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Mobile Musikproduktion mit iPhone, iPad und MacBook

Musikmachen in der Sommerfrische

24. August 2022
Mobile Musikproduktion mit iPhone, iPad und MacBook

Mobile Musikproduktion mit iPhone, iPad und MacBook

In diesem umfangreichen Workshop erfahrt ihr alles über mobile Musikproduktion mit iPhone, iPad und MacBook. Wir kennen dieses Szenario alle, Urlaubszeit und Koffer packen. Nun packt Liebling nicht nur die Badehose ein und es geht auch nicht an den Wannsee. Aber in den Urlaub. Über den Akzeptanz-Faktor müssen wir uns nicht unterhalten, der tendiert gegen Null. Und das Argument, „Was ist, wenn ich eine Idee habe …“, kann, muss aber nicht gelten.

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Für den Fall, dass entsprechende Akzeptanz vorhanden ist, der nächste Charthit irgendwo im Kopf lauern könnte, treffen wir mit diesem Artikel die nötigen Vorbereitungen.

Mobile Musikproduktion mit iPhone, iPad und MacBook

Unser kleines mobiles Projekt

Das Equipment für mobile Musikproduktion

Tatsächlich es empfehlenswert, hier einige Grundüberlegungen anzustellen. Was wird benötigt und was kann hilfreich sein? Nur mit iDevices werden wir nicht auskommen. Was wir immer im Auge haben sollten, sind Gewicht und Anzahl des nötigen Gerätschaften. Die persönliche Packliste sieht so aus:

  • Kabelkopfhörer – ATH M50
  • Airpod Pro2
  • optionales mobiles Audiointerface Motu M4 oder Zoom U44
  • optional ein Mikro oder Mikrozubehör für das Zoom U44
  • USB-C-Kabel, Lightning-Kabel, CCK, USB A zu USB C Adapter
  • Netzteile
  • Powerbank mit mindesten 100 Wh (Achtung, ggf. Restriktionen der Airlines prüfen)
  • optional, mobile kleine externe SSD/HDD als Spiegel der Studio-Libary
  • iPhone
  • iPad
  • Macbook
  • kleiner mobiler WiFi-Router für die Hosentasche mit UMTS/LTE/5G

Das sollte reichen, vor dem Urlaub und dem Packvorgang checken wir auch noch mal, dass alle Updates installiert worden sind. Dieser Hinweis erfolgt mit Blick auf das Ausland und der Verfügbarkeit von WLAN/mobilen Datenverbingungen und Volumen.

Auf alle Fälle stellen wir „automatische Updates“ aus. Sicher ist sicher.

Der Leser wird feststellen, dass kein Controller mit verpackt wurde. Richtig. Denn hier kommen nun iPhone und iPad ins Spiel. Wenn wir die eh dabei haben, warum nicht als Controller und Keyboard nutzen? Stichwort: Logic Remote?

Mobile Musikproduktion mit iPhone, iPad und MacBook

Logic Remote, ein virtuelles Schweizer Messer

Die besten Apps für Musikproduktion im Freien

Wir fokussieren uns auf Apples GarageBand, Apple Logic und Logic Remote. Hier stellen wir über ein gespiegeltes SSD/HDD-Volume sicher, dass wir unsere Libary am Start haben. Sonst würden uns außerhalb des Studios vielleicht Plug-ins, Lieblings-Presets, Sounds, Samples und Loops fehlen.

Für andere DAWs gelten hier in etwa die gleichen Spielregeln. Apple Software ist hier allerdings als Anregung zu verstehen. Unter Windows ticken die Uhren mitunter anders.

Generell, bevor man mobil anfängt, bitte eine Testrunde mit dem Equipment gehen. Auch Apple Produkte haben ihre Tücken und Fallstricke.

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Mobile Musikproduktion mit iPhone, iPad und MacBook

GarageBand ist am Strand, dem Studio und auf der Bühne daheim

Synthesizer am Strand

Überspitzt gesagt gehört da weder das Smartphone noch das MacBook hin. Aber vielleicht regnet es gerade und uns überrascht das Riff des Jahres. Und wir haben Zeit, alles auszuprobieren.

Also ran an das iPad und ab dafür.

Der erste Groove

iOS GarageBand kommt mit verschiedenen Drummern und Wegen zur Beat-Erzeugung daher. Der erste Weg sind die Drummer. Weg Nummer 2, die Smart Drummer. Nummer 3, die akustischen Drummer der Marke Finger-Drumming. Weg Nummer 4, der Beat-Sequencer. Weg Nummer 5, das sind die externen AUs. Weg Nummer 6 ist Inter App Audio.

Mobile Musikproduktion mit iPhone, iPad und MacBook

Vintage-Drums im Stepsequencer

Also genug kreatives Potential.

Der Autor bevorzugt hier den Beat-Sequencer aus einer Überlegung heraus. Im Beat-Sequencer sind unter Vintage-Sounds die klassischen Drumsounds von Linn, Sixtrak, Simmons, 707 und viele andere Klassiker versteckt. Diese Sounds wiederrum harmonieren später wunderbar „plattformübgreifend“ und mit den virtuellen Drummern Maya und Duncan können wir den Drums moch mehr „Wumms“ rausholen. Oder wir nehmen die anderen Drummer, die von Folk bis Pop nahezu alle Stile abbilden können.

MAYA, die Königin des 80er-Grooves

Wem dies immer noch nicht reicht, kann seinen Drum-Sound über die Channel-FX mit einem Kompressor versehen, mit EQ mangeln oder Hall und Echo anwenden. Doch dazu später mehr.

Für die spätere Nachbearbeitung im Studio und oder mit Logic sollten wir alle Spuren bearbeitbar lassen. Manchmal möchte man eine Note oder einen Schlag doch löschen oder schieben. Mit Audio-Spuren ist das nun ungleich komplexer.

Der Basslauf

Haben wir nun unseren Drumbeat fertig. machen wir uns an den Basslauf. Hier bietet GarageBand Sounds von ARP bis Moog, entweder als interne Instrumente oder Patches in Alchemy. Heute nehmen wir Phase84, weil diese AU auch irgendwo im Macbook schlummert.

Auch hier wird nun zunächst aber eine Instrumentenspur angelegt. Wir sollten im Auge behalten, dass die interen Synthesizer lediglich rudimentäre Editierungsmöglichkeiten für Sounds bieten.

Für einen rohen Entwurf ist es durchaus gut, unter Bass-Exoplanet und Retrobass im Autoplay zu benutzen. Wir gehen einen Schritt weiter und spielen den Bass mit dem iPhone ein.

Der Bass kommt heute via Bluetooth

Holzwangen machen den Phase 84 Sound wärmer

Melodie und Akkorde

Wer nun in der Methode „Man müsste Klavier spielen können“ unterwegs ist, findet in GarageBand nun mehrere Möglichkeiten der Unterstützung.  Zunächst, falls wir es nicht beim Projektstart festgelegt haben, legen wir die Tonart fest.

Zu jedem Instrument finden wir nun die Möglichkeit, entweder mit Autoplay Tonfolgen zu generieren oder wir schalten einfach die Töne auf der Skala aus, die nicht in eben diese gehören.

Und schon haben wir die erste Melodie im Kasten. Und nun erzeugen wir hierzu noch eine Gegenmelodie mit einer externen AU. Auch hier können wieder die Skalen genutzt werden. Allerdings sollten wir bitte nur AUs verwenden, die wir auch in Logic installiert haben. Ansonsten müssten wir an dieser Stelle schon einen BIP machen, der Apple Terminus für Bounce in Place.

Wenn wir nun mit der zweiten Melodie fertig sind, können wir ums die Pad- und Chord-Begleitung kümmern und vielleicht noch Verzierungen in Form von Arpeggios, FX und Plucks einbauen.

Akkords Strips

 

Skalen, Spielhilfen und viel Expression auch via Bluetooth-MIDI

Loops versus Patterns

Apples GarageBand und Logic haben nun grundsätzlich zwei Arbeitsmodi. Die Tracks oder Spurenansicht, die für Komposition und Songwriting perfekt ist. Oder den Looper-Modus, der sich nun wunderbar für Backtracks oder Liveperformances eignet. Beide Varianten haben ihre Vorteile. Allerdings muss ich mir in GarageBand vor Beginn eines Projektes Gedanken machen, ob ich mit Looper (Grid) oder Tracks arbeiten möchte.

Remix für eine Liveperformance mit Backing Track (Audio)

Mobile Musikproduktion mit iPhone, iPad und MacBook

Grid Remix für einen Backing-Track mit Instrumenten

Freundliche Assistenten und Spielhilfen

Das Vierergespann um Apples GarageBand, Logic X, Logic Remote und Mainstage verfügt über einige mehr ober minder versteckte Spielhilfen. Diese lassen sich wunderbar nutzen und teilweise oder ganz auf eigene Bedürfnisse anpassen. Nehmen wir unser Übungsprojekt wieder in die Hand.

Wir haben dem Projekt eine Tonart vorgegeben. Nun können wir über die Smart-Keys eine Skala passend zur Tonart des Projektes wählen. Akkorde erzeugen wir über die Akkordstrips. Über das Zahnrad können wir die Akkordfolgen anpassen und ändern. Damit wir hier nicht den Überblick verlieren, können wir über „Letzte Version“ etwaige Fehler rückgängig machen.

Mobile Musikproduktion mit iPhone, iPad und MacBook

Dynamische Hilfe

Für andere Instrumente gibt es dann noch Autoplay, das für eine Übung und Playalong ganz brauchbar ist, mehr aber auch nicht.

Ebenso unspektakulär, aber mächtig, ist der Arppegiator. Dieser befindet sich neben den Akkordstrips und ermöglicht fünf Modi, Oktavenbereiche und verschiedene Notenlängen.

Ebenso ist die Aufzeichnung von Bewegungen möglich, sofern man eine Hand frei hat. In bester Logic Manier können wir alle Parameter, die direckt von der Oberfläche aus zugänglich sind, aufzeichnen.

Aber dazu kommen wir gleich, denn jetzt soll das Projekt auf den Mac, wir binden iPhone, iPad als Controller ein. Und drehen dann eine Runde in GarageBand und Logic.

Transfer in den Desktop-Rechner oder Laptop

Beam me up, Scotty!

Hier gibt es nun auch wieder mehrere Wege. Wir wählen den einfachsten Weg. Airdrop zum Macbook. Dies passiert nun entweder über GarageBand ansich oder über Dateien.

Für den Moment machen wir noch ein wenig in GarageBand auf MacOS weiter. Wir werden aber mit Logic Remote unserem Track ein wenig Pfeffer und Salz verpassen. Sprich, wir kümmern uns um die Controller.

Vom iPad auf das Macbook

Apple Logic Remote über iPad

Apple stellt mit Logic Remote einen „WLAN“-Controller bereit. Sollten wir keinen mobilen WLAN-Hotspot oder WLAN-Router haben, können wir dennoch das iPad verwenden. Dazu richten wir ein sogenanntes Ad Hoc Computer zu Computer WLAN auf dem Mac ein oder verbinden uns mit dem Lightning-Kabel an einen der USB C Ports.

Starten Logic Remote und fertig.

Logice Remote kennt nun mehrere Betriebsmodi:

  • Mixer
  • Controller inklusive Gesten
  • Befehlssteuerung über Aktionen

Um einige Möglichkeiten zu nennen.

Vorteil, alle mit dem Logic Remote ausgelösten Aktionen kann ich in Logic und teilweise GarageBand aufzeichnen.

Mobil Arbeiten heißt Kompromisse machen

Mobile Musikproduktion mit iPhone, iPad und MacBook

Logic Remote bei der Arbeit am Projekt

Schweizer Remote Messer

GarageBand oder Logic

GarageBand hat zunächst eine andere Zielgruppe, dieses müssen wir im Kopf haben. GB ist für Anwender, die mit kleinem Aufwand schnelle Ergebnisse benötigen. MIDI wird nur rudimentär unterstützt. Das Audioformat/Auflösung ist auf 44,1 kHz beschränkt.

Logic haben wir bei AMAZONA.de nun schon grundsätzlich vorgestellt. Für unser Projekt werden wir an dieser Stelle unser „rohes“ Projekt nun in Logic bearbeiten und fertigstellen.

Wenn wir unser Projekt importieren, möchte Logic es zunächst einmal speichern. Anschliessend werden wir freundlich auf etwaig fehlende Plug-ins oder Content hingewiesen. Wenn wir daran gedacht haben, nur lokale Inhalte zu verwenden, ist das kein Problem. Schwieriger wird es, wenn wir die Libary auf ein externes Volumen ausgelagert haben.

Dementsprechend sollten wir nur mit Inhalten arbeiten, die auch mobil zur Verfügung stehen. Oder wir haben eine gespiegelte Version unserer Libary im Gepäck. Hier muss man allerdings prüfen, ob es sinnvoll ist, so zu arbeiten. Die Library des Autors ist über die Jahre auf stolze 264 GB angewachsen. Und die Rückspiegelung und Synchronisierung im heimischen Studio kann dann schon mal dauern. Allerdings haben wir immer alle Sounds und Settings mit am Start. Man muss allerdings im Auge behalten, so ein MacBook Air M1 hat nur 2 USB-C-Ports und irgendwann brauche ich Strom. Und vielleicht brauche ich noch das USB-Audiointerface.

Hier ist dann Kompromissbereitschaft gefragt. Generelles Auslagern von Daten in eine private Cloud erscheint nur auf den ersten Blick sinnvoll. In einem ICE der Deutschen Bahn tut jedes heruntergeladene Bit „weh“. Wenn der Ferienort im Ausland ist, hat man vielleicht keinen passenden Roaming-Anbieter oder Vertrag.

Die Lösung aus dem Dilemma: Was ich nicht mit habe, kann ich nicht benutzen. Ebenso sieht es mit Plug-ins aus, die ab und an nach Hause telefonieren möchten und sich ggf. in einen Demo-Mode schalten. Auch hier ist weniger mehr.

iPhone und iPad als Controller

Aus praktischen Erwägungen spricht nichts gegen iPhone und iPad als Controller für Logic und GarageBand. Außer man mag nur richtige Controller und Toch 3D ist Teufelszeug. Natürlich ist es zunächst gewöhnungsbedürftig, mit beiden Geräten eine Synthline oder Akkorde zu spielen. Aber tatsächlich funktioniert das sehr gut, da die Apple internen Klangerzeuger auf die Apple Geräte sehr gut abgestimmt sind. Das geht dann soweit, dass man iPod und iPad durchaus als „Livecontroller“ nutzen kann. Somit kommen wir auch zum Abschnitt.

Mobile Musikproduktion mit iPhone, iPad und MacBook

Mit Bluetooth alles im Griff

MIDI via Bluetooth

Mobiler Mixdown deiner Musikproduktion

Hier haben wir nun die größten Unterschiede zu vermelden, GarageBand ist generell für Leute gedacht, die auf komplexe Settings und Channelstrips verzichten können. Dennoch lassen sich in GarageBand super Ergebnisse erzielen. Zum einen, da in der Basis die gleichen Channelstrips wie in den Desktopversionen vorliegen. Es wurde ledglich die Bedienung an die Touch-Metapher angepasst. Apples Trumpf ist die nahtlose Integration der eigenen Plug-ins und teilweise, so sich die Anbieter an die Apple Guidelines für AUv2/3 gehalten haben, gilt das auch hier.

Zum Mixen setzt der Autor mobil auf Audio Technica ATH M50. Solange man diesen nicht zu heiß fährt, haben wir hier einen kleinen Freund, der uns hilft. Wenn man schnell irgendwas mit 3D Audio immersives Audio machen muss, führt kein Weg an den Apple Airpod Pro oder ähnlichen Produkten vorbei. Wenn die Produktion darauf nicht gut klingt, muss man wirklich nacharbeiten.

Generell ist das Thema Umgebungslautstärke immer ein Punkt. Mit diesem muss man leben können.

Wir nehmen an, wir sind mit unserem Projekt in GarageBand fertig. Dann schnell abspeichern und in Logic öffnen. Logic versucht nun das Projekt zu öffnen und übernimmt alle Settings. Wie schon ausgeführt, wenn Plug-ins und Inhalte nicht verfügbar sind, werden wir darauf hingewiesen und ggf. zum Download und oder Installation aufgefordert.

Für den Moment müssen wir mit dem Reisegepäck auskommen. Keine Sorge, externe Hardware in den Mixdown, Summierungs und Masteringprozess besprechen wir in einem separaten Artikel. Inklusive eines Track-Breakdowns.

Unser Demo-Projekt ist nun endgültig in Logis angekommen und wie sehen, dass die Channelstrips schon mit Basis-EX bestückt wurden. Wir halten nun einen Moment inne und koppeln unser iPad – Logic Remote und Logic – MacBook. Auch hier gibt mehr als einen Weg. Das iPad ist nun unser HUI für  Logic. Auch hier wieder im Kopf haben, es geht mehr als nur Fader bewegen.

Aus praktischen Erwägungen kommt nun das MOTU M4 ins Spiel. Mag es für die reine Aufnahme von Parts noch ohne gehen, hat das Interface im Mixdown-Prozess seinen Vorteil. Sprich, es kalibriert sich gegen Logic. Strom und Daten kommen aus dem USB-C-Port. Und wir haben ja noch eine Powerbank und Netzteil eingepackt.

So gehts dann ans Werk.

Mobile Musikproduktion mit iPhone, iPad und MacBook

Mixdown

Tipps und Tricks für mobile Musikproduzenten

Möchte man nun iPhone und iPad gemeinsam nutzen, zum Beispiel das iPhone als Bluetooth-MIDI-Controller, benötigt man nicht viel. Empfehlung des Autors und des Kollogen Markus Schröder, midimittr, eine kostenlose, aber sehr betriebsichere App für iOS. Ebenso empfehlenswert sind im Verbund mit MacOS die Apps Studimux und MIDImux von Zerodebug.

Wer nun Bedenken hat, weil Latenz ein Thema sein könnte, dies ist bei der Vorproduktion sekundär.

Im Verbund von iPhone, iPad und MacBook macht die Arbeit Spaß und wird ein Stück mobiler. Man muss nicht immer im Studio hocken, um schnell eine Idee festzuhalten. Dieser Workshop kratzt auch nur an der Oberfläche, da dieses Setup noch andere Möglichkeiten bietet. Jam-Sessions, Playalongs wären auch noch Möglichkeiten.

Hier muss man auch eine Lanze für GarageBand brechen. Kleines, feines Tool mit viel kreativem Potential. Sei es nun zu Vorproduktion, Live oder auch zum Mixdown. Zum Mastern benötigt es nur eine gescheite Abhöre und Final Touch.

Mastern on the Fly – Final Touch

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Fazit

Es gibt Möglichkeiten und Wege, mobil zu musizieren. Und es gibt für fast jeden Typ eine Lösung. Dieses Szenario ist ein Vorschlag und die Programme sind kein Muss, obwohl die nahtlose Integration und der daraus resultierende Arbeitsfluss schon genial sind. In diesem Workshop haben wir trotz der Länge einige Themen nur angerissen. Im kommenden Teil kümmern wir uns um Aufnahmetechniken und Mixtechniken aus verschiedenen Dekaden und lassen die Achtziger wieder krachen. Es wird strange und es wird Dinge geben.

Plus

  • raus aus dem Studio
  • im ICE hocken und einen Beat droppen
  • am Strand chillige Pads und Akkorde einspielen

Minus

  • Touch ist nicht für jeden Musiker das Wahre
  • Preis für iPhone, iPad und MacBook
  • Verständnis des Partners, Partnerin nur rudimentär vorhanden
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Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    shapemodulator

    Bin gerade im Urlaub in Italien und habe die SP404mk2 (mit einer Menge Akkus) und das iPad mit diverser Software mit. Am besten gefällt mir die kreativ Kombination SP404 und Animoog/Model15. Das iPad lässt sich wunderbar mit der 404 verbinden, die 404 funktioniert dabei als Sampler, drumcomputer und Audiointerface. Mega Kombination, vermisse mein Studio kein bisschen!

    • Profilbild
      TobyB RED

      Cooles Setup! Bis auf den SP404, der bei mir eine MPC oder die Force ist, mach ich das auch nicht anders. Ich vermisse lediglich meine Vintage FX Sammlung. Allerdings kann man diese mittlerweile auch kompensieren. Zum Beispiel mit Chromaverb in Logic. Oder Zenology FX von Roland. Moog Animoog und Model 15 sind Klasse. Mich stört am Model 15 allerdings die Darstellung auf dem Bildschirm.

      • Profilbild
        shapemodulator

        „ Ich vermisse lediglich meine Vintage FX Sammlung. Allerdings kann man diese mittlerweile auch kompensieren. Zum Beispiel mit Chromaverb in Logic. Oder Zenology FX von Roland“
        Da muss ich mich erst mal schlau machen wie sowas geht..
        Die Darstellung könnte echt etwas besser sein, eine zoom out Funktion wäre perfekt; aber dafür umsonst und überraschen guter Klang (habe sonst auch fast nur analoges Equipment im Studio). Ich weiß nicht ob ich den Unterschied zwischen Original und digitale iPad Kopie raus hören würde!
        Beste Grüße aus Italien

        • Profilbild
          TobyB RED

          Zur Roland Cloud findest du hier jede Menge Artikel. ChromaVerb stellt vierzehn spezielle Raumtyp-Algorithmen bereit. Wenn man den zusätzlichen Content in GB und Logic lädt, noch viele weitere. Ich hatte den Space Designer vergessen, dieser kann eigene IRs laden und auch in Verbindung mit dem Impuls Response Util eigene Antworten falten. Ich hab damit meine wichtigsten Reverbs alle einmal durchgefaltet. Und als Presets abgelegt.

  2. Profilbild
    Mase

    Korg Gadget als Allround Talent für die abendliche session im Sonnenuntergang!
    Ipad in Verbindung mit den mobilen korg Controllern – das perfekte Kabelose, Akkubetriebene Urlaubsstudio für unterwegs!😊

  3. Profilbild
    mdesign AHU

    schöner artikel, informativ und unterhaltsam geschrieben. obwohl ich seit einiger zeit vom ipad zu analoger hardware gewechselt habe, hat er die lust geweckt, mal wieder was mobil zu machen …

  4. Profilbild
    Digitalist

    Mein Sommer-Setup in Italien bestand dieses Jahr aus MacBook mit Ableton und LogicPro, Zoom H4n Pro + Mikrofon für Ambient Sounds und nem Arturia Keylab 49 Mk2 für die Haptik. Ja, ist mit Tasche etwas größer, aber beim Dachgepäckträger Tetris hat’s reingepasst 😎

  5. Profilbild
    Kazimoto

    Im Urlaub lass ich Gedanken kommen und gehen. Keine Musik oder nur passiv aufgenommen. Ein Drink und aus der Ferne kommt ein Tune geflogen der einen abholt, spontan, ohne 10000+ Mp3 Sammlung, Earbuds oder Portables Studio.

    • Profilbild
      lunatic AHU

      Genau so. Die erschlagenden Möglichkeiten daheim bloß zuhause lassen. Der erholsame Minimalismus flowt ganz unglaublich.
      Habe mit der kleinen alten Mpc soviel Spass gehabt unterwegs.
      Letztens mit Macbook versucht im Urlaub. Omg

  6. Profilbild
    elblaut

    Sorry das ich hier Off Topic gehe, aber weiß zufällig jemand ob man iPad Synthesizer mit mehr als 48 kHz in Logic/Cubase/Reaper aufzeichnen kann. Und wenn ja, wie?

    • Profilbild
      TobyB RED

      Hallo Elblaut, das ist so Offtopic nicht. Punkt 1: die iOS Synthesizer müssen mehr als 44.1/48 liefern können, zB die Moog AUs können das. Punkt 2: deine DAW muss den Datenstrom verstehen. In Logic stellst du entweder per Systemvoreinstellung deine Abtastrate auf größer 48khz oder machst das Fallweise im Projekt, von iOS zum Mac bekommst du den Datenstrom entweder mittels Studiomuxx oder Hardware in Form von iconnectivity Audio 4c. In Logic richtest du dir dafür Channels ein und sicherst dir da in einem Template ab. Du kannst auch an neueren Macs mit USB C und Lightning zu USBC das Audio abgreifen.

      • Profilbild
        elblaut

        Okay das hört sich ja einfacher an als ich befürchtet hatte. Vielen Dank für die Info 🙏🏼

        • Profilbild
          TobyB RED

          Es ist nicht schwierig, der Grundlegende Mechanismus wie Audio in MacOS / iOS behandelt wird, funktioniert seid Jahrzehnten so. Entweder du löst es zu Fuss oder nimmst halt eine App. 😊

  7. Profilbild
    Tresl

    ich nutze ein klassisches iPad 2020 mit AUM als Host und einigen Synths, Sequencern, etc. – das ist schon irre was allein damit geht… danke für diesen ausführlichen Artikel!

  8. Profilbild
    CDRowell

    Hi… ich bin gerade in Italien und freue mich über diesen Artikel. Besonders das iPad hat einige Schätze zum Musikmachen auf Lager, die ich momentan mit den guten Tools am MacBook Pro vereine. Besonders gut finde ich die VSTs- von Model 15, die damit auch auf dem MB laufen…
    Mit dem M1-Chip bringt das mobile Musikmachen WIRKLICH viel Spaß! – weils einfach länger, ich meine länger, wirklich länger laufen kann, auch beim Sonnenbad!
    Euch allen wünsche ich noch viele schöne Tage.

    • Profilbild
      TobyB RED

      Gute Erholung 😁 Fürs iPad gibts in der Tat sehr gute Apps. Da kann man in Verbindung mit einem MBAM1 schon viel reissen. Ich hab mittels Powerbank schon eine Woche arbeiten können. Allerdings darf die nicht mit den Flieger, weil grösser 100Wh. Generell kann ich nur ans Herz legen, dass die Plugins zwischen iOS und MacOS einigermassen synchron sind. Sonst Überraschung. Machmal auch positiv, ich hatte den guten alten Sunrizer mal in einen Titel benutzt. Nun wollte ich das Projekt in Logic öffnen, Logic teilte mir beim öffnen freundlich mit, ich möge doch diese Version aus dem App Store installieren. Läuft.

  9. Profilbild
    gaffer AHU

    „Der erste Groove“ klingt nicht schlecht. Gilt nicht für die default eingestellte 808, da klingt er lausig. Ja, Toby, ich fahre am WE. iPäd, iFon, Kopfhörer mit Kabel, Seaboard Block und Lightpad Block. Das reicht.

    Smart Instrumente sind vielfältiger, als im ersten Blick ersichtlich. Im Autoplay Modus gibt es 4 Positionen. Aber schlecht dokumentiert und trotzdem vorhanden: eins, zwei oder 3 Finger auf dem Akkordstrip erzeugt jeweils eine andere Spielweise. Sind immerhin 12 Optionen. Klar, muss man nicht verwenden. Gibt aber ein recht gutes Backing, das ich daheim ja immer noch ersetzen kann.

    • Profilbild
      TobyB RED

      Es kommt ja immer auch darauf an wieviel Zeit man in einen Groove oder Loop aufwenden möchte. Die Standard Settings sind schon okay, man muss allerdings noch etwas Beef an die Suppe geben. Garageband, Logic, Remote, MainStage haben schon eine gute Dokumentation, nur eben als Webseite ;-) Ich benutze diese extrem selten. Die Spielhilfen sind schon praktisch. Ich hab meine Akkordfolgen immer dabei und kann die dann noch anpassen. Clever finde ich das Apple hier auch an Remote gedacht hat.

  10. Profilbild
    gaffer AHU

    Eines noch als Ergänzung. Ich muss nicht unbedingt die PlugIns von GarageBand such in Logic haben. Einfach das Lightning Kabel mit dem Mac verbinden, das iOS Gerät als externen Sounderzeuger im Audio-MIDI anmelden und Audio und MIDI werden über das Lightning Kabel zwischen iOS und Mac übertragen. Geht natürlich auch mit den USB iPäds. Aber immer nur eines auf einmal. Hat den nicht zu verachtenden Vorteil: bis um Faktor 10 günstiger als das identische Mac PlugIn.

    • Profilbild
      TobyB RED

      Nein muss man wirklich nicht, zumal es nur wenige AUs als Universal Binaries gibt. Und für iOS und iPad gibts schon coole Synths und Konzepte.

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