4. März 2020

Psychologie: Klingt teuer besser als billig? (Soundtest)

Klingt teuer besser als billig aka welche Rolle spielt die Psychologie bei der Beurteilung des Klangs?

Dieser Artikel ist in gewisserweise eine mehr als lose Nachwirkung des „Sequential Pro One vs. Behringer Pro-1“ Artikels von psv-ddv bzw. einer sich daraus ergebenden Forumsdiskussion. Der Anstoß war ein Kommentar von mort76, welchen ich nachfolgend vielleicht zitieren darf:

„Ich habe mir jetzt dieses Vergleichsvideo angehört (also garnichterst hingesehen), das ganz oben schon in den Kommentaren verlinkt war, und ich könnte an keiner Stelle sagen, an welcher Stelle man nun das Original, und an welcher Stelle man den Klon hört.
Das paßt irgendwie nicht so recht mit einigen Kommentaren hier zusammen…Mojo?“

Dies erinnerte mich spontan an ein für mich interessantes psychologisches Phänomen, welches ich an mir selbst erst vor kurzem in meinem Homestudio bemerken durfte und was mich dann auf Anregung von psv-ddv und Peter/Tyrell zu diesem Artikel verleitete.
Kurz zu meinem Hintergrund: Ich bin Keyboarder einer (Amateur-)Progressive-Rock/Metal Band, habe hier im Homestudio u.a. einen Behringer Model D, einen Moog Sub37 und einen Moog One im Einsatz. Also – und das wird nachher wichtig – einen ca. 300 EUR, einen ca. 1500 EUR und einen ca. 8400 EUR teuren Synthesizer.

Da aktuell eine Albumproduktion ansteht, war ich dabei für einen der Songs ein Keyboardsolo aufzunehmen. Als Sound schwebte mir hierfür ein an sich ziemlich simpler typischer „Minimoog-artiger“ Sound vor, wie man ihn bereits (zu?) oft von Keyboardern wie Rick Wakeman, Mark Kelly oder auch Clive Nolan gehört hat. Also ein schön klischeehaftiger Progrock-Leadsound, nichtdestoweniger erschien er mir für diesen Part und diesen Song passend. Wenn ich der Meinung bin, dass ich den Sound, der mir im Geiste vorschwebt, auch aus mehreren meiner Klangerzeuger herausbekomme, dann nehme ich ab und zu den gleichen Part mit eben diesen verschiedenen Synths auf um hinterher mit frischem Ohr entscheiden zu können, welche Version / welcher Synth mir am Ende besser gefällt. Und so ist es auch hier geschehen. D.h. ich nahm das Solo per Midi auf (damit alle Versionen identisch sind), stellte den Sound der mir vorschwebte so gut und gleich wie mir möglich auf dem Behringer Model D, dem Moog Sub37 und dem Moog One (im Mono-Modus ohne Unisono) ein und nahm diese Synths auf um später zu entscheiden, welche Version bzw. welchen Synth ich am Ende behalten wollen würde.

Sehr kostspielig.. der Moog One

Und hier bemerkte ich an mir dann folgendes:

Alle drei Synths liegen klanglich für mein Dafürhalten sehr dicht beieinander in dem Sinne, dass es selbstverständlich hörbare Unterschiede gibt, es sich aber hörbar um den gleichen „Patch“ handelt. Es sind also subtile Unterschiede im Klang da, bei denen man aber durchaus diskutieren kann, ob diese einen Preisunterschied von über 8000 EUR rechtfertigen. Letztendlich habe ich mir bei der Entscheidung, welche Aufnahme von welchem Synth ich behalten sollte, sehr schwer getan.
Am Ende habe ich mich für die Aufnahme des Moog One entschieden. Warum? Weil ich mir am Ende sicher war, hier im Klang das klitzekleine Fitzelchen mehr Öligkeit / Sternenstaub / Qualität / Mojo rausgehört zu haben und mir z.B. der Behringer Model D dagegen einen Tick zu leblos und mit etwas zuviel Plastik im Klang wirkte.

Aber mit etwas weiterem Abstand zu dieser Entscheidung: Ist dem wirklich so? Klingt der Moog One wirklich (in diesem konkreten Beispiel) am besten, der Behringer Model D am „billigsten“ und der Moog Sub37 irgendwo dazwischen? Oder spielt mir hier die Psychologie am Ende einen Streich in dem sie mir nur suggeriert „der Behringer ist billig, der MUSS ja billiger klingen als der sauteure Moog One“? Hört man also vielleicht manchmal nur eine Qualität im Klang heraus, weil man bewusst oder unbewusst davon ausgeht, dass Synth X besser als Synth Y ist, weil X teurer oder das original im Vergleich zu Synth Y ist?

Der Moog Sub 37

Das soll dieser Artikel / Test mit einem Blindtest mal näher untersuchen:

Es stehen hier also Aufnahmen einer Leadsolo-Linie eines Moog One, Moog Sub37 und Behringer Model D zum Vergleich (nicht notwendigerweise in dieser Reihenfolge versteht sich). Einmal isoliert solo, ohne nachfolgende Bearbeitung wie EQs, Kompressoren oder Delays und je einmal eingebettet in das (bis dato vorhandene) volle Songarrangement zum Vergleich.

Das Experiment:

  1. Welcher Synth bietet die bestklingendste Variation dieses Sounds?
  2. Welche Variante würdet ihr nehmen?
  3. Und wenn ihr am Ende wisst, welcher Synth welcher ist, würdet ihr dann immer noch eure Auswahl nehmen (Auflösung sende ich gerne per PM)? Hier hilft es dann auf jeden Fall mit dem Wissen welcher Synth welcher ist die Beispiele nochmals anzuhören und sich ganz ehrlich zu fragen ob man dann plötzlich auch beginnt, Dinge im Klang zu hören, die einem ggf. zum teureren Synth tendieren lassen im Gegensatz zur zuerst blind getroffenen Meinung!

Kleine Anmerkungen zu den Klangbeispielen:

  • Ich habe mich bemüht, die Pegel so gut wie möglich anzupassen
  • In den Solo-Beispielen erklingen die Synths trocken, in den Beispielen im Gesamtarrangement mit Delay-Effekt aber absichtlich noch ohne EQing.
  • Die Soundbeispiele mit Gesamtarrangement sind hinsichtlich Arrangement noch „Work-in-progress“ (so fehlt z.B. echtes Schlagzeug und Bass), zudem bin ich KEIN Mischer, nur Keyboarder ^^.

Die Lösung findet Ihr auf Seite 2:

Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    Doc  

    Hallo amyristom,

    bei den gefühlt 18 Gitarren isses wurst welchen Synth de nimmst.

    Durchsetzen tut sich jeder – wenn nicht… den Mischer beschimpfen…

    ;-)

    • Profilbild
      amyristom  AHU

      So viel Gitarren sind es während des Solos zumindest gar nicht. Zwei Rhythmus-Gitarren (eine hart links, die anderen hart rechts) sind es nur, die das gleiche spielen.

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    tuonodriver  

    Hmm, ich mein das Synth 1 der Behringer is,weil nicht ganz so drcukvoll und etwas zu clean ( kann mich aber auch total irren ).

    Bei 2 und 3 könnt ichs jez nicht so ganz genau sagen,klingen meiner Meinung nach relativ gleich bzw. nah beieinander…..:-) würd sagen 3 is der Moog One und 2 der Sub.

    Die Auflösung kannst mir gerne per PM schicken :-)

  3. Profilbild
    Vincent  RED

    Würde sagen, eins ist der One, zwei der Behri und drei der Sub? :) 1 und drei gefallen mir persönlich am besten wegen den schneidigeren Höhen. Cooler Artikel!

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    Franz Walsch  AHU

    Das isr wie beim »ADIDAS/ALDI 100m T-Shirt Test«. Die befragten Sportler meinten im ADIDAS T-Shirt schneller gelaufen zu sein. Stimmte aber nicht.
    Oft ist man von dem Wunsch etwas zu besitzen so geblendet und überzeugt das »teuer« besser ist (Marketing lebt davon).
    Mit etwas Abstand kann man viel Geld sparen.
    Zum Bsp.: Bei Mikrofonen sollte nicht das teuerste, sondern das zum Sänger/in passende Mikrofon das Rennen machen.
    Für eigene Tests gibt es das »Hofa 4u Blindtest« PlugIn.

  5. Profilbild
    Hectorpascal  AHU

    Mir gefällt der Behringer (1) am besten, gefolgt vom Sub37 (3) und am allerwenigsten der One (2).
    Wenn der Spieler sauber und virtuos sein Solo ablegt und Oszillatoren wie Hüllkurven machen was sie wollen, finde ich es nicht so toll aber….. Ist die Musik gut dann ist das alles vollkommen Egal. Jetzt muss nur noch die Numerierung stimmen. :)

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    herw  RED

    sehr schöner Hörtest!

    Synth 1 erscheint mir im Full-Beispiel zu höhenlastig, klingt nach Plastik: Model D (Behringer)
    Synth 2 ist deutlich mehr in den Mitten: Da ich schon einen Moog One unter den Fingern hatte und ich leider enttäuscht war (kann aber daran liegen, dass im Musikgeschäft schon zu viele am Sound geschraubt hatten): Synth 2 Moog one.
    Synth 3 hat sich am besten im Full-Beispiel durchgesetzt und mich überzeugt. Ich tippe auf Moog Sub 37.

    egal, mein Hörfavorit ist synth 3.

    bin gespannt auf die Auflösung.

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    AMAZONA Archiv

    Unser Gehirn speichert eine gewisse Erwartungshaltung ab bzw. hat diese irgendwann mal auf unserem Lebensweg abgespeichert. Wir haben alle unterschiedliche Präferenzen. Jeder hat seinen eigenen Filter auf.

    Ich weiß bspw. von mir, dass ich ein klassischer Fall von Liebes- und Aufmerksamkeitsentzug war. Deshalb habe ich mich immer schwer damit getan, wenn es hieß, du musst auch mal „billig“ akzeptieren. Bei mir hatte das offenbar eher den Zweck, Aufmerksamkeit zu erzeugen. Klar war es schön, wenn damalige Kumpel die Augen und den Mund aufgerissen haben, wenn sie meine Synthis sahen.

    Ganz werden wir das in unserer Gesellschaft wahrscheinlich nicht wegbekommen. Wir sind getriebene des Systems. Kaufen, besitzen, akzeptiert werden, …

    Ich vermute das davon vieles herkommt. Ich sage nur: „Die richtigen Turnschuhe in der Schule“.

    Interessanterweise hat sich meine Kreativität erst voll entfalten können, als ich fast alles verkauft habe und mit minimalsten Mitteln gearbeitet habe. Aber das trifft mit Sicherheit nicht auf jeden zu.

    Aber dennoch bin ich mir sicher, dass bspw. ein Polysix auf keinen Fall an einen Prophet 5 herankommt. Da mir das aber persönlich nicht wichtig ist und ich auf gar keinen Fall mehr irgendwelche Künstler nachspielen will, nutze ich die Freiheit des eigenen Geschmacks – Marke egal, Hauptsache mir gefällt’s.

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    Tyrell  RED 12

    Mein Ranking. Audio 3 auf Platz 1, Audio 2 auf Platz 2 und Audio 1 auf Platz 3.
    Ist denn die Auflösung hier schon bekannt – weil Hektopascal schon die Lösungen weiß? Hab ich was überlesen?

    • Profilbild
      amyristom  AHU

      Nein, eine öffentliche Auflösung ist (noch) nicht bekanntgegeben worden. Und Hectorpascals Posting ist quasi sein Tipp, wenn auch missverständlich geschrieben (also sein Tipp ist Synth 1 Behringer Model D, Synth 2 Moog One und Synth 3 Moog Sub37). Tyrell, die Auflösung schick ich dir per PM.

  9. Profilbild
    SynergyMan  

    Ok ich werfe mal auch meinen Hut in den Ring:
    1. Synth ist der Behringer
    2. ist der Sub
    3. der One
    Bin gespannt auf die Auflösung

  10. Profilbild
    ARIMUSIK

    Zwei hat für mich die schönste Schwebung, was aber eher mit den Einstellungen in den Nuancen zu tun hat. Gefällt mir dadurch aber am Besten. Die sind in den anderen am wenigsten vorhanden, weshalb No3 auch am dumpfesten klingt. Und No1 am direktesten nach vorn geht. Ich bin mir ziemlich sicher, dass man das alles auch messen könnte, um menschliche Hörfehler auszuschließen. :) Also mein Fav. ist No2 aber ich denke das könnte man mit No1 auch hinbekommen. Nur die 3 fällt raus. Weiß nicht, was mit der los ist. Dumpf unpresent indirekt.

    Achso, hab ich jetzt vergessen zu sagen, was welcher Synth ist? Das ist ja eigentlich egal, da ich lediglich die Klänge beurteilt habe.

  11. Profilbild
    psv-ddv  AHU

    Super dass Du das in einen separaten Leserbericht gepackt hast.
    Interessant die drei Varianten auch im Band-Kontext zu hören.
    Ich tippe wie folgt: 1=Sub, 2=One, 3=D.
    Die drei Sounds klingen für mich sehr unterschiedlich. 3 klingt für mich noch am ehesten nach Minimoog aber dennoch nicht wie ein Moog D. Ich könnte mir vorstellen, dass man insbesondere 1 und 2 noch noch stärker in Richtung Minimoog bringen könnte indem man etwas mehr Schwebungen zwischen den VCOs erzeugt.
    Ich gehe mal davon aus, dass Du bei allen drei Synths das gleiche Patch benutzt hast.
    Jetzt bin ich aber gespannt ob ich komplett daneben liege :)

    • Profilbild
      amyristom  AHU

      Ein paar Worte zum Patch selbst: Dieser ist auf allen drei Synthesizern ein 3 Oszillatoren Patch. Zwei Oszillatoren auf Sägezahn in gleicher Fußlage, leicht gegeneinander verstimmt. Eine Fußlage obendrüber ertönt ein weiterer Sägezahn Oszillator. Das Filter ist leicht geschlossen mit leichter Resonanz, Keyboardtracking so, dass das Filter in den unteren Fußlagen mehr schließt als in den höheren.
      Da der Sub37 über keinen eigenständigen 3. Oszillator verfügt, wird hier getrickst: Der Rechteck-Suboszillator wird zugeschaltet und der 2. Sägezahn-Oszillator eine Fußlage unter den 1. Oszillator geschaltet und liegt somit auf gleicher Fußlage wie der Suboszillator und leicht gegen diesen verstimmt.

      Die Patches wurden NICHT streng nach Parametern übernommen (im Sinne von wenn der Filter beim Behringer auf Wert x steht, dann steht er bei den Moogs auch auf Wert X), sondern nach Gehör soweit mir möglich auf allen Synths eingestellt und angeglichen.

  12. Profilbild
    #n3rd4l3r7  AHU

    Solokontext: Für mich klingt Solo 2 am ausgewogensten. Solo 1 und Solo 3 klingen ‚unrund‘. Es ist mir persönlich egal welcher Synth das ist. Ich beurteile den Sound.

    Was den Bandkontext angeht: Da finde ich das ganze wesentlich schwerer. Für meine Ohren täten es alle drei.

  13. Profilbild
    elbonzoseco

    Ich fand sowohl Solo als auch im Mix die 3 am besten. Mein Ranking wäre 3,2,1 wenn ich mich beim Mixen für einen Sound entscheiden müsste.

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    RS Audio Engineering

    Synth 1 klingt meiner Meinung nach am besten, im Solo als auch im Arrangement. Er hat mehr Auflösung/Schneid in den Höhen und das ist für mich auch ein Kriterium für Qualität. Ob das jetzt der Teuerste ist vermag ich nicht zu beurteilen. Bin gespannt auf das Ergebnis.

  15. Profilbild
    Maxi  

    Schöner Artikel. Auch um zu demonstrieren, wie wenig „musikalisch relevant“ der Klangerzeuger tatsächlich ist. Hätte es vielleicht noch spannender gemacht: Zusätzlich ein Freeware VSTi in den Test packen und das Vorurteil prüfen, dass „es nichts sein kann, wenn es nichts kostet“. ;-)

  16. Profilbild
    hejasa  AHU

    Bei 3 höre ich den Rechteckoszilator am deutlichsten, tippe daher auf Sub 37,
    1 und 2 sind im Mix kaum zu unterscheiden, denke aber, du hast die Beispiele vertauscht, daher Moog one auf 1 und Behringer auf 2.
    Tipp an dich, die Sägezähne beißen sich mit den Gitarren führen zum verschwimmen des Solos, dies macht auch die spätere Einstellung der EQs nicht leicht; ich hätte an deiner Stelle weniger höhenreiche Signale in die Synths gelegt (Rechteck oder Sinus). aber wie es so ist, letztlich entscheidet der persönliche Geschmack:-))
    die Musik gefällt mit jedenfalls, toll!
    VG H.

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      Hectorpascal  AHU

      1 und 2 sind im Mix sehr deutlich zu unterscheiden. Abgesehen vom helleren Timbre ist 1 sehr clean im Regelverhalten und bei der Stimmstabilität während 2 einen deutlichen Lag hat und pro Note ein anderes Tuning und Regelverhalten zeigt. Eigentlich sind 2 und 3 sich am ähnlichsten, was auf Moog schließen läßt aber nur einer ist konsistent bei Stimmstabilität und Regelverhalten ist, nämlich der Sub 37.

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        hejasa  AHU

        @Hectorpascal
        ich widerspreche bzgl. Sub 37. Das Problem, was mir beim Model D sehr vertraut ist, ist seine Stimmstabilität, die es schwierig die Oszillatoren auch nur einen Tick gegeneinander zu verstimmen und die Schwebungen zu halten. Warum auch immer, ich habe den Eindruck, dass Oszillatoren 2 und 3 sich bei kleinen Intervallen zurückstimmen auf Oszillator 1.
        Ein Minimoog verhält sich im Vergleich dazu wesentlich anders, er hält die Schwebung und klingt deshalb fetter und wärmer, wenn mehr als ein Oszillator im Spiel ist..
        Sorry, es ist keine Kritik im negativen Sinne am Model D. Ich habe zwei von diesen seit zwei Jahren, beide laufen bisher einwandfrei und bin nach wie vor sehr zufrieden, diese zu besitzen und zu nutzen! Die zwei gerade deshalb, um Schwebungen zu erzeugen.
        Im Übrigen höre ich ab 00:15 deutlich den Rechteck Sub des Sub 37, der Klang kippt förmlich ins Rechteck!

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          amyristom  AHU

          Der Sub37 ist wie auch der One im Standardzustand sehr stimmstabil, fast etwas zu sehr. Ganz anders der Behringer, hier driften die Oszillatoren je nach Temperatur gerne mal so weit, dass teilweise schon nach wenigen Minuten wieder ein Nachstimmen nötig ist.
          Sowohl Sub37 als auch der One haben aber ein Feature eingebaut, mit dem man die Oszillatoren in einem festgelegten Rahmen zufällig driften lassen kann. Hiermit ist es mir mit dem Sub37 z.B. bereits gelungen, während eines Solo seine beiden Oszillatoren so driften zu lassen, dass dabei Frequenzauslöschungen auftraten, was einen sehr lebendigen Klang zur Folge hatte.

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            hejasa  AHU

            seltsam, meine beiden verhalten sich gänzlich unterschiedlich zu deinem.
            Selbst wenn ich beide ausschalte und am nächsten Tag wieder an, brauche ich nicht nachzustimmen. Ich muss dazu sagen, dass ich beide parallel zu VA Synth oder Korg Kronos spiele, ein driften würde mir sofort auffallen.
            Vielleicht wurde bei den ersten Model D sorgfältiger auf die Bauteilauswahl Wert gelegt. wie gesagt, ich habe keine Ahnung, woran diese Unterschiede liegen können.

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              hejasa  AHU

              ich muss ergänzen, ich beziehe mich nur auf Oszillator eins, zwei und drei muss ich Nachstimmen. Vielleicht haben wir an dieser Stelle aneinander vorbeigeredet, wenn dem so sein sollte, sorry!

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                amyristom  AHU

                Wahrscheinlich. Ich habe ebenfalls einen Model D der ersten Baureihe kurz nach Veröffentlichung. In der Tat muss ich Oszillator 1 in der Regel nach dem ersten Stimmen nach dem initialen Einschalten und den üblichen 15min Warmlaufzeit nicht mehr nachstimmen, Oszillator 2 und 3 können aber gerne mal fröhlich weiterdriften, so dass ein Nachstimmen je nach Bedarf nötig wird. Das ist aber auch Tagesformabhängig. Mein Homestudio ist zwar nicht klimatisiert, hält sich aber immer so bei 22-24 Grad. An einigen Tagen ist der Model D sehr stabil, an anderen wird ein Nachstimmen so alle 30min mal fällig.

                Und die sich im gleichen Raum aufhaltenden Sub37 und One (letzterer ja mit technisch bedingten viel höheren internen Temperaturunterschieden – die Kiste ist ein echter Hitzkopf) bleiben „rocksolid“.

  17. Profilbild
    syntach  

    Freu dich, dass du einen hast und ärgere dich nicht selbst mit in so gut wie jeder Hinsicht – bis auf so einfach basic sounds – völlig inadäquaten Vergleichen.

    Ohne einen Tipp abzugeben: am ONE zu sitzen und zu spielen löst bei mir jedesmal Glücksgefühle aus. Mir ist egal, ob der 300EUR oder 8000EUR gekostet hat, Sound, UI und Bedienung sind einfach fantastisch. Für mich mit die beste Synth Anschaffung, trotz mancher Klassiker, die kamen und gingen.

    • Profilbild
      analogika

      Kann ich gut nachvollziehen, dass es einem so geht. Ein wirklich beeindruckender Synthi, der wirklich neu definiert, was ein polyphoner Analoger für den Bühnenprofi sein kann.

      Aber wirklich gekickt hat er mich nicht. Im Gegensatz zum Memorymoog, der zwar bei weitem nicht so viel kann, dabei aber immer Fresse poliert — grobschlächtig oder auf Hochglanz, je nachdem.

  18. Profilbild
    analogika

    2 gefällt mir Solo am besten, danach 3 und dann 1.

    Wobei ich den initial-Slide beim Einstieg bei Nr. 3 am geilsten finde. Ich vermute aber, dass das damit zu tun hat, dass bei dem Take vorher ein tiefer Ton gespielt wurde, von dem das Portamento beginnt.

  19. Profilbild
    herw  RED

    Ich finde interessant, dass die sehr feine Nuance der leichten Verstimmung der Oszillatoren im Solo-Beispiel so viele erkannt haben insbesondere zum Synth 2.
    Das lässt sich natürlich nicht 1:1 reproduzieren. Insofern ist die Einschätzung der Lebendigkeit bzw. die Trockenheit bei synth1 und 3 doch eher Zufall?
    Obwohl mir synth 2 in dieser Einstellung etwas besser gefällt, ist die erste Wahl im Mix der Synth 3 unabhängig davon, welcher der drei Modelle es ist.
    Eine Schwebung im Soloklang kann in einem Mix auch störend sein.

    Hihi, ich verrate nichts ;)

  20. Profilbild
    phil_dr110  

    Klanglich beweist es eines: Man kann mit allen 3 Synths gute Musik machen.
    Ich schätze die Synths so ein: 1 – Moog One, 2 – Moog Sub 37, 3 – Model D

    Liebe Grüße!

  21. Profilbild
    Marcel Halbeisen  

    Ich habe mir die Sounds noch nicht angehört, geht erst wieder wenn ich zu Hause sie über eine anständige Anlage hören kann. Da ich zwei dieser drei Synth selbst besitze (leider nicht den One) freue ich mich besonders auf den Vergleich. Danke schon mal für die tolle Arbeit!

    Aber vorher ganz was anderes: Der Titel heisst „Psychologie: Klingt teuer besser als billig?“. Hier werden aber gar keine psychologischen Effekte eingearbeitet, sondern bewusst weggelassen. Das macht natürlich Sinn. Aber es ist sicher nicht der richtige Weg sich für einen Synth zu entscheiden, denn gerade ein Synth kann ja viel mehr als diesen einen Sound. Wir hören „nur“ einen Schnittpunkt den alle drei Synth können, hören aber nicht wo die Grenzen dieser Geräte sind. Und das ist für mich das wesentliche Entscheidungskriterium, was kann ich alles mit diesem Gerät machen, wo sind die Grenzen. Wobei der Preis natürlich gewisse Entscheidungen verunmöglicht, darum kein One ;-)

    • Profilbild
      amyristom  AHU

      Hallo Marcel,

      dieser Artikel soll auch kein Vergleich dieser drei Synthesizer sein, welcher dieser drei der bessere Synthie ist oder wie identisch diese Synthesizer einen bestimmten Patch wiedergeben können. Darum geht es (hier) nicht. Da hätte man sonst viel mehr Vergleichsbeispiele bringen müssen, zudem sind die Synthesizer auch nur bedingt miteinander vergleichbar (der Sub37 hat keine 3 nativen Oszillatoren; der Behringer ist monophon, der Sub37 duophon, der One polyphon; der Model D hat keinen Oszillatoren-Sync, usw.).

      Hier soll es um die unterbewusste Selbstbeeinflussung gehen, ob man einen Synthi ggf. deshalb den Vorzug gibt / ihn besser findet als den anderen / seinen Klang bevorzugt nur weil er auf dem Papier „teurer / wertiger“ ist. Oder ob man im Blindtest am Ende ohne diese Beeinflussung vielleicht zu einem ganz anderen Urteil kommt.

  22. Profilbild
    Marcel Halbeisen  

    Und dann kommt noch etwas ganz wesentliches dazu, wenn es um eine persönliche – und damit nicht absolute – Meinung geht. Es kommt auch sehr darauf an, welche Freude so ein Gerät auslösen kann. Für mich zählt nicht nur das Faktum Sound, sondern auch alles andere. Das Optische, Das Taktile. Das ist wie bei einem Wein der in einem Grotto im Tessin eben ganz anders schmeckt als exakt den gleichen Wein dann zu Hause. Wir sind Menschen und haben nun mal die Möglichkeit mehrere Sinne zu einem Ganzen zu verarbeiten, das soll man auch nutzen, das ist ganz wesentlich wenn wir geniessen. Wenn es nicht so wäre, gäbe es kein Design, keine Lightshows bei der Musik etc.

    Jetzt freue ich mich dann aber auf die Fakten und bin auf die Auslösung gepannt.

  23. Profilbild
    Jörg Hoffmann  RED

    Als Amazona Autor im Studiobereich bin ich ja fast tagtäglich mit diesem Dilemma konfrontiert. Wenn ich rüber zu den Kollegen in der Gitarrenabteilung schaue, dann bestätigt sich auch dort, dass teuer nicht unbedingt besser sein muss. Interessanterweise gibt es bei Studioequipment schon diese Tendenz (wenn man mal von den teuren Vintage Geräten absieht). Ein Kompressor, Preamp, etc. klingt wirklich BESSER, wenn er mit hochwertigen Bauteilen bestückt ist und dort keine billige 08/15 Technologie verbaut ist, sondern der Hersteller einigen Aufwand in die Technik steckt.
    Bei Klangerzeugern ist es – wie hier schon häufig gesagt – meist Geschmacksache.

  24. Profilbild
    melancoleeca

    Mein Ranking nach Geschmack: 3 – 1 – 2

    Keine Ahnung welcher welcher ist. Würde mich über eine Auflösung per PM freuen.

    • Profilbild
      peter_mahr  

      Ist auch mein Ranking. Mir gefällt #2 ebenfalls am wenigsten, zumal bei etwa 50s der Sound im Mix verschwindet. Tippe da auf den One. Drei könnte der Sub sein.

      Demnach mein Tipp:
      #1 Model D / Behringer
      #2 One
      #3 Sub

      „Thumbs up“ für den Beitrag!

  25. Profilbild
    Soundreverend  AHU

    Ich finde es wirklich schwer, vielleicht weil die hohen Frequenzen langsam aber sicher schwinden :) Ich würde aber auf 2=Sub37 tippen, wegen der Schwebungen. 1=Behringer, 3=Moog.

    Danke für den Artikel. Macht Spass.

  26. Profilbild
    ISE500  

    Keine Ahnung, welches welches ist, aber für mich klingt nur 2. brauchbar, alles andere ist zu statisch und besetzt die rezeptoren im ohr auf unangenehme weise.
    auflösung?

  27. Profilbild
    0gravity  

    Im Mix finde ich eine Beurteilung sehr schwierig. Mit allen 3 Synths klingt der Track sehr vielversprechend. Das Endprodukt würde mich sehr interessieren.

    Anhand der Audios ohne Begleitung gefallen mir die Synths in folgender Reihenfolge:

    Synth 2, tippe auf Moog One
    Synth 3, Sub 37
    Synth 1, Behringer

    Und wenn es komplett anders ist, würde mich das nicht überraschen :)

  28. Profilbild
    MichBeck  

    Interessant wäre gewesen, wenn die Klangbeispiele benannt, aber falsch zugeordnet wären. Was passiert dann mit uns? Klingt dann der Behringer voll, warm, rund und der Moog nach billigem, dünnem Plastik, obwohl unser Ohr etwas anderes sagt, wir es aber nicht wahrhaben wollen?
    Der selbe psychologische Effekt wird übrigens auch bei Plug-Ins mit realistischer Oberfläche angewandt. Wir hören, was wir sehen.

    • Profilbild
      Marcel Halbeisen  

      Das sind extrem spannende Fragen, aber dazu müsste man eine grössere Studie durchführen. Vielleicht braucht ja mal jemand ein Bachelor-Thema, ich würde mich als Proband zur Verfügung stellen!

  29. Profilbild
    DrSpan  

    Wäre schön wenn die jenigen die meinen 100% sicher zu wissen was was ist , nicht gleich hinschreiben 1) ist Synth X 2) ist Synth Xy etc etc denn somit beeinflußt man andere Leser-Testteilnehmer in dem man sie evtl unterbewusst “ vorprogrammiert“ auf was sie denken das sie hören. (bin kein Psychologe aber kann mir vorstellen das es so ähnlich sein kann). Das ist nur meine meinung aber ich finde wenn es schon ein Blindtest sein soll dann wäre es sinnvoll wenn man einfach sagt 1) ist der beste oder 2)ist der wärmere etc etc. Bis man irgendwann die Offiziele resultate Veröffentlicht. Aber wie gesagt , das ist nur meine meinung. Bitte nicht gleich schießen…..

    • Profilbild
      0gravity  

      Keine schlechte Idee, das hätte man aber natürlich gleich am Anfang dazu schreiben müssen.
      Andererseits habe ich mir meine Einschätzung schon beim Hören gebildet, ohne die Kommentare gelesen zu haben. Und diese haben dann meine Meinung auch nicht mehr verändert.
      Und wenn man die Synths sowieso nicht zur Verfügung hat, spielt die Erinnerung eine große Rolle, und die ist auch sehr anfällig für Subjektivität, zumindest bei mir.
      Ich hatte z.B. nur zufällig kürzlich die Gelegenheit den Moog One anzutesten und war vom Klang ziemlich begeistert, weshalb ich dem einfach das Beispiel zugeordnet habe, das mir am besten gefällt.
      Den Sub 37 habe ich gleich nach Erscheinen mal in irgendeinem Laden angespielt und war nur mäßig begeistert (deshalb auf 2) und den Behringer kenne ich gar nicht (außer von YouTube).
      Was ich damit sagen will ist dass ich meiner Zuordnung der Synths zu den Beispielen keine große Bedeutung beimesse, und dem was andere schreiben auch nicht ;-)

      Wenn Leute raushören können, dass z.B. einer von drei Oszillatoren kein Sägezahn ist, und deshalb dann sagen können welcher Synth das ist, dann wird das die Meinung der anderen Hörer vermutlich schon beeinflussen.

  30. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Alle diese Blindtests gehen deshalb an der Sache vorbei, weil sie immer unterstellen, es ginge beim Musizieren vor allem oder sogar nur, um das Resultat. Und wenn ein billiger Synthesizer im Blindtest genauso klingt wie ein teurer, dann fordert die eine Fraktion, sie als absolut gleichwertig zu sehen, während die andere Fraktion auf einem subjektiv wahrgenommenen Unterschied besteht. Tatsächlich aber hat sich die Fixierung auf das Resultat erst in jüngerer Zeit entwickelt, während der Ausgangspunkt der Musik eher die reine Freude am Musizieren war. Es wird „produziert“ anstatt „musiziert“. Das ist vor allem ein Neuzeitphänomen. Wenn ich einfach Lust aufs Spielen habe, greife ich nach bestimmten Lieblingsinstrumenten und die Freude am Instrument ist ein wichtiger Teil des kreativen Prozesses. Das muss nicht unbedingt das Teuerste sein. Aber es gibt eine Wahrnehmung von Qualität jenseits des Messbaren, welche im kreativen Prozess eine Rolle spielt. DAS ist es, was die eine Fraktion verneint und die andere bejaht. Natürlich nehmen beide Seiten den subjektiven Unterschied irgendwie wahr. Aber die eine Seite wertet ihn als „Psychologie“ ab im Sinne einer Art unwesentlichen Täuschung, die nur aus dem Preis resultiert und für die andere Seite ist das eine Wahrnehmung, die einen Unterschied macht.

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      justme  

      Sehr gut geschrieben ! Es ist ja schon alleine ein Unterschied der Gewichtung der qualitativen und haptischen Merkmale, wie das Instrument gespielt, performt wird.
      Und da heute viele dieser Klangerzeuger mehr oder weniger nur an Sequenzern hängen und eben nicht mit Tastaturen und Spielhilfen gespielt werden erklärt es sich, daß oft nur noch das Ergebnis gewertet wird.

  31. Profilbild
    Marco Korda  AHU

    Sehr toller Beitrag. Er verdeutlicht, dass wir uns von Dingen verleiten lassen, die nicht mehr viel mit Objektivität zu tun haben. Großartig!!!

    Hier meine zwei Rankings:

    A) Was gefällt mir persönlich (!) am besten?
    – 1. Bsp. 3
    – 2. Bsp. 2
    – 3 Bsp. 1

    B) Wer ist in meinen Augen was?
    – Bsp 1. Moog ONE
    – Bsp 2. Behringer
    – Bsp 3. Sub37

    Ich bin selbst Psychologe und habe mich mit Wahrnehmungspsychologie auseinandergesetzt. Beispiele: Man nehme Ketchup normal und einmal mit Lebensmittelfarbe in grün eingefärbt. Das grüne wird geschmacklich abgelehnt, das rote mag man (obwohl kein gustatorischer Unterschied bestehen kann). Anderes Phänomen: ein Arzt gibt über eine Diagnose Auskunft, einmal mit Kittel, einmal ohne. Der mit wird ernst(er) genommen, der andere hinterfragt oder gar abgelehnt.

    Es gibt unzählige Beispiele, wo uns unsere Wahrnehmung einen „Streich“ spielt respektive unser Urteil von unseren Erwartungen gelenkt wird. Ich schließe mich einigen meiner Vorredner an und sage auch: am Ende ist es der eigene individuelle Geschmack, der entscheidet. Denn nicht der Synth selbst macht das großartige Solo oder den geilen Song, sondern die Kreativität. Und über Geschmack lässt sich ohnehin bekanntermaßen nicht streiten.

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      AMAZONA Archiv

      Der rote Farbstoff der Tomaten enthält Lycopin, was unter anderem als Radikalfänger gilt. Lycopin ist insbesondere in zerkochten Tomatenprodukten wie Ketchup viel besser aufzunehmen als in rohen Tomaten. Es handelt sich also möglicherweise nicht um eine Täuschung der Psyche, sondern um eine wichtige evolutionsgeschichtliche Funktion, die dem Körper ermöglicht, sich das zu holen, was er braucht. Wir haben hier ein gutes Beispiel, wie wissenschaftliche Objektivität immer wieder Dinge falsch interpretiert, weil sie sich der Begrenztheit ihres Wissens nicht ausreichend bewusst ist. In menschlicher Intuition steckt möglicherweise unendlich viel mehr als objektives Denken jemals erfassen könnte.

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        Marco Korda  AHU

        Da könnten wir jetzt eine wissenschaftliche Abhandlung daraus machen. Ich kann dir als PM diverse Argumente geben, die wiederum gegen deine Auffassung sprechen (die aber grundsätzlich nicht falsch ist, aber für das Experiment nicht in jedem Punkt relevant).
        Grundsätzlich wollte ich nur ein (meinetwegen) oberflächliches Beispiel bringen, wie die eigene Erwartungshaltung bestimmtes Erleben verändern kann.

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        psv-ddv  AHU

        @Synths:
        Zustimmung!
        So nützlich das Konzept der Objektivität für uns Menschen ist, die naive Annahme wissenschaftlicher Erkenntnisstände als endgültige Wahrheit ist in gleichem Maße fortschrittshinderlich.
        Objektivität ist nichts weiter als ein hilfreiches, subjektives Konstrukt.
        Der Blindtest hier ist einfach sehr unterhaltsam und sollte wohl besser nicht zu sehr mit wissenschaftlicher Bedeutung überladen werden…

  32. Profilbild
    Analog Twin  

    Ich habe alle drei Synthesizer noch nie gespielt, noch gehört; darum will ich auch gar nicht erst herumrätseln.
    Persönlich gefällt mir Beispiel 2 am besten und gleichzeitig denke ich darüber nach warum; denn ich mag die Musik von Ayreon und Nr. 2 klingt danach. Also noch so eine unterbewusste Beeinträchtigung bei der Suche nach dem „objektiven“ Urteil!
    Trotzdem ein guter und wohl auch wichtiger Artikel.

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      amyristom  AHU

      Ziemlich genau diese Art von Minimoog-Lead-Klischee-Sound hört man ja auch u.a. bei Ayreon ziemlich oft. :-) Daran wird es vermutlich liegen.

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        Marcel Halbeisen  

        Nun, welche „Quelle“ Ayreon in seiner „aktuellen Fantasie“ benötigt um „in sein elektrisches Schloss“ zu kommen, weiss ich auch nicht. Er ist schon ein „universeller Wanderer“ auf der suche nach der „menschlichen Gleichheit“ und benutzt dazu das „finale Experiment“ um die „Theorie für alles“ zu finden. Ich kann ihm da nur „01011001“ wünschen…

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    Stephan Merk  RED

    Ein sehr schöner Artikel, den möchte ich mal auf HiFi abwandeln. Man geht in ein Fachgeschäft und hört sich verschiedene CD-Spieler an. Dabei auch welche mit extrem dicken Gehäuseteilen und vierstelligen Kaufpreisen. Der Händler stellt verschiedene Geräte mit eigener Musik auf und man hört im Vergleich. Nun denkt man zumindest, der Händler hätte eine gewisse Kompetenz, wer würde sich trauen, in einem Nicht-Blindtest dem günstigen Player dieselbe oder eine sehr ähnliche Klangsignatur zu attestieren? Immerhin liefe man Gefahr, nicht ernst genommen zu werden. In so einem HiFi-Studio fand mal ein Workshop zum Thema Aufstellen der Anlagen statt mit sündhaft teuren Racks und Antivibrationsfüßen, als ob bei hohem Pegel keine Raumresonanzen entstehen würden. Natürlich macht man diesen Test nicht mit Billigheimern, weil die teuren Geräte ja viel präziser arbeiten und wesentlich musikalischer sind. Nur wenn sie doch so gut sind, weshalb sollten dann gerade Racks und Kabel den Klang mehr verändern, als ein anständiger Schallwandler es tut? Ich habe diesbezüglich so viel experimentiert, bin heute sehr viel schlauer und spare dabei noch viel mehr Geld. Ich habe in vielen Bereichen gelernt, dass die Psychoakustik ein ebenbürtiger Mitspieler bei der Klangbewertung ist.

  34. Profilbild
    DJ Ronny  

    Ich habe von den ganzen Geräten überhaupt keine Ahnung.
    Den Test finde ich interesant.
    Meine Platzierung:
    Synt2 auf Platz 1
    Synt3 auf Platz 2
    Synt1 auf Platz 3
    Bewertet habe ich hier nur Solo. Im Zusammenhang mit den anderen Instrumenten kann ich keinen Favoriten feststellen.
    Ich bin auf das Ergebnis gespannt.

  35. Profilbild
    Marcel Halbeisen  

    So, endlich zu Hause, endlich Ruhe, endlich Zeit… Eine Zuordnung kann ich wirklich nicht machen, aber eine Priorität ergibt sich schon:
    Platz 1: Synth 2, finde den sehr „harmonisch“, „abgerundet“ aber doch „klar“
    Platz 2: Synth 3, wobei das recht knapp ist, „rauher“ als S2, manchmal auch druckvoller
    Platz 3: Synth 1, den finde ich irgendwie leblos im Vergleich zu den anderen zwei.

    Und wie bei Ronny, im Gesamtsound kann ich das nicht mehr beurteilen.

    Jetzt hoffe ich dass Synth 2 nicht der Moog One ist, sonst droh evt. doch noch eine Scheidung ;-)

  36. Profilbild
    tomk  AHU

    Ahh …. sorry ich kann mir solch Musik nicht lange anhören, liegt an meinem persönlichen Geschmack, auch finde ich das dieser verwendete Sound einen Synth nicht wirklich an Grenzen bringt. Trotz allem höre ich den 1 nach 2mal durchklicken der Solospuren am dünnsten … schon Full 1 Spur halte ich keine Minute aus.

    Alter, was ein Geschrammel! ;)
    LG (super Ding!)

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      amyristom  AHU

      Da hast du natürlich Recht. Dieser Patch ist ziemlich „basic analog 70er klassisch klischee Futter“ und bringt keinen der drei Synthis an ihre jeweiligen Grenzen oder ist repräsentativ dafür, was man mit diesen Synths jeweils so tolles machen kann. Das war aber auch nicht die Intention.
      Nebenbei völlig OK, wenn man mit dieser durchaus speziellen Art von Mucke nichts anfangen kann. Massenkompatibel ist definitiv etwas anderes… :-)

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      0gravity  

      Wieso soll ein Sound ein Synth an seine Grenzen bringen um ihn beurteilen zu können?
      Der Sound soll da überzeugen wo man ihn musikalisch einsetzt, und das ist in diesem Beispiel eindeutig der Fall, auch wenn diese Musikrichtung nicht jedermanns Sache ist.

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        tomk  AHU

        Ein Standard Sound für solch einen Vergleich ist meines Erachtens nicht wirklich ausdrucksstark. Ein gehobener Synth zeigt seine Stärke wo er andere abhängt, Möglichkeiten bietet die bei der Konkurrenz nicht vorhanden sind.
        Na immerhin lag ich mit 1 ist am dünnsten richtig = Bullyclon.
        Da amyristom selbst sagt der Mix ist Beta, kann man die jeweilige Spur nur im solo wirklich betrachten!

        @ amyristom
        Massenkompatible Musik ist auch stinklangweilig! :)

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          amyristom  AHU

          @tomk: Korrekt was du schreibst, aber dies sollte ja im Kern kein spezieller Synth-Vergleich werden, sondern eher ergründen, ob das Wissen von „Billiginstrument“ vs „Teuerinstrument“ die eigene Beurteilung des Klangs beeinflusst.

          Wie ich weiter unten heute schrieb:
          „Das funktioniert alternativ auch z.B. mit Pianos (um uns hier mal von Behringer und den Moogs zu lösen):
          Angenommen du hast den gleichen musikalischen Part von einem billigen Klavier aus Fernost und den identischen Part von einem teuren Steinway oder Bösendorfer. Im Blindtest weißt du nicht, welcher Part von welchem Klavier stammt und entscheidest aufgrund deiner persönlichen Vorliebe. Wenn du nun mitgeteilt bekommst, welches Aufnahme von welchem Klavier stammt, welche Aufnahme wirst du dann letztlich bevorzugen? Die des billigen Klaviers oder des Steinways/Bösendorfers? Wirst du beginnen, nun vielleicht (angebliche) Nuancen in der Aufnahme des teureren Klaviers zu hören, die dich dazu bringen, deine zuerst getroffene Präferenz zu Gunsten des teureren Klaviers zu ändern? Darum gehts hier im Kern.“

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            tomk  AHU

            nein! … im blindtest nannte ich den 1er dünn.
            somit stimmt deine theorie nur bedingt!
            garl gustav jung ist king … somit!

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          calvato   1

          also, soooo schlimm finde ich den gewählten sound jetzt nicht. für mich spiegelt er ganz klar das wieder, was den moog-sound für MICH ausmacht. ich hab halt immer ein problem, wenn die soundfiles zu den getesteten synths nur irgendwelches (für mich furchtbar hässliche) elektro/avantgarde-gefiepe ist. mein moog-held ist halt jan hammer, DEN sound will ich :D

  37. Profilbild
    R3laX

    Die Nummer 3 hört sich mit Abstand am besten an.Mit viel Druck und Klang gehts ins Ohrt.Ich tippe mal auf den Moog One.Der 2. MoogSub und der 1. Model D

  38. Profilbild
    Round Robin  

    Servus, vielen Dank für diesen tollen Beitrag. Ich teile die Einschätzung, dass die Psyche eine ganz große Rolle spielt. Da sind sehr viele Muster verankert, die unterbewusst aktiviert werden. Und das zieht sich durch alle Bereiche des Lebens. Sei es Vorlieben für Essen, Kunst, Sexualität oder Musik bzw Musikinstrumente.

    Grundsätzlich ist es egal, womit man Musik macht. Es muss klingen und man sollte Spaß daran haben. Jedoch kommt jetzt hier die Psychologie (Vorlieben und Vorurteil) wieder zum tragen und man Urteilt die Klangbeispiele.

    1. Synth ist der Behringer
    2. Synth ist der Sub
    3. Synth ist der One

    Der erste Synth klang für mich statischer und kälter als die restlichen zwei. :)

    Zu den Klangbeispielen an sich: Diese Musikrichtung ist nicht ganz mein Geschmack. Jedoch finde ich den Song wahnsinnig gut. Der Synth ist geil eingespielt. Bitte nicht schlagen, erinnert mich ein wenig an Infected Mushroom (Bandsongs). Einfach cool….

  39. Profilbild
    KallePeng

    Wenn tatsächlich exakt der gleiche Miditrack an alle drei Synths gesendet wird, dann bilde ich mir ein, Synth 2 hat ‚Kikser‘ im Portamento, besonders gut zwischen Sekunde 19 und 21 in der Solospur zu hören. Das würde ich von keinem 8000.- Gerät erwarten.
    Daher tippe ich bei Gerät 2 auf den Behringer.
    Die anderen beiden, also 1 & 3 sind mir aber trotzdem zu clean.
    Vielleicht gefällt den meisten hier der 2. , weil er nicht ganz so vorhersehbar klingt.
    Früher als humenising, neuerdings als Round-Roubin bezeichnet.
    Aber vielleicht reagieren die Synths einfach nur unterschiedlich auf Anschlag und Aftertouch, sofern dieses mit im Midisignal übertragen wurde.

    • Profilbild
      amyristom  AHU

      Alle drei Synths haben tatsächlich die identische Midi-Spur abbekommen, alle drei jeweils über USB-Midi. Damit verbunden natürlich dann auch die identischen Werte für Anschlagsstärke (Aftertouch wurde hier keiner verwendet). Da die Synths nach Gehör und nicht nach exakter Parametrisierung im Sound aufeinander abgestimmt wurden, unterscheidet sich natürlich auch das Portamento leicht voneinander, wie auch hardwarebedingt das jeweilige Verhalten der Hüllkurven. Ein exaktes Übertragen der Parametrisierungen wäre auch nicht sinnvoll, da jeder Synth auf die jeweiligen Parameterwerte völlig anders reagiert

  40. Profilbild
    Willemstrohm  AHU

    Natürlich klingt teuer besser als billig. Das Ziffernblatt meiner TAG Heuer lässt sich schließlich auch besser ablesen als irgend so’n Billigkram wie eine Swatch oder Apple Watch. Russischer Kaviar und ein Stößchen Dom Perignon zum Frühstück ist auch mit größerem Genuss verbunden als ein lumpiges Spiegelei zum 08/15 Tchibo Kaffee. Denn nur wer anspuchsvoll ist, kann auch ein Leistungsträger sein. Egal, ob selbstständig in der Wirtschaft oder Kreativer im Kulturbetrieb. Wer auf Exklusivität verzichtet, kann auch nichts Verwertbares erschaffen. Der Leistungsträger braucht Qualität, keinen Ramsch. Damit können sich meinetwegen die Fußsoldaten und Knechte begnügen.

    • Profilbild
      amyristom  AHU

      Ich nehme das mal als ironischen Beitrag. Erntsgemeint wäre er nämlich ziemlicher Blödsinn. Es gibt definitiv Sounds, für die ich z.B. den Behringer dem Sub37 oder One vorziehen würde, einfach weil er sie subjektiv für mein Empfinden besser oder genauer so hinbekommt, wie ich sie gerne hätte. Zum anderen bekommt z.B. der Sub37 Sounds hin, die weder mit dem Behringer noch mit dem viel teureren One überhaupt realisierbar wären (die für ihn so typischen dreckigen Multidrive- und Duophonen-Sounds z.B.).

  41. Profilbild
    syntach  

    So direkt nach dem KIRN-Gate erschienen, kommt mir dieser Vergleich hier immer rätselhafter vor.

    Das geht schon los, dass nicht eigene Bilder gepostet werden, auf denen alle 3 Synths zusammen zu sehen sind, dann werden 3 Synths verglichen, die alle verschiedenen Grundsound und verschiedene Möglichkeiten haben und von denen der eine eine Kopie des Minimoog ist, und dann wird mehrmals die Frage gestellt, ob der 8000EUR Synth seinen Preis im Vergleich zum Behringer Model D wert ist, wobei sämtliche Unterschiede und jedes Mehr (oder Weniger) an Möglichkeiten außer Acht gelassen wird.

    Selbst wenn die Minimoog Kopie diesen Sound aufgrund seiner Architektur dicker spielen kann, was sagte das dann aus?

    Und selbst wenn es ein echter Minimoog und kein Model D im Test wäre, so hätte der Vergleich auch keinen Sinn.

    Oder könnte ein Vergleich Minimoog vs Moog ONE das Ergebnis haben, die 8000EUR für den ONE lohnen sich nicht, weil der Minimoog den einen Sound dicker oder besser spielt? Oder dass der SUB 37 deswegen ein SCHLECHTERER Monosynth ist?

    Das ist schon alles sehr fraglich….

    • Profilbild
      amyristom  AHU

      Wie bereits im Artikel oder auch an anderer Stelle hier in den Kommentaren von mir klargestellt wurde: Sinn dieses Artikels ist es NICHT, diese drei Synthesizer miteinander im Sinne von „wer ist besser oder schlechter“ zu vergleichen. Diese drei Synthesizer kann man nicht nur aufgrund der unterschiedlichen Preisgestaltung nicht miteinander vergleichen, sondern auch nicht, da sie sich in zu vielen Details in ihrer Konzeption unterscheiden.
      Dieser Artikel soll nur beleuchten oder zum Nachdenken darüber anregen, ob man sich aufgrund des Wertes oder des „Rufs“ eines Synths in der Beurteilung seines Sounds dahingehend beeinflussen lässt, dass man allein deshalb unbewusst bereits den teureren, „besseren“ Synth vorzieht. Zu diesem Zweck wurde hier absichtlich ein ziemlich simpler Sound gewählt, den alle drei Synths in etwa gleich/ähnlich reproduzieren können.

      • Profilbild
        syntach  

        Stimmt aus 2 Gründen so nicht:

        1. Müsstest du dann 3 Minimoog Kopien vergleichen und nicht Äpfel und Birnen. Man vergleicht ja auch Paula und Paula Kopie und nicht Paula Kopie und JEM.

        und

        2. machst du ja selbst das besser / schlechter Fass auf und auch die – meiner Meinung nach – völlig unstatthafte Frage, ob sich 8000 EUR im Vergleich lohnen. Zitat: „Es sind also subtile Unterschiede im Klang da, bei denen man aber durchaus diskutieren kann, ob diese einen Preisunterschied von über 8000 EUR rechtfertigen. “

        Da sind keine „subtilen Unterschiede“ zwischen Minimoog / Model D und MOOG ONE. Das sind einfach komplett verschiedene Synths.

        Wenn überhaupt, dann wäre sinnvoll gewesen, den Deepmind12 mit dem Moog One zu vergleichen, sprich 2 Polysynths.

        Wie gesagt, auch ein Vergleich Minimoog vs MOOG ONE wäre für mich so sinnlos wie der Vergleich Model D vs MOOG ONE.

        • Profilbild
          Round Robin  

          Ich empfinde im Artikel keinen vermittelten Vergleich der Synths. Ganz im Gegenteil……es wurde vermittelt, dass man sich von Vorurteilen und Psyche leiten lässt. Und wie man anhand der Kommentare lesen kann, gehen die Einschätzungen ganz weit auseinander. Ich finde dieses Ergebnis wahnsinnig aufschlussreich. Und ganz besonders ist, dass kaum einer meckert.

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            syntach  

            „Ganz im Gegenteil……es wurde vermittelt, dass man sich von Vorurteilen und Psyche leiten lässt. “

            __

            Wieso? Du wusstest ja nicht, welche Spur welcher Synth ist. Warum hattest du dann Vorurteile? Du konntest ja nur sagen: Spur x gefällt mir besser als die Spuren y oder z.

            Ansonsten konnte man – beispielsweise – wissen:

            – einer ist eine Minimoog Kopie (Model D)
            – einer hat noch bugs im OS, weswegen er in den Attacks manchmal spikes hat (MOOG ONE)
            – einer ist weniger sweetspotter als die anderen beiden (sub37)

            das wären zB Sachen, auf die ich hören könnte. Aber doch nicht, welcher „teurer“ klingt.

            Aber jeder hat da sicher seine Meinung dazu, ich habe halt meine ;)

            (und ich habe grade die 3 Synths auf facebook gesehen – insofern nehme ich das mit den Bildern natürlich zurück!)

            • Profilbild
              Round Robin  

              Für mich ging es nicht explizit darum, ob etwas teurer klingt oder ähnliches. Meine Meinung ist inzwischen hinreichlich bekannt und auf diesen Parametern höre ich mir die Beispiele an. Klar, ich verstehe schon worauf Du auf mit deinem Posting abzielst. Jedoch gehe ich neutral an die Sache heran.

              Nicht falsch verstehen, Behringer bietet zur Zeit die günstigsten analogen Synthesizer. Das ist gut so. Zum einen bietet das Unternehmen für den kleinen Geldbeutel analoges Equipment und zum anderen bekommen die Mitbewerber Druck.

              Was mir nur auffällt: Der Artikel von „psv-ddv“ wird wegen fehlender Audiobeispiele mit Pauken und Trompeten zerrissen. Und jetzt wird der Artikel von „amyristom“ zerrissen, weil er deiner Meinung nach nur Stimmung „gegen“ Behringer machen wollte (korrigiere mich, wenn das so nicht stimmt).

              Bitte nicht böse sein, aber ich klinke mich an dieser stelle aus, denn diese ständige Unzufriedenheit ist ermüdend. Man kann hier keinem mehr was recht machen.

              Daher wie bekannt: Wenn einem was nicht gefällt, dann macht es besser. Daher rufe ich alle Kritikern auf, dass diese einen eigenen Testaufbau erstellen, durchführen, dokumentieren und im Anschluss daraus einen lesbaren Artikel schreiben. Dann sehe wir mal weiter.

              Good Night Ladies :D

              • Profilbild
                syntach  

                Und jetzt wird der Artikel von „amyristom“ zerrissen, weil er deiner Meinung nach nur Stimmung „gegen“ Behringer machen wollte (korrigiere mich, wenn das so nicht stimmt).

                __

                Nein, da hast du mich völlig falsch verstanden ;)

                Was ich nicht nachvollziehen kann ist: warum überhaupt Minimoog (Model D), Sub37 und Moog One vergleichen? Es gibt da einfach keinen stimmigen Zusammenhang und aus eben diesem unsinnigen Vergleich die Frage stellen, ob nun eher 300 oder 1500 oder 8000 gerechtfertigt sind, das kann ich erst Recht nicht nachvollziehen.

                Und dass amyristom G E G E N behringer Stimmung machen wollte, das hatte ich zu keiner Sekunde gedacht. Meine erste Vermutung war eher genau das Gegenteil – aber das Erscheinen so kurz nach KIRN-gate war wohl einfach Zufall.

                Dass dich meine Kritik als „ständige Unzufriedenheit“ „ermüdet“ tut mir leid,
                aber ich denke, ich habe auch Recht auf meine Meinung und ich habe ja auch versucht, die weiter oben zu belegen.

                Wenn dich eine andere Meinung nicht interessiert, dann überlies sie halt, aber lass dich nicht davon stressen oder sehe gar die Notwendigkeit zu antworten.

                PEACE !

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                  amyristom  AHU

                  @syntach: Löse dich einmal von den konkret hier verwendeten Synthesizern. Im Kern geht es um diese nämlich gar nicht, sie sind vielmehr nur Mittel zum Zweck. Hier geht es wirklich primär um die psychologische Beeinflussung der Bewertung eines Instruments aufgrund seines „Wertes“. Das funktioniert alternativ auch z.B. mit Pianos (um uns hier mal von Behringer und den Moogs zu lösen):
                  Angenommen du hast den gleichen musikalischen Part von einem billigen Klavier aus Fernost und den identischen Part von einem teuren Steinway oder Bösendorfer. Im Blindtest weißt du nicht, welcher Part von welchem Klavier stammt und entscheidest aufgrund deiner persönlichen Vorliebe. Wenn du nun mitgeteilt bekommst, welches Aufnahme von welchem Klavier stammt, welche Aufnahme wirst du dann letztlich bevorzugen? Die des billigen Klaviers oder des Steinways/Bösendorfers? Wirst du beginnen, nun vielleicht (angebliche) Nuancen in der Aufnahme des teureren Klaviers zu hören, die dich dazu bringen, deine zuerst getroffene Präferenz zu Gunsten des teureren Klaviers zu ändern? Darum gehts hier im Kern.

  42. Profilbild
    Willemstrohm  AHU

    Wen juckt schon ein popeliger Moog/Klon Vergleich, wenn er einen Bösendorfer Flügel Modell 200 im heimischen Studio stehen hat?!

  43. Profilbild
    Willemstrohm  AHU

    Machen wir uns nichts vor. Ein gutes, hochwertiges Instrument, das auch nur teuer sein kann, lässt die Finger auf der Klaviatur/Tastatur ganz anders gleiten. Es spielt sich schon fast von allein. Kein Missklang, keine spröde agierenden und widerspenstigen, billig zusammengefummelten Bedienelemente – wie auch das Wissen darum, dass da keine geschundenen Kinderhände Billigteile zusammenschrauben mussten, lassen einen doch viel entspannter musizieren mit einer hübschen Frau an der Seite, die einem den Cognacschwenker hält, während man sie mit einem Schubert Stück verzückt.

    • Profilbild
      hejasa  AHU

      verstehe ich den Kommentar so, dass ein Bösendorfer mitsamt weiblicher Unterstützung beim Cognac einem das Üben erspart? Mit einem Steinway 270, Baujahr 1966 ist mir das Üben nie erspart geblieben. Vielleicht lag es daran, dass der Steinway 1966 gefühlte hundert DM weniger kostete, für den Cognac blieb also mehr übrig, den soff dann leider die schöne Frau aufgrund gehobenen Genusses im Vergleich zum Crown, musste selbst ja üben, keine Zeit zum Saufen, und das war ihr zu langweilig, immer die gleiche Leiereiei.

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        Willemstrohm  AHU

        Man sollte aus dem Vollen schöpfen, das Leben genießen. Nur wenn etwas uneingeschränkt Spaß macht, genießt man vollumfängliche Lebensqualität. Das geht nicht in Armut, im Streben nach Mittelmaß und in der Musik, wie im Hobby, nicht mit billigem und im Prinzip wertlosem Gedöns. Es würde mir Kopfschmerzen bereiten und in mir Übelkeit hervorrufen, wenn ich meine Bedürfnisse finanziellen Limits unterwerfen müsste. Gruselig! Allein die Vorstellung, mit diesen Billigheimern musizieren zu müssen, verursacht Sodbrennen, Schwindel und Plaque. Nein, keine Kompromisse!

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          hejasa  AHU

          Die größte Angst eines mir bekannten war es, dass seine Millionen in der nächsten Generation verplempert würden, er verstarb entsprechend unter größten seelischen Qualen, Prost drauf, ich hoffe du hast keine Kinder!
          Davon abgesehen, wir weichen hier vom Thema ab.
          Vielleicht nebenbei dann doch. In gewissen psychischen Therapien benutzt man im Modernen die Utilarisierung als Behandlungsprinzip, man meint damit, die geschilderten Problembeschreibungen dafür zu nutzen, dass sie zur Stärke werden!
          Ich hätte gerne gewusst, wenn du an einem Billigpiano musizierst, ob du noch Cognac bekommst oder die Hübsche bereits weg ist! Deine Cohiba hat sie dir im letzten Fall eh geschreddert! Armes Leben!

  44. Profilbild
    herw  RED

    Ich finde, wir sollten zur Auflösung kommen, da die Diskussion zunehmend zerfleddert. Dieser schöne Artikel hat uns doch zwei Tage viel Freude gebracht.
    Zu lange Spekulationen und endlose Diskussionen könnten den schönen Freizeit-Effekt zunichte machen.

  45. Profilbild
    Piet66  RED

    Gratulation zu diesem tollen Artikel!

    Soli je zweimal angespielt, mein spontanes Fazit:

    1: klingt mir etwas zu analytisch
    2: für mich am stimmigsten; mein Favorit
    3: erscheint mir etwas muffelig, v.a. im Anklang

    Bin auf die Auflösung gespannt :-)

  46. Profilbild
    amyristom  AHU

    Vielen Dank für Eure rege Teilnahme. Hier die Auflösung:

    – Synth 1 ist der Behringer Model D
    – Synth 2 ist der Moog One
    – Synth 3 ist der Moog Sub37

    Mit diesem Wissen könnt / solltet Ihr Euch jetzt noch einmal die Soundbeispiele anhören, speziell die trockenen Solo-Beispiele und in Euch hineinhorchen, ob sich mit diesem Wissen die zuerst im Blindtest getroffene Meinung / Einschätzung ggf. ändert und wenn ja, was Euch dazu bringt, Eure Meinung zu ändern (setzt natürlich eine gewisse Ehrlichkeit zu sich selbst voraus).

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          psv-ddv  AHU

          :) Wie? Nicht? Ooooch menno.
          Oder? Moment mal, nee, ich komme zum obigen Fazit, ganz genau weil es kein Klon Vergleich war: Der Autor schreibt:
          „Als Sound schwebte mir hierfür ein an sich ziemlich simpler typischer „Minimoog-artiger“ Sound vor, wie man ihn bereits (zu?) oft von Keyboardern wie Rick Wakeman, Mark Kelly oder auch Clive Nolan gehört hat…
          …stellte den Sound der mir vorschwebte so gut und gleich wie mir möglich auf dem Behringer Model D, dem Moog Sub37 und dem Moog One (im Mono-Modus ohne Unisono) ein und nahm diese Synths auf um später zu entscheiden, welche Version bzw. welchen Synth ich am Ende behalten wollen würde“
          — Daher: Das der One das nicht optimal hinbekommt spricht nicht gegen ihn, zu anders ist sein Konzept. …aber der einzige Moog D Klon im Vergleich hätte das lookalike Rennen locker gewinnen müssen.
          Tüdelü!

  47. Profilbild
    smoo  

    Nicht meine Musik aber super Beitrag.

    Der macht auch Sinn, vor allem mit der damit verbundenen Frage. Dann kann man auch Poly und Monosynths vergleichen. Diese Frage stelle ich mir oft im Studio. Nehme ich den Bass des Prophet 6 oder der des Pro 1? Dort beantworte ich das immer nach Geschmack nie nach Preis. Sehr oft nehme ich aber den flexibleren Synth da ich gerne „noch ein bisschen mehr moduliere“. Mein Model D ist neben viel teureren Modulen gleichwertig ins Eurorack geschraubt. Ich finde ihn einfach gut.

    Die Beispiele habe ich mehrfach gehört.

    Am besten gefällt mir Beispiel 3, klingt runder und Hôhenlastiger. Dort gefällt mir aber das Portamento weniger, zu langsam oder zu linear. Am zweitbesten Nr. 1, da gefällt mir aber das Portamento am besten im Kontext des Solos (es ist exponentieller).

    Ich nehme an Nr. 2 was mir am wenigsten gefällt (Klang und Portamento und vor allem wann der 2. VCO kommt) ist ein Moog Sub37.

    Klar ist, dass ich den 3. Synth richtig gut finde. Dieses klanglich runde/ etwas weniger hôhenlastige und dicke gefällt mir. Ich hoffe es wird überhaupt aufgelöst. Allerdings interessiert mich am meisten welcher Synth Nr. 3 ist. Denn „will ich haben“. Idealerweise hab ich den ja schon. (ich habe in Sachen Moogsound fast nichts, nur Model D und SE-2, beide finde ich super).

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    Markus Galla  RED

    1 und 3 sind im Mix die Favoriten. 3 der Gewinner. Hier setzt sich das Soli in allen Lagen gut gegen das Backing durch, ich könnte mitschreiben. 1 schwächelt im Mix in den tiefen Lagen und setzt sich hier weniger gut durch. 2 ist im Mix ein Reinfall. Geht total unter und ist schwammig.

    Soll abgehört bleibt 3 mein Favorit, insbesondere wegen des tiefen Schmatzers direkt zu Beginn, den 2 und 1 nicht haben.

    Und jetzt bitte die Auflösung!

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      Markus Galla  RED

      Sehe gerade, dass aufgelöst wurde. Dass 2 der teuerste und zugleich schlechteste Synth ist, wundert mich nicht. Dass der Behringer für mich der zweitbeste Synth ist, bestätigt das, was ich bisher an Vergleichstests gesehen und gehört habe. Der Beweis, dass das Auge mithört. Mit meiner Einschätzung scheine ich bei den Ergebnissen nicht alleine zu sein.

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    Markus Galla  RED

    Ich habe mir jetzt viele der über 100 Kommentare durchgelesen. Eine Sache ist interessant: Liegt der Fokus auf der Solo-Aufnahme, gewinnt oft 2, liegt er auf dem Mix, gewinnt in der Regel 3 gefolgt von 1. Das ist auch die Feststellung, die ich selbst gemacht habe. Ich habe zuerst mehrfach den Mix gehört und meine Entscheidung getroffen. Danach habe ich erst die Solo-Aufnahmen angehört, ohne meine Entscheidung zu revidieren. Warum? Der Moog ist ein Mono-Synth und wird nie ausschließlich als Solo-Instrument ohne Begleitung gespielt werden. Er erklingt immer im Mix. Deshalb ist dieser für mich ausschlaggebend. Am Rande: Nicht umsonst wurde der Roland JV1080 zu einem Studiostandard. Solo gespielt klingen die Sounds dünn und unbrauchbar. Aber im Zusammenklang im Mix waren sie leicht zu mischen. Das galt damals selbst für den billigen Yamaha TG100 und den SoundCanvas, die in Sachen GM/GS MIDI-Files die erheblich teurere und solistisch gespielt bessere Konkurrenz an die Wand gespielt haben. Ist auch bei Klavier im Bandkontext so: Ein billiges Sample mit wenig Dynamik und wenig Bauch setzt sich besser durch als das teure Bösendorfer Sample mit vielen Dynamik Layern und solistisch gespielt ausgewogenem Klang. Ich arbeite oft mit Stems von offiziellen Studioveröffentlichungen. Da klingen die gemixten Mini Moog-Stems solo abgespielt auch eher wie Beispiel 1 und 3 und nie wie 2.

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      amyristom  AHU

      Ich muss an dieser Stelle aber auch nochmal betonen, dass dies weder ein ordentlicher finaler Mix noch überhaupt ein irgendwie professioneller Mix ist. Wie bereits mal gesagt, ich bin kein Meister am Mischpult und würde mir nie den Schuh anziehen wollen, eine finale Abmischung fahren zu wollen. Was hier zu hören ist, ist quasi mein privater von mir für mich erstellter Arbeits-Rough-Mix einer noch nicht abgeschlossenen Produktion, der nur dazu dient, dass ich damit arbeiten kann.

      Das also Synth2 im Mix vielleicht weniger gut durchkommt als Synth1 oder 3 mag also auch durchaus fehlendem Mischtalent bzw. fehlender Mühe & Sorgfalt liegen (die Synths wurde alle ohne Kompression und ohne EQs in den Mix integriert und im Mix nur durch etwas Delay aufgewertet).

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      0gravity  

      Ich verstehe ehrlich gesagt nicht worauf du hinaus willst.

      Kauft billige, dünn klingende Instrumente, weil man die teuren gut klingenden nicht im Mix unterbringen kann?

      Da würde ich eher an meinen Mixing Skills arbeiten.

      Die Tatsache, dass viele amtliche Produktionen mit relativ billigen, im Auge der Puristen nur mäßig klingenden Geräten, gemacht wurden, hat imho hauptsächlich damit zu tun, dass die Macher in der Lage sind mit jedem Equipment vernünftig Mixe abzuliefern.

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        Willemstrohm  AHU

        Genau so ist es. Wollen aber die meisten Nerds nicht wahrhaben. Instrumente sind Teil der Inspiration und Werkzeug, aber sie machen für sich genommen keinen Mix. Gehe allerdings auch so weit, zu behaupten, dass es im Prinzip keine wirklichen Scheißinstrumente gibt. Alles lässt sich irgendwo gut „verwursten“. Am wichtigsten sind die Skills und die Abhörsituation bzw. wie der Musiker/Mixer mt dieser Situation umgeht/klar kommt. Alles andere ist irrelevant.

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        Markus Galla  RED

        Nein, das soll es natürlich nicht. Aber oft wird das Augenmerk auf Kleinigkeiten gelegt, die im Mix später überhaupt keine Rolle spielen. Man sollte immer berücksichtigen, wofür das Instrument gedacht ist. Ein Instrument, das so gut wie niemals solistisch erklingen wird (also unbegleitet), muss nicht die gleichen Kriterien erfüllen wie ein Instrument, das hauptsächlich oder auch solistisch genutzt wird: Konzert-Flügel zum Beispiel.

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        gaffer  AHU

        @0gravity Da stimme ich Markus Galla absolut zu. Viele „fette“ Instrumente sind nicht einfach im Mix unterzubringen. Es gibt aber hervorragende Mixes, die aus einer Sammlung „dünner“ Sounds kombiniert sind. Das hängt nicht an den Mixing Skills. Ich kenne Studiobesitzer, die verzweifelt versuchten ihren neuen Supersynth in einem Stück unterzubringen und entnervt aufgegeben haben. Und trotzdem Goldene an der Wand hängen haben.

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          Willemstrohm  AHU

          @ gaffer

          Das hängt aber vor allem mit Fehlentscheidungen und falschen Herangehensweisen zusammen. Wenn man fettklingende Instrumente wählt, dann sollte man auch das Arrangement dementsprechend anpassen. Mixing Skills machen ja auch nicht davor halt, Arrangements bzw. die Verteilung/Aufteilung der Instrumente im Frequenzspektrum einschätzen und handeln zu können. Mit ’nem EQ geht notfalls auch noch eine Menge.
          Und wenn man auf denn fetten Sound von Synth x besteht, dann speckt man eben anderweitig im Mix ab. Mix ist immer auch Kompromiss,

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          0gravity  

          @gaffer
          Nun es sagt keiner, dass es einfach ist. Und vieleicht muss man sogar einen EQ bemühen :)
          Und ich gebe Markus Galla auch in sofern Recht, als dass man dann im Mix nicht mehr unbedingt all die tollen Details eines Superinstruments hören wird. Aber soll man es deshalb nicht verwenden?

          Viele Klassiker des Genres triefen nur so vor „fetten“ Instrumenten. Siehe JMJ, Vangelis usw. und die klingen trotzdem phantastisch und detailreich.

          Soll man zur Deutschen Grammophon gehen und denen sagen die sollen für Aufnahmen vom Symphonieorchester nur dünn klingende Celli verwenden weil man das sonst nicht vernünftig aufnehmen kann und die hochwertigen nur in der Kammermusik verwenden?

          Sorry für die Polemik, aber dieses Argument, man könne dies und jenes Instrument nicht im Mix unterbringen weil es zu voll/fett/gut klingt, lese ich eigentlich erst seitdem tausende von selbsternannten „Bedroomproducern“ sich am Sound eines monophonen Analogsynthesizers berauschen und dann plötzlich Schwierigkeiten bekommen wenn es mehrstimmig wird.
          Aus den vielen Berichten über Produktionen aus den 70er und 80er Jahren die ich gelesen habe kenne ich solche Klagen nicht.

          Dessen ungeachtet bin auch ich der Meinung, dass weniger manchmal mehr ist und man nicht jedes Musikstück permanent mit dem kompletten Frequenzspektrum zuballern muss, nur weil man es kann :)

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    Hectorpascal  AHU

    Ganz unabhängig vom Vergleich möchte ich auch mal die Musik loben. Dieser „Melodic-Metal“ (Sorry!) erinnert mich immer an alte Videospielzeiten mit meinen sehr Metal-affinen Kumpel, den ich hier an dieser Stelle Richtung Himmel grüßen möchte. Du warst der Beste!
    https://www.youtube.com/watch?v=OzWfomhse2I
    Edit: Habe gerade gelesen daß der legendäre Rob Hubbard beim Road Rash-Soundtrack mitgewirkt hat! :)

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    pol/tox   1

    Solo:
    1. Behringer
    2. One
    3. Sub

    Im Mix gefällt mir Nr. 2 gut, Nr. 3 am wenigsten.

    Bin gespannt auf die Auflösung! Per PN? Bitte danke.
    Edit: Sehe gerade die Auflösung.

    Habe letztens bei Da-x in Berlin den Moog One angetestet. Sind bei allen Ones die Potis dermaßen leichtgängig?

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      amyristom  AHU

      Da wir schon aufgelöst hatten:
      Du hast korrekt getippt!

      Die Potis des One sind – zumindest bei meinem Exemplar – nicht ultraleichtgängig oder schwabblig. Die Potis des Sub37 sind da durchweg deutlich leichtgängiger. Allerdings haben die Potis z.B. des Behringer Model D mehr Drehwiderstand.

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        pol/tox   1

        „getippt“ ist gut, habe eher geraten =)

        Danke für die Info. Schwabbelig waren die Potis gar nicht, nur halt recht leichtgängig.
        Imposantes Teil, wenn man davor sitzt!

        Danke für deinen Artikel, sehr spannend.

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    Uli23

    Wirklich ein hochinteressanter Hörtest, Kompliment! Mein Eindruck im Mix ist, dass zwei und drei nahezu gleich gut klingen, vielleicht kommt 3 noch etwas dichter rüber, 1 fällt hingegen ab, ist weniger präsent. Solo gespielt wird es für mich deutlicher: 3 klingt am besten, dann 2, dann 1, weil letzterer klingt dünner und etwas zu verstimmt.

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    spookyman  

    Super Test…ich komme nach dem Sturm…Mein Favorit ist auch die Nr. 3, hätte aber eher auf Moog One getippt, und Sub37 in Beispiel 2.

    Die Nr. 1 hat mich auch nicht überzeugt, irgendwie zu sauber, zu präzise, auch wenn die Moog Färbung im Filter des Behringers Model D definitiv vorhanden ist.

    Solche Tests liebe ich. Spannend geschrieben und dazu noch tolle Musik !

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    Sudad G  

    Mir gefällt (3) am besten, gefolgt von (2) und als letztes (1).

    (1) klang mir zu VSTi mäßig
    (3) klang vor allem unten rum sehr schön und angenehm sämig obenrum. Mein Favorit.
    (2) klang auch ok, aber weniger sämig und etwas dunkel.

    Insofern the winner is (3)

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    untitled one  

    Mal abgesehen vom konkreten Ergebnis ist es absolut keine Neuigkeit, dass in modernen Gesellschaften Verwertungsmechanismen immer auch generalisierend symbolisch funktionieren. Waren müssen mit einer Aura aufgeladen werden, um Ihnen einen Mehrwert anzudichten, den sie … haben … oder nicht haben. Siehe Marx, nennt man Fetisch. Warenfetisch. Überbetonung des Tauschwertes, Unterbetonung des Gebrauchswertes.
    Der Behringer Moog Klon ist ja gewissermaßen der Beweis, wie gut man symbolisches Kapital gewinnbringend vermarkten kann. Klingt der nun besser als irgendein anderer Synthesizer, der dem Prinzip subtraktiver Synthese folgt ? Isn Moog ne ?!

    Zudem muss es ja auch einen Zweck geben. Die Musikindustrie operiert ja nicht im luftleeren Raum, sondern in einem konkreten gesellschaftlichen System. Was nützt das ganze Geld von vermögenden Leuten, wenn sie sich nicht von der Masse absetzen können und vermeintlich wertvollere Instrumente kaufen. Das ist eben der Witz, der Wert liegt nicht nur im Ziel, keiner kann sagen, ob der Spieler eines Moog One nicht viel mehr Spaß hatte beim Einspielen als der Boog-Spieler. Das wurde aber auch nicht gefragt. Klar.
    Hätte ich das Geld für einen Moog One würde ich den natürlich auch als inspirierende Wertanlage und nicht nur als funktionellen Gegenstand betrachten und investieren, völlig egal.

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      tomk  AHU

      ja … marx der seine eigenen kinder verhungern lies hätte aus moog denke ne kolchose gemacht! super!!!

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        untitled one  

        Marx war arm. Ja. Seine Kinder litten darunter. Ja. Das ist tragisch, schmälert aber seine analytische Leistung nicht.

        Marx hätte Moog sicher eher bewundert, als auch Behringer. Das o.g. Prinzip ist ja innovativ als auch zerstörerisch. Wie auch immer.

        Mir hätte eine andere Lösung des spekulativen Rätsels besser gefallen:

        – Synth 1: Behringer Model D
        – Synth 2: Behringer Model D
        – Synth 3: Behringer Model D

        Am Ende ist es sogar sehr wahrscheinlich wurscht.

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    8-VOICE  AHU

    1 finde ich, hat einen dünneren Sound, 2 ist schon besser, der 3. hat mir am besten gefallen im Mix, Solo hatte er irgendwie „Wackler“ in Pitch oder was anderem. Bei tieferen Noten und mehr Resonanz würde man wohl grössere Unterschiede hören als bei diesem hohen Solo?! Habe absichtlich nicht alles gelesen – ist die Auflösung schon „da“?

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    RaHen  

    Alle Synths klingen gut. 3 gefällt mir am besten. Aber das bekommt man mit etwas EQ, Dynamikbearbeitung und Modulation bei den anderen auch hin.

    Aber für mich spielt es auch eine Rolle, ob es sich bei einem Instrument um ein Plagiat handelt. Behringer kopierte schon von Anfang an geistiges Eigentum anderer genialer Entwickler. Das fing schon damals mit den Dynamik und Exciter 19″ Geräten an. Das finde ich zumindest bedenklich.

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    TBS

    Kann teilweise RaHen zustimmen, EQ, Dynamik und Modulation, aber es ist hier Geschmackssache, von meinem Geschmack aus hat hier jeder Klang seine Daseinsberechtigung.

    Meine Erfahrung ist, da ich selbst nur mit Softwaresynths arbeite, es gibt schlechte teure Synths als auch gute teure Synths, das gleiche Pendant auch bei Billigsynths/Freeware, es kommt auch an wie ich ihn einsetze.

    Es ist so, es wird immer wieder Hersteller geben, die an Erfolgsmodelle von anderen Herstellern angknüpfen werden und das is ja nicht schlimm, es ist auch eine Chance, was kann Behringer verbessern. Warum Neues aufhalten, man kann es Impuls warnehmen. was kann man besser machen. Man sollte auch darüber im Klaren sein, dass ein Marktmonopol nicht nur einem Hersteller für die Ewigkeit gehört.

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    DJ Ronny  

    Da ich keine Ahnung von den Syntis habe, finde ich es erstaunlich das mir der Sound vom teuersten am Besten gefallen hat. Was sagt mir das jetzt über meine Psyche in Bezug auf die Verwendung von teuren oder billigen Geräten?
    Jetzt bin ich ratlos!

    😅

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    MHSMike  AHU

    Zu guter Letzt noch meine Meinung.
    Für mich klingt die Nr.3 am besten, gefolgt von 1 und dann 2.

    Auf jeden Fall ist der Unterschied wirklich sehr klein, zumindest bei meiner Abhöre.

    Entscheidend ist: einfach gut gespielt !

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    gaffer  AHU

    Ich habe jeweils nur etwa 10 Sekunden in die Soloaufnahmen gehört und spontan entschieden. Mir gefallen sie in genau der gespielten Reihenfolge. Ich habe null Ahnung was was ist, ist mir persönlich auch schnurz. Bin offensichtlich auch alleine mit meiner Meinung. Sollte 1 wirklich der B sein, sollte ich ihn mir mal nähr ansehen.

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      herw  RED

      nö – das habe ich schon am 04.03.2020 – 16:59 Uhr gesagt, aber auf mich hört ja einer. ;)

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    marnew75

    Ich finde 2 am Besten, dann den 3. und ans Ende würde ich den ersten setzen.
    Der zweite klingt schön warm. Der erste hört sich irgendwie beschnitten an… wirkt sehr kühl.

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    AMAZONA Archiv

    Ziemlich GAGA hier. Kauf ich mir nun nen Model D für 300 oder doch lieber nen MOOG One für 7000 ???

    Na ist ja alles egal, klingt im MIX mit Schweinegitarren ohnehin alles gleich.

    Tschüss !

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