Green Box: Akai S1000, AKAI S1100, 16 Bit Sampler

24. März 2018

Wendepunkt des Samplings

AKAI S1100

AKAI S1100 Werbemotiv von 1990

Sampler sind bis in die 80er Jahre hinein vor allem eines: teuer. Halt, das wäre so was von verharmlosend, denn genau genommen kosten die damals sogar ein kleines Vermögen. Sie heißen Fairlight und Synclavier und die Dinger sind in den professionellen Tonstudios trotz der Preise unheimlich angesagt. Mit ihrer Hilfe werden Musikproduktionen schnell fertig und so mancher Song schafft es wohl gerade damit anscheinend mühelos zum Millionseller. Wir haben bereits darüber berichtet und zwar in den Bluebox-Artikel zum NED Synclavier und zum CMI Fairlight.

Selbst für einen vergleichsweise preiswerten E-mu System E-mu II zahlt man 1980 also noch rund DM 16.000,-. Gleichzeitig sind aber in jener Zeit einige Hersteller bereits eifrig dabei, deutlich billigere Lösungen zu entwickeln. Ensoniq schafft 1985 den Einstieg ins Sampler-Business mit dem Mirage schon für einen Bruchteil dieses Preises, E-mu Systems selbst regelt das ein Jahr später ganz ähnlich mit dem Emax. Zur gleichen Zeit jedoch erscheint Akai auf der Bildfläche und zwar zunächst mit dem Modell AKAI S612. Dessen Features sind noch ziemlich limitiert und er gilt in der Branche, etwas spöttisch, als Polaroid-Sampler. Doch die Japaner sind besonders rührig, denn nicht viel später kommen deren Modelle AKAI S900 und AKAI S950 auf den Markt. Es handelt sich immerhin bereits um 12 Bit Sampler mit halbwegs passablen Engines, Memory Expansion und SCSI-Anschluss für externe Festplatte – das ist für damalige Begriffe durchaus beachtlich. Alles das verschafft dem Hersteller auf diesem Gebiet eine gewisse Popularität. Was sich nicht viel später noch erheblich steigern lassen soll.

 Akai S1000 Artikel Intro

Modell AKAI S1000

Der wirkliche Durchbruch gelingt Akai nämlich 1989: Das neuste Modell AKAI S1000 bietet nun anerkannten Profi-Level nicht nur mit 16 Bit/44,1 kHz Soundqualität, sondern auch Stereo-Sampling und jede Menge optionale Expansions für die verschiedensten Bedarfsszenarien. Und das zu einem seinerzeit völlig akzeptablen Einstandspreis, denn schon ab DM 9.890,- ist man dabei. Die Musiker und Tonstudios reißen sich um das knapp 10 kg schwere 3 HE 19“ Rack, manche stapeln die kompakten beige-farbenen Kisten geradezu, wo jeder AKAI S1000 bei Songproduktionen dann bestimmte Instrumenten- oder Trackparts übernimmt. Was war passiert, dass plötzlich alle einen oder sogar gleich mehrere haben wollen?

Features

Schauen wir uns einfach die wesentlichen Features an. Neben der hochwertigen Klangqualität, die intern mit 24 Bit berechnet wird, bietet der AKAI S1000 angenehme 16 Stimmen Polyphonie. Aus heutiger Sicht ist das knapp, damals ist man mit so was aber durchaus zufrieden. Für die Samples stehen werksseitig gerade mal 2 MB RAM zur Verfügung, was bei höchster Klangqualität in Mono gut 23 Sekunden Aufnahmekapazität bedeutet. Man kann jedoch auch bis zu 32 MB erweitern! Anfang der 90er gilt das als geradezu opulent. Zwar findet man auf der Vorderseite standardmäßig lediglich ein 3,5“ Floppy Disk Laufwerk für 2DD (1 MB) und 2HD (2 MB) Disketten, größere Sample Sets verwaltet man damit aber nur unkomfortabel. Daher gibt’s optional einen rückwärtigen SCSI-Anschluss für Festplatten, wahlweise kann man da auch CD-ROM Player anschließen und mehrere solcher Speichergeräte auf Wunsch auch in Serie verkabeln. Aus Festplatteninhalten wiederum lassen sich per Computer CD-ROMs brennen, was schon mal eine prima Archivoption ist. Alternativ klappt das auch mit Optical Media, darüber hinaus lassen sich die Daten sogar auf vergleichsweise preiswerten DAT-Tapes sichern, jeweils passender Anschluss vorausgesetzt. Akai hat ein umfangreiches Angebot für all das inpetto, zusätzlich springen weitere 3rd Party Anbieter auf den Zug auf. Details zu diesen Expansions weiter unten. Und um es vorwegzunehmen: Akai arbeitet später an diesem Erfolgskonzept weiter und legt mit der AKAI S3000 Serie nach, mehr dazu lesen Sie hier. Dort finden Sie auch eine Menge Informationen, die genauso die AKAI S1000 Serie betreffen.

Akai S1000 Werbung

Sample Engine

Wir haben es aus heutiger Sicht zwar mit einem recht einfach gestalteten Sampleplayer zu tun und von einer besonders leistungsstarken Synthesizer-Engine, wie das später und bei anderen Modellen der Fall ist, kann ebenfalls keine Rede sein. Ist das ein Nachteil? Nicht unbedingt, denn der AKAI S1000 klingt in erster Linie vergleichsweise neutral, gibt also Samples mehr oder minder genau so wieder, wie es das Originalsignal hergibt. Ein wenig Einbußen sind je nach verwendetem Klangmaterial einzukalkulieren, wenn die optionale Abtastrate 22,05 kHz verwendet wird, die im Nebeneffekt damals wertvollen Speicherplatz sparen hilft. Die Aufnahmen erfolgen wahlweise via Line In oder Mikrofon, und – wie praktisch – die Buchsen dafür sind direkt auf der Frontplatte untergebracht. Auch das Poti für die Aussteuerung des Pegels ist dort und wie gut der justiert ist, kann man jederzeit im Hintergrund-beleuchteten grafikfähigen 240 x 640 LC-Display ablesen. Bereits an dieser Stelle merkt man, welchen Wert Akai aufs flotte Handling gelegt hat und das gilt dann auch für die weitere Samplebearbeitung. Vereinfacht gesagt: Man muss sich nur von links nach rechts durch die per unterhalb des Display positionierten Tipptaster anwählbaren Menüs arbeiten – fertig ist der spielbare Sound. Der Vorgang beginnt mit der Aufnahme per Mic oder Line In, sofern man sich das nicht bequemerweise per Sample Dump Standard erledigen lassen will, das Signal kann dann noch normalized werden, Sustainloops werden mittels Find-Funktion überraschend schnell gesetzt, das Mapping mehrerer Samples für ein Multisample klappt auch via MIDI per angeschlossener Tastatur.

Klangbeispiele
Forum
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    Tyrell  RED

    Ich bin erst kurz vor dem Start des S3000 zur deutschen AKAI-Crew gestossen. Aber was meine Kollegen damals so erzählt haben, war das wirklich Goldgräberstimmung. Man konnte gar nicht so viele von den Kästen produzieren, wie der Markt gebraucht hatte.

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    MidiDino  AHU

    Freunde von mir nutzen in den 80ern / 90ern einen Akai S1000 oder S1100 zur Produktion von Hörspielen, die zum WDR gingen. Die Kisten waren nicht nur unter Musikern und Tontechnikern angesagt, sondern auch unter einigen Literaten. – Ich bin erst mit dem E-mu EIV in den Kreis der Sampler-User gestiegen und nutze ihn weiterhin.

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    iggy_pop  AHU

    Der S-1100 war mein erster „richtiger“ Sampler mit „richtig“ großem Speicher und „richtig“ amtlichen Frequenzgang, gekauft irgendwann um 2005 herum, als diese Dinger allenfalls als Türstopper oder Briefbeschwerer durchgingen.
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    Innerhalb von einer Viertelstunde merkte ich, daß dieses Gerät und ich niemals Freunde werden würden — die Bedienung fand ich noch umständlicher als bei meinem Prophet-2000, und das Mäusekino konnte es auch nicht reißen. Daher war ich froh, als ich den S-1100 in kürzester Zeit einem glücklicheren (?) neuen Besitzer übergeben durfte.
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    Von dem Geld habe ich mir erst einen Emu E-64 und dann einen E-4 gekauft, mit denen ich sofort zurechtkam — und die heute noch bei mir sind.
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    Nach meiner S-1100-Erfahrung habe ich großen Respekt vor den Leuten, die in den 1990ern ganze Alben damit zusammengeschraubt haben, weil die Arbeit damit wohl einem Straflager gleichgekommen sein muß. Die Musik, die damit gemacht wurde, mag ich zwar größtenteils immer noch nicht, aber die Leistung kann ich würdigen.

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      Violator  

      Dem stimme ich zu 100% zu. Ich hatte auch einen S1000 und später versuchte ich es nochmal mit einem S2800. Ich hatte beide Geräte nicht lang in meinem Studio stehen. Umständliche Bedienung, Filter unter aller Kanone, … ich hab es nie begriffen, was Leute an diesen Samplern so toll fanden.
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      Mit meinen Casio FZ-1 und dem E-mu EIIIxs hatte ich viel mehr Spaß und konnte wesentlich produktiver arbeiten. Die Krönung war dann die Anschaffung eines E6400 ultra (bis auf das EFX-Board Vollausbau). Das ist ein unwahrscheinlich geniales Instrument.
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      Mir gefällt auch der 12Bit Sound enorm gut. Ich arbeite daher auch gerne mit dem Korg DSS-1, Prophet 2000 und dem Roland D-550. Zusammen z.B. mit einem Kawai K1 und einen Evolution EVS-1 klingt das „erste Sahne“
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      Mit Softwaresampler kann ich rein gar nichts anfangen, und einen Akai Sampler vermisse ich auch nicht. Und wenn der S950 – weil 12Bit!!! :-)

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    funkymothers  

    Vielen Dank für den Artikel und die Interviews. Eigentlich eine tolle Art Musik zu machen: Aufnahmen in den Sampler schmeissen, um dann den Song bzw. das Arrangement jammen. Abgesehen von der mühsamen Erstarbeit konnte man alles sofort ausprobieren und herumexperimentieren. Dafür war natürlich der Sound einer DAT Maschine extrem hilfreich.

    Als jemand, der mit Hard Disk Recording in den 90er gross wurde, habe ich viele Stunden damit verbracht, Audiomaterial auszuschneiden und rumzuschieben. Geht natürlich auch, macht aber viel weniger Spass.

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    tomk  

    Die Dinger waren der Hammer, leider auch für den Otto-Normal-Musiker unerschwinglich. Die standen nur in Pro-Studios! Bei mir reichte es nur für einen S900. Jahre später wurde der durch einen S3000XL ersetzt, der verrichtete dann seinen Dienst bis Harddisk Recording erschwinglich wurde.

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    Son of MooG  AHU

    Der Mirage kostete damals ca. 6000,- DM, was ihn als ersten Sampler unter 10000,- DM sensationell günstig machte.
    Der S-1000-Standard funktionierte auch, mit Einschränkungen, abwärts-kompatibel. Selbst der S-01 konnte Sample-Disks des S-1000 lesen und S-01-Disks konnten vom S-1000 gespielt werden. Bemerkenswert finde ich auch die damalige Kompatibilität unterschiedlicher Marken; Akai verstand Emu ebenso wie Ensoniq Roland verstand und umgekehrt. Das Tempo, in dem sich die Leistungsfähigkeit einer Sampler-Generation verdoppelt hatte, war vergleichbar mit dem bei Computern, und oft hatten Sampler mehr RAM und schnellere Prozessoren.

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    Synclavier  

    Gut, jetzt weiß ich auch dass der Anfang von Steve Hackett‘s Song „Days of Long Ago“ von einer Sample Library stammt (siehe Klangbeispiel 1). Ich hörte mir das Beispiel vorhin an und wurde glatt getriggert („Moment mal, das kennste doch…“). Nein ernsthaft: Vielen Dank für den Bericht und die interessanten Interviews. Heutzutage kann man sich in Zeiten von gigabyte-großen Librarys kaum vorstellen, dass man seinerzeit mit den Kästen ganze Produktionen gefahren hat. Ich finde das einfach nur spannend. Also noch einmal vielen Dank! ;-)

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    amazonaman  AHU

    Ich konnte mich nie für einen Sampler begeistern und habe bis heute noch meine 19 Zoll Hardware Sample Player Kisten alla JV1080 und Tg77 etc. Heute in der VST Zeit sind die Sequenzer jedoch nicht so gut auf Hardware zu sprechen. Mir egal, ich bleibe dabei. Akai und diese Rumladerei waren mir einfach zu viel.

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      Maxi  

      Stichwort Rumladerei – stimmt! Das Datensichern und -organisieren auf Diskette oder SCSI-Zip-Drive (kennt das noch jemand?) war grausam! Was war ich froh, als der Sampler in Emagic’s Logic auftauchte. Ich denk mir immer: Wie gut es die Leute haben, die heute mit Musik anfangen!

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    costello  RED

    Vielen Dank für den sehr detaillierten Artikel. Gerade auch die beiden Interviews verdeutlichen sehr schön, wie der AKAI-Sampler zu einer Art Industriestandard in Produktionsstudios werden konnte. Was damit gemacht wurde, gefiel mit zum großen Teil weniger. Für mich gilt halt „stuck in the 80’s“ ;-) Viele von den Best Service- Sounds kenne ich nur zu gut von meinem Roland S-760. Der im Vergleich zum AKAI übrigens ein ausgezeichnetes Filter besitzt. Aber mit der Bedienung habe ich mich nie anfreunden können.

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    Atarkid  AHU

    Nach meinem ersten Sampler, einem Akai S01, war der 3000er wie eine Offenbarung. Allerdings war das Schrauben an Sounds kein Spaß. Ich lese immer wieder, wie toll doch die E-MU-Sampler seien. Leider hatte ich nie einen, aber wie es scheint wäre das damals die bessere Wahl gewesen. Welchen E-MU könnt Ihr denn heute noch empfehlen?

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      psv-ddv  AHU

      Wenn es Dir um den Klang und den kreativen Umgang mit Samples geht: E1, EII, EIII (nicht xp), Emax I (mit Einschränkungen).

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      funkymothers  

      Ich habe 1999 einen E-5000 gekauft und bin damit nie warm geworden. Die Filter sind massiv überbewertet. Der Sampler hat sich wegen SCSI andauernd aufgehängt und wenn man die assignable controllers A-H von einer Faderbox in Echtzeit bewegt hat (Cutoff, Resonanz, Envelopes, etc.) gab es immer Zipper Noise.
      Die.Modulationsmatrix war schon gut. Habe vor zwei Jahren einen Emax II geschenkt bekommen, der kann viel weniger, hat aber einen besseren Sound. Das war der letzte Emulator, an dessen Design Dave Rossum beteiligt war. Alles, was vorher kam ist sicherlich zu empfehlen, wird aber u.U. eine ganze Stange kosten. Habe inzwischen ein paar weitere Sampler gekauft, die besten Filter in 90er Jahre Samplen findet man bei Yamaha (habe allerdings keine Erfahrung mit Roland, die sollen auch gut sein). Ich denke, wenn man Charakter will, sollte es nach Möglichkeit einer see wenigen Sampler mit analogem Filter sein. S1000 ist mittlerweile ganz klar Junk, aber was im Interview mit Bernd schön besprochen wird ist interessant: Man nahm ihn als RAM DAT (wegen des neutralen Sounds) und als solcher ist er auch kreativ benutzt worden, bevor die Mehrheit der Nutzer anfingen, lediglich Libraries zu laden.

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          Dirk Matten  RED

          Verfass deine Kommentare in einem seriösen Textverarbeitungsprogramm und kopiere den Text dann in das Kommentarfeld.

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          Tyrell  RED

          Sorry, die Möglichkeit Kommentare wieder nachträglich zu korrigieren, wird demnächst wieder online gehen. Wir müssen da nur noch was dran basteln ,-)

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    psv-ddv  AHU

    Aus heutiger Sicht ein vollkommen wertloses Stück Elektronikschrott. Im Gegensatz zu seinen Vorgängern (S900/950, etc.) klingt der S1000 genau wie seine Nachfolger einfach nur beeindruckend schlecht. Der S1000 markiert für mich das Ende des Samplers als Kreativinstrument und der Beginn der wilden, musikalisch sinnlosen Sample-Library Sammelorgien. Gesampled hat mit dem Teil eh fast keiner mehr. Daher die „PB“ Version. Is ja auch klar: Aufgrund der mindewertigen Wiedergabetechnik klangen selbstaufgenommene Einzelsamples auf der Tastatur gespielt einmal vollkommen uninteressant. Da muss dann schon die Große String Library her und ein Rack voll mit den Mistteilen. Hauptsache billig. Ach ja, die 90ger, Siegeszug der fliesbandproduzierten BWLer Mucke. Ok, ich hör jetzt auf…

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      psv-ddv  AHU

      Anmerkung: Wäre schön, wenn man die Kommentare nochmal rechtschreib-mässig korrigieren könnte, nachdem man sich in Rage geschrieben hat. Irgendwie funktioniert das in Eurem neuen Seitenlayout nicht mehr.

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      Violator  

      Naja, aber irgendwie hast da schon recht!
      .
      Ich finde den S950 auch besser als den S1000, oder anders gesagt:
      Der S950 ist ein Instrument, der S1000 dagegen eine Produktionsmaschine.
      Ich bin Musiker und kein Produzent, vielleicht konnte ich deshalb nichts mit dem S1000 anfangen!?!?! :-)

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        knutinge  

        Der S1000 ist genau wie der S900, EMU usw. ein Instrument, er klingt nur anders.
        M.E. sollte der inhaltliche Anteil stehst der Formgebung untergeordnet sein. Eine gute Melodie funktioniert in jeder Form.
        Wie auch immer, ich mochte die Akai Sampler von S900-S6000. Gebaut wie ein Panzer und man kam schnell zum Ziel.

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          psv-ddv  AHU

          Anders heist hier, die Transposition und das Filter klingen schlechter als bei den Vorgängern.
          Ein gut klingendes Instrument/Stimme kann richtig eingesetzt die emotionale Wirkung einer Melodie weiter steigern als ein schlecht klingendes. Wobei gut/schlecht natürlich vom Kontext abhängt, aber es geht hier ja um das Klangpotenital eines elektronischen Instrumentes.
          Um die Qualität von Melodien an sich geht es hier doch eher mal überhaupt nicht, oder?

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            knutinge  

            Auch das großartigste Klangpotenital macht aus einer armseligen Idee keinen Ohrwurm, umgekehrt funktioniert es durchaus.
            Aber mal im Ernst: Die Akai-Filter wurden von mir nie eingesetzt und das lag weniger an deren Qualität. Vermutlich nutzen wir Sampler nur unterschiedlich. Ich damals bspw. zum digitalisieren seltener und skurriler Instrumente. Entscheidend ist, was am Ende des Tages rauskommt.
            Damit sind wir wieder am Ausgangspunkt, der Melodie.

  12. Profilbild
    Fab

    Bei all dem Gebashe auf die Kiste tut vielleicht folgende Info gut: Das gesamte Album „Leftism“ von „Leftfield“ wurde mit mehreren S1000 und Analogpult arrangiert und gemischt. Das weiß ich zufällig aus einer Leftfield-Gruppe, in der der damalige Mix-Engineer Mitglied ist.

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      psv-ddv  AHU

      Schade um die tolle Musik. Das Album könnte erheblich besser klingen wenn ein besserer Sampler am Start gewesen wäre.

  13. Profilbild
    Viertelnote  AHU

    wir müssen wie vor dreissig Jahren denken und da war der Akai
    eine Offenbahrung, wie die Filter nun klingen wird damals niemanden
    so sehr gestört haben. Ich denke es war wichtig, alles was geht in die Dose
    zu kriegen. Sammelleidenschaft von Sounds sozusagen, lange Ladezeiten
    hat man da in Kauf genommen. Und heute, naja da macht das der Softwaresampler.
    Die Bedienung war für mich eher umständlich, hatte den 3000er mal kurz, aber
    warm geworden bin ich nicht.

  14. Profilbild
    psv-ddv  AHU

    Ich weiss nicht. Wenn ich mal so über diese altbekannte These nachdenke (Auch ein gutes Instrument macht aus einer armseligen Idee kein…etc.) kommen mir doch Zweifel. Sie beweist sie sich ja quasi lediglich selbst. Also wenn das Gegenteil der Fall wäre: Ein gutes Instrument macht aus einer armseligen Idee einen Ohrwurm) würde man es doch auf die Idee schieben, nicht auf das Instrument und daher annehmen, die Idee wäre gut obwohl sie schlecht ist. In Wirklichkeit ist es aber der Klang, der das Ganze interessant macht. Beispiel: Neuere Hans Zimmer Soundtracks ;-)
    …Ach ja: Als der Hans noch gute Ideen hatte, hat er sowohl mit einem Fairlight II als auch später auch mit einer Batterie Akais gearbeitet. Ergo: Bei einer guten Idee scheint das Instrument dann also nicht entscheidend zu sein, bei einer armseligen aber schon. Q.E.D.

  15. Profilbild
    rez_azel  

    Wenn ich daran denke, was ich 1995 in Sampler investiert habe, wird mir heute noch schlecht :) Wäre ja nicht so schlimm, wenn ich mit Musik dann auch Geld verdient hätte, aber so… Akai S2800i 3500DM , Zip-Drive 200 DM (und Zip Disketten für weitere 200 DM), CD Laufwerk 220 DM, 8MB Speicher 250 DM… Sample CDs für bestimmt 1000 DM… aaargh :) . 1000er Serie hatte ich nie, und den S2800i habe ich inzwischen durch einen 3000XL ersetzt, damit ich meine alten Songs noch abspielen kann. Aber die Möglichkeiten der Akai Serie waren für damalige Verhältnisse schon enorm (im Vergleich z.B. zum Amiga 500). Die beste Akai CD Rom war meiner Meinung nach Distorted Reality.

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