Test: Yamaha YC88, YC73, YC61, Stagepiano

17. März 2021

Stagepianos für Studio und Bühne

Test: Yamaha YC88, YC73, YC61, Stagepiano

Test: Yamaha YC88, YC73, YC61, Stagepiano

Bereits Mitte des letzten Jahres hatte Yamaha das 61-tastige Stagepiano YC61 auf den Markt gebracht. Anlässlich der NAMM Show 2021 kamen dann die beiden großen Brüder YC73 und YC88 hinzu, wovon uns Yamaha das YC81-Piano mit dem vollen Tastaturumfang von 88 Tasten nun zur Verfügung stellte. Schauen wir doch einmal, was Yamaha für die Live-Keyboarder der Nation vorgesehen hat.

Wie sieht das YC88 Stagepiano aus? Wie ist es verarbeitet?

yamaha yc61 yc73 yc88 test

Einen richtigen Boliden (positiv gemeint) holt man nach dem Kauf des YC88 aus dem Karton. Das Stagepiano misst ordentliche 1.298 x 142 x 364 mm und bringt 18,6 kg auf die Waage. Deutlich günstiger und aufgrund des geringeren Tastaturumfangs auch nicht so breit, hat Yamaha das YC61 (7,1 kg) und YC73 (13,4 kg) gehalten. Optisch geben sich die drei – bis auf die Größe – kaum etwas, auch technisch sind die drei mit Ausnahme der Tastatur identisch. Während das YC61 eine halbgewichtete Waterfall-Tastatur bietet, ist das YC73 mit einer „Balanced Hammer Standard (BHS)“-Klaviatur, das YC88 mit der von Yamaha bereits bekannten NW-GH3 (Natural Wood Graded Hammer) ausgestattet.

Für einen ersten Eindruck, hier das offizielle Yamaha Video zu den drei Stagepianos:

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Obwohl sich die einzelnen Sektionen des Keyboards recht stark ähneln, hat man auf der Bedienoberfläche schnell den Überblick gefunden und kann sofort loslegen. Von links nach rechts betrachtet bietet die Bedienoberfläche des YC88 zunächst jeweils einen Pitchbend- und Modulations-Stick in Miniausführung. Die zwei kleinen Hebelchen machen meiner Meinung nach einen etwas verlorenen Eindruck, Platzmangel kann sicherlich nicht der Grund gewesen sein, wieso sich Yamaha für diese entschieden hat. Im hektischen Live-Alltag wird man hiermit nur schwerlich zurecht kommen, normal große Drehräder hätten dem YC88 und seinen Brüdern doch deutlich besser zu Gesicht gestanden.

Yamaha YC88 YC73 YC61 Stagepiano

Was bietet die Orgel-Sektion?

Rechts daneben folgt so gleich die Orgel-Sektion mit den charakteristischen Zugriegeln. Die einzelnen Soundsektionen aktiviert man beim YC88 mit Hilfe eines kleinen Kippschalters (auf dem folgenden Bild unten links). Wird dieser angetippt, erweckt die Sektion zum Leben: Display, die Endlosdrehregler mit LED-Kränzen, diverse Buttons und die Zugriegel selbst (diese verfügen über eigene LED-Leisten, die Farbe ist einstellbar) fangen an zu leuchten und die aktuellen Werte anzuzeigen.

Yamaha YC88 YC73 YC61 Stagepiano

Schön ist, dass die Zugriegel gerastert sind, so dass Bewegungen daran sowohl gefühlt als auch gehört werden können. Zu Beginn darf zwischen den sechs verschiedenen Orgel-Modellen gewählt werden. Neben drei Hammond- (H1 bis H3) bietet das YC-Stagepiano auch drei Transistor-Modelle (F1 bis F3). Hinsichtlich der Klangerzeugung unterscheiden sich diese, denn die Hammond-Sounds werden über Yamahas VCM-Klangerzeugung (Virtual Circuitry Modeling) erzeugt, die Transistor-Sounds über FM.

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Aufgeteilt in die zwei Tastaturbereiche Lower und Upper lassen sich beim YC88 innerhalb dieser Sektion zwei unterschiedliche Orgel-Sounds erzeugen und über die Tastatur spielen, auf Wunsch lässt sich die Oktavlage der beiden Bereiche von -2 bis +2 anpassen.

Wie es sich für eine anständige Orgel-Simulation gehört, bietet die Sektion die Möglichkeit, Vibrato/Chorus und Percussion hinzuzuschalten. Auch hier gibt es wieder sechs Einstellungen, drei für Vibrato und drei für Chorus, wobei die Einstellungen getrennt für Upper und Lower vorgenommen werden können. Percussion ist ausschließlich der Upper-Abteilung zugewiesen, hier gibt es neben 2nd und 3rd auch die Möglichkeit, zwischen Slow/Fast und Normal/Soft auszuwählen. Ein paar weitere klangliche Einstellungen erlaubt das YC88 beim Gang ins Menü, hier stehen dann Parameter wie „Leak Level“ und „Key Click Level“ zur Anpassung bereit.

Wie bereits erwähnt, verfügen alle Endlosdrehregler des Pianos über LED-Kränze, was den Vorteil hat, dass die aktuellen Einstellungen sofort abgelesen werden können – auch auf der dunklen Bühne. Dreht man an einem Regler, wird der aktuelle Wert aber zusätzlich auch auf dem Display angezeigt. In der Orgel-Sektion trifft dies auf die beiden Regler Volume und Pre Drive zu.

Yamaha YC88 YC73 YC61 Stagepiano

Was bietet die Keys A/B-Sektion?

Wandert man auf dem Bedienfeld weiter nach rechts, gelangt man über das recht klein bemessene, aber ausreichende Display sowie den zugehörigen Buttons für Settings, Menü, Live Sets etc. zur Keys-Abteilung, in die Yamaha alle restlichen Sounds des YC88 gepackt hat.

A- und E-Pianos stehen hier an vorderster Stelle, zusätzlich gibt es aber auch diverse Streicher, Bläser, Gitarren, Bässe, Synthesizer-Sounds und mehr. Pro Keys-Bereich (A/B) darf man einen der o. g. Sounds auswählen und auf Wunsch mit zwei Insert-Effekten verfeinern. Zur Auswahl stehen insgesamt 32 Effekt-Presets.

Yamaha YC88 YC73 YC61 Stagepiano

Bei den akustischen Pianos setzt Yamaha natürlich auf die hauseigenen Flügel-Sounds, so u. a. vom CFX- und C7-Flügel. Beide sind universell einsetzbar, wobei mir persönlich der CFX-Sound besser gefällt. Egal, ob man klassische Klavierstücke, jazzige Soli oder moderne Pop-Piano-Sounds benötigt, hier wird man definitiv fündig. Klangliche Einstellungen lassen sich auf Wunsch mit dem Tone-Regler bewerkstelligen. Etwas mehr/weniger Bässe oder Höhen hat man hiermit schnell feinjustiert. Ebenfalls interessant und gut einzusetzen ist der zweite Regler der Sektion: Hiermit nimmt man entweder auf die Hüllkurve des Sounds (EG) oder das Filter Einfluss.

Direkt und intuitiv sind also die Stichwörter bei der Bedienung des YC-Pianos, das hat Yamaha hier wirklich gut gelöst. Für Live-Keyboarder ist das YC88 (und seine kompakteren Brüder) eine Wohltat. Im Handumdrehen lassen sich hiermit Sounds anwählen, auf der Tastatur verteilen (splitten und layern) und mit Effekten versehen.

Hier die drei Piano-Sounds im direkten Vergleich:

Und drei offizielle Demos dazu von Yamaha:

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In der E-Piano-Abteilung des YC88 tummeln sich insgesamt 18 Presets, fünf Rhodes, drei Wurlitzer und drei Clavinets sowie sieben FM-Pianos im DX7-Stil. Die Klangqualität ist durch die Bank weg sehr gut. Von rotzig roh über wabbernd weich (mit den passenden Effekten versehen), funky Staccato Clavinets und sanfte Balladen-Sounds ist hier alles dabei, was man im Studio- und Live-Kontext benötigt:

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Auch die restlichen Sounds des YC88 fallen sehr gut aus und lassen sich sehr gut einsetzen. Passende Pads und Streicher als Unterlage/Layer für Pianos findet man hier zu Genüge und wenn mal ein Bläser-Preset gefragt ist, wird man auch diese Anforderung einwandfrei meistern können. Gitarren und Bässe sind ja immer so eine Sache bei Keyboards, aber auch diese gehen in Ordnung. Bei den Synthesizer-Sounds legt Yamaha dann wieder eine Schippe drauf und bietet sehr brauchbare Lead-Instrumente. Dabei handelt es sich um keinen vollwertigen Synthesizer, aber schnell und spontan ein Solo auf die Tasten legen, auch ungeplant, geht hiermit wirklich schnell und in guter Qualität.

Dient das Yamaha YC88 als Masterkeyboard?

Ja, das YC88 und auch seine kompakteren Brüder bieten zahlreiche Masterkeyboard-Funktionen, so dass sich über MIDI weitere Controller und Keyboards einbinden lassen. So ist es u. a. möglich, die Sounds auf die interne und eine externe Tastatur zu verteilen, die Drawbars über MIDI-Control-Change-Befehle zu steuern oder externe MIDI-Klangerzeuger beim Aufruf eines Live-Sets mit den passenden MIDI-CCs zu versorgen.

yamaha yc61 yc73 yc88 bedienpanel test

Womit ihr auch bei den Speichermöglichkeiten des YC88 angelangt wären: Insgesamt 160 Speicherplätze bietet das Yamaha Keyboard. Organisiert sind diese in 8 Bänken à 20 Speicherplätzen. Über die Store-Taste sind Live-Sets schnell angelegt, über die +/- Page-Tasten wechselt man zum nächsten Set.

Effekte

Die Effektabteilung des YC88-Stagepianos bietet insgesamt vier Sektionen: Effect, Amp/Speaker, Reverb und Master EQ. Im Folgenden ein Schaubild dazu:

yamaha yc61 yc73 yc88 effekte test

 

Während der Effect-Block eine große Auswahl an Delays, Chorus, Flanger und sogar nicht so oft gesehene Slicer, Harmonic Enhancer-Effekte bietet, dreht sich in der Speaker/Amp-Abteilung alles über den passenden Drive.

Yamaha YC88 YC73 YC61 Stagepiano

Yamaha bietet beim YC88 zwei Rotary-Effekte A/B an. Während es sich bei Rotary A um einen klassischen Leslie-Effekt handelt, wechselt man bei Rotary B auf eine Speaker-Transistorverstärker-Kombination – quasi mit extra Verzerrung. Hier lässt sich wirklich einiges rausholen und die Orgel kann hiermit so richtig dreckig klingen, toll. Den Grad der Verzerrung stellt man mit Hilfe des Drive-Reglers ein, über den Tone-Regler kann man auf Wunsch mehr Höhen/Bässe rein- und rausdrehen. Auch hier helfen die LED-Kränze wieder ungemein weiter, um direkt auf den ersten Blick zu erkennen ob beispielsweise noch etwas mehr Drive geht oder man bereits am Anschlag agiert. Alternativ bietet das YC88 die vier weiteren Simulationen Lead, Crunch, Double und Case, die qualitativ alle auf sehr hohem Niveau liegen. Weitere Infos zum Einsatz der Effekte gibt es im folgenden Video:

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Bei den Insert-Effekten stehen wie gesagt 32 Effekt-Typen zur Auswahl. Diese werden über die zugehörigen Effect 1- und Effect 2-Tasten aktiviert. leichzeitig wird im Display der aktuell gewählte Effekt angezeigt, über die Kippschalter umgeschaltet und über den Endlosdrehregler des Effekts lässt sich dessen Intensität auf einer Skala von 0 bis 127 dem Original-Signal hinzumischen. Die Qualität ist insgesamt sehr hoch und alle Effekte sind im Live-Betrieb uneingeschränkt nutzbar.

Zu guter Letzt bietet das Yamaha YC88 einen globalen Reverb-Effekt, der auf die einzelnen Sektionen (Orgel, Keys A, Keys B) geroutet und in seiner Intensität eingestellt werden kann. Ganz am (klanglichen) Ende steht dann ein 3-Band-Equalizer mit stimmbaren Mitten parat.

Tastatur, Anschlüsse, Interface

Wie eingangs bereits erwähnt, ist der Tastaturumfang und die Art der Tastatur einer der großen Unterschiede zwischen den drei YC-Modellen. Wie üblich ist die 88er-Version mit einer Hammermechanik-Tastatur ausgestattet, was vor allem den Pianisten zugute kommt. Beim Spielen der Orgel-Sounds muss man dann jedoch einen gewissen Kompromiss eingehen. Daher bietet sich das YC73 vermutlich für all diejenigen an, die mit 73 Tasten auskommen und das YC als Stagekeyboard und nicht als Stagepiano ansehen und nutzen. Noch kompakter und Orgel-hafter ist entsprechend das YC61, was technisch wie gesagt identisch ist. So oder so lässt sich die Tastatur des YC88 wunderbar spielen. Tolle Gewichtung, man bekommt schnell ein gutes Gefühl dafür und sie macht einen sehr wertigen Eindruck.

yamaha yc61 yc73 yc88 anschluesse

Auf der Rückseite befinden sich sämtlich Anschlüsse des Stagepianos. Den Anfang macht ein Power-On/Off mit zugehörigem Stromanschluss, direkt daneben hat Yamaha zwei USB-Ports untergebracht. Auf der gegenüberliegenden Seite befinden sich die Audioausgänge, die sowohl in Form von XLR- als auch Klinkenbuchsen vorhanden sind, das unterstreicht den professionellen Anspruch des YC88. Ein Kopfhörerausgang ist ebenfalls vorhanden.

Externe Signale lassen sich dem YC88 über ein Klinkenpärchen zuführen, wobei der Eingangspegel über einen kleinen Gain-Regler angepasst werden kann. Zwei Footswitch- und zwei Foot-Controller-Anschlüsse sowie ein MIDI-Pärchen runden die Anschlüsse des YC88 gekonnt ab.

Ein weiterer Pluspunkt ist die Tatsache, dass das YC88 ein integriertes Audio-/MIDI-Interface bietet. Einfach per USB-Kabel an den Computer anschließen und schon taucht das YC-Keyboard in eurer DAW auf. Während des Tests und in Kombination mit Cubase hat das wunderbar geklappt. Extra Audioverbindungen für die Aufnahme von Pianos & Co. sind damit nicht mehr notwendig.

Fazit

Mit der YC-Serie gelingt es Yamaha, viele wichtige Kriterien für Live-Keyboarder zusammenzufassen: Tolle Sounds – mit Fokus auf einer sehr guten Orgel-Sektion und klasse A- und E-Pianos – gepaart mit einer intuitiven Bedienung. Dazu gibt es die passenden Effekte, die vielseitig einsetzbar sind, ausreichend Speichermöglichkeiten für die Lieblingssounds und Patches und eine erstklassige, Road-taugliche Verarbeitungsqualität. Alles in allem ein mehr als verdientes „sehr gut“ und drei Sterne für das YC88 und seine kompakteren Brüder YC73 und YC61.

Plus

  • sehr gute Sounds
  • Verarbeitungsqualität
  • Effekte
  • Tastatur
  • intuitive Bedienung, klar abgestimmt auf Live-Keyboarder

Minus

  • sehr kleine Pitchbend-/Modulationshebel

Preis

  • Yamaha YC61: 1.644,- Euro
  • Yamaha YC73: 2.488,- Euro
  • Yamaha YC88: 2.749,- Euro
Klangbeispiele
Forum
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      Felix Thoma  RED

      Hallo Thilo. Ich weiß nicht ob CP88 & Co auslaufen, daher finde ich „Nachfolger“ schwierig, aber die YC-Serie hat bei mir insgesamt einen besseren Eindruck hinterlassen.

  1. Profilbild
    maga  

    Leider verhunzt die imho grottige Leslie-Simulation den ansonsten ganz passablen Orgel-Grundsound.
    Da sollte Yamaha dringend mit einem Update nachbessern….

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    Codeman1965  

    Danke für den Testbericht, Felix…!

    Tjaaa, was die Design-Abteilung sich von den Modulations- und Bendersticks versprochen hat, weiss wohl nur der Abendwind.
    Brauchbar und funktionell, gerade im Live-Einsatz, sieht sicherlich anders aus…
    Ebenso scheint es beim Display-Design inzwischen nur noch die Wahl zwischen Briefmarke und 65-Inch-Fernseher zu geben.
    Der „Rest“ der Oberfläche sieht allerdings sehr gut aus (ich liiieeebe LED-Kränze!).

    Die Sounds sind wie immer ’ne Glaubensfrage, meinen Geschmack treffen sie ganz gut.
    Kein One-and-only-Gerät, aber als „das Große, Schwere spiele ich im Sitzen“ macht es sicher eine sehr gute Figur…!

    Wie immer bleibt es dem geneigten User nicht erspart, das Teil selbst mal anzugriffeln, um zu sehen, ob es passt.

    Neugierig bin ich schon mal… :-)

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    gaffer  AHU

    Die Detailaufnahmen der Bedienelemente treiben mir die Tränen in die Augen. So mistig waren die noch nie unterwegs. Sieht aus wie hingeworfen. Die Kippschalter sehen aus, als hätte ein grobmotorischer Bastler diese nachträglich eingebaut. Können die da nicht einfach mal einen Fachmann ranlassen. sehr gerne auch eine Fachfrau.

  4. Profilbild
    bbr

    Danke für den Test! Man sieht ganz klar, wem Yamaha da Konkurrenz machen will. ;-) Bei mir ist’s langsam an der Zeit, mein gutes, altes Electro 3 in den Ruhestand zu schicken. Bin nur noch nicht sicher, ob ich auf Yamaha wechseln soll.

  5. Profilbild
    Organist007  AHU

    Hab nur ich den Eindruck, dass im direkten vergleich mit Nord electro dieser (insbesondere bei den orgelsounds) besser und wärmer klingt.

    Sicherlich ist das yamaha ein tolles board und auch sehr vielseitig – trotzdem bleibe ich bei meinem electro 3 (!).
    YC61 hat einfach zu wenig balls.

    Da es in erster linie ein live keyboard ist, zählt in erster linie der schnelle zugriff (sicher super) und aber auch der durchsetzungsfähige sound. Und da bin ich eindeutig beim nord.

    Siehe direkter vergleich im Netz Andertons: YC 61 sounds thin !!! sorry !
    NEU ist nicht immer besser…mehr Einstellungsmöglichkeiten heisst nicht immer besser !

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      Markus Galla  RED

      So ist es. Ich konnte Nord und Yamaha hier direkt vergleichen. Ich habe jeden einzelnen Zugriegel verglichen, die Einstellungen insgesamt, die Rhodes/Wurlitzer/DX Sounds usw. Wer authentische Sounds sucht, ist bei Nord besser aufgehoben. Yamaha ist besser für diejenigen, die auch Synths brauchen. Die gehen bei Nord gar nicht, weil es keinerlei Möglichkeit gibt, auf Filter zuzugreifen oder per Pitchbend oder Modulationsrad irgendwie dem eigenen Spiel Leben einzuhauchen. Wobei ich gestehen muss, dass die Unterschiede im Zusammenklang mit einer Band niemals ins Gewicht fallen werden. Wer ohnehin mit einem weiteren Synth auf die Bühne geht, der greift zum Nord. Wer ein Allround Instrument sucht, greift zum Yamaha.

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        Organist007  AHU

        Absolut d`accord.

        Sobald man wieder live spielen kann, werde ich die Kombi Electro und Roland JD-XA verwenden.

        Oder Kurzweil Artis und JD-XA. je nachdem…

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          Markus Galla  RED

          Fehlt trotzdem ein Pitchbend und Modulationsrad am Nord Electro und die Masterkeyboard-Fähigkeiten sind ja auch nicht so berühmt.

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            Organist007  AHU

            Stimmt. Allerdings kann man direkt am Nord lead 4 splitten und layern.
            Für den NL 4 habe ich ein Expressionpedal, damit kann man quasi alles machen, auch pitchbend und vibrato/modulation.

            Was mit dem Electro 3 NICHT geht, sind splits am gerät selbst (außer orgel).

  6. Profilbild
    Son of MooG  AHU

    Ich bleibe auch weiterhin bei meinem Nord Electro 4D. Abgesehen von den besseren Orgel-Modellen war ein Kaufgrund, dass ich hochwertige Samples aus der Library laden kann, v. a. hervorragende unlooped Mellotron-Samples. Yamaha macht zwar gute ROM-Samples, aber davon habe ich schon genug in meinen TG500 und EMT-10…

  7. Profilbild
    costello  RED

    Seit es bei Clavia den „White Grand“-Flügelsound gibt, bin ich absoluter Nord-Fan. Da klingt dann schon mal ein Ton so, als ob der Filz etwas runtergespielt ist, oder der Klavierstimmer bei zwei, drei Tönen nicht ganz so akribisch bei der Sache war. Aber der Klang lebt. Der Yamaha-Sound ist dagegen immer sehr perfekt, aber leider auch ziemlich steril.

  8. Profilbild
    vssmnn  AHU

    Mit 1.5k für die 88 Tasten-Version könnte ich leben, aber so erscheint es mir zu teuer.
    Aussserdem wäre eh eine 76-er Version geiler.
    PC4 Qualität ist ähnlich und bringt wesentlich mehr Sound für den Preis, den Yamaha da aufruft,

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