Test: Tascam Model 24, Mischpult mt Multitrack-Recorder

22. März 2019

Das gigantische Portastudio

Tascam Model 24

Tascam Model 24

Mit dem Tascam Model 24 bringt der Hersteller der legendären Portastudios eine neue Heimstudio-Generation auf den Markt. Es handelt es sich dabei um einen “Alleskönner”, ein Mischpult, SD-Recorder und Audiointerface in einem Gerät. Ich selbst habe Anfang der 90er mit einem 4-Spur Kassettenrecorder Tascam Portastudio begonnen, Mehrspuraufnahmen zu machen. Daher könnte man mir beim Thema Tascam sozusagen eine nostalgische Befangenheit vorwerfen und ich habe mich sehr gefreut, das Model 24 für euch unter die Lupe nehmen zu können.

Der erste Eindruck des Tascam Model 24

An dem neuen Tascam Model 24 ist nun fast nichts mehr “Porta” und der Name kommt auch in der Modellbezeichnung nicht mehr vor. Bei der Lieferung bin ich von der Größe des Pakets überrascht. Zwar kannte ich die Bilder des Tascam Model 24 aus dem Internet, aber die wahre Größe hat sich mir dadurch nicht offenbart.

Tascam Model 24

Mit Abmessungen von 57,6 x 51,3 cm und über 10 kg Lebendgewicht spielt es in einer ganz anderen Liga als zum Beispiel das Zoom L-12, das ich bereits im Test hatte (auch das Zoom L-20 wiegt nur lächerliche 3,7 Kilo). Im Vergleich dazu ist das Tascam Model 24 ein ausgewachsener Riese. Damit ist es ein Gegenentwurf zum Miniatuarisierungswahn und beansprucht seinen legitimen Platz im Studio bzw. auf dem Schreibtisch. Gemessen an analogen Mischern von anno dazumal sind 10 kg aber natürlich auch nicht die Welt und eher eine Eigenschaft eines soliden Arbeitsgerätes. So mobil wie die Konkurrenz von Zoom ist es natürlich nicht – muss es aber auch nicht sein. Dazwischen positioniert sich übrigens das Presonus Studiolive AR22, das ebenfalls bereits für euch getestet wurde.

Tascam Model 24Nach dem Auspacken wird schnell klar: Die Verarbeitung des Model 24 ist sehr gut, der Rahmen ist komplett aus Metall gefertigt und ein Hauptgrund für das hohe Gewicht.
Die abnehmbaren Seitenpaneele in Holzoptik bestehen aus Plastik. Alle Klinkenbuchsen sind aus Metall und mit dem Chassis verschraubt, die vollwertigen 100 mm Fader und die Drehregler bzw. Schalter machen allesamt einen sehr soliden Eindruck. Da gibt es nichts zu meckern. Die EQ- und Pan-Regler rasten brav in der Mittenposition ein.

Bis auf den Stromanschluss und USB-Stecker befinden sich alle Ein- und Ausgänge auf der Vorderseite und man hat während der Arbeit immer einen guten Überblick über das komplette Setup.
Die Bedienelemente haben alle eine ordentliche Größe, das ist man heute ja fast nicht mehr gewohnt.

An Ein- und Ausgängen geizt das Tascam Model 24 wahrlich nicht: Ganze 16 Mikrofoneingänge bzw. 22 Line-Eingänge bietet es und alle Kanäle können ohne Beschränkung gleichzeitig aufgenommen und auch abgespielt werden. Dafür bedarf es entweder einer Class-10 SD-Karte, die mittlerweile für sehr wenig Geld zu haben ist,oder eines Computers (Windows 7, 8.1 und 10 bzw. MacOs ab Version 10.11). Während beim Mac der Core-Audio-Treiber zum Einsatz kommt und man das Tascam Model 24 einfach anschließen kann, ist unter Windows die Installation von Treibern notwendig, um es als Audiointerface zu betreiben. Es lässt sich übrigens auch beim Tascam Model 24 „zweigleisig“ fahren, da es die Möglichkeit bietet, gleichzeitig auf SD-Karte und in der DAW aufzunehmen.

Tascam Model 24

Die technischen Daten des Tascam Model 24

Gewandelt wird beim Tascam Model 24 mit 44,1 kHz oder 48 kHz und 16 bzw. 24 Bit. Die Konkurrenz von Presonus oder Zoom schafft hier schon 96 kHz, wenn auch mit einer Verringerung der Spurenzahl. Ich persönlich könnte auf 16 Bit verzichten, denn ich sehe keinen Grund damit aufzunehmen, wenn 24 Bit zur Verfügung stehen. Maximal können 24 Spuren (22 Spuren + Stereomischung) aufgenommen werden, daher auch die Zahl 24 in der Modellbezeichnung.

Der Verstärkungsbereich der Mikrofonvorverstärker liegt zwischen 0 und 50 dB. Einige Mitstreiter bieten hier 60 dB an, wobei das Rauschverhältnis bei der Bewertung von Preamps immer eine recht große Rolle spielt. Was nützen mir 60 dB, wenn das Rauschen im letzten Viertel unverhältnismäßig hoch ansteigt? Die Konkurrenz von Zoom hat hier vorgelegt und der L-Serie recht brauchbare Vorverstärker geschenkt, die auch im oberen Pegelbereich recht leise arbeiten. Ob Tascam hier mithalten kann, wird der Praxistest zeigen. Die Line-Eingänge sind auf +4 dBu ausgelegt und bieten einen Verstärkungsbereich von 0-40 dB, während der maximale Eingangspegel bei +22 dBu liegt. Das klingt vielversprechend für die Einbindung von externem Equipment und Preamps, ein Bereich, in dem der kleine Zoom so seine Probleme hatte.

Tascam Model 24

Die komplette Mischsektion ist analog aufgebaut. Für die ersten 12 Kanäle gibt es einen analogen Kompressor und einen EQ mit parametrischen Mitten. Für die Kanäle 13–20 gibt es einen gewöhnlichen 3-Band-EQ. Kanal 21 und 22 sind für ein Stereo-Line-In-Signal ausgelegt (via Cinch, Miniklinke oder Bluetooth) und hier entfällt der EQ komplett. Aber halt – Bluetooth? Ja, das Tascam Model 24 bietet eine Bluetooth-Schnittstelle, um Musik mal eben ohne Kabel vom Handy ins Mischpult zu streamen.

In meinem Studio wird es dafür nicht viel Gelegenheit geben, denn da sind Handys aufgrund von eventuellen Störgeräuschen nicht so gern gesehen. Manch olle Mikrofontypen oder alte Analogtechnik ist nicht gegen Funksignale von Mobilfunk- oder Schnurlostelefonen gewappnet. Aber für den einen oder anderen ist die Bluetooth-Schnittstelle bestimmt ein nützliches Gimmick. Wer sein Handy lieber einstecken will, findet dafür im letzten Kanalzug einen 3,5 mm Klinkeneingang. Das Symbol dafür ist auch schon fast wieder retro – ein Handy mit Button? Gibt es das noch?

Tascam Model 24

Was mir beim Aufbau der Mixersektion etwas Stirnrunzeln bereitet, ist die Tatsache, dass die Phantomspannung nur für alle Kanäle gemeinsam aktiviert/deaktiviert werden kann. Diese Entscheidung von Tascam kann ich nicht nachvollziehen. Zwar funktionieren fast alle dynamischen Mikros auch dann, wenn 48 Volt anliegt, bei fehlerhafter Erdung oder defekten Kabeln kann es aber vorkommen, dass zum Beispiel ein Gesangsmikrofon den Sänger beim Kontakt mit dem Mund mit einem Stromschlag küsst. Für bestimmte Bändchenmikrofone können 48 Volt sogar tödlich sein. Sowie man also nur ein einziges Kondensatormikrofon benutzen will, muss auf allen Kanälen 48 Volt Phantomspannung anliegen. Hier wäre zumindest eine Unterteilung in Gruppen wünschenswert.

Eine gedruckte Bedienungsanleitung in 5 Sprachen liegt dem Model 24 bei. Ich persönlich stehe auf gute Lektüre zu einem Produkt und das Handbuch erklärt viele Funktionen auf verständliche Art und Weise.

Das Tascam Model 24 in der Praxis

Aufgrund der Größe könnte man fast annehmen, es gäbe einen Lüfter, dem ist aber nicht so, nach dem Einschalten und im Betrieb ist das Tascam Model 24 mucksmäuschenstill.
Wie bei der Konkurrenz von Zoom sind alle Eingangskanäle einem fixen Aufnahmekanal zugewiesen. Kanal 13 nimmt also ausschließlich auf Kanal 13 auf. Bei Overdub-Aufnahmen bzw. wenn man zur mehrere Takes einer Stimme oder eines Instruments aufnehmen will, heißt es also: Kabel umstecken. Das beansprucht natürlich die Steckverbindungen. Es wäre toll gewesen, wenn es eine Möglichkeit gäbe, die Eingangskanäle verschiedenen Aufnahmekanälen zuzuweisen, so wie das damals beim Portastudio der Fall war.

Die Verwendung als Audiointerface ist zumindest am Mac extrem einfach: einfach einstecken und loslegen. 24 Eingänge und 22 Ausgänge stehen zur Verfügung. Gerade bei den Ausgängen eine beachtliche Zahl! Jeder Kanal kann also wieder ins Pult zurückgeschickt werden. Man kann den Mix dort bearbeiten und dann beispielsweise eine Stereospur davon aufnehmen. Das Signal wird übrigens nach dem Kompressor und vor dem EQ aufgenommen. Fader-Positionen und Effekte haben nur Auswirkungen auf den Stereoausgang. Es wäre ein tolles Feature gewesen, wenn man das Signal auch nach dem EQ abgreifen könnte. So hat der analoge EQ leider keinen Einfluss auf die Aufnahme der einzelnen Spuren.

Tascam Model 24
Durch den analogen Aufbau der Mischersektion speichert das Tascam Model 24 keinerlei Information des jeweiligen Kanalzugs. Eben mal schnell einen Mix aufrufen, ist damit nicht drin. Alle Einstellungen zu Lautstärke, EQ und Effekten muss man sich daher nach dem Mix aufschreiben bzw. abfotografieren. Will man ein altes Projekt öffnen, muss man die Positionen aller Regler wieder manuell einstellen. Das kostet Zeit und es war ein Grund, warum in den 70ern und 80ern Mischpulte mit Automation und Total-Recall auf den Markt kamen. Bei der L-Serie von Zoom beispielsweise ist die Mixersektion digital und es werden all diese Einstellungen automatisch gespeichert und mit dem Laden des Projekts neu aufgerufen.

Bei den Mikrofon-Preamps des Tascam Model 24 offenbart sich eine Zweiklassengesellschaft. Die Kanäle 1 bis 12 zeigen sich von ihrer guten Seite und sind auch bei voll aufgedrehtem Gain (+50 dB) noch gut nutzbar. Die Preamps 13–16 rauschen leider bei Vollaussteuerung unverhältnismäßig hoch. Es empfiehlt sich also, bei diesen Kanälen mit lauten Signalen (wie Bassdrum) zu arbeiten. Die Effekt-Sektion bietet verschiedene Hallarten, Delay, Chorus, Flanger und Kombinationen von Hall und Delay. Jeder Effekt lässt sich durch die Einstellung “Parameter” noch etwas beeinflussen. Klanglich vermisse ich leider generell Tiefe, die Qualität ist eher mittelmäßig. Ich würde sie am ehesten verwenden, wenn jemand mal schnell etwas Hall benötigt, um sich während der Aufnahme besser zu fühlen. Fürs Mixing gibt es besser klingende Alternativen.

Tascam Model 24Im Handbuch wird des Öfteren darauf hingewiesen, dass man beim Aktivieren/Deaktivieren der Phantomspannung die Line- bzw. Kopfhörerausgänge stummschalten sollte. Dem ist unbedingt Folge zu leisten, da das gleichzeitige Knacksen aller Kanäle sehr laut ist und dadurch das Gehör bzw. Boxen Schaden nehmen können.

Bei einem Stromausfall sind die aufgenommen Daten leider weg, das wird auch im Handbuch angekündigt und meine Tests haben das bestätigt. Hersteller anderer SD-Karten-Recorder bieten hier bereits Lösungen an, die Daten zu erhalten (Sound Devices MixPre Serie). Seit der aktuellen Firmware 1.30 können mit dem Tascam Model 24 übrigens SD-Karten mit bis zu 512 GB verwendet werden.

Die Einbindung von externen Preamps per Line-In funktioniert wunderbar, hier hatte die Konkurrenz von Zoom erhebliche Probleme. Auch das Bluetooth-Modul verrichtet wie versprochen seinen Dienst und steht dem Klinkeneingang klanglich in nichts nach. Damit lässt sich mal eben ein Guide-Track oder eine Pausenmusik ins Tascam Model 24 streamen.

Hier ein paar Klangbeispiele, aufgenommen mit Akustikgitarre und einem Schoeps MK4 Mikrofon. Der Gain-Regler des Tascam ist auf 3 Uhr:

Nun kommt der eingebaute Kompressor zum Einsatz:

In den beiden letzten Beispielen beißt der Kompressor zu heftig zu – das gilt es zu vermeiden. Hier einige Einstellungen am EQ:

Die Effekt-Sektion des Tascam Model 24:

Bei der Aufnahme legt das Tascam Model 24 übrigens für jede Spur eine WAV-Datei an.
Auch für jene Spuren, die nicht zur Aufnahme ausgewählt wurden. Diese Dateien haben dann eine Größe von 1 KB und man sollte sie nicht in die DAW importieren, da diese sonst eine Fehlermeldung produziert.

Was mich in der Arbeit mit dem Tascam Model 24 irritiert, ist die Tatsache, dass der Schreibvorgang auf SD-Karte ein wiederkehrendes Geräusch erzeugt, das auch aufgenommen wird.
Es ist zwar leise und im Hintergrund, aber doch hörbar. Das Geräusch tritt konstant etwa im Sekundentakt auf. Hier eine Aufnahme davon, bei der ich 40 dB digitales Gain hinzugefügt habe:

Auch in der DAW werden diese Geräusche aufgenommen, wenn die SD-Karte zur selben Zeit beschrieben wird (für meinen Test habe ich verschiedene Class-10 SD-Karten der Marke Sandisk Ultra, Sandisk Extreme und Toshiba verwendet). Drückt man den Rewind-Knopf und „spult“ zurück zum Anfang des Liedes, erzeugt dies ebenfalls ein Geräusch in der Aufnahmespur, wenn man genau hinhört:

Da werden ja fast schon Erinnerungen an die Geräusche beim Zurückspulen eines Cassettenrecorders wach. Ich hatte bisher schon einige SD-Karten Recorder, diese Sounds sind mir allerdings bisher noch nicht untergekommen. Bei Demo- oder Live-Aufnahmen mag das nicht ins Gewicht fallen, aber ich hoffe sehr, dass Tascam das mit einem der nächsten Firmware-Updates beheben wird. Wer nur mit der DAW aufnimmt, hat diese Probleme nicht.

Alternative am Markt, der Zoom Live-Trak L-20

Zoom LiveTrak L-20 - Seitenansicht

Zoom LiveTrak L-20 – Seitenansicht

Tatsächlich verfolgt der Zoom LiveTrak L-20 ein ähnliches Konzept. Am besten jetzt den Test lesen. HIER KLICKEN

Fazit

Beim Tascam Model 24 werde ich zum Nostalgiker, denn Tascam war meine erste Liebe im Bereich der Mehrspuraufnahmen. Es ist für all jene, die Platz haben, gerne mit großen, haptischen Reglern eines analogen Mischpults arbeiten und sich nicht davor scheuen, alle Einstellungen beim Aufruf eines Mixes wieder erneut manuell für jeden Kanal einzustellen. Jeder, der schon einmal ein analoges Mischpult bedient hat, wird sich mit dem Tascam Model 24 sehr schnell zurechtfinden.
Die hohe Anzahl von 22 Ausgängen aus der DAW und die gleichzeitige Aufnahme im Computer und auf SD-Karte machen es sehr flexibel. Trotzdem hinterlässt das Tascam Model 24 auch gemischte Gefühle. Der Klang der eingebauten Effekt-Sektion und Störgeräusche bei der SD-Karten-Aufnahme trüben das Bild etwas. Gewisse Details (wie der Datenverlust bei Stromausfall oder die Phantomspannung, die nur für alle Kanäle gleichzeitig schaltbar ist und die bei Aktivierung lautstark knackst) könnte man in der nächsten Version überarbeiten bzw. per Firmware-Update beheben.

Plus

  • Verarbeitung
  • einfacher, übersichtlicher Aufbau
  • sehr viele Ein- und Ausgänge (!)
  • gleichzeitig als SD Recorder und Interface nutzbar
  • attraktiver Preis
  • Bluetooth-Schnittstelle
  • Rauschverhalten der Preamps 1-12

Minus

  • 48 Volt Phantomspannung nur für alle Kanäle schaltbar
  • Rauschverhalten der letzten 4 Preamps
  • SD-Karten Schreibvorgang kann Störgeräusche produzieren
  • Klang der Effektsektion eher mäßig

Preis

  • Ladenpreis: 999,- Euro
Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    harrymudd  

    die Störgeräusche bei der Aufnahme können an einer ungeeigneten SD Karte liegen. Ich habe solche Störungen auf dem DR-40 beobachtet, als ich eine nicht von Tascam zertifizierte Karte verwendet habe.

    • Profilbild
      targon  

      Diese Frage habe ich mir auch gestellt. Ich habe das Model wegen einem DAW-freien Recording geholt.
      Zur Zeit kann ich es noch nicht anschließen und testen.

      Geräusche auf den Spuren wäre absolut ärgerlich.

      Gibt es schon Erkenntnisse, ob es an den SDs liegt?

    • Profilbild
      Raphael Tschernuth  RED

      Ich hatte für meinen Test 3 SD-Karten. Sandisk Ultra / Sandisk Extreme und Toshiba – die Schreibgeräusche traten leider bei allen 3 SD-Karten auf.

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        TobyB  RED

        Hallo Raphael,

        hast du die SD Karten mal mit H2Testw-Win oder F3 MacOS mal getestet? Das SD Karten nun ein beliebtes Ziel von Produktpiraterie sind ist beleibe kein neues Problem. Gerne wird auch mal die L/S Geschwindigkeit sehr aufgerundet ausgelegt. Wie auch die Anzahl der Speicherzyklen.

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          Raphael Tschernuth  RED

          Ich habe die Schreibgeschwindigkeit mit Blackmagic getestet – alles ok.
          Die Karten wurden bei Media Markt / Saturn gekauft und ich benutze alle 3 ohne Probleme in anderen SD-Karten Rekordern.

  2. Profilbild
    steme  

    Gut geschriebener Test.
    Ein Vergleich mit dem Behringer Xenyx UFX1604 waere interessant gewesen. Konzept und Features sind doch sehr sehr aehnlich…?
    Ist mir auch bei den Tests der ZOOM Geraete aufgefallen (der fehlende Vergleich).
    Es gibt ja wirklich nicht so viele Mixer mit direkter mehrkanaliger USB (oder anderes Medium) Aufnahmemoeglichkeit…

  3. Profilbild
    gaffer  AHU

    Sehe nicht so ganz, wer damit bedient werden soll. OK, im Gegensatz zu Digitalpulten analoge Bedienung und ein Element/Parameter. Aufnahme auf SD als Option ist ok, aber ich vermisse den Anschluß einer Platte. Phantom für alle oder gar keinen und Mic Pre bis 13 ok, dann naja…

    Will ich das Pult zum Recorden einsetzen, kann ich die vielen Bedienelemente nur beim Mix einsetzen und dann zweikanalig wieder aufnehmen. Für mich wäre das nix. Dann lieber sparen, bis die Kohle für ein A&H QU 16 oder wenigstens ein Behringer X32 reicht. das kostet ja nur minimal mehr. Aber wie immer: auch dieser Topf wird Deckel finden.

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      Armin Bauer  RED

      Habe mein Qu-24 durch ein SQ6 ersetzt. Für Live ein riesengroßer Fortschritt, für Recording ein Rückschritt.
      Das Qu konnte parallel auf Stick und Rechner aufzeichnen, das SQ nur entweder/oder.
      Das SQ nimmt immer zwangsläufig mit 96 kHz auf, was mir bei meinen 48 kHz Stageboxen nichts nützt. USB Stick funktioniert auch nicht mehr, am besten eine SSD benutzen.
      Werde mir deshalb wohl für die Live Recording Jobs ein Qu-SB holen.

  4. Profilbild
    costello  RED

    Danke für den Test, der Pro und Contra beim Model 24 ins rechte Licht setzt. Es ist wie gaffer in seinem Kommentar schreibt: Auch dieser Topf findet seinen Deckel :-) Ich habe das Model 24 seit einem Vierteljahr im Einsatz und für mich erfüllt es meine Erwartungen. Intuitive Bedienbarkeit, ich habe viele Kanäle für meine Keyboards zum Jammen und kann bei Bedarf etwas aufnehmen. Die Kanäle ab 13 sind ja alles Stereokanäle und da hängen bei mir meine Stereo-Workstations etc. dran, insofern ist für mich ein verstärktes Rauschen der Mikrofoneingänge irrelevant. Das gute Zusammenspiel mit externen Preamps hat Raphael ja angesprochen. Da fahre ich zweigleisig und verbinde den preiswerten Tascam mit einem Amek Pure Path, der dann doch noch mehr rauskitzelt. Effektwege wären schön gewesen, die vermisse ich wirklich. Es gibt ja Aux, für den Returnweg muss man dann eben ein, zwei Kanäle opfern. Die eingebauten Effekte sind wirklich nicht überragend. Ping Pong Delay und Live Reverb finde ich ganz brauchbar. Frappierend fand ich die Störgeräusche – ich recorde mit einer SanDisk Ultra und habe auf meinen Spuren bisher keine Geräusche gehört.

    • Profilbild
      Raphael Tschernuth  RED

      Hi Costello, freut mich, dass die Geräusche im Schreibvorgang bei dir nicht auftreten. :) Ich hatte zwei Modelle des Model24 zum Test und bei beiden Geräten waren diese Geräusche zu hören.

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        costello  RED

        Hi Raphael, ich muss nochmal zum Verständnis nachfragen. Dieses Nebengeräusch liegt bei Deinen Gitarrenaufnahmen auch drunter? Dann scheint es mir da aber recht gut maskiert. Das Problem mit Geräuschen beim Rückspulen erschließt sich mir nicht so recht: Wenn ich spule, dann unterbreche ich doch die Aufnahme und recorde nicht.

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          Raphael Tschernuth  RED

          Diese Nebengeräusche summieren sich (vorallem auf dem Master Stereo Track) je mehr Spuren aktiviert sind. So wie auch ein sehr geringes Netzbrummen auf einem Kanal nicht stört, es aber in der Summe sehr laut werden kann wenn man gleichzeitig 24 Kanäle abhört. Bei einer einzelnen Spur (wie hier Gitarre) fällt es dadurch nicht wirklich auf. Wenn alle Spuren aktiviert sind und das Gain hoch ist, werden die SD-Schreibgeräusche hörbar.
          Die Rückspulegeräusche habe ich in der DAW aufgenommen. Wenn man bei beiden Geräten die Aufnahme stoppt ist das natürlich kein Problem. Wenn man in der DAW weiter aufnehmen will und die SD Aufnahme stoppt, nimmt man diese Geräusche auf der Stereo Spur der DAW mit auf. Viele Grüße!

          • Profilbild
            costello  RED

            Danke Raphael, jetzt blicke ich durch :-) Ich habe tatsächlich den Tascam noch nicht unter Volllast mit sehr vielen oder allen Spuren beim Recording gefahren, vielleicht ist es mir deshalb bisher nicht aufgefallen. Werde ich mal drauf achten, solche Geräusche stellen natürlich ein echtes Manko dar. Liebe Grüße und ein schönes Wochenende!

  5. Profilbild
    Zierenberg  

    Bei der Qualität und den Funktionen gibt es also Einschränkungen, ich denke das ist dem Preis zu schulden – hier bekommt man einen riesigen Brocken Hardware für unter 1000,-€ samt multichannel Soundcard und analog Compressoren, auch wenn nur als One – Knobs. Ich sehe das so das dies ein vorsichtiger Versuch von Tascam ist den Bedarf am Markt zu checken. Sollte das sich gut verkaufen kann man evtl. mit einer besseren Variante rechnen, eine die dann dementsprechend teurer ist.

    Für mich dürfte es lieber doppelt so viel kosten und dann qualitativ besser sein…. …obgleich das Gebotene letztendlich immer noch recht ordentlich unterm Strich daher geht… 3 von 5 Sternen

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