Black Box: Roland CR-78 CompuRhythm

2. September 2018

Metal Beat

“I like a machine that, when you switch it on, you light up. The Roland CR-78 certainly did that. Still does.” (John Foxx)

Happy Birthday, Roland CR-78! Vor 40 Jahren hat der japanische Musikkonzern die CR-78 auf den Markt gebracht. Rolands erste frei programmierbare Rhythmusmaschine war zugleich die weltweit erste, die mit einem Mikroprozessor ausgestattet war. Ohne Roland CR-78 keine Roland TR-808 oder Roland TR-909. Die jüngeren Schwestern sind mit Sicherheit flexibler, auch an ihren Kultstatus mag die Roland CR-78 nicht ganz heranreichen. Dafür sind die Preise für die CR-78 aber noch ganz von dieser Welt und nicht wie bei 808 oder 909 in ferne Galaxien entschwebt.  Und auch die Roland CR-78 besitzt durchaus Charisma und ein unverwechselbares Design. Vor allem aber klingt sie extrem fett und typisch. Eine Drum Machine, mit der man auch heute noch viel Spaß haben kann und die die Kreativität beflügelt. Hier nun unsere Roland CR-78 Geburtstagsgeschichte.

Happy Birthday zur runden 40! 1978 erblickte die Roland CR-78 das Licht der Welt.

Pandora’s box of nightmare

John Foxx hat der Roland CR-78 mit seinem bahnbrechendem Elektronik-Album „Metamatic“ aus dem Jahr 1980 ein musikalisches Denkmal gesetzt. Selten wurde sie in all ihren Möglichkeiten so ausgelotet, selten auch so stilbildend eingesetzt. Deshalb habe ich auch ein Zitat von ihm an den Anfang dieses Reports gesetzt. War für Foxx die Roland CR-78 eine einzige wunderbare Quelle der Inspiration, haben andere Musiker und Produzenten den Drumcomputer durchaus auch nüchterner betrachtet.

Schon als die Roland CR-78 frisch auf den Markt kam, hatte sie einen kurzen, aber wirkungsvollen Auftritt. Für das Intro von Blondies Nr.1-Hit „Heart of Glass“ wählte Produzent Michael Chapman die CR-78. Ein reines Vergnügen war das anscheinend nicht: „We went into New York’s Record Plant in June 1978, but the sound I wanted turned out to be a Pandora’s box of nightmares. The first step was get the tempo right. I had this Roland drum machine that I wanted to use in sync with Clem Burke’s drums. You hear the machine on the opening.” (Marc Myers: How Blondie Created ‘Heart of Glass’,  Wall Street Journal, 3. März 2015)

Das besondere an der Roland CR-78: Neben Presets bot sie auch vier frei programmierbare Speicherplätze an

Der Phil Collins-Effekt

Weltberühmt wurde Rolands Rhythmusmaschine im Februar 1981, als Phil Collins sein erstes Soloalbum „Face Value“ veröffentlichte. Der Song  „In the Air tonight“ baut auf einem hypnotischen Groove (Preset Disko 2 ohne Snare) der Roland CR-78 auf, der dann von einem ebenso berühmt gewordenen Tom-Lauf mit Gated Reverb unterbrochen wird. Im Rolling Stone (März 2016) analysierte Collins die Zweischneidigkeit dieses Erfolgs: „Der Song wurde, mit dieser Maschine, ein Hit, das Gerät auf mich gemünzt. That and „In The Air“ killed it for everybody else. Wann immer der Sound auf einer anderen Platte zu hören war, dachte man: Das ist diese In-The-Air-Sache.“

Mehr als Bossa und Cha-Cha-Cha

Selbstbewusstsein ist eine schöne Sache; aber sei ganz unbesorgt lieber Phil: You didn’t kill it for everybody else! Im Gegenteil: Dir kommt das Verdienst zu, dass die CR-78 überhaupt erst richtig wahrgenommen wurde. Als die Drum Machine 1978 auf den Markt kam, werden viele gedacht haben: „Noch so’n Klopfgeist für Alleinunterhalter mit Bossa Nova, Cha-Cha-Cha und langsamen Walzer.“

Obwohl die Roland CR-78 auf unzähligen Hits eingesetzt wurde, bringen viele sie vor allem mit „In the Air tonight“ von Phil Collins in Verbindung.

Natürlich gab es Ausnahmen: Neben Blondie fanden sich weitere prominente Nutzer der Roland CR-78. Im Jahr 1980 setzten etwa OMD den Drumcomputer auf „Enola Gay“ ein,  Genesis auf dem Duke-Album beim Song „Duchess“ und Visage bei „Fade to Grey“. Gary Numan hat auf  Telekon (1980) gleich bei drei Songs von der CR-78 Gebrauch gemacht. Aber erst als „In the Air tonight“ erschien, war die CR-78 auf einmal in aller Munde. Oder auf jedermanns Gear List.

Und wem damals Phil Collins nicht cool genug war, der kam vielleicht bei Ultravox („Vienna“ von 1981) oder ihrem ehemaligen Sänger John Foxx auf den Geschmack. Interessanterweise nahm John Foxx für sich ebenfalls in Anspruch, „Mr. Roland CR-78″ zu sein:  „And it was all mine – no-one else had ever used it so prominently, or in quite the same way.“  Da möchte ich John Foxx zustimmen, auch wenn sicher ungleich mehr Musikhörer den Collins-Hit kennen, als „Underpass“ von John Foxx.

Die Roland CR-78 liefert einen Sound, der bis heute angesagt ist. Was besseres lässt sich über ein Vintage-Instrument sagen?

Von Simple Minds bis Radiohead

Bei den Simple Minds kann man die CR-78 auf „New Gold Dreams“ hören, bei Soft Cell auf „Tainted Love“ und bei Joy Division auf „Decades“ (Closer). Joy Division-Drummer  Stephen Morris hasste zwar die Programmierung der CR-78, aber er liebte ihren Sound: „I really liked the sound of drum boxes like the Minipops, the CR78 and the old Wurlitzer ones… It’s a bit like a 1950s film, the vibe I get off them. I love the ones that don’t sound like drums, I like their crude attempts at Latin percussion.“ (The Electricity Club, 15. März 2011)

Underworld, Chromeo, Air, Moby – sie alle haben die Roland CR-78 eingesetzt „and too many 90s Techno tracks to count“. (Zitat: Samples from Mars) Und zuletzt haben Radiohead die CR-78 angeworfen, um ganz entspannt zu jammen.

Gegen Ende des Artikels gehe ich auf die Rezeptionsgeschichte der Roland CR-78 an drei Beispielen noch einmal genauer ein. Aber jetzt wollen wir das Geburtstagskind erstmal richtig vorstellen.

Klangbeispiele
Forum
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    Wellenstrom  AHU

    Wunderbarer Artikel über eine wahre Ikone des Pop und New Wave. Der Klöppelkasten hat viel mitgeprägt. Die Klangbeispiele sind sehr gut geraten und zeigen sehr schön, wie durchsetzungsfähig die einzelnen Sounds im Mix sind und dem Track eine individuelle Note verschaffen. Gut, dass es heute die Ableger und konservierten Sounds gibt, mit denen man dann in den neueren Geräten, Drumsamplern wirklich FREI und uneingeschränkt Beats programmieren kann.

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      costello  RED

      Danke Wellenstrom! Ich sehe es genauso wie Du. Der Sound der CR-78 ist ebenso durchsetzungsfähig wie unverwechselbar. Das zeigen gerade auch die mixed Beispiele mit der TR 808. Aber auch mit dem Programmer gibt es doch noch viele Beschränkungen, die man bei Software und modernen Drumsamplern nicht hat. Aber da halte ich es mit John Foxx. Mit der CR-78 arbeiten ist einfach inspirierend.

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        8 Bit Fighter  

        Moin,
        EKO Computerythm war 1972 der erste programmierbarer Drumcomputer und kostete ca. 3000 DM. Prominente User waren JM.Jarre , Manuel Göttsching( Ashra) und Tangerine Dream.

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          costello  RED

          Danke für den Hinweis auf den EKO. Er war wohl extrem rar (angeblich wurden keine 30 Stück gebaut) und arbeitete mit Lochkarten und Lauflichtprogrammierung.
          Mehr Infos zum Computerythm in diesem Link: https://bit.ly/2PRqVNL

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            iggy_pop  AHU

            Was den EKO hauptsächlich so rar macht, ist die Tatsache, daß das Ding damals keiner wollte bzw. bezahlen konnte, sodaß man auf einem großen Vorrat an unverkauften Geräten sitzengeblieben war, welche dann bei einer großen Aufräumaktion in den 1980ern in die Tonne getreten wurden. Und wenn es EKO nicht selbst waren, dann stellte so mancher Musikalienhändler seine unverkauften Geräte zum Sperrmüll an den Straßenrand, wie z. B. der Inhaber eines kleinen Musikgeschäfts in Rottweil irgendwann in den frühen 1990ern (und da waren es dann gleich zwei Stück, die in die Presse gingen).
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            Daß es mehrere verschiedene Inkarnationen gab, machte die Wahl für den Käufer auch nicht leichter. Klingt recht kantig, aber das macht den Reiz aus — das Sample Pack auf Soundklau klingt allerdings ziemlich processed.
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            Heute dürften noch etwa 15 bis 20 Exemplare existieren, in allen Variationen (Prototypen wie Serienmodelle).
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      costello  RED

      Hi psv-ddv, danke für Dein Lob. In der Kürze liegt die Würze. Daran sollte sich der Autor dieser länglichen Features auch mal halten ;-)

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        psv-ddv  AHU

        Moin Costello, nee Dein Artikel ist genau richtig so. Ich hatte einfach nichts auszusetzen :)

        …wobei: Die Boss DR-55 hättest Du noch als günstigen Einstieg in den CR Sound erwähnen können.
        …ach ja, als Referenz Album für die CR würde ich unbedingt Roxy Music, „Avalon“ erwähnen. Hier kam die CR als Grundgerüst beim Einspielen der Songs zum Einsatz und wurde in der Mischung mal ausgeblendet, mal hörbar gelassen. Auf jeden Fall prägt sie dieses absolute Ausnahmealbum stark.

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    Wellenstrom  AHU

    Ein weiteres Album der frühen 80er, auf dem der Roland CR 78 immer wieder mal durchschimmert, nebst anderen Klopfgeistern, ist auch das recht interessante „Rhythm of Youth“ von Men without Hats.

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      costello  RED

      Das Album muss ich mir mal in Gänze reinziehen. Kenne davon eigentlich nur den „Safety Dance“ und da höre ich die CR78 nicht raus.

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        Wellenstrom  AHU

        Hör mal in den Song „Things in my Life“ aus dem Album rein (findet sich auch auf YT). Witzigerweise hörst du die CR 78 komplett auf dem rechten Kanal. Die mischten da ziemlich viel kreuz und quer ineinander und miteinander in Sachen Drums und Drum Machines rein auf dem Album.

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        Wellenstrom  AHU

        Und etwas weniger platt und plakativ zu hören im Track „Cocoricci (Le Tango Des Voleurs)“

        ansonsten noch in 2 oder 3 anderen Tracks

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    mdesign  

    ich bin in den 80s mit der TR606 eingestiegen, die CR78 hatte ich nie auf dem schirm. danke für den erhellenden artikel! spannende lektüre.

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      costello  RED

      Gegen den sleeken Silberling TR 606 sieht die CR-78 ziemlich trutschig aus. Aber beim Sound muss sich der olle furnierte Kasten wahrlich nicht verstecken. Danke für Dein nettes Feedback.

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    Wellenstrom  AHU

    Aus dem Fazit:
    „Die Roland CR-78 ist auch heute noch eine phantastische Drum Machine. Ihre Sounds aber auch ihre typischen Pattern sind einzigartig“

    Gehe ja soweit mit… aber wirklich einzigartig? Man hört schon die Vergangenheit und die Entwicklungen raus, die in der Pionierarbeit der Ace Tones Rhythm Aces drin steckten. Höre ich z.B. „Spoon“ oder „Peking O“ von Can aus dem Jahr 1971/72 ist das nicht wirklich weit weg vom Sound der Roland CR-78.

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      costello  RED

      Das ist richtig und deshalb bin ich ja auch ein wenig auf die Geschichte von Ace mit eingegangen. Die CR-78 ist nicht über Nacht quasi voraussetzungslos aus dem Boden geschossen. (Siehe auch die Sonderstellung der TR 77) Aber die Roland CR-78 stellt für mich doch so etwas wie einen Kumulationspunkt dar, weshalb sich auch so viele Pop- und New Wave-Bands damals drauf stürzten. Es war aber auch klar, dass danach bald schon etwas ganz Neues kommen musste, was mit der TR 808 ja dann auch der Fall war.

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    schreiti

    Was für ein großartiger Test! Spannender und informativer geht‘s wohl nicht mehr.
    Mike Oldfield hatte auch seine CR-78 Phase. z.B. Auf der zugegebenermaßen nicht so tollen QE2. Auf der Remastered Version ist eine unglaubliche Live Version von Ommadawn wo die CR-78 eine gute Viertelstunde vor sich hinrumpelt. Meine absolute Lieblingsversion trotz einiger Schnitzer der Musiker, oder vielleicht gerade deshalb.
    Den Cyclone Analogic TT-78 Beat Bot habe ich mir vor einiger Zeit geholt und setze ihn auch gerne und oft ein. Mag sein, dass er nicht den 100%igen Sound reproduziert aber ich spiele das Teil einfach ohne Midi Synchronisation in Mono ein. Dopple die Spur und verschiebe beide Spuren im Timing und im Panorama. Die Geschwindigkeit stelle ich grob mit Tap ein und quantisieren sie noch einmal leicht in Cubase. Kleine timing Schwankungen lasse ich bewusst drin und jage sie schließlich noch durch ein oder zwei Kompressoren. Klingt klasse und geht einfacher und schneller als sich das vielleicht anhört.

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      costello  RED

      Hallo schreiti, das freut mich, dass Dich die CR-78 zu Deinem ersten Kommentar auf Amazona.de veranlasst hat. Danke für Dein nettes Feedback und die Ergänzung mit Mike Oldfield. Obwohl ich schon eine Menge Acts genannt hatte, kratzt man damit nur an der Oberfläche. Die CR-78 war eine Zeitlang wirklich sehr präsent in der Musikszene. Klingt übrigens echt spannend, welches Processing Du Deiner Cyclone mitgibst. Klingt bestimmt super.

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    Numitron  

    Tolle soundbeispiele!
    Escape from berghain äh friedrichshain. 8-)
    Gibt es eine downloadmöglichkeit?

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      costello  RED

      Danke Numitron! Downloadmöglichkeit gibt’s leider nicht, mein Rumgebossele gibt’s nur hier auf Amazona.de zu hören :-) Ich könnte Dir höchstens das MP3-File schicken.

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    tomk  

    Gezischel … bei manchen Soundbeispielen hat doch Rudi Rakete mitgespielt, der Gewinner des Alleinunterhalterwettbewerbs 1988 in Baden Würtenberg! 100%, denn erkenn ich sofort am Groove auf den Tasten.

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      costello  RED

      Ne echt jetzt? Rudi Raketes größter Hit heißt anscheinend „Bierschiss“. Da möchte ich nicht in Konkurrenz treten. ;-)

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      TobyB  RED

      Da werden böse Erinnerungen wach, 2014 Abschluss des Betriebsausflug im Huckebein zu Darmstadt, Krankenschwester-Party und auf der Bühne Rudi Rakete.

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        costello  RED

        Ich kann’s mir lebhaft vorstellen ;-) Nur: Wo ist die musikalische Schnittmenge zu „Escape from Friedrichshain“?

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          TobyB  RED

          Hallo Costello ;-) Als Tom Rudi Rakete aufführte, schoß mir der Heimweg in den Kopf, ich bin in Darmstadt in den IC und dann in Kassel aufgewacht an einem frühen Samstagmorgen, ich hab gut geschlafen und bin „etwas“ zu weit gefahren :-D für dem Bahnhof in Kassel war ein aufgegebenes Hotel auf dessen Dach ein Sprungbrett ins Nichts stand. Ich hoffe mal von der Documenta… Also wenn sich das nicht wie Escape anfühlt. Das ist so der Moment, wo sich bierseelige Verpeiltheit in morgentliches Grauen verwandelt. Und alle deine Jugendsünden als Slowmotion vor dem geistigen Auge ablaufen. Wobei ich aus eigenem Erleben den Friedrichshain nicht so schlimm wie den Prenzelberg erlebt hab. Allerdings Abends in der Siemensstadt/Rohrdamm war jetzt auch nicht schön.

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              TobyB  RED

              Faserland, ein ziemlich abgedrehtes Stück Literatur. Ich würde sagen auch das falschverstandenste Buch der 90er Jahre. Der Bezug stimmt, siehe Kapitel 2. Sex Parties und Drogen kannst du aber streichen. Ich bin aus dem Rock n Roll Alter raus :-) bin jetzt Spiesser und Bausparer. Dank Synthies kann ich mir nur eine Frau leisten. Da bleibt nix mehr für Party über. Ich spar grade auf einen Propheten. Und da bin ich mir noch nicht sicher ob Prophet 08 REV2-16 oder Sequential Prophet 6. Wobei der Prophet 08 REV2-16 ein System 8 und eine Moog Mother 32 gut ergänzt. Den Prophet X hab ich Samstag auch angetestet. Ich fand ihn „langweilig“. Aber vorher brauch ich wohl ein grösseres Mischpult ;-)

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                costello  RED

                „Spiesser und Bausparer“ :)) (Ich habe mich im Report ja auch geoutet, dass ich mit der Prontoflasche in der Hand um meine Instrumente herumwiesele). Was die Propheten angeht, findest Du hier auf Amazona.de ja genug Futter zum einlesen. Aber am Ende musst Du selber ausprobieren und rumschrauben, was Dir zusagt. Mir ging’s mit dem Prophet X ja exakt genauso. Nach der Papierform fand ich den richtig spannend. Beim Spielen wollte der Funke nicht überspringen. Habe mit stattdessen den Lofi-Sampler Emax I geholt mit Lotharek und schön großer library. Und bin nur begeistert!

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                  TobyB  RED

                  Ich habs da nicht eilig, das System 8 hab ich ja auch noch nicht voll im Griff. Ich lese die Testberichte immer ungern, dann stehst du vor dem Gerät und hast unbewusst den Bericht im Kopf und vermutlich eine subjektive Wertung. Ich find das lieber für mich heraus. Du siehst ja hier die Spannweite der Kommentare. Aber unbestritten haben bestimmte Drummies wie die CR 78, 808, 909 oder Linn et al einen immensen Einfluss in der Popgeschichte. Genauso wie die Emaxe. BTW, ich hab gestern in der Plattensammlung eine Scheibe von Nation XII Electro Fear gefunden, John Foxx und Tim Simenon. Schöner britischer Break Beat Acid House, neben dran stand Electrofear (Beast Mix) [1991]. Diese Scheibe im Tempo gepitcht ist Metal Beat mit Acid und Drum and Bass. :)

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          tomk  

          Hahaha … den gibts ja wirklich … also den Raketen Rudi!
          Hatte den Namen spontan erfunden, da mich genanntes Stück an Alleinunterhalter erinnerte! ;) Ohne böse Absicht wohlgemerkt. War echt mein erster Gedanke.

          Bierschiss :) !!! Was ein Müll …

          @Wellenstrom
          Also bei „Party im Schwesternwohnheim“ fällt mir spontan ein Horde williger Nonnen ein … hat was!!! :)

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            costello  RED

            Ja siehste, der Toby kannte den auch gleich. Ich kannte bis dahin nur Jim Rakete. Habe bei einem guten Glas Rotwein inzwischen auch wieder meine Fassung gefunden ;-)

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            Wellenstrom  AHU

            @ tomk

            Hehehe, hatte mal in den 90ern ’ne zeitlang öfters auf Schwesternparties abgehangen (Gott sei Dank liefen die ohne Rudi Raketes, sondern mit DJs)
            Jetzt, als alter, zynischer Sack, beschäftige ich mich eher mit anderen Phänomenen, die sich u.a. in Schwesternwohnheimen abspielten.
            Stichwort: Richard Speck – kranker Fall

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              TobyB  RED

              Wo du dich rumtreibst… ;) Aber lass mal, ich hab auch Internatserfahrung, Sonntagsanreise, Bierchen, Montags Kartenspielen und Schnappes auf der Mädchenetage. Dienstags Disko von der Kassette mit Klammerblues und Bierchen. Mittwochs Bergfest. Donnerstag Tasche packen, Ruhetag. Freitags heim. Samstags wie Dienstag nur mit heimischen Mädchen aus dem Abijahrgang, Mixgetränke. Leberwerte sind okay. ;)

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                Wellenstrom  AHU

                Hehehe, bin da unschuldig…. war nicht auf meinem Mist gewachsen. Ein Kumpel war liiert mit ’ner Krankenschwester. Da war das ab und zu Alternativprogramm.
                LOL.. war auch mal Internatsschüler – aber ein Externer. Da ging es direkt nach dem Silentium nach Hause.

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                    Wellenstrom  AHU

                    War bei mir nur ein relativ kurzes Gastspiel ( knapp 3 Jahre oder so) – und vom Tagesablauf des TobyB distanziere ich mich ausdrücklich!!!! Das liest sich eher wie die Sturm und Drangjahre eines InternatsVERzöglings. Sodom und Gomorrha, das!!! ;-)

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                      TobyB  RED

                      Sturm und Drang in der Version von Uwe Johnson. ;) Damals war ich Ost Party Punk. Ich musste für Einser nie viel tun. Synths hatte ich noch nicht auf dem Zettel. Insofern… Aber ich hab zu der Zeit angefangen in einer Hip Hop Crew die Beats und Baässe auf Vermona DRM 1 und Tiracon 6V zu machen.

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                    TobyB  RED

                    Nicht das wir uns falsch verstehen. Ich habe es in der DDR geschafft, zwei mal aus der Penne zu fliegen. das erste mal wegen tragen eines blauen Hemdes und einer 501 zu einem Fahnenappell zum Geburtstag der DDR 1986. Ich bin auf das Brinkmann Gymnasium gegangen, in dem Uwe Johnson sein Abi gemacht hat. In Jena bei Carl Zeiss sollte ich mich in der Produktion bewähren. Dort bin in nach dem Besuch eines Kozertes(1988) in der Jungen Gemeinde mit AG Geige, Die Firma, Skeptiker, Feeling B organisert vom späteren Jugendpfarrer Lothar König, auch von der Penne geflogen, durfte aber die Lehre beenden. Im Juni 1989 hatte ich dann fertig mit Jena und der DDR. Man wollte mir 3 Jahre Ehrendienst bei der NVA in Prora aufdrücken. Leider war die DDR Führung zu der Zeit sehr spendabel mit Ungarn Visa. Ich bin dann über Sopron in Österreich gelandet. Ich wäre ja gerne Österreicher geworden. Aber das ist genauso schlimm wie Deutscher zu werden. Abi hab ich trotzdem gemacht, studiert auch. Ich sags ja, Bauspar-Spiesser. ;)

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            TobyB  RED

            Können wir bitte das Thema wechseln, ist mir jetzt peinlich. ;)

            Aber es war keine Party im Schwesternheim, ne es war im Huckebein.

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    nativeVS  

    Sehr schoener testbericht. Peter Gabriel hat sie meiner meinung sehr eindruecklich auf seinem 3. album eingesetzt, wo Jerry Marotta die CR78 imitiert und komplementiert.

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        nativeVS  

        Biko ist definitiv die Paia, aber bei Games Without Frontiers z.b. hoert man die CR78 noch und die meisten demos hatte Peter mit der CR78 gemacht.

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          costello  RED

          Hi nativeVS, ich bin mir nicht sicher, ob das wirklich die CR-78 ist. Der amerikanische Musikwissenschaftler Durrell Bowman schreibt in „Peter Gabriel: A Listener’s Compagnien“ : „Games without frontiers“ features Gabriel’s erliest use of a drum machine via a PAIA Programmable Drum Set, as well as some of his first experiments with the Fairlight CMI.“ Zweite Quelle ist der Genesis-Fan Club: „Die Stücke für das neue Album waren primär rhythmusbasiert entstanden, statt von Melodien auszugehen. Ein wichtiges Mittel für diese neue Songwriting-Praxis war überraschend unspektakulär: eine kleine Drum-Machine der Firma Paia, die nach konkurrierenden Angaben entweder 60 Pfund oder 60 Dollar kostete – in jedem Fall also kein High-End-Produkt. Keyboarder Larry Fast hatte das Gerät empfohlen und erste Einführungen gegeben. „Für mich als gescheiterten Drummer war es eine Freude, plötzlich dazu in der Lage zu sein, Grooves hinzukriegen, die weiterliefen, wenn ich die Hände von der Tastatur nahm“.

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    Wellenstrom  AHU

    Hahaha, sehe gerade die „Jamsession“ von Radiohead…. naja, so spontan und im Freien war das wohl bei der Aufnahme nicht wirklich. Sieht zwar schön aus, hat aber mit der Realität nix zu tun.

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        Wellenstrom  AHU

        Jo, mag Radiohead nicht wirklich… so’n bissken das U2 Feeling, so’n merkwürdiges Pathos, so eine merkwürdige Überhöhung, mit der ich nicht kann – aber gute Musiker finden sich in beiden Bands.

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        Wellenstrom  AHU

        … und zu dem Video gibt es unten einen lustigen Kommentar, dass das der beste Drummer sei, den Radiohead jemals hatte.
        oder…
        finde ich gerade nicht…hehehehe….

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      costello  RED

      Oops – der S 760 ist natürlich von Roland! Habe es gerade korrigiert. Danke für den Hinweis – und Dein nettes Feedback. Der Roland Sampler hätte tatsächlich mal eine Review verdient. Ich habe leider nur die einfache Ausführung ohne Maus und Bildschirm.

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        wolftarkin  

        Der Roland hat mich immer gejuckt. Nachdem ich gesehen hatte, was es an aktuellem Zubehör gibt, habe ich zugeschlagen.
        Mit OP-Erweiterung, 32 MB, SCSi2SD (emuliert max. 4 SCSI Platten), Maus Adapter MSX auf USB, Videokabel auf Scart, 8 Zoll LCD im 4:3 Format.
        Muss ich nur noch alles Zusammenbauen. :-)

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          costello  RED

          Hast Du die Sachen über „rawndry Service für Vintage Sampler“ bezogen? So eine Aufrüstung des S-760 wäre auch mich noch mal eine Überlegung wert. Die Bedienung nur über Display macht wirklich keinen Spaß. Klanglich finde ich den Roland klasse: druckvoller, sauberer Klang, sehr gutes Filter. Im Vergleich zu dem Emax 1, den ich mir gerade zugelegt habe, natürlich sehr hifi-mäßig.

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              costello  RED

              Klasse! Vielen Dank für die Links. Und dann erst mal viel Spaß beim Zusammenbau :-) (Das Booten von Diskette ist wirklich extrem langsam und nervig)

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    polyaural  AHU

    Toller Artikel. Ich fand das Teil aber überwiegend nervig als ich in einem Kölner Kellerstudio Anfang der 1980er mit dem Ding konfrontiert wurde. Ich dachte mir immer, dann besser ohne.
    .
    Ausserdem: Lambada? Nicht? Nee, dann nicht. (https://youtu.be/8UQNV-xUPG4)

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    kupsu  

    Auch von mir Vielen Dank für den Artikel. Für mich einer der Besten, die ich hier gelesen hab. Hat mir sehr viel Freude bereitet.

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    iggy_pop  AHU

    Meine erste Drum Machine — 1991 von einem gewissen André Alvarez gekauft, ohne eigentlich zu wissen, was ich da kaufe, nur auf blauen Dunst und eine Empfehlung eines Verkäufers bei Musikmarkt Rotherbaum in Hamburg hin (wer erinnert sich noch an den Laden in der Schlüterstraße, nahe der Uni?). Eigentlich wollte ich ein Mini Pops 7, aber das war unauffindbar, dafür hatte die 78 wenigstens noch das Guiro (wenn auch keinen Qujada)…
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    1998 getauscht gegen ein RE-301, dann bereut und 2002 eine Suchanzeige plaziert in einer einschlägig bekannten Fachzeitschrift — wie durch ein Wunder kehrte meine eigene CR-78 wieder zu mir zurück und hat seither das Haus nicht mehr verlassen. Ergänzt wurde sie um einen WS-1 Programmer (den ich irgendwie immer noch nicht verstanden habe), und regelmäßig gewartet wurde sie seither ebenfalls und klingt wie am ersten Tag.
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    Die 78 ist für mich fest assoziiert mit John Foxx und „Metamatic“.
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      costello  RED

      „Click click drone“ – Metamatic hat für mich bis heute nichts von seiner Faszination eingebüßt.

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        iggy_pop  AHU

        Wobei mir gerade einfällt, wo ich die 78 zum ersten Mal wirklich bewußt wahrgenommen habe: „Doot Doot“ von Freur, im Herbst 1983 (glaube ich). OMD und Phil Collins waren mir natürlich auch geläufig, aber hier fiel sie mir zum ersten Male wirklich auf (vor allem dieses komische Grillengezirpe, was sich dann später als Tambourine entpuppen sollte…). Numan, Foxx, Throbbing Gristle und dergleichen kamen dann (viel) später.
        .
        Natürlich wußte ich nicht, was eine CR-78 ist, das sollte nochmal gut ein Jahrzehnt dauern.
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    toneup

    Habe meine CR vor gut 15 Jahren auch in Wien erstanden. Der Akku war auch ausgelöst worden. Dafür hat sie Einzelausgänge für alle Sounds und eine Breakoutbox mit 6 Potis mit denen man die Bassdrum und die Snare bearbeiten kann. Falls der Mod von Interesse ist kann ich bei Gelegenheit gerne die CR aufschrauben und Photos davon machen. Der CHD Programmer ist übrigens sehr zu empfehlen. Die reine Programmierung nur über den Drucktaster (den man sich ganz einfach selber bauen kann) ist wie im Artikel beschrieben sehr mühsam. Der originale Roland Programmer ist ohnedies nicht zu bekommen. Die 78 lässt sich übrigens auch ohne speicherbatterie programmieren. Natürlich sind die programmierten Rhythmen nach dem Ausschalten verloren was aber im Zeitalter der DAW und
    bei nur 4 speicherplätzen (zumindest mir) egal ist.

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      costello  RED

      Hi Toneup, Fotos wären auf alle Fälle interessant. Schon ein Außenschuss von den Einzelausgängen und der Breakoutbox wäre klasse. Das könnte ich in den Artikel noch als Beispiel für eine gemoddete CR-78 einbauen. Ich schicke Dir eine „Private Mitteilung“ mit meiner e-mail-Adresse, an die Du gerne die jpegs und vielleicht noch zwei Sätze, was die 6 Potis beeinflussen, schicken kannst.

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      costello  RED

      Hi Toneup, vielen Dank für die tollen Fotos Deiner modifizierten CR-78! Weiter unten in den Kommentaren findest Du auch schon die ersten Reaktionen. Und natürlich ist die AMAZONA.de-
      Gemeinde mal wieder unersättlich und ruft „Fotos von der gescheckten Kuh sind schön und gut. Wir wollen sie muhen hören.“ Also sinngemäß ;-) Falls Du mir also gelegentlich noch zwei oder drei MP3-Dateien zuschicken möchtest – sehr gerne! Ich konnte von Deinen Fotos ja nur einen Teil hier unterbringen. Also eigentlich lechzt das irgendwann mal nach einem kurzen Leserreport. Der wäre dann auch hier direkt mit dem Black Box-Report verlinkt und würde ihn ideal ergänzen. Und garantiert auf sehr viel Interesse stoßen :-)

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    Son of MooG  AHU

    Super ausführlicher Artikel. Ich hatte die CR-78 bisher immer nur am Rande wahrgenommen (bah, Presets), weiß sie nun aber besser zu würdigen, vielen Dank.

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    Markus Schroeder  RED

    Das Teil ohne Effekte klingt echt erbärmlich – historisch interessant, aber das wars. Nichts was ich jemals einsetzen würde.

    Dennoch interessanter Bericht und eine _wirklich_ tolle „Escape from Friedrichshain“-Homage!! :)

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      costello  RED

      So unterschiedlich sind – zum Glück – die Geschmäcker. Ich finde den Sound der CR-78 ziemlich genial. Und durch die MIDI-Einbindung kann man die Maschine bei Bedarf wunderbar mit anderen Klopfgeistern mixen.

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      k.rausch  RED

      Die Sounds haben was, aber halt weder für jeden noch passt das in alle Songs. Die Story hier ist allerdings sehr nett und wohlwollend geschrieben, vor allem die Musikbeispiele transportieren die Sache gut. Und unter uns, das Teil ist technisch von vorgestern und CR78 Samples tun es meiner Auffassung nach genauso. Bei mir jedenfalls. Deshalb hat meine klanglich der CR78 ein bisschen verwandte Korg Minipops 120W auch nur noch den Job, der Fritzbox einen würdigen Aufstellort zu geben und ansonsten Staub einzufangen :)

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        costello  RED

        Ganz klar, Klaus, mit Samples kann man diesen speziellen CR-78 Sound auch prima abbilden, speziell wenn man damit auch modernere Grooves programmieren möchte. Für diese 80er Retro-Geschichten, wie ich sie gerne bastle, ist aber das Original immer noch erste Wahl :-)

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    phil_dr110  

    Hatte das schöne Teil auchmal. Die Sounds finde ich klasse, das Handling doch etwas eingeschränkt.
    Heutzutage benutze ich für sowas den Volca Sample und bin echt erstaunt, wie gut der dabei klingt.

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      costello  RED

      „Etwas eingeschränkt“ ist sogar noch milde ausgedrückt. Die Limitierungen der CR-78 – und da bin ich ganz bei John Foxx – sind zugleich auch ihre größten Stärken.

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        phil_dr110  

        Klar. Ich bin auch definitiv Fan der frühen bis mittleren Cabaret Voltaire :) Aber die Metamatic ist auch toll.

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    Wellenstrom  AHU

    Hehehe, der Costello kämpft hier wie ein Löwe für die Reputation der Maschine.
    Ja, klar gehen Samples und Ableger mit den Sounds. Aber ich tippe mal darauf, dass der Costello wirklich die physische Präsenz des Kastens braucht, um inspiriert zu werden. Kann ich sehr gut nachvollziehen. Musik und Kreativität sind immer auch ein Stück Voodoo…. und da hat jeder so seine Rituale und Bedürfnisse.
    Sieht man ja auch, wie leidenschaftlich er darüber schreibt…. der gute Mann LEBT diese Geräte.

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      costello  RED

      „Rituale und Bedürfnisse“ – ganz genau, deshalb auch der sonntägliche Tropfen Möbelpolitur ;-)
      Aber es stimmt schon, ich bin nicht so der Software-Typ, sondern erfreue mich an der physischen Präsenz dieser alten Instrumente. Wobei ich gerade die wirklich spannende Diskussion von Dir mit psv-ddv beim OB-Xa verfolgt habe. Er empfiehlt ja, sich den x-ten Polysynth jetzt mal zu schenken und lieber in professionelle Mischer, Monitore, Outboard etc. zu investieren. Hört das mit dem GAS denn nie auf? (Stummer Verzweiflungsseufzer)

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        Wellenstrom  AHU

        „Hört das mit dem GAS denn nie auf? (Stummer Verzweiflungsseufzer)“

        Hehehehe, psv-ddv hat es schon mit Frank Zappa auf den Punkt gebracht. Ich häng mal den Bob Dylan mit dran „and the answer, my friend, is blowin‘ in the wind“

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    TobyB  RED

    Hallo Mr. C,

    sehr schön! Insbesondere Escape from Friedrichshain! Das hat was, irgendwo zwischen Carpenter und Foxx.

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      costello  RED

      Hi Toby, Referenzen glasklar erkannt! Wobei Foxx eher bei Communication Breakdown Pate stand. Bei Escape from Friedrichshain war es vor allem Carpenter. Featuring my brand new ARP Quadra ;-)

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        TobyB  RED

        Hallo Costello,

        ist ja nun kein Kunststück die Referenz zu hören, trotz dem Tröpfchen Polyboy. Ich glaub ich ich habe diverse Carpenter Filme schon so of gesehen. Und glaube mittlerweile auch, wenn Alien auf die Erde kommen, treten sie uns erstmal wohin. Mich erinnerte Escape from Friedrichshain an Assault on Precinct 13, Das ist zwar ein Carpenter Remake und kein 80er aber der Score liegt irgendwo zwischen Carpenter und Foxx. Ich finde die Scores zu The Thing, Halloween, Prince of Darkness, Christine, The Fog allesamt Klasse. Wobei mein Favorit ist Christine https://youtu.be/SH2f4A4SVNk auch im Video-Remake

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          costello  RED

          Das Remake muss ich mir mal reinziehen. Die Original-Filme von Carpenter kenne ich natürlich alle. Bei Bläser-Sound und Chord Progression von „Escape…“ ab 1:48 hatte ich natürlich schon Kurt Russel als Klapperschlange im Hinterkopf :-)

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    Synclavier  

    Hey costello,
    das ist ein großartiger Artikel – vielen Dank dafür! Als alter Genesis-Fan kenne ich den Sound der CR-78 natürlich gut. Neben dem erwähnten „Duchess“ (die Atmosphäre!) hört man sie auch bei „Me and Sarah Jane“ (einer meiner Lieblinge auf der ABACAB) sowie glaub ich „Man on the corner“. Wie auch immer: weiter so! ;-)

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      costello  RED

      Hi Synclavier, genau, bei beiden von Dir erwähnten Genesis-Titeln ist die CR-78 dabei. Danke für Dein nettes Feedback!

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    Vati

    Hallo Costello,
    Danke, super Artikel,. Daraufhin habe ich meine CR 78 aus der „Vitrine“ geholt und die Batterie überprüft. Vor etlichen Jahren wurde der Akku gegen eine Lithium Batterie 3,6 V getauscht. Hält offentsichtlich eine Ewigkeit. Kann man auch selbst machen, der Schaltplan ist im Netz frei verfügbar (Vielleicht als Link aufführen ?).
    Die Kiste war ein Meilenstein für „kreative Klopfer“. Die Kombination aus verschiedene Presets und Speicherplätze war, wie Du geschrieben hast, fantastisch für die damalige Zeit. Das war noch eine echte Innovation ! Grüße aus Berlin

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      costello  RED

      Die CR-78 ist viel zu schade für die Vitrine. Klar, das ist heute keine Drummachine mehr für jeden Tag und jede Musikrichtung. Aber ab und an ist das genau der richtige Sound. Speziell die Bassdrum finde ich immer noch sehr fett. Danke für Dein Feedback :-)

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    lightman  AHU

    Schöner Bericht über das klassische Roland-Rhytmusmöbel. Zu einer CR-78 hats bei mir nicht gereicht, aber ich habe einen Hohner Automatic Rhythm Player, der klanglich und funktionell in eine ähnliche Kerbe haut, auch wenn er nicht an die Finesse der CR heranreicht. Ein Riesentrumm mit Holzgehäuse, gedacht zum Aufstellen auf eine Orgel, seinerzeit stand es auf der Philicorda meines Schwiegervaters, der in den 60ern und 70ern als Partybeschaller unterwegs war. Ich habe die Kiste umfangreich gesampled, sowohl Einzelinstrumente, als auch Loops, und setze das Material immer wieder ein, weil es einerseits zwar so richtig nach alten Zeiten klingt, andererseits aber auch wieder zeitlos ist.

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      costello  RED

      Hi lightman, genau – die alten Kisten ob Hohner, Minipops oder CR-78 beschwören die Vergangenheit herauf – erinnern an Filme aus den 50er jahren, wie Stephen Morris es ausgedückt hat, haben aber zugleich etwas Zeitloses an sich. Dieses Automatenhafte, das immer noch phantastisch zu elektronischer Musik passt.

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    sonic-audio

    Metamatic bildet zusammen mit Empires and Dance von den Simple Minds
    und Gary Numans „Machine“-Trilogie Replicas, The Pleasure Principle und Telekon sowie einigen anderen Produktionen meine musikalische DNA.
    Metamatic klingt m.E. heute noch geradezu ultramodern, gerade in der Simplizität und der eiskalten Geradlinigkeit unerreicht. Ich kenne keine andere Produktion die so einzigartig klingt.
    Foxx hat das auch selbst in letzter Konsequenz, trotz guter Ansätze, nie mehr wieder erreicht.
    Foxx hatte zudem das große Pech das Metamatic im Januar 1980, also ein halbes Jahr nach Numans Pleasure Principle veröffentlicht wurde und dadurch als vermeintliche Numan-Kopie wahrgenommen wurde. Die Platte war de facto ein kommerzieller Flop, zumindest im Vergleich zu Gary Numan.
    Ziemlich unglaublich wenn man heute mit Abstand die beiden Alben vergleicht.

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      costello  RED

      Ich teile Deine Einschätzung zu Metamatic zu 100 Prozent. Und es ist ein Treppenwitz, dass John Foxx für manche als der Nachahmer dastand. Gary Numan, finanziell ungleich erfolgreicher als Foxx, hatte immerhin die Größe, die Dinge richtig zu stellen. „John Foxx has been a hero of mine for my entire adult life. And I was pioneering electronic music before I even knew it existed. A variety of different artists mentioned as being influences on my early music, but there was only one, and that was John Foxx.“ Quelle (mit einem schönen Foto, das beide Arm in Arm zeigt) https://bit.ly/2LS3eSh
      Sie haben sogar musikalisch zusammengearbeitet.

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        sonic-audio

        So ist es!
        Numan hat schon 1979 ganz klar Ultravox (mit Foxx, nicht Midge Ure!) als Blaupause benannt und keinen Hehl daraus gemacht.
        „Talk“ von Foxx mit Numan als Gastsänger ist ok, empfinde ich allerdings als eigenartig kalkuliert und wird qualitativ beiden nicht wirklich gerecht…
        Anyway: super guter und fundierter Bericht. Chapeau!
        Schön zu lesen das es zu dem speziellen Thema noch mehr Nerds gibt:)

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          Wellenstrom  AHU

          Ja, ganz konkret… hab einige Interviews mit G. Numan gesehen. Er selbst sagt, dass seine Idole ganz klar Ultravox sind, nicht unbedingt Kraftwerk und eigentlich immer eher als bandorientierter Musiker mit Synthesizer im klassischen Bandkonzept sein musikalisches Konzept (er kam ja auch aus der „klassischen“ Punkecke), so wie Ultravox, gedacht hat. Hatte sich ja auch kurzzeitig Billy Currie (1979) in die Band geholt (was ja auch ein Zeichen der Ehrerbietung für Ultravox steht). Wenn einer kopiert hat, dann ganz klar Gary Numan – und zwar aus mehreren Töpfen. Hat man ihm aber auch immer vorgehalten. Die Musikjournaille mochte Gary Numan per se nie. Haben ihn gerne runtergeschrieben. Zu Kraftwerk muss aber aber auch sagen, dass gerade bei vielen britischen und amerikanischen Musikern oft einfach auch die Ehrfurcht zu groß ist, um sie als direkte Idole zu bezeichnen. Die gingen ja ganz einfach einen eigenen Weg, auch konzeptionell, den man in diesem, doch generell eher markorientierten und marktkonformen Musikmarkt dieser Länder so hätte in den 70ern nicht durchziehen können. Kraftwerk ist dahingehend einfach ein Phänomen. Wo einige Stränge zusammenlaufen ist in der Vergangenheit der o.g. Bands mit Conny Plank. Foxx wäre diesen Weg vielleicht ohne seine Erfahrungen mit Plank nicht gegangen….

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            Wellenstrom  AHU

            … und ja, die deutschen Labels war auch nicht weniger marktorientiert… doch es gab da einige Phänomene…
            1. waren Schneider und Hütter von Haus aus finanziell recht gut ausgestattet, (nicht vergleichbar mit der Situation der anderen Musiker in UK z.B.) 2. waren einige der neuen Labels in Deutschland extrem auf dem Kultur-, Selbsterfahrungs und Drogentrip (siehe Wirken von Rolf-Ulrich Kaiser) .. und 3. hatte man hierzulande tatsächlich diese außerordentliche musikalische Persönlichkeit Conny Plank, der Risiken einging wie kein Zweiter in dieser Branche – und sich den Luxus gegönnt hatte, vieles zu produzieren, wonach ihm persönlich auch war. Da baute er oftmals gar keinen Druck auf.
            4. Musiker fielen hier mal nicht so schnell durchs Sozialsystem wie in den o.g. Ländern. Da MUSS der Erfolg her. Ganz anderer Druck.
            Kurz: ohne alll diese Zusammenhänge hätte es diese musikalischen Entwicklungen so nicht gegeben. Kein Kraftwerk, keine Ultravox und daraus abgeleitet kein Gary Numan. Und betrachten wir die Entwicklungen in UK mit dem Mute Label z.B. aber in Teilen auch Virgin z.B. dann spielen diese Entwicklungen in Deutschland da direkt und indirekt mit rein. Ich verweise mal auf die Biographie von Daniel Miller z.B. (ein bekennender Krautrockfan)

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              costello  RED

              Hi Wellenstrom, diese Hintergründe finde ich superinteressant. Daraus ließe sich glatt eine wissenschaftliche Abhandlung machen: „Zwischen Marktkonformität und Individualismus – Studien zur sozioökonomischen Bedingtheit elektronischer Popmusik im ausgehenden 20. Jhdt.“ Oder – noch viel besser – ein total geiles Feature für Amazona.de :-)

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                psv-ddv  AHU

                Sehr wichtiges Thema. Daumen hoch für einen musikalisch-soziökonomischen Frühschoppen hier auf Amazona!

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                Wellenstrom  AHU

                hehehe, danke… jo, hatte mich gepackt, war ziemlich im Flow. Erklärt die vielen Fehler im Text.
                Jut! Ein Tacken Spekulation ist da schon drin… aber auch nicht zu viel. Habe letztens ein Gespräch auf YT mit John Foxx gesehen. Sehr sympathisch, sehr warm… da gab es die interessante Frage nach den Produzenten, mit denen er zusammen arbeitete. Da war einiges an Namedropping, wie Steve Lillywhite, Brian Eno – und natürlich auch Conny Plank…. ihm stand da fast das Wasser in den Augen, als es zu Conny Plank kam, er hob Conny Plank in dieser Reihe hervor.
                Hier auch ein schriftliches Interview in einem Blog zum Thema:
                http://blo......uk/?p=912
                Abschließend: natürlich gab es auch alternative Labels und Wege in UK. Wenn ich da allein an das Throbbing Gristle Label denke und der Beginn der Industrialschiene und so… auch ein ganz eigener Weg. Aber in Bezug auf die elektronischen Gefilde zu jener Zeit kamen die Impulse für die o.g. Musiker und Bands m.E. zweifelsfrei aus Deutschland.
                Vielleicht wäre Ultravox eher im Roxy Music und Velvet Underground Fahrwasser geblieben, wenn Conny Plank nicht gewesen wäre. Je ne sais pas.

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                  costello  RED

                  Habe bei dem Foxx-Interview gleich ein Lesezeichen gesetzt :-)
                  Sehr schön z.B. diese Beobachtung: „He (Conny Plank) was always one step ahead of the technology – he could anticipate where it needed to go.
                  I began to realise that many engineers and producers had actually been dominated by technology themselves, so expected a rather obedient attitude from musicians.“
                  Und die Bemerkungen zum Space Echo packe ich mir mal gleich zur Seite ;-)

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                Wellenstrom  AHU

                „Oder – noch viel besser – ein total geiles Feature für Amazona.de :-)“

                Total geil würde ich alleine wohl nicht hinkriegen. Wäre aber bereit mitzuhelfen. Derzeit steht bei mir etwas anderes als Feature an, neben anderen Dingen, wie ’nen neuen Track und so. Thema: David Sylvian – wird etwas länger als der andere Quark, den ich da bisher getippt habe. Dauert auch noch. Vielleicht steht das dann auch schon in den nächsten Tagen – muss bis einschl. Donnerstag nicht malochen….

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                  costello  RED

                  David Sylvian (mit Japan aber auch solo) ist einer meiner absoluten Heroes aus dieser Zeit. Freue mich schon sehr auf Dein Feature!

                  • Profilbild
                    Wellenstrom  AHU

                    Yep! Ebenso…. immer noch bei mir in der Playlist ganz weit oben. Ästhetisch m.E. absolut formvollendet, was er da so rausgehauen hat und zum Teil auch heute noch tut (wenn auch spröder und düsterer mittlerweile). Einer, der sich als Künstler komplett emanzipiert hat vom Business, radikal.
                    Tue mich schwer beim Schreiben, weil mir da die nötige Distanz als Fan fehlt… soll ja keine Ode werden…schwierig, pupierig.
                    Bis dahin ein recht amüsantes Fan Outing eines Youtubers:
                    https://bit.ly/2oDlTYH

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                  psv-ddv  AHU

                  Au ja, ein David Sylvian Feature wäre der Knaller!
                  Ich hoffe Du machst den Vorsatz war.
                  Der Herr ist seit vielen Jahren einer meiner Heroen. Lyrik, Komposition und Klang verschmelzen bei ihm auf einmalige Weise. Sylvian produziert Meisterwerke. Auch was das Audiophile angeht. Ich war so begeistert vom Klang seiner Produktionen, dass ich mir die gleichen Nearfields zugelegt habe.

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                    Wellenstrom  AHU

                    Jo, allmählich muss ich mal aus den Puschen kommen. Blöde Ausreden hab ich keine mehr, der Track ist fertig, liegt nix anderes an.

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                      psv-ddv  AHU

                      Na denn man los!
                      Ich freue mich drauf :)

  23. Profilbild
    sonic-audio

    Plank war selbstverständlich der Mastermind hinter Systems of Romance und zeichnet durchaus verantwortlich für die ersten Post-Foxx-Ultravox Alben.
    Das Foxx aber aufgrund der Erfahrungen mit Plank Metamatic genau so produziert hat wage ich zu bezweifeln. Natürlich sind die produktionstechnischen Erfahrungen mit Plank eingeflossen, vor allem die Idee das Studio als Kreativzelle und Instrument zu begreifen aber Metamatic ist m.E. die Reflexion seiner musikalischen Intention und der gesellschaftlichen Situation in UK die Foxx nicht mit dem Ultravox line up umsetzten konnte. Sein größter Einfluss in dieser und der späten Ultravox Zeit (78-80) war J.G. Ballard. Da sind ja tatsächliche ganze Textfragmente via cut up direkt in den lyrics gelandet. Es gibt natürlich Wahlverwandtschaften z.B. zu Kraftwerk aber der inhaltliche Ansatz ist ein anderer. Man findet ausserdem Dub und ein bisschen Ska auf dem Album.
    Der Sound hat neben der Reduktion der Produktionsmittel sehr viel mit dem jungen Gareth Jones zu tun (und dem Pathway Studio!)

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      sonic-audio

      Metamatic als auch Unknown Pleasures sagen viel mehr über den Zustand der britischen Gesellschaft der späten 70iger der Pre-Thatcher-Ära aus als über einen vermeintlich europäischen Gedanken. Deswegen ist Metamatic vor allem ein durch und durch britisches Album. Selbstverständlich war für einige Leute in UK Kraftwerk der heisseste Scheiss: Joy Division oder z.B. Jim Kerr, Human League und OMD. Die machten alle namedropping .Es gab durchaus einen hippen paneuropäischen Gedanken der bei den späten Ultravox deutlich mehr kultiviert wurde und dort aber zur plakativen Pose verkam.

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        TobyB  RED

        Hallo sonic-audio,

        du musst aber auch anführen, das die UK Synthpop Bands der ersten Stunde auch auch dem Umfeld der öffentlichen Kunsthochschulen kamen, da hier zu dieser Zeit keine Studiengebühren fällig waren und das Pop Kultur in GB nach wievor einen anderen Stellenwert hat. In Sheffield gabs auch eine Hochschule und die haben den geilen Technikkram. Mittlerweile museal und teilweise im National Trust gelandet. Und es gab in GB immer zwei Strömungen, entweder Having a time oder fuck off. Und im Synth Pop hat sich das dann vermischt und in den 80ern Bahn gebrochen. Technik, hier billige Japanische Synths waren Mittel zum Zweck. Ultravox und die Seitenprojekte waren fast schon elitär. Kraftwerk war für die Jungs eher als Konzept interessant und man hat sich schnell entschlossen wir machen unser eigenes Ding. Ich glaube den paneuropäischen Gedanken und die Plakative Pose muss man etwas differenzierter Betrachten. Entscheidend ist ja der lange Atem und da bleibt nicht mehr viel übrig, OMD ist würde ich noch als relevant bezeichnen, die letzten beiden Alben waren Highlights. Joy Division Klassiker. New Order nunja, fallen eher durch Bandzwist auf. John Foxx hat eine Sonderstellung, weil er Mitte der Achtziger sein Studio an The The verkaufte und dann einen Lehrauftrag als Grafik Designer annahm und erst mit Nation 12 und Tim Simenon weitermachte.

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        Wellenstrom  AHU

        Richtig! Britisch – aber musikalisch durchsetzt mit musikalischen und produktionstechnischen Ideen, die in weiten Teilen von Conny Plank und „angeschlossenen“ Bands kamen.
        Bei Joy Division sehr gut zu hören z.B. am Motorikstil im Drumming von Stephen Morris. Parallelen finden sich da einige zu NEU! Stücken.
        Einen großen Einfluss auf diese Entwicklung hatten ja auch David Bowie und Brian Eno, die diesen Geist mit ihren Produktionen und ihrer Zeit in Deutschland in gewisser Weise entwickelten und die Neugier der jungen Musiker auf das Zeugs weckten. Es ist kein Zufall, dass sich dieser Sound, diese Alben genau in den Spätsiebzigern kultivierten. Die Blaupausen finden sich in Teilen in der „Krautrock“szene Deutschlands einige Jahre zuvor.

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          TobyB  RED

          Stimmt, wobei in GB halt daraus Pop wurde und um Haltung und Attitüde a la Stil vor Talent ergänzt wurde. Conny Plank und die Bands galten lange Zeit in Deutschlands nichts und waren mit auch nur über den Umweg Birmingham bekannt. Als ich da lebte entwicklte sich grade aus Rave der frühe Brit Pop der 90er und die Bands die ich dort gehört habe, führten wenigsten NEU! als Referenz auf. Bei den frühen Synthpops Band ist ja zudem dokumentiert, warum sie exakt solche Maschinen, wie die CR 78 benutzten. Stichwort affordable. Und an der Stelle würde ich Martin Rushent durchaus mit Plank auf eine Stufe stellen, seine Produktionsmethoden hat man ja damals als unorthodox bezeichnet. Aber andererseits man stelle sich Human League mal im Londoner EMI Studio vor und füge Giorgio Moroder hinzu. In GB wird das als Schmaltz-Pop bezeichnet ;-) Okay OMD „Secret“ schmaltzt auch. Dann doch lieber Heaven 17 oder Simply Red “ Money is tight to mention“ für solch einen Text landest du heute in Deutschland beim mecklenburgischen Verfassungsschutz auf der Liste und wirst als linksradikal bezeichnet. Siehe Feine Sahne Fischfilet.

          We talk about Reaganomics.
          Oh Lord, down in the congress
          They’re passing all kinds, of bills
          >From down on Capital Hill (we’ve tried them)

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            Wellenstrom  AHU

            Absolut! Zu Rushent. Ja, sehr wichtiger Mann, der ja auch schon dem Punk einen wichtigen Stempel aufdrückte mit den Stranglers oder den Buzzcocks als Produzent. Hatte auch beim Dare Album ja gezeigt mit minimalen Mitteln großen Pop zu produzieren. Glaube aber, dass Planks Qualitäten auch darin lagen, die Künstler geistig und künstlerisch zu pushen, sie Grenzen ausloten ließ, was ich bei Rushent, bei aller produktionstechnischen Qualität und Innovationsfreude, so eher nicht sehe.
            Hehehe, zu Moroder, ja, die Bezeichnung „Schmaltz-Pop“ trifft es auch in etwa. Hat ja auch ein Album mit Phil Oakey gemacht. Resultat „Schmaltz-Pop“ – wenn auch hier und da gar nicht mal sooooo übel. Aber eben sehr zeitgeistig und diesem Zeitgeist sogar eher leicht hinterherhinkend, null Visionen. Seine Arbeit mit Japan hingegen bei „Life in Tokyo“ war okay… würde mal sagen, Moroder hat kurz nach ’80 seinen musikalischen/kreativen Zenit überschritten, was aber auch okay ist. Irgendwann erfährt jeder seinen kreativen Stillstand.
            Und ja, eine politische Attitüde wünschte ich mir heute auch stärker. Man muss sich ja weder RECHTS noch LINKS positionieren (eh alles eine merkwürdige Melange in diesen Tagen), als einfach auf die wirklich brennenden Systemfragen und Missstände hinzuweisen, und zwar die, die nicht tagespolitisch und medial diskutiert und vorgegeben werden.

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              TobyB  RED

              Hallo Welle,

              Schmaltz-Pop können wir uns im Winter aufs Brot schmieren ;-) Ich würde schon attestieren, das die Working Class Heroes des Brit(synth)pop sich deutlich positionieren. Heaven 17 „fascist groove thang“, noch deutlicher geht wohl nur im Ska mit The Specials „Racist Friend“. Oder Folkloristisch Billy Bragg New England. Ich mein das findest du ja ihm Deutschpop nur bedingt und am ehesten in der ehemaligen DDR und 5 Bundesländern, diesen Umgang mit der Lyrik, das poetische runterbrechen der Misststände und das musikalisch Verpacken. Ohne jetzt gleich in extreme zu verfallen.

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                Wellenstrom  AHU

                Jo, denke, dass die Ostdeutschen mehr Sensibiltät dafür haben als die Westdeutschen, aus geschichtlichen Gründen, weil man im Umgang mit und dem Erkennen von Propaganda und im Umgehen von Zensurmaßnahmen einfach besser geschult war. Da musste ja zwangsläufig die Kritik immer zwischen den Zeilen versteckt sein und die Slogans waren dementsprechend „deeper“ und weniger plakativ.
                Was ich schade finde, ist, dass kaum jemandem das, ich glaub 96er??? Album von Heaven 17 bekannt ist (Label ging wohl pleite, wenig Promo und so) „Bigger than America“. Tolle Texte und musikalisch auch sehr ansprechend. Da waren sie textlich dort, wo sie mal anfingen.

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                  Wellenstrom  AHU

                  Auf dem Album von ’96 (tatsächlich) hast du mit dem Song „The Big Dipper“ die Situationsbeschreibung der USA im Jahre 2018

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      Wellenstrom  AHU

      J. G. Ballard war natürlich eine DER thematischen Hauptinspirationsquellen so ziemlich aller aufgeführten Bands aus Manchester, Sheffield usw.
      Aber, diese Bilder, diese Themen generierten natrürlich auch unterschiedlichsten musikalischen Output. Und da kamen auch die Handschriften der Produzenten ins Spiel und der musikalischen und produktionstechnischen Erfahrungswerte der Musiker und Bands. Für John Foxx wird sich in der Zusammenarbeit mit Plank sehr wahrscheinlich dahingehend der Horizont erweitert haben. Futuristische oder dystopische Textinhalte hin oder her. Die musikalische Umsetzung steht auf einem anderen Blatt.

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      Wellenstrom  AHU

      Gareth Jones kam ja auch nicht aus einem kulturellen Vakuum.

      https://bit.ly/2Ne2ueV

      Daraus:
      Zitat von G. Jones:
      „John had a clear artistic vision and a wealth of experience, having already recorded three LPs – most recently Systems Of Romance with German guru Conny Plank. These facts helped provide a supportive atmosphere for us to experiment and develop, as did the budget John had arranged! John wanted to make a minimal record, and he went for minimal resources to do it. This meant we were ‘pushing the envelope’ with all the equipment – that was a great thing creatively. And, of course, we were listening to Kraftwerk and Neu.“

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    sonic-audio

    Bei Numan ist es eigentlich ganz einfach: der wollte Popstar werden und Kohle machen. Ein bisschen Bowie und vermeintlich
    ungehörte elektronische Sounds. Es ist lustig das Numan in UK und den USA neben Kraftwerk als der Elektropapst gesehen wird denn er hat eigentlich nur zum richtigen Zeitpunkt seinen Sound und ein griffiges Image gefunden. Trotzdem liebe ich Numan weil er konsequent war. Weniger musikalisch weil die Sachen 79-80 gar nicht so elektronisch waren und als Fundament eine klassische Rockband + Mini, Poly und Ody auf der Bühne stand. Aber der hatte das coole Image und war eigentlich ein Teeniestar. Hat ja auch nicht so lange angehalten….nach 2 Jahren war es ja de facto vorbei. Dabei gibt es einige sehr gute spätere Alben wie z.B. Dance oder I, Assassin. Dance ist ist mit Mick Karn am Bass und Rob Dean ein ziemlich lupenreiner Japan Clone….wobei: wenn Karn irgendwo Bass spielte klang es sowieso nach Japan…..Dance übrigens u.a. auch mit CR-78 und LM-1:)

    So, genug gelabert…sorry:)

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      Wellenstrom  AHU

      Yep, isso! Numans Ambitionen waren mit Sicherheit alles andere als von höheren Idealen durchsetzt. Trotz allem… die ersten Alben waren m.E. wirklich nicht übel. Konsequent spartanisch, konzentriert auf das Nötigste, kein übermäßiger Schnickschnack. Schon die (kommerziell) ideale Überleitung vom Punk in den elektronischen Postpunk.

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    Piet66  RED

    Gratulation lieber Costello für diesen hervorragenden Bericht. Benchmark!!!

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      costello  RED

      Danke! Roland hat damals schon sehr feine Sachen gebaut. Siehe CR-78 und die Drummaschinen, die noch folgen sollten. Siehe Synthesizer wie den SH-1 :-)

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        Piet66  RED

        Genau, der SH-1 ;-) Und die genialen Effektgeräte wollen wir auch nicht vergessen.

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          costello  RED

          Absolut: Etwa das Space Echo und das berühmte Chorus CE-1. Beide möchte ich irgendwann hier noch vorstellen – mein ganz persönliches ABM-Programm auf Amazona.de :-))

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            Piet66  RED

            Spitze! Als bekennender Newcleus-Fan möchte ich auch den SVC-350 erwähnen (wurde bereits in einem Blue Box Artikel gewürdigt).

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              TobyB  RED

              Jam on it. Was ich an diesen ollen Dingern liebe, auf der Rückseite eine Steuerung mittels CV und Gate Damit lassen sich sinnvolle Sachen anstellen. Oder mein RCE 10 den Chorus, auch wenns hybrid ist, der verpasst der Mother oder anderem Gear so eine bratzige Breite und richtig moduliert dann auch Blech. Und die Dinger sind fast unkaputtbar.

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    TripleX

    Ein erstklassiger Artikel über eine wundervolle Maschine! Als sich der Cyclone-Klon für mich als Enttäuschung herausgestellt hatte, habe Ich vor einiger Zeit ganz tief in die Tasche gegriffen, mir eine CR-78 bei eBay geschossen und sie restaurieren lassen. Habe das keine Sekunde bereut. Im „Alleinbetrieb“, über Effektpedale (zB diverse Moogerfooger), im Verbund mit anderen Drummies – ein Traum! Die Programmierung ist allerdings in der Tat eine Katastrophe!

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      costello  RED

      Hi TripleX, danke für Dein nettes Feedback. Richtig – nix geht über das Original und gerade in Kombination mit anderen Drummaschinen bekommt man spicey beats hin. Die Programmierung ist leider auch so gar nichts meins. Bei meiner Drumtraks kann ich nach Gehör und Feeling Pattern eingeben. Das endlose Durchsteppen bei der CR-78 ist dagegen wenig intuitiv und schon etwas nervig.

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    costello  RED

    Wir haben gerade tolle Bilder einer modifizierten CR-78 von unserem AMAZONA.de-Leser toneup bekommen! Im Report auf Seite 7.

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        costello  RED

        Am Decay der Bassdrum rumzuschrauben stelle ich mir soundmäßig ganz ergiebig vor :-)

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            costello  RED

            Das hat toneup schon angeboten ;-) Ich bin zwar immer heilfroh, wenn die Audioliste steht und die Beispiele halbwegs in der von mir gewünschten Reihenfolge abspielt. Aber in dem Fall würde ich sie selbstverständlich nochmal aufbohren :-)

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            costello  RED

            Die modifizierte Roland CR-78 ist jetzt auch zu hören. Peter hat das MP3-File, das AMAZONA.de-Leser toneup uns netterweise zugeschickt hatte, gerade als Soundbeispiel 22 eingebaut :-)

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              psv-ddv  AHU

              Danke an Toneup und Costello für die Ergänzung des Artikels mit Text, Bild und Klang. Die Raufutter verzehrende Schlagzeugeinheit ist ’n Knaller!

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          TobyB  RED

          Costello, stimmt manchmal brauch eine Kick mehr Bauch und manchmal weniger! Alleine durch die Aufsplittung der Audiosignale ergeben sich ja Möglichkeiten der rhythmischen Steuerungen von Synthdingern, Polysix z.B. Tomgroove triggert Arp und du haust im Latch Modus einen raus. ;-)

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    Wellenstrom  AHU

    Weiß nicht, ob’s Wayne interessiert… höre aber gerade Rheingold (Fluss), und da kam mir mal so der Gedanke… die haben auch die CR 78 eingesetzt. Auch in „Dreiklangsdimensionen“.

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      TobyB  RED

      Hallo Welle,
      das ist aber schon betreutes Hören im fortgeschrittenem Modus. :)

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        Wellenstrom  AHU

        hehehe… meinste die Songs oder das Raushören der CR 78? Bei Dreiklangsdimensionen ist es etwas diffizil. Claps und Snare kommen aus einem Synth (irgend einem ARP), der Rest ist aus der CR 78.

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          Wellenstrom  AHU

          Übrigens würde ich deren erstes Album empfehlen. Hier fließt alles zusammen, was diese Übergangszeit der Düsseldorfer Krautrockszene zur NDW auszeichnet. Einflüsse von Kraftwerk, NEU! und La Düsseldorf – schön miteinander vermengt und von Conny Plank mitproduziert. So’ne Art Link von Ära X zu Ära Y. Und die CR 78 hört man durchgehend.

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            TobyB  RED

            Habs Album gefunden, City „Hautnah“, „Glastraum“ Amiga 1983. Falsch einsortiert.
            https://youtu.be/G9P4bUvfOIw .
            Das Geld für die CR 78 dürfte City sich mit dem Album „Dreamland“ erspielt haben, das erste englischsprachige Album einer DDR Band, dieses wurde exklusiv im Westen vermarktet.

            Die Hölzer klingen für meine Ohren ziemlich nach VEB Klangholz. Man achte auf die Synthsektion.

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              Wellenstrom  AHU

              War eine ziemlich erfolgreich elektronische Phase auch für Vermona. Die Vermona Dinger waren auch bei Acts beliebt wie Duran Duran oder Talk Talk.

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                TobyB  RED

                Hallo Welle,

                da müsste man mal Marko Etlich fragen, welche DDR Bands überhaupt Vermona einsetzten. Die waren damals nicht so beliebt. Ich kann mit erinnern, das Vermona nur bei Tanzmuckern im Einsatz waren. Bei City hatte das Rack unten MnM einen Korg Trident und der Rest sieht nach Moog aus. 1984 setzen City dann den Polysix und Korg Delta ein. Die Zeitenwende im DDR Rock war dann der DX7. Ausnahme Silly setzte auf Emu, City witer auf Korg und Moog.. Karat wurde Gitarrenlastiger, hatte aber einen Oddy und einen Moog Liberation am Start.

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          costello  RED

          „Dreiklangsdimensionen
          sind taktvoll,
          Lichtspielimpressionen
          sind farbvoll.“ Klasse Song und eigenwillige Lyrics. Lief in den Diskos damals rauf und runter. Auf CR-78 im Rhythmus-Track habe ich damals noch nicht so geachtet.

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              costello  RED

              Hi Wellenstrom, Du sollst Dich eigentlich nicht auf der CR-78-Seite rumdrücken (das ist kalter Kaffee von gestern), sondern Dein David Sylvian-Feature schreiben ;-) Dem fiebert ja auch psv-ddv schon sehnsüchtig entgegen. Einzige Ausrede, die ich gelten lasse: Du willst heute Abend den Berlin-Tatort sehen, der übrigens einen interessanten Soundtrack von Nils Frahm haben soll, so habe ich gerade gelesen.

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                TobyB  RED

                Hallo Mr C.

                der Soundtrack war sehr gut, die Bilder gut. Die Story hatte einige Logiklücken. Willst du nicht mal ein Interview mit Nils Frahm machen? Soweit weg ist die Nalepastrasse auch nicht. Im Prinzip reicht Kollegen Frahm eine Juno 106, ein Roland RE 201 und los gehts. Ich finde solche Musiker sind im Feulleiton unter repräsentiert. Ich hab den 2015 live auf bei der BBC Prom gesehen und mich hats von den Socken gehauen.
                https://youtu.be/e1mHyj3lubQ
                Deswegen find ich das auch richtig Klasse, das die Elphi im Rahmen der Elektronauten, dieser Musik ein Podium bietet. Martyn Ware, den BBC Radiophonic Workshop und eben Nils Frahm live, das hat was.

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                Wellenstrom  AHU

                So, mir rauchen zwar Schädel und Finger… habe aber nun die Leserstory eingehackt und euch zukommen lassen – wird allerdings umfangreicher – insgesamt. Erstmal die Japanjahre. 40 Jahre Musikgeschichte – da glüht die Birne ja fast durch…
                2. Teil (das Solozeugs) kommt später, wenn Schädel-Akku wieder aufgeladen ist

                und lesen tun den Sermon dann eh nu wieder die 3 üblichen Verdächtigen…. egal… scheiß drauf… macht ja auch Spaß

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                Wellenstrom  AHU

                Soundtrack war bestimmt gut…. aber Tatort ist mir mittlerweile zu zeitgeistig, dazu mit pädagogischem Finger mahnend – auch in politischer Hinsicht… leider nicht mehr mein Dingen. Mochte mehr die Hansjörg Felmy Dinger. Schon weniger die Götz George Dinger. Götz George wurde sowieso erst im höheren Alter ein richtig guter Schauspieler. Siehe Totmacher. Geniale Darstellung.

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            TobyB  RED

            Auftakt, Im Takt, Im Viertakt , Soll es klingen. Gestern war ich offline in der Plattensammlung unterwegs und hab eine Band aus der DDR gesucht deren Motto. Ohne Bass und ohne Haare, mit City durch die Achtziger Jahre. Bei einem oder mehreren Titeln kam auch eine CR78 zum Einsatz. Am Fenster war es nicht. ;) Wenn ich den Titel gefunden habe und es ein Video gibt, poste ich diesen. :)

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                TobyB  RED

                Exakt, die Band mit dem Drummer auf dem Boden. Aber mit dem schärfsten Synthrack bis die DX7 kam, da war das Sitzrack ein Schrein mit Korg Trident als Fundament, Korg Polysix und oben drauf Korg Delta.

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          TobyB  RED

          Hallo Welle,

          exakt. Mit einem Arp oder KARP bekommt man recht flott Drumsounds hin. Hier ist halt der Beat eine Reduktion. Und das kommt dann richtig gut. Hinzu kommt noch das für mich die Produktion recht zeitlos ist und Rheingold immer noch frisch daher kommt.

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