NAMM News: Dubreq Stylophone Gen R-8, Analog-Synthesizer

15. Januar 2019

Super-Deluxe-Stylophone

Das Stylophone genießt, obwohl es eher ein Toy ist, einen gewissen Kultstatus. Nun wird mit dem Dubreq Stylophone Gen R-8 ein vollwertiger Analogsynthesizer angekündigt, der trotzdem noch etwas von dem alten Charme besitzt.

Das Dubreq Stylophone Gen R-8 ist ein analoger Mono-Synth im Stahlgehäuse und mit deutlich mehr Möglichkeiten, als man mit dem alten Stylophone assoziiert.
Es gibt einen Dual-VCO mit Sägezahn und Square, wobei Oszillator 1 auch über PWM verfügt. Dazu kommen ein Sub-Oszillator und, wie Dubreq es nennt, ein Subsub-Oszillator, was für einen kräftigen Bass sorgen soll.
Das VCF ist ein 12 dB Multimode-Filter mit Tief-, Band- und Hochpass sowie Bandsperre. Die Schaltung wird als „Unique British Design“ beschrieben.
Zur Modulation sind eine schnelle Hüllkurve und ein LFO mit acht Waveforms vorhanden, darunter Sample & Hold. Auch an einen One Shot Mode wurde gedacht.
Ein „Grungy analoge Style“ Delay, das auch via CV moduliert werden kann, und ein Drive-Regler runden den Sound ab.
In dem Demo-Video klingt das Dubreq Stylophone Gen R-8 jedenfalls ziemlich aggressiv und kantig.

Das Dubreq Stylophone Gen R-8 besitzt ein Touch-Keyboard mit drei Oktaven, für das man jedoch keinen Stylus mehr benötigt, sondern einfach mit den Fingern spielen kann. Als Spielhilfen sind anstelle von Handrädern Tasten für Glide und Modulation vorhanden.
Außerdem besitzt das Gerät einen 16-StepSequencer, der sich offenbar beim Spielen transponieren lässt. Das Stylophone Gen R-8 kann über MIDI gespielt werden. Da auch ein MIDI-Out vorhanden ist, lassen sich hoffentlich auch externen Synthesizer mit dem Touch-Keyboard und dem Sequenzer ansteuern.

Es gibt insgesamt 19 Buchse für CV- und Gate-Signale um das Stylophone Gen R-8 mit modularen Geräten zu verbinden.

Das Dubreq Stylophone Gen R-8 wird auf der NAMM voprgestellt und soll ungefähr ab Ende Februar erhältlich sein. Allerdings wird es zunächst nur eine limitierte Stückzahl geben, für die man bereits eine Pre-Order (ohne Anzahlung) platzieren kann. Der Preis beträgt 329,- Euro.

 Beats  DJ  Gitarre & Bass  Keys  Stage  Studio  Vintage
Forum
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    lightman  AHU

    Schon erstaunlich, wie sich das Stylophone-Konzept durch die Jahre und Jahrzehnte entwickelt hat. In den 70ern wollte ich unbedingt eine Heimorgel haben, nachdem ich bei einem Kumpel zu Hause die zweimanualige Farfisa seines Vaters bewundern durfte (nur bewundern – berühren war streng verboten). Stattdessen bekam ich von meinen Eltern das damals neue Stylophon geschenkt, da war noch diese Flexidisk dabei, auf der Bill Ramsey die Benutzung des Geräts erklärte.

    Anfangs wars ganz lustig, aber nach ein paar Wochen Nachspielen des Winnetou-Themas und sonstigem Gequietsche landete das Ding in der Schublade und wurde kurze Zeit später gegen zwei Carrera-Autos getauscht. Ich erinnere mich auch daran, daß es damals noch eine größere Version gab, aber da kann ich mich auch täuschen, ist ja schon ein paar Tage her.

    Übrigens hats mit der Farfisa nie geklappt, nach zweijährigem Sparen und Zusammenlegen sämtlicher Weihnachts- und Geburtstagszuwendungen reichte es gerade für die Tischversion einer einmanualigen Bontempi-Orgel mit Begleitautomatik. Das war schon recht cool, allerdings war das Teil recht klapprig, die Tasten schepperten in manchen Lagen lauter als der Sound, der aus dem Lautsprecher kam.

    Schöne Zeiten.

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    Atarkid  AHU

    Bei 329 Euro kann man ja nicht mehr von einem Spielzeug sprechen, und in dem Preissegment gibt’s verdammt viele Alternativen. Wenn der Sound ausschließlich in die Richtung des Videos geht, wär mir das zu speziell. „Dreck“ im Sound ist super, aber wenn nix anderes geht holt man sich wohl besser nen Behringer Neutron oder ne Bassstation II.

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    Emmbot  AHU

    Ja schon mehr Synth als Spielzeug. ich finde den Dreck gar nicht schlecht. Würde das Gerät aber nicht kaufen.

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    penishead  

    Auch hier ist toll, das nicht an CV Ein- und Ausgängen gespart wurde. Kann mir jemand sagen, ob das „Keyboard“ auch einen CV Ausgang bereitstellt? Leider gibt es keine hochauflösenden Fotos, weder beim Hersteller, noch in den Videos. Man kann die Beschriftungen schlecht entziffern. Scheint nur per Midi den Tastaturkontakt auszugeben. Das wäre echt schade.

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    Son of MooG  AHU

    Das Ding hat ja kaum noch etwas mit den alten Stylophones zu tun; ein wenig erinnert es mich an den EDP Wasp. Scheint aber besser verarbeitet zu sein. Komplett ausgestattet mit Touch-Keyboard, Sequencer, CV/Gate-Anschlüssen und MIDI, da kann man beim Preis auch nicht meckern.

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    phil_dr110  

    Sieht echt schick aus und der Klang gefällt mir auch. Wer noch nicht so viele Monosynths hat, bekommt hier durchaus was Interessantes.

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