Test: Elektron Model:Samples V1.01, Sample Groovebox

1. März 2019

Ein Model - und es sieht gut aus

elektron model:samples

Elektron Model:Samples

Elektron Model:Samples – unter dieser prozedural anmutenden Abkürzung bringt der alte Schwede Elektron sein erstes Produkt unter der magischen 500,- Euro Grenze auf den Markt. Noch nicht mal 1 kg schwer ­ist das 27 x 18 x 4 cm große Kistchen und stellt wohl auch das erste Elektron Gerät in weiß dar. Ob es sich nur um einen Darsteller oder um einen echten Schauspieler handelt, werden wir sehen.

Das Design wurde bereits viel gescholten, mir gefällt es irgendwie. So hat man sich wohl in der Vergangenheit vorgestellt, wie die Zukunft aussieht – es hätte sehr gut in den Film „2001 – A Space Odyssey“ gepasst. Man stelle sich Bowman im Raumanzug vor, wie er den Elektron Model:Samples hält.

Nice Price für Elektron Model:Samples?

Ja – es ist Low-Price (jedenfalls bezogen auf Elektron); ja – es ist aus Kunststoff (und nicht aus Metall wie sonst bei Elektron) und ja – es ist weiß (unerhört von Elektron). Nachdem diese drei Fakten den Konsumenten schon genug verwirren sollten, kommen wir sofort zum Eingemachten. Das Elektron Model:Samples hat nur zwei Audioausgänge, deren Stereosignal auf den Kopfhörerausgang gedoppelt wird. Über Class-Compliant-USB (Audio/MIDI) gehen diese beiden Audiospuren auch direkt in die DAW, ohne dass die Wandler in Aktion treten. Alles unter der Prämisse, dass man einen Mac benutzt, denn ohne ASIO-Treiber bleibt Windows-Usern nur die MIDI-Funktionalität.

Elektron Model Samples - Audio und MIDI I/O

Elektron Model:Samples – Audio und MIDI I/O

Der Strom kommt übrigens nicht über USB, sondern über das mitgelieferte Netzteil. MIDI gibt es über USB und DIN, ein MIDI-Trio fehlt aber, genau wie mehr als ein Klinke-auf-DIN-Adapter für die beiden MIDI-Miniklinkenbuchsen (IN und OUT/THRU). Dafür kann man aber im Config-Menü die Polarität des MIDI-Miniklinkenausgangs einstellen und so jeden Adapter nehmen, auch solche, die dem Korg Standard nicht entsprechen (namentlich Arturia). Und nein – es wird kein Overbridge für das Elektron Model:Samples geben.

Der USB-Anschluss ist nur zum Austausch von Sample- und MIDI-Daten - nicht zur Stromversorgung

Der USB-Anschluss dient nur dem Austausch von Sample- und MIDI-Daten – nicht zur Stromversorgung

Das war’s – mehr ist Hardware-technisch nicht vorgesehen, mal abgesehen von den Anschlüssen für den angekündigten Akku, die sich sozusagen an den Schläfen des Geräts befinden. Denn nein – der Elektron Model:Samples hat kein eingebautes Batteriefach, um ihn mobil oder mit Stromausfall-Backup zu betreiben.

Hardware des Elektron Model:Samples

Wie gesagt besteht das Gerät aus Kunststoff und wiegt nicht mal 1 kg, so dass es in der Hand tatsächlich mehr wie ein Spielzeug liegt als ein ernstzunehmendes Instrument. Dieser Eindruck verstärkt sich beim Bedienen der rot beleuchteten Gummi-Pads. Die Pads selber fühlen sich gar nicht schlecht an, jedoch wabbeln und wackeln sie in ihren Vertiefungen. Einzige Ausnahme sind die großen Track-Pads, auf denen auch anschlagsdynamisch gespielt werden kann. Für meinen Geschmack sind sie ein wenig zu stramm eingestellt, so dass ich schon richtig draufkloppen muss, um höhere Anschlagsstärken zu erreichen.

Rutschfest auf Gummischienen

Rutschfest auf Gummischienen

Sehr angenehm und fast schon als Handschmeichler zu bezeichnen sind die Gummikappen der Encoder. Sie sind zwar klein, haben aber einen festen Grip. Allerdings werden sie etwas rutschig, wenn man sehr feuchte Pfoten bekommt. Volume und Level/Data-Encoder sind gerastert und mit Schaltfunktion, alle anderen sind nicht gerastert.

Auf den ersten Blick fällt einem auf, dass die Bedienoberfläche sehr aufgeräumt wirkt und viel Raum für das Platzieren der Hände bietet. Das Gerät ist bewusst „einfach“ konzipiert worden und ein Menütauchen oder Verrenkungen der Affengriff-Art bleiben beim Elektron Model:Samples (beinahe) aus.

Elektron Model:Samples – Back to Basics

Elektron Model:Samples ist also kein Sampler, sondern ein Sample-Player oder auch eine Sample-basierte Groove-Box. Im internen SD-Speicher (der +Drive genannt wird) finden 1 GB Samples (inklusive Betriebssystem) Platz – aktiv im Sample-Speicher kann man 64 MB unterbringen. Das war im Emu Sampler 1996 mal richtig viel, aber ganz ehrlich, empfinde ich das heutzutage als zu wenig. Nicht weil es nicht ausreichen würde, allein deswegen, weil die Preise für SRAM so niedrig sind. Aber vielleicht kann die MCU auch nicht mehr als 64 MB adressieren – wir werden sehen.

Die Speicherstruktur des Elektron Model:Samples

Die Speicherstruktur des Elektron Model:Samples

Die Grafik zeigt die Struktur eines Projektes, es können insgesamt 96 Projekte erstellt werden. Natürlich immer unter der Voraussetzung, dass die 1 GB SD-Speicher nicht überschritten werden. Wird es Upgrade-Möglichkeiten geben? Linsen wir doch mal unter die Haube…

Betrieben wird das Gerät von einem Coldfire V4 MCF5441x 32-Bit Microcontroller mit einer Taktung von 250MHz

Betrieben wird das Gerät von einem Coldfire V4 MCF5441x 32 Bit Microcontroller mit einer Taktung von 250 MHz

Das Gerät lässt sich leicht öffnen und man sieht, dass hier an Schrauben nicht gespart wurde, ganze 31 Schrauben halten das Main-Board an der Oberseite fest. Betrieben wird das Gerät von einem Coldfire V4 MCF5441x 32-Bit Microcontroller mit einer Taktung von 250 MHz. Dann sehen wir noch den SD-RAM- und den RAM-Chip. Aus-die-Maus, alles andere ist nur Peripherie. Also nein – ein RAM-Upgrade wird es für den Elektron Model:Samples wohl nicht geben. Aus dem Reference-Manual geht hervor, dass die MCU RAM-Größen bis 256 MB verwalten kann. Es ist der MCU sogar möglich, diese 256 MB in je 8 Bänken zu verwalten, so dass man satte 2 GB SRAM zur Verfügung hätte. Daraus kann jeder machen, was er möchte.

Theoretisch könnte die MCU mehr RAM verwalten

Aus dem Reference-Manual des Microcontrollers: Theoretisch könnte die MCU mehr RAM verwalten

Handling des Elektron Model:Samples

Aber nun endlich zur Bedienung, bleiben wir gleich mal beim Projekt. Die Projekte sind eingeteilt in 96 Patterns (16 Patterns x 6 Bänke), von denen immer nur eines aktiv sein kann. Jedes Pattern kann aber über eine Fill-Funktion mit Variationen versehen werden. Das Pattern kann bis zu 64 Steps lang sein. Dabei können die sechs einzelnen Tracks jeweils eigene Pattern-Längen haben, womit sich die Welt der Polyrhythmen öffnet. Die Pattern-Längen werden über das Scale-Menü eingestellt. In diesem Scale-Setup kann man aber nicht nur die Länge per Encoder eingeben, es ist auch möglich, über den Page-Taster und die sechzehn Trigger-Taster on-the-fly zu ändern, was für den Live-Einsatz Sinn ergibt.

Das LC-Display ist mit seinen winzigen 128 x 64 Pixeln auf 3,3 x 1,8 cm schon arg klein und nicht so kontrastreich wie die zurzeit viel verwendetem OLED-Displays. Trotzdem muss ich gestehen, dass mir das bei der Bedienung gar nicht sauer aufgestoßen ist. Manchmal ist halt weniger Display = mehr Workflow.

Das Display ist zwar klein, lässt aber nichts vermissen

Das Display ist zwar klein, lässt aber nichts vermissen

Alle Noten-Daten der sechs Tracks können als MIDI ausgegeben werden. Das beinhaltet Note-On/Off und die Note-Velocity. Im Setup-Menü findet man die MIDI-Filter, hier kann man bestimmen, ob auch die Encoder-Bewegungen als MIDI gesendet werden. Auf der Eingangsseite ist es per einfachem MIDI-CC-Befehl möglich, jeden Parameter des Tracks zu steuern.

Elektron Model Samples - Übersicht über die steuerbaren Parameter

Elektron Model:Samples – Übersicht über die steuerbaren Parameter

Aus der Abbildung werden auch die einzelnen Parameter ersichtlich, mit denen ein Track und damit das auf ihm liegende Sample manipuliert werden kann. Denn ja – es gibt nur ein Sample pro Track, das im Sample-Menü ausgewählt werden kann. Bedenken sollte man allerdings, dass jedes Pattern eines Projektes eine eigene Sample-Zusammenstellung besitzen kann. Trotzdem finden einige, dass sechs Spuren zu wenig sind, wenn man keine Möglichkeit hat, verschiedene Samples im selben Track zu nutzen. Da darf ich dezent dazwischen grätschen und behaupte, man kann mit nur einem Track einen ganzen Beat aus Einzel-Samples bauen (also keinen Drum-Loop). Dazu aber später.

FUNC-Key, FUNC-Key

Überhaupt kommt man um die ständige Benutzung des FUNC-Keys, der einer Shift-Taste entspricht, nicht herum. Und dabei findet man sich auch mal in der Position, einen Affengriff machen zu müssen, z. B. wenn ich eine Trig-Condition einstellen möchte. Dann sind nämlich schon drei Finger von der Partie. Manchmal schnappt eine Kombination auch ein, z. B. FUNC+PAGE bringt einen ins SCALE-SETUP, indem die Trig-Keys z. B. eine andere Funktion haben. Dort kommt man erst raus, wenn man noch mal FUNC+PAGE drückt.

Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    network-909  

    Toller Testbericht :)
    Bzgl. des RAMs der MCU bin ich mir nicht sicher, ob Deine Information stimmt. MB=Megabyte, Mb=Megabit, d.h. ich würde das so verstehen, dass der Coldfire 256 Megabyte verwalten kann, so steht das ja auch direkt am Anfang in dem Auszug aus dem Datasheet. Die 256 Megabyte wären somit beispielsweise mit einem 2Gigabit RAM erreicht, in dem Fall 256Mbit mal 8 Bänke (=2 Gigabit = 256 Megabyte). Bitte korrigiert mich, wenn ich Müll schreibe.

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      t.goldschmitz  RED

      Danke, und Du hast vollkommen recht, auf mein Memo an mich slebst schreibe ich „wer ‚b‘ von ‚B‘ unterscheiden kann, ist klar im Vorteil!“.
       
      Dennoch bleibt der Punkt valide, es hätten 256 MByte sein können….

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    Hectorpascal  

    „Denn jeder Track besitzt nun mal die Parameter SAMPLE START und SAMPLE LENGTH, die man auch über Parameter-Locks verändern kann. Also flugs aus verschiedenen Drum-Samples ein File erstellt, mit Transfer übertragen und das zusammengeklebte Sample in einen Track befördert. Ein bisschen schrauben, probieren und schubsen – et voilà: ein kompletter Beat auf nur einer Spur. Also lieber mal kreativ werden, anstatt zu nörgeln. “

    Es muss schon Spaß machen Beats so aufzubauen, nur sind wir nicht mehr in den 80ern. Als nächstes lassen wir Loops am High-End PC mit 768khz 16 mal so schnell ablaufen, weil Elektron beim nächsten „Model“ nur noch 256KB Speicher verbaut. „Let’s work around the clock!“. :)

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      t.goldschmitz  RED

      Tja, irgendwie wahr und das lasse ich ja auch anklingen. Aber es hat mir tatsächlich Spass gemacht, genauso zu arbeiten – das ist ja das Paradoxe.

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        Chris  

        Was ich mich dabei gefragt habe ist, wie man bei der Rasterung der Encoder in 128 Schritten (ist doch so, oder?) präzise den Anfangspunkt eines bestimmten Samples innerhalb eines „zusammengeklebten“ längeren Samples einstellen kann? Man müsste doch schon beim Erstellen der File darauf achten, dass die verschiedenen Samples einen genau bestimmten Abstand zueinander haben. Das macht das ganze schon wieder ziemlich kompliziert.

        Oder unterläuft mir da ein Denkfehler?

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      Nis  

      Wofür Stereo? Die meisten Siegnale sind Monosignale (Drums, Synths und und und) Stereo ist schwierig im Panorama zu positionieren da ja schon Stereo. Wenn du kein Bock auf den rechner hast, lieber digitakt oder nen Racksampler von akai zb. S3000xl gibt es schon für unter 200€ mit glück. Hab grade einen für 170 inkl allem und Originalverpackung. Made in Japan ma sagn

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          Nis  

          Aus Mono machst du ja Stereo nääää Panning und so sicher schon von gehört oder? Oder glaubt ihr die kiste gibt nur mono aus.

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            Coin  AHU

            Du willst ein Mono-Signal Pannen ?
            Das sieht schlecht aus.
            Und das Model:Samples hat auch keine Panning
            Funktion, wie es aussieht.
            Interessant wäre, ob das Reverb dann auch Mono ist ?

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              t.goldschmitz  RED

              Also das Reverb ist eindeutig Stereo, das hört man. Mit dem Panning ist es aber etwas seltsam. Es gibt dafür keinen Track-Parameter, aber es wird im Track-Screen angezeigt.

              Auch im Manual wird es zwar erwähnt, aber nicht wie man es verstellen könnte.
               
              Man kann Pan allerdings über den LFO modulieren, da es hier als Ziel angegeben ist. Die Panning-Anzeige stört das aber wenig.

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                Coin  AHU

                Danke t.goldschmitz,
                was anderes als ein Stereo-Reverb hätte mich auch sehr überrascht.
                Zum Thema Mono/Stereo-Signalen wäre vielleicht
                ein Workshop gut,
                um die Missverständnisse zu beseitigen.
                Ich mein, was man nicht kennt, kann man nicht vermissen ; )

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              Nis  

              Ja das mache ich andauernd mit meinem Digitakt, Monosignale pannen. Dadurch bekommt man ja das Stereogefühl.

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            fkdiy  

            Okay, entweder gibt es hier gerade ein größeres Missverständnis, oder ich lerne gleich etwas neues. Bin gespannt! :)

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    Emmbot  AHU

    Ja leider beim RAM verkackt.

    Die anderen Sachen können ja per Firmware etwas nachgebügelt werden. Das die keine Stereosamples kann finde ich jetz nicht so schlim.

    Optisch finde ich Sie schon schick. Für 60-100 Euro weniger wäre es ne Überlegung.

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      t.goldschmitz  RED

      Da ist, glaube ich, warten angesagt. Ich erinnere an den Beat-Step-Pro in Version 1, die war mehr als bescheiden. Allerdings ist der, trotz Erfolg, im Verkaufspreis stabil geblieben. Der war aber auch schon von Anfang an knallhart kalkuliert.

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    borg029un03   11

    Schöner Testbericht. Ich hätte gern noch gelesen wie sich die klanglichen Effekte bewähren, besonders beim Overdrive, da da keine separate Volume Regelung mehr möglich ist.

    RAM ist beknackt, aber irgendwie ging es bisher ja immer ;)
    Wenn die Kiste bei 300,- ist werd ich zuschlagen.

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      t.goldschmitz  RED

      Danke, und Sorry, hab den Overdrive vergessen, weil man den vergessen kann. Wenn Du Volume hochziehst, kommst Du automatisch in den Overdrive-Bereich, das britzelt dann ein wenig, aber richtig gut klingt das nicht.

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      fkdiy  

      Auch ein regelmäßiger Gast auf Amazona. Renne schon überall rum und geb damit an: „Ey, der kommentiert auf der gleichen Seite wie ich!“, genau wie mit Rother und Babicz. ;)

      Spaß beiseite: Gutes Video, guter Sound, danke dafür!

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    knokker

    Ja, die Kiste ist eingeschränkt.
    Aber sie macht einfach mal mehr Spass, als der große Bruder Digitakt.
    Bleibt zu hoffen, dass Elektron das Bedienkonzept auch in kommenden Boxen wieder einsetzt.

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    Son of MooG  AHU

    So schlecht finde ich die Kiste gar nicht, und 64MB halte ich für Drum-Samples auch ausreichend. Verglichen mit meinem Mirage ist das astronomisch…

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    lightman  AHU

    Guter Test, gefällt mir, das Teil. Einschränkungen sehe ich hier für mich nicht, ganz im Gegenteil. Super ist auch, daß alle Parameter via MIDI CC extern steuerbar sind, das paßt gut zu meiner Arbeitsweise. Ich verwende gern den M-Audio Trigger Finger Pro und den Behringer BCR2000, damit kann ich die Parametersteuerung im Sequenzer aufnehmen.

    Ein Wort zum Thema zuviel oder zuwenig Oldschool – Hardwaresampler sind per se oldschool, zumindest aus technischer Sicht im Vergleich zur Arbeit mit Software. Wie es im Test schon anklingt, ist die beste Strategie, drauf einzugehen und die Kreativität loszulassen, je wilder und spinnerter, desto besser. Die Arbeit mit Software verläuft meist recht analytisch, während man mit Hardware direkter vorgehen kann. Das hat dann auch mal Ecken und Kanten, aber ohne die hat ein Track sowieso keinen Saft, ein bißchen muß man sich schon an der Musik reiben können. Finde ich jedenfalls.

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      tomk  AHU

      Absolut … reiben ist immer gut! So sollte man sich bevorzugt auch an tieferer Hardware reiben, in diesem Fall dann bevorzugt am Octatrack.

      P.S. Reiben und Saft, nicht nur musikalisch ein Thema!

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        lightman  AHU

        Der Octratrack ist ein geniales Teil, ne echte Saftreibe. Irgendwann wird einer in meinem Studio stehen. Konzeptionell aber wieder ganz anders als Digitakt oder Model:Samples. Ich finde bei Letzterem vor allem die bündige Bedienung gut. Keine Ahnung, warum das Ding eingeschränkt sein soll. Die Leute von heute sind halt zu verwöhnt :)

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          tomk  AHU

          Absolut … die Leute von heute sind so verwöhnt, dass sich mit einem Musikinstrument nicht mehr wirklich auseinandergesetzt werden will. Schneller Konsum – Elektron Model:Samples

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    Dave the butcher  

    Also ich finde das Dingens recht uncool. Kann ich überhaupt nicht brauchen, meine mpc live mit dem neuen 2.4 Update knallt das plastikteilchen aber sowas vom Tisch! Und gebraucht ist die mpc schon recht günstig zu kriegen.

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    gaffer  AHU

    Bin eigentlich der Meinung, dass man zu Schrott nichts weiter sagen sollte. Aber Elektron bringt das so unverschämt, dass ich da die Klappe nicht halten kann. Und T, natürlich sind geile Sachen z.B. mit einem EPS 16 mit 2 MB gemacht worden, aber dann nehme ich doch gleich den, wenn die Beschränkung meine Kreativität anschubsen soll. Dann habe ich gleich noch ein richtiges Instrument dazu erhalten. Für weniger Geld.

    Ich habe diese Firma noch nie verstanden, das waren doch auch die, die den C64 Chip in eine Kiste gepackt haben. Sicher ich finde es auch gut, „irgendetwas“ als Soundquelle zu verwenden und dann kreativ umzusetzen, aber doch nicht für ein Vermögen. Schrottverwertung muß zu Schrottpreisen gehen. Waren das nicht 800 damals? OK, ich weiß, es gibt riesige Fans davon, ich gehöre definitiv nicht dazu. RipOff!

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      Coin  AHU

      Hehehe Gaffer, es kommt ja drauf an was man mit der Technik macht.
      Es gibt sicher Leute, die trotz der Einschränkungen gute Musik machen.
      Ich bin da nicht so verwöhnt, brauche keine Musikhardware
      und komme mit Rechner und DAW aus. ^^

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        gaffer  AHU

        Ja, ganz deiner Meinung. Nur brauche ich dafür keine weisse Plastikkiste aus Schweden für 500 Öre, sondern nehme halt einen alten Sampler. :)

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          Hectorpascal  

          Hey Gaffer, selten so übereinstimmt! :) Das Beispiel mit dem C64 und EPS ist perfekt!
          Wenn ich echtes Mojo will nehme ich diese beiden Originale. Die Brotkiste von 82 mit Midi kostet nicht annährend so viel wie die SID-Station. Dazu die Retro-Gaming Option und das Feeling wieder 10 Jahre alt zu sein. Unbezahlbar….. Den EPS mit dem Model zu vergleichen ist schon waschechte Blasphemie. :)

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      Basicnoise  

      Hahaha, wie hier gebasht wird. Schätze mal, hier wurde noch nie wirklich mit einem der Elektron Sampler gearbeitet. Die wahre Kraft steckt im Sequenzer, der schon sehr besonders ist. Die Möglichkeiten sucht man in nem „alten Sampler“ vergebens (oder man braucht dann doch wieder die DAW). Aber jeder so, wie er halt mag, ne? :)
      „Schrott“ ist das Teil jedenfalls ganz sicher nicht. Um das zu erkennen, muss man halt auch mal anfassen, statt nur zu gaffen.

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        Dave the butcher  

        Neinnein, ich hab den rytm und den octa hatte ich auch, den hab ich aber dann wieder wegen totaler unverständlichkeit wieder abgestoßen. Und zu einer drummachine, die bpm nicht im pattern speichert sondern global, sag ich jetzt nix mehr. Da hilft ein witziger Sequencer auch nix mehr. Die Jungs in Schweden sind total abgehoben und produzieren sehr seltsame Konzepte. Preis stabil sind die Kisten auch nicht. Ich empfehle die mpc live

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          Basicnoise  

          So sind die Menschen verschieden :)
          Bei mir hat der Octa die DAW komplett verdrängt und ist zur Schaltzentrale für meine Synths geworden. Ich kanns mir nicht mehr ohne ihn vorstellen. Kommt aber vielleicht auch drauf an, was man damit für Musik machen will.

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            Dave the butcher  

            Hatte ich auch so vor mit dem OT. Allerdings hab ich was anderes zu tun (Musik machen z.B.) als hyperkomplexe betriebssysteme von grooveboxen zu erlernen. Unf Tastenkombis, die ich nach einer woche wieder vergesse. Bei mir passiert tatsächlich bis zum mix jetzt alles auf der mpc. Geiler scheiß, jetzt mit den AIR effekten und sogar die synths sind ganz brauchbar, obwohl ich da schon hardware analog freak bin… Und ne daw is auch dabei. Und ein akku und geiler sequencer, und pad controller und audio recorderund ein audiointerface und undund echt ein wahnsinnspaket

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    Maxi  

    Hat Retro-Charme, leider wurden (wieder einmal) die Einzelausgänge vergessen und das nicht mal via USB-Audio ausgeglichen. Für mich die wesentliche Einschränkung. Noch ein nettes „Groovebox Toy“ für Sammler von so was.

  11. Profilbild
    ISE500  

    Danke für den Test, war aufschlussreich. Kann das EMS externe Geräte sequencen?
    Da ich schon einen Rytm habe, könnte das eine gute Ergänzung sein ganz ohne externen Sequencer.
    Eigentlich hätte ich gerne einen Digitakt, allerdings ist das Geld äusserst knapp :(

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      Basicnoise  

      Der Digitakt kann 8 Tracks + 8 Midi Tracks. Der Model kann nur 6 Tracks insgesamt und man kann pro Track wählen, ob Audio oder Midi. Wenn ich auf externe Steuerung aus wäre, würde ich noch ein bisschen sparen.

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        ISE500  

        Mich hätte ein Test dieser Funktionalität interessiert, da ich irgendwo gelesen habe, daß beim Sequencen eines Synths monophon z.B. die Velocity nicht einstellbar ist.

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          Basicnoise  

          Da müsste man mal im Manual schauen. Der Herr Stimming sagt im Test ja, es sei der gleiche Sequenzer, wie auch in den größeren Geräten. Vom Octatrack kann ich sagen, dass man bis zu 4 Noten pro Step triggern kann. Velocity und alles was man sonst noch über Midi rausgeben kann, geht auch pro Step. Die „nur“ 4 Takte lassen sich auch aushebeln, in dem man mit unterschiedlichen Sequenz Längen arbeitet oder die Sequenz Clock halbiert. Alles pro Track einstellbar.

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            ISE500  

            Da hab ich natürlich schon im Manual geschaut.
            Da wirst du auch nichts dazu finden, da https://www.elektron.se/wp-content/uploads/2019/02/Model-Samples-User-Manual_ENG.pdf
            Der Sequencer wird nicht der gleiche sein wie im Octatrack, Digitone, Digitakt … sondern nur monophon. Unterscheiden sich alle ein bisschen, DT 4-fach polyphon, DN 8-fach etc … da der Model:Samples etwas günstiger ist, lohnt es sich schon, im Detail mal nachzuschauen, wo Elektron den Rotstift angesetzt hat …
            Aber ich finde das gut in Verbindung mit einem anderen Elektron Device die einfach zu syncen – wenn man zufällig mal eins hat (welches leider keine externen Synths sequencen kann, wie der Analog Four auch nicht)

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          t.goldschmitz  RED

          So wie ich das sehe, kannst du bleibige Velocitys live einspielen. Die werden auch so als MIDI ausgegeben. Was allerdings nicht geht (oder ich habe es nicht gefunden), ist die Velocity nachträglich zu verstellen.
           
          Wenn Du die Steps im Grid-Mode setzt, werden diese mit einer fixen Vel gesetzt, die man vorher im PAD-Config-Menu auswählen kann.

  12. Profilbild
    .holz  AHU

    Danke für den ausführlichen Test, bin absolut zufrieden mit dem Teil.
    Nicht ganz so verkopft wie die anderen Elektrons und daher wunderbar zum spntan Jammen geeignet.
    Die 6 Spuren sind natürlich begrenzt, aber hey – die musikalischen Ergebnisse als Zuspieler können sich trotzdem hören lassen.
    Ich mag das Teil – bleibt!

  13. Profilbild
    .holz  AHU

    Seit heute ist das Update auf 1.02 draußen.
    Dies erlaubt nun auch die allseits beliebten Sample Locks :)
    Wertet mMn die Kiste nochmal ordentlich auf.

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