Blue Box: Roland Alpha Juno-1, Juno-2, MKS-50, PG-300

26. Dezember 2014

Junos Third Generation

Vorwort der Redaktion

Die Alpha-Juno-Familie, quasi Nachfolger der berühmten Juno-6/60 und Juno-106, waren so etwas wie die Budget-Varianten der Ur-Junos, mit denen Roland nochmals versuchte, gegen die FM-Domäne des Wettbewerbers Yamaha anzugehen. Und auch wenn sie nie den Kultstatus ihrer Vorgänger erreicht haben, so sind die Alpha-Junos – zu denen auch die Rack-Version MKS-50 gehört – interessante analoge Klangerzeuger, bei denen man sich nicht von ihrem schlichten Äußeren täuschen lassen sollte.

Dank Polyphonie, MIDI und moderaten Gebrauchtmarktpreisen stellen sie auch heute noch eine attraktive Alternative zu aktuellen Analogsynthesizern dar. Lesen und suchen lohnt sich also.

Hier nun im Folgenden aus unserem Blue Box Archiv ein komplett überarbeiteter Report, der trotz seines Alters nichts an Aktualität verloren hat.

Ihr Peter Grandl

Die 3. Juno Generation

Der Roland Alpha Juno-2 ist einer der letzten “Junos”, denen ich quasi als “Neuentdeckung im Bereich Roland der Mitt-80er Jahre” begegnen durfte. Und obwohl das Instrument weder spektakulär noch imposant aussieht, war und bin ich vom Potenzial des schlanken Roland in vielerlei Hinsicht sehr positiv überrascht. Die Alpha Juno Serie ist eine musikalisch äußerst beachtliche und ebenso inspirierende Instrumentenfamilie.

Roland Alpha Juno-2

Alpha Juno-1

Um die Lorbeeren nicht falsch zu verteilen, muss zunächst der Alpha Juno-1 ins Rampenlicht gerückt werden. Das 1985 erschienene Instrument besticht durch seine kompakte, schlanke Linie (die bei Roland Synthesizern bis dato nicht bekannt war) und natürlich durch seine optische Nähe zum Yamaha DX7: Softbuttons und LC-Display, Alpha Dial Rad und kombinierter Pitch-/Modulations-Bender. Alles “auf dem neuesten Stand”, von 1985 aus betrachtet. Unter der Bezeichnung SynthPlus-10 gab es den Alpha Juno-1 übrigens auch in einer leicht modifizierten Design-Variante. Die 4-oktavige Tastatur des Alpha Juno-1 Konzepts war jedoch ebenso ausbaufähig wie die dynamischen Möglichkeiten, was zur Erweiterung der Familie durch den hier vorgestellten

Alpha Juno-2

führte. Der im selben Jahr erschienene Polyphonic Synthesizer mit Dynamics and After Touch Sensitive Keyboard, stellt in mancherlei Hinsicht die deutlich interessantere Alternative in der Alpha Juno Familie dar. Die Tastatur wurde auf 5 Oktaven erweitert und mit Velocity bzw. Aftertouch versehen. Auch wurde zwecks Speichervergrößerung ein Cartridge-Slot vorgesehen (der mit eingeschobener MC-Cartridge aus heutiger Sicht unverhältnismäßig klobig in Anbetracht des schlanken Instruments Alpha Juno wirkt).

Roland HS-80

Den Alpha Juno-2 gab es unter der Bezeichnung Roland HS-80 auch mit eingebauten Lautsprechern und war in dieser Variante als Ergänzung für den „Alleinunterhalter“ produziert worden. Gegenüber dem Juno-2 verfügte der HS-80 sogar noch über richtige Drucktasten statt der Folientaster.

Roland MKS-50

Ab 1986 gab es die Roland Alpha Familie auch in Rack-Variante unter der Bezeichnung MKS-50. Der MKS-50 ist auch heute noch sehr beliebt, da sie den originalen Juno-Sound ins heimische Studio holt, ohne die Nachteile der sperrigen Tastenvarianten, die ohnehin über das Alpha-Dial nur mühselig zu programmieren waren.

Roland Alpha Juno Rack-Version MKS-50

Alle Instrumente verfügen grundsätzlich über dieselbe Klangarchitektur und können – alternativ zur Alpha-Dial-Eingabe und mangels eigener Fader – über den optionalen PG-300 Programmer bequem im direkten Zugriff editiert werden.

Der Alpha Juno Programmer PG-300

Seit diesem Jahr gibt es auch eine interessante Controller-Alternative von der deutschen Firma STEREOPING, die wir bereits HIER ausführlich getestet haben.

Klangarchitektur

Die Klangarchitektur der “Alphas” lässt die Vorgeschichte und den Ahnen-Stammbaum rund um Roland Juno-6/60 bzw. Juno-106 natürlich noch klar erkennen, bietet aber einige sehr interessante Besonderheiten (siehe später), die nur in dieser Instrumentenfamilie verwirklicht wurden. Betrachten wir den Alpha Juno-2, der hier als Testkandidat stellvertretend die Alpha-Linie präsentiert.

 

Klangbausteine des Alpha Juno

Der Synthesizer verfügt über:

  • 6 Stimmen
  • pro Stimme: DCO (mit SubOsc), manuelles HPF, LPF, VCA, Envelope
  • globale Module: LFO, Chorus
  • Keyboard: 61 Tasten mit Velocity und Aftertouch
  • Spielhilfen: kombinierter Pitch/Modulation Bender, Portamento, Chord Memory
  • Speicher: 64 Presets, 64 Memories und weitere 64 Sounds pro Cartridge (M-64C)

Etwas erheiternd ist der Versuch Rolands von 1985, den Rückschritt in puncto Hardware bzw. direktem Parameterzugriff als Fortschritt zu verkaufen:

“The Liquid Crystal Display and the Alpha Dial serve to make the editing operation quicker and more accurate.” (Alpha Juno-2 Operation Manual, Seite 5)

Nun, heute würden wir das User-Interface eindeutig kritischer definieren, doch so ändern sich eben die Trends. Einen kleinen (und – zugegeben – sehr effektiven) Trost rund um die nicht sehr intuitive Bedienung bilden die TONE MODIFY Elemente. Immerhin hat man so – mittels Alpha Dial Rad – direkten Zugriff auf vier sehr wichtige Parameter jedes Klanges:

  • Modulation-Rate
  • Modulation-Depth
  • Brilliance (Filter-Frequency)
  • Env-Time

Wie sehr man gerade 1985 in Rolands Zeitalter mangelnder Neuerungen um die möglichst technisch gut klingende Wirkung einzelner Funktionsbeschreibungen bemüht war, zeigt sich z. B. bei der TONE MODIFY Funktion “Env Time” …

“This mode changes the time needed for a tone color to change from the moment the key is played”. (Alpha Juno-2 Operation Manual, Seite 13)

Ein platzsparendes Instrument

Eine sehr eigenartige Formulierung … Aber effektiv bedeutet dies den direkten Zugriff auf die globalen Envelope-Zeiten eines Sounds (Attack, Decay, Release …, die gesamten Hüllkurvenwerte werden verkürzt bzw. auf Wunsch verlängert), was musikalisch natürlich sehr willkommen, sehr einfach und extrem nützlich ist.

Die Tone Modify Elemente stellen einen gelungenen Weg dar, die sehr (!) guten Presets des Alpha Juno-2 direkt und relativ zügig anzupassen. Für die herrlichen breiten, warmen Streicher – nur als ein Beispiel – benötigt man allenfalls Korrekturen der Envelope-Zeiten bzw. der Filterfrequenz, um den Alpha Juno nahezu perfekt in den eigenen Mix einzupassen.

Auch die Spielhilfen rund um Portamento und – ganz besonders – Chord-Memory sind sehr gelungen. Letztgenannte Funktion erlaubt die Speicherung eines beliebigen Akkord-Gebildes, das bei Aktivierung des Chord-Memory-Buttons über eine Taste wiedergegeben werden kann. Ergebnis sind die nicht ganz unbekannten “Techno-Clusters” oder “Power-Chords”, die für ziemlichen Klangdruck und – bei Spiel über die Tastatur – sehr eigenwillige harmonische Fortschreitungen sorgen.

Werteeingabe mittels Drehrad

Nicht ganz gelungen hingegen ist der – in seiner Gesamterscheinung dem Alpha Juno-2 angepasste und sehr “dünn” geratene – Allround-Bender. Ich trauere nach wie vor der (sehr sinnvollen) Trennung von “Modulation Trigger” und “Pitch Bender” alter Roland-Keyboards (Jupiter-6/8, Juno-6/60) nach. Dieses Konzept ließ sich in puncto Performance sehr exakt und eben frei bzw. unabhängig voneinander einsetzen.

Die (seit dem Juno-106 verwendete) Kombination beider Aufgaben Modulation/Pitchbending in einem “Hebel” ist hingegen so eine Sache für sich. Das nuancierte Andrücken zwecks Modulation und gleichzeitige “exakte” Pitchen nach rechts/links ist keinesfalls einfach bzw. grundsätzlich auch teils gar nicht möglich. Doch nachdem Roland bis heute diesem Controller-System treu geblieben ist, sind jegliche philosophische Gedanken zum Thema „Bender“ auch nicht weiter zielführend. Kehren wir also zu den Features des Alpha Juno-2 zurück.

Minidisplay – und trotzdem bedienbar

Besonderheiten der Alpha Juno Serie

Einige klangliche Bausteine machen die Alpha Juno-Serie bis heute zu äußerst delikaten Klangwerkzeugen und unterscheiden sie deutlich vom Rest der Juno-Instrumente. Da wäre an erster Stelle das ungewöhnliche DCO-Konzept zu nennen. Während sich das gleichzeitige Aktivieren der von Puls und Sägezahn zusammen mit dem Sub-Oszillator bereits seit dem Juno-6 als Erfolgskonzept bewährt hat, sind die vielfältig einstellbaren Detail-Schwingungsformen neu (und ziemlich einzigartig). Was dies im Klartext bedeutet: Man kann z. B. beim Puls zwischen einer Vielzahl unterschiedlicher Pulsschwingungen unterscheiden. Nun gut, auch dies ist bei anderen Synthesizern durch die einstellbare Pulsbreite so weit möglich, doch bietet sich beim Alpha Juno ebenso puncto Sägezahn diese Möglichkeit. Es gibt 5 Grundeinstellungen von Sägezahn- bzw. „Säge-Puls“-Schwingungsformen. Da die PW/PWM auch hier wirksam sein kann, ist die Anzahl der verfügbaren Klangfarben insgesamt doch sehr beachtlich. Weiterhin ist noch der SubOsc mit vielen verschiedenen Variationen zumischbar.

Die DCO Schwingungsformen

Als zweite große Besonderheit wäre die Hüllkurve des Alpha Juno zu nennen. Sie ist ungewöhnlich komplex und verfügt über 4 “Time” bzw. 3 “Level” Zeiten. T1/2/3/4 entsprechen in etwa Attack/Decay1/Decay2/Release, wobei L1/2/3 für Haltewert Attack, Haltewert Decay1 sowie Sustain stehen. Kurz und gut: Da die Envelope als Modulationsquelle für DCO/VCF und VCA verwendet werden kann, sind hier musikalisch sehr ergiebige Verläufe möglich.

Zum Thema Modulation darf natürlich das schöne Kapitel Velocity (bzw. – etwas mit Einschränkung – auch Aftertouch) nicht fehlen. DCO/VCF und VCA können über beide Funktionen beeinflusst werden, was angesichts der sehr soften und ausgezeichnet zu spielenden Tastatur des Alpha Juno-2 ein musikalisch sehr ergiebiges Betätigungsfeld darstellt. Betreff „Aftertouch“ gibt es jedoch einige Einschränkungen. Ein paar Gedanken dazu sind am Ende des Berichts zu finden.

Der Sound der Roland Alpha Juno

Neben breiten Flächen und Streichern, für die u. a. auch der nicht ganz rauschfreie und legendäre Roland-Chrous sorgt, wird der Alpha Juno auch für gelungene Bass-Sounds bzw. Bass-Sequenzen verwendet. Auch für allgemein prägnante, kurze Staccato-Klänge ist der Alpha Juno gut zu gebrauchen, wobei vor allem die Chord-Memory-Funktion für viel Freude und teils ungewöhnliche musikalische Resultate sorgt.

Wer heute nach einem analogen, aber preiswerten polyphonen Synthesizer sucht, der ist mit der Roland Alpha-Juno-Serie bestens bedient. Nur für die Programmierung sollte man unbedingt versuchen, zusätzlich die Remote-Control PG-300 zu ergattern.

Cartridge-Slot des Alpha Juno-2

Der Alpha Juno in der Praxis

Der schnelle Zugriff auf bestimmte Parameter (wie Filter-Frequency und Envelope-Times) mittels der “Tone-Modifier” ist eine gelungene Kompromisslösung angesichts der etwas spartanischen Zugriffsmöglichkeiten. Das Keyboard des Alpha Juno-2 ist ausgezeichnet zu spielen und erlaubt sehr nuancierte musikalische Ergebnisse (wie auch bei den Geschwister-Modellen Roland JX-8P und Roland JX-10).

Die Presets sind mit sehr viel Feinheit und “Charisma” programmiert. Das Cello-Preset des Alpha Juno-2 ist zum Beispiel genial. Ich war zwar bis dato nie auf der Suche nach einem Cello-Imitat, doch dieses Preset (so wie viele andere Sounds) muss man einfach spielen – es groovt!

Schließlich wäre noch das schlanke Gesamtkonzept des Alpha Juno zu nennen, das dem Instrument – gerade in Anbetracht der vielen hervorragenden Presets und der allgemein sehr umfassenden musikalischen Möglichkeiten – eine besondere Note verleiht. Selten trifft man einen solch unauffälligen, platzsparenden, zugleich aber so gut einsetzbaren und in seinen musikalischen Möglichkeiten zufriedenstellenden Synthesizer wie den Alpha Juno-2.

Eine kleine Warnung sei in puncto Membran-Switches ausgesprochen. Das altbekannte Problem dieser Konzepte (bei allen Herstellern, von Casio über Roland bis Yamaha) ist die altersbedingte Bruchgefahr der Plastik-Membranen.

Wer selbst den sehr bescheidenen Platzbedarf des Alphas nicht aufbringen kann, wird natürlich mit der Rack-Version MKS-50 klanglich ebenso belohnt. In beiden Fällen lohnt sich ohne Frage – sofern verfügbar – die Koppelung der Instrumente mit dem PG-300 Programmer. Zwar sind die minimalistisch aufgebauten und – zugegeben etwas ”fummeligen” – externen Roland Programmer in puncto Hardware selten als “edel” zu bezeichnen, doch stellt der direkte Zugriff auf alle Klangparameter natürlich heute (und vielleicht heute mehr denn je) eine sehr willkommene Erweiterung der gut klingenden Roland Synthesizer der Mitt-80er Jahre dar.

Der Aftertouch des Alpha Juno-2

Noch ein Nachtrag zum Thema Aftertouch: Dieses Feature ist beim Alpha Juno-2 stark umstritten. Über MIDI empfängt das Instrument die Controller-Daten ohne Probleme, doch das Keyboard selbst reagiert auf Aftertouch etwas eigenwillig. Bei meinem Alpha Juno-2 funktioniert Aftertouch im Moment gar nicht (vermutlich hat sich nur der Stecker des unter der Tastatur liegenden Kontaktstreifens gelöst, ein Phänomen, das auch bei den JX-Instrumenten anzutreffen ist). Doch selbst wenn es funktionieren würde, müsste man – so die Beschreibung vieler Benutzer, alle Aftertouch-Werte (VCO, VCF, VCA) auf Maximum stellen und sich dann „mit gesamtem Körpergewicht“ auf die Tastatur legen, um einen „leichten Aftertouch Effekt“ zu erzeugen. Ob es nun tatsächlich so kriminell und gewaltvoll zugehen muss, sei dahingestellt, doch scheint das Thema „Keyboard des Alpha Juno-2 und seine Aftertouch-Fähigkeit“ ein heikler Punkt zu sein.

Der virtuelle Roland Alpha Juno

Von der Software-Schmiede Audiorealism gibt es seit einigen Jahren eine virtuelle Software-Version des Roland Alpha Juno Sounds. Diese hört auf den Namen ReDominator. Im Test von 2014 konnte sie uns nicht umfänglich überzeugen, aber seitdem sind einige Jahre und einige Updates ins Land gegangen – und vielleicht hat sich der Klang zwischenzeitlich  ja verbessert.

Die virtuelle Plugin-Version Redominator

Juno-106 vs Alpha Juno-2 auf YouTube

Diesen interessanten Vergleich haben wir auf YouTube gefunden:

Fazit

Rolands Alpha Juno Familie sind ein äußerst ausdrucksstarkes, gut klingende und kurz gesagt “sehr freundliche” Musikinstrumente. Wer die schönen, breiten Vintage-Strings von JX-8P bzw. JX-10 liebt, wird auch beim Alpha Juno auf seine Kosten kommen. Hierbei trägt natürlich – nicht ganz zufällig – der elegante Roland Chorus wesentlich bei. “Elegant” bedeutet in diesem Fall auch “nicht gerade leise“ bzw. „keinesfalls rauschfrei“, doch das ist ein zu akzeptierender und vielleicht sogar wesentlicher Teil des charakteristischen Klangbildes.

Der vorbildlich, analoge Klangcharakter des Juno-6 und Juno-60 wird zweifelsohne in den Alpha-Junos nicht mehr so schön gefärbt wiedergegeben, allerdings erhält man zu einem Drittel des Preises der genannten Kultvarianten, immer noch einen polyphonen, analog klingenden Synthesizer, der so manch virtuell analogem Wettbewerber glatt an die Wand fährt. Und das zu immer noch interessanten Gebrauchtmarktpreisen.

Preis

  • Stand 03/2019:
  • Roland Alpha Juno-1 ca. 275,- Euro
  • Roland Alpha Juno-2 ca. 320,- Euro
  • Roland Alpha MKS-50 ca. 350,- Euro
  • Roland PG-300 ca. 370,- Euro
Klangbeispiele
Forum
  1. Avatar
    AMAZONA Archiv

    Sehr gelungener Testbericht über diesen Roland-Klassiker. Leider ist der doch empfehlenswerte Programmer PG-300 selten zu finden und wird somit sehr teuer gehandelt. Jedoch kann man hierfür z.b. auch einen BCR2000-Controller verwenden indem man diesen einfach auf den Juno anpasst ;-)

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      mhagen1  

      Da möchte ich doch noch auf den genialen Synth Controller von Gregor Zoll (www.stereoping.de) hinweisen, der hier bei Amazona schon getestet wurde (http://www.....ontroller/). Da gibt es einen Controller speziell für die Alpha-Juno-Serie.

      Was die Probleme mit Aftertouch angeht, möchte ich auf folgende Reparaturanleitung hinweisen:
      http://ana.....;Itemid=54

      Ich übernehme natürlich keine Gewähr dafür, habe damit aber schon erfolgreich einen Aftertouch-Sensor repariert.

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    AMAZONA Archiv

    Guter Bericht! Leider fehlen in den Klangbeispielen die Sounds die den Alpha erst richtig berühmt gemacht haben, ich meine diesen Hoover-Sound.

  3. Avatar
    AMAZONA Archiv

    Früher (= 80er) waren die Junos sehr beliebt, wahrscheinlich wurden von Roland inkl. MKS50 größere Stückzahlen verkauft. Leider sind es bloß Billigprodukte und in der Zwischenzeit merkt man es ihnen auch an. Die Junos waren für den Live-Einsatz gut geeignet und auch transportabel. Das die Presets sehr gut sein sollen (…) kann ich nicht verstehen, aber das ist wohl Geschmacksache.
    In der heutigen Zeit würde ich sie nur noch für Bässe und Acid Sachen benutzen, wenn sie nicht schon verkauft bzw. von einem Glas Bier gekillt worden wären.

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    Dreitagebart

    Meiner Meinung nach ist der Roland-Alfa-Juno einer der meist unterschätzten Analog-Synthesizer. Mir gefällt sein Klang besser als beispielsweise der des JX-10 ! Der Alfa klingt genau so breit und fett, aber direkter, er hat schnellere Hüllkurven und einen gnadenlosen Bass ! Dafür lasse ich so manchen VA oder VST-Synth links liegen.

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    AMAZONA Archiv

    zum alpha-juno 1: am Instrument selbst kommt durch die fehlende Anschlagsdynamik vintage-feeling auf; über Midi angesteuert ist der 1er genauso velocity- und aftertouchfähig und damit in den Funktionen absolut identisch wie der 2er.

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    AMAZONA Archiv

    Von sehr guten Presets mag ich – wie beim JX-8P – bei aller Liebe nicht sprechen. Der Juno-2 kann zwar an einigen Stellen gut drücken, aber insgesamt find‘ ich ihn dann doch klanglich langweilig. Nach inzwischen knapp 20 Jahren Nutzungsdauer bin ich da vielleicht etwas abgestumpft.

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    mummstyle

    Der Alpha Juno ist mit seiner SAW-PWM eine Ausnahme unter den Synthesizern! Mit den anwählbaren „Wellenformen“ wird’s auch nicht so schnell langweilig und sogar der Chorus ist modulierbar!

    Hat Charakter – für mich absolut TOP!

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    AMAZONA Archiv

    Schöner Bericht! Der JU-2 ist ein klasse Analogsynth. Auch wenn man sich zum editieren mehr Regler, Fader, Taster, etc. wünscht, geht es doch recht zügig voran.
    Was mir nur nicht ganz klar ist, warum gibt man z.B. für einen Juno-60 horrende Summen aus, wenn man einen kleinen JU-1 schon für 200,-Euro bekommt? Ist es nur wegen der Bedienbarkeit, oder weil er so schöne Holzseitenteile hat? Klanglich jedenfalls stehen die „Alfis“ mit den Junos 6/60/106 auf einer Höhe und lassen gelegentlich auch so manchen VA Synth blass aussehen!
    Ich haben meinen Ju-2 schon über 25 Jahre und kann mich bzgl. der Hardware nicht beklagen – einzige Ausnahme: die Hintergrundbeleuchtung vom Display, diese wird mit der Zeit schwächer und das Display „pfeift“ dann, bzw. der Inverter. Ist aber kein Problem dies zu tauschen.

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      andreas2  

      Mittlerweile sind die Alpha Junos kein „Geheimtip“ mehr, wurde vermutlich häufig für einen Digitalsynth gehalten. Ich hatte das grosse Glück, einen Alpha Juno 2 mit Cartridge für 250€ zu erstehen, war beim Händler in Kommission gegeben. Gestern hab ich ihn mal wieder angespielt, das hatte ein breites Grinsen zur Folge. Mittlerweile fehlen mir auch die Regler nicht mehr, ein Pad verändert man mit dem Datenrad sehr schnell, reine Übungssache :) . Besonders gut gefällt mir die angenehme Tastatur und die platzsparende Größe, ein wirklich toller Synth, der mich die Juno Geschwister nicht vermissen läßt.

      PS: Mein Display pfeift auch :( , ist aber noch gut abzulesen.

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      c.hatvani  AHU

      Der Unterschied ist der Sound! Der Juno-6/60 sind die bestklingenden Junos. Für ihre Budget-Verhältnisse klangen sie einfach zu gut. Diesen ausgewogenen Sound, diese knackigen Juno-60 Bässe und Sequencer-Sounds bekommt man mit den Alpha unmöglich hin. Selbst ein Juno-106 hat da Schwierigkeiten, und dann noch die Bedienung…. der Preisunterschied ist durchaus nachvollziehbar.

      Aber trotzdem ist der Alpha Juno ein gut klingender und kompakter Analogsynth, dafür hat er mehr Möglichkeiten als seine Vorgänger.

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    Fab

    Ich bin verwundert, dass der Mididesigner für iPad und co in diesem Beitrag nicht erwähnt wird:
    Diese App kann ich allen iPad- und iPhone-Besitzern nur wärmstens zur Soundprogrammierung der Juno-Reihe ans Herz legen! Zumal hier schon fertig Templates für die Juno 1/2 MKS-50 u.a. existieren. Innerhalb der App kann man auch eigene Presets speichern und dann per SysEx direkt an den MKS 50 übertragen – funktioniert einwandfrei. Am iPhone isses etwas fummelig, aber auf dem iPad genial!

    Auch ein sehr geniales Feature der App: Man kann eigene x/y Felder anlegen und so z.B. wunderbar Resonanz und Cutoff mit einem „Fingerwisch“ steuern. Oder eben beliebige andere Parameter „gemeinsam“ steuern. Die Flexibilität ist – auch wenn man keine echten Regler in der Hand hat – ungeschlagen.

    Die eingebaute Speicherkapazität ist mir völlig egal, da ich so oder so den SysEx-Dump meines MKS 50 für die Speicherung von Sounds verwende, oder eben die oben genannte Speicherung in der App.

    Für den Preis des PG 300 kann man sich ein älteres iPad kaufen und dann die App installieren. Ist zwar nix für Puristen, aber für mich perfekt!

  10. Profilbild
    Despistado  

    Ich hab den MKS-50 damals für 150€ erstanden (dürfte aber auch schon wieder 10 Jahre her sein) und finde den bis heute gut!

    Die Bedienung ist nicht direkt lustig, aber wer mit Software-Editoren keine Berührungsängste hat, wird da sehr schnell fündig, es gibt einige Editoren.

    Am genialsten finde ich einen Editor der für das gratis Universal-Editor-Programm Ctrlr entworfen wurde, denn mit der Software lassen sich auch Editoren im VSTi-Format erstellen und damit lassen sich die im Editor gebastelten Sounds direkt als Cubase-Preset speichern.

    Leider ändern die auf deren Seite ständig was, deswegen kann ich keinen Link posten, aber wer den Editor will soll mir vllt. einfach schreiben, ich kann dann die dll-Datei senden.

  11. Profilbild
    dubsetter

    für alle mks /juno liebhaber
    hier noch ne seite mit vielen infos/patches:
    http://www.....ks-50.html

    ansonsten finde ich die pads (++ chorus) und bässe des mks sehr schön..
    auch die chord memory funktion gefällt.

    mit dem juno 60 kann er es allerdings in breite und dicke nicht aufnehmen…:)

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