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Vergleichstest: Moog Sub 37 vs. DSI Pro 2


The Battle: ANALOG vs HYBRID

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Vorwort der Redaktion
Die Frage, ob nun ein VA-Synthesizer oder ein sogenannter „echter“ Analogsynthesizer besser klingt, treibt uns in diesem Magazin seit seinem ersten Tag des Bestehens um. Und bislang wurde diese Frage auch nicht hinreichend beantwortet – und wird es vielleicht auch nie. Über den Sinn und Unsinn eines Vergleichs darf also auch noch in Zukunft trefflich gestritten werden. Unser neuer Autor Bernd Scholl erlaubt sich, diese Diskussion neu zu entfachen und um eine spezielle Komponente zu erweitern. Im folgenden Vergleich treten nämlich zwei Synthesizer gegeneinander an, bei denen einer der beiden zwar über ein analoges Filter verfügt, seine Schwingungsformen aber digital generiert – dafür aber reichlich.  Dass es sich bei den beiden Kontrahenten um aktuelle Marken-Schwergewichter der Analog-Synth-Branche handelt, macht den Vergleich umso reizvoller. Aber wie auch immer am Ende des Reports das Urteil des Autors aussehen mag: „Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird!“ In diesem Sinne freue ich mich im Anschluss auf eine angeregte Diskussion über unsere Kommentarfunktion.

Euer
Peter Grandl

Moog Sub 37 vs. DSI Pro 2

Die Frage nach dem idealen monophonen Synthesizer ist eine der Fragen, die die meisten von uns gerade in den dunkleren Jahreszeiten beschäftigt. Da gibt es die vielen Lowcost-Modelle wie die Brutes, Monologues, Mophos, BassStations, Dreadboxes usw. Diese bieten alle viel analogen Sound für verhältnismäßig wenig finanzielle Mittel. In der Regel gibt es zwei Oszillatoren plus Sub sowie Hüllkurven, LFOs und Filter. Alles in allem kann man damit wenig falsch machen und die Wahl auf das eine oder andere Modell trifft rein unser persönlicher Geschmack. Wirft man einen Blick auf die derzeit erhältliche Mittelklasse zwischen 1500 Euro und 2000 Euro der Gattung „monophon & analog“, wird die Luft schon etwas dünner.
Zwei wirklich erfolgreiche Geräte buhlen derzeit und nicht ohne Grund um die Gunst der Käufer: Zum einen ist da der Moog Sub 37, der seit ein paar Jahren erhältlich ist und echten Moog-Sound für 1599 Euro bietet. Zum anderen gibt es den etwas jüngeren Dave Smith Instruments Pro 2 für 1699 Euro.

Beide wurden übrigens hier bei AMAZONA.de schon einzeln getestet:

Bevor die Anmerkung kommt: Ja, letzterer besitzt im Gegensatz zum Moog keine VCOs, sondern DCOs. Trotzdem rechne ich den Pro 2 eindeutig zu den Analogen hinzu. Wer sich etwas mit dem Thema DCO auseinander gesetzt hat, wird mir dies nicht verübeln. Dazu kann ich das folgende Video jedem empfehlen, der sich etwas tiefer mit dieser Materie auseinandersetzen will: HIER KLICKEN

Sinn und Zweck dieses Artikels ist es, diese beiden Erfolgsmodelle miteinander zu vergleichen sowie Vor- und Nachteile aufzuzeigen.

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Stimmenarchitektur

In puncto Stimmenarchitektur besitzt der Sub 37 zwei VCOs plus Suboszillator und Noise. Die Schwingungsform beider Oszillatoren kann zwischen Dreieck, Sägezahn und Rechteck inklusive Pulsbreite nahtlos übergeblendet werden. Das Tuning beider Oszillatoren geschieht über den Frequency und Beat Frequency Regler, der für die nötige Verstimmung sorgt. Toll am Sub 37 ist, dass sich die Geschwindigkeit der entstehenden Schwebungen darüber stufenlos einstellen lässt. VCO 1 und 2 lassen sich hart synchronisieren. Alles wird dann im Mixer gemischt. Jeder Teil (VCO1, VCO2, SUB und Noise) besitzt seinen eigenen Regler und einen Mute-Taster.
Der Sub 37 beherrscht einen zweifach paraphonen Modus. Das heißt, dass die beiden Oszillatoren getrennt mit Tonhöhe gespielt werden können. Der Rest des Signalpfads teilt sich danach das Filter und auch alle Hüllkurven. Somit ist nicht jeder Sound wirklich duophon spielbar.

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Klangbeispiele

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    Leverkusen

    Vielleicht habe ich da ja was missverstanden aber sind DCO’s nicht digital kontrollierte analoge Oszillatoren? Der Pro2 hingegen hat eine voll digitale Klangerzeugung.

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      costello RED

      Das stimmt – der Juno 106 z.B. hat DCO’s. Beim Pro2 müsste man eigentlich von DO’s – digital oscilators sprechen.

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        pmm AHU

        Oder man nennt das Kind beim Namen – digitale Oszillatoren. Das und nichts anderes sind sie im Falle des Pro-2. Die Aussage der „digitalen Klangerzeugung“ könnte hingegen falsch interpretiert werden, da zumindest die Filter analog sind. Bei den z.B. EGs mag das dann wieder ein anderes Thema sein.

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          Leverkusen

          Ich verstehe, was Du meinst. Bei Klangerzeugung habe ich an die Oszillatoren gedacht, die Filter würde ich unter Klangbearbeitung fassen. Aber natürlich wäre Digitale Oszillatoren klarer.

          Missverständlich finde ich aber auf jeden Fall die Bezeichnung DCO – ich war zunächst unsicher ob er nicht wirklich DCO’s hat UND wavetables und hab‘ dann nachgeschaut: DSP-based oscillators heiß es auf der Produktseite.

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            TobyB RED

            Hallo Leverkusen,

            die Nomenklatur bei DCO, DO, DSPO und FPGAO verwirrt jeden. Und Hersteller sorgen da nicht immer für klare Ansagen. Im Prinzip kann sich der Anwender das Einfach machen, entscheidend sind die Wellenformen, Schwingungsverhalten und die (diskrete) Auflösung. Was natürlich den Unterschied ausmacht, sind die Tricks die man mit einem analogen VCO haben oder machen kann.

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            pmm AHU

            Ich fand Deine Formulierung eigentlich sehr gut, da die Oszillatoren zumeist den Ausgangspunkt darstellen (mal abgesehen von z.B. Drumsounds), wollte aber Missverständnissen zuvor kommen.
            Mir erging es mit Bernds Aussage bzgl. DCOs übrigens genauso wie Dir und _ich_ glaube auch, dass sie in diesem Fall eher zur Verwirrung beiträgt.
            Als ich mein Posting geschrieben habe (Stefan Schmidt Zitat, etwas weiter unten), habe ich Dein aber auch Tobys Posting nicht mehr gesehen. Kurzum, ich würde da auf Nummer sicher gehen und eher von „DSP basierend“ sprechen. Wenn ich mich recht entsinne, gab es dann wiederum im [Korrektur] Forum gleich eine Diskussion bzgl. VAs (entweder beim Pro-2 oder Prophet.12).
            Vielleicht gibt es bei Amazona ja einmal einen technischen Beitrag, der die Begriffe klar abgrenzt und verständlich macht.

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          pmm AHU

          Vielleicht noch ergänzend – Zitat “ DCOs wurden seinerzeit entwickelt um eine marginale Schwäche klassischer analoger VCOs – ihre schlechte Stimmstabilität – in den Griff zu bekommen. Eine Variante besteht darin, einen VCO mittels eines digitalen Oszillators (stabil, da auf Quarz-Basis) zu synchronisieren. Die Wellenform erzeugt nach wie vor der VCO (also rein analog), mit dem Unterschied, dass diesem die Frequenz des digitalen Oszillators „aufgezwungen“ wird. Typische „DCO-ler“, die nach diesem Prinzip arbeiten sind z.B der Juno 6/60, Matrix 1000 oder Matrix 6.
          Um Missverständnisse zu vermeiden: Der technisch korrekte Begriff für diese Variante wäre eigentlich TCVCO „Timer Controlled VCO“. Der Begriff DCO „Digital Controlled Oszillator“ als Oberbegriff beinhalt auch Varianten, die rein digital realisiert sind, eine Tatsache, die sicherlich zum schlechten Ruf von DCOs beigetragen hat.“ [Quelle: https://www.petermmahr.com/interview-stefan-schmidt-der-schmidt-synthesizer/ ]
          Der Pro-2 verwendet „Four DSP-based oscillators plus one sine wave sub oscillator“ [Quelle DSI]

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            Leverkusen

            Eben, das meinte ich ja. Wenn man das Zitat mal zu Ende denkt, dass der Einschluss digitaler Oszillatoren (wie die des Pro 2) in den Begriff DCO, zu deren schlechten Ruf beigetragen haben, macht es ja schon einen großen Unterschied ob von DCO’s oder Wavetable gesprochen wird und der Anwender kann es sich eben nicht einfach machen. Natürlich sind Wellenform und Schwingungsverhalten letztlich entscheidend aber die Idee ist ja dass das das bei Wavetable und analogen Oszillatoren grundverschieden ist – auch bei den bekannten einfachen Wellenformen.

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            costello RED

            Es gibt hartgesottene Analogfans, die in den DCO’s bereits die „zweite häretische Abspaltung“ sehen (die erste war die von Modulargeräten zu Festverdrahteten womöglich noch mit integriertem Keyboard – mein Bruder, der ja mit PPG und EMS unterwegs ist, hat meine Synths immer mit leicht ironischem Unterton als „Orgeln“ bezeichnet ;-) Aber hier sprechen wir ja von VA’s und da werkeln keine Oszillatoren sondern DSP-Karten.

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              TobyB RED

              Mahlzeit Costello,

              das ist aber ganz schön sektiererisch. Manchmal übertreiben es die Schwestern der heiligen analogen Inquisition aber auch ;-) Siehe Mel Brooks – Die verrückte Geschichte der Welt. Im Prinzip ist es (mir) Wurst ob die Welle analog eingeschwungen wird oder ob ein inkrementeller Zähler und Teiler für die Welle sorgt. Niemand würde auf die Idee kommen einen PLL Tuner in einem UKW Radio zu verfluchen. Aber beim Synth ist das erlaubt? Verrückte Welt ;-) Entscheidend ist doch wie es klingt.

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                costello RED

                Grüezi Toby, genau – alles Sektiererische und Dogmatische ist uns fremd. Und deshalb finde ich auch nicht, dass die Einbeziehung der Digitaloszillatoren den Ruf der DCO’s zerstört hätten, wie weiter oben angemerkt wurde. Denn das würde ja im Umkehrschluss bedeuten, dass Wavetables und DSP’s nix taugen. Da könntest Du Dein System-8 ja gleich wieder abbestellen.

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                  TobyB RED

                  Gruezi Costello,

                  oder meinen gelben Synth mit rotem Knopf in die Ecke stellen. Das System 8 wird nicht abbestellt. Und die beiden JP 08 nicht verkauft. :) Ich persönlich mit meinen rudimentären Kenntnissen der Elektrotechnik und angewandter Elektronik, würde den DCO erst mal als nebensächlich einordnen, er erzeugt die Grundschwingung aber die klangbestimmenden Oberwellen werden wo anders generiert und da muss es sitzen.

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    costello RED

    Hallo Bernd, danke für den wirklich schönen Bericht und akribischen Vergleich. Wir hatten hier ja gerade die Diskussion um den Minimoog-Reissue, der von den Möglichkeiten gegenüber dem Sub37 noch einmal deutlich eingeschränkt ist. Aber bei Moog geht’s halt immer um den Klang. Und deshalb ist die Aussage: der Moog klingt halt immer nach Moog aus Sicht eines Moog-Fans auch genau das, was er erwartet. Dein Hinweis, ein bisschen Chorus würde dem Sub37 gut stehen, ist ja da fast schon ein Sakrileg – als ob’s einem Moog an Schwebungen fehlen würde ;-) Der DSI ist da mehr wie ein Schweizer Taschenmesser, wobei der Pro 2 wohl tatsächlich mit das Interessanteste darstellt, was aus der Schmiede von Dave Smith in den vergangenen Jahren gekommen ist.

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    pmm AHU

    Deiner Conclusio schliesse ich mich an. So toll der Moog auch klingt. Aber im Pro-2 steckt ein unglaublich grosses, klangliches Potenzial. Vor allem im Zusammenspiel mit dem Sequenzer. Und so wie Peter Grandl zurecht in einem Kommentar auf den unterschätzten Prophecy verwies, ergeht es auch dem Pro-2. Unter Wert geschlagen. Hättet ihr noch etwas mit dem Vergleich gewartet, hättet ihr den MatrixBrute mit dazu nehmen können. Sehr viel Konjunktiv, ich weiss, und irgendwas ist immer :), daher bitte ich das nicht als Kritik zu verstehen. Danke für den interessanten Vergleich, Peter

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      costello RED

      Hallo Peter, woran liegt Deiner Meinung nach dieses „unter Wert geschlagen“? Wird der Pro 2 mit dem Pro12 in einen Topf geworfen, mit dem viele – ich verallgemeinere jetzt mal – nicht so richtig warm geworden sind?

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        pmm AHU

        Hallo,

        Das ist eine gute Frage. Ich vermute, dass es wie bei vielen DSI Instrumenten der von nicht wenigen gerne als „dünn“ beschriebene Klangcharakter ist. Der Umstand, dass es sich um ein Hybrid handelt spielt da erst, so vermute ich, in zweiter Linie eine Rolle. Modulus verfolgt ja ein ähnliches Konzept. Dem „dünnen“ Sound kann man eigentlich ganz leicht entgegenwirken, dafür setzen sich die Sounds im Mix aber eigentlich immer durch.
        Von der Flexibilität her ist er unglaublich gut. Ich kann mich noch gut daran erinnern, als ich Factory Sounds programmiert und nach dem Drücken des REC Buttons wie ein Verrückter an den Reglern gedreht und mich wie ein kleiner Bub gefreut habe.
        Ein sehr guter Freund, in dessen Studio nahezu alles steht was das Herz eines Synthesizerliebhabers begehrt (Moog Modular 55, Roland S700, Technosaurus, ARP2600, etc.) hat letztens erst gemeint, dass der Pro-2 zu einem seiner absoluten Lieblingsinstrumente geworden ist. Langer Rede kurzer Sinn, wenn einem der Sinn nach „Moog“ steht, dann lässt man den Pro-2 klarerweise stehen. Mit dem Pro-2 muss man etwas Zeit verbringen und ihn gegebenenfalls ein bisschen mit dem EQ auf die Beine helfen, wenn man sich am „dünnen“ Sound stösst. Aber am Ende wirst Du mit Sounds belohnt, die sehr vielseitig aber auch eigenständig sind (auf meiner SoundCloud findest Du einige Beispiele).

        Liebe Grüsse,
        Peter

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          costello RED

          Schönes Plädoyer für den Pro-2! Ich habe mir vor Kurzem einen SC VS zugelegt, der ja ebenfalls mit rein digitaler Klangerzeugung und analogen Filtern arbeitet. Der kann auch dünn klingen, wenn man aber will auch unglaublich fett – da gehen manche Brass- und Stringpads schon sehr Richtung Prophet 5. An „Hybrid“ allein kann es also tatsächlich nicht liegen. Liebe Grüße, Costello

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    Kyotonic AHU

    Habe gerade den Kawai K4 angeschaltet. 4 Oszillatoren mit „Phase Reset“, 256 Wellenformen, 12-/24dB-Filter, Amplitudenmodulation, LFO, Pitch (Autobend)-/Amp-/Filterhüllkurve, 8-fach Multimode, Drums, mit 4 Tasten und Data-Fader schnell zu programmierbar. Klanglich: Ein Chamäleon. Kosten: 100-150€. Ich muss immer schmunzeln wenn ich diese Vergleiche lese, wo doch kaum einer seine Casio-Armbanduhr ausreizt. Überspitzt formuliert natürlich. :)

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      changeling AHU

      Der hat aber „nur“ eine Menübedienung statt für (fast) alles einen eigenen Knopf/Poti/whatever.

      Die Bedienung und das Äußere (Gehäuse, etc.) sind das was ein Gerät teuer macht.

  6. Profilbild
    Coin ••••

    „…darf also auch noch in Zukunft trefflich gestritten werden“
    Wieso muss man sich da streiten ?
    Ist Euch der Umgangston hier zu soft ?
    Nein, sicher nicht.
    Es reicht doch zu diskutieren.
    Sorry, dass ich das hier anspreche,
    aber ich streite mich nicht.
    PS: Über die Synthies lese ich nicht gern,
    weil sie unerreichbar für mich sind.
    Gruß – Coin

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      Tyrell RED

      „Trefflich streiten“ ist eine Redewendung. Schade, wenn du das wörtlich nimmst. ?

      • Profilbild
        Coin ••••

        Hallo Peter, Sorry für das bissl Offtopic.
        Aber mir ist das zwischenmenschliche wichtiger
        als „irgendwelche“ Elektrogeräte.
        (die zugegeben sehr gut klingen)
        Um mal beim Thema zu bleiben.
        Ich würde den Digitalen Synth wählen,
        wenn er mehr Möglichkeiten bietet.
        Denn wie man weiss, interessiert es den Hörer
        wenig mit was der Song gemacht wurde.
        Die Komposition ist viel wichtiger, als die eingesetzten Instrumente.
        Doch hier kommen Wir Nerds ins Spiel :)
        Gruß – Coin

      • Profilbild
        costello RED

        Schon der große Vorsitzende wusste: „Joa mei (kurzatmiges Schnaufen) bei oamazona de, doa geaht ’s hoalt net zua wie bei den Froanziskaner -Mönchen in der Gebetsstund.“ (Zustimmendes Gemurmel im Saal) Franz Josef Strauß, Rede zum Politischen Aschermittwoch in Vilshofen, 1978

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    Mike Hiegemann

    Vielen Dank für den ausführlichen Vergleich!

    Hier noch einige Anmerkungen zu den beschriebenen Aspekten des Pro 2:

    Bei den Oszillatoren handelt es sich um digitale Oszillatoren, die auf Wavetables basieren, also nicht um DCOs wie weiter oben schon angemerkt wurde.

    Was die Zuweisung von Modulationsquellen und -zielen angeht, muss man beim Pro 2 nicht immer aufs Display schauen. Dazu gibt es den Shortcut über die Tasten ASSIGN SOURCE und ASSIGN DEST im Modulationsbereich. Also eine der beiden Tasten gedrückt halten, während man den Parameter bewegt der modulieren oder moduliert werden soll.

    Zu den Hüllkurven im Paraphonie-Modus: Jeder Oszillator wird mit einer Hüllkurve angesteuert, deren Verlauf demjenigen der VCA-Hüllkurve entspricht. Das ist ein Automatismus, zu dem man jedoch keinen gesonderten Zugang hat, d. h. man kann im Paraphonie-Modus nicht eine VCA-Hüllkurve pro Oszillator gesondert programmieren. Der Text legt letzteres allerdings nahe, wenn es heißt der Pro 2 verfüge „über insgesamt 5 (besser gesagt 8, siehe Paraphonie)“ Hüllkurven. Auch im Paraphonie-Modus hat man nur auf 5 Hüllkurven Zugriff.

    Was das Emblem auf der Vorderseite des Pro 2 angeht: Plastikaufkleber liest sich so, als hätte man auf das Holz einen Sticker geklebt. Dem ist nicht so. Das Emblem ist zwar nicht aus Metall, jedoch in eine Holzvertiefung geleimt.

  8. Profilbild
    Mike Hiegemann

    Zu den Delays des Pro 2: Man kann sie überdies auch dazu nutzen, um Flanger-, Chorus- und Reverb-Effekte zu generieren. Im Handbuch gibt es dazu sogar eine Anleitung.

    Hinsichtlich des Sequenzers muss es heißen, dass der Pro 2 pro Preset über eine Sequenz mit 16 Steps mit 16 Spuren oder 32 Steps mit 8 Spuren verfügt. (Im Text ist anstelle von Spuren von Steps die Rede.)

    Und zur Feedback-Schaltung des Pro 2: Feedback schickt das analoge Ausgangssignal des VCA an ein stimmbares Delay. Dessen Ausgangssignal wird wiederum in den Signalpfad des Pro 2 zurückgeführt, wo es zusammen mit der Signalsumme der Oszillatoren erneut die das CHARACTER-Modul durchläuft. Im Zusammenspiel mit den Delays lässt sich mit dem Feedback Karplus-Strong-Synthese realisieren, die sich besonders für perkussive Sounds oder die Emulation gezupfter Sounds eignet. Dies ist ein essentielles Feature aller DSI-Hybride seit dem Evolver.

    Das bringt mich zum letzten Punkt, der die Frage nach den Alternativen aus dem Hause DSI betrifft: Die Produktion der meisten hier aufgezählten Instrumente – Tetra, Mopho Desktop und Keyboard sowie Evolver – ist bereits eingestellt.

    • Profilbild
      0gravity

      Sehr wichtige Ergänzungen zu einem sehr schönen, gut strukturierten und gut geschriebenen Test.
      Sehr erhellend fand ich auch die erste Hälfte des verlinkten Videos zum Thema DCOs.
      Trotzdem geht es letztendlich wie immer um den eigenen Geschmack, gepaart mit dem möglichen Einsatzgebiet.
      Und wenn Moog mit dabei ist, dann ist dessen Klang sicherlich das Hauptentscheidungskriterium.
      Mein Favorit wäre der Pro 2, aber ich möchte keine monophonen mehr.

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    Korgelmann

    Vielen Dank für diesen ausführlichen Vergleichstest. Ich stehe auch kurz vor dieser Kaufentscheidung, daher passt dieser Bericht wie die Faust aufs Auge. ;-) Der Pro2 hat für mich die Nase vorn. Wenn ich das richtig verstehe, hat man das Beste aus beiden Welten. Legendären Prophet 5 Filter und Oberheims SEM Filter. Ich hoffe, dass mir dadurch voerst der Kauf des teureren P06 oder OB6 erspart bleibt. (Träume…)

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    defrigge

    Bei der Funktionalität stimme ich zu. Und der Sub-37 ist auch leider nicht gerade der am meisten nach klassischem Moog klingende Moog, so dass der Unerschied im Soundcharakter weniger krass ausfällt als gegenüber anderen Moogs.

    Aber ich finde, bei aller Begeisterung für die Funktionalität des Pro-2, den Sound seiner Osziallatoren in den Beispielen oben einfach nur gruselig schlecht: für meinen Geschmack wohlgemerkt. Da kann funktionieren, was will: so was will ich schon mal gar nicht spielen und modulieren. Da klingt auch mein anloger Prophet 6 (der doch auch zur „dünneren“ Soundfamilie gehört) für meine Ohren gleich um zwei Klassen besser als der Pro 2. Trotzdem wünsche ich allen Nutzern viel Spass mit der Fülle an Möglichkeiten.

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    Kyotonic AHU

    Der Prophet 6 klingt sooo anders als der Pro 2? :) Ich finde den Sub 37 schon sehr ansprechend aber wenn ein VCO, VCF und VCA mit einem DSP zum Leben erweckt wird, dann man doch so viel mehr Möglichkeiten? Warum kein FM und nur so ein blöder Sub-Oszillator? Als ob da nicht schon genug wumms rauskommt. Zu den Abstürzen, ist das nur über USB oder auch über Midi? Ich finde den Dominion 1 immer noch erheblich besser als beide zusammen und MFB wird definitiv meinen Support bekommen.
    https://soundcloud.com/f5d/f5d-chariots-of-fire-mfb

  13. Profilbild
    polyaural ••••

    Zum Thema DCO: Der verlinkte Film ist sehr gut, und hat mir erklärt warum ich den Juno 6 liebe, und den 106 nicht ausstehen kann.
    .
    Ich habe (leider) keinen Pro2, aber einen Mopho, und bei Bernds Beschreibung der Pro2-Klangcharakteristik wusste ich sofort was er damit meint. Auch der Mopho ist von seiner DNA her ein reinrassiger analoger Synthesizer. Aber die digitale Steuerung (alles was nicht „Klangpfad“ ist) macht ihn zu einem extrem präzisen Instrument. Er hat Wucht, glitzert in den Höhen und ist einem Modularen in den Modulationsmöglichkeiten nicht unähnlich (wie übrigens die Elektrons auch).
    .
    Beide Instrumente – Moog und DSI – haben ihre absolute Berchtigung, und lassen jeden Klangfreund das Herz höher schlagen. Was ich aber bei meinem „Antasten“ des 37er im Laden extrem enttäuschend fand waren die spillerigen Regler und Taster. Das war so gar nicht wie mein Minitaur oder Little Phatty. Das fühlte sich für mich schon fast nach Behringer an …

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      pppch

      ob analoge masterclock und daraus resultierende ungenauigkeit den unterschied macht…
      ich habe juno 60 und mks 7… und es hat beides seinen reiz..
      und ob tassensynth oder dsi… keinen von beiden… lieber studioelectronics omega.. wenn es was neues sein soll.. ;)

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    Seriamente

    Guter Artikel! Aber der Pro 2 hat nach wie vor keine DCOs, sondern DSP-basierte Oszillatoren. Sollte korrigiert werden.

    • Profilbild
      costello RED

      Hallo Seriamente, das mit den DCO’s ist tatsächlich verwirrend und entspricht auch nicht dem allgemeinen Verständnis/Sprachgebrauch von DCO’s vs. DSP, scheint aber korrekt zu sein. Vergleiche pmm’s Anmerkungen weiter oben. Hier nochmal das Zitat: „Digital Controlled Oszillator“ als Oberbegriff beinhalt auch Varianten, die rein digital realisiert sind, eine Tatsache, die sicherlich zum schlechten Ruf von DCOs beigetragen hat.“ [Quelle: https://www.petermmahr.com/interview-stefan-schmidt-der-schmidt-synthesizer/ ]
      Schöne Grüße, costello

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        Seriamente

        Danke für den Hinweis. Ich bin immer noch nicht sicher, ob eine virtuell-analoge Klamgerzeugung auf DSP-Basis gleichzusetzen ist mit einem digitalen Oszillator, wie er zB in FM-Synthesizern verwendet wird. Ich lese mich mal ein ins Thema.

        • Profilbild
          TobyB RED

          Hallo seriamente,

          wenn du schon soweit mit deinem Wissen bist, kannst du es ja schon unterscheiden :) Entweder arbeiten die DSPs mit Wavetables( oder Algorithmen) für die einzelnen Wellenformen oder aber eine analoge( oder digitale) Schaltung erzeugt eine Welle und diese wird digital gesteuert.Und da gibts dann DCOs, NCO, DDS und Oszilatoren mit analogem Integrator der durch einen Taktgeber zyklisch gesteuert(numerisch diskret oder digital) wird. Und dann bist schon bei den Grundschaltungen angekommen.

  15. Profilbild
    TheDiePie

    Auf den Punkt verglichen, vielen Dank! Ich habe beide im Bestand und kann die Kritikpunkte bestätigen. Wer jetzt von beiden analoger klingt, ist wirklich kaum zu sagen, bleibt ‚etwas mehr Wärme‘ beim Sub, oder ‚etwas metallischer‘ beim Pro. Trotz aller Schwächen sind beide jedoch sehr feine Schrauberkisten, jede mit ihrem eigenen Charme und Charakter.

  16. Profilbild
    barkingdog

    Sehr schöner Vergleich! Zur Verarbeitungsqualität des sub37: da war ich schon enttäuscht. Die potis sind smd, mit plastikachsen und die wackeln und schmatzen. Da hätt ich gern noch ein bisschen was draufgelegt und dafür ordentliche lötpotis gewünscht. Bombenfest ist anders. Ausserdem musste ich die steuerungsplatine mit dem cutoffpot tauschen, weil dir frühen seriennummern auch beim cutoff einen smdpoti verbaut hatten, der wegen der hebelwirkung des großen cutoffknobs den dienst verweigert hat. Das wünscht man sich bei einem moog natürlich nicht. Seither ist mein vertrauen in die anderen potis auch nicht mehr das größte…. Aber der sound macht vieles wett. Wenn dann der pro 2 noch schlechter wirkt, na mahlzeit.
    Auch meine elektron analog rytm potis machen mich nervös. Warum wird ausgerechnet da geschlampt? Man verstehets nicht.

  17. Profilbild
    Son of MooG AHU

    Beide sind Charakter-Darsteller, wobei mir der Sub37 eher zusagt (Geschmacksfrage). Preislich sind sie außerhalb meiner Reichweite und spare für eine Mother-32. Mein Gehör ist seit früher Jugend auf Moog geeicht und ich möchte ja auch meinem Synonym gerecht werden…

  18. Profilbild
    Doc

    Beim Pro2 sind also digitale Oszis eines VA-Synths am Werk welche durch ein analoges Filter laufen ?

    Quasi Oszis eines Nord A1 oder Rolands Supernatural Synths welche man durch den VCF eines Rocket oder einer Bassstation 2 schickt. (Vereinfacht ausgedrückt).

    Wobei beide Synths noch bedeutend mehr Waveforms zur Verfügung stellen.

    Dann käme ja noch ein JD-XA als Alternative in Frage.
    Welcher ja Analoge und Digitale OSC bietet. Von der Polyfonie gar nicht zu reden.

    Nur mal so n Gedanke….. ;*)

  19. Profilbild
    iceleben

    „Keines der beiden Geräte liefert eine Eingrenzung nach Soundtyp oder Genre“…Also beim SUB37 geht das:

    BROWSING ALL PRESETS IN A SPECIFIC CATEGORY
    1. Press the CURSOR until you have highlighted the category type (MISC, LEAD, BASS, BRASS, etc.). 2. Now use the buttons to scroll through available category types.
    3. Once you have made your selection press the CURSOR button until you have highlighted CAT.
    4. The buttons will now allow you to scroll through every patch in your selected category.

  20. Profilbild
    Sudad G

    Für mich zählt immer wie inspirierend ein Instrument ist und ob seine Klangqualität an sich für eine Produktion passt. Ich war kürzlich in einem großen Musikhaus und schraubte an allen möglichen Synths rum. Irgendwie blieb ich kaum länger als 10 Minuten bei einem Synth. Beim Pro-2 blieb ich dann über eine Stunde und hatte dann Ideen für zwei neue Songs. Synths sind wie Frauen. Entweder Du fährst auf sie ab oder nicht – wenn interessiert es schon welchen Leumund sie haben. Ebenso ob DCO oder VCO oder DSP.
    Denke immer an den Roland D-50 der 80er. Er lieferte unglaublch viel Inspiration für Weltklassehits und war volldigital – hehe
    Die Moogs finde ich eher bei der Produktion interessant, weil sie einfach den amtlichen Bass haben – mehr aber auch nicht.

  21. Profilbild
    Kaboozaa

    Hallo,

    da ich beide mein eigen nennen kann, möchte ich hier auch meine Erfahrung damit kund tun.
    Als erstes, ist es mir nicht wichtig wie ein Sound generiert
    wird, sondern was hinten raus kommt.
    Das ist bei beiden beachtlich. Natürlich spielt sich mit der
    Zeit ein Standart ein, für was ich welchen benutze.
    Der Pro 2 kann eben auch ch richtig abgefahrene Effekte mit seinen etlichen Modulationsmöglichkeiten dafür macht der Subby für mich die solideren Sounds.
    Ich benutze aber trotzdem auch noch etliche externe Effekte weil ich die kenne.
    Dass heißt im umkehrschluss aber nicht dass billige Synths nicht so gut taugen wie die teuren.
    Ausschlaggebend ist ja immerhin noch die Kreativität.
    Darum kann ich auch mit meiner im Vergleich günstigen Bassstation oder nen simplen Casio viel anstellen.
    Kurzum alles eine Sache der Einstellung.
    Alles zu kritisch zu betrachten lässt den eigentlichen Sinn, nämlich Musik damit zu machen, verblassen.
    Trotzdem muss ich noch sagen dass mir der Bericht gut gefallen hat.

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