
Das 1 HE Memotron
Nachdem der Roland Juno-60 in Amazonas neuer Chart-Liste die "Nummer 1" der polyphonen Synthesizer ist, scheint der Zeitpunkt für ein Update rund um Informationen zu diesem Synthesizer nahezu ideal. Zugegeben, es handelt sich um die "redaktionelle" Chart Liste ... Leser können die Reihung der "Besten der Besten" natürlich ihrerseits frei bestimmen und dürften hierbei größeren Boliden wie Yamaha CS-80, Roland Jupiter-8, Moog Memorymoog oder Oberheim Matrix-12 den Vorzug geben bzw. eines dieser Instrumente an erster Stelle setzen.
Juno-60 - dream synthesizer?
Nun, auch der Juno-60 ist nicht die eierlegende Wollmilch... - na, wie man eben so sagt. Dennoch erscheint der Synthesizer in vielerlei Hinsicht ein "ideales" Instrument zu sein. Klang: Analoge Kraft und Wärme vom Feinsten; Polyphonie: 6 Stimmen (nicht sehr viel, aber zumindest "ausreichend"); Bedienung: übersichtlich und einfach; Zuverlässigkeit: sehr gut; MIDI Verbindung: über MIDI-DCB Interface problemlos herzustellen; Transportfreundlichkeit: perfekt; Preis/Leistungsverhältnis: ausgezeichnet.
Der Roland Juno-60 hat in meiner persönlichen Synthesizer-Geschichte ein etwas ungewöhnliches Kapitel eingenommen. Immerhin war dessen großer Bruder Jupiter-8 von jeher (neben dem ARP-2600) das Traumobjekt vieler schlafloser Nächte. Genau einen solchen "sagenhaften" Jupiter-8 hatte ich dann auch günstig bekommen, als ein guter Freund mir (unerwartet) den Juno-60 lieh, welcher - so neben dem Jupiter stehend (der Juno, nicht der Freund) - doch eher zum Lächeln verleitete. David gegen Goliath, könnte man meinen. Ein Sound-Vergleich zwischen Jupiter-8 und Juno-60 sollte entscheiden ...
Und schon wich es, das Lächeln, gefolgt von Staunen, Sprachlosigkeit und Faszination. Woher hatte der Juno-60 nur diese Streicher??? Und dieser spezielle Charme der "musikalischen" Arpeggio-Bässe ... kaum zu glauben! Schnell war die "Sicherheit" punkto Jupiter-8 dahin - oder besser gesagt: einer neuen Gewissheit gewichen - nämlich jener, dass der Jupiter-8 nicht unbedingt das Maß aller Dinge darstellt. Wenngleich selbiges Instrument optisch zu den schönsten Synthesizern aller Zeiten zählt, klanglich hervorragende Möglichkeiten bietet, und - vor allem im Dual-/Unisono-Modus - extreme Klangkraft hat: Was der Jupiter-8 interessanterweise nicht erreicht, ist der unwiderstehliche Charme eines Juno-60.
Julian Colbeck schwärmt von dessen "earthy richness" (Keyfax Omnibus Edition, 1990) und vom "charme that is unlikely to be seen again" (Keyfax1, 1985). Peter Forrest (The A-Z of Analogue Synthesisers) billigt dem Juno immerhin noch das Prädikat "a cheap classic polysynth" zu. Und ein Klassiker ist der Juno-60 auf alle Fälle.
Im Frühjahr 1982
erblickte das erste Mitglied der Familie mit Namen Juno-6 das Licht der Welt. Doch das Instrument hatte - für einen polyphonen Synthesizer dieser Zeit - ein gravierendes Manko: Er war NICHT programmierbar! Roland erkannt schnell, dass mit einem quasi "6 stimmigen Monophonen" die Herzen der Musiker nicht unbedingt zu gewinnen waren und brachte schon wenige Monate später - im Oktober 1982 - den programmierbaren Juno-60 auf den Markt. Zum selben Preis übrigens, was all jene sehr verärgert haben dürfte, die kurz zuvor einen Juno-6 erwarben, der nun mit Erscheinen des programmierbaren Bruders plötzlich deutlich an Wert verloren hatte.
Juno-6 und -60 sind technisch betrachtet - mit Ausnahme der Programmspeicher und des DCB-Interfaces - so gut wie identisch.
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Für die für den JSQ am Gebrauchtmarkt geforderten 200+ Euro bekommt man - inklusive Versand - ein schönes MIDI-DCB Interface. Das würde ich jedem Juno-60 Besitzer dringender empfehlen als den JSQ.
Viele Grüße ...
Satter Grundsound, gute Filter und schnelle Hüllkurven. Ideal für Bässe und Sequencer-Sounds. Die Flächen sind warm und profitieren vom exzellenten Filter. Aber wirklich breit sind die Flächen nicht, weil alle Stimmen/Oszillatoren irgendwie in der Phase sehr genau sind. Deshalb klingt Unisono auch nicht wirklich überzeugend, wie bei einem Korg Polysix. Es sind eben DCOs... dafür ist der Juno mega-zuverlässig...
dcb interfaces geben ? sollte man lieber auf
ein kenton interface zurückgreifen ? habe gelesen das das kenton einen internen lfo hat der sehr von vorteil sein soll. meine frage rührt daher das ich auf ebay eine alternative gefunden habe. leider nicht von kenton sondern von CHD Elektroservis MDCB-2v2 MIDI / Juno-60 Interface.
wäre super wenn mir wer ein feedback geben könnte. infos zum setup: will den guten juno versklaven und über meine emx1 + er1 steuern. bisher hab ich den juno über meinen er1 headphone out über die vcf angetriggert,
dies sollte sich aber mit dem interface erledigt haben.
weitere info´s zum batteriewechsel fänd ich ebenfalls super. sowie ne möglichkeit die stimmen aus-zu-checken* da ich "clone"chips
für den juno6 gefunden habe (chips im juno6 und juno60 = indentisch?) fragen über fragen. vielen dank und gruß aus nrw !
Das Schlimme ist ja, das Synthesizer eigentlich entwickelt wurden, um NEUE Klänge zu ermöglichen, jenseits herkömmlicher Orchesterklänge, daß da aber immer eine gemeine Hörfaulheit dagegenstand, warum wir jetzt diese hundsgemeinen Flötenbrassstringsocarinadrumandbassworkstations haben.
Für mich ist der JU-60 einer der schönsten und musikalischten Synths überhaupt.
Jetzt ist er wieder in Aktion und zusammen mit dem SH-101 die Zentrale meines kleinen "Studios".
Der wird nicht mehr verkauft - höchstens vererbt...
Ich selbst hab mir später einen Polysix gekauft, ich mag den Rolandschen Bender einfach nicht.
Gruß, Dietmar
Juno-6 user bestätigen.
Der Roland Chorus hat einen sehr eigenen Charme. Voll, breit und nicht
emulierbar.
Wobei ich nach einiger Zeit den Chorus
ganz abgeschaltet habe, klingt er doch
immer "gleich" breit, weil er nicht veränderbar ist in der Lautstärke oder Modulation.
Der "unison" Trick funktioniert zwar, aber
die eine Stimme klingt dann irgendwie
"phasenausgelöscht" für mich unbrauchbar, das gleiche gilt für den 106er.
Ansonsten ist der Juno 6/60 eine Wucht.
Er wird mich bestimmt nicht mehr verlassen.
gruß:-))
( falls der synth noch zu haben ist )
Ich habe so ein Gerät mit Standort bei Darmstadt noch zu verkaufen!!!
Gruß
Peter
Wie viel?
Mit oder ohne Midi?
Erste Hand
Eine weisse Taste ist geklebt.
Speicher Akku dürfte leer sein. War damals mit mir On the Road, daher gibt es auch einige Gebrauchtspuren.
BItte geben Sie ein Gebot ab was ihnen dieses Teil (an dem mein Herz hängt) wert ist...
Unverbindliche Vorbesichtigung möglich.
Danke und Gruß
akkus sind fast gar nicht erhältlich
Gruß, Dietmar
Die Firma RED Robatum biete übrigens für den Juno 6 ein preiswertes Midi-Interface an.