Making of: Portishead Dummy, Trip Hop (1994)

8. Dezember 2019

Lo-Fi Kunst und knisternde Beats - die Geschichte von Portisheads Dummy

Ich höre seit über zwanzig Jahren intensiv Musik.

In den letzten Jahren – und das liegt, denke ich, bis zu einem gewissen Grad auch am Alter, hat sich jene zweifelhafte Gewissheit eingeschlichen, mit der jeder Musikliebhaber früher oder später zu kämpfen hat: Neues will einen nicht so wirklich vom Hocker reißen. Nicht mal das – man geht sogar weiter, ertappt sich dabei, von fehlender Authentizität und nicht vorhandenem Feeling zu schwadronieren, einfach nur, um vor sich selbst und seinem Umfeld die einfache Tatsache zu verschleiern, dass man bis zu einem gewissen Grad abgestumpft ist.

Man wird selten überrascht und ja – das liegt nicht ausschließlich am in die Jahre gekommenen Hörverhalten. Es passiert selten, dass wirklich etwas Neues erschaffen wird. Wenn Platten einen legendären Status erhalten, dann meistens deshalb, weil sie die Nomenklatur eines Genres auf die Spitze treiben und einfach alles richtig machen. Reign in Blood – die perfekte Thrash Platte. In Utero – das perfekte Grunge Album. Eine zweite Kategorie legendärer Alben ist weitaus enger gesteckt. Sie betrifft Alben, die etwas Neues, Unerwartetes der Welt vorlegen und selbstbewusst präsentieren, nach dem Motto – this is us. Deal with it.

Dummy von Portishead fällt unter diese Kategorie. Die Geburtsstunde des Trip Hop kam nicht unbedingt aus dem Nichts. Sie passierte als Kulmination einer persönlichen Entwicklung, sie war das Ergebnis einer Kreuzung von Welten und Grenzüberschreitungen. Drei Köpfe aus drei unterschiedlichen Welten fanden zusammen, schufen etwas, legten es der Welt vor und sagten: Deal with it.

Making of Portishead, Dummy – Music Noire

Wie definiert sich Trip-Hop? Ich würde wagen zu behaupten, weniger durch die Merkmale der Instrumentierung, sondern eher durch die erzeugte Stimmung. Ein schummriges Gefühl, ein Hauch Bedrohlichkeit, der Klang vom Dialog mit sich selbst – intim, aber ein Stück weit nach außen gekehrt, durch seine sehnsüchtigen, oft unerwarteten Ausbrüche. Trip Hop ist Noir, Trip Hop ist Dunkelheit, Trip Hop ist ein schleichendes, erotisierendes Gefühl, nahe an der Angst, eine Ankündigung drohenden Unheils vielleicht. Dummy war einer dieser Fälle, wo ein Klangbild einem Gefühl Ausdruck verlieh, das viele kannten, das aber noch nicht seine musikalische Repräsentation besaß. Erklärt unter anderem, warum Dummy von Portishead so schnell zum Topseller aufstieg. An einer medialen Dauerpräsenz dürfte das nämlich nicht gelegen haben: Beth Gibbons, Adrian Utley und Geoff Barrow haben  in der gesamten Geschichte der Band nahezu kein Interview gegeben.

Nun ist klar, dass Dummy von Portishead nicht die allererste Trip-Hop-Platte war (das dürfte am ehesten noch dem Schaffen von Tricky zugeordnet werden, der mit Massive Attack große Erfolge feierte), aber sie war gewissermaßen die erste, destillierte Essenz des Genres, die ein großes Publikum erreichte. Und das, obwohl die Aufnahmesessions des Albums so experimentell vonstatten gingen, dass das Erfassen von Essenz nicht unbedingt zu erwarten gewesen wäre. Geoff Barrow, Beth Gibbons und Adrian Utley kamen aus unterschiedlichen Welten. Die Art, wie Dummy aufgenommen wurde, würde nicht das zarte Klangbild vermuten lassen, das am Ende herausgekommen ist. Geoff, Beth und Adrian wollten die zarte Instrumentierung zersetzen, sie räuchern – und genau das taten sie dann auch.

Making of Portishead, Dummy – Zersetzung

Bristol, England, 1991 – Geoff und Beth begegneten sich auf einem Forum für Unternehmensgründung. Beide hatten vor, sich selbstständig zu machen und kamen ins Gespräch. Geoff war zu dem Zeitpunkt mit Massive Attack in Berührung gekommen, half der Band mit ihrem Debütalbum und nutzte jede freie Minute im Studio, um seine eigenen Ideen auf Band zu brennen. Er kollaborierte mit Tricky und fertigte Remix-Versionen für Songs von Primal Scream, Depeche Mode und Paul Weller an. Wenn also jemand bereits Fuß in der Trip-Hop-Szene gefasst hatte, dann war es Geoff. Beth Gibbons hatte mit dieser Welt nichts zu tun – ihre gebrechliche, unverwechselbare Stimme hatte ihr vorläufiges Zuhause in den verrauchten Kneipenbühnen Bristols gefunden – eine englische Edith Piaf, verheißungsvoll, voll schmerzhafter Intensität in der Stimme. Im Jazz-Gitarristen Adrian Utley fand die Band ihr drittes Glied, eine Art Ruhepol, der Beths intensiver Stimme und Geoffs ungebremster Kreativität handfeste, instrumentale Arbeit entgegensetzte. Die drei begannen, Ideen zu tauschen, Fragmente aufzunehmen. Adrian fütterte Geoff mit Melodien, die dieser in Texturen verwandelte, aufbrach und verfremdete. Und hier beginnt der wahrscheinlich spannendste Teil der Geschichte hinter Dummy – das wie.

Eine dramatische Geschichte hinter Dummy zu vermuten, wäre fehlgeleitet. Klar handelten Beths Lyrics von Zersetzung, Obsession und Einsamkeit, aber auch das ließ keine Oasis-artigen Eskapaden vermuten. Nein – Geoff, Beth und Adrian waren (und sind) ruhige Charaktere. Öffentlichkeitsscheu. Eigensinnig. Der Abgrund, den Dummy durchschreitet, erhellt sich mit jeder Zeile, die Gibbons singt – hier passieren Introspektion, Anklage und Wehmut, aus einem Guss, zusammengehalten von mal kryptischen, mal konkreten Lyrics. Aber die Persönlichkeiten dahinter führen ruhige Existenzen.

Tatsache ist: Kein einziges Album klingt auch nur ansatzweise so wie Dummy (am ehesten noch die folgenden Alben von Portishead selbst). Speziell Geoffs Ansätze verhalfen der Platte zu ihrem unverwechselbarem Klang. Das konstante Knistern, der Lo-Fi-Charakter und die retro Klangästhetik rührten unter anderem von seiner Obsession mit Tapes und dem Analogen her. Bouncing to Tape lautete die Devise. Doch während viele Bands speziell aus dem Hip Hop dazu tendierten, ihre gesamten Tracks auf Tape und dann wieder in die DAW zu packen, tat Geoff dies in erster Linie mit den einzelnen Instrumenten. Egal ob Streicher, Drumbeat oder Gitarre – immer wieder wurden die Aufnahmen auf Tape gebrannt, um ihnen diese analoge, knisternde Wärme zu schenken, die bei jedem Song der Platte spürbar ist.

Auch die Drums auf Dummy bekamen ihr ganz eigenes Treatment: Clive Teamer spielte die Spuren ein, doch damit war sein Job mehr oder minder auch schon erledigt. Geoff nahm die Spuren auf Tape auf, ging aber noch einen Schritt weiter: Er presste sie auf Vinyl, beschädigte diese willentlich, verwandelte das darauf Gebrannte und zersetzte es anschließend zu Samples – so legte Geoff eine ganze Bibliothek an. In Zeiten von Ableton und Splice, wo man für ein paar hundert Euro solche Bibliotheken mit Tausenden von Sounds kaufen kann, muss man sich vergegenwärtigen, dass Mitte der 90er die Suche nach dem Sound im Kopf nicht darin bestand, sich durch Menüleisten zu klicken. Sondern eben darin, durch Aufnahme und Verfremdung auf Tuchfühlung zu gehen. Resampling sämtlicher Spuren – Geoff Barrow wusste genau, was er damit tat.

Making of Portishead Dummy – Sampling und Gitarren

Das Thema Sampling war also zentral für die Entstehung von Dummy. Massive Attack, die bis dahin mit Geoff gute Erfahrungen gesammelt hatten, schenkten dem Studio-Techniker den Akai S1000 Sampler, dessen 32 Megabytes umfassender Speicher jedoch nicht ausreichte, um aus Dummy eine allumfassende Stereo-Platte zu basteln (der Ruf nach einem Stereo-Mix für Dummy ist bis heute laut). Zu keiner Sekunde, in keinem Augenblick, brechen Portishead mit der analogen Wärme auf Dummy. Die Verwendung von echten Hammond Orgeln arbeitete der Atmosphäre zu – auf „Numb“ und „Wandering Star“ legen sie das brodelnde Fundament oder führen aus der dunklen Klangwelt heraus. Wenn man Geoff jedoch persönlich fragte, war eines der wichtigsten Werkzeuge auf Dummy der Roland RE-201 Space Echo. Denn was Chorus und Flanger für den Grunge ist, ist der Reverb für den Trip-Hop. Der Spring Reverb des Roland RE-201 speziell und seine Verschmelzung mit dem unglaublich warmen Tape Delay der Maschine genießt bis heute einen legendären Ruf. Geoff tendierte dazu, die Drum-Samples mit dem Roland zu verfeinern, aber auch Beths Stimme verwandelte sich mithilfe der Reverb-/Delay-Maschine in manchen Momenten in den sphärischen Überbau, unter dem sich das Lo-Fi-Knistern und Brodeln abspielte.

Eine weitere unverzichtbare Zutat, die sich speziell Synthesizer-Kennern beim Hören der Platte aufdrängt: der Roland SH-101. Wie kaum ein anderer Synthesizer versah er die 90er mit seinem klanglichen Fingerabdruck, doch Portishead schafften es, den Roland SH-101 an seine Grenzen zu bringen und aus der Sawtooth-Schwingungsform und den Sub-Oszillatoren alles rauszukitzeln. Sei es auf „Mysterons“ oder auch auf „Glory Box“ – die Theremin-artigen Klänge stammen allesamt aus dem Roland SH-101, und auf fast jedem Track der Platte ist an irgendeiner Stelle die Roland TR-808 zu hören – beispielsweise beim Fundament von „It Could be sweet“.

Auch die Gitarren haben einen ganz eigenen Sound. Tremolo – das dürfte über weite Teile dominierende Modulationseffekt gewesen sein, den Adrian für viele Parts verwendete. Sei es beim Einstieg von Mysterons oder Roads – das rhythmisch-warme An- und Abschwellen ist fast so charakteristisch für Dummy wie Beth Gibbons Stimme. Adrian hat sich über die Jahre hinweg immer ein bisschen bedeckt gehalten, was die Verwendung seines Equipments im Studio für Dummy anging, aber über die Jahre hinweg sind genug Infos diesbezüglich durchgesickert. Eine von Adrian liebsten Gitarren war eine Black Squier Affinity Telecaster, die er immer wieder über die Songs sprenkelte, doch sein Go-To-Gitarre war zweifelsohne die Gretsch G6129 Silver Jet, mit der er unter anderem seine Parts für Glory Box, Mysteros und Sour Times aufnahm. Strat oder Tele? Telecaster, wenn es nach Adrian ging. Der Jazz-Gitarrist, der um seine Abneigung gegenüber Gibson Gitarren nie einen Hehl machte (obwohl er aus Budget-Gründen jahrelang eine Gibson ES-335 spielte), nutzte für die Aufnahme von Dummy unter anderem eine Jeff Beck Telecaster sowie eine Squier Telecaster. Niemanden wird es darüber hinaus überraschen, dass der mit Abstand präsenteste Amp auf der Platte der Fender Twin Reverb war, mit dem Adrian seinen Großteil der Spuren aufnahm. Auch eine Rat und ein Dunlop Wah kamen des Öfteren zum Einsatz, um den Gitarren ihren leichten Lo-Fi-Touch zu verleihen.

Beth Gibbons Live 2011 (c by Shutterstock)

Insgesamt aber ein Ansatz, der heute natürlich als zu umständlich angesehen wird: Aufnahme und anschließendes Re-Sampling der gesamten Aufnahmen und ihre Verfremdung. Das wird heutzutage auf digitalen Wegen vermeintlich schneller erreicht, aber es dünkt einem dann doch die Vermutung, dass da irgendwas verloren geht. Denn kein Album klingt wie Dummy und erzeugt diese Atmosphäre derart meisterhaft – auch nicht Tricky oder Massive Attack (meiner persönlichen Meinung nach). Geoff Barrow wusste, was er tat, augenscheinlich, als er mit diesem Weg die verrauchte, endlos dunkle und trotzdem dichte Klangwelt schuf. Die Kritiker Englands überhäuften das Debüt mit Auszeichnungen und Lobeshymnen – BBC Music nannte das Album im Jahre 2015 sogar das beste Debüt-Album der 90er. Bis heute erklimmt das Album Top-Listen, schaffte es damals auf Anhieb auf Platz 2 der britischen Charts und ist mehr als die Genre-Kollegen dafür verantwortlich, dass es der Trip Hop-Sound nach Amerika schaffte. Ich persönlich höre das Album bis heute – und sei es nur, um mich an das Gefühl zu erinnern, wie es ist, wenn sich Musik frisch und neuartig anfühlen kann. The rebirth of cool nannten Rolling Stone die Platte. Kann man so stehen lassen.

Portishead Dummy on YouTube

 

Forum
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    mhagen1  

    Vielen Dank für diesen toll geschriebenen Artikel! Die Mischung aus deiner persönlichen Erfahrung und Empfindung und der Beschreibung der Produktion machen die Geschichte rund. Mir zeigt diese Geschichte auch, dass technische Beschränkung durchaus die Kreativität fördern kann. Aber die verrauchten Kneipen in Bristol muss man halt auch kennen. Ein Album wie Dummy wird es vermutlich in Zeiten des Rauchverbots nicht mehr geben :-)

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    Coin  AHU

    Danke für den tollen Artikel.
    Man sagt ja Perfektion hat immer einen Makel.
    Bei Portishead ist Beth´s schüchterne Stimme dieser kleine Makel,
    der die Band für mich perfekt macht.
    <3

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    Analog Twin  

    Du triffst genau den Punkt, nach all den glatten Produktionen ragt Portishead wie ein Monolith aus der Masse heraus. Musik wird zur totalen emotionalen Empfindung, ein Gefühl von Unwirklichkeit. Traf mich vorher genauso bei Joy Division und soundtechnisch einer der Gründe, warum ich wenigstens hobbymässig zum „Raider of the lost sound“ werden musste.
    In diesem Zusammenhang noch der Hinweis auf „the legendary pinkdots“, deren Musik ein für mich ebenso verblüffendes Gefühl und Hörerlebnis erzeugt.

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      Aljen

      Zwischen Joy Division und Dummy liegt noch „Garlands“ von Cocteau Twins. Dieses Debütalbum werden sich Utley, Gibbons & Co. sicherlich oft genug angehört haben. Ich behaupte mal: ohne Garlands kein Dummy. Der Geist schlägt bei Portishead so deutlich durch, dass es mich wunder, dass kaum jemand drauf kommt. Und ich meine es absolut im positiven Sinne. Sogar das Gefühl „hä, aus welchem Paralleluniversum kommt _das_ Zeug denn?“ war beim Initialhören das gleiche. Viele Grüße

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    Ashatur  AHU

    Ein sehr schön geschriebener Bericht.
    Vielen lieben Dank.
    Denn Dummy und Roseland NYC Live gehören bis heute zu meinen Lieblings Scheiben. Es gibt nur wenige solcher Werke welche mich so berührten und es bis heute tun. Da wäre vielleicht noch dromed von Drome (Bernd Friedmann) und Smokers Delight von Nightmares in Wax zu nennen.

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    Maxi  

    Sehr gut. Du darfst gerne gleich mit den Massive Attack-Alben weitermachen. Ja, interessant, wie einige Bands durch eine eigenwillige Herangehensweise die Ausdrucksmöglichkeiten für alle nachfolgenden Musiker deutlich erweitert haben. Man kann das nicht genug hervorheben. Denn auf der anderen Seite waren ja die mit ihrem Glauben an die Formel für „erfolgreiche Popmusik“ und mit ihren Tontechniklehrbuch-Gesetzen. Die, die schon immer wussten, wie es klingen muss, „damit es beim Publikum ankommt“. Beide Seiten haben heute einen festen Platz in den Ohren des Massenpublikums. Der Klangkosmos ist mit Techno, Grunge und Trip Hop reicher geworden.

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    Marco Korda  AHU

    Der Artikel spricht mir sehr aus der Seele. Es sind dieselben Empfindungen, die auch ich hatte, als mir Portishead zum ersten Mal begegneten (mit Dummy). Dabei war es für mich weniger die Soundästhetik. Da war ich einiges gewöhnt, waren Mark Stewart & Mafia und v. a. Adrian Sherwood in verschiedenen Zusammenhängen mit der Melange aus Noise, Dub (Space Echo!) und Beklemmungen (im positiven Sinne) eine Art Blaupause für mich.

    Aber Dummy hat dieses zerbrechliche, zarte mit seinen anschließenden harschen, fast quälenden und schmerzhaften Momenten, die einen mitreißen. Dazu eine Prise Jazz, ein bisschen Pop und alles ist fremd und doch so vertraut. Ein Stück von einem selbst, herausgerissen und als Spiegel vorgehalten. Überragend!

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    iggy_pop  AHU

    Ich habe Portishead 1998 auf einem Festival in Belgien live gesehen und hatte die Gelegenheit, backstage mit den Mitgliedern kurz zu plaudern — sehr eigenwillige Charaktere, das muß gesagt sein. Ich glaube auch nicht, daß sie sich noch an mich erinnern würden. Ich hatte mal einen „Stereo“-Mix von „Dummy“ gemacht, indem ich einfach einen AKG BX-15-Hall dazu mischte — das Tape schickte ich an die Band, habe aber nie etwas von ihnen gehört.
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    Ob Geoff Barrow tatsächlich das RE-201 bevorzugte, sei einmal dahingestellt — bei Liveauftritten verwendet er i. d. R. ein RE-501 Chorus Echo, Adrian Utley nutzte ein RE-301 Chorus Echo, und John Baggott verwendete ebenfalls zwei RE-301 Chorus Echos. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich immer nur vorgehabt, mir irgendwann mal ein Roland-Bandecho zu kaufen, ab da gab’s kein Halten mehr — um die Jahrtausendwende herum hatte ich einen mannshohen Turm aller Roland-Modelle bei mir stehen.
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    Ein 201 hätte ich heute gerne wieder.
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      tomk  AHU

      Für mich zeugt es von einem eigenwilligen Character zu denken, die könnten sich an irgend einen der xten Gruppies erinnern die Sie hinter der Bühne vollschwaffeln.
      Aber zu erwarten ein billiger Hall Mix bringt die aus dem Häuschen, ist doch das Salz in der Suppe (absoluter Schenkelklopfer)!

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          Tyrell  RED 12

          Ich kann keine Gehässigkeit feststellen. Tatsächlich hat er meiner Meinung nach recht.

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            Jörg Bockel

            Na gut, in Ordnung, gehässig ist es vielleicht nicht, Sorry. Trotzdem, da erzählt jemand ne Geschichte zum Thema, und das wird kommentiert mit den Worten: xter Groupie, voll schwafeln und billig.
            Freundlich ist das nicht.

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              Tyrell  RED 12

              der iggy kann das aber sicher ab, da er selbst ein Freund von ungeschönten Kommentaren ist. ;-)

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                iggy_pop  AHU

                Ich könnte mir jetzt die Mühe machen und ihm die näheren Zusammenhänge erläutern, glaube aber, daß er mir meine Zeit, Energie und Aufmerksamkeit nicht wert ist.
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                Ein jeder möge sich selbst so demontieren, wie er es am besten kann.
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                Früher war mehr Lametta.
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    Monoteur  

    Auf jeden Fall ist es eine emotionale, runde Geschichte die da erzählt wurde. Ob das jetzt alles so stimmt, wage ich zu bezweifeln.
    Forum für Unternehmensgründung war eigentlich das Arbeitsamt, Geoff hat nie an einem Regler bei Massive Attack Produktionen gesessen, er hat nur Tee gemacht und war Runner. Vielleicht konnte er mal Abends das Studio benutzen, aber laut eigenen Angaben hat er nie im MA Studio irgendwas gemacht, sondern in seinem Eigenen. Das RE 201 wurde zwar auch benutzt, aber der Haupthall war ein Effekt das The Great British Spring heißt. Außerdem haben 1990 keine DAWs existiert. Es wurde eine Menge resampled, das stimmt, aber alles mit MIDI vom Sampler, auf Mehrspur Tape und dann auf DAT am Ende. Ich nehme mal nicht an, das sich ein Geoff Barrow 1990 eine Otari 24 Spur leisten konnte und es könnte sein, dass man ein Tascam 8 Spur 1/4 Tape benutzt hat. Aber wie der Prozess im Studio war, wird man nie haarklein aufschlüsseln können.
    Der Mythos lebt weiter und was rauskam, war wie geschrieben, die Essenz der Bewegung.

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      Organist007  

      Forum für Unternehmensgründung klingt einfach besser. Wurscht. Hauptsache, sie konnten sich dann der Musik widmen.

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        Monoteur  

        Naja eigentlich klingt Arbeitsamt cooler…auch wenn man die Verweigerungshaltung der Mitglieder kennt. Es war ja kein Businessplan „wie verdiene ich viel Geld mit Musik“, den Portishead vor der Platte gemacht hat…und deshalb ist die Platte ja auch so wie sie ist…

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          TobyB  RED

          Naja bevor du in Bristol abhängst machts du lieber Musik oder springst von der Severn Bridge. Ansonsten sagen sich zwischen Severn, Gloucestershire und Somerset Fuchs und Peter Rabbit Gute Nacht. Ich denke Portishead werden bei Go! Discs/Go! Records schon den einen oder anderen Taler verdient haben. Aber das mit der Unternehmensgründung hat er so schon gesagt und wiederholt.

          Ich hab mal ein Making of zu Dummy gesehen, ich guck mal ob ichs finde. Wenn ich mich recht erinnere wurde in einem Feuerwehr-Haus produziert.

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    Organist007  

    Utley ist für mich der wahre kreative Kopf. Er bevorzugt das Maestro Echoplex und Minimoog. Er hat eine beachtliche Sammlung von Analogsynths und Effekten. Portishead 3 ist etwas zu sperrig. Die 2. ist mir die liebste. Tolle Band, etwas zu soundfixiert und zu wenig songorientiert. Ist aber nur meine persönliche Meinung.

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    DIGITAL-BOHEME

    1994 erwachte ich selbst (musikalisch) und mein inerstes durch diese Musik zum Leben. Das ist und war die Musik die mich und mein Verständnis von Musik ausmachten. Ebenso Massive Attack´s Werke.
    Danach kam für mich nur noch Goldfrapps Felt Mountain, dann nix mehr. Vielen Dank für diese aufarbeitung von Dummy. Danke an den Authoren. Portishead wird alles überleben, auch sich selbst.

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