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Workshop: Blade Runner reconstructed mit Novation PEAK


Spur für Spur zu Vangelis

Zugegeben, die Idee klingt ein wenig irre. Am Rande der vergangenen Superbooth in Berlin trafen sich Alexander Franz, seines Zeichens Marketing Manager von Novation und Focusrite für den Bereich Deutschland/Österreich und Peter Grandl, um einen speziellen Plan zu schmieden. Der ging in etwa so: „Du, wollen wir mal etwas Spezielles mit dem NOVATION PEAK-Synthesizer machen? Etwas, das abseits von einem regulären Test ist? Ich nenne das mal Synthese-Workshop“. Eine gute Idee. Der Rundruf „Wer hat Lust?“ erging und ja, ich hatte Lust. Nur was stellte sich die illustre Runde denn genau vor?

Peter Grandl hatte die passende Antwort. „Als wir das Teil in Händen hielten, haben wir durch Zufall einen ganz soften, analogen Lead-Sound generiert, der stark nach dem Opening Sound aus Blade Runner klang. Wenn Du das als Workshop ungefähr hinbekommst…?“ Hmm, klingt Interessant. Aber nur ein Sound? Weshalb nicht gleich das ganze „Main Titles“ von Vangelis rekonstruieren? Klar doch. Weshalb nicht? Herausforderung angenommen.

Der Novation PEAK in Bernds Studio

Originale

Kommende Woche, am 05. Oktober 2017 erscheint die Fortsetzung vom Blade Runner; Blade Runner 2049. Was wurde nicht schon alles im Vorfeld über diese Neuauflage geschrieben? Fakten, Gerüchte, Spekulationen, Erwartungshaltungen, Begeisterung, Ablehnung. Allein um die Erstellung der Filmmusik scheinen sich so einige Dramen abzuspielen. Da war es dann im Jahr 1982 wohl doch etwas „einfacher“, als es um den Score zum Original Blade Runner ging. Zwischen Ridley Scott und Vangelis gab es eine direkte 1:1 Beziehung und wohl nicht allzu viele Köche drum herum, die irgendetwas daran verderben konnten.

Wer kennt sie nicht? Die Eröffnungsmusik vom Blade Runner. Im Film klingt sie ein wenig anders als in diesem Video auf YouTube. Wir erinnern uns. Der Final Cut beginnt mit fetten Paukenschlägen in einem noch fetteren Hall und zart wird gleich zu Beginn das eigentliche „Main Theme“, vom CS80 kommend, eingespielt. Dem vorliegenden Video liegt aber der Track „Main Titles“ von Vangelis‘ Original Soundtrack Album zu Grunde. Dieses Stück ist eher eine geschickte Montage von verschiedenen Musikteilen, die an verschiedenen Stellen des Films eingespielt werden (Eröffnungssequenz, Flugsequenz mit dem „Spinner“ zum Polizei-Hauptquartier usw.). Dieses Stück ist 3.41 min lang und hat es ganz schön in sich. Wie viele andere berühmte Musiken von Vangelis, ist auch der Soundtrack zu Blade Runner in seinem Nemo Studio 1982 in London entstanden. Wer mehr darüber erfahren möchte, dem sei die folgende „inoffizielle“ Website  ans Herz gelegt.

Diese Website beschäftigt sich ausschließlich mit der Geschichte des Nemo Studios. Da Vangelis nie gerne über sich und seine Arbeit spricht, wird es wohl kaum eine präzisere Quelle zum Thema geben als diese. Doch zurück zur Musik. Obwohl es kaum einen Synthesizer oder ein Keyboard gegeben hat, das Vangelis nicht besessen und im Laufe der Zeit auch gespielt hat, gab es in dieser Periode so eine Art Standard-Setup, mit dem er alle möglichen Alben und Soundtracks eingespielt hat. Viele der damit generierten Musiken haben ihn berühmt gemacht. Dazu gehörten natürlich der Yamaha CS-80, ein Roland VP-330 VocoderPlus für die Streicher und Fender Rhodes und Yamaha CP80 Pianos. Andere Instrumente waren ein Sequential Circuits Prophet-10 Synthesizer, den er für Effekte eingesetzt hat, ein E-Mu Emulator und ein Yamaha GS-1 für perkussive Effekte.

Daneben hat er auch viele Synthesizer von Roland, Korg, ARP u.a. eingesetzt, hat echte Perkussion gespielt usw. usw. Die Musik hat er immer so „live und spontan“ wie möglich zum laufenden Bild aufgenommen. Es galt die Spontaneität des Moments einzufangen und auf Band zu bringen. Trotz teurer Mehrspurtechnik hat er dem Vernehmen nach immer nur wenige Overdubs nachträglich gemacht. Somit musste er also ähnlich einem Maler die ganze Farbpalette an Klängen unmittelbar zur Verfügung haben. Mit einem einzigen Synthesizer geht das natürlich nicht. Womit wir beim Novation PEAK angekommen sind.

Novation PEAK Desktop Synthesizer

Den PEAK gibt es seit April 2017. Es handelt sich um einen achtstimmigen Desktop-Synthesizer ohne Keyboard. Die Stimmen werden mit drei digitalen Oszillatoren erzeugt. Die weitere Signalbearbeitung ist dann analog. Zur Vertiefung empfehle ich hier gerne den umfangreichen Test des Kollegen Moogulator auf AMAZONA.DE. Wichtig für dieses Projekt ist, dass der PEAK nicht multitimbral ist, keine Layer-Funktion bereitstellt und auch nur über ein Stereopaar für die Audioausgänge verfügt. Kurz: Man bekommt einen Klang pro Session aus dem Gerät. Um die Aufgabe zu lösen, bräuchte man entweder 10 bis 14 PEAK Synthesizer gleichzeitig oder etwas Mehrspurtechnik. Ich entscheide mich für die zweite Lösung.

Verwendetes Equipment

Neben dem Novation PEAK verwende ich das S88 Masterkeyboard von Native Instruments. Nicht zuletzt auch wegen des (etwas rudimentären) Ribbon-Controllers für einige Sounds. Polyphonen Aftertouch hat das Keyboard leider nicht. Obwohl der PEAK dieses Feature hat, kann man es leider nicht mit dem S88 abrufen (was dem Keyboard sicherlich gut gestanden hätte). Aufgenommen wurde mit Steinberg Cubase Pro 9.0 und zwar Audio und MIDI parallel.

Bladerunner MainTitles Reconstructed Cubase Projekt

Ein Versuch einer Analyse

Musik kann man kaum mit Worten beschreiben. Dennoch hier ein Versuch. Die Main Titles beginnen mit einem Sostenuto gespielten String Sound. In höherer Lage wird eine erste Melodie gespielt. Parallel zu dieser Melodie läuft eine Art „tonales Rauschen“ mit. Ein hohl klingendes Geräusch, das die dunkele Gesamtstimmung weiter verstärkt. Nach ca. 50 Sekunden wird eine weitere, etwas belanglos wirkende Melodie eingespielt. Sehr leise und irgendwie „weit weg“. Das ist an dieser Stelle durchaus clever, denn die Erwartung, dass nun noch mehr in dieser Richtung weitergespielt wird, erfüllt sich nicht. Der Klang explodiert förmlich und das Intro wird mit einem dunklen, tiefen Donnern, das schnell anschwillt und mit einem aufsteigenden Glissando, das auf einer Harfe oder Zitter gespielt worden zu sein scheint, beendet. Ein Doppelschlag auf Kesselpauke und Becken eröffnet das eigentliche Main Theme, die bekannte und 1000fach nachgespielte CS80 Melodie. Man kann sehr gut den Einsatz des Aftertouchs und dessen Wirkung auf die Filter und auch auf den VCA des CS80 hören. „Expression“ war ein Mittel, das Vangelis immer sehr wirkungsvoll eingesetzt hat. Zur Steigerung der Dramatik wird der eingangs gespielte Grundklang über zwei zusätzlich gespielte Oktaven verstärkt. Es entsteht nun ein „echter“ Streicherteppich. Das Donnergrollen läuft im Hintergrund immer noch weiter. Bei ca. 2.17 min fällt das Main Theme in sich zusammen. Vangelis lässt die Streicher auslaufen und natürlich setzt er hier den Ribbon Controller des CS80 ein, um die letzte Note seines Solos mit einem schön abfallenden Portamento zu verabschieden. Ihr wisst sicherlich, was ich meine.

Ein kurzes, auf dem Piano gespieltes Arpeggio leitet zum zweiten Teil der Main Titles über. Die Streicher übernehmen nun die führende Rolle. Verschiedene glockenartige Töne öffnen den Gesamtklang nach oben und verschaffen dem Stück mehr Luft. Ich identifiziere neben dem E-Piano hohe und zart gespielte Bells und Chimes. Der Noisesound vom Anfang des Stückes wird moduliert. Er hat seinen kehligen Charakter behalten, fällt aber nun permanent ab und simuliert ein Art Dopplereffekt. Er wird in verschieden Tonlagen gespielt. Das Motiv der fliegenden „Spinner“ aus dem Film wird dabei übernommen und verstärkt. Bei 2,52 min wechselt die Tonart. Die Streicher spielen nun sehr hart und dramatisch. Der Solosound aus dem ersten Teil wird als Quinte gespielt und bekommt ein starkes, aufsteigendes Portamento. Das Thema „Fliegen“ wird dadurch noch verstärkt. Auf dem E-Piano wird ein abfallendes Arpeggio gespielt. Die Tonart wechselt abermals bei 3.10 min. Ein Bass-Sound setzt als Begleitung ein und verleiht dem Stück ein dickes Fundament. Bei 3.26 min wird der CS80 Solosound, der nun einen deutlichen Brass-Charakter bekommen hat, erneut gespielt und übernimmt das finale Thema, das abermals mit einem abfallenden Portamento beendet wird. Das Stück läuft mit einem rhythmisch gespielten „Uhrwerk“-artigen Sound aus.

An die Arbeit

Alles klar soweit? Ich kann verstehen, wenn nicht. Dennoch zeichnet sich nach (wirklich) oftmaligem Hören des Stückes so etwas wie eine innere Struktur ab. Etwas, das man als Grundlage für eine Rekonstruktion heranziehen kann. Zum einen kann man das Stück in drei Bereiche aufteilen. Wir haben ein Intro und zwei Hauptmotive, die in einander übergehen. Wir haben es reichlich mit Streicher-Sounds, einem starken Solo-Sound, vielen Effekt-Sounds, aber auch mit dem Einsatz „echter“ Instrumente zu tun. Das alles gilt es nun mit dem PEAK nachzuempfinden. Fangen wir an.

Der Novation PEAK Synthesizer von Novation

Ein Klang lebt nicht nur von seinem Klang an sich, sondern auch von der Tonlage, in der er gespielt wird und, was noch wichtiger ist, von der Art, wie er gespielt wird. Ein Bell-Sound kann sehr nett klingen, bekommt aber eine andere Wirkung, wenn er z.B. als Arpeggio gespielt wird. Das mag banal klingen. Hört man sich aber gerade die in den Main Titles gespielten Hintergrund-Sounds an, kann man vielleicht nachvollziehen, was ich meine. Vangelis verwendet bestimmte Klänge, nicht um sie dauerhaft „herunterzunudeln“. Er verwendet sie höchst effektiv, als punktuelle Kraft. So weckt Vangelis ziemlich geschickt Emotionen. Und ob man es will oder nicht, man hört viel genauer hin und fragt sich, was da gerade passiert ist. Dabei muss der musikalische Gehalt gar nicht mal so umfangreich sein, aber ein bisschen von dem und ein bisschen von etwas anderen macht in der Summe einen ganz besonderen Sound aus. Der zweite Aspekt ist die Kürze, in der die Würze liegt. Vangelis erzählt in 3,5 Minuten eine Geschichte, für die andere 35 Minuten bräuchten und dennoch nicht dermaßen auf den Punkt gekommen wären. Das ist eine große Kunst.

Wenn Emotionen zu Daten werden

Zunächst habe ich mir aus der Originalmusik ein bestimmtes musikalisches „Element“ (z.B. ein Streicherthema, einen Effekt oder ein Solo) vorgenommen und den Sound dann so gut wie möglich auf dem PEAK nachvollzogen (auf Neudeutsch Sounddesign). Dann habe ich synchron zur Musik eine entsprechende MIDI-Spur mit erforderlichen Noten und CC-Daten aufgenommen. Diese MIDI-Spur habe ich dann angepasst (editiert). Also Noten an die richtige Stelle geschoben, Dynamikwerte korrigiert oder Modulationen hinzugefügt bzw. verändert. Diese Anpassungen hatten auch retrograd Auswirkungen auf den jeweiligen Sound im PEAK. Die Herausforderung war, dass der Sound aus dem PEAK so nah wie möglich am Original und so genau wie möglich auf der Originalmusik liegt. Jede Veränderung im PEAK habe ich dann als eigene Variante gespeichert. Also 1a, 1b usw. Nur nichts löschen!!!

Mr. V’s Solo als MIDI- und Audio-File in Cubase

Als sozusagen alles im Fluss war, habe in einem weiteren Schritt dann die entsprechende Audiospur aufgenommen, gegengehört, angepasst, gegengehört, neu aufgenommen usw. Die Audiospuren wurden im Nachgang bis auf eine Anpassung der Lautstärken nur wenig bearbeitet. D.h. es wurden absichtlich keine EQs, Kompressoren oder was auch immer verwendet. Nur bei den Streichern habe ich mit einem Chorus gearbeitet, denn die kamen mir nicht breit genug aus dem PEAK. Letztlich wollte ich ja den PEAK so pur wie möglich auf Blade Runner „trimmen“. In Cubase habe ich lediglich einen Effektbus mit einem einzigen Hall von Valhalla eingerichtet. Dieser Hall klingt sehr warm und mächtig und das Ergebnis klingt dadurch mehr wie „aus einem Guss“. Das Stück “Vangelis-BladeRunner-MainTitles_reconstructed with Novation PEAK by Bernd Kistenmacher_2017” ist nun das Ergebnis meiner Bemühungen.

 

 

Im folgenden Audioabschnitt (siehe unten) sind nun nochmals alle Einzelspuren separat ausgespielt worden, damit ihr die Vielseitigkeit des Peaks besser beurteilen könnt. Für all jene, die einen Novation Peak ihr Eigen nennen, gibt es zudem hier einen Download mit den von mir programmierten Sounds.

Hier der Download zu den SysEx-Daten mit den original Sounds
von Bernd Kistenmacher zu diesem Workshop

Fazit

Die Klangbeispiele lassen tief ins Herz des PEAK blicken. Und ja, die Ergebnisse klingen teilweise herrlich nüchtern. Es sind hier alle Sounds zu hören, die ich für dieses Projekt erzeugt und verwendet habe. Die Audiofiles habe ich aus Cubase ausgelesen. Allerdings ohne den finalen Hall. Der PEAK leistet stellenweise außerordentliches, so dass man als Sounddesigner viel Spaß mit ihm hat. Allerdings kann er keine Wunder vollbringen. Die digitalen Oszillatoren zwingen den Klängen manchmal etwas Starres auf und man muss etwas rumtricksen, um den Sounds analoge Wärme und Weite einzuhauchen. Äußerst vorsichtig bin ich mit den internen Effekten umgegangen. Die Distortion schafft schnell Druck und gibt den Klängen etwas Schmutziges. Weniger glücklich haben mich Chorus und Reverb gemacht. Der Reverb klingt schon gut. Besser als z.B. beim MatrixBrute. Er gab meinen Sounds aber immer zu viel „Bauch“ und zu wenig „Luft“. Er machte sie meistens zu mittenlastig. Da ich meine Sounds, wie bereits erwähnt, nachträglich bewusst nicht EQed habe, bin ich mit dem Reverb eher vorsichtig umgegangen und habe mich auf meinen Masterhall verlassen.

Vielleicht noch eine Bemerkung zum fertigen Ergebnis. Ein gutes Stück Musik ist immer mehr als seine Einzelteile. Die wahre Pracht entfaltet sich erst im Zusammenspiel. Die „Zutaten“, aus denen ein Mensch besteht, kann man in der Apotheke kaufen. Dennoch könnte man damit nie einen Menschen erschaffen. Wahres Leben ist eben doch etwas ganz anderes. Das gilt auch für die Musik. Emotionen werden nicht nur dort erzeugt, wo man direkt hinhört, sondern gerade auch in den Bereichen, denen man keine unmittelbare Aufmerksamkeit schenkt, die aber dennoch präsent sind. Also in den tiefen und sehr hohen Lagen. Dynamik ist ein weiteres „Gewürz“ für einen guten Track. Ich habe nun „zwangsläufig“ die Main Titles immer und immer wieder angehört. Das, was einen packt, konnte ich nicht wirklich rekonstruieren. Zum Glück. Manches ist eben einmalig und sollte auch einmalig bleiben. Auch wenn der Bladerunner von Replikanten handelt, so ist nicht alles replizierbar. Einmalige Musik schon gar nicht. Vangelis wird‘s freuen.

Preis

  • Ladenpreis: 1.345,- Euro

Klangbeispiele

  1. Profilbild
    Kyotonic AHU

    Auch wenn der Peak nicht wirklich für Bladerunner taugt, danke für den Versuch und die schönen Sounds am Samstag Morgen. Es gibt für mich kaum einen besseren Film.

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    Marko Ettlich RED

    Oha, da steckt viel Arbeit drin. Respekt, die Sounds hast du teilweise sehr gut reproduziert bekommen. Gerade die Drones gefallen mir sehr gut. Bei den Strings kackt der Peak natürlich voll ab aber das ist klar, es ist ja auch keine Stringmaschine. Die weichen VP-330 und RS-505 Streicher schaffen auch andere, echte Stringmaschinen sonst nicht zufriedenstellend. Klar vergleicht man immer mit dem Original und es fehlt etwas der Schub aus der Tiefe (dieses unheimliche Grollen, welches der CS-80 wunderbar kann), aber ich finde das wirklich gelungen. Danke für den Workshop.

    • Profilbild
      Bernd Kistenmacher RED

      Hallo Marko, vielen Dank. Du hast absolut Recht. Die Streicher waren eine Herausforderung. Das hätte ich so auch nicht erwartet. Aber was soll’s. Der Peak ist ein klasse Synthesizer und der Workshop hat viel Spaß gemacht ☺️ Viele Grüße Bernd

  4. Profilbild
    iggy_pop AHU

    Nicht zu vergessen, der VP-330 wurde nicht nur für die Streicher verwendet (welche ebenso irrtümlich wie hartnäckig dem CS80 zugeschrieben werden), sondern auch und vor allem für die Chöre — siehe die Voith-Kampff-Szene im Tyrell Buidling: „It’s too bright in here…“
    .
    In der Eröffnungsszene stammt das „Badabumm-täsch“ (mangels besserer Worte) eher aus einer großen Orchestertrommel als aus einer Kesselpauke. Kesselpauken klingen eher mittig und haben eine stärkere tonale Qualität (nicht zuletzt dank der Pedalmimik, mit welcher die Fellspannung und somit die Tonhöhe gesteuert werden kann).

    • Profilbild
      Bernd Kistenmacher RED

      Hallo Stephen, Du hast absolut Recht. In der Traumsequenzen mit dem Einhorn sind die Chöre ebenfalls zu hören. Ich glaube Vangelis hat auch noch die Paraphonic Strings verwendet. Die klingen in gewisser Weise sogar noch voller. Na welche Instrumente hatte er nicht 😉 Der Psukenschlag kam sicherlich von keinem Samper. Vangelis hat viel Percussion selbst gespielt.

  5. Profilbild
    t.kopper RED

    Sehr gut gemacht und sehr schön hier dokumentiert! Vor allen Dingen die einzelnen Klänge solo zu hören ist interessant.

  6. Profilbild
    costello RED

    Superidee, Superausführung! Ganz großes Kompliment. Sicher hat der Novation Beschränkungen in einzelnen Soundbereichen; aber das Gesamtbild mit diesem überwältigenden, majestätischen und zugleich unheilverkündenden Klang ist sehr gut eingefangen.

  7. Profilbild
    ckoehler

    Das habt ihr toll hinbekommen. Klingt wie eine moderne Version von Bladerunner, was sie ja auch ist – jedenfalls vom Sounddesign –

  8. Profilbild
    TobyB RED

    Morsche Bernd,

    hast du gut gemacht! Von der Idee bis zu fertigen Umsetzung :-) Sofort ist der Film da.

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    fritz808 ••

    grosses kino. meine hochachtung herr kistenmacher. wirklich eine tolle idee toll umgesetzt. so etwas hätte ich gerne öfter.

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    Filterspiel AHU

    Selten hat ein Film so stark an Eindruck gewonnen, wie das für mich beim Blade Runner der Fall ist. Diese Interpretation war ganz kurz vor Gänsehaut, die kommt beim Original, bei guter Lautstärke.

  12. Profilbild
    fritz808 ••

    ist jetzt keine perfekte cs80 & co imitation, aber das ergebnis ist erstaunlich. und würden wir das original nicht kennen, hätte bernds version sicher auch im film wunderbar funktioniert.

  13. Profilbild
    monokit

    Hallo Bernd! Oberhammer!, mehr fehlt mir beim mehrmaligen Durchhören einfach nicht ein. Tolle Arbeit. Ich finde die Strings jetzt nicht soo schlecht…aber halt keine String Machine, dafür sicherlich doch sehr brauchbar. Wie gut das man heutzutage kostengünstig auf Alternativen zurück greifen kann.

  14. Profilbild
    Mr. Musiker

    sehr interessanter und gelungener Workshop. Der musikalische Aspekt bleibt immer im Vordergrund. Besonders gut gefallen mir die Solo-Sounds bis hin zum Uplifting-Sound. Auch die angeblich so schwachen Strings-Sounds gefallen mir, da sie eine eigenständige Note in der Klangfarbe haben, – es muß halt nicht immer ein Jupiter 8 sein (ist zumindest meine Meinung).

  15. Profilbild
    iggy_pop AHU

    Was beim Gesamtklang noch fehlt zur Abrundung, sind ein Wölkchenhall aus dem Lexicon 224 und ein Dimension D zum Anwärmen.

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    spookyman

    Ganz toll gemacht ! In Anbetracht, dass es nur mit dem Novation Peak gespielt wurde: Respekt. Sehr gute Programmierungsarbeit und sicherlich total interessant alle Sounds mit nur einer Maschine nachzuspielen.

  18. Profilbild
    moogist

    Phantastisch, wie genau Du die Sounds herausgehört hast!! Und ebenso phantastisch, wie liebevoll Du die Sounds nachprogrammiert hast! Ich bin begeistert! Der Peak ist toll, lediglich den Stringsounds fehlt die Lebendigkeit und Seidigkeit einer guten Stringmachine.

    • Profilbild
      Bernd Kistenmacher RED

      Ja, das war nicht einfach. Nur Sägezahn und Chorus brachte es nicht. Viel Hall war auch nicht die Lösung. Der Sound wird besser, wenn man etwas Distortion zu gibt, Aber bloß nicht zu viel davon. Das verbiegt den Sound. Es war tricky ☺️

  19. Profilbild
    0gravity

    Respekt, was für eine Arbeit.
    Der Track spricht natürlich für den Peak, aber hauptsächlich für Bernd.

  20. Profilbild
    olduser

    Kompliment für Bernd Kistenmacher, aber er sollte so etwas können. Für mich ist das hier klar eine Werbeveranstaltung. Er hätte das auch mit dem Fantom machen können. Hier wird suggeriert( von Novation) was der Peak nicht ist: Analogersatz.
    Sorry Novation das teil ist Hybrid klingt aber sehr digital auch für modern analog reicht es nicht. Mit der BS2 hat das Teil auch keinerlei Ähnlichkeit. Der Peak ist ein schönes Teil, deshalb steht es hier, neben den Analogen.
    Filtermässig kann der Peak dem Modal 002 nicht das Wasser reichen, denen ist da Analoge mit dem Drive erheblich besser mit mehr Schub gelungen.

  21. Profilbild
    a.jungkunst AHU

    Sehr schön, Bernd.
    Ich zweifle auch nicht daran, dass Du das mit Deinem Roland Fantom nicht auch hinbekommen hättest, aber ich denke, Du zeigst hier einen Ausschnitt, was mit einem Novation Peak möglich ist und das ist, mit ostwestfälischem Understatement ausgedrückt, sehr ordentlich. Nicht umsonst ist der Peak momentan der einzige Hardware-Synthesizer, der mein Interesse geweckt hat und Deine Arbeit hier bestärkt den bisherigen Eindruck. Es wird Zeit, dass ich selbst mal an einem herumprobiere. Ich suche auch nicht nach einem Analogersatz, sondern nach einem kompakten Gerät, preiswert, leicht und schnell programmierbar. Es darf auch einen „Hauch“ digital klingen, damit hatte ich nie ein Problem, im Gegenteil. Die Mischung macht es. Und natürlich ist das, was hier passiert, Werbung für den Peak, aber für eine bewußte Werbeveranstaltung halte ich es nicht, auch wenn es hier nur indirekt um Pro und Contra geht.

  22. Profilbild
    TZTH •••

    Danke für den Link zu den nemostudios, mich hat interessiert welche Reverbs Vangelis ’82 für verwendet hat – dort stehts: Lexicon 224

  23. Profilbild
    olduser

    Dann liegst Du richtig, die Hardware muss sich nicht vor Cotkm nicht „verstecken“, Schrauben fühlt sich sehr wertig an.

  24. Profilbild
    Quaesitio

    0:00 – 2:52 … E-Dur
    2:52 – 3:10 … Es-Dur
    3:10 – 3:26 … C-Dur
    3:26 bis zum Schluss … wieder E-Dur. ;-)

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Novation PEAK

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