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Test: Behringer Vocoder VC340, Roland VP-330 Klon

27. Oktober 2018

Traummaschine by Behringer

Behringer Vocoder VC340

Behringer Vocoder VC340

Behringer hat mit dem VC340 einen String-Vocoder auf den Markt gebracht, der nicht nur an den legendären Roland VP330 Plus aus dem Jahr 1979 erinnert, sondern nicht anderes als ein Klon sein will. Sehr empfehlenswert in diesem Zusammenhang sind der Blue Box-Artikel zum Roland VP 330 Plus, der Test zum Xils-Labs V+ sowie der Test zum Roland VP-03, einem virtuell analogen Klon, den Roland selber auf den Markt gebracht hat.

Testobjekt: Behringer Vocoder VC340

Zum Test stand uns nun ein Vorserienmodell zur Verfügung, zumindest machte es den Einruck, aber ohne Handbuch und ohne alles. Dementsprechend sind auch die Beurteilungen erst einmal nur vorläufig. Bis zum offiziellen Verkaufsstart werden wohl noch ein paar Monate ins Land gehen. In diesem Sinne sehen wir mal an, was uns Behringer hier beschert.

Verarbeitung und Anschlüsse

Behringer Vocoder VC340

Behringer Vocoder VC340

Der Behringer VC340 wiegt satte 6,6 kg hat die Maße 64 x 25 x 10 cm. Das rundum Metallgehäuse ist passgenau zu den Tastern, Potis und Schiebereglern ausgeführt. Alle Potis laufen rund, ohne irgendwo aufzusetzen und haben einen schönen Bewegungswiderstand, was sich auch über die Scheiberegler sagen lässt. Die Taster habe ein definierten und nicht zu leichtengängigen Druckpunkt. Nur über die Farbgebung der Tasten, die schon den Eindruck vermittelt, als hätten sie schon 50 Jahre Sonneneinstrahlung hinter sich, kann man sich streiten. Hier hätte es für mich doch etwas farbfrischer sein können, aber ist nicht wirklich von Belang.

Auf der Rückseite befindet sich erst einmal der Eingang für dynamische Mikrofone als XLR- und als großer Klinkenanschluss in Mono. Ich weiß nicht, wie es im finalen Modell aussieht, aber mit sehr leise gepegelten Line-Signalen kommt der Klinkenanschluss auch zurecht. Dennoch sollten Line-Signale sicherheitshalber lieber über eine DI-Box eingespeist werden. Es wäre super, wenn das finale Modell auch Line-Signale direkt unterschützen würde, denn in einer Studioproduktion möchte ich nicht jedes Mal alles neu „einsingen“, wenn ich mit anderen Vocoder-Klängen experimentiere oder umarrangiere.

Danach kommt der Kopfhörerausgang, dessen Lautstärke im Panel auf der Vorderseite angepasst werden kann.

Über den „EXT SYNTH IN“ lässt sich ein anderes Trägersignal als das der internen Klangerzeugung des VC340 benutzen, was die Möglichkeiten des Vocoders deutlich erweitert.

Die Pedalkontrolle „Pitch“ erlaubt das Regulieren der Tonhöhe über ein Expression/Volume-Pedal, wobei auf dem Panel die „Pitch Shift“-Kontrolle auf „OFF/EXT CONTROL“ stehen muss. Der Pedaleingang „Vocoder Hold“ kann mit einem normalen Fußschalter die aktuelle Tonhöhe des Vocoders einfrieren.

Den Kontrolleingängen folgen die Audioausgänge als große Klinke, die als ein Stereosignal oder 2 Dual-Mono-Signale abgegriffen werden können. Über einen Schalter lässt sich der Ausgangspegel von „niedrig“ zu „mittel“ zu „hoch“ umschalten.

Zum Schluss kommen die MIDI-Optionen. Hier beglückt der Behringer VC 340 mit einem MIDI-DIN Trio und einem klassenkompatiblen USB-MIDI-Interface. Der MIDI-Datenstrom besteht zwar nur aus Noten-ON/OFF-Befehlen, aber erleichtert schon das Arbeiten an sich und mit dem Rechner. Der volle Notenumfang bei MIDI-Nutzung liegt im Übrigen zwischen C2 und C6. Zurzeit gibt die Klaviatur – wie auch das Original – weder anschlagsdynamische, noch druckempfindliche Daten aus. Hier wäre eine Erweiterung mit MIDI-Velocity und Aftertouch der Wahnsinn bei diesem Gerät, könnte ich mir vorstellen.
Da aber auch der Xils-Labs V+, der bisher das Nächstbeste ist, was man neben dem Original kriegen kann, Velocity auch erst über die Modulationsmatrix einbindet, scheint sich da wohl bisher wohl niemand groß daran gestört zu haben. Aber stimmt auch der Klang?

Keyboard

Behringer Vocoder VC340

Behringer Vocoder VC340

Im Gegensatz zum Vorbild besitzt der Behringer VC 340 aber keine 49-Tasten Klaviatur ohne Velocity, sondern nur eine 37-Tasten Klaviatur ohne Velocity. Um das auszugleichen, haben Behringer dem Gerät einen Low/High-Kippschalter spendiert, der die Klaviatur um eine Oktave verschiebt, um die fehlenden 12 Tasten zu kompensieren. Das wird wohl der häufigste Kritikpunkt werden, könnte ich mir gut vorstellen. Aber im Gegensatz zum Original ohne Kenton-MIDI-Erweiterung kann man ja nun bei Bedarf ein größeres Keyboard anschließen, das außer Noten nichts können muss.

Die Qualität der ungewichteten Klaviatur ist im Übrigen auch überzeugend für einen Synthesizer. Ich nehme mal an, es ist eine Weiterentwicklung der DeepMind-Klaviaturen, denn von „hängenden“ und „klebenden“ Tasten, wie dort oft bemängelt war, ist hier nichts festzustellen. Insgesamt macht das Behringer VC 340 Vorserienmodell mit seinem lüfterlosen Design bisher einen tadellosen Eindruck.

Bedienung

Behringer Vocoder VC340

Behringer Vocoder VC340

Wer sich schon einmal mit dem Original oder dem Xils-Labs V+ auseinandergesetzt hat, wird sich mit dem VC 340 sofort zurecht finden. Die Bedienung ist bis auf die Ergänzung des Oktavenwahlschalters absolut identisch.
Auch wenn es an dieser Stelle nichts Neues zu berichten gibt, hier noch mal ein paar der liebgewonnenen Eigenheiten des Originals.

Der VC 340 setzt sich aus drei analogen Klangerzeugern zusammen. Dem Vocoder, dem Human Voice-Chor und den Strings, diese sind, ebenso wie die Klaviatur in „Lower“ und „Upper“ unterteilt.
Beim Original war die 4-Oktaven-Klaviatur in der Mitte unterteilt. Den ersten zwei Oktaven konnten per Schalte die Stimmen Lower-Vocoder, die Chöre Male 8′ und Male 4′ und die „Lower“-Strings zugeteilt werden. Für die oberen zwei Oktaven standen für „Upper“-Vocoder, die Male 8′ und Female 4′-Chöre und die „Upper-Strings“ zur Verfügung. Die „Ensemble“-Einstellungen für Vocoder und Chöre ist ein Chorus-Effekt und als solcher nicht von der Klaviatur abhängig. Wenn man z. B. also den Vocoder nur mit dem „Unteren“-Keyboard spielen wollte und die Strings nur mit dem „Oberen“-Keyboard, konnte man das so machen. Oder man aktivierte alle Optionen gleichzeitig für das volle Ambiente, was dank Vollpolyphonie durch Oktavteilertechnik auch entsprechend üppig belohnt wird.
Beim Behringer VC 340 muss man sich hingegen nun entscheiden, für welche der beiden Keyboard-Zonen eine spielbare Oktave ausreichend ist und entsprechend den Kippschalter stellen. Ob Behringer hier am richtigen Ende den Rotstift angesetzt hat, muss jeder für sich entscheiden.

Auch was es an Effekten gibt, hält sich der VC 340 streng an sein Vorbild. Neben dem „Ensemble“-Chorus gibt es noch das „Pitch-Set“-Poti, das in Abhängigkeit zum „Pitch Shift“-Schieberegler („Auto“ oder „Extern“ oder „Manuell“) und dem „Time“-Poti bestimmt, mit welchem tiefergelegenen Tonhöhen-Offset der Klang startet und welche Zeit er benötigt, um auf die tatsächlich angespielte Tonhöhe hinaufzugleiten. Der universale LFO bestimmt mit Modulationsrate und Auslenkungsgrad das Vibrato aller Klangerzeuger. Zusätzlich bietet der Vibratoeffekt noch eine einstellbar Verzögerung zum Einblenden des LFOs ab der ersten gespielten Note.

Der Sound des Behringer VC340

Behringer Vocoder VC340

Behringer Vocoder VC340

von Markus Schröder

Um es auf den Punkt zu bringen: Der Behringer VC 340 klingt extrem musikalisch. Die Streicher und Chöre klingen sehr lebendig, authentisch, rund und warm. Ich wüsste als jemand, der nie das Original besessen hat nichts, was mir am Klang fehlen würde. Im Vergleich zu den Klangbeispielen aus dem Blue Box-Artikel von Marko Ettlich klingt der Behringer VC 340 weniger „krachig“, was sehr wahrscheinlich der individuellen Alterung des Originals zuzuschreiben ist.

Auch der Vocoder ist als absolut authentisch und musikalisch einzuordnen. Auch er entfaltet sich erst richtig, wenn mehrere Noten gespielt werden. Sprachverständlichkeit und Parameterreichtum sind nicht die erste Tugend, sowohl des Originals als auch des Behringer VC 340, bietet er doch „nur“ 10 steilflankige Bandpassfilter und Klangveränderungen können lediglich über den Obertongehalt oder den „Extern Synth“-Eingang neben der Wahl von Chören oder Strings als Trägersignal  erzielt werden. Da können beide der Konkurrenz kaum ein Wasser reichen. Dafür liefern die Beiden zum Ausgleich aber Charme, Charakter und Musikalität zur Genüge!

Als Besitzer des Xils-Labs V+ habe ich auch umfangreiche Vergleiche mit dem Behringer VC 340 gemacht und ich kann beim besten Willen keinen merklichen Unterschied bei den Streichern und Chören zwischen Hard- und Software heraushören.

Die „größten“ Unterschiede sind beim Vocoder festzustellen. Während der Behringer VC 340 trockener und etwas weicher und leicht „zerrirg“ klingt, wodurch er sich auf angenehme Weise voller anhört, ist die Xils-Labs-Version sauberer, räumlicher oder halliger, selbst ohne Effekte. Aber bei identischen Einstellungen sind beide bis auf diese Merkmale fast nicht zu unterscheiden und wenn, dann bewegen sich die Unterschiede im Nuancenbereich, den ich für absolut vernachlässigbar halte.
Fast alle greifbaren Unterschiede lassen sich auf die Einstellungen bei den erweiterten Parametern des Xils-Labs V+ zurückführen. Aber es bleibt dabei, ohne direkten A/B-Vergleich könnte ich kaum sagen, wer wer ist.
Ob das nun für den Xils Labs V+ oder gegen den Behringer VC 340 spricht, lasse ich mal dahingestellt. Was ich allerdings mit Bestimmtheit sagen kann ist, dass der Roland VP 03 ganz weit abgeschlagen den beiden hinterher dümpelt und nicht mal ansatzweise eine Alternative darstellt.

Für die Bühne ist der Behringer VC340 natürlich ein Traum. Einfach zu bedienen und fett im Klang und es macht einfach Spaß, mit dem Instrument zu arbeiten. Ich kann die Begeisterung in der folgenden Beschreibung von Peter absolut teilen.

von Peter Grandl

Bevor wir den Behringer VC340 an Markus sendeten, hatte ich ebenfalls die Möglichkeit, ihn ausgiebig im Studio zu testen. Neben der von Markus bereits angesprochenen hochwertigen Verarbeitungsqualität, hat mich der Sound von Anfang an begeistert.

Ich hatte lange einen Roland VP-330 im Studio. Das ist zwar zwei Jahre her, aber ich habe mir das Original wirklich in allen Klangfarben abgesampelt und unzählige Vocoder-Aufnahmen erstellt. Ich hatte daher die Möglichkeit, diese zum Vergleich heranzuziehen – und boom – ich war sofort drin in meiner Vangelis-Fanboy-Welt. Ich konnte da keinen Unterschied hören – beim besten Willen nicht. Ich war übrigens einer derjenigen, der beinahe einen Roland VP-03 kaufen wollte, nachdem dieser angekündigt worden war. Entsprechend enttäuscht war ich dann wegen der eingeschränkten Polyphonie und so ganz wollte auch dieses analoge Feeling nicht aufkommen. Marko Ettlichs Test hat mich dann auch in meiner Vermutung bestärkt. Danach hatte ich mich doch wieder nach dem Original umgesehen. Mit der Ankündigung des Behringer VC340 war dann erneut der große Wunsch verbunden, dass er vielleicht der eine, der ganz Besondere sein könnte, der handlich, midifiziert und günstiger wäre – bei selbem Klang wie das Original. Und nach ausführlichen Tests kam ich für mich zu dem Fazit: Ja, ein Traum ist in Erfüllung gegangen.

Was noch bleibt

Was den Preis angeht, ging aus diversen Meldungen hervor, dass Behringer ca. 1000 USD anpeilte. Nun ist bekannt, dass der Preis in Euro bei ca. 700,- Euro liegen wird. Das wäre natürlich fantastisch.

Audiobeispiele:
Diese wurden werden normalisiert, noch sonst irgendwie bearbeitet. Gemäß den Eigenheiten des Originals schwanken auch hier die Lautstärken zwischen -18 und -6 dBFS.

Die Vocoderaufhahmen wurde mit einen preiswerten Dixon (etwas besser als Samsung Q7) und dem Mikme am Rechner gemacht und über den Mic-TRS-Eingang des VC340 eingespielt.

Fazit

Der Behringer VC340 ist wie sein Vorbild ein faszinierendes instrument, das seine Fangemeinde hat. Er ist definitiv nicht für jeden, das muss man schon mögen. Aber er ist zurzeit auch einer der wenigen, wenn nicht gar der einzige aktuell neu erhältliche analoge Vocoder. An digitalen Geräte tummeln sich schon einige Optionen.
Seine Einfachheit macht ihn für Live-Gigs zur ersten Wahl und die MIDI-DIN und -USB Anbindung für eine gute Option im Studio. Wie auch immer, mit diesem Instrument kommt man dem Original wohl so nahe, wie man ihm nur kommen kann und es dürfen einige von euch schon mal feuchte Hände bekommen.

Plus

  • Klang
  • Verarbeitung
  • Preis

Preis

  • ca. 700,- Euro
Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    mariemusic  

    Hätte ich keinen V-Synt (XT), würde ich den Behringer Clon kaufen. Wobei, mir wäre eine XpanderVersion lieber (Tasten hat man doch schon genug herumstehen). Ok, für die Bühne ist die Version mit Tasten natürlich die bessere Wahl.
    Überhaupt, ich mag die Behringer Clons. Nicht alle haben Geld wie Heu. Und ob wirklich jeder die minimalen Abweichungen vom jeweiligen Original beim Klang heraushört, ich habe da Zweifel. Auch bei den Originalen gab es Abweichungen (Analog eben). Und den einen oder anderen Regler nur einen Millimeter anders eingestellt, und schon klingt es auch wieder anders.

    • Profilbild
      ArvinG  

      „Überhaupt, ich mag die Behringer Clons. Nicht alle haben Geld wie Heu“

      Ich verstehe natürlich was Du damit meinst, aber ob es dazu nun Behringer bedarf, sei mal dahin gestellt. Er bedient den Markt, weil Hardware-Hupen halt derzeit schwer en Vogue sind, was ja auch OK ist. Er ist Geschäftsmann und nicht der schlechteste, das muss man einfach neidlos anerkennen.

      Andererseits: die Demokratisierung der musikalischen Produktionsmittel hat doch vor hinreichend langer Zeit schon eingesetzt. Wenn ich so zurück denke, schon zu meiner Studentenzeit konnte sich doch fast jeder einen Atari und nach und nach ein paar Midi devices leisten. Vom heutigen Angebot (z.B. DAW Freeware und Plugins) ganz zu schweigen. Also mir kann keiner erzählen, dass nun „der Uli“ derjenige sei, der es endlich jedem ermögliche, seine Musik zu machen (was irgendwie – so mein Eindruck, aber ich kann mich natürlich auch täuschen – implizit immer so n‘ bischen durch tönt).

      Aber klar: soll jeder Spaß mit seinen Produkten haben (ich habe selber auch zwei oder drei). Als Gitarrist weiß ich aber auch: eine LesPaul RI oder Ramirez 1A kostet eben, wenn ich die unbedingt haben will, Klon hin oder her.

  2. Profilbild
    Venusianer  

    Auf die Kiste freue ich mich besonders, finde es dennoch schade, dass hier die 4. Oktave eingespart wurde. Gerade im Hinblick auf den Tastatursplit. Somit verbaut sich Behringer m. E. die Krönung für diesen Klon. Vielleicht war die Angst zu groß, dass nicht genügend Geräte für dieses angebliche Nischenprodukt verkauft würden, wenn es entweder zu groß oder nicht billig genug werden würde.
    Ich selbst würde für die weitere Oktave gerne mehr Geld zahlen. Eine damit erweiterte Auflage fände ich daher genauso angebracht wie eine reine Expanderversion ohne Tastatur. Damit würden weitere – vielleicht noch zögernde – Käuferschichten angesprochen. Desweitern könnte man den Vocoder auch noch einzeln bringen. Oder gleich den geilen Korg VC-10 klonen!

    Ich habe Uli Behringer schon den Vorschlag gemacht, dass er den fantatischen Roland RS-505 klont und diesem die original 4 Oktaven mitgibt. Dieser hat eine geniale Streicher- und Bass-Sektion, die sich mit dem Vocoder des VC340 extern total aufwerten liesse.

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    Sudad G  

    Schöner Testbericht. Hut ab! Für den Preis….absolut klasse!
    Scheint, dass das durch den Kauf von Midas und Klark Teknik gewonnene technische Know-How Behringer richtig gut tut. In letzter Zeit kommt ein Kracher nach dem anderen von Behringer auf den Markt.
    Auch die Kompressoren 76-KT und KT-2A klingen umwerfend.

  4. Profilbild
    costello  RED

    Danke für den Test, der zu 100% den Eindruck bestätigt, den ich bereits nach dem phantastischen Video von Mr. Firechild hatte. Behringer schafft locker, was Roland nicht gelungen ist – einen wirklich überzeugenden VP-330-Klon zu schaffen. Der Klang speziell auch der Strings und Chöre überzeugt. Großes Kompliment an Ulis Entwicklerteam. Den einzigen Kritikpunkt hat Markus schon vorweggenommen: 3 Oktaven sind für vollgriffiges Spiel zu wenig, auch wenn Behringer hier natürlich vor allem einen attraktiven und sicher messerscharf kalkulierten Preis im Auge hatte. Aber über MIDI lässt sich ja eine größere Tastatur anschließen. Fazit: Der VC340 ist nach dem Ultrafex das zweite Behringer-Produkt, das ich mir definitiv kaufen werde.

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    Wellenstrom  AHU

    Hat den Old School Charme, den es zumindest für retroartige Tracks hin und wieder braucht.
    Schöner Test inkl. der A/B Vergleiche.

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    Anthony Rother  

    Man kann über Behringer denken was man will. Dennoch finde ich das diese neuen Geräte den Markt stark verändern könnten. Vor allem für Leute die gerne Hardware nutzen.
    Warum 150 € für eine Software investieren wenn es für 699 € (wahrscheinlich wird der VC340 noch preiswerter werden) eine Hardware gibt die für alle Zeiten ohne weitere Updatekosten und ohne ein bestimmtes Computersystem genutzt werden kann? Dazu kann man das Gerät mit Sicherheit für einen angemessenen Preis gebraucht verkaufen. Software gebracht zu verkaufen ist meist eher schwierig.
    Ich bin sehr gespannt wie sich der ganze Markt verändern wird… spannende Zeiten…

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        Numitron  

        Die anderen test haben meistens mehrere Seiten. Aber dieses Gerät ist wohl auch nicht so vielseitig wie andere Synthesizer.

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          Florian Anwander  RED

          Ob Tests mehrere Seiten haben hängt in der Hauptsache davon ab, ob der Autor (oder ggf. die Redaktion) die Seitenumbrüche einfügt. Da das Umbrechen des Layouts in der Weboberfläche doch ein bisschen Rumgefeile erfordert, wird Wenn ein Artikel schnell veröffentlicht werden soll, dann spart man sich das schon mal. Von der Textlänge ist auch dieser Artikel eigentlich mindestens ein Dreiseiter.

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    psv-ddv  AHU

    Das ist mal ein wirklich sinnvoller Klon. Danke für die Besprechung. Die Originale sind mir zu teuer, vor allem wird man man diese Klangwelt vermutlich nicht andauernd einsetzen. Da ist der Behringer schon richtig interessant. Zu kleine Tastatur ja, ok, geschenkt, geht ja über Midi. Das Einzige was mich vom Blindkauf abhält ist die böse Überraschung, die ich mit dem Behringer D erlebt habe. Klangvergleiche im Netz schienen alle nah genug am Original um ok zu sein. Als ich das Teil dann im Studio hatte: Das Grauen in Tüten. Klang nach billigster Elektronik. Daher bin ich jetzt vorsichtig bei Behringer. Ich werde den Klang erst beurteilen, wenn ich einen serienmässigen VC340 im Studio habe. Aber ich hoffe natürlich, dass das Teil ok ist. Dann wäre es ein B(e)ringer.

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    Son of MooG  AHU

    Tja, es bleibt wirklich nur noch die zu kurze Tastatur als einziger Kritikpunkt zu einem ansonsten perfekt gelungenen Clone. Ich könnte mir aber gut vorstellen, dass Behringer noch einen Expander nachschiebt, wenn der VC-340 erfolgreich ist. Den Roland VP-03 wird man jetzt wahrscheinlich zu Schleuderpreisen raushauen. Übrigens habe ich letzthin in einer Camel-DVD mit einem Auftritt von 1984 den VP-330 entdeckt, der das Roland RS-202 String Ensemble von Peter Bardens ersetzte und dessen Vocoder im Song „Vopos“ genutzt wurde.

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    Cavestudioschweiz

    Großartig. Habe zwar schon einige Geräte, aber den kauf ich mir (geht aber wohl wieder recht lange bis er erhältlich sein wird…).
    Für mich sprechen die Audiobeispiele deutlich für den Behringer. Wärmer, runder und lebendiger. Es sind nur Nuancen, aber eben genau das gewisse Etwas.

  10. Profilbild
    Florian Anwander  RED

    Hallo Markus, schöner Artikel. Nur bei den Klangbeispielen bin ich etwas verwundert. Da habe ich den Vocoder des originalen VP-330 als deutlich sprachverständlicher in Erinnerung, als ich das jetzt von Deinem Klangbeispiel ableite. Hast Du da mit einem Mikro am Instrument selbst gearbeitet, oder ist das ein externes Line-Signal?
    VIele Grüße
    Florian

    • Profilbild
      Markus Schroeder  RED

      Hallo Florian,

      Danke, :)

      In den Beispielen war das ein entsprechend auf Mic-Livel abgeschwächtes Line-Signal aus dem Rechner. Ich hab aber auch mit einem Mic am XLR-EIngang gearbeitet, an der Sprachverständlichkeit hat das aber meines Erachtens nichts geändert.

      Ich kann das aber evtl. nochmal nachchecken, ob es da Unterschiede gibt, solange ich den 340er noch habe.

    • Profilbild
      AMAZONA Archiv

      Da gebe ich dir Recht. Die Vocoderbeispiele klingen sehr undeutlich und verwaschen. Dazu wären Soundbeispiele zwischen Roland und Behringer sinnvoller gewesen. Letztendlich geht es ja um den Roland VP-330.

      https://www.youtube.com/watch?v=mvrDFdriTUc

      Ab 3:13 kann man den Behringer live im Einsatz sehen bzw. hören. Da gewinnt man einen besseren Eindruck.

      Trotzdem vielen Dank für den aufschlussreichen Test vom VC340.

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        Hightower

        Ja, der Firechild durfte ja schon vor geraumer Zeit testen und gerade der Vocoder hört sich bei ihm genial an … was er davon hält, kann man ja in dem o.g. Video bei 4:20 min. genau sehen und hören … 😉
        Mich hatte er damals schon überzeugt, habe gerade meinen freien Platz ausgemessen und mit den Dimensionsangaben verglichen … passt genau! 😉

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          AMAZONA Archiv

          Ich werde mal den Behringer im Lindberg mit einem externen Synth testen. Bin echt gespannt, wie er mit einem scharfen Sägezahn klingen wird. Geht es doch in die „Richtung“ SVC, dann könnte es auch für mich gefährlich werden. ;)

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      Markus Schroeder  RED

      Hi Florian, ich hab nochmal ein paar neue Vocoder-Aufnahmen gemacht. Die bisherhigen Aufnahmen waren mit einem preiswerten dynamischen Dixon DM1176 Mikrofon (besser als ein Samsung Q7). Die neuen sind mit dem Mikme Kondensator-Mic aufgenommen. Da das Mikme aber nur über einen USB-Ausgang verfügt, halt über den Rechner in den TRS-Eingang am VC340.

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          Markus Schroeder  RED

          Gerne :)

          Beim abschließenden Urteil über den Vocoder des V+ wäre ich aber trotzdem noch vorsichtig. Der V+ Vocoder allein hat nochmal +/-10 Parameter zum Einstellen, mit denen man den Klangl anpassen kann, da geht noch einiges, macht aber auch den direkten Vergleich nicht leichter.

          Aber den VC340 Vocoder finde ich natürlich auch sehr gefällig und vor allem easy.

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            a.jungkunst  AHU

            Das wäre auch meine Meinung, was die Parametrisierung und damit die Klänge des XILS V+ betrifft. Da muss man sehr ins Detail gehen, um die Unterschiede herauszuarbeiten. Wer will und muss das schon?

  11. Profilbild
    alfons

    Es wäre besser gewesen wenn der 340er und V plus auf die gleiche Tonhöhe gestimmt gewesen wären . So suggeriert der etwas höhere V plus etwas mehr Frische , die er gar nicht hat. Sorry für meine Spitzfindigkeit , ist nicht so wichtig , mir gefällt der 340 sowieso besser – kein künstlicher digitaler Schmutz , auch schön phasey . Vielen Dank für den schönen Bericht

  12. Profilbild
    Violator  

    *** „schröcklich“! ***
    Die Kiste klingt ja furchtbar und hat klanglich nur ansatzweise etwas mit dem Original gemeinsam.
    .
    Aber Roland hat das mit dem VC-03 Clone auch nicht besser hinbekommen, wobei mir der klanglich im Vergleich zum VC-340 etwas besser gefällt.

    • Profilbild
      Tyrell  RED 2

      Warum eigentlich immer Hop oder Top? Der VC340 klingt doch nicht furchtbar!!! Mag sein, dass er dir nicht gefällt, aber furchtbar ist doch „niederschmetternd schlecht“ und das trifft nunmal nicht zu. Der VC340 klingt deutlich musikalischer als der VP-03 und sicher gibt es demnächst jede Menge YT-Videos mit Vergleichen zum Original. Ich bin mir sicher, dass dann die unterscheidlichen Audiobeispiele bei einem“Blindtest“ nur sehr sehr schwer (wenn überhaupt) zuzuorden sein werden.

    • Profilbild
      costello  RED

      Ich kann Dein hartes Urteil ehrlich gesagt nicht nachvollziehen. Beim Roland-Boutiquegerät hat eigentlich nur der Vocoder überzeugt; Strings und Chorsounds dagegen überhaupt nicht. Die finde ich bei Behringer sehr gelungen. Nun ist die Sprachverständlichkeit bei den hier gebrachten Beispielen nicht ganz optimal. Das Mr. Firechild-Video zeigt aber, dass der VC-340-Klon das kann. Noch ein bisschen Hall dranhängen, dann funzt die Kiste :-)

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        psv-ddv  AHU

        Ich möchte da nix unterstellen, aber Firechild Video hin oder her, das war doch ein Vorseriengerät.
        Nicht ausgeschlossen, das die Bauteilspezifikationen beim Seriengerät nochmal optimiert (sprich herabgesetzt) wurden um die Kosten zu drücken. Da sollte man schon sehr genau hinhören. Beim Behringer D hatte ich zumindest den starken Verdacht, dass der sich nach den ersten Demovideos nicht zum Besseren entwickelt hat…

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          costello  RED

          Das böse Erwachen beim Behringer D hattest Du ja weiter oben schon beschrieben. Ich bin beim VC-340 eigentlich sehr optimistisch. Aber klar – am Ende muss man selbst hören und beurteilen. Das Schöne – zwei Treppen tiefer steht bei einem Nachbarn das Original. Freue mich schon auf den Vergleich :-)

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            psv-ddv  AHU

            Na, das nenne ich mal Hausgemeinschaft. Das Ergebnis Deines Vergleiches würde mich dann natürlich mal brennend interessieren!

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      iggy_pop  AHU

      Alles ist relativ: Das Original kann nun daheim bleiben, den Clone kann mir meinetwegen einer nach dem Gig klauen oder runterschmeißen, ohne daß ich mir großartig an den Arsch fassen würde dafür. Nicht, daß ich den Behcoder auf meiner Einkaufsliste stehen hätte.
      .
      Die Sprachverständlichkeit erinnert mich an den SVC-350, den ich mit Chorus immer als äußerst matschig wahrgenommen habe.

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    Anthony Rother  

    Zum Thema Original und Klang. Ich habe mir noch einmal auf YouTube Videos angehört. Sie ersetzen nicht den Test im eigenen Studio bei einer Musikproduktion dennoch kann man mit den Videos einen ersten Eindruck der Unterschiede bekommen.

    Roland VP330 (Original) vs Roland VP-03 Boutique (Digital Clone)
    https://youtu.be/Qs5d3lBsrkw

    Roland VP330 (Original) vs Behringer VC340 (Analog Clone)
    https://www.youtube.com/watch?v=mvrDFdriTUc&frags=pl%2Cwn

  14. Profilbild
    Alessio

    Schade, „37-Tasten Klaviatur ohne Velocity“. Für meine enge Ecke am Schreibtisch hätte der VC nebenher als kleines Masterkeyboard fungieren können – aber ohne Velocity (und dann wahrscheinlich auch ohne Aftertouch) kann ich die Idee begraben. So ein Pech, Behringer hätte die Tastatur vom DM6/12 benutzen sollen.

  15. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Lieber Herr Behringer (direkte Ansprache, fall’s Sie hier im Forum mitlesen),

    die Entwicklung des VC340 ist abgeschlossen, die Massenproduktion steht vor der Türe. Es wäre naheliegend, dass man den Vocoder alleine (+ 11 regelbare Bänder) in ein kleines Gehäuse packt und es als BVC-360 verkauft. So fangen Sie den Rest ein, die keine String-Machine benötigen. Ich bin mir sicher, da wären einige Interessenten dabei.

    Beste Grüße nach Asien ;)

    • Profilbild
      Venusianer  

      Genau, den einzelnen Vocoder würde ich mir sogar extra nochmal dazu kaufen. Aber bitte auch den Korg VC-10 klonen, denn der ist auch total super. Das moderne vocoderähnliche Zeug hört sich m.E. alles nicht an. Geht doch nichts über den Kräusel- und Robotersound der 70er ;-)

  16. Profilbild
    Venusianer  

    An die Redaktion:
    Könnte bitte jemand einen Korg VC-10 Test ins Auge fassen, falls ein Gerät zur Verfügung steht?
    Ich finde die Soundmöglichkeiten, auch wenn sie zunächst begrenzt erscheinen, überragend. Vor allem wenn man kreatives Blut hat und nicht nur auf bekannte Stereotypen fixiert ist.

    Was ich mir nämlich von ganzem Herzen wünsche: dass die allgemeine Begeisterung für diesen fantastischen Vocoder wächst, und dieses Gerät letztendlich wiederaufgelegt oder geklont wird.

    Dadurch, dass diese wunderschöne Kiste mittlerweile sehr rar ist, und sie unverschämt teuer gehandelt wird, und weil die Vocoder der 70er nunmal am geilsten sind, sollte man sie endlich wieder einer Renaissance zuführen. Man muss diese fantastischen Geräte nur mal neu entdecken und deren Potenzial fühlen. Und mit Effekten werden ausserdem nahezu unendliche Soundmöglichkeiten geboten.

    Ich finde, dass in der heutigen Zeit, wo man oft zuviel in eine Kiste klatscht, und die Bedienung dann sehr unübersichtlich wird, Spezialisten wieder vermehrt Anklang finden sollten. Und mit solchen Test- und Werbeaktionen wollen wir das doch unterstützen, gell? :-D

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