ANZEIGE
ANZEIGE

Test: Sequential TRIGON-6, polyphoner Synthesizer

TRIGON-6, ein moderner Memorymoog?

11. Januar 2023

ANZEIGE

Der neue Polyphone von Sequential

Der TRIGON-6 ist der dritte 6-stimmige und 4-oktavige Analogsynthesizer von Sequential. 2015 begann die Reihe mit dem Sequential Prophet-5, kurz nachdem Dave Smith die Namensrechte an der Marke Sequential wieder erworben hatte. Somit war dies der erste moderne Analogsynthesizer von Sequential. Vorbild war hier der legendäre Prophet-5 „with a modern twist“, so das Zitat von Dave Smith.

Bereits zur Winter-NAMM 2016 erschien dann der OB-6, das Resultat einer Kollaboration zwischen Dave Smith und Tom Oberheim. Vorbild waren Klassiker von Oberheim mit der Beigabe des weichen SEM State-Variable-Filters. Clever, wie Dave Smith war, hat er den OB-6 auf derselben Plattform entwickelt, wie den Prophet-5. Das Konzept war attraktiv: klassische analoge Klangerzeugung, 6 Stimmen, ein kompaktes 4-Oktaven-Keyboard, edle Holzverkleidung, Arpeggiator, Sequencer, Effektsektion, gepaart mit einer unkomplizierten Bedienung.

Im Herbst 2022 wurde nun der TRIGON-6 als Dritter dieser Serie angekündigt. Dave Smith hatte das Projekt des TRIGON-6 zu seiner Herzensangelegenheit gemacht und maßgebend mitentwickelt, so die Macher im Einführungsvideo. Der TRIGON-6 ist ebenfalls auf der aufgeräumten Plattform entstanden. Der TRIGON-6 ist somit der letzte Synthesizer, an der Dave Smith vor seinem Tod noch maßgebend beteiligt war.

3 Oszillatoren pro Stimme

Die Überraschung ist: Im Gegensatz zu den früheren Synthesizern aus dem Hause Sequential, wartet der TRIGON-6 gleich mit 3 Oszillatoren pro Stimme auf! Zudem erbte er nicht nur die Polymod-Sektion des Prophet-6 mit erweitertem Funktionsumfang, sondern erhielt auch eine Feedback-Schaltung plus eine Filter-Drive-Schaltung auf der Oszillatoren-Ebene. Das Charakteristische bei jedem Analog-Synthesizer ist das Filter. Beim TRIGON-6 kam ein Ladder-Transistoren-Filter mit 12 dB und 24 dB Flankensteilheit zum Einsatz. Dies erweckt Erinnerungen an den Memorymoog, der ebenfalls 3 VCOs, ein Ladder-Filter und eine Feedback-Schaltung aufwies. Der dritte VCO kann in einen zweiten LFO umfunktioniert werden. Der Aufbau des TRIGON-6 gleicht dem Memorymoog in vielerlei Hinsicht.

Die Verarbeitung des Sequential TRIGON-6

Der TRIGON-6 ist erwartungsgemäß hochwertig verarbeitet. Die Potis sitzen bombenfest, sie haben einen straffen, für meine Begriffe etwas zu schwergängigen Drehwiderstand. Das Gehäuse besteht aus mattschwarz lackiertem Stahlblech. Das Holzkabinett mit Seitenwangen und Frontleiste weckt Erinnerungen an den Prophet-6, nur dass hier ein helles Birkenholz verwendet wurde.

Über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten, ich persönlich finde das helle Holz sehr gelungen und der Synthesizer wirkt dadurch super edel und luxuriös. Auch was die Beschriftung des Panels angeht, kommt der TRIGON-6 mit dem hellen Holz etwas moderner rüber.

ANZEIGE

Bei der Tastatur hätte ich zu bemängeln, dass der Aftertouch recht sprunghaft anspricht und nicht allzu dosiert spielbar ist.

555076

Sequential Trigon-6

Sequential Trigon-6

Bisher keine Kundenbewertung verfügbar

Die Klinkenbuchsen sind verschraubt und machen somit einen langlebigen Eindruck. Dies sind wir schon von den älteren Brüdern gewöhnt. Neben Kopfhörerausgang bietet der TRIGON-6 Stereo-Klinkenausgänge, Pedalanschlüsse für Filter, Lautstärke, Sustain sowie Trigger-Out für einen externen Sequencer. Neben dem MIDI-Trio darf natürlich ein USB-Anschluss für USB-MIDI und Sysex nicht fehlen.

Das Design ist aufgeräumt und es gibt hier kein Menü-Diving – alles befindet im direkten Zugriff, frei nach dem Motto: „What you see is what you hear.“

Klangerzeugung des polyphonen Synthesizers

Der TRIGON-6 hat auch hier gewisse Gemeinsamkeiten mit den Brüdern Prophet-6 und OB-6. Auch hier gibt es 500 fest im Speicher verankerte Presets und noch mal soviel zunächst identische, aber überschreibbare User-Presets. Die Qualität der Presets ist durchwachsen und zum Teil sehr experimentell. Der TRIGON-6 lädt aber dazu ein, dass man schnell selbst Hand anlegt und Sounds nach eigenem Geschmack kreiiert.

Der TRIGON-6 basiert auf den klassischen subtraktiven Klangaufbau (VCO, VCA, Filter, Hüllkurven, LFO, Effektsektion).

Oszillatoren

Wie oben geschrieben, verfügt der TRIGON-6 über 3 Oszillatoren, die im wesentlichen die gleichen Schwingungsformen bieten und auch kombiniert verwendet werden können, nämlich Dreieck, Sägezahn und Puls. Der dritte VCO bietet noch Reverse-Sägezahn. Die 3 VCOs sind alle stufenlos mischbar, lassen sich in den Fußlagen -2 bis +2 einstellen und können auch mit einer Bandbreite von 7 Halbtönen gestimmt werden. Feintuning ist natürlich auch möglich. Somit sind typische Quinttöne, aber auch satte Schwebungen möglich. Der dritte VCO lässt sich vom Keyboard entkoppeln, ein Feature, das es schon im Prophet-5 gab. Zudem lässt sich der dritte Oszillator auf Low-Frequency stellen, damit er als Modulationsquelle und zweiten LFO dient, auch Hard-Sync zu Oszillator 2 ist möglich. Noise in Form von weißem Rauschen ist auch an Bord und kann stufenlos dazu gemischt werden. Somit bietet die Oszillator-Sektion schon ein beachtliches Spektrum, was es bei den älteren Brüdern nicht gab.

Die weitere Besonderheit ist eine Feedback- und Drive-Schaltung mit einem entsprechenden Regler. Mit Ersterer lassen sich durch Drehen gegen den Uhrzeigersinn kranke, phasenverstimmte Sounds produzieren, die etwas an einen Ringmodulator erinnern. Mit der Drive-Schaltung durch Drehen des Reglers im Uhrzeigersinn kann man den VCO mehr Schmackes geben und diese leicht übersteuern.

Die Oszillatoren sind laut Herstellerangaben neu designt worden, wobei die Frage ist, ob man sich hier an bestimmte Vorbilder, wie etwa ebenfalls am Memorymoog, orientiert hat.

Filter (VCF)

Das Ladder-Lowpass-Filter wurde bereits für den Pro 3 entwickelt, so jedenfalls die Aussage von Entwickler Carson Day von Sequential. Er steht mit 24 dB und 12 dB Flankensteilheit zur Verfügung, zudem gibt es ein zweistufiges Filter-Tracking (aus, half und full). Ein HP-Filter (Prophet-6) oder gar Bandpass (OB-6) hat der TRIGON-6 allerdings nicht zu bieten.

Mir iost aufgefallen ist, dass das Filter beim Aufdrehen der Resonanz im 4-Pole-Mode ziemlich stark ausdünnt. Zudem ist die Auflösung beim Filtersweep zu niedrig; hier sind Stufen sehr gut wahrnehmbar (siehe Klangbeispiel), was mir nicht so gefallen hat.

Hüllkurven

Bei den Hüllkurven muss man nicht viel schreiben. Es gibt dieser zwei in klassischem ADSR-Verlauf und zwar für das Filter und den VCA. Schön sind die beiden Velocity-Switches, die bei deren Aktivierung ein nuanciertes Spiel des Filters und natürlich auch wahlweise und/oder des VCAs erlauben. Die Hüllkurven packen gut zu und man kann hier auch sehr knackige, perkussive Sounds erzeugen.

Modulation

Eine klassische Modulationsmatrix à la Rev. 2 gibt es hier nicht. Aber der TRIGON-6 bietet, wie schon seine Brüder, sinnvolle Zuweisungen der Modulationsquellen Tonhöhe für alle 3 VCOs, Filter, Amp, LFO und FX zum Aftertouch als Modulationsziel. Der LFO mit allen wesentlichen Schwingungsformen einschließlich Random bietet dasselbe, plus noch die Pulsbreitenmodulation für alle drei VCOs. Der LFO kann wirklich sehr schnell gehen, so dass auch abgefahrene metallische Sounds möglich sind.

Cool wäre natürlich, wenn man noch einen weiteren LFO hätte, um sodann mehrere PWM zu erzeugen. Schaltet man aber den dritten VCO auf Lo, mutiert dieser als weiterer LFO, dessen Frequenz sich mit Pitch steuern lässt. Als Schwingungsformen nimmt man einfach die des VCO 3, die man ja auch kombinieren kann, was sehr zum Experimentieren einlädt. Der zweite LFO arbeitet dann auch polyphon, was das Klanggestaltungspotential nochmals erheblich anhebt.

Zudem gibt es eine sehr umfangreiche Polymode-Sektion, die man auf jeden Fall spielerisch und experimentierfreudig einsetzen sollte. Die Ergebnisse reicheh von sehr chaotischen Effektsounds bis hin zu musikalischen Ergebnissen, etwa der Erzeugung von Pitch-Hüllkurven oder chorusartigen Effekten. Oder man probiere mal die Filtermodulation, mit Filter als einziges Modulationsziel im Polymode und dem Spiel mit dem Filter-Envelope unter Polymode. Als Ergebnis bekommt man schöne 70er-Jahre fragil schwebende Filtermodulationen. Wählt man die Frequenzen als Ziel in der Polymode-Sektion, erhält man mitunter metallische und FM-artige Sounds. Die Polymode-Sektion, deutlich gegenüber dem Prophet-6 um weitere Modulationsziele erweitert, ist eine kreative Spielwiese.

Effekte

Zur Effektsektion muss nicht viel gesagt werden. Hier verweise ich auf die Tests zum Prophet-6 und OB-6. Es werden zwei Effektkanäle angeboten, die einfach im Signalweg am Ende hinzugefügt werden können. Die Effekte, insbesondere der Chorus und die Delays, sind schon ziemlich gut. Da ich ohnehin, was Effekte angeht, ziemlich anspruchsvoll bin, nutze ich ungern eingebaute digitale Effekte, sondern greife dann lieber auf Outboard zurück. Es ist aber nice to have, zumal jedenfalls die Delays synchronisiert zum Arp/Sequencer und LFO sehr nützlich sind.

Arpeggiator/Sequencer

Der Arpeggiator und der Sequencer sind bekannt vom Prophet-6 und OB-6. Hier gibt es nichts Neues, zumal vielfach bewährt. Der Arp bietet Klassisches, Up, Down, UP/Down, Random und Assign. Möglich sind alle Rhythmen und Notenlängen wie auch Triolen, was den Arp als Spaß-Feature auszeichnet. Noch besser ist der Sequencer, der kinderleicht zu programmieren ist. Möglich sind natürlich variable Notenlängen, Pausen, Akkorde und Solospiel. Jede Sequenz kann ganz einfach zum Sound gespeichert werden, so dass man im Live-Betrieb schon gut vorbereitet ist.

Unison, Chords, Portamento

Der TRIGON-6 kann natürlich auch Unison, wobei man wählen kann, ob man alle 18 VCOs abfeuern will oder nur eine Stimme mit maximal 3 VCOs. Den Fettegrad kann man mit Detunig der VCOs einstellen oder einfach noch mal den Vintage-Knob und/oder Distortion und Pan-Spread bemühen.

Klar, der TRIGON-6 verfügt auch über polyphones Portamento, das in seiner Geschwindigkeit eingestellt werden kann.

Der Klang des Sequential TRIGON-6

Kommen wir zur wichtigsten Frage: Wie klingt er? Wie bekannt, ist das ja immer Geschmacksache. Als früherer Besitzer vom Prophet-6 und OB-6 ist der Klangcharakter schon ganz anders. Die Gestaltungsmöglichkeiten dürften im TRIGON-6 die vielfältigsten der drei Brüder sein.

Ob der TRIGON-6 einen Memorymoog ersetzen kann, vermag ich nicht einzuschätzen, weil ich nie gespielt habe. Ich habe hier gewisse Zweifel, ob das gelingt, wie es dem Moog One auch nicht wirklich gelingen konnte bzw. dieser wohl schon nicht den Anspruch darauf erhob.

Ich würde dem TRIGON-6 das Prädikat „modern analog“ verleihen. Der Grund-Sound ist schon sehr wuchtig und der TRIGON-6 läuft Gefahr, dass der Klang einen guten Mix zukleistert. Er klingt eher mittig, relativ hart und in den Höhen klingt er m. E. nicht ganz so ausgewogen, im Bassbereich könnte er im polyphonen Modus, nicht im Unison-Mode, etwas mehr Fundament vertragen. Einen weichen Klangcharakter – wie etwa beim OB-X8 – kann man ihm wohl nicht bescheinigen. Den hatte ich ja zuletzt auch getestet und hier sind schon bei den VCOs erhebliche Klangunterschiede erkennbar. Meine Eindrücke sind aber sehr subjektiv und ich kam zu diesem Schluss, nachdem ich das Instrument des Öfteren eingeschaltet und jeweils mit frischen Ohren gespielt habe.

Jedenfalls ergänzt der TRIGON-6 die Sechser-Reihe klanglich definitiv. Wenn man aber einen Moog haben will, sollte man eben einen Moog kaufen. Ich ziehe den Vergleich deshalb, weil der TRIGON-6 ja offenbar von seinen Machern ganz bewusst die Moog Gene verpasst bekommen sollte. Der TRIGON-6 ersetzt dennoch keinen Mini, obgleich der Charakter recht gut getroffen ist. Zumindest kam ich recht weit, den Sound des Minimoog einzufangen und der TRIGON-6 klang sogar meist fetter und fiel nur ab, sobald man mit viel Resonanz zu Werke ging. Mir persönlich hat etwas die Lebendigkeit und die Cremigkeit im Klang des TRIGON-6 gefehlt. Er klingt definitiv gut, aber geflasht bin ich nicht. Bei offener Resonanz ist der Mini unschlagbar und Filterfahrten gehen dort ohne Stufen, was im TRIGON-6 ein Manko ist.

Mein Eindruck ist, dass man im Mixer die VCO nicht zu laut drehen sollte, auch sollte das Filter nicht zu offen gefahren werden. Schöne Klänge lassen sich mit eher geschlossenen Hüllkurven erzeugen, also mit einem nicht ganz offenen Decay. Auch wird der Sound nicht unbedingt besser, wenn man alle drei VCOs voll aufgedreht einsetzt und bei Aktivierung mehrerer Schwingungsformen klingt der TRIGON-6 m. E. schnell matschig und indifferent, da muss man aufpassen und sollte hier mit Modulationen arbeiten, um Bewegung in den Klang zu bekommen. Auch hier schlägt der Minimoog den TRIGON-6, weil der Mini mit feinsten Schwebungen brachiale Bässe durch Nutzung der 3 VCOs hinbekommt, das klingt immer lebendig und zugleich sauber. Feinste Schwebungen sind im TRIGON-6 hingegen schwerer hinzubekommen. Das Finetuning funktioniert dort nicht so nuanciert wie im Minimoog.

Der Sequential Trigon-6 on YouTube

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

ANZEIGE
Fazit

Der TRIGON-6 ist ein exklusives, sehr schön aussehendes Klangestaltungswerkzeug für anspruchsvolle Musiker mit einem gut ausgestatteten Budget. Kommen wir nämlich zum Preis, so sind die aufgerufenen 3.999,- Euro schon happig, zumal der OB-6 noch vor ein paar Jahren mal auf knapp 2.500,- Euro runtergepurzelt ist. Hier zollen die hohe Inflation und der zum Euro starke US-Dollar ihren Tribut. Denn in den USA kosten OB-6 und TRIGON-6 gleich viel. Allerdings muss man sich die Frage stellen, ob man nicht noch etwas spart und für 100 USD mehr gleich einen Prophet-5 kauft, der zwar weder Stereo ist, noch einen Arp/Sequencer besitzt und auch keine Effekte an Bord hat. Doch bekommt man ein wirklich klassisch anmutendes und extrem gut klingendes Instrument. Für mich wäre auch vollkommen klar, dass ich dann noch mal 1.400,- Euro spare und mir dann lieber den OB-X8 hole, weil ich dort klanglich genau das habe, was ich will. Wenn es aber um einen modernen und vielfältigen Analogsound geht, welcher der Charakteristik der Moog Synthesizer ähnelt, durchaus auch mal superfett und böse klingen kann, so sollte man sich den TRIGON-6 ansehen, zumal die drei VCOs auch ein Alleinstellungsmerkmal sind. Auch ist der TRIGON-6 für all jene interessant, die einen gut ausgestatteten Analogsynthesizer mit einem umfangreichen Klangspektrum suchen, denn die Ausstattung ist beim TRIGON-6 von allen drei Brüdern der Sechser-Baureihe die beste.

Ansonsten sollte man im Bereich der 6-stimmigen Analogsynthesizer auch nicht den Arturia Polybrute vergessen, der für nur 2.500,- Euro ähnlich viel zu bieten hat wie der TRIGON-6. Ich persönlich bin mit meinem Andromeda A6 glücklich, der mit 16 Stimmen und zahllosen Routing-Möglichkeiten sowie gleich zwei Filtertypen, nämlich neben Ladder- auch SEM-Filternachbildung für einen Gebrauchtpreis unter des TRIGON-6 einiges mehr zu bieten hat.

Insgesamt betrachtet fällt mein Urteil besser aus als „gut“ mit zwei Sternen. Ein „sehr gut“ halte ich aber angesichts der gewissen Mängel beim Resonanzverhalten und dem m. E. etwas zu harten Grundklang, auch unter Berücksichtigung des aufgerufenen Preises, persönlich nicht für gerechtfertigt.

 

Plus

  • dicker Klang mit der Möglichkeit, diesen „böse“ zu verfremden
  • umfangreiche Polymod-Sektion
  • klar strukturierte Modulationsschaltungen
  • ordentliche Umsetzung des Ladder-Transistor-Filters mit Feedback und Drive sowie moogischer Klangcharakter
  • super einfaches Bedienkonzept und Sequencer mit höchstem Spaßfaktor
  • sehr wertige Verarbeitung und wunderschönes Design

Minus

  • ausdünnendes Filter bei hoher Resonanz im 4-Pole Mode, stufige Resonanz
  • Aftertouch der Tastatur ist nicht ganz so nuanciert spielbar
  • hoher Preis

Preis

  • 3.999,- Euro
ANZEIGE
Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Wenn ich deine beiden Tests von dem hier und dem OB-X8 vergleiche, wundert es mich, daß der hier ein Minus für den Preis kassiert. Der Oberheim mit 1400€ mehr aber nicht?
    Nur weil dir der Klang besser gefällt?

  2. Profilbild
    gutomi

    Vielen Dank für diesen Test. Ich bin immer wieder erstaunt, dass die Soundeinschätzung, die man anhand von Internet-Klangbeispiele, abgehört auf Smartfons oder billigen Kopfhörern, sich dann doch in real bestätigen. Ging mir bei Prophet 6 so, den ich kaufte, nun ja weil er halt tolle sehr variable Klänge ermöglicht im Sinne Begleitung von Improvisationtanz. Da setze ich ihn in einer Theaterausbildungsstelle tatsächlich für ein und bin super happy damit (die Tänzer hoffentlich auch ;- ). Aber das weiche hat mir immer gefehlt. Deshalb wurde es auch noch ein OB6, mit ich nun in der Band super happy bin. Wie der sich in den Gesamtsound einfügt, das habe ich zuvor bei anderen Synths bisher noch nicht erlebt. Der Trigon 6 hat mich klanglich bisher überhaupt nicht angesprochen, aber natürlich ist er ein toller Synthesizer keine Frage, nur der Funke fehlt halt.

    • Profilbild
      chk

      Du hast völlig recht. Es wird völlig überbewertet, und oft auch als Politikum benutzt, dass man den Klang eines Synthesizers auf normalen oder Billig-Lautsprechern in einem Youtube-Video oder komprimierten Audio-Stream nicht beurteilen könne. Meistens kommt dieses Argument von den Leuten mit den „goldenen“ Ohren. ;)

  3. Profilbild
    kiro7

    Neben den diversen, z.T. bezahlten, „Test“ Videos auf YT gibt es ein paar von Synthpunk zum Trigon, die sich hauptsächlich mit der Optik, Preis und Namen beschäftigen.
    Sehr amüsant „Trigon… sounds like Calgon!“ Und der neue Minimoog Reissue für 6000€ kommt auch
    nicht gut weg. Wer sich also auch über Preise, IKEA Seitenteile etc mokiert kommt hier auf seine Kosten.😀

    • Profilbild
      Everpure AHU

      Ich muss ganz ehrlich zugeben, dass mir das helle Holz tatsächlich ü-ber-haupt-nicht gefällt. Aber vielleicht sieht es ja in echt gar nicht so schlimm aus… Abgesehen davon ist der Preis eh viel zu heiß für mein Budget – ist also sowieso nur eine theoretische Diskussion, wie sicher für die meisten anderen auch. ;)

      • Profilbild
        ollo

        Mir gefällt das helle Holz jedenfalls besser als diese ganzen dunklen, rötlichen Hölzer die nur nach billiger Hutablage aus den 70ern aussehen, fehlt nur noch eine gehäkelte Klopapierrollenabdeckung. Das ist für mich immer vintage im negativen Sinne, extrem hässlich.

  4. Profilbild
    beejay

    Die Demos die ich bisher gehört habe klingen schon echt gut. Der Preis ist halt Produkt-Politik, vielleicht interessanter wenn es mal ein desktop modul gibt. Was ich jedoch beim besten Willen nicht verstehe, ist die Art und Weise wie 2022 bei Sequential Patches ausgewählt, abgespeichert und angezeigt werden. Dass ich mir Patch-Nummern merken muss ist eine Usability-Katastrophe. Ein Display, das den Patch-Namen und bei Parameter-Änderung den aktuellen und den gespeicherten Wert anzeigt ist ja wirklich nicht zu viel verlangt. Siehe so gut wie alle anderen aktuellen Synths der Konkurrenz – und auch anderer DSI Modelle (Pro-3, Take-5, OB-X8,…). Und eine hauseigene Librarian Software fehlt auch komplett, von DAW Integration am besten gar nicht erst träumen… Warum diese Punkte im Review komplett unerwähnt bleiben erschließt sich mir nicht wirklich.

    • Profilbild
      Filterpad AHU

      Aber diese roten Nummerndisplays halten meiner Ansicht nach am besten. Sie „flackern“ nie, sind immer gut lesbar, robust, stabil, langlebig und verändern ihre Farbe und Helligkeit kaum, dass über Jahrzehnte. Sicherlich weiß man nicht welcher Klang die 49 oder 52 besitzt, aber Patches durchblättern ist doch Balsam für die Seele. 😁

        • Profilbild
          Filterpad AHU

          Heißt, man muss immer die vollständige Zahl wie bei einem Taschenrechner eingeben? Also es gibt keine Möglichkeit zum durchblättern? Ok, dass wusste ich tatsächlich nicht. Aber gut. Jeder Synthesizer, Plugin oder Sonstwas hat sein für uns wieder. Ist bei mir ganz genauso. Gilt für günstige und hochwertige Geräte. Dazu kommt noch, dass an allen Ecken und Kanten gespart wird. Bei Software ist es inzwischen völlig üblich, dass Produkte halbferig auf den Markt kommen und durch Updates erst mal einigermaßen fehlerfrei gemacht werden. Auch bei meinem neuen Moog gibt es sehr geile Features und welche, die ich durchaus vermisse. Z.B. eine Anzeige der Keyboardoktave.

          • Profilbild
            digital-synthologie AHU

            Du kannst immer nur die 10 aktuellen umschalten, danach musst du mit der Tens Select und der Zifferntaste die nächste Bank auswählen. Und mit Bank Select die Hunderter.

            Sehr nervig.

            Sieht beim Trigon genauso aus.

        • Profilbild
          elektraursula

          Es gibt die Funktion die Einerstellen hoch und runter zublättern. Die Zehner und Hunderterstellen kann man auch mit Presetsbuttons durchblättern.

      • Profilbild
        liquid orange AHU

        Nun, mein OB6 hat 500 freie Presets (000-499), verständlicherweise gefallen mir da nicht alle. Also habe ich mich mal hingesetzt und die, die mir gefallen neu angeordnet. Bei mir ist es jetzt so, dass ein Preset immer 10 Plätze besetzt. Also 000-009 ist das gleiche Preset. Am Anfang, denn wenn ich Modifikationen mache, dann bleibt nur 000 original, die anderen 9 nutze ich für Modis. So habe ich immer das Original und die Modifikationen schnell abrufbar.
        Und dann habe ich die Presetz in Gruppen zusammen gefasst, 000-199 sind Flächen , 200-299 Space-Sounds und so weiter. So finde ich sehr schnell den Sound den ich mir vorstelle und seine Modifikationen ohne dass ich etwas aufgeschrieben habe oder wegen seltsamer Namensgebung eh nicht mehr weiss was das für ein Sound ist.
        Die Original-Presets (500-999) kann man ja immer wieder abrufen, die sind fix, verloren habe ich also sowieso nix.

    • Profilbild
      Everpure AHU

      Es gibt keine „hauseigene“ Librarian-Software, weil Sequential einfach nicht das Personal dafür hat. Und die Soundtower Software gibt es ja schon seit langem in limitierten, kostenlosen Ausgaben, die zumindest die wichtigsten Features unterstützen. Natürlich wäre es schön, wenn es wie bei Moog die Software gleich mit dazu gäbe…

      • Profilbild
        beejay

        „Nicht das Personal dafür hat“ = Kein Geld dafür ausgeben will. Oder man ist bei DSI einfach in den 90ern hängen geblieben. Für mich ein riesen Manko, zumal man Soundtower bestenfalls als halbwegs befriedigende Lösung bezeichnen kann. Auch ein paar andere Lösungen habe ich noch probiert, allesamt nur mittelmäßig. Könnte aber auch an der furchtbaren midi / sysex implementierung von DSI liegen. Schade, dass man moderne Anforderungen bei der Entwicklung der aktuellen P6/OB6/TR6/OBX8 Plattform 2015 nicht mitgedacht hat. Für mich ein riesiges Manko wenn man’s von anderen Synths top gelöst kennt.

  5. Profilbild
    anselm

    Da hat sich ein kleiner Rechtschreibfehler eingeschlichen im Abschnitt zum Filter:
    „Mir iost aufgefallen“

  6. Profilbild
    moogist

    Im ersten Kapitel „Der neue Polyphone…“ steht mehrmals fälschlicherweise „Prophet 5“, obwohl es doch „Prophet 6“ heißen müsste.

  7. Profilbild
    DocM

    Hallo,

    Acht Stimmen, Split / Layer Funktion.

    Einen 2. LFO,

    61 Tasten und Display vom Take 5.

    Wär n Kaufanreiz

    • Profilbild
      Flowwater AHU

      Gibt’s den nicht schon in Form des »Sequential Pro3«? Der obendrein noch als monophoner Synthesizer deutlich mehr zu bieten hat (3. Oszi digital mit Wavetables, 3 Filtertypen, Sequencer mit Modulation-Lanes, 3 LFOs, 4 Hüllkurven, Effekte von Sequencer modulierbar, und, und, und hast Du nicht gesehen).

  8. Profilbild
    Sinusmeter

    Info aus dem Manual V.1.1, S.8: „If you have a Trigon-6 keyboard and a Trigon-6 module, you will (…)“. Eine günstigere Modul-Version dürfte also folgen.

    • Profilbild
      Everpure AHU

      Auf jeden Fall. Die Infrastruktur mit P-6 und OB-6 ist ja schon lange da. Alles andere wäre eine Überraschung.

  9. Profilbild
    Philipp

    Mich sprechen die Demos klanglich durchaus an, aber knapp 4000€ dafür sind mir wohl zu heftig.

    Mich würde auch mal interessieren was so ein Teil in der Fertigung kostet bei der heutigen Produktionstechnik, müssen dafür wirklich solche Preise aufgerufen werden?

    Und wie verhält es sich bei solchen Synths eigentlich in ferner Zukunft mal mit der Reparierbarkeit verglichen mit den alten Analogen?

    Ich vermute mal eine Voice beispielsweise ließe sich nur komplett als Karte tauschen und man wäre darauf angewiesen dass es sie dann so noch als Ersatzteile gäbe?

    • Profilbild
      JohnDrum

      Der Preis vom OB-X8 ist in manchen Länder schon deutlich gesunken: In England kostet er z.B. 3999.-£, das sind ca. 4500.-€!

    • Profilbild
      Everpure AHU

      Ob der jetzt 4000 EUR kosten muss, weiß ich nicht. Aber der Preis ist natürlich anders (genau wie bei Moog oder bei den vielen „Boutique“ Herstellern in den USA oder in Europa) als bei der Massenproduktion in China. Allein schon die Personalkosten… Und auch wenn Teile der Platinen sicherlich in Fernost hergestellt werden, wird bei Sequential immer noch alles in San Francisco zusammengebaut.

      • Profilbild
        Philipp

        Ich kenne das Innenleben des TRIGON nicht, vermute aber mal dass es sich um wenige Boards handelt welche in SMD Technik ohne großen Personalaufwand hergestellt werden und die End Assemblierung per Hand dann nur noch wenige Komponenten umfasst.

        Ich liebäugele schon länger mit einem der neuen Analogen, der Trigon spricht mich an.
        Läge er so um die +- 2500 würd ich zuschlagen.

        Wenn ich 4000-6000€ ausgebe für nen Synth würde mich interessieren wie es bei diesen neuen Geräten langfristig um die Reparierbarkeit bestellt ist, ein Synth fürs leben, oder eher was für mehrere Jahre? Gibts da Erfahrungen von älteren Modellen (Poly Evolver etc.)?

        Sind solche SMD Boards eigentlich überhaupt reparierbar oder nur als ganzes tauschbar?

        • Profilbild
          Everpure AHU

          Ich kenne mich nicht im Detail mit der Technik aus. Aber soweit ich das mitverfolgen konnte, gab es bei Dave Smith am Anfang (Evolver, Prophet 08) eher Probleme mit den Potis, aber nie mit den Voice Boards. Davon habe ich zuletzt beim Juno 106 gehört…

        • Profilbild
          chardt

          Zum Preis: Nach Händlermarge, Transport und Steuern dürften bestenfalls so 2.000€ bei Sequential übrig bleiben. Entwicklungskosten – verteilt auf eine eher kleine Stückzahl – und das übliche: Vertrieb, Marketing, Controlling, …
          Bei den Herstellungskosten bitte nicht die vielen Trimmpoties auf der Platine übersehen: Die muss im Zweifel ein Mensch richtig kalibrieren, und wenn dieser Mensch im Raum San Franzisco eine Wohnung haben will, dann ist da Geld fällig.

          Zu den SMD-Bauteilen: Faustregel bei Problemen ist „Im Zweifel liegt’s an der Mechanik“. Da würde ich mir über Ausfälle der SMD-Teile weniger Sorgen machen als z.B. über Poties, Schalter und Stecker. Und letztere sind ja groß genug für relativ einfache Reparatur. Aber falls doch mal R16, C43 oder IC96 ausfällt, dann dürfte das auf Platinentausch rauslaufen.

    • Profilbild
      gruuv

      Ach Gott ja, die Fertigungs- bzw. EK Preise… das ist – glaub‘ ich – so ne „deutsche“ Frage, wo man die „Gier“ des Herstellers von ableiten will. Das da vorher vielleicht über Jahre Entwickler ihr Gehalt bekommen (wollten) ganze Bereiche operativ vorher und jetzt auch davon aktiv bleiben sollen usw. darüber redet keiner. Die Firma ist sicher auch in eine Art finanzielle Vorleistung gegangen, als das Produkt noch nicht existierte und damit profitabel wurde und hatte trotzdem Kosten zu begleichen. Das die jetzt ausgeglichen werden müssen, ist ja nur verständlich. Daher ist die Frage zu den Fertigungskosten m.M.n. nicht wirklich aussagekräftig. Und Ja…die Firma möchte mit dem Produkt Gewinne erzielen – was’n Skandal !

      • Profilbild
        Philipp

        Nein ich finde Sequential mega sympathisch & gönne ihnen jede Marge.

        Aber 4000€ sind für mich jedenfalls doch ein größeres Invest und daher die Frage ob 4000€ angemessen sind oder man auf einen anderen Polyphonen in der Region 2500-3000€ geht.

        Und wenn man 4000€ dafür ausgibt wie es bei solchen Geräten langfristig um die Reparierbarkeit bestellt wäre.

        • Profilbild
          Stratosphere

          Sequential sieht sich nicht zu unrecht als Premiumanbieter, daher die hohen Preise. Langfristiger Support sollte daher gegeben sein. Aber was ist langfristig? Irgendwann wird es halt zunehmend schwierig.
          Es gibt Spezialwerkstätten die gerade für ältere Synthesizer noch Support bieten wo es vom Hersteller schon lange nichts mehr gibt. Von daher würde ich das locker sehen.
          Wichtig ist dass dir das Gerät gefällt. Das solltest du innerhalb der üblichen 30 Tage Rückgabegarantie heraus bekommen können.

        • Profilbild
          Everpure AHU

          Bei DSI/Sequential bekommst du bestimmt auch heute noch Hilfe für 10+ Jahre alte Instrumente. Dafür bezahlst du auch beim Kauf eines neuen Instruments. Das gibt es so bei anderen eben nicht.

        • Profilbild
          SINUS

          hallo phillip,
          deine Überlegungen sind auf jeden fall gerechtfertigt.in den eigenen reihen wirkt der trigon 6 gar nicht so teuer. 500 mehr als seine brüder knapp, ok, hat mehr features. kann man machen. Aber generell trügt dich dei gespür nicht. sequential ist im Vergleich einfach teuer. Genau wie moog. das ist eine wechselwirkung. die hersteller machen sich premium u d die kunden nehmen das an und umgekehrt. die verarbeitungsqualität ist nicht besser als bei anderen. siehe prologue und polybrute. Ich bin mir sicher, sie könnten die synth billigr vefkaufen. war ja mal n 1000er billiger. so einen großen preisanstieg hatte sonst nur moog und elektron ein wenig. Die Dinger sind teuer, aber treffen den Zeitgeist und die Leute sind bereit das zu zahlen. polybrute, perdourmer, prologue, e7 sind nicht schlechter, in keinem punkt. Aber sequential hat charakter und wenn man den will, dann muss man das zahlen.

          ich denke auch nicht, dass man sich in naher zukunft sorgen wegen reperaturen machen muss.
          Ausserdem hab ich bei Sequential die erfahrung gemacht, wenn nicht direkt am anfang etwas ist, dann sind die technisch sehr robust und verlässlich.

      • Profilbild
        Everpure AHU

        Der Fairness halber darf auch gesagt werden, dass gerade der Trigon sehr stark auf existierenden Elementen aufbaut. Das Format besteht, viele der Elemente gibt es so oder in ähnlichen Kombinationen in anderen Sequential Synths – natürlich ist weiterhin viel Detailarbeit nötig, um alles zu einem neuen Instrument zusammen zu fügen. Aber ich verstehe auch die Leute, die fragen, warum dieser hier so viel teurer ist als seine Geschwister.

        • Profilbild
          Philipp

          Ja mal sehen wie sich dessen Preis dann entwickelt wenn er ne Zeit am Markt ist.

          Auf jedenfall ein spannender Synth.

        • Profilbild
          janschneider

          Das ist halt a) Inflation und b) die bekannte Knappheit bei Komponenten, die teils mehrfaches teurer sind als vor ein paar Jahren.
          Wenn DSI jetzt von den älteren Geräten neue Chargen bauen lässt, kann es gut sein, dass die dann auch teurer werden.

      • Profilbild
        Codeman1965 AHU

        Ich denke, Gier kann man den Leuten nicht unterstellen, und da von außen irgendwelche Milchmädchrechnungen hinzulegen, hilft auch nicht weiter.

        Aber Fakt ist, wie @chardt auch angemerkt hat, daß die Lebenshaltungskosten in den USA, ähnlich wie hier, schon recht sportlich sind.
        Wer da gut leben möchte, muss die Hand eben weiter aufhalten als bspw. in China/Asien.
        Jeder, der bereit und in der Lage ist, für den Trigon-6 den aufgerufenen Preis zu zahlen, der tut damit so Einigen (und sich) etwas Gutes…

        Wer bei diesem Kurs nicht mitgehen will oder kann, der wird bei Bedarf auch mit „Chinesischer Massenware“, wie es so gern genannt wird, leben können.

        Ist auch kein Problem…

        • Profilbild
          Philipp

          Gier hat hier auch keiner unterstellt, nur neutral die Frage aufgeworfen, ob sowas nicht auch für 2500€-3000€ realisierbar ist, dann vielleicht nicht nur gut betuchten und Pros vorbehalten ist und Sequential mehr Käufer erreicht und auch so ein gutes Geschäft damit machen kann.

          Für chinesische Ware hab ich auch keine Sympathien, niemand fordert hier von Sequential die Preisregionen eines Deepmind etc. mitzugehen.

          Und ja ein Hersteller soll an den Geräten auch gut verdienen dürfen.

          • Profilbild
            Codeman1965 AHU

            Mein Kommentar bezog sich auf den Post von @gruuv, der durchaus nachvollziehbar bemerkte, daß die potentiellen Kunden dieses den Herstellern gerne mal unterstellen.
            Vielleicht ist er verrutscht…

            < "Für chinesische Ware hab ich auch keine Sympathien, ..." >

            Kann man natürlich so sehen.
            Meiner Meinung nach haben chinesische/asiatische Ingenieure,Techniker und Arbeiter nicht weniger das Recht auf 3 Mahlzeiten am Tag und ein Dach über dem Kopf.
            Gut, es gibt im Musikbereich sicherlich keine chinesischen Manufakturen, die Einzelstücke in Handarbeit herstellen. Aber das ist ja auch nicht deren Geschäftsmodell.
            Wer sich Sequential, Oberheim, Moog, wenauchimmer leisten kann und mag, der macht dort vielen Leuten die Hütte warm.
            Ansonsten freuen sich eben Europäer, Asiaten und andere darüber, daß sie gut leben können.
            Egal, wie man sich entscheidet, irgendwo auf der Welt leben Menschen davon. Und das ist immer gut…

            • Profilbild
              Philipp

              Chinesische Waren im Sinne von prekären Arbeitsbedingungen bei der Herstellung war gemeint (allgemeine Aussage, ohne hier einem spezifischen Hersteller etwas zu unterstellen).

              Aber ab einem gewissen Tiefpreisniveau (auch allgemein die Aussage, nicht auf einen spezifischen Hersteller bezogen) vermute ich dass nicht alle in der Kette Entwicklung – Produktion – Vertrieb glücklich seien können.

              Ansonsten spricht natürlich nichts gegen Produkte aus China sofern fair produziert, abgesehen davon wie die dortige Führung agiert (Taiwan, Uiguren etc.) und je nach Standpunkt ob man diese mit dem Kauf eher stärkt oder schwächt.

              • Profilbild
                Codeman1965 AHU

                Prekäre Arbeitsbedingungen gibt es auf der GANZEN Welt.
                Bei uns z.B. brauchst Du nur mal zum Friseur gehen oder Dir ein Paket schicken lassen, dann hast Du schon die ersten Berührungspunkte.
                Was die Führung in so manchem Staat angeht, bin ich ganz bei Dir…!

                Aber damit könnte man sicherlich ganze Threads füllen…

                Mal zum Gerät:
                Ein klasse Instrument, das Liebhaber des Sequential-Sounds mit Sicherheit begeistern wird, wenn auch Einiges besser gelöst werden könnte.
                Wenn ich Aspirant wäre, würde mich der Preis vllt. herausfordern, aber nicht abhalten.
                Er wird seine Abnehmer finden, und diese dürften, gerade bei der wertigen Verarbeitung, lange Freude dran haben…

    • Profilbild
      justme

      “ Mich würde auch mal interessieren was so ein Teil in der Fertigung kostet bei der heutigen Produktionstechnik, “
      Sehr viel weniger !
      Deswegen verdient Sequential viel Geld an einer Unit.
      Und deswegen, nur genau deswegen, gibt´s die Firma überhaupt (noch).
      Hat was mit kaufmännischen Basics zu tun. So´ne Firma hat nämlich noch weit mehr und vollkommen andere Kosten als die, die Du gerade betrachtest wenn Du so eine Frage stellst.

  10. Profilbild
    mmiimmimiiimmmiimmi

    Ist im ersten Abschnitt nicht der Prophet 6 gemeint? “ 2015 begann die Reihe mit dem Sequential Prophet-5, kurz nachdem Dave Smith die Namensrechte an der Marke Sequential wieder erworben hatte“

  11. Profilbild
    TMOFD2009

    Der Trigon gefällt. Der erste Synth von Sequential der mich am meisten anspricht. Durch das Design her natürlich eine Art Memorymoog. Aber ich glaube der Klangcharakter insgesamt ist schon etwas anders. Kann jetzt nur aus meiner Erinnerung heraus sprechen. Hab meinen Memorymoog vor 24 Jahren verkauft :´( Ich hoffe dennoch, es kommt noch eine Desktop Version vom Trigon raus. Hab leider keinen Platz für eine weitere Tastatur.

  12. Profilbild
    savagedog

    Irgendwie etwas wie aufgewärmte Suppe. Ich finde dass sich Synth Manufakturen zu sehr auf ihren Lorbeeren ausruhen anstelle Innovation zu fördern. Einzig Arturia scheint mir bei den Großen etwas in die richtige Richtung zu gehen… Leider ist der Sound dort nicht so dolle

    • Profilbild
      janschneider

      Offensichtlich verkaufen sich die aufgewärmten Suppen besser. Die meistem wollen offensichtlich eher retro und Nostalgie als Innovationen. Sequential/DSI hat ja durchaus neue und innovative Konzepte gehabt (zB Prophet X, Evolver), aber die Bestseller sind halt Prophet 5 und Konsorten.
      Da kann man die Hersteller schon verstehen, das sie das machen, was sich verkauft, die müssen ja auch die Firma am Leben halten. und insbesondere Sequential ist ja keiner von den “Großen”, das ist ne Mini-Firma.

  13. Profilbild
    vimigek

    Euch ist schon klar, dass Sequential zur Focusrite-Gruppe: Novation, Adam Audio, Martin Audio und Amplify Music. Hört sich hier in der Diskussion so an, als wäre Sequential ein kleines Familienunternehmen.

    • Profilbild
      Everpure AHU

      Sequential war und ist ein kleines Familienunternehmen. Dass sie mit Focusrite jetzt einen Deal haben, bedeutet nicht, dass sie plötzlich unendlich Kapital haben. Da geht es vor allem um Vertrieb und vielleicht auch um Beschaffung von Einzelteilen, eventuell Fertigung.
      Aber auch da glaube ich nicht, dass Sequential plötzlich in Sphären agiert wie B in China.

  14. Profilbild
    Teebee

    Lieber Rüdiger, ein toller Testbericht. Sehr ausführlich und kurzweilig zu lesen.
    LG Thomas

  15. Profilbild
    Obie69 RED

    Hallo zusammen, zunächst einmal ein großes sorry, dass ich mich jetzt erst als Autor hier melde. Dies war mir aufgrund extremen beruflichen Stresses letzte Woche nicht möglich, daher bitte ich um Nachsicht.

    Vielen Dank für eure Kommentare, leider gab es nicht so viel Kommentare zum getesteten Synthesizer, stattdessen doch sehr viel zur allgemeinen Preispolitik der Boutique Hersteller. Da bin ich ja nicht ganz unschuldig, weil ich das Preis-Leistungs-Verhältnis bemängelt habe. Ungeachtet dessen ist das natürlich ein tolles Instrument, allerdings habe ich festgestellt, dass die Sechserreihe, was den Grundklang anbelangt, doch eher modern und etwas härter klingen, während die großen Vintage Nachbauten a la OB-X8 oder meinetwegen auch Prophet-5 die Maybachs sind, was den Grundklang anbelangt. Sie klingen nach meinem Geschmack einfach majestätischer.

Kommentar erstellen

Die AMAZONA.de-Kommentarfunktion ist Ihr Forum, um sich persönlich zu den Inhalten der Artikel auszutauschen. Sich daraus ergebende Diskussionen sollten höflich und sachlich geführt werden. Politische Inhalte und Statements werden durch die Redaktion gelöscht.

Haben Sie eigene Erfahrungen mit einem Produkt gemacht, stellen Sie diese bitte über die Funktion Leser-Story erstellen ein. Für persönliche Nachrichten verwenden Sie bitte die Nachrichtenfunktion im Profil.

X
ANZEIGE X