Marktübersicht: Die besten DJ Rotary Mixer

19. März 2020

Die besten Rotary Mixer von 380,- bis 4000,- €

Die besten Rotary Mixer

Die besten Rotary Mixer Tests im Überblick

„Die besten Rotary-Mixer“ in einer Übersicht? Also entweder ich schreibe alle Geräte hier auf und weise mehrfach darauf hin, dass die Reihenfolge irrelevant ist…oder, ich bin lebensmüde. Der beste Rotary-Mixer? Wow, ok, jetzt bin ich wirklich lebensmüde. Diese Tür macht niemand freiwillig auf. Und ehrlich, da diskutiere ich lieber mit irgendwelchen Alt-DJs, für die sich niemand mehr interessiert, ob Vinyl-DJayism besser ist als das, was heute passiert oder nicht. Ja, Vinyl-DJayism – das klingt schlimm. Und es ist bewusst so schlimm gewählt. So schlimm, wie solche Diskussionen dann meistens auch klingen.

Zurück zum Thema: Rotary-Mixer. Diese sprechen eine ganz spezielle Kundengruppe an, hatten in den letzten ein bis zwei Jahren mal wieder einen Hype und sind leidenschaftlich diskutiert, wenn auch manchmal gar nicht so unterschiedlich. Die Formen sind hochkant oder quer, viele Funktionen oder sehr sparsam, Holz oder Metall.

Der Markt ist hinsichtlich der Masse überschaubar, doch reicht er von den kleinen Boutique Rotary Mixern über namhafte Hersteller wie Formula Sound bis hin zu den Modellen, für die es Umbau-Kits gibt. Egal, ob vom Hersteller (was derweil für kein Modell auf dem Markt mehr gilt) oder von Bastlern (die genau diese eben genannte Lücke füllen). Früher gab es dieses Kits noch, von Allen & Heath für den XONE:92 zum Beispiel oder von Pioneer für den DJM-1000.

Nun, die Modelle, die es gibt, versuchen wir natürlich zu testen. Das klappt nicht bei jedem Modell, aber wir arbeiten dran. Manchmal sind wir auch auf Leihgaben von Privat angewiesen, wenn der Hersteller gar nicht die Möglichkeit hat, eine Test-Unit zu versenden. Falls also jemand einen besonderen Rotary hat und würde den gern mal in einem Test sehen, bzw. würde sich bereit erklären, diesen einmal zur Verfügung zu stellen, kontaktiert mich gern! Es gibt noch Lücken in der Liste.

Die Rotarys, die wir bis dato getestet haben, in eine Reihenfolge zu bringen, greift das Thema vom Einstieg wieder auf: lebensmüde. Wir haben es trotzdem getan und haben auch eine Chart-Liste. Diese entspricht meiner Einschätzung und meiner persönlichen Vorliebe und ist so diskutabel wie wohl nichts anderes auf der Welt.

Formula Sound FF4.2R / FF6.2R Rotary Mixer

Formula Sound FF4.2R

Formula Sound FF4.2R

Der Formula Sound FF4.2R ist der Rotary-Mixer, der bei uns aktuell auf Platz 1 der Charts steht. Das mag den einen oder anderen irritieren, denn es ist sicher nicht das Modell, an das die meisten denken, wenn sie an einen Rotary-Mixer denken. Dennoch ist es bei uns die Nummer 1, denn der Mixer ist hinsichtlich der Funktionen am Ende das mächtigste Modell der Reihe, mit 4, oder mit 6 Kanälen ist dann am Ende fast schon egal.

Funktionen? 4-Band-EQ, separate High- und Lowpass-Filter in jedem Kanalzug, zwei Send-Wege, jeweils im Kanalzug einschaltbar, ein Insert (auch einschaltbar), Master-EQ (drei Bänder), Split-Cue und Pre-/Post-EQ-Kopfhörerausgang, Crossfader (zuweisbar und mit variabel wählbarer Fader-Kurve). Kanal 2-4 sind klassisch bestückt mit Phono- und Line-In, Kanal 1 weicht ein wenig ab mit zwei Klinkeneingängen wie auch XLR und fungiert primär als Mic-In oder Return-Kanal für die Send-Wege. Er kann aber auch als normaler Line-In genutzt werden, nur dann nicht per Cinch-Eingang, sondern per Klinkeneingang.
Für den Mic-In lässt sich auf der Unterseite Phantomspeisung zuschalten, zudem verfügt der Kanalzug über einen Kompressor, Threshold und Ratio lassen sich ebenso an der Mixerunterseite fix einstellen. Dort gibt es übrigens noch so schöne Sachen wie Crossfader an-/ ausschalten, den Zonen-Ausgang mono setzen, der Mono- oder Sub-Bass-Ausgang (XLR, Rückseite) lässt sich dort wählen als Mono-Out oder als Sub-Bass-Out und für den Kanalzug 1, Mic-In lässt sich wählen, ob dieser auf dem Booth-Out ausgegeben werden soll oder nicht.

Andere Modelle, zum Beispiel der FF2.2 als DJ-Mixer für Vinyl- und Sound-Enthusiasten, bieten dann speziell für Vinyl zum Beispiel die Mono-Summierung der Bässe oder ein Rumble-Filter für die Kanalzüge sowie eine Anpassung der Eingangsimpedanz, abhängig des Tonabnehmersystems. Den FF4.2 L oder R gibt es dann auch als 6-Kanal-Version, ebenfalls als L- oder R-Variante, also Line-Fader oder Rotary-Version.

Formula Sound FF6.2R

Formula Sound FF6.2R

Plus- und Minuspunkte? Nun, zum einen muss man sagen ist der Mixer ohne Frage der massivste Mixer, den ich kenne. Egal ob mit Fadern zum Drehen oder zum Schieben. Mit einem Formula Sound FF könnte man die Scheibe zu seinem Wagen einschlagen, falls man die Schlüssel verlegt hat, aus Frust über die defekte Scheibe ein paar Bier aufmachen, den Mixer dann auf Suff ein paar Mal fallen lassen, in den Club stolpern, das Ding anschließen und der Mixer würde einwandfrei laufen. Dieser massive Klotz wirkt unzerstörbar. Allerdings ist er auch eher so brachial wie die Kraft, die in ihm steckt, er ist schwer und er ist klobig. Windschnittig wie ein Feldstein.

Testbericht Formula Sound FF4.2R / Preis:  2599,- € / 3990,- € für die FF6.2R-Version
Testbericht Formula Sound FF2.2 / Preis: 2249,- €

MasterSounds Radius 4 Rotary Mixer

MasterSounds Radius 4

MasterSounds Radius 4

Der MasterSounds Radius 4 hatte es bereits einmal an die Spitze unserer Charts gebracht, wurde dann aber von Formula Sound verdrängt. Aber ehrlich, nur sehr knapp und auch nur rein subjektiv und eigentlich gehören sie beide auf Platz 1.

Warum er da oben ist? Nun, die Mixer made in UK sind haptisch einfach ein absoluter Knaller zwischen robust und schön und verfügen über technische Daten, nach denen sich der eine oder andere Mixer nur umschauen kann. Ich sage nur kurz 27 dBu Headroom und ein Dynamikumfang von mindestens 116 dB, THD bei 0,000026 Line-In zu Master-Out symmetrisch bei Unity Gain.

Gebaut werden die MasterSounds Mixer von Andy-Rigby Jones. Bei dem einen oder anderen mag es klingeln, genau, dem Father of XONE, der Mann, der mit Richie Hawtin damals den XONE:92 nach der Grundidee zur Marktreife gebracht hat und auch danach noch für einige XONE-Modelle verantwortlich war.

Der Radius 4 ist ein 4-Kanal Mixer, relativ simpel gehalten, mit einem Highpass-Filter pro Kanal, Trim und einem Send, ebenfalls pro Kanal. Achtung, der Return kann zugleich als Master-Insert genutzt werden, Belegung der Stecker beachten, ebenso den kleinen Druckschalter unter den Return-Buchsen!

MasterSounds Radius 4

MasterSounds Radius 4

Durch die geringe Anzahl an Potis pro Kanalzug ist der Mixer breiter als hoch, wirkt dabei dennoch massiv, was zuletzt auch der haptische Eindruck ist. Der Mixer ist verdammt solide gebaut, haptisch einer der schönsten Mixer, die ich kenne. Man merkt, wer die Geräte baut. Ganz subjektive Meinung: Die schönen Cue-Schalter, die je verbaut wurden!

Ein Master EQ/Isolator sitzt vertikal neben den vier Kanalzügen, rechts davon befinden sich Master-, Booth- und Phones-Level. Insgesamt ist der Mixer also sehr einfach gehalten.

Auch interessant, es gibt den Radius 4 auch mit verbauten Röhren, das gute Stück heißt dann Radius 4V. Zudem gibt es beide auch als 2-Kanal-Version.

Testbericht MasterSounds Radius 4 / Preis:  ca. 1380,- € vor Steuern
MasterSounds Radius 2 Preis: ca. 1100,- € vor Steuern

Condesa Lucia DJ Rotary Mixer

Condesa Lucia Rotary Mixer

Condesa Lucia

Die Condesa Lucia, ein Rotary-Mixer, der einen weiblichen Namen trägt, gebaut von Hand in Australien. Ein ohne Frage wunderschöner Mixer, nicht nur optisch, sondern auch haptisch, qualitativ, klanglich und funktionell.
Der 2-Kanal Mixer bietet einen 3-Band EQ in jedem Kanalzug für einen sehr sanften Eingriff, zudem einen Master-Isolator mit 12 dB Anhebung und Full-Kill auf drei Bändern mit sehr wohl gewählten Frequenzbereichen.
Zudem verfügt die Lucia über einen Send-Weg pro Kanal und einen gemeinsamen Return-Weg für die Einbindung externer Effekte. Der Mixer ist also hinsichtlich der Funktionen relativ klassisch gehalten, bietet nur den Fader zum Drehen, nicht zum Schieben.

Das Boutique-Modell liegt mit einem Preis von knapp unter 2000,- € im Mittelfeld, für einen kleinen Aufpreis gibt es einige mögliche Modifikationen.

Condesa Lucia Boutique Rotary Mixer

Condesa Lucia

Die Lucia ist auf jeden Fall ein Mixer, der im Test sehr überzeugen konnte und einen genaueren Blick wert ist.

Testbericht Condesa Lucia / Preis: 1832,- bis 1863,- €, je nach Ausstattung, netto.

Varia Instruments RDM20 Rotary Mixer

Varia Instruments RDM20

Varia Instruments RDM20

Wer hat’s erfunden? Nun, nicht die Schweizer, Varia Instruments jedoch stammt aus der Schweiz und die beiden Jungs hinter diesem extravagantem Mixer bauen diesen unter Einbindung lokaler Zulieferer in per Hand in ihrer Heimatstadt.

Auffällig ist bereits das Design und auch das Gehäuse, das nicht ohne Grund den einen oder anderen an ein medizinisches oder labor-technisches Gerät erinnern könnte.

Klar ist auf den ersten Blick, dass der RDM20 aus der Reihe tanzt, eigentlich aber recht klassisch in den Funktionen ist. Jeder der beiden Kanalzüge besitzt einen 3-Band Isolator, vor dem Master-Out sitzt ein Master-Isolator. Zusammen mit den Level-Potis besiedeln diese Funktionen die flache Seite des Mixers. An der angewinkelten Seite sitzt ein VU-Metering sowie die Potis für Master-Out, Kopfhörer-Out und der PFL-Mix Regler. Einen Cue-Schalter gibt es, einen! Cue A oder Cue B.
Ohne Frage, der RDM20 sticht hervor, bietet dabei aber klassische Funktionen, sehr gute Qualität und einen sehr schönen Klang.

Varia Instruments RDM20

Varia Instruments RDM20

Preis für dieses besondere Modell? Knapp über 2000,- € netto bei Vorauszahlung eines Teils des Betrages und einer Lieferzeit von 4-6 Wochen.

Testbericht Varia Instruments RDM20 / Preis: 2070,- € vor Steuern

SuperStereo DN78 Rotary Mixer

SuperStereo DN78

SuperStereo DN78

Der SuperStereo DN78 ist, in eigentlich allen Varianten, in denen er erhältlich ist, ein HiFi-Rotary-Mixer durch und durch. „Manufacturing of high-grade custom audio mixers“ – so der Slogan der Herstellers, wobei angemerkt sein sollte, dass SuperStereo derweil zu Formula Sound gehört. Das passt auch sehr gut, denn der Mixer ist rock solid build und zugleich wirklich hochwertig.
Hinsichtlich der Funktionen ist das Modell aus Großbritannien eigentlich recht klassisch: 3-Band EQ, Master-Isolator, Send- und Return-Weg und ein Gain.

Breiter als tief bietet der Mixer eine tolle Optik mit schwarzem Gehäuse und Seitenteilen aus Holz wie auch Haptik mit großen Potikappen, großen Drehreglern für die Input-Auswahl und genügend Platz zum Arbeiten auf der Oberfläche. Was auf der Oberseite keinen Platz gefunden hat, befindet sich an der Front, zum Beispiel die Regler für den Kopfhörer, aber auch der Master und der Channel-Gain wie auch der FX-Send & Return. Ungewöhnlich, aber warum nicht?

Ohne Frage, der eine oder andere Punkt ist auffällig. Punkt Nummer 1, rechts unten leicht sichtbar, da schlummert und arbeitet eine Röhre. Diese gibt dem SuperStereo DN78 besonders dann einen charakteristischen Klang, wenn man das Signal leicht (oder stark) zum Zerren bringt. Im normalen Bereich fällt diese nicht besonders ins Gewicht, sorgt zumindest bei normalem Hörerlebnis für einen herausragenden, spezifischen Klang. Wer  jedoch die Verstärkung der Röhre im Klangbild wünscht, wird hier fündig. Für rund 300,- € Aufpreis gibt es übrigens auch noch eine audiophile Version mit diskreten Phono-Preamps und Jantzen Kondensatoren.

Auffällig ebenso und absolut untypisch ist aber auch die USB-Schnittstelle. Ich kenne ehrlich gesagt keinen Rotary-Mixer, der ein internes USB-Audiointerface besitzt, außer den SuperStereo DN78. Das ist natürlich schon sehr spezifisch und spricht, sofern gebraucht, einen ganz bestimmt sicher kleinen Kundenkreis an. 32 Bit und bis zu 384 kHz, auch hier ist der Mixer auf audiophilen Spuren unterwegs und macht keine Kompromisse.

Auffällig Part Nummer 3, der Mixer hat einen Crossfader. Zum Drehen!

SuperStereo DN78

SuperStereo DN78 – die Rückseite

Testbericht SuperStereo DN78 / Preis: je nach Ausstattung & Modell 2499,- bis 2999,- € brutto

Can Electric Taula 4 Rotary Mixer

Can Electric Taula4

Can Electric Taula4

Gebaut werden die Taulas in Barcelona, „die Taulas“ auch deswegen, weil es derweil eine 2-Kanal-Version gibt.

Der Taula bietet als analoger Mixer ein interessantes Design, an das man sich kurz gewöhnen muss. Keine Sorge, nichts Wildes, lediglich die Anordnung der vier Potis in jedem Kanalzug ist anders, als man es so kennt – quadratisch statt vertikal. Der Mixer bietet hier einen Trim-Regler und einen 2-Band EQ. Zudem gibt es einen Send in jedem Kanalzug. Der Return kehrt zurück in den Mixer und darf mit einem Level-Regler in der Lautstärke angepasst werden. Effekte kann man bei diesem Mixer also wundervoll einbinden.
Natürlich bietet auch der Taula 4 einen Master-Isolator und dieser ist ein Highlight, genau wie der EQ hat dieser nämlich im Test richtig Spaß gebracht.

Ein wenig ungewöhnlich auch, die Anschlüsse am Mixer sind an der Oberseite – klar, da käme ja auch der Kofferdeckel drauf.

Alternativ zum Koffer gibt es übrigens auch ein normales Gehäuse mit Holzblenden an den Seiten. Die Version spart sogar ein paar Euro.

Testbericht Can Electric Taula 4 / Preis: 1650,- bis 1790,- € vor Steuern
Can Electric Taula 2: 1350,- bis 1490,- € vor Steuern

Rane MP2015 & Rane MP2014 Rotary Mixer

Rane MP2015 - die besten Rotary Mixer

Rane MP2015

Der Game Changer? Der Rane MP2015 hat ohne Frage große Aufmerksamkeit auf sich gezogen, ist er doch ein Wolf im Schafspelz. Ein digitaler Mixer im Gewand eines analogen Mixers. Dazu gab es damals im Testbericht in der Tat viel zu sagen, sehr viel. Kein Wunder, denn der Mixer bietet auch eine ganze Menge Funktionen wie auch, wie so jeder Rotary, die eine oder andere Besonderheit.

Allen voran, der Rane MP2015 ist für mich nach wie vor eine Instanz dahingehend, wie gut ein digitaler Mixer klingen kann.

Der Mixer bietet einen 3-Band EQ pro Kanalzug wie auch ein separates Filter pro Kanalzug, wählbar zwischen Highpass-, Bandpass- und Lowpass-Charakteristik.
Alle Kanäle können (separat voneinander) entweder zum Master oder auch auf einen Sub-Mix geroutet werden, der erneut einen 3-Band-EQ und ein Filter-Glied bietet.
Für externe Effekte gibt es einen Effekt-Loop, der übrigens auch auf den Sub-Mix geroutet werden kann, was den Sub-Mix in dem Moment zu einer Return-Spur macht.

Natürlich besitzt der Rane MP2015 einen Master-Isolator.
Thema Digital: Der Rane MP2015 besitzt ein internes Interface, wie auch digitale Inputs und Outputs.

Der Rane MP2014 ist der kleine Bruder des Rane MP2015, nur mit zwei Kanälen. Im Prinzip ist der Aufbau derselbe, lediglich der Sub-Mix geht verloren. Damit auch natürlich die Möglichkeit, den Return des FX-Loops auf dem Sub-Mix zu routen. Der Effekt-Return kommt demnach direkt im Kanalzug zurück, was bedeutet, dass das Effektgerät dringend einen Dry/Wet-Regler besitzen sollte. Alternativ muss man den Effekt per Taste jeweils ein- und ausschalten, inklusive Pegel- und Klangveränderung.

Rane MP2014

Rane MP2014

Neu ist der Rane MP2014 nicht mehr zu finden, da hilft nur eine Suche auf dem Gebrauchtmarkt, wie es scheint.

Testbericht Rane MP2015 / Preis:  2625,- €
Testbericht Rane MP2014

Audio DJ SP4 Rotary Mixer

Audio DJ SP4

Audio DJ SP4

Der Audio DJ SP4 ist ein Paradebeispiel für einen klassischen Rotary-Mixer. Wow wow wow, nicht gleich durchdrehen, weil ich Rotary-Mixer und klassisch ohne ein Wort dazwischen genutzt habe! Es ist halt so, ein nahezu klassischer Mixer, nur dass er halt Potis hat statt Line-Fadern.
Klassisch ist das Modell aus Italien deswegen, weil der Mixer tatsächlich aufgebaut ist, wie nahezu jeder uns bekannte DJ-Mixer. Vier Kanalzüge, Line- und Phono-Inputs, 3-Band-EQ, Cue-Schalter, Master- und Booth-Level. Der Audio DJ SP4 sieht auf seiner anthrazitfarbenen Oberfläche enorm aufgeräumt aus. Zwei VU-Meter zeigen den Pegel an, Holz ziert die Seiten des Mixers.

Jeder Kanalzug verfügt über einen Send, der Return-Weg besteht aus einem Level-Regler.
Natürlich bietet der Mixer auch einen Master-Isolator mit drei Bändern.

Audio DJ SP4

Audio DJ SP4

Der Kostenpunkt für die 4-Kanal-Version lag zuletzt bei 2100,- €. Wie aktiv die Firma aktuell jedoch ist, ist fraglich. Die letzte Information war, dass neue Produkte kommen sollen, leider stammt diese Information auch aus dem Jahr 2017. Seitdem ist nichts passiert. Bei Interesse wäre es demnach dringend ratsam, den Hersteller einmal zu kontaktieren, ob er noch Geräte liefert.

Testbericht Audio DJ SP4 / Preis: circa 2100,- €

Allen & Heath XONE:S2 Rotary Mixer

Allen & Heath Xone-S2R

Allen & Heath Xone-S2R

Der Allen & Heath XONE:S2R basiert auf dem XONE:S2, dem 19-Zoll-Installations-Mixer von Allen & Heath, beide sind jedoch von Seiten des Herstellers leider nicht mehr lieferbar. Der S2R verfügte über die einfache Lösung, dass es ein Panel mit Rotary-Fadern gab, das einfach vom Nutzer selbst  gegen das Panal mit den Line-Fadern gewechselt werden konnte. Der Umbau war also recht einfach und verwandelte den Mixer mit den vier Kanalzügen und den zwei Kanalzügen für Mikrofon ruck zuck in einen Rotary-Mixer.
Davon abgesehen ist der Mixer selbst recht DJ-Mixer typisch mit 3-Band-EQ, einem Filter-Glied, einem Crossfader auf der rechten Seite, aber auch einem Effekt-Loop!

Testbericht Allen & Heath XONE:S2R / Kein Preis verfügbar

Omnitronic TRM-202MK3 & Omnitronic TRM-402

Omnitronic TRM202MK3

Omnitronic TRM202MK3

Rotary-Mixer müssen teuer sein! Man könnte fast annehmen, dass dies ein ungeschriebenes Gesetz ist, denn unter 1500,- € ist eigentlich kein DJ-Mixer mit Drehknöpfen statt Schiebereglern zu bekommen.

Omnitronic jedoch bietet da schon länger eine Alternative und fährt damit (derweil) gar nicht schlecht. Derweil, denn in der MK1- und MK2-Version war der Hersteller nicht von Glück verfolgt. Das eine Modell hatte leider einige Qualitätsprobleme, das andere Modell war schnell ausverkauft, leider konnten einige Teile von Zulieferern nicht mehr hergestellt werden und so lief auch dieses Modell nicht weiter. Alle guten Dinge sind drei und wahrhaftig ist der TRM-202MK3 ein solider Rotary-Mixer mit einem günstigen Preis und guten Funktionen wie auch guter Haptik.
Für rund 380,- € kann man derweil mit 2-Kanälen, Master-Isolator und 2-Band EQ ins Rotary-Business einsteigen.
Für die Puristen: Es gibt keinen Gain, für die Ehrlichen: Doch den gibt es, er befindet sich aber auch der Rückseite. Inputs gibt es für Phono- und Line-Zuspieler wie auch ein Mikrofon.
Qualitätsprobleme sind bis heute offenbar nicht in größerer Anzahl zu finden, die Verarbeitung wirkte solide, verbaut sind übrigens die Klassiker-Potis ALPS RK27 bei den Level-Potis wie auch beim Master-Isolator.

Gutes Gerät für einen guten Preis!

Testgerät Omnitronic TRM-202MK3 / Preis: 379,- €

Omnitronic TRM202MK3

Kleiner und großer TRM!

Der TRM-402 ist der große Bruder des TRM-202MK3, vier statt zwei Kanäle, die Ausstattung bleibt gleich. Man kann sich also dem Fazit des TRM-202MK3 anschließen, nur bis dato mit der Kritik, dass ein Preisunterschied von 250,- € zum Testzeitpunkt ein hoher Aufpreis für zwei weitere Kanalzüge ist, denn dieser geht weit über den Materialaufwand hinaus. Derweil hat sich der Straßenpreis natürlich ein wenig angepasst.

Omnitronic TRM402

Omnitronic TRM402

Am Ende der bei Weitem günstigste 4-Kanal Rotary-Mixer, den der Markt bietet.

Testbericht Omnitronic TRM-402 / Preis 599,- €

Allen & Heath XONE:22R Rotary Mixer

Nun, diesen gibt es nicht ab Werk, aber es gibt Umbau-Kits. Wie das funktioniert und später aussieht, das haben wir für euch einmal getestet, den Umbau durchgeführt und protokolliert. Lest selbst. HIER findet ihr den Bericht zur Verwandlung …

Allen & Heath XONE:22R

Allen & Heath XONE:22R

Noch ausstehend …

Klar, damit sind wir noch nicht am Ende angekommen, Urei 1620, Bozak AR-4 oder AP-2, E&S DJR 400, Alpha Recording System Model 1000 … es gibt noch so einige Modelle, die wir gern testen würden … und wir geben nicht auf …

Fazit

Nun, welcher ist nun der beste Rotary-Mixer? Das kann man so spezifisch nicht sagen. Hinsichtlich der Funktionen ist ein Formula Sound FF sicher der umfangreichste, gefolgt von einem Rane MP2015. Minimalistisch dagegen, aber trotzdem auf Platz 2 der Charts, ist ein MasterSounds Radius 4, der seine Werte ohne Frage in Klang und Qualität hat, deutlich weniger Ausstattungsmerkmale jedoch mit sich bringt.

Das ist jedoch genau der Punkt, darauf kommt es nicht an. 4-Band EQ und zwei separate Filter wie bei Formula Soun, oder doch nur ein Highpass-Filter wie bei MasterSounds – die Unterschiede sind groß, aber nicht der Kundenwunsch richtet sich nach dem Mixer, sondern der Mixer richtet sich nach dem Kundenwunsch. Zumindest bei der Kaufentscheidung. Praktisch und vielen technischen Möglichkeiten oder puristisch dabei, aber audiophil? Der Nutzer muss seine Wünsche definieren und viele der Mixer werden dann schon direkt aus der Auswahl ausscheiden, andere dazukommen.

Einen guten Überblick konnten wir damit sicherlich schon geben und wie gesagt, wir arbeiten an der Erweiterung der Range von Testartikeln. Versprochen!

Forum
    • Profilbild
      Bolle  RED

      Vielen Dank &, es ist uns eine Ehre! Wir arbeiten weiter an noch mehr Modellen :)

  1. Profilbild
    Henrik Fisch  

    Ich bin kein DJ, ich interessiere mich nicht für DJing, ich werde das in meinem Leben wohl auch nie machen … aber mal eine blöde Frage: Was ist denn eigentlich ein »Rotary Mixer« bzw. was qualifiziert einen Mixer dazu, diese Bezeichnung zu tragen?

    • Profilbild
      division  

      Ein Mixer, der für die Lautstärkeregelung etwas zum Drehen und nicht zum Schieben verwendet. ;)

      Ich hätte da noch einen! Ist zwar etwas frickelig für’s DJing, aber hier geht’s ja um Rota… ach geht erst ab 380,-€ los?!?! Tut mir leid Beh­ringer RX1602 dann darfst Du hier nicht rein!

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        swift  

        Und wo ist der Vorteil von drehen gegenüber schieben? Wer benötigt so einen Mixer bzw. wer ist die Zielgruppe?

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          Coin  AHU

          Das liegt an den eigenen Bedürfnissen.
          Man könnte genauso fragen was das beste Antivirenprogramm ist.
          Oder welches das beste Betriebssystem.
          Nicht jeder mag Fader.

          Hab mal von einem prominenten Produzenten gelesen,
          dass er es Leid ist Fader zu schupsen.

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            Bolle  RED

            Viel ist Psychologie und Haptik, einiges Gain-Staging (ich hasse dieses Wort, aber es ist korrekt).

            Psychologie, denn viele DJs neigen dazu, dass man Fader bis ganz oben schieben muss. Das eigentlich schon beim XONE:92 falsch, siehe mal die Beschriftung daneben, aber das, was bei Live- / Studio-Pulten gemacht wird, nämlich Level mixen, findet meist nicht statt. Ein Fader wird hochgeschoben. Bei einem Poti haben die Menschen nicht direkt das Bedürfnis, diesen voll aufzudrehen.
            Haptik: Einen Drehregler bewegt man meist sensibler als einen zum Schieben.
            Gain-Staging: Einige Rotarys haben keinen Input-Gain. Das sorgt dafür, dass man die Level vor dem Master noch mehr bzw. nur über den Level-Regler regeln muss, siehe auch Punkt 1. Es besteht also noch weniger der Drang das voll auszunutzen und man lässt sich normalerweise Headroom für leisere Tracks. Mixing wird langsamer und noch mehr über Level.

            Quasi mal drei Punkte in Kürze :)

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              Larifari  AHU

              Die genannten Punkte kann ich unterschreiben.

              Was noch sehr wesentlich ist, ist der eigene Mixing und Musik Stil.
              Spielst du eher lange Fades oder härtere Cuts eca.

              Es gibt auch immer mehr Leute die das Konzept von Rotary Mixern verstanden haben und dieses sehr gut einzusetzen wissen. Motorcity Drum Ensemble oder ganz aktuell – Kerri Chandlers Reel to Reel Session. ( sehr zu empfehlen )

              Ein Jeff Mills hingegen, wäre ohne Fader undenkbar.

              • Profilbild
                Bolle  RED

                Yes, einiges wäre mit Drehern wiederum nicht machbar.

                Eigentlich kann man natürlich jeden Mixer als Rotary spielen, man nutzt einfach den Gain. Ist dann natürlich etwas umständlicher denn so Sachen wie Cueing und co sind ja post gain. Man müsste also wenn „tight“ ist, den Gain runterziehen, Fader hoch und dann über den Gain spielen. Unpraktisch…aaaaaber..also…theoretisch :)

  2. Profilbild
    Alfi_Mar  

    Also mein Favorit wäre klar der Master Sounds, minimal mit nur HPF aber der sieht einfach schon richtig geil aus.

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