Gut gemessen ist der halbe Hit
Ich kann mir die Arbeit ohne dediziertes Meter oder ohne Analyzer kaum noch vorstellen. Zwar bieten moderne Sequencer durchaus ein Metering, die Möglichkeiten sind jedoch oft überschaubar und die Qualität kann auch schon mal hinter den professionellen Lösungen herhinken. Zumal scheint es sinnvoll, das gleiche Metering zu nutzen, auch wenn man verschiedene Software (bzw. Hardware) nutzt – man gewöhnt sich ja an die Darstellung. Das Lesen eines Meters will bekanntlich gelernt sein. Im folgenden Artikel „Die besten Audio Meter und Analyzer fürs Tonstudio“ haben wir euch einmal die aktuellen Metering- und Analyzer-Produkte zusammengefasst.
Inhaltsverzeichnis
- Die besten Audio Meter – wo dB gemessen wird
- Audio Analyzer – eine Frage der Frequenzverteilung
- EBU R128 und andere Messsysteme
- Die besten Audio Meter: Hardware vs. Software
- TC Electronic Clarity M
- RTW TM3-Primus
- RTW TouchMonitor 5, TouchControl 5 Control & Meter
- Pinguin PG-AMM Stereo-Multimeter
- Fredenstein U70F und U1631
- AFMG SysTune
- NUGEN Audio VisLM-H 2
- FLUX MiRA
- iZotope Insight 2
- MAAT DRMeter & DRMeter Mk2 sowie MAAT 2BC multiCORR
- Waves VU Meter, Dorrough, PAZ Analyzer und Waves WLM Plus Loudness Meter
- Dateq SPL-D2 MKII
- Zplane PPMulator XL
- MeldaProduction MMultiAnalyzer
- Blue Cat DP Meter Pro & Blue Cat Audio Blue Cat’s Oscilloscope Multi
- Hofa IQ-Analyser V2
- IrcamLAB The Snail
- SSL Meter
- Sonible true:level und true:balance
Die besten Audio Meter – wo dB gemessen wird
Lange Zeit wurden Meter und Metering quasi-religiös unter Toningenieuren diskutiert. Die Anhänger von VU-Metern und Peak-Program-Metern schienen unversöhnlich.
VU-Meter sind relativ träge. Da diese 300 ms Attack- und Decay/Release-Zeit aufweisen, sind Pegelspitzen damit kaum erkennbar. Auch der Anspruch, dass die „gefühlte“ Lautheit abgebildet wird, wird nicht erreicht.
Peak-Program-Meter (die „Säulen“) – kurz PPM – sind für die digitale Zeit schlicht zu langsam. Zwar reagieren PPM mit 5 ms sehr schnell, jedoch werden in dieser Zeit über 200 Samples (bei 44,1 kHz) abgerufen. Dabei jede Pegelspitze zu erwischen, gleicht einem Glücksspiel. Daher werden diese Meter auch Quasi-Peak-Program-Meter genannt.
Um auf der digitalen Ebene keinen Peak (oder gar Over) zu verpassen, besitzen QPPM Peak-Anzeigen und Peak-Hold-Funktionen, außerdem wird mittlerweile auch in True-Peak gemessen. Dabei werden sogar Intersamplepeaks berücksichtigt. Einige hochwertige PPM haben eine True-Peak-Anzeige, um Übersteuerungen bzw. echte Peaks zu erkennen.
Audio Analyzer – eine Frage der Frequenzverteilung
Unter einem Analyzer wird in der Regel ein Anzeigewerkzeug zur Beurteilung der Frequenzverteilung verstanden. Manche Software (bspw. Wavelab) bietet einen Offline-Analyzer.
Interessanter erscheinen hingegen die Real-Time-Analyzer (RTA), da hier direkt (in Echtzeit) erkennbar ist, wie die Schallenergie über das Frequenzspektrum verteilt ist.
Prinzipiell kann hier in zwei Arten unterschieden werden: den filterbasierten und den FFT-basierten RTA. Die filterbasierte Variante teilt das Signal mithilfe von Peak-EQs in die gewünschte Anzahl von Bändern. Deutlich flexibler, aber auch komplexer, ist die Variante mit der Fourier-Analysis (FFT = Fast Fourier Transform). Hierbei wird das Signal mit einem Algorithmus in seine Frequenz-Bestandteile zerlegt. Da dieses Verfahren äußerst komplex ist, kann es im Bassbereich zu Fehldeutungen kommen – sehr verkürzt dargestellt.
EBU R128 und andere Messsysteme
Gerade für diejenigen, die für den europäischen TV-Markt arbeiten, ist ein Metering nach R128 notwendig. In anderen Teilen der Welt haben sich ähnliche Systeme etabliert, die von den hier dargestellten Loudness-Metern ebenfalls unterstützt werden. Diverse Streaming-Anbieter haben eigene Systeme dieser Art eingeführt und verlangen, dass Inhalte gemäß dieser Vorgaben abgeliefert werden. Nuendo hat hier bspw. nachgezogen und ein entsprechendes Metering von Haus aus integriert. Heutzutage sowieso bietet fast jeder Sequencer R128 Unterstützung. ProTools ist da eine der Ausnahmen.
Wenn allerdings bspw. nach dem Netflix-Standard gemessen werden soll oder aber 5.1, 7.1 oder gar 3D gemischt bzw. gemetert werden soll, sind selbst einige zusätzliche Plug-ins an der Grenze.
Die besten Audio Meter: Hardware vs. Software
Der echte Vintage-Sound ist bei Metern und Analyzern nun kein Argument für die externe Hardware. Trotzdem kann die Nutzung von externen Lösungen sinnvoll sein, je nachdem welches Szenario vorliegt. Abhängig von den genutzten Features kann ein Meter eine bemerkbare CPU-Last generieren. Zugegeben: Bei heutigen Rechnern ist das ein nicht so zwingendes Argument. Soll das Meter nicht in Verbindung mit einem Computer genutzt werden oder werden können, ist eine rechnerinterne Lösung sowieso außen vor. Das Argument nach einer dedizierten Anzeige scheint mir auch schwach, da am Rechner durchaus ein Monitor dafür abgestellt werden könnte, so mache ich das auch.
TC Electronic Clarity M
Für Klarheit (im doppelten Wortsinn) sorgt das Metering-Tool von TC Electronic namens Clarity M. Für 307,- Euro bekommt man ein externes Gerät mit einem 7″ Display und einer Auflösung von 800×600 Pixeln.
Der Clou: Das TC Electronic Clarity M lässt sich via USB mit dem Rechner verbinden und so können die zu messenden Signale mithilfe eines Plug-ins an das Clarity M gesendet werden. So kann man einzelne Kanäle, Gruppen oder die Summe durch einfaches Verschieben des Plug-ins auf dem Display der Hardware visualisieren.
Das TC Electronic Clarity M kann bis 5.1 messen und ist via BNC auch in die Broadcast-Welt integrierbar, was keine Selbstverständlichkeit ist. Analoge Eingänge finden sich hier nicht, aber digital kann das Tonsignal auch direkt an die Hardware geliefert werden.
Das TC Electronic Clarity M bietet Peak-Metering, R128-Metering mit dem Loudness-Radar von TC, Frequenzanalyse, Korrelationsmessung, True-Peak-Maximalwert … kurz gesagt alles, was man in professioneller Umgebung haben will.
Eine Stereo-Version namens Clarity M Stereo ist ebenfalls lieferbar. Diese ist sogar noch etwas günstiger als das Clarity M.
RTW TM3-Primus
Lange Zeit galt RTW als Synonym für Pegelmessgeräte. Die Kölner Entwickler haben die komplette ARD und das ZDF mit ihren Peak-Metern ausgerüstet. Dort findet man neben RTW sonst fast nur NTP. Heute ist die Konkurrenz deutlich größer geworden.
Mit dem TM3-Primus hat RTW ein Gerät im Programm, dessen Oberfläche sich frei gestalten lässt. Jeder Nutzer kann sich die Meter auf die Oberfläche legen, die gebraucht werden: Peak-Meter, Loudness-Meter nach R128, Analyzer, Korrelationsgradmesser und Goniometer – alles verfügbar.
Wer dem TM3-Primus Audiosignale zuführt, muss sich mit der Stereoversion abfinden. Wer das zugehörige Plug-in nutzt und die Unit via USB an den Rechner koppelt, misst bis zu 5.1, genauso wie beim TC Electronic Clarity M. Allerdings sind die Audioanschlüsse alle nicht aus der Profiliga und die Auflösung sind magere 272 x 480 Pixel. Dafür lässt sich das Teil hochkant und im Querformat nutzen. Wer mehr als 5.1 benötigt, ist hier jedoch schon an der Grenze. Schade, aber bei dem kleinen Display …
Die Abmessungen sind mit 8,25 x 13,8 cm etwas klein geraten. Der Preis erscheint wenig angemessen, denn das elegante Gerät mit Metallgehäuse kostet 499,- Euro.
Wer noch gut 1.000,- Euro Budget drauflegt, kann für 1.799,- Euro das RTW TM3 Touchmonitor Smart erstehen. Diese Apparatur ist nicht einfach ein Upgrade zum Primus, sondern streng genommen ein eigenes System.
Es besteht aus zwei Geräten, dem Display – das dem Primus erschreckend ähnelt und auch in einer Einbau-/Rackversion verfügbar ist – und einer Art „Breakoutbox“. Letztere ist die eigentliche Unit und beherbergt auch alle Anschlüsse.
Das RTW TM3 Touchmonitor Smart bietet alle Features des Primus plus weitere Optionen. Es lassen sich die üblichen Pegel- und Loudness-Werte anzeigen (auch Dialnom/Dialog Normalization), diverse Presets anlegen und über die verfügbare Software am Rechner organisieren. Außerdem werden mehr Hardwareschnittstellen geboten: GPIO-Ports, analoger 6-Kanal-Eingeng etc.
Die Software-Variante von RTW, genannt RTW Mastering und RTW Loudness Tools sind leider eingestellt worden, schade. Liebe Leute bei RTW, das war eine Fehlentscheidung (hier unser früherer Test dazu).
RTW TouchMonitor 5, TouchControl 5 Control & Meter
Wer etwas mehr anlegen möchte, sollte sich den RTW TouchMonitor 5 genauer ansehen. Es gibt dieses Tischgerät in zwei Versionen, beide für Audio-over-Ethernet-Systeme. Mit den Namenszusatz Dante lässt sich das Meter in das gleichnamige Audionetzwerk einbinden, mit dem Suffix Ravenna für eben dieses System.
Als Eingänge stehen nur die AoE-Anschlüsse zur Verfügung, was die Nutzungsmöglichkeiten stark einschränkt. Zwar unterstützten die beiden Meter 7.1.4 und alles, was das Metering-Herz vom Hause RTW erwarten kann: Vectorscope-, PPM-, True-Peak-, Loudness-, LRA-, Chart- und Moving-Coil-Anzeigen, anpassbare Bildschirmansichten, numerische Anzeige aller relevanten Werte: M, S, I, LRA, TPmax, Mmax, Smax, IDauer, Sd, Id, LRAd, D%. Der Anschaffungswiederstand für knapp 2.400,- bzw. gut 2.100,- Euro lässt nicht das Gefühl nach einem Schnäppchen aufkommen.
Quasi eine Variante ist das RTW TouchControl 5 Control & Meter. Die Features sind sehr nahe an den beiden vorgenannten, allerdingst ist ein Talkback-Mikrofon in dem Desktop-Gerät verbaut, ein Kopfhörerausgang ist auch vorhanden. Ein Mikrofoneingang (mit Phatnompower) findet sich ebenfalls an der Unit vor. Auch hier wird 7.1.4 und 96 kHz supportet, als Quelle kann allerdings nur Dante angeschlossen werden. Mit knapp 2.800,- auch keine Anschaffung für „zwischendurch“.
Pinguin PG-AMM Stereo-Multimeter
Das Pinguin PG-AMM ist eine reine Software-Metering-Lösung aus dem Hause Pinguin. Die Software gibt es für PC und macOS. Maximal zehn Messinstrumente lassen sich vollkommen frei auf dem Bildschirm verteilen: Peak-Meter, Korrelation, Goniometer, verschiedene Analyzer, Spektralanzeige, Loudness und mehr.
Die Stereoversion ist mit knapp 350,- Euro (die lag mal bei knapp 800,- Euro) nicht eben billig und ein zusätzlicher Rechner ist ebenfalls anzuraten, allerdings erfreut sich diese Software sehr großer Beliebtheit im Top-Profi-Sektor. Für diesen Preis bekommt man hier aber wirklich eine Menge verschiedener Meter und Kalibrierungen geboten!
Selbstverständlich sind auch Versionen mit Surround-Option und eine Server-Lösung verfügbar. Die Enterprise-Version, die bis zu 16 Kanäle unterstützt, kostet knapp 800,- Euro.
Eine Funktionsübersicht findet sich auf der Website des Herstellers.
Fredenstein U70F und U1631
Fast schon etwas rustikal muten der Fredenstein U70F und der U1631 an. Ersterer ist ein 2-Kanal RMS- (Effektivwert) Meter, das als Desktop oder 1 HE Rack-Version das eigene Studio bereichert. Peak-Hold gehört zum Feature-Umfang, das war’s dann aber auch schon. Keine digitalen Eingänge, kein Korrelationsgradmesser und Surround-Features sucht man ebenso vergebens. Für etwa 550,- Euro keine üppige Ausstattung. Wer jedoch eine rein analoge Signalkette nutzt, wenn auch nur in einem Teilbereich, wird lange suchen müssen, bis er etwas Vergleichbares findet.
Der Fredenstein U1631 liefert eine Art Meterbridge mit bis zu 16 Signalen auf 2 HE. Das könnte für ausschweifende Outboard-Geräteparks evtl. interessant sein. Aktuell gibt es das Gerät für 699,- Euro.
AFMG SysTune
Das AFMG SysTune ist weniger für die Studioanwendung als vielmehr für Live-Situationen gedacht. Acht Eingangskanäle mit allerlei Metering-Features, darunter auch ein Pegelhistogramm, helfen dem FOH-Engineer, den Live-Sound im Griff zu behalten. Für 450,- Euro bis 720,- Euro – je nach Ausbaustufe – ist die Software zu haben, leider nur für PC.
NUGEN Audio VisLM-H 2
Einer der Klassiker der Loudness-Metering-Lösungen stammt von Nugen. Für 435,- Euro kommt die Software auf den heimischen Rechner. Es wird sogar 3D bis zu 7.1.4 unterstützt. So geht das! Auch dieses Plug-in ist für Mac und PC zu bekommen und ein Standard bei der R128-Messung. Andere Loudness-Varianten werden (wie bei praktisch allen Mitbewerbern) auch angeboten.
Der Fokus bei diesem Tool liegt auf der EBU R128. Analyzer und Korrelationsgradmesser sucht man hier vergebens. Dafür bietet das NUGEN Audio VisLM ein Loudness-Histogramm, das einen ganzen Tag speichern kann.
Wer auch Peak-Metering, Analyzer (etc.) mit Nugen abbilden möchte, muss zu Nugen Audio Visualizer für 199,- Euro greifen, ein komplettes Software-Kit ist unter dem Namen Nugen Audio Loudness Toolkit für knapp 900,- Euro zu finden.
FLUX MiRA
Die Analyzer aus dem Hause Flux hören nun auf den Namen Mira. Für knapp 180 Euro lässt sich mit Flux Mira Session eine umfassende Stereoversion dieses Werkzeugs erstehen. Das Layout ist anpassbar. Integriert sind RMS Meter, Peak Meter, True Peak Meter, Loudness Meter, Wave Scope, Stereo Vector Scope, Nebula – Spatial Spectrogram, Spectrogram und auch Real Time Analyzer.
Flux Mira Studio bietet für knapp 260,- Euro zusätzlich noch eine Meter-History, 2D Surround Scope, 3D Surround Scope, Metering Statistic und unterstützt bis zu 24 Kanäle. Das ist ein wirklich gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Für 600,- Euro gibt es mit der Version Flux Mira Ultimate noch Live – Leq, Live – Spectrum Transfer Function, Live – Impulse Response sowie die Möglichkeit mit Messmikrofonen das System zu kalibrieren. Wer Live-Metering braucht, greift für 500,- Euro zu Flux Mira Live.
Alle Flux Mira-Tools sind als AAX native, AU sowie VST 2 und 3 Plug-ins (natürlich nur 64 Bit) nutzbar.
iZotope Insight 2
Ein Meter für „alle Formate“ und „alle Plug-in-Schnittstellen“ will iZotope Insight 2 sein. Die zweite Version ist optisch deutlich verbessert worden und liefert R128, Peak-Metering, Analyzer und vieles mehr für 199,- Euro.
Optisch ist es eine der schwächeren Lösungen und nichts für Design- oder Ergonomieverliebte. Ein echter Bonus ist der Support von 7.1.2 für Atmos (und andere 3D-Formate) – gut gemacht.
MAAT DRMeter & DRMeter Mk2 sowie MAAT 2BC multiCORR
Das DR-Meter ist übliches Metering (Peak etc.) sowie die eigene Loudnessnorm DR und R128 sowie A/85. Es ist simpel gehalten und kostet in der MkII-Versions immerhin 129,- Euro. Ob hier Preis-Leistung zusammenpassen, sollte jeder und jede für sich selbst entscheiden. Tatsache ist, dass es – für den Preis – relativ unflexibel ist. Ein taugliches Meter ist es allemal.
Mit dem 2BC multiCORR aus dem Hause MAAT wird für derzeit 40,- Euro ein Mutliband-Korrelationsgradmesser angeboten. Ein etwas spezielleres Meter, keine Frage, aber treue Dienste wird es leisten.
Waves VU Meter, Dorrough, PAZ Analyzer und Waves WLM Plus Loudness Meter
Auch die Plug-in-Spezialisten von Waves haben Meter im Angebot (seit einigen Tagen gibt es sogar ein kostenloses Plugin Paket von Waves). Während das VU-Meter und Dorrough eher „Vintage-Meter“ sind, bietet das WLM Plus Loudness Meter die üblichen Features von Loudness-Metern.
Waves Dorrough ist als Stereo- und Surround-Version für 35,- Euro haben, das VU-Meter kostet 20,- Euro.
Zusätzlich sind auch kinospezifische Messungen möglich, das ist bei den Marktbegleitern eher nicht üblich. Das WLM Plus Loudness Meter wechselt für 34,- Euro den Besitzer.
Der PAZ-Analyzer ist ein einfacher Vertreter seiner Art und ist für schlappe 34,- Euro zu erstehen.
Dateq SPL-D2 MKII
Das Dateq SPL-D2 MKII ist eher ein Service für Konzertbesuchter. Für 749,- Euro zeigt das Meter publikumswirksam den Pegel im Saal über das mitgelieferte Messmikrofon an.
Zplane PPMulator XL
Auch beim Zplan PPMulator XL lesen sich die Leistungsdaten gemessen am Peis weniger beeindruckend. So soll das gute Stück für knapp 120,- Euro zu haben sein, macht aber den Eindruck, als ob es nur für Stereo-Metering zu gebrauchen sei, doch der erste Schein trügt.
So lässt sich neben Peak-Metering auch EBU R128 konforme Lautheitsmessung umsetzen (bis 5.1 – immerhin) und es gibt auch einen Standalone-Modus mit Offline-Messung. Letzteres bieten viel zu wenige an!
MeldaProduction MMultiAnalyzer
Ein einfacher Analyzer mit Loundness-Funktion bietet Melda Productions für 59,90 Euro mit dem MMulitAnalyzer an. Das Plug-in bietet allerdings kein „richtiges“ Metering an – schade.
Blue Cat DP Meter Pro & Blue Cat Audio Blue Cat’s Oscilloscope Multi
Das DP Meter Pro von Blue Cat ist ein klassisches Meter für Stereoanwendungen, das auch K-Metering ermöglicht. Zielgruppe scheinen Mastering- und Mixdown-Studios zu sein. Ein Histogramm, Stereo/Mid-Side/Surround-Metering, RMS, Peak und noch einige Feature mehr stehen auf der Habenseite. Für 100,- Euro brennt das Plug-in kein großes Loch in die Studiokasse.
Mit dem Blue Cat Audio Blue Cat’s Oscilloscope Multi bietet die „blaue Katze“ für 50,- Euro eine Wellenformdarstellung mit allen Schikanen als Plugin an.
Hofa IQ-Analyser V2
Mit dem IQ-Analyser bietet Hofa einen Analyzer mit Pegel-Mess-Funktionen. Optisch ist das Plug-in, das auch als Standalone-Version verfügbar ist – nicht das Optimum, das machen Marktbegleiter besser.
Dafür ist der Preis passabel: 185,- Euro für das Plug-in mit der Standalone-Version, 125,- Euro für das Plug-in alleine.
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IrcamLAB The Snail
Für günstige 30,- Euro bietet IrcamLAB seine Software The Snail an. Es handelt sich hierbei um ein Frequenzanalyse-Tool, das (auch) in Tönen und nicht nur in Hertz anzeigen kann. Sicherlich ein sehr spezielles Werzkeug und kein simples PPM, was wir oft unter dem Begriff Meter erwarten dürften.
SSL Meter
Ein eher traditioneller Vertreter der hier gezeigten Produkte ist das SSL Meter. Es bietet VU-Meter, Peak Program Meter (PPM), Korrelationsgradmesser, Goniometer und Frequenz-Analyzer. Sicherlich kein bahnbrechendes Tool, aber für solide 115,- Euro geht das vollkommen in Ordnung.
Es wird True Peak und RMS-Metering geboten, eine skalierbare (aber nicht frei bestückbare) Oberfläche sowie die Integration in den 360°-Mixer, keine Überraschungen.
Sonible true:level und true:balance
Sonible schickt die True-Serie fürs Metering ins Rennen: true:level und true:balance. Beide Plug-ins kosten derzeit 67,- Euro, im Bundle gibt es beide in Form des Sonible Metering Bundle zusammen für 96,- Euro.
Sonible true:lebel zeigt Lautheit, Dynamik sowie den Pegel via PPM an. Verschiedene Lautheitsreferenzen sind voreingestellt und auch eigene Referenztracks können genutzt werden. Das Histogramm lässt an den Kollegen aus dem Hause Nugen erinnern.
Sonible true:balance stellt die spektrale Balance des Mixes dar, daher der Name. Auch hier lässt sich das Gemessene in Relation zu einer gewählten Referenz beurteilen und auch die Stereobreite sowie die Korrelation werden Visualisiert.





















































Mein Eindruck ist das unterschiedliche Software unterschiedliches anzeigen. Quasi Werte und auch optisch nicht immer identisch sind. Daher verlasse ich mich nicht mehr hundert Prozent darauf. Aber nachdem Software und auch ich persönlich immer besser wurden, sind auch Analyzer in meine Produktionen mit eingeflossen. Diese hätte ich allerdings in meinen Anfängen gebraucht, den heute höre ich das relativ gut heraus wenn es „voll daneben“ ist. Aber am Anfang wo man noch keine Ahnung davon hatte, was in einem Analyzer Bässe und Höhen sind, wäre es extrem sinnvoll gewesen. Ansonsten bin ich auch mit SuperVision gut bedient. Der kann wirklich alles und sieht optisch ansprechend aus. Die Tools innerhalb SuperVision sind mehr als ausreichend und geben über jedes Detail eine echtzeitliche Analyse: Stereo, Töne, Frequenzanteile, Audio, Waveformes etc.pp. Auch eines der wenigen Tools in Cubase, was komplett skalierbar und völlig frei gestaltbar ist. Leider sind die Daten nicht genrespezifisch. Diesbezüglich hat iZotope etwas die Nase vorn. Unterschiedliche Genres haben tatsächlich unterschiedliche Anforderungen in genau diesen Punkten. Das wäre vielleicht bei dem wirklich tollen Tool SuperVision noch ein Wunsch, sozusagen eine Vorgabe der wichtigsten Genres. Aber wie erwähnt gibt es dafür iZotope-Produkte, die bei mir tatsächlich inzwischen die Hauptanalyse darstellen, weil man weiß, ob man im jeweiligen Genre richtig liegt, was die Leute erwarten und daher etwas genauer ist.
@Filterpad Moinsen,
wenn die Meter was taugen, kannst Du die konfigurieren was Skalierung, Hinlaufzeit, Rückstellzeit usw. angeht. Dann zeigen die wieder alle das gleiche an. Das ist egtl. die Sinnvollste konfiguration. Beim Radio hatten wir auch Meter verschiedener Hersteller, aber identisch konfiguriert und somit war immer alles vergleichbar. Das Genre hat damit nun wirklich nichts zu tun ;-)
LG
F
@Florian Scholz Sehr guter Tipp!
Ich mag meinen HOFA Analyser! Der kann die Frequenzgänge der ausgewählten Kanäle (verschiedenfarbig) in einem Fenster anzeigen. Außerdem ist er koppelbar mit dem HOFA EQ.
Aus meiner Erfahrung möchte ich auch noch von Plugin Alliance das SPL Hawk-Eye erwähnen. Für mich ein sehr professionelles Tool mit umfangreicher Ausstattung.
Zum RTW Touch Control 5 möchte ich ergänzen, dass bei es sich bei diesem Gerät eigentlich um einen Monitor Controller (auch Dolby Atmos) zur Einbindung in Dante- (oder Ravenna-) Netzwerke handelt, der eher „im Nebenjob“ auch noch einige Messfeatures mitbringt.
Ergänzend zu dieser bereits sehr umfassenden Auflistung möchte ich noch auf Software, die mit Audiohardware (in der Regel kostenlos) mitgeliefert wird, hinweisen. Beispielhaft sei die Mess-Software Digicheck der Firma RME genannt. Diese ist ebenfalls sehr gut ausgestattet und zudem sehr ressourcenschonend, da Hardware-nah programmiert.
Sehr schöne Übersicht der Audio Analyse Tools, vielen Dank!
Er ist vielleicht nicht einer der besten, doch erwähnenswert finde ich den Analyzer von SIR Audio schon. Man kann mit einer kostenlosen, abgespekten Version anfangen und testen, ob man mit dem Analyzer warm wird und bei Gefallen stufenweise upgraden.
https://www.siraudiotools.com/Spectrum-Analyzer.php
Ich habe seit kurzem MIRA Session im Einsatz, welches unter Monterey auf einem Intel Mac Probleme gemacht hat und nicht lief. Nachdem ich auf einen M2 Mac ungestiegen (nicht deswegen ;-)) bin läuft das Tool. Leider „verliert“ es gelegentlich die Verbindung zur DAW (Bei mir Logic Pro 11.1). Ansonsten finde ich es bislang gut.