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Black Box: Yamaha RX5, RX7, RX8, RX11, RX15, RX21


All-Time-Klassiker, die Yamaha RX-Familie

1984: YAMAHA RX11 und RX15

1984 präsentierte Yamaha erstmals zwei eigene Produkte auf dem immer heißer umkämpften Markt für Drumcomputer.

Gleich von Beginn an setzte Yamaha mit dem RX11 und dem kleinen Bruder RX15 auf digitale Klangerzeugung. Die Ära der analogen Drumcomputer war, zumindest vorübergehend wie wir heute wissen, vorbei. Sample-basierte Klopfgeister versprachen „authentische“ Schlagzeug- und Percussion-Klänge. 16 verschiedene Sounds mit einigen Variationen hatten der RX11 und der RX15 in ihrem Innenleben gespeichert. Die Vorteile der RX11 lagen im übersichtlicherem Display, in den elf Einzelausgängen und der externen Cartridge, auf der sich der komplette Speicherinhalt der RX11 Daten (Sequenzen etc.) extern ablegen ließ. Die Sounds ließen sich bei beiden Newcomern nicht editieren. Allerdings konnte man den 16 Triggertasten vorgefertigte Variationen zuweisen.

RX11

Obwohl ich keinen stichhaltigen Beleg dafür gefunden habe, vermute ich eine 12 Bit Auflösung der Samples. Die Sounds haben deutlich den crispen Sound der 12 Bit Auflösung und klingen wesentlich transparenter als man das von 8 Bit Sounds gewohnt ist.

Die maximale Auflösung des Sequencers betrug 1/192 pro Takt, was damals ein durchaus guter Wert war und schon fast mit dem Begriff „Human Feeling“ in Verbindung gebracht wurde.

1986: YAMAHA RX21 / RX21L

1986 legte Yamaha mit dem RX21 auch für Einsteiger einen Drumcomputer nach. Erheblich kompakter und in der Form einem TX7 ähnelnd, war der RX21 für den kleinen Geldbeutel (VK: 860,- DM) eine interessante Alternative. Leider waren aber auch die Einschränkungen zu den beiden großen Brüdern RX11 und RX15 gewaltig:

Die maximale Auflösung des Sequencers betrug nur noch 1/32stel. Die Anzahl der Sounds wurde auf neun reduziert, wobei vor allem die Becken-Klänge nochmals deutlich gekürzt wurden. Variationen der einzelnen Klänge standen ebenfalls nicht mehr zur Verfügung. Ausgegeben wurden die Klänge über ein Stereopaar, bei dem jeder Klang eine feste Panoramazuordnung besaß.

1987 wurde der RX21 durch den RX21L ergänzt, dessen Samples als Schwerpunkt lateinamerikanische Sounds hatte.

1987: YAMAHA RX17

Der Yamaha Drumcomputer RX17 steckte im gleichen Gehäuse wie die Yamaha RX21 aus dem Vorjahr, bot aber bereits 26 Drumsounds. Sonst hatte sich bei diesem kleinen Taschen-Klopfer kaum etwas geändert.

1988: YAMAHA RX120

Die Drumcomputer von Yamaha wurden immer kleiner und die Anzahl der Sounds immer größer. Der RX120 war wohl eher für die Gemeinde der Alleinunterhalter gedacht, die nach einem Desktop-Drummer für das Masterkeyboard suchten, das vor allem auch eine Vielzahl an Standard-Rhythmen im Speicher hatte. Bossanova und Tango Liebhaber kamen hier mit 38 Sounds voll auf ihre Kosten.

Yamaha RX120

Yamaha RX120

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Klangbeispiele

  1. Profilbild
    Martin Tauchen

    Durchdacht,flexibel,multitimbral…unheimlich gut !
    Was auch immer sich die Ingineure bei Yamaha dabei
    gedacht haben,sie haben ihren Job gut gemacht !!!
    Einige Funktionen sind zeitlos,einige zeitgebunden wie zum
    Beispiel die Tapesynchronisation und nebenbei hat er
    auch noch Drumsounds…

    Gab es jemals einen opulenteren Rhythmusknecht ?
    Ich bin mir sicher !!! Nein…

  2. Profilbild
  3. Profilbild
    emulator2hd

    Von den Sounds her klingen die RX Maschinen alle als hätten sie die gleichen Samples und zwar die der RX11

  4. Profilbild
    DietmarB ••

    Den stichhaltigen Beweis für die 12Bit Auflösung der RX11 liefert deren Schaltplan, denn da sieht man den DAC mit Namen YM3010 (wahrscheinlich wieder so ein Standardteil mit Yamaha-Label), welcher auch entsprechend angeschlossen ist.

    Gruß, Dietmar

  5. Profilbild
    Sepia

    Zitat zum RX7: „Die Sounderweiterung über Cartridges ist ebenfalls nicht mehr möglich.“

    Soweit ich erkennen kann, hat der RX7 hat ebenfalls einen Slot für Ram Cartridges.

    • Profilbild
      Tyrell RED

      Korrekt, aber eben nur RAM. Neue Sample-Sounds (ROM) wie bei der RX5 möglich, liesen sich damit nicht füttern.

  6. Profilbild
    Marko Ettlich RED

    ach ja die RX-5, :) einer meiner ersten Drumcomputer überhaupt. Die Kiste war echt nicht schlecht und wurde nicht zu Unrecht von einigen namhaften Größen verwendet. Erst als die Roland R-8 auf den Markt kam wurde es langsam wieder stiller um die gute alte RX-5.

  7. Profilbild
    Armin Bauer RED

    Hi Peter,

    schick, eine Würdigung an die alte RX 5, ist hier auch eingemottet, sollte ich vielleicht mal wieder auspacken?

    Ganz irre ist an dem Ding, natürlich neben den Einzelausgängen und den Editiermöglichkeiten, ist die freie Taktwahl. So ist es möglich, z,B, einen 8/6tel Takt zu programmieren. Braucht man´s? Naja, in meiner Experimentierphase habe ich das schon mal benutzt, um Drummer in den Wahnsinn zu treiben :-)

  8. Profilbild
    Andreaz Vogel

    Zwei von den RX5 hab ich hier bei mir, und ich hole sie immer wieder gerne hervor und bastel stundenlang mit Ihnen rum. Es ist wirklich unglaublich, wie unterbewertet diese Kiste ist.
    Ich finde, jeder sollte eine haben, und zum Glück sind ja auch noch genug am Markt :)

  9. Profilbild
    falconi RED

    Der RX5 funktioniert offenbar so, wie es Gregor Scherer auf der Seite 3 seines lesenswerten Beitrages zum Akai S900/950 beschrieben hat:

    http://www.....sampler/3/

    Siehe auch:
    http://www.....f/rx5.html

    Es gibt im RX5 also ganze zwölf 12bit D/A-Umsetzer mit variabler Taktrate. Das Summensignal entsteht durch analoge Mischung und ist – wie die Einzelausgänge – taktratenunabhängig immer vergleichsweise arm an digitalen Artefakten.

    Der RX7 summiert die Stimmen bereits digital und hat daher nur einen Summenausgang. Das entspricht prinzipiell dem Stand der heutigen Digitaltechnik. Die Samples und der Pitchbereich sind identisch (bei deutlich mehr Samples), allerdings ist anzunehmen, dass bei extremen Tonhöhenvariationen digitale Artefakte zu hören sind, die durch die Rechenoperation des Resampling entstehen.
    Bei der Wiedergabe mit der nominellen bzw. „originalen“ Samplerate (die ich nicht kenne…ich vermute, sie liegt zwischen 22 und 32kHz) klingt er vermutlich etwas sauberer.

    Es gibt im Netz diverse Posts von Circuit Bendern, die den RX7 bevorzugen; dem RX5 sind keine interessanten digitalen Artefakte zu entlocken.
    Aus technik-historischer Sicht ist der RX5 mit seiner hybriden, digital-analog Bridge- (oder Krücken-) Technologie aber sicher der spannendere Sampleplayer…

  10. Profilbild
    gaffer AHU

    Aber Armin! Kann man doch kürzen: 4/3 :)

    Was immer mal wieder vergessen wird ist die Tatsache, dass erstens die Yamahas damals höher angesehen waren als die Rolands und auch eine bessere rhythmische Auflösung hatten. Ich leistete mir eine RX 15 für schlappe 1500. Die Sounds erkenne ich heute noch bei Grace Jones

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