3. Januar 2021
Rarer Monosynth in der Entwicklung
Ist ja schon ewig (November) her, dass Behringer einen neuen Vintage-Klon angekündigt hat. Diesmal geht es um den RSF Kobol, dem seltenen, monophonen Analog-Synthesizer aus Frankreich.
Es ist ausdrücklich nur ein Prototyp, wie auf Facebook mitgeteilt wird. Das heißt, dass bezüglich Ausstattung noch nichts endgültig ist – und über die Verfügbarkeit brauchen wir uns noch lange keine Gedanken zu machen.
Das nachträglich veröffentlichte Neujahrsbild zeigt uns ein kompaktes Keyboard, dessen Grundform Behringer bereits für die Synthesizer Poly D und MonoPoly genutzt hat. Das Bedienpanel orientiert sich jedoch klar am RSF Kobol, dessen Markenzeichen, die großen, griffigen Regler, unverkennbar sind.
Es sind wie beim Original zwei VCOs, VCF, zwei Hüllkurven und eine Output-Sektion vorhanden. Aber auch Unterschiede lassen sich ausmachen, wie der Schalter für Noise und das Fehlen der Patch-Sektion. Letztere könnte möglicherweise auf die Rückseite des hochklappbaren Panels gerutscht sein.
Aus Platzgründen ist auch die Sequencer/Programmer-Sektion anders ausgefallen oder zumindest anders angeordnet. Es bleibt abzuwarten, ob man hier die Funktionalität des Originals nachgebaut hat oder der Einfachheit halber den gleichen Sequencer verwendet, wie er auch bei anderen Behringer-Synthesizer zu finden ist. Leider ist das Bild (absichtlich?) nicht gut aufgelöst, so dass man kleine Details nicht mehr erkennen kann.
Einen Vintage-Report zum Original RSF Kobol gibt es auf AMAZONA.de natürlich auch.
Dass sich Behringer ausgerechnet an diesem Exoten versucht, mag überraschen. Aber bevor dieser Synthesizer real wird, hat man ja noch ein paar andere Sachen abzuarbeiten. Schaut euch dazu den Status-Report an.
Der mag zwar an sich selten sein, aber ersticken wir nicht mittlerweile an all den monophonen analogen Synths und Klonen?
seh ich genau so. Und dazu noch subtraktiv. Ein Synth für alle die Ihn möchten. Viel Spass ,)
Behringer Monosynth #387. *Gähn*
Der Kobol war wohl der erste Synth, der einen Sequencer mit nahezu vollständigem Parameter Locking aufwies. Hab schon viel über den Apparat gelesen, aber nie einen live gesehen, geschweige denn angespielt. Wer genau diese Funktionalität sucht, aber nicht auf den Behringer Kobol warten will, ist mit der BassStation II mit Aphex Twin-Update meines Erachtens ebenso gut bzw. besser beraten, da kann man auch unabhängig vom Sequencer Patches Speichern und die Kiste klingt saugut.
Mensch, wenn doch endlich diese neue Seidenstraße schon fertig wäre.
Dann könnten wir diese Ressourcenverschwendung noch einmal beschleunigen.
Hach wäre das schön….
Zumindest werden von dem wohl weit mehr gefertigt, als die 200 Stück vom Original ;).
Noch ein monophoner Synthesiser mit subtraktiver Synthese.
Die Antwort auf alle meine Fragen.
Analoge Synths gibt’s inzwischen genug.
Ich wünsche mir ’ne bezahlbare Hammondorgel.
Immerhin hat das Original Speicherplätze und wäre für mich einer der ganz wenigen Behringer-Klones, die ich überhaupt in Erwägung ziehen würde.
Wenn nun jemand anders als Behringer die übrigen Vintage-Klones mit Speicherplätzen und vollständiger MIDI-Implementation rausbränge (Model D, Poly D, MonoPoly, Odyssey + 2600, Pro-1), könnte er erstmals Geld von mir bekommen.
Was ich aber eigentlich sehr gerne hätte als Clone: Einen Rhodes Chroma und/oder einen Matrix-12.
Für mich bitte eine Muh, eine Mäh, eine Tätärätätä.
Wenn schon dann hätten sie gleich den PolyKobol clonen sollen…
Ich kannte den Kobol gar nicht und hab mich dann auf YouTube schlau gemacht und dachte mir dasselbe. :D Mit der beste Synth den ich bisher gehört habe!
Ja genau, der scheint recht unbekannt. Aber interessant, von daher hoffe ich das hierbei was rauskommt.
Von xils lab gibt es eine starke SW -Version des PolyKobol.
Bitte nicht schon wieder eine neue Ankündigung! Da sind doch mindestens 7 Geräte angekündigt worden die bis heute im Zeitnebel festhängen. Oder ist das eine Ablenkungstaktik weil der UB-xa Probleme macht?
Was ist eigentlich mit dem Solina- oder dem LinnDrum Nachbau geworden???
Ich würde es sehr begrüßen wenn Behringer auf seiner Homepage ab und an eine kurze Info über den Status ihrer Entwicklungen bringt. Das wäre viel interessanter als Ankündigungen zu Produkt-Ideen.
Wieviele noch ohne patchspeicher?
Wir leben im jahr 2021.
1978 kam der Prophet 5 als erster synth mit digitalem Speicher.
Was wurde aus obxa und ds 80?
Laut eurer Einschätzung werden die noch länger brauchen.
Bass Station 2 kann ich auch sehr empfehlen.
Uli’s Polysynth-Abteilung scheint gemerkt zu haben, dass die tatsächliche Umsetzung so eines Oberheim-Klon-Projekts ein schwierigeres Unterfangen ist, als Leuten online den Mund mit verrückten Versprechen wässrig zu machen. Der UB-XA wir nicht vor 2022 beim Endkunden im Kinderzimmer stehen. Und einen adäquaten CS-80 Nachbau von Behringer kann ich mir generell nicht vorstellen.
Adäquater Nachbau scheint das Problem zu sein.
Würde der Odyssey so sahnig klingen wie das Original, wäre ich sehr glücklich damit geworden. Ich hab meinen wieder verkauft.
Der überzeugendste Synth von Behringer bleibt der Deepmind.
1976: PPG 1003 Sonic Carrier mit 50 Speicherplätzen
1977: Oberheim OB-1 mit 8 Speicherplätzen und MCS70 von Mario Maggi mit 64 Speicherplätzen
1964: Trabant 601 – 4 Sitzplätze
…mit aufgemalten Handschuhfach ünd bespannten Sitzflächen aus Linöliumimitad!
Ok danke!
Wieder was gelernt!