Test: Allen & Heath WZ4 16:2 Analog-Mischpult

23. Januar 2020

Analogmixer für Desktop oder Rack

Vorwort der Redaktion

Manche wenige Dinge haben eine lange Tradition, so auch der Allen & Heath Mixwizard WZ4, der nun schon (Nomen est Omen) in der 4. Generation gefertigt wird. Bereits sein Uropa, der so vor ca. 24  Jahren in der Audiowelt auftauchte, überzeugte durch hochwertige Signalaufbereitung. Und auch der Urenkel ist seit Jahren am Markt und darf sich bereits Klassiker schimpfen.

Diesen Test von Siggi Schöbel haben wir aus dem Archiv ausgegraben und rundherum erneuert, da der WZ4 auch heute noch sehr beliebt und auch erhältlich ist. Hier also nun die Würdigung eines echten Arbeitspferdes:

Allen & Heath WZ4 16:2 Analogmischpult

Kurz ein Überblick über die Eckdaten zum Allen & Heath WZ4:

  • 16 symmetrierte Mikrofon-/Line Inputs mit Inserts und Direct Out
  • EQ pro Kanal:  4-Band-EQ mit para. Mids
  • 100 mm Fader
  • 2 Dual Stereo-Eingänge mit separaten Gains und Routingmöglichkeit
  • 6 Aux Sends  (: 1 – 4 pre/post, 5 – 6 post)
  • 2 Stereo Returns
  • zusätzlicher Mono-Out mit Fader
  • zusätzlicher A-B-Ausgang
  • dreifarbige LED-Kette
  • doppelter Effektprozessor
  • +48V Phantom Power und Low Cut pro Kanal schaltbar
  • Signal und Peak LEDs
  • digitaler Effektprozessor mit 20 Presets
  • Lampensockel
  • USB-Recordingkarte als optionales Zubehör
  • Fußschalteranschluss zum Stummschalten der Effektsektion

Äußerlich ist der A&H WZ4 16:2 eine erstklassig verarbeitete Erscheinung: stabiles Metallchassis mit gummierten Seiten, einzeln verschraubte Potis (!), 100 mm Fader sehr guter Qualität, eingebautes Netzteil. Auf der Rückseite befinden sich alle Audioanschlüsse, welche ebenso sauber eingepasst und verschraubt sind.

Wer schon einmal mit einem Mischpult zu tun hatte, wird sich sehr schnell auf dem Allen & Heath Mixwizard WZ4 12:2 zurechtfinden, alles ist logisch aufgebaut und auch unmissverständlich beschriftet. Die Farbgebung unterstützt den Arbeitsablauf, das Mischpult wirkt im positiven Sinne sachlich und unspektakulär. Man merkt ihm an, dass es sich hier um ein ernsthaftes Audiotool handelt und nicht um einen modischen Gimmick.

Der Monokanalzug des WZ4

beginnt oben mit dem Schalter für die + 48V Phantomspeisung, danach folgt das Pad zur Signalabschwächung. Ist kein XLR-Stecker eingesteckt, sondern eine Klinke, dient dieser Schalter zur Umschaltung auf den Klinkeneingang. Nach dem Highpass Filter (man kann es auch Lowcut nennen), das bei 80 Hz greift, folgt der Höhen-EQ, danach der zweibandige Mitten-EQ mit Semiparametrik und schließlich der Bass-EQ. Dieser und das Filter für die Höhen haben beide eine Kuhschwanz-Charakteristik im Gegensatz zur Glocke bei den Mittenbändern. Der gesamte EQ-Block lässt sich löblicherweise ausschalten, so sind Klangvergleiche problemlos zu realisieren. Weiter geht es mit den sechs Aux-Reglern, einem Panoramaregler sowie einer Mute-Taste zum Stummschalten des Kanals. Mit dem PFL-Schalter lässt sich der Kanal isoliert abhören, zwei LEDs unterstützen optisch beim Einpegeln und warnen vor Übersteuerung. Ein angenehm weich laufender 100 mm-Fader beendet unsere „Kanalfahrt“.

Der Stereokanalzug des WZ4

besitzt keine Mikrofonvorstufe, dafür aber ein zweites Pärchen Line-Eingänge, das entweder auf den Stereokanal selbst oder aber direkt auf die Links/Rechts-Summe geroutet werden kann. Die Semiparametrik fällt hier weg, dafür gibt es vier feste Frequenzen, welche aber für Linesignale bestens ausreichen und meiner Meinung nach auch gut gewählt sind. Alles weitere ist identisch zum Monokanal.

Die Master-Sektion

beinhaltet neben den beiden Masterfadern für die Stereosumme die sechs Aux-Masterregler sowie eine umfangreiche Monitor-Sektion. Hier kann über einen Kopfhörer oder separate Monitorlautsprecher jeder Aux Send und Aux Return einzeln oder beliebiger Kombination abgehört werden. Das Lautstärkepoti für den AB-Output kann entweder als Lautstärkeregler für die Monitorboxen oder aber als zusätzlicher Links/Rechts-Ausgang verwendet werden.

Der Mono Master fasst normalerweise die Stereosumme zu einem Monosignal zusammen, womit der gesamte Mix an einen weiteren Lautsprecher geschickt werden kann. Besonders interessant ist aber die Möglichkeit, den Aux 6-Bus darauf zu schicken. So ist es möglich, z.B. nur die basslastigen Signale wie Kick Drum und E-Bass über den Aux 6 auf diese Monoschiene zu routen und nur diese dann auf einen Subwoofer zwecks Verstärkung zu schicken.

Zwei dreifarbige LED-Ketten sowie Kopfhöreranschluss mit zugehörigem Lautstärkeregler vervollständigt die Master-Sektion, ein Lampenanschluss ist ebenso vorhanden.

Das Effektgerät

Hier war ich beim Durchchecken wirklich erstaunt, wie sehr sich die Qualität zu den Vorgängermodellen verbessert hat. Die angebotenen Hallräume wirken schön dicht und haben jegliches Scheppern verloren, außer natürlich bei den simulierten Hallplatten, wo ein repetitiver Charakter dazugehört. Die Delays sind klar und ohne Artefakte, überhaupt ist die Auswahl eher Klasse statt Masse und sowohl für den Live-Einsatz als auch für das Homerecording brauchbar. Jeweils ein Parameter lässt sich in neun Schritten anpassen, was wenig klingen mag, aber gerade im Livebetrieb sehr nützlich ist. Hier braucht man einen schnellen Zugriff auf den wichtigsten Parameter und das ist beim 16:2 ruckzuck erledigt. Die neun Stufen sind zudem sinnvoll gewählt und für die Delays gibt es zudem noch eine „Tap“-Funktion zum Eintippen des Songtempos. Ein weiterer Pluspunkt: Anfänger der Materie fühlen sich nicht überfordert und kommen rasch zu einem ordentlichen Ergebnis.

Eine besondere Erwähnung ist der Tatsache geschuldet, dass es sich hier um ZWEI vollständig identische Effekteinheiten handelt, welche getrennt über den Aux 5 und Aux 6 angesteuert werden. Das ist flexibel und sowohl beim Live-Auftritt als auch beim Homerecording eine praktische Sache. Ein besonderes Sahnehäubchen ist die Beschaltung von diesen Aux 5 und 6: Die Aux-Master 5 und 6 gehen NICHT in das Effektgerät, sondern können über korrespondierende Ausgangsbuchsen an zwei weitere Geräte geschickt werden. So kann man zusätzlich zu den beiden Effektblöcken noch zwei weitere externe FX-Geräte oder auch Monitorlautsprecher usw. daran betreiben. Da hat wirklich jemand mitgedacht, Hut ab!

Es ist auch möglich, das Effektsignal von Prozessor 1 in den Prozessor 2 einzuspeisen und danach das Mischungsverhältnis der beiden Effektsignale anzugleichen. Hier kann man schon interessante Sachen basteln, besonders beim Recording.

Das Ausgangssignal des Effektprozessors selbst wird über den Aux Return 5 auf die Stereosumme geholt und kann zudem bei Bedarf auch auf die Aux-Wege 1 bis 4 gelegt werden. Über einen Fußschalter lässt sich das Effektgerät ein- und ausschalten, praktisch bei Ansagen zwischen den Songs.

Die Aux-Wege

Pro Kanal stehen insgesamt 6 Aux-Regler zur Verfügung, was bei einem analogen 19 Zoll-Pult eher selten ist, meist ist bei 4 Schluss. Aux 1 und 2 sind Pre Fade, Aux 3 und 4 wählbar zwischen Pre und Post Fade. Aux 5 und 6 sind dem internen Effektgerät zugewiesen, können aber – wie schon erwähnt – zusätzlich auch separat ausgespielt werden, um externe Geräte damit ansteuern. Alle Aux-Wege haben einen Aux-Master, der die Gesamtsumme der einzelnen Aux-Regler bildet.

Homerecording?

In diesem Test habe ich den Allen & Heath WZ4 16:2 insbesondere auf seine Recording-Fähigkeiten hin ausgeleuchtet. Dazu habe ich mir das Trio „ZweiUndEins“ (Alexander Lihl – Gitarre und Gesang, Pavel Dimitrov – E-Bass, Eckhard Leist – Gitarre und Gesang).

in meine Tonküche geholt, die mir als „Versuchskaninchen“ zur Verfügung gestanden sind. Sie haben zwei Eigenkompositionen eingespielt und dazu habe ich ausschließlich den Wizard plus einige analoge Kompressoren verwendet. Die Effekte beim Mixdown habe ich ebenso ausschließlich mit dem „Wizard“ erstellt.

Über sieben Eingangskanäle habe ich die Instrumente und den Gesang ins Pult geholt und über die jeweiligen Direct Outs an ein Motu 828 Mk3-Interface geschickt. In meiner Audiosoftware Digital Performer habe ich dann die aufgenommenen Signale auf vier Stereogruppen aufgeteilt und zurück auf die Doppel-Stereokanäle des 16:2 geroutet. So kann man relativ komfortabel arbeiten, auch wenn man nicht so viele Kanäle am Pult zur Verfügung hat.

Licht und Schatten beim Recording

Zuerst einmal: Es gibt viel mehr Licht als Schatten. Die Eingangsverstärker arbeiten sehr sauber und neutral, weder ein übermäßiges Rauschen noch eine merkliche Färbung des Signals war feststellbar. Von den Eingängen bis zu den Ausgängen und alles dazwischen ist das Gerät sowohl von den Audioeigenschaften wie den mechanischen Bauteilen hervorragend ausgeführt und rechtfertigt den höheren Anschaffungspreis des Mixwizard gegenüber den vielen existierenden Billigpulten.

Die Equalizer packen ganz schön zu und haben durchaus schon einen leichten „Reparaturcharakter“, was bei einem Q-Faktor von 1,8 auch erklärbar ist. Man kann damit störende Frequenzen bereits merklich ausfiltern, als „Sweetener“ ist das aber oft schon zu schmalbandig. Für Live ist dieser EQ Top, für Recording „geht so“. Hier sollte man beim Mix doch eher einen breitbandigen EQ in der Software bemühen bzw. die eingebauten EQs des 12:2 nur sehr dezent und an wirklich passender Stelle einsetzen.

Die Anschlüsse lassen sich für den Rackeinsatz umklappen

Der Signalfluss der Direct Outs ist ab Werk „Pre Fade“ geschaltet, was ich grundsätzlich begrüße. Das bedeutet in der Praxis, dass der Signalpegel nach dem Gain-Regler abgegriffen wird. So kann man im Livebetrieb die Show ganz normal mit den Fadern „fahren“, das Signal an den Direct Outs bleibt aber stets gleich. So wird der Mehrspurrecorder mit einem konstanten Pegel angesteuert, was man bei einem Mehrspurmitschnitt ja auch haben will. Jetzt kommt aber das große „Aber“: Das Direct Out-Signal wird leider auch VOR dem EQ abgegriffen. Das bedeutet nun speziell beim Homerecording, dass ich über die EQs den Sound schrauben kann, wie ich will, das Signal landet stets unbearbeitet am Direct Out. Hier hätte ich mir eine andere Beschaltung gewünscht, da auch im Livebetrieb der mit EQ bearbeitete Klang ja meist in Ordnung ist und durchaus so aufgenommen werden kann. Am elegantesten wäre eine eigene Umschalttaste für den Direct Out gewesen: Pre/Post EQ oder zumindest Pre/Post Fade.

Bei der Session mit „ZweiUndEins“ habe ich mir dergestalt geholfen, dass ich den Sound bei der Aufnahme wie gewohnt über die Pult-EQs eingestellt habe und beim Mixdown die aufgenommenen Spuren in die korrespondierenden Kanäle des Mischpultes umgesteckt und zurückgeführt habe. Das ist ein machbarer Kompromiss, den ich aber als umständlich und unpraktisch empfinde. Man kann aber damit leben, da das Pult ja auch „nur“ 8 Monokanäle besitzt, welche ziemlich flott umgesteckt sind.

Ohne Umstecken geht es nicht.

Was noch zu erwähnen wäre

ist die optionale USB-Recordingkarte, mit welcher sich 16 Kanäle gleichzeitig in den Computer schicken lassen: Direkt Out 1 bis 8, Aux Send 1 bis 6 sowie wahlweise den Left/Right Insert-Send oder der AB-Output. Zurückgeführt wird ein Stereobus aus dem Rechner auf den Aux Return 6 des Mixwizard. Die Karte läuft unter allen gängigen Windows- und Mac-Betriebssystemen und unterstützt auch hohe Auflösungen (24 bit/96 kHz). Wer also noch kein Audiointerface besitzt, sollte sich diese Anschaffung überlegen.

Im Bandtext verwendeten wir den 12:2, der nicht ganz so vollgestopft ist seine beiden Brüder 16:2 und 14:4:2. Das erleichtert die Übersichtlichkeit, was ich als angenehm empfinde. Wer also nicht so viele Kanäle braucht und auch ohne Subgruppen auskommen kann, darf sich beim 12:2 außerdem über den erstens geringeren Anschaffungspreis und zweitens über mehr Platz für die Bratwurstfingerchen freuen.

Für wen ist der Allen & Heath WZ4 richtig?

Grundsätzlich für alle, die einen transportablen „All-in-One-Mixer“ haben wollen und sowohl auf eine hohe Audioqualität als auch erstklassige Verarbeitung Wert legen. Der Mixwizard ist eine Anschaffung auf Jahre, so ein Gerät geht so schnell nicht in die Knie. Der Profi findet alles vor, was man nur irgendwie in ein analoges 19 Zoll-Pult packen kann und der Anfänger wird den Signalfluss auch relativ schnell kapieren.

Der Focus liegt meiner Ansicht nach zu 70% für den Live-Betrieb bzw. einer Festinstallation und zu 30% für das Homerecording. Hier muss man sich mit den erwähnten Einschränkungen anfreunden können oder aber das Pult beim Fachhändler auf einen Post Fader-Betrieb umrüsten lassen, was durch Umstecken interner Jumper möglich ist. Dann wird das durch den EQ bearbeitete Signal mit aufgenommen, allerdings auch jede Faderbewegung. Das Umstecken der Jumper kann durchaus selbst durchgeführt werden, in der (gut geschriebenen) englischen Bedienungsanleitung wird das ziemlich gut beschrieben. Leuten mit zwei linken Händen würde ich aber davon abraten, ein wenig handwerkliches Geschick plus Vorsicht ist unabdingbar.

Der WZ4 im Testeinsatz bei Siggi Schöbel im Studio

Fazit

Audiotechnisch und von der Verarbeitung ein Volltreffer besticht die Allen & Heath Mixwizard WZ4 Serie zusätzlich mit pfiffigen Details. Der eingebaute Effektprozessor klingt sehr ordentlich und ist sogar zweifach vorhanden. Für Beschallung und Festinstallationen eine eindeutige Empfehlung. Beim Recording gilt es ein paar Kompromisse zu akzeptieren.

Plus

  • professionelle Klangqualität
  • robuste Verarbeitung, alle Potis einzeln verschraubt
  • Phantomspeisung pro Kanal zuschaltbar
  • pfiffige Detaillösungen
  • USB-Recordingkarte optional erhältlich
  • gute Bedienungsanleitung

Minus

  • Direkt Outs werkseitig nur Pre Fade/Pre EQ

Preis

  • 1.221,-€
Forum
  1. Profilbild
    gaffer  AHU

    Scheint mir ein gutes Pult. Ich hätte noch geschrieben, dass die USB Karte 350 kostet und im Endeffekt für 300 übern Tisch geht. Die Karte ham sie Dir wohl nicht mitgesendet, sonst hättest Du sicher was dazu gesagt.

    • Profilbild
      Onkel Sigi  RED

      Griass Di Gaffer,

      nein, die Karte war nicht dabei beim Testgerät.

      Musikalische Grüße von

      „Onkel Sigi“

  2. Profilbild
    Jante Loven  

    Ich hätt noch ne Frage zum Recording. Du hast ja geschrieben, dass es da den Nachteil gibt, dass man per Jumper auf post fader umschalten muss. Ist das der einzige Nachteil? Ich habe mir nämlich das Pult als Recordingpult überlegt. Gibt es deiner Meinung nach für diesen Zweck bessere analoge 16 Kanäler im ähnlichen Preissegment?

    • Profilbild
      Armin Bauer  RED 1

      Ich erlaube mir, hier mal zu antworten.
      Wenn du den MixWizard als Recordingpult einsetzt, hast du die Möglichkeit Pre oder Post EQ+Fader zu fahren.
      Wenn du nun gleich deine EQ-Einstellungen mit aufnehmen willst, dann Post, der Kanalfader ist dann aber auch mit involviert.
      Das macht für eine Aufnahme nichts, das stellst du einmal im richtigen Pegel ein.
      Wenn du auf Post gejumpert hast und du den EQ nicht aufnehmen willst, schaltest du ihn halt aus.
      Falls du ein reines Recordingpult brauchst, kannst du dir auch mal das ZED R16 von A&H anschauen.

      • Profilbild
        TobyB  RED

        Hallo Armin und mysputnik,

        das A&H Z16R ist schon eine Alternative, ich hatte es mir im September angesehen, mich dann aber für das ZED420 entschieden, da ich den MIDI Teil und die Transportsteuerung nicht brauche. Für Quick und Rough Mix ist die USB Schnittstelle gut genug, macht am Mac keine Zicken. Das Routing und die Aux Wege, sind A&H Style, wenn man von anderen Konsolen kommt sollte man umdenken. Hat man das geschafft, lässt es sich mit A&H sehr gut arbeiten. Die EQs sind in der Preisklasse weit vorne, das Signalrouting ist gelungen, Schalter und Taster arbeiten sicher. Der Lüfter ist flüsterleise. Einziger Kritikpunkt abgesenkte Schalter, die eine recht eigenwillige Rastung haben.

        Gudde.

    • Profilbild
      Onkel Sigi  RED

      Griass Di mysputnik,

      wenn der Focus speziell auf dem Mehrspurrecording im Homestudio liegt, halte ich z.B. das Soundcraft LX 7 II oder das Soundcraft FX 16 II für grundsätzlich besser geeignet, da man hier die Direct Outs per Schalter am Pult von Post Fade auf Pre Fade schalten kann. Soundcraft ist meines Wissens auch der einzige Hersteller, der dieses praktische Feature in der Preisklasse bis 1000.- Euro anbietet.

      Musikalische Grüße

      „Onkel Sigi“

  3. Profilbild
    falconi  RED

    Jepp!

    Ich benutze seit vielen Jahren einen MixWizard 14:4:2 aus der ersten Serie, damals noch „Made in England“.

    Die Rackmischer von Allen&Heath sind enorm flexibel, ordentlich verarbeitet, und ein jeder Kanal bietet hochwertige Fader, FIlter und Routingmöglichkeiten und klingt dabei so gut wie viele amtliche Mono-Channelstrips der gleichen Preislage.

    Die Pulte sind prinzipiell auch hochwertig genug, um als rauscharmer, neutral klingender Summierer beim Mixdown eingesetzt zu werden.

    Sicher eine Investition, mit der man über viele Jahre alles Mögliche anfangen kann…

  4. Profilbild
    swellkoerper  AHU

    Ich muss an dieser Stelle mal ganz viel Lob loswerden – die Tests vom Sigi gefallen mir mit der Zeit immer besser, der frühere etwas angestrengt lustig wirkende Schreibstil ist einem entspannten, angenehm zu lesenden Textfluss gewichen. Ich habe es viel lieber, wenn sich ein Autor bewusst auf sein Anwendungsszenario beschränkt und daraus ein fundiertes Urteil ableitet als wenn PR-Texte und Feature-Listen als Tests verkauft werden. Sigi, bitte weiter so!
    Noch eine Frage zu A-H und dem schönen Studiofoto: man sieht ja nicht nur die schöne TLA Konsole ;-) sondern auch ein Soundcraft M-Series. Wie verhält sich dieses spezielle Pult klanglich im Vergleich zu den MixWizards? Meines Wissens bieten sie für 500€ auch schon Pre-/Postfader geswitchte Direct-Outs.
    Danke für deine Einschätzung.

    • Profilbild
      Onkel Sigi  RED

      Griass Di swellkoerper,

      jetzt bin ich doch schon relativ lange auf diesem kleinen, blauen Himmelskörper…. Und dennoch kann ich noch immer nicht umhin, dass mir ein ehrliches Lob ein dickes, zufriedenes Grinsen in mein Sauerkrautgesicht malt…… Dank Dir schee für Deine Worte. Ich trinke eben ein Weissbier auf Dein ganz spezielles Wohl, swellkoerper.

      Ja, die Soundcraft M-Serie….. Das sind meine persönlichen Lieblingspulte in der günstigen Klasse (NICHT Billigklasse). Auf dem Studiofoto ist das ein Soundcraft M4, welches mir einerseits als Submischer für die Drums bzw. Percussion dient und andererseits als Livemischer für kleinere Gigs bzw. wiederrum als Live-Submischer, wenn die Kanäle am M8 ausgehen. Ich habe also zwei Pulte aus dieser Soundcraft-Serie und bin sehr angetan davon. Wie Du schon geschrieben hast, haben sie die seltene Möglichkeit, die Direct Outs pro Monokanal Pre Fade oder Post Fade zu schalten, ohne intern im Pult etwas verändern zu müssen.

      Im Vergleich zu den Wizards von Allen & Heath kann die M-Serie mit der Robustheit nicht ganz mithalten, da bei den Wizards alle Potis mit Muttern auf der Pultoberfläche gekontert und somit eigentlich unzerstörbar sind. Zudem hat die M-Serie nur 4 Auxe statt 6 wie bei den Allen & Heath Wizards und diese sind auch nicht Pre/Post wählbar.
      Auch haben die EQs nur ein Mittenband im Gegensatz zu den zwei der Wizards und die EQs können nur bei den Wizards zu- und abgeschaltet werden.

      Dennoch… Klanglich sind diese beiden Serien ebenbürtig und auch die Robustheit der Gehäuse selbst schenken sich nichts. Mit dem Soundcraft M4 habe ich vor kurzem die neue CD des Duo Pasión aufgenommen: Steinway-Flügel plus Gesang (bei Interesse: http://www.0509records.com). Die Vorverstärker sind extrem gut und transparent für eine doch so erstaunlich preiswerte Kompaktkonsole. An meinem TL-Audio M4-Mischpult (hat zufällig die gleiche Typenbezeichnung) habe ich dann noch etwas Feinschliff gemacht, was aber ohne den sehr guten Grundsound der Soundcraft M-Serie nichts gebracht hätte.

      So, nun weisst Du um meine Einschätzung bzw. Erfahrung und es würde mich freuen, wenn Du damit etwas anfangen kannst.

      Mit musikalischen Grüßen

      „Onkel Sigi“ Schöbel

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        Armin Bauer  RED 1

        Oh Sigi,

        Mittags um 13 Uhr Weissbier?
        Ich dachte, das gibt´s bei euch in Bayern nur zum Frühstück.
        Da scheinst du ja ein echter Langschläfer zu sein.
        Ah, Zeitumstellung, nun dann geht das wohl gerade noch so durch :-)

        Gruß
        Armin

      • Profilbild
        swellkoerper  AHU

        Ja da schau her, gleich noch ein Test! Grosses Dankeschön für die umfangreiche Antwort, die sich auch mit meinen Erfahrungen deckt. Habe selbst ein M12, dass ich gern mit einem anderen Pult upgraden oder ergänzen möchte. Aber das Teil ist so gut, da sind (bezahlbare) Alternativen rar. Ein ZED R16 mit Thunderbolt-Karte wär der Hammer, das wär ein Pult, wo zumindest für mich alles passt.
        Prost & sonnige Grüsse zurück!

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          Onkel Sigi  RED

          Warum hängst Du nicht ein M4, M8 oder sogar nochmals ein M12 an Dein schon vorhandenes M12? Das ist relativ preiswert und sieht sogar noch gut aus.

          Musikalische Grüße

          „Onkel Sigi“

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    Markus Galla  RED

    Wenn es egal ist, ob analog oder digital, wäre in der Preisklasse (liegt sogar unter 1000€) das PreSonus StudioLive 16.0.2 zu erwähnen, welches sich für Live- und Recording-Aufgaben gleichermaßen gut eignet und sogar per iPad fernbedient werden kann (im Studio und live nicht zu unterschätzen). Hier kann man auch entscheiden, ob man die Fat Channel Einstellungen mit aufnehmen möchte oder eben nicht. Und Live-Recording lässt sich damit auch ganz vorzüglich betreiben. Möchte man das mit analogen Pulten machen, so gibt es noch Konkurrenz bei Phonic mit den Helix-Pulten, die günstiger sind, vielleicht aber nicht ganz klanglich mit den Wizzards mithalten können.

    • Profilbild
      Markus Galla  RED

      In einer ähnlichen Preisklasse spielt auch das MIDAS Venice U16. Da ist sogar die USB-Karte für das Recording schon mit drin.

  6. Profilbild
    Christoph

    Hallo Sigi,

    wie ich lesen konnte, hattest Du auch ein Bericht über CMS 600_3 gemacht… das Dynacord ist die gleiche Preisklasse, obwohl es nicht so robust gebaut ist und sagen wir mal grob nicht so professionell… dafür aber um die Hälfte leichter und kleiner…

    Habe gerade einen Zedi10FX – abgesehen von den Regelmöglichkeiten – würde ich bei der „Nulleinstellung“ eine eindeutige Klangverbesserung merken, wenn ich ein Geangsmikro, bzw. Saxophon oder Keyboard an ein CMS 600 und/oder WZ4 statt an mein Zedi anschließen würde? Danke schön im Voruas und VG aus Schlesien :)

    • Profilbild
      Onkel Sigi  RED

      Hallo Du Schlesier,

      also bei der Nullstellung (Du meinst wahrscheinlich die der EQ´S) dürfte das sehr marginal sein.
      Ich würde denken, dass der Wizard und das CMS600 einfach insgesamt eine Audiostufe höher angesiedelt sind. Das ZED i10 ist solide Einsteigerklasse, die Wizards und die CMS-Serie sind schon Profiware. Das merkt man aber doch erst bei intensiverem Einsatz von EQ´s und vielen gleichzeitigen Kanälen, welche auf die Stereosumme laufen.

      Grundsätzlich ist es erstaunlich, was die Markenhersteller heutzutage im Einstiegssektor bieten. Ich habe momentan ja auch ein Yamaha AG06 Minipult im Einsatz, welches freilich nicht mit meiner TL-Audio Konsole vergleichbar ist, aber dennoch gute Ergebnisse liefert. So ähnlich dürfte es mit Deinem ZED zu Wizard und CMS600 sein.

      Musikalische Grüße

      Onkel Sigi

  7. Profilbild
    Christoph

    Hallo nochmal Sigi,

    danke schön!

    Ja, ich meine, ob man es selbst hören könnte, wenn die EQ’s auf Null (12Uhr) stehen. Ich habe es irgendwie in den Ohren, dass der WZ etwas schönere Mitten hatte und irgendwie etwas präziser war, der CMS dagegen etwas strafferen Bass hatte – mag sein, dass ich es mir nur eingebildet habe, denn leider war es kein Vergleich am gleichen Platz, zum gleichen Zeitpunkt mit gleichen Mikros usw.
    Wenn Du aber meinst, dass man eigentlich beide als schon professionell einstufen könnte, scheint mir da der CMS 600 mit ca. halben Gewicht und Casegröße für einen mobilen Alleinunterhalter doch die irgendwie „klügere“ Lösung zu sein…? Ich habe gute Boxen, Mikros und Instrumente, da brauche ich die stimmbaren Mitten eigentlich nicht…

    Nochmals danke Sigi – sehr nett Deine Hilfe – wenn Du noch was ergänzen möchtest, freu ich mich schon drauf – musikalische Grüße – Christoph :)

    • Profilbild
      Onkel Sigi  RED

      Hallo Christoph,

      es ist durchaus möglich, dass Dein Eindruck stimmt. Kein Mischpult klingt wie das andere und eine kleine Abweichung im Frequenzgang bzw. Betonung oder Abschwächung bestimmter Frequenzbereiche hat jedes Pult. Das eine mehr in den Bässen, das andere mehr in den unteren Mitten, das dritte mehr in den oberen Mitten, das dritte mehr in den höchsten Höhen usw.

      Selbst ganz teure Mischpulte in der 100 000 Euro-Kategorie weisen in der neutralen Stellung kleine Klangunterschiede auf. Allerdings wird es bei JEDEM dieser Pulte dann gut klingen. Nicht anders ist es beim WZ und beim CMS: Beide gut, mit spitzen Ohren aber nicht zu 100% gleich.

      Musikalische Grüße

      Onkel Sigi

  8. Profilbild
    Christoph

    Hallo nochmal Sigi,

    vielleicht bist Du noch so erfahren (und lieb), um zu schreiben, wie Du die Audioqualität der kleinen Rack Pulte wie Ui12 oder Qu-SB gegenüber den analogen „Standards“ wie dem WZ bzw. CMS bewerten würdest. Natürlich abgesehen von den digitalen Möglichkeiten, wie Gates, Kompressoren usw. die ich als Alleinunterhalter eigentlich nicht brauche… Danke schön im Voraus – VG – Christoph

  9. Profilbild
    Christoph

    Vielleicht noch das VLZ4 von Mackie – z.B. 1202 – klein genug – und mit den Onyx Preamps wohl nicht schlecht, oder doch nicht so ganz? Danke! :)

  10. Profilbild
    Onkel Sigi  RED

    KORREKTUR:

    Mann, Mann, Mann…….
    Natürlich nicht bei Amazon, bei AMAZONA habe ich das getestet.

    Ist noch früh am Tag heute…….

    Musikalische Grüße

    Onkel Sigi

  11. Profilbild
    Christoph

    Hallo Sigi,

    auch wenn das nicht neues ist, erlaube ich mir am Anfang zu schreiben, dass Du einfach genial – so wie Deine Testberichte – bist! Dass Du darüber hinaus den nicht so erfahrenen Usern auch noch hier weiterhelfen möchtest ist ebenfalls extrem nett – herzlichen Dank! :)

    Beim Bericht der Ui16 glaube ich zwischen den Zeilen gelesen zu haben, dass die billigen digital Pulte klanglich nicht so ganz 100%ig an die guten analogen Pulten ran kommen. Klar, wenn man günstig alles (Gates, Kompressoren, usw.) onboard haben will, ist es sicherlich eine wirklich gute Alternative… als Alleinunterhalter brauche ich es aber nun mal nicht, da die Stimme über TC Helicon im Korg Pa4 geht und für Saxophon brauche ich nichts mehr als das, was mir ein analog Pult bietet – sofern konzertiert sich meine Suche nun auf analoge Kandidaten.

    Mit Q meinte ich die Rackversion des Allen Qu-16. Wenn ich nichts kleineres finden sollte, nehme ich wohl einen WZ4 12:2 – obwohl ich sehr gerne bei dem kleinen Case bleiben würde, den ich jetzt habe – Mobilität ist auch wichtig, v.a. wenn die Party manchmal um 4Uhm morgens aufhört und man muss noch alles zusammenpacken und und… Endde Teil 1/2 da es zu lang war ;)

  12. Profilbild
    Christoph

    Teil 2/2
    Ehrlich gesagt habe ich das CMS nicht so ganz positiv in Erinnerung, ich müsste es wohl nochmals testen, damals war ich aber eher sehr verwundert warum das CMS 600 so schweinischteuer ist, die mitgelieferte Klangverfärbung ist eine fragliche Sache… und die Bauqualität scheint eher an die 2-3 billigeren Pulten als an z.B. einen preisgleichen WZ4 zu erinnern.
    Nach Deinen Testberichten habe ich angefangen mich für VLZ4 zu interessieren – schon dass dritt-kleinste 1202 lässt sich in ein 19″ Case einbauen, hat das Netzteil eingebaut.
    Das wichtigste, aus Deinem Test entnehme ich, dass es klanglich wirklich gut ist, sehr gute Vorverstärker – ist es aber eher mit einem Zed oder WZ zu vergleichen? Natürlich abgesehen davon, dass ein WZ je Kanal 2x Semiparametrik hat – denn das würde ich sowieso nicht nutzen, ich stelle mir alles im Keyboard ein – und da die Saale akustisch verschieden sind, kommt Sub am separaten Ausgang raus – soviel wie es zur Raumakustik passt – EQ Eingriffe brauchen da also nicht mehr zwingend sein…

    Danke schön im Voraus – VG aus Schlesien – Christoph

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