unter dem Gesichtspunkt zu lesen, dass das Gehirn nicht als reproduzierbares Instrument eingesetzt werden kann. Dann verstehst Du, dass auch die von Dir genannten Beispiele nicht belastbar sind und so ein Ergebnis nicht stichhaltig ist.
      Gruß Jörg

  6. Profilbild
    ukm  

    Sehr schöner Artikel, der endlich einmal aufzeigt, wie komplex das alles zusammenhängt.
    Vielleicht kommt ja auch einmal jemand auf die Idee, das auch bezüglich der Sampling-Technologie (insbesondere bei Instrumenten) zu untersuchen.

  7. Profilbild
    liquid orange  AHU

    Super Artikel, besten Dank. Das regt vor allem auch zum nachdenken an, insbesondere wenn man – wie ich – vor allem mit Sounds arbeiten möchte die ich noch nie gehört habe. Ich merke dann, dass ich doch immer wieder in gewohntes „zurück falle“ und es besser finde. Ist aber nicht besser, sondern eben gewohnter…

  8. Profilbild
    0gravity  

    Hmm, sorry, da steht viel Richtiges im Artikel aber imho nicht annähernd schlüssig warum Doppelblindtests nichts bringen.
    Ja, es stimmt, dass das Hörerlebnis im Wesentlichen im Gehirn produziert wird und ganz entscheidend von den Hörerfahrungen, sozusagen dem akustischen Lebensweg geprägt wird und man das auch nicht ausblenden kann.
    Nun ist aber dieser persönliche „Bias“ den man hat auf den einzelnen Testhörer bezogen für Signal A und Signal B exakt identisch. Das ist letztendlich ja auch Sinn der Übung. Und wenn man eine ausreichend große Anzahl an Testhörern hat, kann man dann auch ermitteln ob Unterschiede deutlich, kaum oder gar nicht wahrnehmbar sind. Und das hat nichts damit zu tun, dass das Gehör kein exaktes Messinstrument ist, worin ich dir absolut recht gebe.
    Wenn wir den Doppelblindtest oder Doppelblindstudien nicht hätten, gäbe es in vielen Forschungsbereichen überhaupt keine Objektivierungs- oder Vergleichsmöglichkeiten.

  9. Profilbild
    Fredi  

    Hallo Jörg,
    zuerst besten Dank für Deine intensive Recherche und Mühe bei der Aufbereitung!
    Nur teile ich Deine Schlüsse nicht und finde sie teilweise sogar polemisch.
    Sicher kann das Gehirn fehlende Sensordaten in etwa rekonstruieren, aber nur dann, wenn neue Daten halbwegs konform zur bisherigen Erfahrung sind. Ein älterer Pop-Tonmeister wird ein Metal-Album kaum brauchbar abmischen: hier sind hohe Frequenzanteile (z.B. beim Schlagzeug) komplett anders verteilt als bei Pop, das klingt sicher schlimm.
    Und wie 0gravity schon sagte: wenn Du Doppelblindversuche generell als untauglich für sensorische Tests darstellst, entziehst Du diversen Gebieten mit komplexen Wirkzusammenhängen die wissenschaftliche Basis, z.B. der Medikamentenforschung. Und bei solchen Tests ist es nicht so, dass „3 einen Unterschied hören und 5 nicht“ und die drei dann platt gemacht wurden. Sondern es wird geprüft, ob das statistisch signifikant oder zufällig war. Wenn ich beim ersten Wurf eine 6 würfele, bin ich auch kein Würfelchampion, sondern nur, wenn das z.B. in 5 von 10 Fällen klappt.
    Der Vergleich von 128kb/s-MP3s mit FLAC ist auch unzulässig, das kann man hören; bei 320kb/s sicher nicht mehr [Pras, Zimmerman, Levitin, 2009].
    Du sprichst also die an, die sowieso glauben, dass Wissenschaft und Audiotechnik nichts miteinander zu tun haben. Mich leider nicht, aber das wird Dir vielleicht egal sein.
    Gruß
    Fredi

    • Profilbild
      Jörg Hoffmann  RED

      Hallo Fredi & 0gravity,

      offensichtlich habt ihr beide dies nicht gelesen bzw. überlesen:
      „Zum Thema Doppelblindtest: Das hier Geschriebene bezieht sich einzig auf Tests zur Unterscheidung von Schallereignissen. Doppelblindtests haben durchaus eine wichtige Bedeutung in der Wissenschaft wie beispielsweise in der Medizin zur Erprobung der Wirksamkeit von neuen Medikamenten.“

      Dies wiederum legt den Schluss nah, den ich ebenfalls geschrieben habe: „Weil diese Art von Artikeln gerne selektiv gelesen werden (übrigens analog zu Ihrer persönlichen Lebenserfahrung)“ (…)

      Also: Ich spreche den Doppelblindtests nur die Evidenz im Bereich von Audiovergleichen ab und dies habe ich hinreichend und nachvollziehbar belegt.

      PS: „Polemik“ ist ein Begriff, der hier nichts zu suchen hat.

      • Profilbild
        Fredi  

        Hallo Jörg,
        Du sprichst also Doppelblindtests die Evidenz im Bereich von Audiovergleichen ab, allerdings nur speziell da.
        Und was zeichnet jetzt die Audiowahrnehmung von anderen sensorischen Wahrnehmungen aus? Warum ist es nicht relevant, dass Testpersonen in statistisch kontrollierten Experimenten trotz Schulung/Erfahrung keinen Unterschied zwischen scheinbar unterschiedlichen Audiosignalen wahrnehmen können.
        Deine Formulierung im Zwischentitel „Doppelblindtests? Unnötig, ohne relevante Aussage!“ ist nicht polemisch, sondern sachlich?
        Dann zitierst Du in Deinem Artikel die Webseite eines Herstellers, der Blindtests für Unsinn hält, vermutlich weil er teure Voodoo-Lautsprecherkabel für 400€/m verkauft.
        Ich hatte Dir dagegen einen wissenschaftlichen Vortrag von 2009 bei der AES genannt, über den man zumindest hätte diskutieren können, da er zumindest in Ansätzen Deine Position stützt, obwohl er sie weitgehend widerlegt.
        Das erinnert mich an Wünschelrutengänger: natürlich ist das alles ganz seriös und die können auch die Wasseradern feststellen, das haben sie ja gaaanz oft bewiesen. Wenn sie allerdings in kontrollierten wissenschaftlichen Experimenten das machen sollen, liegen sie komplett im Zufallsbereich.
        Sorry, so bringt eine Diskussion exakt nichts. Bleib gerne bei Deiner Meinung, ich bin raus. Aber nenne das dann bitte nicht Naturwissenschaft, da kann ich mitreden.
        Gruß
        Fredi

        • Profilbild
          Jörg Hoffmann  RED

          *seufz*, da ich sowohl meine Quellen beschrieben habe und auch in einem Beispiel im speziellen auf die Parawissenschaften eingegangen bin, kann ich Dich nur bitten, den Artikel umfänglich zu lesen und zu verstehen. Und genau deswegen bringt die Diskussion zu diesem Zeitpunkt wirklich nichts.
          Gruß, Jörg

  10. Profilbild
    beni

    Ich weiß nicht, ob es hier eine fundierte Überprüfung von Artikeln vor ihrer Veröffentlichung gibt. Es scheint mir, dass einige regelmäßige Autoren da z.T. einen Freifahrtschein genießen. Die HerausgeberInnen dieser Website sollten sich aber fragen, ob sie wirklich ein Forum für das Bewerben pseudowissenschaftlicher Positionen sein wollen.

  11. Profilbild
    SoundForger2000  

    Interessanter Artikel, bei dem aber auch ich auf die Negierung des Blindtestes nochmals eingehen muß. Ich sagte an anderer Stelle bereits, daß 70 % der gesamten Sinneswahrnehmung des Menschen visueller Natur sind. So erklärt sich die signifikante Dominanz all dessen, was wir sehen, oder zu sehen glauben. Das bedeutet, unser Gehirn verarbeitet primär visuelle Eindrücke. Diverse psychologische Experimente haben gezeigt, daß man mittels visueller Konditionierung entsprechende Sinneswahrnehmungen – u.U. vollkommen falsche ! – hervorrufen kann. Wie will man nun genau diesen Faktor bei der klanglichen Bewertung ausschließen ? Imho ist dies außer man sieht eben nicht, was man hört, vollkommen unmöglich. Die im Artikel genannten Faktoren mögen alle wahr sein, da gibt es von mir eigentlich gar keinen Widerspruch. Wir alle bewerten aufgrund unserer Lebenserfahrung. Vorturteile wie teurer MUSS besser sein, Marke A MUSS besser sein als Marke B aber kann man nur dann ausschalten, wenn der Hörer nicht weiß was er hört. Sieht und somit weiß er was spielt, wird er wohl (fast) immer hören was seiner Meinung nach Sinn macht oder seinen persönlichen Präferenzen entspricht.

    • Profilbild
      TobyB  RED

      Ich kann nur sagen wie es die Pharma Industrie macht. Entweder mit einer offenen Studie. Hier nicht anwendbar. Als Alternativen böten sich einfachblind, doppelblind und dreifachblind an. Alle sind randomisiert. Die Probanden wissen nicht ob sie in der Wirkstoff, Placebo oder Verum(Kontrollgruppe) sind. Und kennen auch nicht den Versuchsleiter, Hersteller etc. Wenn man in der Fachpresse veröffentlichen möchte, muss man seine Studie begutachten lassen. Hier werden nur Doppelblind und Dreifachblind akzeptiert. Ebenso erfolgt die Begutachtung mindestens einfach blind, in der Regel aber doppelblind.

      In der Akustik und Beurteilung von Eindrücken, hat sich der ABX Test durchgesetzt. Die Tücke beim ABX Test liegt allerdings im Detail, der Anzahl der getesten Personen. X wählt Signal A oder Signal B zufällig aus. Das heisst man benötigt eine größere Anzahl an Testpersonen. Für Aufbau und Durführung solcher Tests gibts Normen, so das hier Aussagekraft erreicht werden kann.

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