AMAZONA.de

Green Box: Kawai K4, Synthesizer


Kawai K4

DER KLEINE MIT DEM GROSSEN SOUND

Wir stellen Ihnen heute einen Synthesizer vor, der es wirklich in sich hat und zu jenen Klangerzeugern gehört, der heute kaum mehr Beachtung findet und deshalb am Gebrauchtmarkt für nur ca. 100,- Euro (!!!) zu haben ist. Dass man für 100,- Euro trotzdem einen Synthesizer mit sehr gutem und vielseitigen Sound bekommt, zeigt dieses YouTube-Video unseres Autors Throsten Walter HIER.

1_DSC00001.JPG

DAS JAHR 1989

Kawai hatte mit dem K1 gerade mal eineinhalb Jahre zuvor 1988 erfolgreich sein Comeback auf dem Synthesizer-Markt eingeläutet. Trotz guter Verkaufszahlen war der Kawai K1 jedoch nie ein ernst zunehmender Konkurrent zu den Flaggschiffen von Korg und Yamaha. Mit dem K4 sollte sich das 1989 ändern, dachten die Entwickler und spendierten ihrem Probanden ein Filter, das es in sich hatte.

5_DSC00002.JPG

SYNTHESE – ÜBERBLICK

Der K4 arbeitet zwar grundsätzlich subtraktiv, viele seiner Schwingungsformen basieren aber auf additiver Synthese (hier CYCLIC Waveforms genannt), die durch – dem damaligen M1 Zeitgeist entsprechend – Multisamples ergänzt wurden. Unter Fachleuten würde man den K4 also zu den Romplern zählen, wird ihm damit aber nicht gerecht.

1 2 3 >

  1. Profilbild
    Armin Bauer RED

    Die Rackversion habe ich doch auf noch irgendwo im Schrank…vielleicht mal wieder raus suchen. Die Drumsounds habe ich früher viel benutzt, dank Einzelaugänge gut separat auf´s Pult zu legen.

  2. Profilbild
    gaffer AHU

    Ich hatte zu Atari Zeiten einen K4 und einen alpha Juno 2 über Unitor gemerged und damit ein TF1 Modul gespielt. Wenn man den TF1, dessen Schnelligkeit über jeden Zweifel erhaben ist über den K4 spielte, klang der anders als beim Juno. Es dauerte eine ganze Weile bis mir klar wurde, dass der K4 einfach arschlahm war und ein Akkord nicht als Akkord, sondern schnelles Arpeggio (übertrieben, ich weiss) spielte. Eingangsmässig war die Verarbeitungsgeschwindigkeit auch ziemlich unterirdisch. Der Prozessor war einfach zu lahm für Multimode + Effekt + Reso Filter, was er mit dem D 70 (ganz schlimm) , dem JV 80 und dem ersten Peavey Synth gemein hatte. Der Expander hatte keinen Effekt, da war das nicht annähernd so drastisch. Eine knackigen Sound wird man mit der Kiste nie hinbekommen, das waren auch die Hüllkurven zu lahm. Als Flächengenerator, meinetwegen, aber da habe ich auch schon vielseitigeres gehört. K1 rauscht, aber den finde ich gut

  3. Profilbild
    l.bergen

    Das Soundset Analog Filter von ear2ear für den K4 ist für alle „Nicht-Programmierer“ eine super einfache Möglichkeit, aus dem Gerät DAS herauszuholen, was im Artikel zurecht beschrieben wurde. Dieser Synthesizer klingt wirklich klasse und hat als K4r einen festen Platz in meinem Rack. ;-)

  4. Profilbild
    emulator2hd

    Ich besitze den K4 Keyboard und bin begeistert,er beherrscht sehr markante, aber auch Sachen die man einfach unter einen anderen Sound legt.

    • Profilbild
      Mario Höll

      Der Kawai K4 ist ein sehr unterschätzter Synthesizer von 1989. Immerhin kann man 4 Oszilatoren mischen, 2 separat filtern und hat einen großen Vorrat an Grundwellenformen. Auch die Amplitudenmodulation erzeugt ähnlich wie im K1 interessante Effekte und eignet sich auch zum Aufrauhen der Samples, auch entstehen bei entsprechenden Einstellungen völlig neue Spektren. Auch sind neben den Samples etliche per Additive Synthese erzeugter Wellenformen an Bord. Das sehr gut klingende Filter hebt den Gesamtklang, der sehr warm daherkommt, angenehm von anderen Synthesizern, die oft sehr steril klingen, ab. Oft meint man, man hätte es mit einem Analogen zu tun. Deshalb bekommt man sehr warm klingende Flächen und auch einen Mix aus digital und analog sehr gut hin. Der Prozessor ist sehr langsam und bei perkussiven Klängen knackt das Filter leider auch sehr laut, überhaupt produziert er bei einigen Einstellungen unangenehme Nebengeräusche, auch häßliche Verzerrungen. Dreht man die Resonanz des Filters auf (nur 7 Stufen sind möglich), wird es sehr heftig und jenseits von HiFi, das hat manchmal Vorteile, nämlich immer dann, wenn es sich im Mix durchsetzen soll. Der starke Eigenklang ist auch deutlich spürbar. „Echte“ Instrumente nachmachen ist nicht so seine Stärke, es hat halt alles eine deutliche Färbung und das liebe ich so an den Kawai-Synthesizern, sie versuchen nicht wie alle anderen zu klingen, man bekommt viel Eigenständiges.

      Hier mal zwei Stücke mit allen Sounds aus dem K4:

      http://www.....s-89206976

      http://www.....s-89206976

  5. Profilbild
    exciter999

    Nachdem mein K4r nun eine Weile tatenlos im Rack rumhing, habe ich ihn wieder verkauft und seitdem auch nicht mehr vermisst! Ich finde den K1m (K1/K1r) trotz der fehlenden Filter besser vor allem im LoFi Bereich!

  6. Profilbild
    siebener

    Seit einigen Tagen habe ich den K4, und bereue den Kauf.
    Die Tastatur lässt sich angenehm spielen? Nun ich hab schon besseres unter den Fingern gehabt, aber daß sie das Gefühl vermittelt auf einem Klavier zu spielen, wie im Manual frech behauptet, ist mehr als lächerlich.
    Auch ist die Auslösung des Aftertouches zu
    schergängig, liegts am Alter des
    Gerätes?
    Die klanglichen Möglichkeiten sind ok, Was man allerdings zu sich nehmenn muß um meinen zu können man spiele einen Analogen, würde ich zu gerne wissen.
    Das Filter mag seinerzeit beindruckt haben, haut heute aber nicht vom Hocker, von den damaligen Klangverbiegemöglichkeiten Casios CZ-Serie ganz zu schweigen.

    Die Auflösung der Resonanz in 7 Schritte erzeugte schon beim Poly 61 stirnrunzeln, und treten hier zuweilen inakzeptale Nebengeräusche auf.
    Die architektur des Prarameter-Dsungels geht dann aber gar nicht mehr. War der K1 noch intuitiv zu erfassen, der K4 nicht mehr. Der Verlauf des Signales vom Oszillator durch Filter, DCA und Subkanäle durch Effect-Sektion, der ein wet/dry Parameter fehlt, ist für mich nicht nachvollziebar, und die Nase ständig in das Manual zu stecken hilft kaum, weil zu konfus. Ob irgentwann angenehmer
    Workflow möglich wird? Glaube kaum, daß ich so lange durchalten werde, denn mir fehlt bei der Kiste Spass.

  7. Profilbild
    c.hatvani AHU

    Der K4 war einer der allerersten Synths, die ich angespielt habe. Der Sound haute mich damals dermaßen vom Hocker… z. B. war da ein Werksound mit einem Filtersweep… (ich kannte bis dahin nichts besseres). Im Laden hing ich immer wieder stundenlang am K4, statt am SY77 oder M1.

    Genial fand ich die Drumsektion: jeder Drumsound bestand aus 2 Waves, jeweils unabhängig in Decay und Pitch regelbar. Da konnte man seine ureigensten Drums kreieren – da mußten alle anderen Konkurrenzmodelle passen.

  8. Profilbild
    Kyotonic AHU

    Wer diesen Synth liebt sollte wohl auf ROM 1.4 updaten. Angeblich weniger knacken, besseres Timing, weniger Übersteuern und keine Nebengeräusche beim modulieren. Habs bei Batronix bestellt. Hier der Filelink: http://ste.....7C_K4r.zip
    Als Eprom soll ein 27C512 oder 27SF512 ideal sein. Hab ersteres genommen und werde berichten.

  9. Profilbild
    gido

    Howdy Kyotonic!

    Ich warte, mein Lieber … Wie überragend ist ROM 1.4???

    :) Liebe Grüße
    Guido

  10. Profilbild
    Kyotonic AHU

    Habs dir über dein Postfach schon gesagt aber hier nochmal für alle. Die LoFi Effekte des K4 bleiben! :) Laut Internet brauchen ROM 1.3 (last official ROM) Besitzer nicht unbedingt upgraden während es sich für alle darunter lohnen soll. Wie weit es noch Unterschiede zwischen K4 und K4r gibt kann ich nicht sagen. Ersteren besitze ich leider nicht mehr. Vielleicht machen die benutzten Eproms einen Unterschied? Was bleibt ist ein genialer Synth der mich gerade wieder mit seiner AM-Modulation und extremen Transpositionen (mit fixed Transpose auf max und Aftertouch auf Pitch) vom Hocker reisst. Ich habe mir noch einen K1rII geholt mit dem ich ein amtliches LoFi Drumset programmieren will der momentan aber zum flächenlegen missbraucht wird. Die Factory Strings und Pads gehen irgendwie immer. Warum hat Kawai den K4 nach dem soliden Case vom K1 nur in so ein Plastikgehäuse gesteckt? Das Ding ist geiler wie jeder D50!

Kommentar erstellen Kommentar erstellen Leser-Story erstellen

Die AMAZONA.de-Kommentarfunktion ist Ihr Forum um sich persönlich zu den Inhalten der Artikel auszutauschen. Sich daraus ergebende Diskussionen sollten höflich und sachlich geführt werden. Haben Sie eigene Erfahrungen mit einem Produkt gemacht, stellen Sie diese bitte über die Funktion Leser-Story erstellen ein. Für persönliche Nachrichten verwenden Sie bitte die Nachrichtenfunktion im Profil.

Über den Autor

Bewertung

Green Box: Kawai K4, Synthesizer

Bewertung: 4 Sterne Bewertung des Autors
Leserbewertung: 5
Jetzt anmelden und dieses Produkt bewerten.

Hersteller-Report Kawai

Aktion