Test: Universal Audio Arrow, Thunderbolt 3 Audiointerface

17. Januar 2018

Pfeilschnelles Audio-Recording

universal audio arrow

Wann bekommt man als Tester schon mal ein Produkt unter die Finger, das offiziell noch nicht vorgestellt ist? Eher selten. Also war ich sehr gespannt, was da auf mich zu kommt, als die Anfrage für „irgend etwas Neues von Universal Audio“ kam. Nun ist es da, das Universal Audio Arrow. Ein neues Audiointerface der Firma mit – man höre und staune – Thunderbolt 3 Schnittstelle. Wir durften das Audiointerface vorab unter die Lupe nehmen.

Off topic

Nach der Anfrage ging alles sehr schnell, Mittwoch bekam ich die Info, das Paket sei verschickt, der Lieferservice mit den braunen Fahrzeugen kündigte die Ankunft auf Donnerstag an. Den ganzen Tag gewartet, dann erschien unter der Tracking Number der Hinweis „Verzögerung“, neuer Termin wird terminiert. Telefonische Kontaktaufnahme ist nicht erwünscht und kostenpflichtig, eine Einschränkung auf ein vernünftiges Zeitfenster sowieso nicht möglich.

Also auch den Freitag abgewartet, ohne dass ich neue Infos erhalten hätte und prompt erschien der Fahrer gegen 16:00 in der kurzen Zeit, als ich außer Haus war. Abholung am nächsten Tag im Paketshop. Super, 2 Tage Verzug und der Artikel soll Dienstag zur offiziellen Vorstellung fertig sein, vielen Dank U…S, so richtet man den langen Zeit zuverlässigsten Transportdienstleister systematisch zugrunde. Die Fahrer, die für die Firmenpolitik am aller wenigsten können, tun mir aufrichtig leid.

Erster Überblick

Aber nun ist es ja da, das kleine Schätzchen. Das auffälligste Feature ist natürlich die Anbindung über Thunderbolt 3. Das bedeutet zunächst mal, dass die Spannungsversorgung auch über diese Schnittstelle läuft, ein externes Netzteil ist also nicht nötig und auch nicht vorhanden. Ebenso ist keine alternative Rechneranbindung vorgesehen. Das Audiointerface ist übrigens nicht abwärts kompatibel, es muss also zwingend an einem Rechner mit Thunderbolt 3 betrieben werden. Als Betriebssystem kommt sowohl OSX wie auch Windows infrage.

An Eingängen finden sich auf der Rückseite zwei Kombibuchsen für Mic- und Line-Signale. Kanal 1 besitzt noch einen Instrumenteneingang, der links auf der Vorderseite platziert ist. Ausgangsseitig dienen zwei symmetrische Klinkenbuchsen zum Anschluss der Abhörmonitore, als weiterer Ausgang ist auf der Vorderseite ein Anschluss für den Kopfhörer zu finden.

Die Rückseite…

… und die Vorderseite

Das Gehäuse ist recht kompakt, 175x120x50 mm misst es in B/T/H. Das Gewicht liegt bei 670 Gramm. Das Material würde ich geschätzt als Aludruckguss identifizieren wollen. Für die Rutschfestigkeit sorgt ein Moosgummi-Pad, das die komplette Unterseite einnimmt.

Die Bedienung des Universal Audio Arrow erfolgt über einen Endlosregler mit LED-Kranz und Push-Funktion, der mit zwei Tastern für Preamp und Monitor den Ein- bzw. Ausgängen zugeordnet wird.

Der LED-Kranz wechselt die Farbe, grün für „On“, rot für „Bypass“ (+ orange für „Unison“)

Sechs weitere Taster stehen im Eingangsbereich für die Funktionen Kanalanwahl, Low Cut, Phantomspeisung, PAD, Phasendreher und Link zur Verfügung. Die jeweiligen Anzeigen sind im darüberliegenden Display abzulesen, das auch 5-zeilige Anzeigen für In- und Outputs enthält.

Bedientaster und Display

Die Bedienung entspricht exakt dem bekannten Apollo Twin MK1 des Herstellers, womit mir als User dieses Interfaces keinerlei Eingewöhnungsphase entsteht. Hier der Link zum Test des lieben Kollegen Onkel Siggi und  hier  zu dem von mir erstellten Vergleichstest dreier Thunderbolt Interfaces.

Vergleich Apollo Twin vs. Arrow

Vorne das Apollo, hinten das Arrow

Überhaupt sind die Ähnlichkeiten zum Apollo Twin nicht von der Hand zu weisen. Die analoge Eingangssektion ist identisch, es dürften auch dieselben Preamps verwendet werden. Diese erlauben eine Wandlung bis 192 kHz/24 Bit, der Gain-Bereich reicht von 10 bis 65 dB. Der ADAT-Eingang des Apollo fehlt dem Universal Audio Arrow allerdings. Auch bei den Outputs muss man mit einem Ausgangspaar weniger auskommen.

Dafür wird das Arrow ohne Netzteil betrieben und eignet sich mit einem passenden Laptop perfekt zum hochwertigen mobilen Recording. Dem kommen auch die handlichen Maße und das geschlossene Gehäuse entgegen, das Apollo ist hier mit diversen Lüftungsschlitzen ausgestattet.

Natürlich bietet auch das Universal Audio Arrow die DSP-Technik der Apollo Serie. Ein SHARC DSP ist hier verbaut, ob umfangreichere Bestückungen geplant sind, entzieht sich meiner Kenntnis. Anhand des Gehäuses schätze ich aber, dass es da Hitzeprobleme geben könnte. Wer auf die größere Rechenleistung im Interface angewiesen ist, die hauseigenen Plug-ins laufen ja nur auf den eigenen DSPs, kann beim Apollo Twin in der MKII Version inzwischen 1, 2 oder 4 DSPs ordern. Für die Erhöhung der Rechenleistung bleibt beim Arrow entweder die Anschaffung einer UA Satellite DSP Farm mit 4 oder 8 SHARCS oder die Kaskadierung mit einem Apollo Interface.

Zubehör

In der schicken Kartonage findet sich neben dem Interface alleinig ein Pappkärtchen mit den Anweisungen zur Registrierung.

Das „Zubehör“

Beim Download wird die Steuersoftware Console und die komplette Palette der UAD Plug-ins geladen. Mit dabei ist das Realtime Analog Classic Bundle, das aus Teletronix LA-2A Compressor, UA 1176N und 1176SE, Pultec Pro EQ und EQP-1A EQ, diese fünf in der abgespeckten Legacy Version, UA 610B Tube Preamp & EQ, RealVerb Pro und Precision MixRack Collection besteht. Für die Saitenfraktion sind der Softube Bass Amp Room 8×10, der Marshall Plexi Classic Guitar Amp und das Raw Distortion Guitar Pedal beigefügt. Der ehemals enthaltene AmpRoom HalfStack von Softube wurde inzwischen durch den Marshall ersetzt. Für Bestandskunden ist der britische Amp nun zusätzlich freizuschalten. Alle weiteren Plug-ins sind als 14-tägige Demoversionen voll lauffähig und können bei Bedarf einzeln aktiviert werden.

Die Software-Ausstattung bietet einen gesunden Querschnitt durch die Bereiche, damit lässt sich schon ganz gut arbeiten.

Leider hat auch dieses Mal kein Thunderbolt 3 Kabel den Weg in den Karton gefunden. Das ist einerseits verständlich, die Kabel sind recht teuer und da hat jeder Kunde andere Ansprüche an Länge und Qualität. Schade ist es aber schon, dass hier nochmals investiert werden muss, um das Interface nutzen zu können. Hierzu noch ein Tipp: Thunderbolt 3 hat einen maximalen Datendurchsatz von 40 Gbit/s, das setzt ab einer Länge von mehr als 0,5 Meter ein aktives Kabel voraus, die deutlich teurer sind. Wer mit den 50 cm auskommt, kann ein günstigeres passives Kabel wählen. Ein längeres passives Kabel dürfte ein 2×4 Interface auch nicht an den Rand der Leistungsfähigkeit treiben. Auch die reduzierte Stromversorgung dürfte da keine Probleme machen, das Netzteil des Apollo Twin arbeitet mit 38 VA, mehr dürfte das Arrow keinesfalls benötigen.

Installation

Für den Betrieb des Universal Audio Arrow muss die neueste UAD Software-Version heruntergeladen werden, die mit Erscheinen des Interfaces veröffentlicht wurde. Version 9.4.1 ist die Richtige. Danach will das Audiointerface seine Firmware updaten.

Die aktuelle Firmware lädt automatisch

Die Registrierungsseite von Universal Audio öffnet sich nun, die beigefügten Plug-ins werden freigeschaltet und los geht’s.

Da ich nun beide Interfaces, das neue Arrow und mein altes Apollo Twin, am Rechner hängen habe, werden beide auch vom UAD Meter & Control Panel erkannt, auch die Steuersoftware Console führt beide Interfaces mit ihren jeweiligen Kanälen auf.

Beide Interfaces erscheinen im Mixer

Soundcheck

Zunächst mache ich mit den Probanden eine Mikrofonaufnahme. Einen Unterschied kann ich nicht wahrnehmen, beide Interfaces dürften also wirklich mit denselben Preamps arbeiten. Der Sound ist sehr direkt und neutral mit einer guten Auflösung in den Höhen und einem straffen Low-Mid-Bereich. Das ist auch sinnvoll, Klangformung sollen ja die Unison Plug-ins bieten, die direkt in den Aufnahmeweg geschaltet werden können.

Das nutze ich beim zweiten Test, ich spiele eine Gitarrenspur mit dem mitgelieferten Marshall Plexi ein. Praktisch, der Kanal stellt sich beim Einstöpseln selbstständig auf Hi-Z, hier muss also nichts weiter angewählt werden.

Ein Klassiker der E-Gitarren Historie

Auch hier kein klanglicher Unterschied. Die Latenz bei Apollo und Arrow ist auch identisch, es wird derselbe Treiber benutzt. Hier also kein Vorteil für die pfeilschnelle TB3-Schnittstelle. Mit der geringsten Puffergröße von 32 Samples und 44,1 kHz erreiche ich einen Wert von 1,5 ms am Ausgang, 9,1 ms Roundtrip. Das ist bei meinen Spielkünsten nicht zu bemerken. Ein Gitarrist, der 2 Meter vor seinem Amp steht, hat schon eine Verzögerung von ca. 6 ms, da ist man hier mit Kopfhörer schon deutlich präziser. Wer es genauer braucht, nimmt eben mit erhöhter Samplerate auf, bei 96 kHz liegen wir bei 4,2 ms Roundtrip und 0,7 ms am Ausgang.

Der Marshall braucht übrigens schon ca. 1/3 des verfügbaren DSPs, mal schauen, wie weit wir da mit EQ und Compressor kommen.

Das probiere ich zunächst mit den Precision Channel Strip aus, der einen 5-bändigen EQ mit einer Dynamikeinheit verbindet. Bei 15 Monokanälen habe ich den SHARC zu ca. 50% ausgelastet, da bleibt doch noch Luft, also kommt noch ein Realverb Pro dazu, das weitere 10% einfordert.

15x Channelstrip und 1x Hall

Nun probiere ich pro Kanal den Pultec Pro EQ und den 1176SE Compressor. 14 Kanäle kann ich so ausstatten, bevor der DSP die Flügel streckt.

14x EQ, 14x Compressor = Ende der Fahnenstange

Natürlich gibt es deutlich aufwendigere Emulationen im UAD-Sortiment, aber diese Beispiele zeigen, dass man auch mit einem DSP ordentlich arbeiten kann.

Bleiben noch die Ausgänge zu kontrollieren. Auch hier klingen beide Geräte identisch, der Sound kommt klar und druckvoll zu den Lautsprechern. Bei den Kopfhörerausgängen kann das Apollo etwas mehr Lautstärke anbieten, aber auch das Universal Audio Arrow liegt hier auf der sicheren Seite, beide Interfaces machen ganz ordentlich laut.

Fazit

Mit dem Arrow bietet Universal Audio eine weitere Variante zu den beliebten Apollo Twin Interfaces. Neu ist die Rechneranbindung mit Thunderbolt 3 und damit der Verzicht auf ein Netzteil. Das dürfte das Arrow zunächst einmal für hochwertiges Mobilrecording prädestinieren. Das Audiointerface ist klein, schick und gut verarbeitet.

Weder beim Klang, dem bewährten Bedienkonzept, noch bei der Softwareausstattung müssen Abstriche gemacht werden. Dafür wurde der Digitaleingang und ein Ausgangspaar gegenüber dem Apollo Twin eingespart. Auch die DSP-Ausstattung ist auf einen SHARK Prozessor beschränkt. Wem diese Eckdaten genügen, der findet im neuen Arrow auch ein sehr gut klingendes Werkzeug für das heimische Studio. Natürlich kann das Interface durch Kaskadierung auch als Erweiterung und Bedieneinheit für eine größere Apollo Lösung dienen.

Plus

  • sehr guter Klang
  • DSP an Bord
  • Softwarepaket dabei
  • Netzteil unabhängig
  • erstklassige Bedienung
  • faire Preisgestaltung

Minus

  • nur an Thunderbolt 3 Rechnern verwendbar

Preis

  • Ladenpreis: 499,- Euro
Forum
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    digital-synthologie  AHU

    USB ist viel weiter verbreitet und an den RME-Interfaces sieht man, dass man damit auch kürzeste Latenzen stabil hinbekommt.
    Ich würde nichts mehr mit Thunderbolt kaufen, da ja selbst Apple fürs Studio nichts mehr ist.

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      Armin Bauer  RED

      TB3 ist natürlich schon eine Einschränkung, was den Kundenkreis betrifft, klar. Ist aber der Firma überlassen, was sie anbietet, Dante und Madi Systeme sind z.B. auch nicht Jedermanns Sache, es gibt sie trotzdem.
      Auf USB vertraue ich gar nicht. Habe bei einer Produktion ein RME UCX im Betrieb, gibt mit USB immer wieder Probleme. Mit FW läuft´s astrein.
      Was meinst du damit, Apple ist für´s Studio nix mehr? Habe mir eben einen neuen iMac27″ geholt, direkt mit 500er SSD geordert und nochmals 32GB Speicher selbst rein gemacht. Ich denke, das wird auch preislich mit einem Monitor in der Qualität für PC schwer zu topen. Abgesehen davon bleibt diese Mac/PC Diskussion auch weiterhin müßig.

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        digital-synthologie  AHU

        Viele Studios, die ich kenne, wurschteln mit Hackintoshs rum, weil es keine aktuellen Computer von Apple gibt, die mit den alten Mac Pro vergleichbar sind.
        Selbst die Mülltonne ist ja nichts fürs Studio.
        Die meisten wollen kein All-in-one im Studio haben. Und mit 500GB musst du auch wieder mit externen Festplatten anfangen. Selbst bei meinem Notebook ist die Platte bei 1TB schon randvoll. Es geht gar nicht um MacOS vs. Windows, sondern ob Apple vernünftige Hardware liefert. Computernutzer jenseits vom Latte-schlüftenden Starbuckshipster sind einfach nicht mehr Apples Zielgruppe.

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          Armin Bauer  RED

          Hackintosh hatte ich mir auch mal überlegt, habe ja noch das hübsche G5 Gehäuse da.
          Bin aber aufgrund der Nutzerberichte und einer Hochrechnung über die Kosten da schnell wieder weg gekommen.
          Also ich komme mit dem Prozessor locker hin, der Rechner ist mit der SSD quasi geräuschlos und startet blitzschnell. Die Soundbibliotheken liegen auf einer externen 2,5 USB3 Platte, da gehen auch die Backups hin. Bildschirm ist super, dazu kommt noch ein zweiter 27″ und ein 21″ extra für Softube Console. Finde, so kann man schon arbeiten.

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            llIIllIlIIIlllIIllI  

            Dann möchte ich gerne einen positiven Nutzerbericht verfassen! Ich habe vor zwei Jahren bemerkt, dass mein PC die richtigen Bauteile für ein Hackintosh System hat und daraufhin habe ich das ausprobiert und seit dem ersten Versuch ein stabiles System. Hardwarekosten waren damals knapp 1000,-€, heute würden die selben Teile vielleicht noch 400,-€ kosten und das Ding ist allemal schneller als mein 2015er MBP. Am meisten Spaß macht es mir, große Festplatten einzubauen. 250gb ssd voll? Dann kommt halt noch eine zweite rein! Durch eine kompatible Firewire-Karte läuft auch meine UAD Apollo (ich habe noch die „alte“ mit FW) tadellos.

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          Everpure  

          Blablabla. Haters gonna hate. Das kann doch nicht wahr sein, dass wir immer noch und immer wieder diesen Unsinn lesen müssen. Komm einfach mal aus deinem Hobbykeller raus und sieh dir Konzerte an (überall MacBooks und iPads) oder verwende deine nächste Kaffeepause mit Youtube Videos und ein paar relevanten Suchbegriffen (kannst bei Against the Clock vom Fact Magazine anfangen). Dann wirst du sehen, wie viele professionelle Musiker und „Producer“ sehr wohl mit MacBooks und Mac Pros unterwegs sind. Dass nicht alles immer für jede/n passt, ist klar. Aber dieses undifferenzierte Gebashe ist unerträglich.

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            digital-synthologie  AHU

            Mein Gott, ich wollte doch nur erwähnen, dass ich Thunderbolt nicht für zeitgemäß halte und keine Krieg vom Zaun brechen.
            Ich wusste ja nicht, dass das für einige ein wunder Punkt ist. Soll ich ein Bild von meinem MacBookPro posten, damit alle beruhigt sind?

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              Everpure  

              Dann vielleicht einfach nächstes mal zweimal überlegen, bevor wieder so ein Unsinn kommt, der überhaupt nichts mit dem Artikel zu tun hat: „sondern ob Apple vernünftige Hardware liefert. Computernutzer jenseits vom Latte-schlüftenden Starbuckshipster sind einfach nicht mehr Apples Zielgruppe“

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                  Wellenstrom  AHU

                  … und da muss Logic wohl noch Teil von Emagic gewesen sein… bevor Apple die dann geschluckt hat… oder war das noch zu Motorola Chips Zeiten…. keine Ahnung

                  Wie dem auch sei… Apple ist auf den reinen Consumermarkt definitiv noch stärker fixiert als früher.

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            el-folie  

            Genau… und Apple-Hipster gonna Apple-hipps…

            Gähn! Die Kritik an Apple ist zu 100% angebracht, da gibts einfach nichts zu verteidigen. Wer mit dem mittlerweile nicht mehr ganz so stark überteuerten Bling-Bling-Alu-Kram angeben – äh Verzeihung – arbeiten will, vielleicht auch, um bei seinen/ihren Kunden gut auszusehen, denn man hat als Apple-User natürlich gleich eine gemeinsame, super-chice Hardware-Ebene, die im „Profi“-Bereich selbstverständlich vorausgesetzt wird, dann bitteschön und viel Spaß. Wer aber so vehement den Apple-Kram ohne optisches Laufwerk, Schnittstellen und User-Erweiterbarkeit anpreist und auf eine, äh Verzeihung, DIE Profi-Ebene heben will, macht sich einfach angreifbar.

            PCs sind die besseren Computer, Apples die hübscheren – mehr gibts dazu nicht zu sagen. Das Totschlagargument „Guck mal bei die Profis bei und werd schlau“ ist nix als affiges Bling-Bling-Getue.

            Und Nein, mehr werd ich dazu nicht sagen…ich muss jetzt in meinen Amateur-Keller zurück und meine goldene Schallplatte abstauben^^

            Und das mit den Latte-schlürfenden Starbuck-Hipster-Applebook Usern stimmt einfach absolut und ist zum Lachen komisch.

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                el-folie  

                Das mag durchaus sein, ich kann es momentan selbst nicht beurteilen, habe nur mit alten Mac-Systemen gearbeitet, vor 2006, daher auch nur die Kritik an den technischen Daten der aktuellen Apple „Schalen“ im Vergleich zu PCs.

                Vermutlich wird sich aber auch beim OS der eine oder andere User finden, der aus ganz speziellen Gründen eben genau das eine oder das andere verwendet. Audiotechnik ist einfach extrem speziell, der eine braucht unbedingt dies, der andere unbedingt das usw…

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              Armin Bauer  RED

              Na ja, die Diskussion ist hier etwas überflüssig, da das Arrow mit beiden Betriebssystemen arbeitet.
              Meine persönliche Meinung: Die Hardware ist mir ziemlich egal, für mich entscheidend ist das Betriebssystem und damit der Workflow, da komme ich mit osx einfach viel besser klar und das ist doch der entscheidende Unterschied. Für andere User mag das anders aussehen, aber bitte seid doch einfach tolerant genug. Das erinnert irgendwie an die lächerliche Manta/Golf Rivalität in den 80ern. Also, alle mit Vokuhila und seltsamen Klamotten sind gerne eingeladen sich hier zu diesem Betreff weiterhin zu äußern…

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    Marco Korda  

    In erster Linie geht es dabei um die Geschwindigkeit, die TB3 entwickelt. Zwar sind theoretisch 40 Gb/s möglich, aber die Praxis sieht dann doch ganz anders aus. Dort werden zumeist Höchstwerte von 3 Gb/s erreicht, kommt immer auf die Komponenten und den Arbeitsbereich an. USB 3.x ist auch sehr schnell, ich glaube nicht, dass es einen wesentlich spürbaren Unterschied geben würde (unter Idealbedingungen).
    Wenn dann die Treiber-Performance passt (wie bei RME) ist es – so denke ich – unerheblich ob dies oder das System. Fakt ist, dass UA sehr gute Interfaces herstellt, saubere PreAmps verarbeitet und obendrein die tolle Software bietet. Das neue Einsteigermodell ist attraktiv, aber ich müsste mir deswegen extra einen neuen Rechner zulegen. Das ist mir dann doch zu kostenintensiv.

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      Armin Bauer  RED

      Hi Marco,

      um die Geschwindigkeit der Schnittstelle geht es sicher nicht. Das ist ein 2×4 Interface, da dürfte sogar USB1 noch ausreichen.
      Deine Beurteilung der UA Interfaces ist zutreffend, hinzu kommt beim Apollo Twin und eben auch beim neuen Arrow die sehr durchdachte und zeitsparende Bedienung.

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        Markus Galla  RED

        Es ist immer noch erstaunlich, wozu USB bei vernünftiger Treiberprogrammierung im Stande ist. Für die Zielgruppe ist TB3 sicherlich ein Griff ins Klo. Es ist ja selbst in der Apple Community noch nicht angekommen und TB2 wird kaum ausgeschöpft, selbst TB1 nicht. Würde man als führender Hersteller nicht die Lizenzgebühren scheuen, könnte man auch auf Dante setzen oder AVB nutzen. So lädt man die Kosten für die überteuerten TB-Kabel dann auch noch bei dem Kunden ab, der sich vor allem dann auch noch um einen ebenfalls überteuerten Hub kümmern muss, möchte er halbwegs vernünftig arbeiten (zumindest bei den Apple Laptops), was u. U. weitere Probleme mit sich bringt. Alles in allem unverständlich. Aber wie hieß es so schön in eurem Fazit eines anderen UA DSP-Beschleunigers? Man könnte auch das Geld in einen Rechner investieren und die Plugins darauf berechnen lassen. Ist sicherlich auch günstiger, denn die UA Plugins sind ebenfalls chronisch überteuert und Softube & Co sind keineswegs schlechter.

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    AMAZONA Archiv

    Ich kenne das mit UPS, deshalb bestehe ich auf DHL, so habe ich schon mal ne Woche gewartet. Weil keiner was mit dir zu tun haben will.
    Tja und Mac kommt nicht ins Haus, und UAD auch nicht.

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      Markus Galla  RED

      Die wechseln sich immer ab. Derzeit läuft UPS hier sehr gut, DHL gar nicht. Die räumen noch das Weihnachtsgeschäft auf und Leute warten wochenlang auf ihre Pakete. Musste ich jetzt selber feststellen. Das gilt bei denen sowohl für die Pakete als auch für die Spedition. Davor hatte ich das Vergnügen mit Hermes, auch nicht besser. Als Autor verursacht mir das immer mehr Stress als das Schreiben der Testberichte.

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        digital-synthologie  AHU

        Besonders schlimm ist, wenn morgens im Tracking steht, dass es auf dem Wagen zur Auslieferung ist und dann steht abends da, dass es wieder zurück im Lager ist.

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    el-folie  

    Oh Mann, 499€ für ein 2 Kanal Interface wieder ohne MIDI (in 2018???) und das für eine Schnittstelle, die praktisch nur auf Macs zu finden ist. Und dann 1 mickriger DSP. Ist doch klar, dass jeder UAD-interessierte Windows User da eher ne gebrauchte UAD2 pcie Karte kaufen würde, um die Plattform mal auszuchecken.

    Allerdings bleibt zu hoffen, dass zur NAMM Updates für die Apollos kommen, vielleicht ja endlich mal mit MIDI und TB3 und ADAT IN/OUT oder MIDI und USB3 und ADAT IN/OUT.

    Die Hoffnung stirbt zuletzt…

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      JohnDrum  

      Ich finde eine sharc auch lächerlich wenig! Was will UAD mit diesem Teil? Neue Kunden? Mittlerweile gibt es ja auch andere sehr gute Plugin- Hersteller. Softube z.B..Nicht ohne Grund sind die Preise der Octo und Quad gefallen.

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      nativeVS  

      TB3 ist auch relativ weit verbreitet unter modernen PC Laptops; bei workstation laptops ist es eigentlich inzwischen standard.
      Das fehlen von MIDI und digitalen I/Os finde ich da eigentlich viel nerviger.

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    dr noetigenfallz  

    Mal zur Latenz: 9,1 ms Roundtrip als höchstes der Gefühle bei 44 kHz halte ich für ziemlich schwach – zumal man ja immer denkt, dass man bei Thunderbold ein wahnsinnig schnelles Interface kriegt (und die Überschrift ja auch pfeilschnelles verspricht). Bei meinem Motu AVB komme ich über USB bis knapp 3 ms runter.

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      AMAZONA Archiv

      Also 4,5ms in eine Richtung finde ich nicht so übel. Wer viel mit externer Hardware arbeitet erreicht solche Werte eh kaum. Da sind 256 Samples Buffer-Size noch quasi Standard. Auf guter Hardware jedenfalls und vielen Plugins. Dennoch, du hast recht, MOTU geht derzeit voll ab und bietet eine hervorragende Schnittstellenvielfalt. Auch für Windows. Sollte mein FF800 auch nur zucken wäre ich bei MOTU. UAD wie auch z.B. Antelope sind mir zu „wertschöpfend“. Treiber sind das eine aber wenn ich das Gefühl habe das nur überteuerte Facelifts alter Plugins kommen und Treiber wie Software-Development outgesourct (Antelope) wird, dann habe ich kein gutes Gefühl. Wer meint das der „Arrow“ hier ein sinnloses Produkt ist, dem kann ich nur beipflichten.

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        malekmusic  

        die Latenz von der Apollo twin ist schlichtweg eine Katastrophe. Gitarren einspielen mit einem vst Amp Simulator ist eigentlich nicht möglich. Und wenn man nur midi einspielen möchte, muss man auf 128 samples gehen, damit es sich einigermaßen ok anfühlt. So etwas dürfte mit einem thunderbolt Interface nicht passieren.
        wie man mit externer Hardware bei dem arrow arbeiten soll, ist mir allerdings ein Rätsel.

        Zum Thema mono Button, den sich hier jemand gewünscht hat, kann ich nur sagen, dass selbst wenn es den geben würde, er total nutzlos wäre. Was auch ua dabei gedacht haben, als sie die mono Funktion im mixer eingebaut haben, verstehen die wohl selber nicht. Wenn man auf mono stellt, erhöht auch der Pegel um 6 db, das hat zur Folge, das ein Vergleich unmöglich ist, aber nicht schlimmer ist, dass das Programm übersteuert und die Wandler clippen.

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    pytrel  

    Also Mac und Win und Lin ,,, :-) Mir ist das sowas von egal. Die debate ist genau so anstrengend wie Analog-Digital… Natürlich mag ich die neuen macbooks nicht so ganz. Aus simplen gründen. Man kann nichts mehr verändern. Und wehe du willst 2Tb ssd… Da mußt du dein gold verkaufen. Bei mein 11er Mbp hab ich zweite platte drin und Ram selber gewechselt und Grafik chip reparieren-ersetzen lassen und der läuft noch. Soviel dazu. Es ist halt immer nur bock und Geschmacksfrage. Mac oder nicht Mac ist egal Hauptsache man macht Musik damit und hat spaß. Das Apollo kommt mir vor wie als wäre es ein bisschen (zu) spät gekommen . Es ist schön und schlicht aber ich verstehe nicht interfaces die keinen getrennten regler für die KH haben. Und nur ein Chip. Und 500 euro. Und die Effekte sind nur in Kombi zum Interface zu benutzen… Also für mich ist das zu teuer. Ein Zoom kostet 200 und klingt super und dann hast du noch 300 euro für Vst`s (obwohl ich schätze das wir alle mehr als genug davon haben wenn man ehrlich ist )

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      Armin Bauer  RED

      Aus genau diesen Gründen habe ich mir vor 2 Jahren auch noch ein „veraltetes“ Macbook Pro 2011 für unterwegs geholt. Platte kann gewechselt werden (SSD), Speicher ist aufrüstbar, hat noch CD-Rom Laufwerk und sowohl TB als auch FW, die Adapter Arie hält sich in Grenzen.
      Das Arrow/Apollo hat übrigens einen getrennten Kopfhörer Regler, einfach mit dem entsprechenden Taster zwischen Monitor und KH umschalten, ist sehr komfortabel.

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        pytrel  

        Ja das ist super mit dem selber einbauen können :-) Das mit dem regler meinte ich Physisch zwei regler. nicht mit Doppel Funktion. Ich kaufe nie wieder ein interface wo ich nicht KH und MON getrennte Regler haben. Deswegen liebe ich mein Audient ID22. Ich mag das seit dem ich einmal um 4 in der früh auf mein damaligen Motu play gedrückt hab und es war irrsinnig laut , bin erschrocken und wollte schnell mal die monitore runterdrehen. Der Schalter war aber auf KH und ich musste in der panic erstmal darauf kommen warum nichts passiert. Das selbe ist mir auch umgekehrt passiert. Einmal sehr laut was getestet und am nächsten Abend „schöne leise Musik genießen“ und BANG! war es laut ich dachte meine Ohren fliegen gleich! . Und wieder „warum passiert nichts?“ weil der Regler auf „Monitor“ war . Nee also ich mag das nichtmehr mit den Multifunktionen.. :-)

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      malekmusic  

      Du vergisst aber dass man mit der apollo 2 unison preamps bekommt, die wirklich nah dran an den original Preamps sind. Das alleine ist eigentlich den Preis für das Interface wert. Bei dem zoom muss man noch einen oder zwei Preamps dazu kaufen.
      Getrennte Regler für Monitore und Kopfhörer gibt es natürlich bei dem arrow und twin.

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        pytrel  

        Ok ich benutze nie die Preamps also kann es für jemanden anders wichtig sein. Guter Punkt, das hatte ich übersehen. Bezüglich Regler, eben nicht. Die haben keinen getrennten Regler sondern getrennte Steuerung der Lautstärke über den gleichen Regler. Das mag ich nicht. Du kannst oben in meine Antwort an Armin lesen warum falls es dich interessiert. Es ist was einfaches aber für mich echt sehr wichtig.

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