Behringer: Gardiner Houlgate Vintage-Synthesizer Auktion

14. Februar 2019

Behringer zeigt großes Interesse am Yamaha DX1

Wunderbar – den Yamaha DX1 aus dieser Auktion, haben die Behringer-Entwickler schon wieder zum Klingen gebracht:

Hier unsere Meldung vom Dezember 2018

Manche Meldungen haben eine interessante Hintergrundgeschichte – und wenn man ein wenig bohrt, kommt man auf den Kern der Sache.

Eine solche Meldung erreichte uns gestern, als Behringer auf seiner Facebook-Seite bekanntgab, dass das Unternehmen ein Konvolut an veschiedenen Vintage-Synthesizern ersteigert hatte.

Es wäre ein Einfaches gewesen, den FB-Post einfach zu teilen, aber das reichte uns nicht. Wir wollten wissen, was hinter der Geschichte steckte und vor allem auch, wie man sich so eine Versteigerung vorzustellen hat.

Es muss gegen Mitternacht gewesen sein, als ich Uli Behringer per Messenger irgendwo in China erreichte. Er war kurz angebunden, hatte kaum Zeit, mir irgendwelche Fragen zu beantworten – auch wenn er sich wie ein Honigkuchenpferd freute, nun im Besitz eines Yamaha DX1 zu sein. Schließlich konnte ich ihn dazu bringen, mir den Kontakt zu seinen beiden Mitarbeitern Thomas und Jordan herzustellen, die die Aktion federführend durchgeführt hatten.

Gestern Mittag war es dann soweit, mittags hatte ich einen Skype-Call mit Thomas und Jordan, die beide für das Midas R&D Departement in Manchester arbeiten. Ihr direkter Chef ist Pete Sadler, den wir hier ja schon des Öfteren vorgstellt haben.

Tom & Jordan im Skype-Call mit mir

Im Skype-Call mit Tom and Jordan interessierte mich zunächst, wie sie auf die Auktion aufmerksam geworden waren. Der Zufall spielte dabei wieder mal eine Rolle, denn zwei Tage vor der Auktion, hatte man ein längeres Interview mit einem Bewerber, der das R&D-Department verstärken sollte. Bewerbungsgespräche wie diese sind derzeit in Manchester an der Tagesordnung, da die R&D-Abteilung geradezu sprunghaft vergrößert und ausgebaut wird. Dieser Bewerber erzählte von einer spektakulären Auktion, bei der das Synth-Linup von Tears for Fears versteigert werden sollte. Offensichtlich hatte er damit nicht nur die volle Aufmersamkeit seiner Gesprächspartner gewonnen.

Auf der Website des Auktionshauses Gardiner Houlgate bestätigte sich dann die Aussage. Aber nicht nur das, tatsächlich war auch jener begehrte Synthesizer in der Auktionsliste, nach dem Uli Behringer seit Monaten suchen ließ – ein Yamaha DX1. Natürlich hakte ich an dieser Stelle nach, was es denn mit der Suche auf sich hätte und ob geplant sei, einen Yamaha DX1 nachzubauen. Leider bekam ich keine Antwort.

Tears for Fears – King Of Spain oder Seeds Of Love Tour?

Das Equipment, das zur Versteigerung stand, war laut Versteigerung 1996 für die King of Spain Tour von Tears for Fears zugelegt worden. Darunter ein PPG Wave 2.2, ein Sequential Prophet-5, mehrere LinnDrum, der besagte Yamaha DX1 und vieles mehr. Darunter auch Endstufen, Effekte und Gitarren. Bei näherer Betrachtung der Zusammenstellung kommt aber eher eine Tour in Frage die deutlich früher war. PAssen würde eher SEEDS OF LOVE aus dem Jahr 1989/1990. Sehr viel früher macht keinen Sinn, da der Roland S-770 aus der Versteigerung erst 1989 auf den Markt gekommen war.

Das Erstaunliche: Nach der Tour wurde tatsächlich der gesamte Gerätepark eingelagert und für die nächsten 23 Jahre (!!!) vergessen (bzw. 30 jahre wenn unsere Vermutungen zutreffen). Leider konnten die beiden keine Angaben dazu machen, wie dieser kleine Schatz schließlich wieder das Licht der Welt erblickte, aber den verrosteten Cases nach zu urteilen, waren die heute gefragten Kultobjekte damals eher als unbedeutendes Tour-Gear achtlos und unsachgemäß weggesperrt worden.

Schaumstoff-Überreste vom Case auf dem Prophet-5

Jordan erzählte eindrucksvoll davon, dass sich manche der Cases nur mit einem Stemmeisen öffnen ließen. Teilweise hatten sich die Schaumstoffauskleidungen in den Cases aufgelöst und lagen als poröse Schicht auf den wertvollen Synthesizern. Da die Teile außerdem zuvor auch einen harten Tour-Alltag erlebt hatten, war der erste optische Eindruck entsprechend niederschmetternd. ABER: Ich persönlich habe da schon die reinsten Wunder erlebt, was erfahrene Technikerhände mit viel Liebe bei Vintage-Teilen bewirken können. Außerdem waren die Units durch die massiven Cases vor  Korrosion relativ gut geschützt.

Die Gardiner Houlgate Auktion

Wer sich einen wunderschönen Auktionssaal vorstellt, in dem Bieter kleine Kärtchen heben, der irrt. Das Auktionshaus Gardiner Houlgate liegt im Südwesten von England, gar nicht allzu weit entfernt von der Kanalküste. Das RnD Department in Manchester liegt davon ca. 4 Autostunden nördlich.

Geboten wird daher online. Nur wenige sind wirklich vor Ort und steigern per Zuruf mit.

Laut Tom hatte er gegen Mittag des 12.12.2018 auf einem Ohr die Live-Schaltung der Auktion, auf dem anderen Ohr Uli Behringer, der in China saß und mit Spannung die Versteigerung erwartete. Das Ziel war ganz klar, koste es was es wolle, zumindest den Yamaha DX1 zu erwerben. Darüber hinaus hatte man aus dem Auktionskatalog aber auch noch den Emulator II, den Prophet-5 und eine  LinnDrum im Fokus.

Tom erzählte, dass der Auktionator so schnell sprach und die Gebote so staccatomäßig abgegeben wurden, dass es eigentlich keine Zeit gab nachzudenken, um die Gebote abzuwägen. Noch bevor Uli und er es richtig begreifen konnten, hatten sie den Zuschlag für den Yamaha DX1 erhalten – für ca. 5.000 Pfund (etwa 5.800,- Euro). Dazu kam allerdings noch Auktionsgebühr in Höhe von 24 % (auch nicht von schlechten Eltern, oder?).

Und auch der Prophet-5, der Emulator und zwei LinnDrums wurden Uli und Tom zugesprochen. Offensichtlich hatten die beiden damit aber noch nicht genug, denn die Liste an ersteigerten Produkten wurde immer länger. Hinzu kamen noch ein Roland S-770, ein Roland D-550, ein Eventide H3000SE und schließlich sogar noch ein PPG Wave 2.2.

Gerade als man endlich aussteigen wollte, kam eine Hammond C3 mit zwei Leslie Speakern unter den Hammer. Laut Tom war Uli sofort Feuer und Flamme und ließ sich auch hier das edle Teil nicht  entgehen. Wie manche vielleicht durch unser erstes Interview mit Uli wissen, hat Uli Behringer in Düsseldorf Klavier studiert und ist zudem leidenschaftlicher Jazz-Pianist. Wie er mir mal erzählt hat, war es immer sein Traum- eine originale Hammond Orgel mit Leslies zu besitzen und nun hat er sich diesen Traum offensichtlich erfüllt.

Am Ende standen 25.000 britische Pfund auf dem Zettel – und die Ungewissheit, in welchem Zustand die Teile wohl sind.

From Kidderminster to Gardiner Houlgate

Deutlich näher am Auktionshaus im Südwesten von England als Manchester liegt das verschlafene englische Städtchen Kidderminster mit gerade mal 60.000 Einwohnern.

Kidderminster in England (c by Music Tribe Group)

Behringer betreibt in Kidderminster sein EMEA (Europe-Meadle East, Africa) Customer Care Center, eines von mehreren weltweit, in denen nicht nur der Produkt-Service für zahlreiche Behringer Marken wie Tannoy, TC, Klark Teknik oder Midas abgewickelt wird, sondern auch ein Lagerhaus steht, das die oben genannten Erdteile mit Ware versorgt.

Von hier aus traten Tom und Jordan am 12.12. ihre Reise mit einem kleinen LKW an und holten die „heiße“ Ware direkt persönlich ab. Nach ca. 2 1/2 Stunden Fahrt trafen sie am Zielort ein. Von außen relativ unspektakulär, offenbart sich im Inneren eine Welt voller Vintage-Musikinstrumente.

Bereits abholbereit, einige der TFF-Cases

Doch vor dem Rücktransport sollte ein erster Blick in die Cases riskiert werden

Forum
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    TobyB  RED

    Klasse Story. Für die DX 1 sollten die mal Tom Carpenter konsultieren, seine sah noch übler aus. Da kann man nur hoffen, das es nicht raucht. Und das der EPROM AM27320C keinen Sonnenbrand bekommen hat. Ich hatte beim betrachten der Bilder diesen Kellerduft in der Nase. Beim ersten Einschalten der Endstufen würde ich echt erstmal in Deckung gehen. Die TFF Tour muss echt heftig gewesen sein ;) Wenigstens steht das Pfund derzeit im Kurs günstig.

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    Soundreverend  

    Irgendwie sieht es so aus als ob sich Uli erst jetzt seine Kindheitsträume erfüllt und wieder zurück zum alten Hobby gefunden hat. Da muss ja nicht mal ein neuer Behringer Synth bei rauskommen, evtl. einfach nur ein – hoffentlich funktionierendes – Privatmuseum/Studio.

    Und gut, dass der Herr sein eigenes Reparaturzentrum hat, das könnte ich auch langsam gebrauchen. Aber wir haben ja Doc Analog :)

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      Tyrell  RED 3

      ..haha…der gute Doc schwimmt allerdings auch schon in Arbeit, weshalb ich da ab und zu nun auch ausweichen muss. Aus dem grund giubt es jetzt bei uns auch diese Liste: https://bit.ly/2rOKjAd

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        cosmolab  

        Gebe zu – habe zuallererst gelesen „Behringer VERsteigert Vintage-Konvolut“…
        …und schon gedacht wir haben vorfristig Weihnachten. ;-)

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        Tyrell  RED 3

        Getrennt schon, aber Roland Orzabal machte alleine weiter unter dem Namen TEARS FOR FEARS und veröffentlichte 1995 besagtes Album RAOUL AND THE KING OF SPAIN (übrigens sehr empfehlenswert – wie eigentlich alles von TFF). 1996 folgte dann die Tour. tatsächlich ist es aber erstaunlich, dass damals noch soviel Analogequipment bei der Tour dabei war. Da wir die INformationen zu den Hintergrundinfos auch nur aus zweiter Hand haben, ist nicht auszuschließen, dass das Equipment aus einer älteren Epoche stammt.

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        Tyrell  RED 3

        Im Opener ihres Albums Elemtal von 1993 ist bereits ganz am Anfang ein Werkspreset des Yamaha SY77 zu hören ( https://bit.ly/2ELrPJn ) – insofern kommt mir das auch spanisch vor. Meine Skepsis brachte aber trotzdem kein anderes Ergebnis.

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          TobyB  RED

          In GB sagt man, das klingt griechisch für mich, wenn einem was spanisch vorkommt. ;) So klingt auch Elemental. Die Texte sind albern und das Kratzen am Lack des ProgRock war nie Tears for Fears. Das Albumcover gibt auch keine nennenswerten Synths her.

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            AMAZONA Archiv

            „In GB sagt man, das klingt griechisch für mich, wenn einem was spanisch vorkommt.“

            Ist so wie mit der Syphilis. Für die einen war es die französische Krankheit, für die anderen die englische oder die spanische. Den schwarzen Peter schob man sich immer gegenseitig zu.

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              TobyB  RED

              Welle,

              du liest zu viel ;) Steck die Nase mal wieder in eine schöne Bedienungsanleitung ;) Ich hab grade vom gelben Peter von der Post einen Weihnachtsbaum für das Eurorack bekommen. Welchen ich jetzt löten werde. Google übersetzt, jemanden dem schwarzen Peter zu schieben mit, give someone the black peter. My lovely mistersingingclub. That sounds greek, geht wohl wie alles in GB auf Shakespeare zurück. So hab ich das jedenfalls aus Julius Cesar gelernt. Dem schwarzen Peter schiebt man in GB einen Eimer rüber. Was ein deutscher Kollege tatsächlich mal gemacht hat. Nach der Aufforderung pass the buck, verschwand er und kam mit einem Eimer wieder.

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      Tyrell  RED 3

      Ich hab unsere Skespsis in den Artikel einfließen lassen. Da der S770 erst 1989 auf den Markt kam, muss die Tour zumindest 1989 oder leicht später stattgefunden haben. Also SEDDS OF LOVE wäre durchaus vorstellbar.

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    fritz808  

    amazona überrascht mich immer wieder. hätte ja auch nur einfach eine blöde news sein können. stattdessen sauber recherchiert und dokumentiert. gratulation.

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    Robocob11  

    …aber will die Szene wirklich einen DX1? War doch auch nur ein doppelter DX7. Spätestens mit dem DX7IID und einem Masterkeyboard, war der DX1 doch ein alter Hut. Ein SY77 schlägt ihn klanglich um Längen. Gut, das Ding hat ein paar Display und Knöpfe mehr – aber sonst?

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      psv-ddv  AHU

      Keine Sorge. Einen DX1 wird keiner nachbauen. Allein die Tastatur ist so aufwendig, dass sich das nicht lohnt. Das ist Marketing. Hier geht es nur darum, street credibility zu suggerieren und die Identifikation der Zielgruppe mit der Fa. Behringer zu verbessern.

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        iggy_pop  AHU

        Dass eine sachliche Aussage wie diese mit vier Negativpunkten dekoriert wird, sagt sehr viel über die mitlesende Zielgruppe aus.
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        Mal sehen, ob meine Dislikes hiermit zweistellig werden.
        .

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          Tyrell  RED 3

          Nein, tut es nicht. Der Counter für diesen Artikel steht jetzt genau bei 1.754 (vollständig gelesen, unterschiedliche IP-Adressen). Ein Pauschalurteil ist also nicht angebracht. (und den dritten Daumen nach oben, hat er gerade von mir bekommen ;-)

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            psv-ddv  AHU

            Danke Peter :)

            Ich glaube sachliche Argumente überzeugen, eher als als Daumen nach unten, ohne weiteren Kommentar. …aber es spiegelt nun mal die Meinungen hier wieder und ist insofern schon interessant.

            @iggy: Das wäre doch mal ein interessanter Wettbewerb. Wer von uns (mit sachlichen Posts) als erster zweistellig negativ schafft. Oder hat das schonmal jemand hinbekommen?

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              iggy_pop  AHU

              Ich für meinen Teil werde nicht aufhören, an diesem hehren Ziel zu arbeiten.
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              Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort. Mein Ehrenwort.
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                    iggy_pop  AHU

                    Ich habe mal im „Beau Rivage“ einen Kaffee getrunken, draußen, auf der Terrasse.
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                    War sehr teuer. Der Kaffee.
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                      TobyB  RED

                      Schön das du noch unter uns weilst und dich bester Gesundheit erfreust. Frohes Fest.

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          GioGio  AHU

          Diesmal bekommst Du ein Like von mir :) Die „sachliche“ Aussage von psv-ddv hat zwar das Problem ein Fakt sein zu wollen und besser und diplomatischer wäre es gewesen zunächst die Aussage mal als Vermutung stehen zu lassen, aber es ist immer gut nachzudenken und bei aller Liebe zum Behringer-Hype auch mal zwischen den Zeilen zu lesen und nicht nur einfach in die Glotze zu schauen.

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        Florian Anwander  RED

        > Das ist Marketing. Hier geht es nur darum, street credibility zu suggerieren
        > und die Identifikation der Zielgruppe mit der Fa. Behringer zu verbessern.
        Warum bitte soll Uli Behringer sich nicht ein paar Träume erfüllen?

        Ich hab übrigens bei ein paar Teilen mitgeboten (allerdings nicht auf die Sachen, die Behringer gekauft hat). DIe Auktion war im Web zu verfolgen übrigens durchaus spannend.

        Zum Thema: aus welcher Tour stammt das, würde ich sagen: das ist Material, das sich im Lauf der Jahre angesammelt hat. Für eine 1996er Tour hätte niemand mehr einen DX1 oder einen Emulator II beschafft. Das Zeug hat vermutlich 15 Jahre lang Bühnen und Studios gesehen, hat zehn Tourneen begleitet und wurde erst dann irgendwann eingemottet.

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          psv-ddv  AHU

          Deine Frage habe ich oben eigentlich schon beantwortet. Aber gerne nochmal ausführlich: Das sieht mir eher nach einem Schlulungsprojekt für die Behringer Klontechniker mit integrierter PR Kampagne aus. Herr Behringer kann sich so einen Kauf mit Sicherheit jeden Tag im Jahr leisten. Wenn er privat auf die Geräte steht kann er sie sich still und leise jederzeit günstiger und in erheblich besserem Zustand besorgen. OK, der einzige sympathische Grund, so einen bunten Haufen zu so schlechten Konditionen zu kaufen wäre, wenn er unsterblich in Tears for Fears verknallt wäre und alles von denen sammelt, wohl eher unwarscheinlich.
          Ich glaube, das passt ihm gut in sein PR Konzept, nachdem die ganzen Leaks ohne Produktfolgen nicht mehr so gut beim Publikum ankommen.
          Es handelt sich bei den ersteigerten ja schliesslich durchgehend um Geräte bei denen Clones oder ähnliche Nachbauten schon diskutiert wurden. Damit kann man die Wünsche und Träume potentieller Kunden gut befeuern und gleichzeitig Sympathiepunkte sammeln. Schaut mal, der ist einer von uns! Der Herr wird sich die Teile sicher mal ansehen und hat bestimmt auch Spass daran aber ich für meinen Teil bin mir sicher, dass bis auf die Orgel keines der Instrumente in U.B.s Wohnzimmer landet. Das steht dann am Ende alles in der Halle mit den anderen geklonten Originalen, die ist ja auf einem der Fotos im Bericht zu sehen.

          Das mit den Tourdaten haben wir weiter unten schon aufgerollt und geklärt, denke ich.

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            GioGio  AHU

            Finde ich gut, dass Du nun den Satz mit „das sieht für mich aus..“ beginnst. ich denke die Leute haben auch schnell ein Problem damit, wenn Du (wie oben) gleich wertest und etwas als Fakt darstellst. Bei Kritik muss man immer auf die Wortwahl achten, sonst ist man nicht besser als so manche Presse und TV-Sendung, deren wirken man verabscheut :)

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      gaffer  AHU

      Ich würde ohne nachzudenken die Hammond gegen einen DX1 eintauschen. Und zwei DX7II drauflegen. Nee, mit dem Zählen der Operatoren und deren Wellenformen ist es nicht getan. Hier zeigte Yamaha einfach mal, wo der Hammer hängt. Tastatur super, mit Poly AT, die Displays. Die machten das gerne damals, einfach ein womöglich unbezahlbares Instrument raushauen um zu zeigen was geht. Etwas Glanz wird schon auf die bezahlbaren Devices fallen. 1974 erster Synth, bereits ein Jahr später die 300kg GX1, polyphon, bervor die meisten Sythiespieler das fehlerfrei schreiben konnten, 3 Jahre später CS-80, dann GS1 bis zum DX1. Anfangs wurde die Entwicklung von den meisten Musikern gar nicht beachtet, bis einschlieeslich CS80 sahen die wie Orgeln aus, aber auf die Dauer setzte sich das durch. Und jetzt frage ich dich: was hat ein schnöder DX7II in dieser Reihe verloren? ;)

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    psv-ddv  AHU

    Solche Auktionen sind spannend. Man kann aber auch sehr leicht mal zu viel bieten. Ca. 30.000€ plus Reparatur/Restaurationskosten na ja. Die meisten Geräte hätten sicherlich woanders günstiger und vor allem in besserem Zustand erstanden werden können.

    Die Werbewirkung für die Fa. Kloninger war die Aktion aber wahrscheinlich locker wert.

    Auf den TFF Konzerten 1984-86 hat man genau das hier ersteigerte Equipment auf der Bühne gesehen. Bei späteren Liveauftritten nicht mehr. In den 90gern wäre kein halbwegs denkender Mensch, geschweige denn ein Profimusiker mehr mit einem DX1 getourt. Die paar neueren Teile können durchaus später eingelagert worden sein.

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      Robocob11  

      Wer Synthies nachbauen will, braucht auch die Originale. Ich sehe da keine PR-Aktion dahinter. Selbst ein großer Konzern kauft nicht einfachmal so für 25.000€ Synthesizer nur wegen PR. Die bekommt Behringer auch anders.
      Und nein, so leicht sind die Schätzchen derzeit nicht zu bekommen und schon gar nicht zu diesem Gesamtpreis- Da er ja seine eigenen Spezialisten hat die ihm die Teile restaurieren, ist das schon ein Schnäppchen gewesen.
      Also Uli – auf auf.. ich hätte gerne einen DX1 und einen PPG Wave 2.3. Beides bitte in Originalgröße. Bis zu 2.500,-€ pro Teil würde ich persönlich auch noch als Schnäppchen ansehen ;-)

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    AMAZONA Archiv

    Vorbei die Zeit, in der nur Synthesizer geklont wurden. Bald gibt es den dazugehörigen „BEHRs for Fears“ Signature Sound. Dann folgen der „DeBEHsche Mode“ und „BEHtles Sound“…. nicht zu vergessen „KraftBEHRg“ ;-)

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    AMAZONA Archiv

    Schöner Artikel, und ich freue mich für den Uli, dass er sich freuen kann. Auf die blöden, infantilen Seitenhiebe gegen Behringer, die immer von den selben notorisch Meckernden kommen, will ich gar nicht weiter eingehen.
    Die Frage, die ich mir stelle, lautet: heisst das, dass Behringer sich das Ziel setzt, den PPG Wave 2.2. den Emulator II, den Prophet V und die LinnDrum zu klonen, oder in erweiterter, modernisierter Form bringen will? Ich fände das großartig.
    Kann sein, dass der Uli manche Geräte für sich selbst restaurieren lässt, wie die Hammond. Toll!
    Aber ich bin super gespannt, was davon alles für den Markt verwendet wird, damit auch anderen Menschen der ein oder andere Traum erfüllt werden kann.
    Diesbezüglich wünsche ich mir mal mehr Toleranz von Seiten der narzisstischen Zweifler und Nörgler.

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    Wah-Wah

    Für mich als TFF Fanboy der ersten Stunde ein toller Bericht. Ich hatte die Versteigerung neulich ohnehin mitverfolgt. Dass aber Branchengrößen wie Uli B. mitbieten, hätte ich wirklich nicht gedacht.
    Ich tippe übrigens auch ganz stark auf die 89/90er „Seeds Of Love“ Tour, und u.a. am DX1 stand damals kein geringerer als der blutjunge Will Gregory, der ja bekanntlich später mit Alison Goldfrapp sehr erfolgreich wurde. Es gibt einen sehr schönen Konzertfilm „Going To California“ auf DVD, wo man sich das alles noch einmal anschauen kann.
    Für die 96er Solo Tour heuerte Orzabal ganz neue Musiker an, die vermutlich auch auf ihr eigenes Equipment zurückgreifen wollten. Es gibt auf Youtube einen Auftritt bei Jay Leno aus dieser Zeit, wo man glaube ich eine Korg Workstation beim Keyboarder erkennen kann, wenn mich nicht alles täuscht.
    Mir gefallen die drei Alben, die Orzabal quasi solo gemacht hat ( „Elemental“, „Raoul And The Kings Of Spain“ und „Tomcats Screaming Outside“ ) übrigens heutzutage besser als die weitaus erfolgreicheren und kultigeren Werke mit Curt Smith – einfach wunderschöne elektronische Popmusik aus den 90ern.
    2019 sind TFF wieder auf großer Tour, die sie auch nach Deutschland führt, und ein neues Album scheint auch in der Pipeline zu sein.

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      psv-ddv  AHU

      Stimmt, auf der 89ger Tour hatten sie den DX1 und die Linn 9000 die auch versteigert wurde dabei. Will Gregory hat damals Saxophon, Windcontroller und den DX1 gespielt.
      Den PPG , die Linndrums und den Prophet 5 hatten sie aber da schon nicht mehr dabei.
      Ausserdem kamen bei der Auktion auch diverse Aufkleber und Brochuren der „Raul“ Tour unter den Hammer, daher vermutlich die Annahme, die Instrumente würden alle auf der Tour genutzt worden sein. Tatsächlich haben die wohl ihr gesamtes Tour-Archiv ausgemistet. Ich vermute auch, dass ursprünglich von den meisten Synths/Samplern für die Tour 2 Instrumente existierten (damals üblich) und hier nur das jeweils schlechter erhaltene zur Versteigerung kam.

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      iggy_pop  AHU

      Ja, der Sommer 1983 war toll: Es war brütendheiß, ich war dem Tod durch Lebensmittelvergiftung von der Schippe gesprungen, und im Radio dudelten „Pale Shelter“ und „Mad World“.
      .
      Das schweißt zusammen.
      .

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    Mick  AHU

    DX ist doch schon von Yamaha selber geklont (ge-refaced) worden, dann macht Behringer den weltweit x-ten Odyssey, 808, Prophet, Moog, was weiß ich….interessiert das noch jemanden???

    CAT und ImpOSCAR, das wären Teile die man nicht schon überall gehört hat, oder unter den Fingern hatte!

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      AMAZONA Archiv

      „CAT und ImpOSCAR, das wären Teile die man nicht schon überall gehört hat, oder unter den Fingern hatte!“

      Da meinst Du jetzt aber den OSCar, denke ich. Der ImpOSCAR ist der virtuelle von Gforce.

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        Tyrell  RED 3

        Hatt den CAT, klingt toll – ist ähnlich aufgebaut wie der ARP Odyssey und war wohl so etwas wie ein ARP-Klon ;-). Gegenüber dem Odyssey fehlt ihm aber der eigenständige Charakter. Ganz anders der OSCar, den ich habe ich vor kurzem wieder herrichten lassen bei VIRTUAL MUSIC in Wien. Da hat sich jeder „Pfennig“ gelohnt. Tolles Teil !!!

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        Mick  AHU

        Quatsch, der OSCar ist doch nur ein billiger Nachbau des virtuellen Klassikers!!! ;-)
        Nee, hast natürlich recht, den Oxford Synthesiser OSCar meine ich!

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      gs06

      Ja, mich interessiert es, da die Behringer-Geräte nicht einfach digitale Nachbildungen sind und für einen sehr günstigen Preis angeboten werden.

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        1-Mann-Band Berlin  

        Eigentlich bildet der Reface eher einen DX 100 nach, denn der DX 11 hat ja auf jedem Operator 8 verschiedene Wellenformen und kann so die Einschränkungen der 4 Operatoren etwas erweitern. SY 77 dann ist mit 6 Operatoren, mehreren Wellenformen plus PCM Samples ja ein Traum.

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    lightman  AHU

    Zum Glück interessiert es niemand, wenn ich gebrauchte Synths kaufe, nicht auszudenken, wenn darüber jedesmal ein Artikel bei Amazona erscheinen würde… „lightman kauft kaputten Kawai K1m, was hat der Schelm jetzt wieder vor?“… hur hur…

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      Tyrell  RED 3

      .. den ich übrigens ganz große Klasse finde. Also den K1. Habe ich mir unlängst (ohne Defekt) wieder als K1II Rack gekauft – finde aber den K1m irgendwie charmanter. Also wenn du deinen (raprierten) K1m gegen den K1II Rack tauschen willst – du weißt wo du mich findest ;-)

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        lightman  AHU

        Der K1m ist ein tolles Ding, bei meinem ist bei ’nem Wandler oder so was kaputt, klingt stellenweise wie im Gruselfilm, paßt zu meiner Musik aber ganz gut. :) Mit einem Layer von vier Grundsounds und den teils eher ungewöhnlichen Modulationsmöglichkeiten kann man wirklich abwechslungsreiche und wenig ausgenudelte Patches erstellen, die sich prima im Mix abheben. Der Joystick ist bei einem Gig abgebrochen, stattdessen steckt ein großer Nagel drin. Sieht etwas rustikal aus, erfüllt aber seinen Zweck.

        Kurz zum Thema: Lustig, wie in solchen Fällen die Wogen immer zwischen Rosenkranzbeten für Sankt Uli und Behringer-Prügeln hin und herschlagen. Ich für meinen Teil habs jetzt halt mal zur Kenntnis genommen, daß der Uli ein paar alte Synths gekauft hat, mal sehen, was daraus wird. Wenn er wirklich einen DX1 nachbaut, kriegt er von mir den Orden wider den tierischen Ernst verliehen.

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          lightman  AHU

          In Behringer-Threads hagelt es Dislikes, sind wohl immer die selben Heinis unterwegs, die nix besseres zu tun haben. Naja, sind’se wenigstens von der Straße weg, wa.

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          TobyB  RED

          iGude Lightman,

          man muss ja nur mal gucken, was MusicTribe so macht und was Cool Audio so an Chips im Portfolio hat. Dann bleibt nicht mehr viel über, was da kommt. Aber ich persönlich denke, dass dieses Gear primär zur privaten Bespassung gekauft wurde. Würde ich mich allerdings aufs Spekulieren mit Tulpenzwiebel-Optionen versteifen, täte ich den Propheten clonen. MusicTribe hat hierzu alle Komponenten. Zu dem hat das Entwicklungsteam auch Erfahrungen mit ARMs und hochkomplexen hybriden Designs.

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            lightman  AHU

            Ja, das hört sich nachvollziehbar an. Das mit dem DX1 war auch nur Spaß, ich glaube kaum, daß es davon jemals einen Nachbau geben wird, dafür ist das Teil zu komplex und auch zu wenig nachgefragt.

            Ich versehe überhaupt nicht, wieso es ein so großer Aufriß ist, wenn sich Uli Behringer eine Ladung Synthklassiker kauft und warum darüber die Emotionen so hochkochen, daß hier der Like/Dislike-Kampf ausbricht. Wenn die Instrumente als Basis für neue Nachbauten dienen sollen, ist mir das genauso recht wie egal, als wenn sie für Ulis privates Studio gedacht sind. Ich gönne der Firma Behringer ihren Erfolg, Uli seinen Synthspaß in seiner sicher nicht sehr üppigen Freizeit, den Fans ihre Nachbauten und allen Anderen ihre freie Meinung darüber, also was ist das Problem?

            Manchmal versteh‘ ich echt die Welt nicht mehr.

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    mariemusic  

    Ein komplettes Museum auf einen Streich, wow.
    Und die Sache mit den Tulpenzwiebeln, durchaus aktuell, siehe Bitcoin / Blockchain.

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    Hectorpascal  AHU

    Ich finde ebenfalls das alle Nörgler und Zweifler die Lebensleistung von Uli. B. mal anerkennen sollten, vor allem vor dem Hintergrund ihres eigenen Schaffens. Behringer ist seit Jahrzehnten in China aktiv und so gesehen ein Pionier mit viel Unternehmergeist. Aufmerksamkeit bekommt Behringer genug und diese Aktion mit TFF erfüllte wohl gleich mehrere Aspekte. Was er daraus macht sollte man später bewerten und nicht jetzt schon alles totreden. Am China-Bashing will ich mich ebenfalls nicht mehr beteiligen. Wir sollten eher traurig darüber sein, daß die Chinesen vor 500 Jahren ihre Vormachtstellung aufgaben und ihre riesige Handelsflotte von ca. 3500 Schiffen zerstörten. Hätten sie das nicht getan wäre die Welt eine andere und vielleicht würden noch viele Indios, Indianer, Afrikaner, Araber und Asiaten noch leben anstatt kolonialisiert, hingerichtet, bekehrt oder versklavt worden zu sein. Vielleicht haben Chinesen mehr Respekt und eine tiefergreifende moralische Denkweise als wir. Bei dem Elend das wir und andere westliche Länder über die Welt gebracht haben würde ich ab sofort verstummen und die Welt dem Wandel überlassen.

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      AMAZONA Archiv

      Ich will das Thema Politik, das hier nicht hingehört, nicht aufwärmen, finde aber, dass die These mit den guten Chinesen reichlich wirr und realitätsfremd ist.
      Wenn man die Geschichte verfolgt, wird man sehen, dass die Chinesen nicht besser als andere Völker waren, oft sogar sehr viel grausamer. „Fünf Strafen“ gehört dazu. Dann der größte Massenmörder aller Zeiten, der bis heute wegen seiner 80 Millionen Ermordeten noch hochgelobt wird.
      Dann der Umgang mit Regierungskritikern, und nicht zu vergessen, wie die Chinesen mit Tieren umgehen.

      Und frag mal bewusst lebende China-Touristen, was sie da oft erleben. Zudem sind sehr viele Chinesen Rassisten, die lieber unter sich bleiben. Wenn einer umfällt, interessiert es keinen. Die haben für sich selbst nicht viel übrig. Einzige Ausnahme: wenn sie von Aussen angegriffen werden, halten sie fanatisch zusammen.
      Araber und Afrikaner sind seit jeher Sklaventreiber gewesen. Also nicht gleich zu ewigen Opfern abstempeln.
      Wem die Sklavenschiffe gehörten? Also denen, die durch den Verräter Oliver Cromwell bis heute GB durch die ‚City of London‘ kontrollieren, einschliesslich USA (gelber Saum an der Flagge: untersteht der britischen Admiralität) und die meisten anderen Länder.
      Chinesen haben definitiv nicht mehr Respekt und sind Weltmeister im Hinrichten!

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    lugosi

    Dann mal frohe Weihnachten Uli :)
    Ich wünsche ihm auch die Zeit, sich mit den geilen Kisten zu beschäftigen, was bei dem Job ganz sicher nicht einfach ist.
    Mir hat der Artikel auf jeden Fall gefallen :)

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    Atarkid  AHU

    Ich weiß, dass ich damit wahrscheinlich ganz alleine dastehe, aber jetzt wo der Uli das ganze Zeugs rumfliegen hat, wär’s prima, wenn die Jungs einen Emulator II nachbauen würden ^^… Mir würde das gefallen, weill die Möglichkeiten zwar beschränkt sind, der Sound aber phänomenal ist…

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      psv-ddv  AHU

      OK, also wenn der EII schon nachgebaut werden muss, dann bitte auch wirklich mit dem sound des Originals und den playback-Fähigkeiten eines Prophet X.
      Wenn die das hinbekommen darf das von mir aus auch 800€ statt 300€ kosten.
      Ich habe da so meine Zweifel, lasse mich aber immer gerne überraschen.
      Bei Kloninger arbeiten mittlerweile mit Sicherheit einige sehr fähige und hochmotivierte Synthfreaks, das merkt man den Produkten schon an, aber die Zielsetzung eines solchen Konzernes ist primär der Verkauf in grossen Stückzahlen. Alles Andere und damit leider auch der Klang ist nachrangig. Sonst kann der Uli seine Fabrikhallen in Asien nicht mehr bezahlen, oder seine Firma wird selber von der Chinesischen Konkurrenz aus dem Markt geklont.

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        HX  

        Wo wir ja grob beim Thema sind, ich war neulich mal wieder in China und hab mein Milchpulver gegen einen SE-02 eingetauscht, es gibt auf Taobao auch noch neue JU-06 und JP-08 falls das jemanden interessiert, m.E. billiger als auf dem hiesigen Gebrauchtmarkt, trotz anderslautender Prognosen, sind die Behringergeräte eigentlich gebraucht billiger, geht das überhaupt?

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        Atarkid  AHU

        Also der dürfte sogar 1000 kosten ^^… Natürlich geht es bei einem Konzern ums Geld, allerdings unterstelle ich dem Herrn Behringer eine Portion Enthusiasmus. Sonst hätte er doch gar nicht erst angefangen mit dem Synthesizer-Kram. Und der Behringer Vocoder ist auch eher ein Nischenprodukt, hätte so niemand erwartet dass die das anpacken.
        Der Emulator ist halt mein ganz persönlicher Traum. Sampling war für mich damals ein Wunder, der Emulator mein Star. (Natürlich müsste man auch die geile, markante Gehäuseform clonen!!!)

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    Franz Walsch  AHU

    Da »TFF« immer noch musikalisch unterwegs sind, wäre es interessant mit welcher Technik sie heute ihre alten Songs spielen.
    Eine Gegenüberstellung wäre schön …

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      TobyB  RED

      Hallo Franz,

      bittesehr, https://youtu.be/ZOJSmXIJeds , hier kann man sehr schön zuhören und sehen. Ich erinnere mich auch das die in der Reihe Spotify Landmarks aufgetreten sind. Finde das komplette Video aber nicht.

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        AMAZONA Archiv

        Schöner Gig.
        Immer noch hervorragende Musiker. Die Genialität des Songwritings der Band wurde mal wunderbar von Rick Beato auf dessen YT Channel analysiert, ich glaub‘ anhand von „Head over Heels“.

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          TobyB  RED

          Frohes Fest Welle, wobei man aber von den Credits der ersten drei Alben Ian Stanley auch erwähnen muss, der nun als Bandmitglied bis The Seeds of Love mit dabei war. Und wesentlichen Anteil am Songwriting hatte. Dann wohl aber die die Segel strich, weil er mit den beiden Diven nicht mehr klar kam. Aber die scheinen ja noch mal die Kurve bekommen zu haben. Ich persönlich fand Seeds of Love immer als deren Epochenwechsel. Die 80er gingen zu Ende und alle machten Dance und was mit Breakbeat und dann kamen Tears for Fears mit diesem Konzept um die Ecke. Ist nach wie vor gelungen, Insbesondere Oleta Adams fand ich als Ergänzung. Advice for the young at heart kann ich immernoch hören. Auf der B Seite der 12“ ist im übrigen ein Gimmick,Johnny Panic, Johnny and the Bible of Dreams, remixt by Fluke. Ne krasse Dance Nummer.

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            sabsipink  

            The Seeds of Love ist eine der besten Produktionen …die ich kenn (musikal. und mixing)

            unser Ton Mann hat diese Cd immer zum PA einstellen und testen hergenommen, daher kenn ich die Nummern auswendig.

            Bei Woman in Chains spielte Phil Collins die Drums, einfach genial.

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              AMAZONA Archiv

              Die Songwritingqualität einiger TFF Songs hat für mich die sog. Beatles Qualität. Die könnte man alle Paar Jahre im neuen Gewand zu Hits machen, da bin ich mir ziemlich sicher. Was da funktioniert, ist unabhängig vom Soundgewand.
              Sehe sie generell näher bei den Beatles als bei den elektronischen Inspirationen jener Jahre.

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                TobyB  RED

                Jo Welle, den Zeitgeschmack haben sie gut umgangen aber die TTF Geschichte schön weitererzählt. Was man bei TTF Seeds of Love gut hört, ist das die Essenz eines guten Songs eben nichts mit Technik und Instrumenten zu tun hat. Sondern eben durch die Art und Weise wie eine Geschichte erzählt wird.

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                Engholm

                Insbesondere das „….happy ending“ Album ist sowas von Beatlesque. Popmusik vom feinsten

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              TobyB  RED

              Was daran liegen könnte das das Album im Real World Studio von Peter Gabriel eingespielt wurde. Die ursprünglichen Produzenten haben sie rausgeworfen. Die Klaviere hat übrigens Nicky Holland arrangiert. Und einige Songs mit komponiert und getextet. Klasse Sängerin und noch bessere Pianistin und Komponistin. Zieh dir mal ihr Reissue Album von 2017 – Sense and Sensualty rein. Anspieltipp New York – In my Head. Findest du auch auf Youtube.

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    costello  RED

    Wunderbare Geschichte! Und rührt an einen alten Traum, dass man sich mit einem Schlag sozusagen die Vintagegrundausstattung ins Haus holt. Von der Hammondorgel über die amtlichen Sampler und Synthesizer (EII, P5 und PPG) bis zum hauptamtlichen Klopfgeist. Ich habe früher manchmal von einem Dachboden geträumt, wo unter einer Schicht von Staub und Spinnweben in Kartons und Kisten diese ganzen Schätze ihrer Wiederentdeckung harrten. (In meinem Traum waren die allerdings besser in Schuss, als das von Uli ersteigerte Konvolut ;-)

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      TobyB  RED

      Gude Mr. C,

      dieses Equipment braucht definitiv etwas Liebe. Ich hätte gerne nur so aus Spass die EPROMs für meine Linn. Als ich die damals gekauft hab, sah die von Aussen gut aus, nur am Innenleben hatte sich jemand probiert… Da floss noch mal jede Menge Zeit rein. Und anschliessend die Erkenntnis, den Lötkoben an den Nagel zu hängen.

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        egmmond

        Wie so oft ein wunderbarer Artikel!
        Mich hätte auch interessiert ob da noch die Sounds der Tour vorhanden waren.
        Das wäre sicher interessant die noch mal zu hören.

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    tomk  AHU

    Ob man B gut findet oder nicht, kann jeder in seinem Kosumverhalten niederlegen!

    Bezüglich der Reprtage stellt sich mir persönlich die Frage: Was will man mit solch verotteten Elektroschrott? Wenn man davon ausgeht dass die Geräte und Kontakte ähnlich der Innenbeschläge der Endstufencase ausehen, na, viel Spaß! Dann ergibt sich mir nur eine denkbare Erklärung: Bei der Restauration betreibt man erhebliche Technikstudien, die man in kommende Produkte einfließen läßt. An ein Papa U „baut sich ein Privatmuseum“ der Sentimentalitäten glaube ich hingegen nicht. Irgend einen wirtschaftlichen Nutzen wird es sicherlich geben, wo immer dieser auch gelagert sein mag. Ohne solchen, baut man nicht so ein riesiges Unternehmen auf!

    Mein diesjähriger Respekt geht an den Novation Peak, incl. Weihnachtsupdate!

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      GioGio  AHU

      Wenn es um ein Privatmuseum ginge, könnte man auch seit langem Suchanzeigen schalten. Mit der Kohle die er hat würde man doch bestimmt fündig werden. Aber wer weiß. Könnte man natürlich auch so machen wenn es nicht um ein Museum ginge. Demnach schaut es doch eher wie eine Spontanhandlung aus und die kann letztlich beides bedeuten. Man sieht: Am Ende wissen es nur der Käufer und seine Bediensteten selbst :)

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    Florian  

    Woher kommt die Information, dass der MS-101 wohl erst Anfang 2020 erscheint?

    Laut Post bei Gearslutz meint Uli Behringer: „Pre-production means we’re now producing around 50 units to ensure everything is in order. Provided we don’t find any issues, mass production will then commence a month later, which would be January. “

    Sprich Massenproduktion im Januar.

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      TobyB  RED

      Mumifizierte Maus, die Lagerbedingungen der DX1 waren okay. Müffelnder Mausaas, zu feuchte Lagerung. Lebende Maus im DX1, da würde ich stutzig werden. Plektrum im DX1, ein Wunder ;)

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    qwave

    Kleiner Zahlenfehler (ist hier jemand Lungenfacharzt im Ruhestand?):
    „1637 war der Preis für drei dieser Zwiebeln bei einer Versteigerung auf 30.000 Gulden gestiegen. Ab 1937 drehte sich die Preisspirale aber wieder nach unten …“
    1937 -> 1637 ?!?
    300 Jahre hielten die Preise dann doch nicht.

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      iggy_pop  AHU

      Ja, die Tulpenkrise, die erste Blase der New Economy des 17. Jahrhunderts — Rembrandt van Rijn war eines der ersten Opfer, weil keiner mehr Portraits in Auftrag gab, und am Ende waren sie im Bollenstreek so arm, daß sie nichts mehr zu fressen hatten außer ihren blöden Tulpenzwiebeln.
      .
      Hat aber keiner was draus gelernt.
      .

  20. Profilbild
    dAS hEIKO  

    Ja, leck mich fett. Da hatte einer aber ein glückliches Händchen.
    Man kann jetzt schon sagen, dass der pro-Kilo-Preis recht vernünftig ausgefallen ist.
    Das Equipmendt von David Guetta hätte in einer IKEA-Tasche platz gefunden :-D

    Was bei sowas natürlich der Hammer wäre: Wenn die Speicher noch mit den Patches der Keyboarder belegt wären. Da freu ich mich schon auf den nächsten Bericht…

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      Tyrell  RED 3

      … und du glaubst wirklich, dass dieser Fehler auf Grund sprachlicher Inkompetenz passiert ist? Hätte es nicht genügt, auf den Fehler hinzuweisen Herr Oberlehrer? Erinnert mich stark an eine Szene aus „Das Leben Des Brian“.

  21. Profilbild
    amazkra

    Ich verwundere über die ‚Beliebtheit‘ des Brazilholzmonsters DX1 angesichts dessen, dass er auf Ebay zwomal (2012, 2015) auktioniert wurde … und zwomal der Schrecken (0-Gebot) ausbrach. Nu gut… 2012 nich, weil ich einen ‚Tippfehler-one second-before-ultima‘ machte.‘ Allerdings, den TFF-Zustand hat nun mein damals ‚irre Ersteigerter‘ nicht. Mein DX1 ist ’10‘ (mint). so nach Maßstab http://www.kratzer.at w.i.c. – Da hat Uli B. vergleichsweise kein Schnäppchen gemacht. Kleine Anekdote: Nie hatte ich über die DBahn so geschimpft, wie damals 2012 auf Duisburg Hbf (IC Verspätung + Wagenreihung um 180grd gedreht.) …und das mit einer ganzen Ladung Brazilholz. PS zu vintage-Beliebtheit: Was 2012 Schrecken war ? ist 2019 nun als damalige Ignoranz zu verstehen ? Also ‚wind of change‘? Mich soll’s freuen. Den Flohmarkt-Jupiter-8 gab’s ja auch für sauteure 2.400 DM, damals 1994.

  22. Profilbild
    Francois Eileiter

    Vielleicht eine komische Frage – aber kann mir eventuell jemand sagen, welches Werkzeug der Techniker in dem Video zum ‚Polieren‘ der Platine verwendet (ab 01:10)? Ist das ein Dremel mit entsprechendem Aufsatz? Er scheint damit ja das Flussmittel von den frischen Lötstellen zu entfernen…

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