Test: Denola Pure Rotary-Mixer

3. September 2020

Der Schweizer Rotary, für den "Schema F" ein Fremdwort ist.

Denola Pure Rotary-Mixer

Der Denola Pure Rotary-Mixer

Vermutlich ist es das erste Mal, dass ich hier einen DJ-Mixer, vielleicht sogar generell ein DJ-Produkt, zum Testen stehen habe, von dessen Existenz ich über Facebook erfahren habe. Und, ich bin mir sicher, nur die wenigsten Leser haben von dem kleinen Brand Denola Rotary Mixer oder dem Mixer, dem Denola Pure, bisher gehört. Das macht gar nichts, das werden wir jetzt aber ändern!

Meet the rotary mixer, know the philosophy!

Ich hab den Satz geklaut. Von der Homepage von Denola Rotary Mixer.

Ich möchte genau damit jedoch beginnen, denn wie so häufig bei Spartenprodukten aus kleinen Firmen steckt eine Idee hinter dem Produkt, ein Gedanke zu einem Produkt oder der Wunsch ein Gerät nach eignen Vorstellungen zu bauen – kein Produkt vom Massenmarkt zu nehmen.

Was ist passiert? Der Geschichte nach waren des die Vespari Brüder, Frank Vespari und DJ Little Victor, die mit einem defekten Rotary Mixer bei Luca De Nola landeten, es muss schon einige Jahre her sein. Luca De Nola selbst ist gelernter Elektroniker mit seinen Anfangsjahren bei Panasonic / Technics in seiner Heimat der Schweiz wie auch gelernter Tontechniker und genau in diesen beiden Branchen seit Jahren selbständig tätig.

Der Defekt schien wohl schnell gelöst und ich unterstelle, dass beim guten Getränk nach der Reparatur der Nerd-Talk begonnen hat, der Grundstein für die Idee selbst einen Rotary Mixer zu bauen. Ob nun wirklich die Not dazu bestand? Wohl eher weniger, mehr wohl war es der Spaß an der Entwicklung und der Wunsch ein eigenes Produkt zu bauen.

Simpel sollte der Mixer werden, eine Workstation ohne großen Schnick-Schnack, dafür nur mit besten Komponenten und einem Signalpfad mit angenehmer minimaler klanglicher Färbung aber bestmöglichem Sound. Puristisch ist der Mixer an der einen oder anderen Stelle und legt den Funktionen den Wunsch zu Grunde, dass der Nutzer mit dem Sound arbeitet und auf diesen hört, statt die richtige EQ-Einstellung an der Mittenrasterung fest zu machen

So entstand in eigener Entwicklung der Prototyp des Denola Pure, der, so der Hersteller, großen Zuspruch fand.

Und da nach fast 4 Jahren Entwicklung viel Herzblut, kleineren Explosionen und vielen Verbrennungen am Lötkolben…“ (Luca de Nola)

Nach dem Prototyp ging es dann über die Optimierung: Baugrößen, Platinen vorher noch selbst erstellt wurden nun professionell hergestellt, aber nach wie vor selbst bestückt, Teile wurden verbessert, der Weg wurde bereitet für einen Denola Pure, dem voll analogen 2-Kanal Rotary Mixer, der auch zum Kauf angeboten werden kann.

Jeder Mixer wird von Luca auf Nachfrage gebaut, aktuell mit einer Lieferzeit von 2-3 Wochen für den klassischen Pure.

Klassischer Pure? Ja, denn es gibt auch Varianten. Wer jetzt noch in den Shop von Denola Rotary Mixer schaut wird noch einen Denola Pure mit Interface zur Nutzung mit Serato finden wie aber auch einen Mixer, der ausschließlich Line-Inputs hat. Letzterer wird nun aber eingestellt, da sich diese Variante nicht lohnt, eine Variante mit Interface ist nach wie vor bestellbar. Dazu aber später mehr, erst einmal möchte ich einen Blick werfen auf den puren Pure, so wie er für uns zum Testen gebaut wurde.

Ein paar Worte vorab zum Denola Pure

Der Mixer war schon fertig gebaut wussten wir, doch es musste noch auf den Koffer gewartet werden. In genau so einem wird der Denola Pure nämlich geliefert, perfekt eingepasst in ein Schaumstofffach, daneben in zwei Fächern das Netzteil sowie zwei Kabel.

Der erste Anblick beim Aufklappen des Koffers senkt die Erwartungshaltung an den Mixer nicht, ganz im Gegenteil.

 

Die drei perfekt zugeschnittenen Fächer, gefüllt mit Netzteil, Kabel und dem Mixer, das ist schon sehr sexy. Ehrlich.

Verpackt ist der Denola Pure in einem edel wirkenden Holzgehäuse, welches wie der Mixer selbst in der Schweiz gefertigt wird. Die Oberseite schmückt eine schwarze Metallplatte, matt und unbedruckt. An der Unterseite findet sich ebenso eine Metallplatte mit geprägter Seriennummer. Der Mixer misst 33,5 x 28 x12 cm und bringt rund 5 kg auf die Waage.

An der Front links befindet sich der Kopfhörer-Ausgang in Form einer Neutrik 6,3 mm Klinkenbuchse. Samt Arretierung wohlgemerkt, also Achtung!

Denola Pure Rotary-Mixer

Kopfhörer? Raus geht es an der Front

Rechts befindet sich ein „Pure“-Logo, seitlich ein Denola-Logo. Auf den ersten Blick sehen diese aus wie Sticker, bei genauem Hinsehen erkennt man jedoch, dass diese aus Holz gesägt und eingesetzt sind. Good work und ein Blick für Details.

 

Sehr viel spannender als die Front ist natürlich die Rückseite mit den Ein- und Ausgängen. Hier wird das Holzgehäuse unterbrochen durch eine perfekt eingefasste Metallplatte, in welcher ausschließlich Neutrik-Buchsen verschraubt sind.

Für die beiden Kanalzüge gibt es vier Cinch-Eingänge, vertikal angeordnet nach Kanal 1 und 2. Links daneben befindet sich einer Erdungsschraube und ein Umschalter von RIAA, also vom Phono-Vorverstärker zum Line-Eingang. Dazu zwei Anmerkungen: Zum einen, es gibt einen kleinen Minuspunkt, denn die Mutter an der Erdungsschraube lässt sich komplett abdrehen und da die Schraube nicht besonders lang ist, droht diese schnell mal verloren zu gehen.

Denola Pure Rotary-Mixer

Inputs in Cinch-Form für Phono und Line

Zum anderen und wichtiger, es gibt einen Umschalter für beide Eingänge. Das heißt genau was? Genau, der Mixer kann entweder nur mit zwei Plattenspielern oder zwei Zuspielern auf Line-Level betrieben werden. Nicht gemischt! Gut, gemischt geht natürlich, wenn man hinter den Plattenspieler und vor den Mixer einen Phono-Preamp einbindet und dann den Schalter auf Line umlegt. Das ist aber ja nicht ganz Sinn der Angelegenheit, wäre aber praktikabel.

Denola Pure Rotary-Mixer

Ein- und Ausgänge auf der Rückseite

Weiter geht es: Der Booth findet sich in Form zweier 6,3 mm Klinke-Buchsen, Neutrik, und so groß wie eine XLR-Buchse. Mal wieder: Ich versteh es nicht. Ein symmetrisch geführter Booth-Out in Klinke-Form hat gegenüber einem in XLR-Form einfach nur Nachteile. Das Gute ist: Es ist kein Problem und kostet auch nicht mehr, ist eher sogar erwünscht, denn der Erbauer präferiert da selbst auch XLR. Der Platz ist vorhanden, denn die Neutrik NJ3 als Klinke-Buchsen, die hier verbaut wurden, haben dieselben Abmessungen, wie die verbauten XLR-Buchsen der NC3-Serie.

Diese finden sich für den Master-Ausgang, symmetrisch geführt als XLR, allerdings auch als Cinch-Buchsen. Dies für den Fall, dass dieser benötigt wird und der eher untypische Adapter von Cinch auf XLR nicht vorhanden ist.

Denola Pure Rotary-Mixer

Booth Out wie auch Master Out in Klinke- und XLR-Form

Stichwort untypisch: Definitiv noch nie gesehen habe ich einen Klinkenausgang für den Rec-Out. Und ich meine einen im Sinne von 1. Nicht im Sinne von „ein Ausgang mit zwei Buchsen“. Der Rec-Out wird per Stereo-Klinke und einer Buchse aus dem Gerät geführt. Ja gut, warum nicht. Wer den Mixer besitzt und aufnehmen möchte, der kann sich auch das passende Kabel besorgen. Es muss ja nicht die Allgemeinheit das kleine Aufnahme-Gerät da anschließen. Alternativ und sicher etwas klassischer kann man aber auch einen Cinch-Out bestellen, der dann anstatt der Klinkenbuchse verbaut wird.

Denola Pure Rotary-Mixer

Rec-Out Output-Option

Last but not least finden wir eine XLR-Buchse, 5-Pin, an welcher das Kabel von externem Netzteil kommend angeschlossen werden kann.

Das Netzteil selbst kommt im kleinen Kunststoff-Gehäuse mit Lüftungsschlitzen und wechselbarer Sicherung (220 V / 160 mA). Ein Kippschalter schaltet an diesem auch den Mixer ein. Rein geht es in das Netzteil per Powercon (Kabel mit im Lieferumfang) und von dort geht es per 5-Pol XLR in den Mixer (auch dieses Kabel wird mitgeliefert).
Bei Kabel werden bei Verlust durch Standard Kabel mit Neutrik NC5MX oder baugleich / Schuko-Powercon-Kabeln auswechselbar sein.

Denola Pure Rotary-Mixer

Das externe Netzteil des Denola Pure

Denola Pure – der pure Rotary Mixer

Der erste Blick auf den Mixer mag den einen oder anderen Nutzer kurz verwirren. Die Anordnung der Knöpfe entspricht nicht dem klassischen Layout eines Mixers mit vertikalen Kanalzügen aber auch nicht dem des einen oder anderen Rotarys mit Master-Isolator an der Spitze und Kanälen darunter.

Denola Pure Rotary-Mixer

Der Denola Pure in voller Pracht

Irgendwas ist hier anders und sofort erkennbar sind eigentlich nur die beiden großen Regler für die Kanal-Lautstärke unten und die beiden großen VU-Meter mittig des Mixers. Kennt man die Funktionen kann man sechs weitere Potis benennen, aber mit Phantasie auch wieder nicht.

Wer weiß, vielleicht sind die beiden großen ein 2-Band-Isolator und daneben sitzen die beiden oberen Bänder des 2-Bands-EQs vom Kanal? Nun, an der Innenseite des Deckels des Koffers klebt die Antwort auf die Frage.

Denola Pure Rotary-Mixer

Die wichtigen Infos gibt es im…? Deckel, genau!

16 Potis besitzt der Denola Pure, allesamt ALPS-Potis übrigens, dazu zwei Kippschalter. Die Drehregler gibt es in drei unterschiedlichen Größen und schon damit kann man ein wenig die Funktionen erkennen oder zumindest erraten.

Unten mittig, das ist noch recht klar, da sitzen zwei große Regler für die Kanal-Lautstärke. Große Poti-Kappen auf ALPS RK27 / Blue-Velvet.

Denola Pure Rotary-Mixer

Schau dir mal den Dreher an!

Für die Klangregelung gibt es einen 3-Band EQ. Dieser ist leicht dreieckig angeordnet und positioniert in der ersten, zweiten und dritten Reihe, quasi „um das VU-Meter“ herum. Gut zu erkennen an den großen Kappen, ergonomisch wie der Hersteller es nennt, ein wenig ungewöhnlich, wie ich es nennen würde. Gerade aufgrund des ungleichen Abstandes zwischen den Reglern. So verlaufen Level, Low und Mid diagonal in einer Reihe, die High-Regler tanzen dann aus der Reihe und sitzen oben mittig. Wie gesagt, gewöhnungsbedürftig. Keine Kritik!

Denola Pure Rotary-Mixer

Der EQ in Dreiecksform. Gefunden? Es sind die oberen großen drei…

Die beiden Schalter mittig des Mixers sind die Cue-Taster, Kippschalter mit schwarzem Kunststoff-Griff. Der Lautstärke-Regler für den Kopfhörer-Ausgang sitzt unten links.

Denola Pure Rotary-Mixer

Kippschalter statt Drucktaster für die Cue-Auswahl

Gegenüber, also unten rechts, befindet sich der Regler für den Booth-Out. Das kann man sich soweit ganz gut merken, denn dieser befindet sich meistens irgendwo auf der rechten Seite im eher unteren Bereich.

Ebenso rechts, aber oben, befinden sich zwei kleine Regler, einer davon der Master-Level-Regler. Daneben befindet sich der Rec-Out-Level-Regler. Das habe ich zugegeben auch noch nicht gesehen, außer an einem XONE:92 / XONE:96, wenn man den Master 2 als Rec-Out miss/gebraucht.

Denola Pure Rotary-Mixer

Master- und Rec-Out-Level an der Oberseite

Gegenüberliegend befinden sich zwei Regler mit ebenso kleineren Poti-Kappen nebeneinander. Hier sitzen die Gain-Regler für die beiden Kanalzüge.
Während der Master-Out oben rechts ohne Frage noch der Logik eines Mixer-Aufbaus entspricht, sind zwei Gains nebeneinander an der oberen linken Seite, direkt nebeneinander, ungewöhnlich – um es mal diplomtatisch auszudrücken. Darauf würde man definitiv nicht kommen und, man muss sich definitiv dran gewöhnen.
Wie das in der Praxis wird, dazu komme ich später noch einmal, vor allem, weil einige Potis klicken.

Denola Pure Rotary-Mixer

Oben links sitzen die Gains, direkt nebeneinander

Mitten zwischen all den Reglern und den beiden Schaltern sitzt das VU-Metering. Dieses zeigt den Master-Pegel an – und zwar ausschließlich diesen. Nicht wie einige andere Mixer den Cue-Level bei Auswahl von Cue.

Denola Pure Rotary-Mixer

Das VU-Metering in Stereo-Formation

Der Schweizer Rotary Mixer im Praxis-Test

Wie immer gilt, anschließen und loslegen. Eine Bedienungsanleitung gibt es nicht, braucht man denke ich auch nicht. Dafür die kleine Notiz mit der Poti-Belegung, bis man diese im Kopf hat.

Netzteil und Plattenspieler sind schnell angeschlossen, der kleine Kippschalter auf der Rückseite auf RIAA gestellt. Erstmal heißt es Vinyl only. Geht ja auch nicht anders, also, nicht anders als „only“. Digital only kommt später.

Erstmal durchsehen. Die Anordnung der Regler muss man erst einmal verinnerlichen. Gains oben links, EQ ist klar, Level-Regler auch. Soweit läuft alles und geht auch schnell in den Bereich „intuitiv“. Dennoch, Dinge die man nämlich definitiv nicht tun sollte: Potis verwechseln. Unten rechts mal aufdrehen weil man fälschlicherweise und im Eifer des Gefechts denkt, das wäre der Cue-/Mix-Regler wird richtig weh tun…es ist der Booth-Regler!

Ich fahre das ganze System gefühlt recht kommod, fast schon untertourig. Meine Gains sind bei circa 12 Uhr, also gerade einmal halbe Leistung, mein Master bei circa 1 Uhr. Mein Level-Regler stehen bei 12 Uhr. Das ist mir ehrlich gesagt bei einem Rotary auch noch nicht passiert, aber es fühlt sich angenehm für mich an. Ich weiß nicht genau warum, vielleicht aufgrund der großen Regler, die man einfach nicht so weit dreht? Klar, ich könnte die Gains ein wenig runterziehen mir damit mehr Drehfreiraum bei den Level-Reglern beschaffen, aber warum. Ich hänge so 5-7 dB vor 0 am Metering und das reicht aus, um im Mix knapp unter 0 zu bleiben. Natürlich nur, wenn man mit den Frequenzbändern arbeitet, ansonsten schlägt das Metering schnell in den roten Bereich.

Wichtig ist dabei natürlich zu wissen, dass das Metering post Master-Level-Regler ist und man sich auch mit dem Headroom verschaffen kann, die Anlage hinter dem Mixer aber auch jeden Fall auf das Gerät angepasst sein sollte.
Wer hier einen anderen Wunsch hat, Pre-Master-Level, Input Gain oder oder oder, der kann und sollte sich mit dem Hersteller in Kontakt setzen. So gab es bei einer früheren Version bereits die Möglichkeit per Kippschalter das post Master-Level Metering umzuschalten auf Channel-Metering mit Kanal 1 links und Kanal 2 rechts.

Mit dem Gain auf 12 Uhr bleiben mir eingangsseitig noch gute 8 dB Luft nach oben. Nach unten scheinen es ein paar Meter dB zu sein, genau beziffern kann ich es nicht, denn natürlich endet das Metering irgendwann (bei -20 dB). Wichtig ist im Hinterkopf zu behalten, dass auch wenn der Gain auf Minimum steht, man bei hohem Master-Level den Kanal noch hören kann, wenn man den Level-Regler aufdreht! Der Gain-Regler, auch wenn er am minimalen Punkt klickt, senkt nicht unendlich ab. Er schaltet auch nicht ab, was man bei dem Klicken vermuten könnte. Falls jetzt jemand sagt: Das kann doch gar nicht sein: Doch kann es, der Pure ist auch nicht der einzige analoge Mixer, bei dem dies der Fall ist. Ist jedoch der Level-Regler auf Minimum, kommt natürlich kein Signal mehr durch, egal wie Gain und Master stehen.

Jetzt habe ich bei dem Mixer, bei dem es folgend der Philosophie des Erbauers primär um das Hören geht, doch recht viel über Pegel und co geschrieben. Aber schon die Stellung meiner Level-Regler bei 12, maximal 1 Uhr zeigt, dass hier sehr intuitiv gespielt wird, so, wie es sich für mich gut anfühlt und alles danach, dass wird auf den Mixer passend eingestellt – und nicht anders herum.

Eines noch zum Thema Pegel: Achtung, der Kopfhörer-Ausgang hat ordentlich Power. Den sollte man auch keinen Fall aus Versehen mal kräftig aufdrehen. Auch dazu eine Info: Dieser Pegel kann um 6 dB abgesenkt werden. Auch das kann natürlich bei der Bestellung angegeben werden oder vom technisch-versierten Kunden selbst durchgeführt werden.

Und eines noch zum Thema Kopfhörer-Ausgang: Es gibt zwei unterschiedliche und wählbare Module für den Kopfhörer-Ausgang: das einfache Headphone Modul und das Premium Headphone Modul. Das einfache Modul bietet mehr Ausgangspegel und hat weniger Nebensignalaufnahme von den um herum liegenden elektronischen Bauteilen. Es ist quasi das für alle Kopfhörer praktikable Modul, jedoch mit ein wenig mehr Rauschverhalten im Klangbild.

Das Premium Headphone Modul ist das Bauteil für die Klangenthusiasten. Feiner im Klang und ausgelegt besonders für Kopfhörer ab 50 Ohm (zum Beispiel ein Sennheiser HD 25 mit 70 Ohm, wohlgemerkt, mein AIAIAI TMA-2 hat 32 Ohm und funktioniert einwandfrei). Der Nachteil des besseren Klangbildes ist das Übersprechen von den Signalwegen, wenn man einen sehr hohen Gain und Level-Pegel fährt, welches jedoch erst ab 80 dB Reduktion auf dem Kopfhörer-Weg auftritt. Also fernab einer Kombination von Pegeln, die im Einsatz eintreten werden.

Ein Kommentar dazu: Ich konnte nicht beide Module gegeneinander testen oder parallel hören. Daher verlasse ich mich hier auf die (ehrlich wirkenden) Angaben des Erbauers und gebe das als Info mit. Bei der Qualität des Mixers gehe ich davon aus, dass beide Module einwandfrei und mit sehr gutem Klang funktionieren und erwarte im Klangbild keine großen Unterschiede um ehrlich zu sein. Wenn wir hier über Übersprechen von Signalen im Bereich ab -80 dB sprechen, dann ist das schon ganz weit weg von dem, was man im Einsatz hören wird.
Fakt ist jedoch, mit dem TMA-2 den ich nutze bin ich mit dem Klangbild absolut zufrieden, die Kopfhörer-Sektion funktioniert einwandfrei, nur zu doll aufdrehen sollte man das Level nicht, ansonsten wird es laut. Sehr laut.

Was mit in der Kopfhörer-Sektion rein praktisch fehlt ist ein Cue-/Mix-Regler. Dieser ist für mich im Mix ein elementare und viel benutzter Regler, gerade in dem Moment, in dem man sich schon im Mix befindet – denn ab dann kann man nicht mehr unbemerkt das Verhältnis per Gain verändern.
Diesen gibt es dann zum Beispiel bei der 4-Kanal-Version, dazu später mehr.

Thema klickende Potis: Hat das einen Grund? Nein, zumindest keinen technischen. Aber einen haptischen. Nach Rückfrage beim Erbauer bekam ich die Erklärung, dass zum einen der Poti selbst, der Drehwiderstand ihm am besten gefallen hat und er ebenso das Klicken zu Beginn einfach haptisch gut fand. Zugegeben, das finde ich extrem ungewöhnlich, ich kenne keinen Mixer, bei dem irgendein Level-Regler am Beginn „klickt“ und einem das Gefühl von Anschalten gibt. Gerade jedoch bei den Gain und bei Level-Reglern kann man sich daran schnell gewöhnen und es verstehen, dass man das haptisch schick finden kann. Es hat so ein Gefühl von Einschalten und Aufdrehen. Wie erwähnt, technisch hat das keinen Einfluss. Vielleicht wäre genau das jedoch noch ein Schritt zu Verbesserung, dass der Klick-Punkt auch tatsächlich das Signal komplett absenkt?

Mit genau dieser Idee bin ich scheinbar nicht alleine. Realisiert werden kann etwas dieser Art bei diesem Mixer, aber auch andere Weise.

Realisiert werden kann dies beim Gain- und Booth-Level. Hier können auf Wunsch Relais verbaut werden, die den internen Signalweg vom ausgehenden komplett trennen.

Diese Schaltung wurde so konstruiert, dass diese sich entsprechend des Stromflusses als letzte einklinken und als letzte ausklinken. Das sorgt zum Beispiel dafür, dass trotz Abschalten des externen Netzteils niemals ein Ploppen oder Knallen zu hören sein wird auf der PA. Das ist nicht nur sehr angenehm, sondern auch sehr sicher für den Nutzer…und alle Zuhörer. Kostenpunkt? 35,- Euro Aufpreis.

Zurück in die Praxis, zum reinen Spielen. Wie der Mix funktioniert, das liegt auch primär an den eigenen Fähigkeiten, der Mixer stellt nahezu alles, was man wünscht, zur Verfügung.

Mit drei Bändern als EQ bietet der Denola Pure 2 mehr als einige andere Mixer zum Drehen, zugleich ohne Master Isolator auch weniger.

Die Bänder des EQs liegen bei 12 Hz – 250 Hz (Low) mit einer Anhebung von 18 dB und Full Kill. Die Mitten liegen im Bereich von 250 Hz – 4 kHz, die hohen Frequenzen bei 4 kHz – 35 kHz, ebenfalls beide Bänder mit einer Anhebung von 18 dB und Full Kill.

Nur der Name, oder auch purer Klang?

Klingt wie…nun, der Denola Pure 2 klingt auf jeden Fall pur. Keine Witze über die Band aus dem Süden, wir reden über pur wie klar, neutral, unverfälscht.

Wenn man sich auf die technischen Angaben vom Hersteller verlassen kann, dann ist diese Aussage auch noch in Werten darstellbar. Das Frequency Response Diagramm dürfte ein ziemlich gerader Strich sein, bei einer maximalen Abweichung von +0 / -0,5 dB über den Frequenzbereich von 20 Hz bis 20 kHz. Von 10 Hz bis 50 kHz liegt die Abweichung maximal bei +0 / – 3 dB.

Das ist flach. Sehr flach, im Sinne von unverfälscht. Das bezeichnet den Klang auch ziemlich gut, denn der Denola Pure 2 wirkt nicht, als würde er den Sound färben, nicht verändern, nicht verschönen. Das finde ich persönlich sehr sympathisch, auch wenn man bei einem Mixer wie einer Condesa Lucia zugleich sehr schön empfindet, dass dieser Mixer eine kraftvolle Wärme in den Klang bringt.

Der Pure 2 transportiert vor allem eines, kraftvolle Ehrlichkeit. Damit passt der Klang zum Gefühl und zum Aussehen des Mixers. Eine Einheit, ein Guss.

Wie schaut es nun aus, wenn man an den Knöpfen dreht? Abseits davon, dass ich einen EQ mit Full Kill sehr schätze und, dass 18 dB Anhebung eine Menge sind, mehr als ich benötigen würde, muss ich doch sagen, dass mir persönlich ein Master Isolator oder Filter fehlt. Der EQ ist für mich etwas, was ich für die Frequenzstaffelung nutze, für den feineren Einsatz, während Filter oder Master Isolator den Sound kräftiger formen können und auch für den Mix ein für mich wichtiges Arbeitsmittel sind. Das repräsentiert natürlich nur meine persönliche Meinung, jemand anderes schwört vielleicht auch einen Master Sounds Radius 4 und sagt, mehr als ein High-Pass-Filter bräuchte er gar nicht. Ich kann also gar nicht müde werden zu sagen, dass der Mixer zum eigenen Workflow passen muss. Meistens zumindest. Es ist immer schön, wenn ein neues Produkt im eigenen Setup mal neue Möglichkeiten aufzeigt, für wen jedoch ein Master Isolator ein zentrales Werkzeug zum Sound-Formen ist, der kauft halt keinen Mixer ohne Master Isolator. Klar, was ich meine, oder?

Qualität und Haptik des DJ-Mixers

Qualitativ macht der Denola Pure einen sehr guten Eindruck. Dieser beginnt bereits beim der Lieferung samt Koffer und wie der Mixer und Zubehör wie Netzteil und Kabel in diesem verstaut sind.

Der Mixer, einmal aus dem Koffer gehoben, wirkt ohne Frage massig. Das Auge selbst gibt einem ja häufig schon einen groben Wert, was ein Gerät wiegt. In diesem Fall wird man überrascht sein, denn der Mixer wiegt mehr, als man denken würde.

Denola Pure Rotary-Mixer

Die Verarbeitung des Mixers ist soweit sichtbar tadellos, die Komponenten soweit erkennbar von sehr guter Qualität. So stammen alle Anschlussbuchsen von Neutrik. Hier hätte ich mir schwarze statt silberne Schrauben gewünscht, ebenso übrigens eine Erdungsschraube, bei der man die Mutter nicht komplett abdrehen kann. Dazu jedoch gab es noch während dieser Testbericht geschrieben wurde eine Rückmeldung vom Hersteller, der die geäußerte Kritik umgehend umgesetzt hat. Von nun an wird eine verbaut, die nicht nur deutlich besser zu Schrauben ist sondern zudem auch nicht mehr vollständig abgedreht werden kann.

Verbaut sind ALPS Potis, wie bereits erwähnt, RK27 unter den großen Poti-Kappen.
Diese sind übrigens super schick und edel, aber auch ein wenig anders, als die, die man von den meisten Rotary Mixern kennt. Ob man sich hinsichtlich des visuellen Eindrucks meiner Meinung anschließt, das ist natürlich Geschmackssache, rein haptisch sind diese ohne Frage schick.

Einzig für das Netzteil gibt es Abzugspunkte. Das Kunststoff-Gehäuse mag neben dem wertigen Mixer nicht so wirklich überzeugen, die Spule im Inneren wird nur durch Schaumstoff und den Druck des Gehäuses gehalten. Das muss bei diesem Kaufpreis besser gehen!

Zugegeben, beim ersten Anfassen war ich von den Kunststoff-Kappen auch nicht so wirklich begeistert, wobei bei dem Begriff „Kunststoff“ der Erbauer vielleicht ein wenig die Nase rümpfen wird. Die Poti-Kappen sind aus Bakelit.

Die Idee diese aus Bakelit zu machen, stammt aus den alten Universal Audio 610 Konsolen, welche ich persönlich als super chic empfand.

– sagt Luca de Nola zu den Kappen. Eine kleine Geschichtsreise zurück in die Produktion von Kunststoffen zum Beginn des 20ten Jahrhunderts und sicherlich auch die Gedankenwelt der Menschen, die Bakelit als besonderen Kunststoff ansehen.

Denola Pure Rotary-Mixer

Bakelit. Don’t call it „Kunststoff“!

Es ist jedoch wie so häufig: Nicht alle Rotary-Mixer setzen auf die Kappen wie man sie von Moog und co kennt, nicht alle sind gleich und so ist das subjektive Gefühl am Ende der relevante Punkt – und den kann ich keinem abnehmen.
Rein funktionell gibt es keine Beanstandungen und auch optisch machen die Kappen einen guten Eindruck. Man muss sie halt mögen. Einzig jedoch, mit schwitzigen Fingern ist der schmale Ring der Kappen nicht so griffig wie einige andere gummierte oder gerasterte Alternativen.
Wer mag kann diese aber auch wechseln und den Mixer auch ohne Kappen bestellen, das Geld sparen und selbst Kappen aussuchen.

Das Holz um den Mixer herum ist sehr gut verarbeitet, schließt an den Schnittstellen perfekt ab. Insgesamt wirkt der Mixer per se schon sehr kräftig, das Holz selbst verstärkt diesen Eindruck. Erhaben, kraftvoll, nicht grob jedoch.

Denola Pure 4 und Modifikationen für den Pure 2

An der ein oder anderen Stelle ist es schon angemerkt, worden, für den Denola Pure 2 gibt es verschiedene mögliche Modifikationen. Dazu gehören zum Beispiel:

Booth-Out per XLR statt 6,3 mm Klinke
Easy oder Premium Headphone Out
Internes Audio-Interface / Serato Interface Edition (Preis rund 2500,- Euro)

Auch kann man auf Wunsch einen Pure 4 erhalten, also der Pure 2 mit vier Kanälen. Dieser kann zudem mit einer ganzen Liste an weiteren Funktionen versehen werden, einem Master Isolator zum Beispiel, ein Channel FX Send pro Kanal regelbar mit Pre- oder Post-Fader-Funktion, ein zuweisbarer Crossfader (innoFADER), zwei unabhängige Kopfhörer-Wege, VU-Metering pro Kanal oder einem Phono-Input mit wählbarer Eingangskapazität für unterschiedliche Tonabnehmer-Systeme, so wie es der Formula Sound FF2.2 zum Beispiel bietet.

Das Grundmodell liegt bei 3000,- CHF, also etwas über 2800,- Euro, mit Master Isolator etwa 3400,- Euro und plus für weitere Funktionen.

Generell ist der Pure 2 bereits so ausgelegt, dass man viel machen kann, wenn man das Gehäuse vergrößert. So wie er in der Grundform besteht ist er jedoch auch bewusst komplett symmetrisch aufgebaut.

Fazit

Mir liegt auf der Zunge zu sagen, der Denola Pure ist anders. Aber was wäre das für eine platte Aussage mit Hinblick auf Konkurrenten wie eine Condesa Lucia, Varia Instruments RDM20, Master Sounds Radius 2, E&S DJR-400 und und und. Man kann hier kein Schema anfertigen und drüber legen, wie man es bei digitalen klassischen Club-Mixern und den günstigen Alternativen tun kann. 3-Band-EQ, links die Mikrofon-Sektion, rechts die Effekte. Das funktioniert bei Rotarys nicht. Der eine schwört auf Master-Isolator und nur ein HPF, der andere verbaut zwei unabhängige Filter und einen 4-Band EQ. Crossfader gibt es, oder gibt es nicht, ebenso Effekt-Schleifen oder Master-Insert. Es gibt kein Schema. Und deswegen taugt der Satz „Der Denola Pure ist anders“ nicht die Zeile, in der er geschrieben steht.

Was taugt denn der Satz: „Der DJ sucht den Mixer aus, nicht der Mixer den DJ“? Der ist ganz schön, der könnte von mir sein. Ist er auch. Greifen wir den auf und auch auf das Risiko hin, dass ich mich wiederhole: Definiere deine Anforderungen, wähle dann das Equipment der Wahl.

Der Denola Pure in der rein klassischen Version bietet, was oben geschrieben steht. Purer Klang, kein Schnick-Schnack, 3-Band EQ, kein Master-Isolator, analoges VU-Metering post Master, eine sehr gute Verarbeitung von sehr guten Komponenten. Wer genau darauf einen Blick geworfen hat, den wird der Denola Pure nicht enttäuschen. Und, kleinere oder sogar größere Änderungen können ja wie erwähnt realisiert werden.

Wie zu erwarten, der Denola Pure ist preislich kein Schnäppchen, Qualität und Handarbeit müssen bezahlt werden. 1999,- Schweizer Franken kostet der Denola Pure. Das entspricht 1880,- Euro. Aber bedenkt, das Gerät kommt aus der Schweiz, es fallen also Steuern bei Einfuhr an.

Damit liegt der Denola Pure im soliden Mittelfeld, preislich gleich auf einer Condesa Lucia, nahe einem Formula Sound FF2.2, vermutlich ebenso gleich auf nach Steuern. Ein MasterSounds Radius ist preislich deutlich günstiger derweil, das sollte auch erwähnt werden, ein E&S DJR-400 ist ebenso in der klassischen Version ein Stück günstiger. Mit Ausnahme des MasterSounds tummeln wir uns also im Bereich 1600,- bis 2200,- Euro, der Preis sollte also nicht den Unterschied machen, sondern Funktionen, Haptik, Klang und die eigenen Anforderungen mit Hinblick auf das, was der Denola Pure ist und mit den Modifikationen sein kann.

Plus

  • purer Klang
  • tolle Verarbeitung und Auswahl sehr guter Komponenten
  • auf Wunsch an vielen Stellen modifizierbar
  • das Design eines Kraftpakets

Minus

  • kein Master-Isolator
Forum
  1. Profilbild
    SynergyMan  

    Sich bei dem Preis einfach die Beschriftung zu sparen unterstreicht nicht die Exklusivität, sondern mangelnden Willen des Herstellers zur Perfektion.

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      Bolle  RED

      Unwahrscheinlich, dass auf der Oberseite die Beschriftung fehlt aufgrund von Willensmangel, seitlich und vorn aber zwei Logos aus Holz gesägt Millimeter-genau eingepasst sind in Fräsungen im Gehäuse.

      Ich finde es tatäschlich mal ganz konsequent. Beschriftungen auf Geräten werden nur von den Menschen gebraucht, die mit dem Gerät nicht blind umgehen können. Auf dem Lenkrad deines Autos steht ja auch nicht Lenkrad, dennoch benutzt du es ohne Nachfragen. Und so sollte ein DJ auch sein Handwerkszeug benutzen können..was bei der geringen Anzahl an Potis eh Kindergarten ist und, im dunklen Club hilft Beschriftung eh nix.

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        rio  

        Das kommt natürlich auf den Anwendungsfall an, aber ich benötige schon Pegelangaben, sei es Punkte, Striche oder sonst was… zumal ich das dokumentiere. Nur so kann ich mein Setup reproduzieren.

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          Bolle  RED

          Nun ja, eine Arbeitsweise, wie von dir beschrieben, hat mit der Arbeitsweise eines DJs nun einmal rein gar nichts zu tun. Kein DJ notiert sich irgendwelche Settings während des Sets für eine Reproduzierbarkeit. Was im Studio-Alltag mit analogen Geräten ohne Fragenotwendig/hilfreich/häufig rettend ist, findet im DJ-Bereich nicht statt.

          Plus, viele Erbauer von Rotary-Mixer halten sich fern von Maßangaben und Werten auf der Oberseite, um dem Nutzer die Möglichkeit zu geben nur das Ohr entscheiden zu lassen und nicht visuelle Eindrücke hinsichtlich EQ-Poti-Stellung oder ähnlich. Da legt jeder sein Produkt aus, wie er es haben möchte…

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              Bolle  RED

              Da würde ich ja eher eine schöne Filterbank erwarten, als einen Rotary…dafür macht das ja echt keinen Sinn, so viel Geld rauszuwerfen. Da kann man lieber in ein paar schäne Channel-Strips investieren :)

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                SynergyMan  

                Hier tun sich ja Abgründe auf. Also DJs wollen bestimmte (gefundene) Settings nicht notieren und reproduzieren können, sondern es wird immer aus Erfahrung nach Laune und Ohr zur passenden Situation gedreht ? Wieder was gelernt.

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                  Bolle  RED

                  Ja, die machen immer alle so viel Mist, da ist besser, wenn das nicht reproduzierbar ist :)

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          denola

          Hallo Rio
          Da gebe ich Dir absolut Recht. Um Setup’s reproduzieren zu können ist man 100%ig auf Anzeigen und Referenzpunkte angewiesen. Da hätte ich jedoch bei einer solchen Anfrage für eine solche Studioanwendung eher einen gesteppten Stereo Isolator angepeilt mit Elma Switches in 24 Steps, oder je nach dem was genau die Anwendung sein sollte. Der „Pure“ in der Grundausstattung im klassischen Design wäre effektiv das falsche Gerät dafür :-)

    • Profilbild
      denola

      Hallo SynergyMan

      Besten Dank für deinen Kommentar.
      Effektiv wollte ich den „Pure“ als 2 Channel Mixer nicht beschriftet haben. Grund war dass von mir aus gesehen, so wie jegliche User welche den Mixer unter den Fingern hatten, bereits nach wenigen Minuten praktisch die komplette Bedienung intus hatten, wenn Sie die richtige Einführung bekommen hatten. :-D. Zudem wollte ich ein puristisches Design haben. für ein Gerät das eben so von mir aus gesehen im Wohnzimmer stehen könnte. Darum keinerlei Beschriftung auf der oberen Platte. Wichtig, das Design ist und bleibt Geschmackssache. Zum Glück kann ich auf Alle Geschmacksvariationen eingehen und etwas bieten, was nur wenige können. Nämlich auf einzelne Kundenwünsche eingehen ;-)

      Wie der Bolle sehr gut geschrieben hat, kann man den Mixer so Custom haben wie man möchte. Das heisst, natürlich auch beschriftet und da kann man ebenfalls wählen ob bedruckt eingraviert oder was auch immer einem vorschwebt. Der eine Mixer wurde jetzt von einem Käufer mit einer ganz speziellen Beschriftung geordert. Mehr kann ich aktuell nicht dazu sagen, Wird aber voraussichtlich so in 3 Wochen fertig werden. Um dieses Custom „pure“ Mischpult zu sehen einfach mal auf den Social Medias reinschauen. Vielleicht könnte Dich das noch interessieren. Man weiss ja nie :-D

      https://www.instagram.com/denolarotarymixer/

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    dflt  

    schick! wäre definitiv was für’s wohnzimmer :D aber dafür isses mir dann leider doch zu teuer und würde vermutlich auch nicht angemessen genutzt werden.

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    DJ Ronny  

    Danke für den Test/ Bericht. Mal wieder ein schönes Gerät, fernab von der Masse.
    Ehrlich…. mein erster Gedanke beim Bild, der sieht aus wie das Bedienfeld der Drehmaschine in meiner Lehre und die war von 1932. Die Knöpfe sind bestimmt aus Bakalit. Kam ja dann im Text auch.
    Schön ist der 3 Band EQ mit Kill und + 18 db.
    Vom Design finde ich, erlaubt sich der Hersteller ganz schöne Extras.
    Die silberfarbenen Schrauben und die Klinkenbuchsen mit den Rot zerstört den Anblick und macht den Eindruck, eines Schüler Bastel Objektes.
    Bei Jugend forscht, gebe es einen halben Punkt weniger.
    In mir wächst immer mehr der Wunsch, mir meinen eigenen Rotary zu bauen.
    Vielleicht schaffe ich das ja in 5 Jahren, wenn ich in Rente gehe. Die elektronische Schaltung habe ich schon. Das Gehäuse wird die Herausforderung. Vielleicht habe ich dann einen 3D Drucker.

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      Bolle  RED

      Und los! Ich wäre gespannt. Gehäuse dürfte doch eher weniger das Problem sein, wenn das Innenleben schon „steht“ :)

      Danke erstmal für das Kompliment. Die Sache mit den Schrauben soll schon gelöst worden sein, das ist mir auch aufgefallen. Das rot…ja, Point taken. Mitlesen Luca, da kann noch verbessert werden. Zumal ich es nicht besonders schlau finde ein Kopfhörer-Kabel im Gerät zu arretieren.
      Auf der Rückseite kann man ja eher darüber hinwegsehen, da gilt ja ein wenig „form follows function“ und die roten Hebel stören sicher nicht so.

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        denola

        Hallo zusammen :-D
        Ich lese effektiv gespannt mit.
        Natürlich kann man den Frontstecker auch ohne Rote Arretierung haben. Denke ich bin oftmals und nach wie vor zu Stark An Studiogeräte angelehnt. Neutrik Stereo Jack ohne Arretierung wie gesagt auch möglich, ohne Aufpreis.
        Die Story der Schrauben… Ja verstehe ich natürlich, stört mich auch. War schwieriger als erwartet in Corona Zeit schwarz nicht rostende Linsenkopf Holzschrauben zu organisieren. Dies wurde jedoch auch schon geändert. die neuen denola kommen alle mit schwarzen Schrauben. Danke für den Kommentar

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          Bolle  RED

          Hi Luca, toll, dass du als Erbauer auch teilnimmst, alles liest und mit diskutierst! :)

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    Armin Bauer  RED 1

    Nicht dass ich jemals auf die Idee kommen würde als DJ zu arbeiten. Aber wenn, dann wäre das mein Teil!
    Das Layout ist sicher ungewöhnlich, aber nicht ohne Logik. Da braucht es nach dem ersten Hinsehen wirklich keine Beschriftung.
    Alle Buchsen sauber verschraubt, auch die Cinch, super. Und die Bakelit Knöpfe sind der Hammer. Wer Bakelit mal angefasst hat (habe noch die alten Dreh-Lichtschalter im Keller) weiss, das ist was anderes wie schnödes Plastik.

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        Bolle  RED

        Das ist ja das Schöne an der Geschichte. Der eine steht auf Holz- und Bakelit, große Knöpfe..der andere aufs Metallgehäuse, Kraft im Design….und dann noch die Funktionsunterschiede. Im Gegensatz zu den klassischen Club-Mixern gibt es hier immerhin noch große Unterschiede in allen Punkten.

        Bald kommt der Test zum RDM40….das wird klasse! :)

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    denola

    Hallo Miteinander Luca mein Name und der „pure“ ist mein Baby wenn man so will.

    Erstens mal bedanke ich mich herzlichst beim Bolle, der sich so viel Zeit genommen hat diesen Riesenbericht zu schreiben und das Mischpult richtig unter die Lupe zu nehmen und in den kleinsten Details diesen Mixer auszuprobieren. Einen richtig grossen virtuellen Applaus an Dich meinerseits und wirklich danke nochmals.
    Danke auch an alle Leser welche sich die Zeit nehmen diesen Bericht zu Lesen und konstruktive Kritik abzugeben.

    Was mir wichtig ist, was bei den Usern ankommen soll bezüglich der Philosophie hinter dem Mixer ist die Folgende:
    Der „pure“ sollte ganz klar ein Liebhaber Mixer werden welcher den Fokus darauf legt auf den Klang und die eigenen Ohren zu vertrauen und so zu arbeiten. Kollegen ,wir arbeiten schlussendlich mit Musik ;-)

    Der „Pure“ soll den Sound von der Platte oder CDJ so neutral wiederzugeben wie es geht, und wenn man den Sound färben möchte dann, Den Iso dafür einsetzen. Man soll mit dem Mixer einfache Übergänge zwischen 2 Songs machen, ohne Schnick Schnack, ohne Effekte sonder effektiv Songs welche in den Ohren von Produzenten und Musiker Perfekt generiert wurden zusammenfliessen zu lassen. Und das ganze auf Gehör. und nicht auf die perfekte 12Uhr Stellung. darum hat der Pure keine Beschriftung. und sicher nicht weil ich zu Faul bin :-D

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    AdrianM

    Ich durfte den Pure Mixer an einer Präsentation im Club und nun zu Hause ausgiebig testen.

    Was mich unabhängig von den technischen und äusserlichen Details als User am meisten beeindruckt, ist der enorm warme Klang. Das kannte ich bisher von den üblichen Mixer Rane, Pioneer oder Xone nicht. Bzw. habe ich klanglich nie einen Unterschied gehört. Bei digitalen Tracks fehlt mir oft die Wärme, welche der Pure Mixer aber irgendwie hinzufügt – keine Ahnung wieso.

    Ein anfangs negativer Punkt, war für mich die fehlenden Raster bei den EQs. Ich hab mich bei bisherigen Mixer, zumindest im Bass Bereich, stets an die goldene Mitte gehalten. Ohne Raster muss man sich wirklich auf sein Gehör verlassen, was sich dann aber natürlicher und künstlerischer anfühlt.

    Mir gefällt auch, dass der Kopfhörer Ausgang sehr laut einstellbar ist, da ich vor allem nach längeren Sessions irgendwann aufdrehen muss.

    Was mir nicht so gefällt ist, dass ich den MasterOut nicht mit den Kopfhörern gegenhören kann. Ich hab zu Hause nicht einen akkustisch optimal eingerichten Raum. So kann es vorkommen, dass ich den Bass zu stark aufdrehe. Das wiederspiegelt sich dann im aufgenommenen Mix. Ich hab mir aber damit geholfen, die EQ’s anstatt den Kanalregler herunterzudrehen.

    Mein Fazit: Schönes Teil, klanglich next Level, mit gewissen Details aber sicher noch DJ-freundlicher

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    kloebraun

    Als digital DJ mit grosser Liebe zu House öffnet mir der Pure Rotary Mixer eine neue Welt in Sachen Handling (Performance) und Qualität. Klar, jeder Rotary zwingt dich, im Gegensatz zu herkömmlichen Mixer, zu einem anderen Handling. Aber was mich am Pure fasziniert, ist definitiv die Klangqualität.

    Ich durfte den Mixer in einem Club, aber auch zu Hause testen. Zu Hause konnte den Vergleich zum DJM900NXS2 aber auf denselben Monitoren ziehen. Es ist tatsächlich so, dass die Musik viel wärmer und sauberer klingt. Zudem habe ich das Gefühl, dass die beiden Tracks beim Mischen miteinander verschmelzen. In meinen Ohren fehlt mir bei meinen Tracks oftmals der «Wumms», was ich beim DJM900NXS2 entweder mit Bass erhöhen oder Höhen und Mitte verringern versuchte zu kompensieren. Der Klang wird dabei verfälscht und hört sich bissig und unschön an. Beim Pure kann ich nach Belieben die Bässe erhöhen und es hört sich immer noch grandios an.

    Die einzige negative Kritik kann ich für den fehlenden Master Cue geben. Jedoch kann man sich diesen ja noch einbauen lassen. In Sachen Schönheit schliesse ich mich DJ Ronny an, denn da könnte man sicherlich verarbeitungstechnisch noch etwas rausholen. Und ich verstehe, dass das insbesondere wegen des Preises als Kritikpunkt betrachtet wird. Trotzdem verschwindet dieses Detail im qualitativ hochwertigen Gesamtpaket.

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