Test: Roland Jupiter-X, VA-Synthesizer des Jupiter-8

3. Juni 2020

Zurück in die Zukunft

Als Roland den Jupiter-X ankündigte, war die Synthesizer-Gemeinde gespalten, die einen erwarteten einen Aufguss, während die anderen nichts weniger vermuteten als einen Roland Jupiter-8 für das neue Jahrtausend. Roland hatte die Messlatte für den neuen Jupiter-X vorab schon etwas höher gelegt, die ACB-Technologie brachte und das Roland System-8, das über einen ähnlichen Grad an Integration und Ausstattung verfügt, einen zu Unrecht verschmähten JD-XA und die ebenfalls kürzlich vorgestellten Fantom Workstations mit O-Ton, weniger Work, aber mehr Flow.

Und hier erhebt sich nun der Jupiter-X aus dem Schatten seiner Vorgänger und ruft zum Test auf. Roland hat hier – und das stimmt im doppelten Wortsinn – ein massives Gerät an den Start gebracht. Hier gilt es, knapp 20 kg zu bewegen und auf den Keyboardständer zu heben. Zum anderen optisch wird hier an die Jupiter-Reihe angeknüpft und um zeitgemäße Elemente ergänzt. Die Rückseite glänzt mit einer Anschlussvielfalt, die ihresgleichen sucht. Von USB AUDIO/MIDI bis zu Un-/Balanced-Out ist alles vorhanden. Mittlerweile Standard im Hause Roland ist der Anschluss für ein Vocoder-Mikrofon. An dieser Stelle Punkte zu verlieren, das muss man nicht.

Die Jupiter-X Oberfläche

Wir rufen uns vor unserem geistigen Auge den Jupiter-8 auf, das ist optisch die nächste Verwandtschaft. Wir verstehen das X hier mal Apple-like, überspringen das Modell 9 und landen bei X, einer 10. Das heißt, wer den Jupiter-8 bedienen konnte, braucht sich hier nicht einzuarbeiten, sondern kann gleich loslegen. Die wichtigste Ergänzung hier links oben sind ein zusätzliches Display und die Sektion i-Arpeggio. Neu ist auch rechts die EFFECTS-Sektion. Auf beides werden wir später zurückkommen. Generell hat Roland bei der Übernahme von Designelemente ein Händchen und Geschmack bewiesen, die eigene Historie wird nicht verleugnet, aber es gibt vieles an der eigenen Historie zu verbessern. Offensichtlich sind dies hier die seit Längerem bei Roland verwendeten Leuchtaster. Diese erleuchten dann im entsprechenden Roland Jupiter Schema. Rotes Leuchten, eine Option ist scharfgeschaltet, Gelb wartet auf Betätigung. Grün und Weiß sind nicht aktiv oder ausgeschaltet. Patches, Bänke und Steps werden weiß, gelb, orange, rot dargestellt. Dieses Schema ist so einfach und genial. Es hat sich tief in der Roland Welt verankert und erleichtert den Alltag wesentlich.

Bei den Ausmaßen des Jupiter-X haben die Drehregler, Taster und Fader ausreichend Platz, wo das System-8 ein Komprimat in Aliengrün ist, ist beim Jupiter-X entspanntes Arbeiten angesagt. Ein wesentliches Merkmal aller Jupiter-Modelle war die mehr oder minder direkte Bedienung ohne Verschachtelungen. Das ist für ein Gerät mit 5 möglichen Parts pro Szene und dem i-Arpeggiator eine Herausforderung, die Roland angenommen und ausgesprochen gut gelöst hat. In alter Jupiter-Manier kann man hier über die 16 Step-Taster die Szenen und Bänke durchschalten, ohne auf das Menü zu sehen. Die Drehregler 1 und Drehregler 2 funktionieren ähnlich, 1 wählt die Bänke an und 2 die Szene in eben dieser Bank. Die Fader und Regler geben immer Zugriff auf den obersten Part einer Szene, wenn ich nun Part S1-S2 dieser Szene verändern will, wähle ich den entsprechenden Schalter und aktivere. Nun kann ich entweder mit 1 oder 2 die Parts verändern. Das geht flott und praxisnah von der Hand. Im Prinzip hat man sich hier an der Bedienung des System-8 orientiert und diese weiter vereinfacht, ohne aber die Eingriffsmöglichkeiten zu beschränken: Roland Stil und das ist nach wie vor so. Haben wir eine Szene verändert und die soll dauerhaft gespeichert werden, schließt ein Druck auf Write die Arbeit ab.

Neu auf der Oberfläche sind i-Arpeggio und Effects. Wer hier noch Berührungsängste oder Hemmschwellen hat, beides einzusetzen, Roland hat hier nicht mit i-Arpeggio eine Worthülse erzeugt, sondern liefert hier eine Ergänzung und Spielhilfe ab, die ihresgleichen sucht.  Und die internen FX, heute machen wir bei den Klangbeispielen Gebrauch davon, sind bühnentauglich. Aber der Reihe nach.

Bei der Klaviatur macht Roland nichts falsch! 61 leichtgewichtete Tasten, anschlagdynamisch und mit Channel-Aftertouch, sehr griffig und akzentuiert spielbar.

i-Arpeggio

Zunächst einmal muss man hier unterscheiden, man kann den Arpeggiator klassisch bedienen und nutzen oder eben mit Unterstützung künstlicher Intelligenz. Der i-Arpeggio tastet hier das Spiel ab und  erstallt daraus Phrasen. Diese Phrasen können dann über das Menü und Anwahl des einzelnen Schrittes editiert werden. Hierzu wandern die Augen nach oben links zu den beiden Displays. Man kann mit ihnen arbeiten und das recht gut, aber bitte im Kopf haben: Ein Jupiter ist kein Fantom. Nun möchte man ja die AI so nutzen, dass man sie nicht bemerkt.

Und hier kommen nun die Arpeggio-Controls ins Spiel. Die Funktion eines ON/OFF- und Hold-Tasters ist klar, leuchtendes Roland Rot, hier ist etwas aktiv und eingeschaltet. Wähle ich nun KEYS, synchronisiert sich das Arp zum Tastenwechsel des Spielers. Während BEAT es zu einem BEAT macht. Letztlich ergeben sich hier 4 Spielmodi, keine Erkennung oder eine Entweder/Oder- und BEAT/KEYS-Erkennung. Was löblich ist: Roland hat widerstanden, den TYPE- und RYTHM-Regler und die anderen Arpeggio-Parametern in Menüs zu verstecken. Oder wie im System-8 einen zu fixen Encoder fürs Tempo zu verbauen. Das klappt hier ohne Fehl und Tadel. Unter einem rein musikalischen Blickpunkt ist i-Arpeggio musikalisch sehr zielführend einzusetzen. Sei es nun als Solo, Interlude oder Pattern in einer Performance.

Der ZEN Garten der Synthese

ZEN kann man als Weiterentwicklung der ACB-Synthese betrachten. Muss man aber nicht, JDXA, System-1, System-8 sind nun kein Alteisen. Nur waren das einzelne Plattformen. ZEN führt diese alle in der Roland Cloud zusammen und erlaubt hier das Erstellen eines Patches in der Cloud und die Übertragung auf kompatible Geräte. Dabei ist es dann egal, ob das nun eine MC-101 oder MC-707 ist oder ein Jupiter-Xm oder eine Workstation aus dem Hause Roland. Wem das zuviel ist, dem bleibt hier immer noch der Weg, mit dem USB Stick oder Apple Mainstage via USB-Kabel, denn wie es sich für einen Performer gehört, bietet Roland ein Jupiter-X Template für Mainstage zum Download an.

Zum Test des Jupiter-X wurden sechs verschiedene ZEN/ABM-Modelle in die Maschine geladen, gemäß Bedienungsanleitung können dies bis zu 16 Modelle sein. Hier waren die RD-, XV-, SH-, JX-, Juno-, Jupiter-Sounds in den Bänken verteilt. Es ist davon auszugehen, dass weitere Modelle folgen werden. Wem dies zu wenig erscheint, dem bleibt immer noch der Weg in die Zenology. Zu beachten ist derzeit, dass Part 5 immer ein Drumpart ist und zu Part 1 ist noch vermerkt „Einige Modelle können nur im PART 1 ausgewählt werden.“ Der Rhythm-Part bietet Emulationen der TR-808, TR-909, TR-707 und CR-78 Drumcomputer.

Oszillatoren, Filter und Hüllkurven

Spannend ist neben der grundlegenden Klangerzeugung auch die eigentlich tonerzeugende Einheit, Vier Oszillatoren hat der Jupiter-X an Bord, die wiederum verschiedene Typen haben, miteinander moduliert, gegeneinander verstimmt und in den Pegelverhältnischen angepasst werden können. Abgerundet durch Ringmodulation, Sync und XMOD. Neben dem Amp und den beiden Hüllkurven, die auf Tonhöhe und Filtereckfrequenz wirken können, ist die Filtersektion der heimliche Star. Hier haben die Roland Entwickler noch mal tüchtig einen draufgelegt und liefern drei Vintage-Filter-Modelle mit als R, M, S bezeichnet, diese gehören zum Teil zu den einzelnen Modellen, lassen sich aber auf Tone-Eben – ein Tone ist die kleinste Soundeinheit im ZEN Kontext – live umschalten. Jedes dieser Filter verfügt über eine eigene Charakteristik, mal weniger resonant, mal mehr zupackend. Hier ist erlaubt, was gefällt. Von subtil bis brachial ist alles dabei.

Spielmodi und LFO

Der aufmerksame Leser wird in diesem Potpourri eine Ansage zu den Modi vermissen. Wer wirklich mag, kann den Jupiter-X mono erklingen lassen, Unison kommt schon einer Urgewalt nahe. Velocity-OFF auf die Oberfläche zu legen, ist sinnvoll. Und wer mag – und das ist unter Prog-Rockern durchaus üblich – würzt mit Portamento fein ab. Ein Druck auf DUAL stapelt Stimmen, während SPLIT die Klaviatur teilt. Natürlich können wir hier mehrere Splitzonen spielen. Für Dual können wir festlegen, ob der Sound dann links oder rechts ertönt. Wählen wir nichts, ertönt Part 1 links und Part 2 rechts.

Der LFO im Jupiter-X ist nun zum einen Spielhilfe und Modulationsquelle und als solches erwarten wir  auch hier direkten Zugriff auf alle Parameter. Bis auf TYPE – und das gilt für alle Parameter – müssen wir nicht aufs Display sehen. Wer aber andere Roland Synthesizer kennt, kann den LFO-TYPE blind wählen.

Interne Angelegenheiten – Effekte

Die FX-Sektion wirkt bis auf den einzelnen Tone, der mittels PAN und EQ bearbeitet werden und über einen Mix-Regler dann Drive, Reverb, Chorus, Delay erhalten kann. Dieses geht sowohl auf Tone- als auf Scene-Ebene. Auf der Systemebene finden wir noch Master-FX wie COMP, EQ und Komprimierung für das optional anzuschließende Mikrofon.

Generell sind Effekte der Boden, die Wände und das Dach unserer Musik. Hier sprechen die Effekte für sich und sind einzusetzen. Die Spannbreite reicht von ultravintage bis uptodate. Hier gibt man sich keine Blöße und liefert ein stimmiges Paket ab. Die Klangbeispiele wurden nur mit den internen FX realisiert. Ran ans Gerät, rein in die Kiste und gut ist.

Anschlüsse des Roland Synthesizers

Der viel reisende Synthesizer-Spieler ist heutzutage mit allerlei Trübsal geplagt und muss sich wechselnden Anforderungen stellen. Und einfach zu bedienen, muss auch noch sein.

Hier ist nun Rolands Antwort. Tatsächlich ist der Jupiter-X ein sehr kontaktfreudiger Typ. Klassische Anschlüsse sind alle vorhanden. Soll der Jupiter-X und eine Sangesdame eine Barbegleitung am Piano mit Fläche machen, schließen wir ein Mikro an, soll noch ein Backingtrack laufen, auch dieses geht, die Frage nach der Sinnhaftigkeit stellen wir uns nicht. Kopfhöreranschluss ist Standard. Bluetooth ist auch vorhanden. USB-MIDI/AUDIO und ein Anschluss für einen Speicherstick runden alles ab. Für die Line-Ausgänge balanced/unbalanced (symmetrisch/unsymmetrisch) lassen sich die Pegelverhältnisse einstellen, falls die Gitarre „wieder zu laut ist.“

Fünf Parts und keine separaten Ausgänge, kann das funktionieren? Es ist bekannt, dass viele gerne Einzelausgänge haben wollen und vielleicht an dieser Stelle das Fehlen reklamieren. Gegenfrage: Ist dann die interne Effektsektion sinnvoll? Tatsächlich funktioniert das mit links und rechts seht gut. Die einzelnen Parts und Tones sind schnell eingepegelt. Wenn man dem Jupiter anschließend noch etwas Gutes tun möchte, verarbeitet man ihn durch ein Roland MX-1 und gedrückter Mastering-Taste via USB oder verarbeitet das Signal ganz vorsichtig mit dem BBE Sonic Maximizer. Mehr muss man dann wirklich nicht machen.

Roland Jupiter-8 oder-X

Das Original, der Roland Jupiter-8

Klingt der Jupiter-X nun genau wie ein Roland Jupiter-8, kann der neue den alten wirklich ersetzen?

Das wiederum sind Glaubensfragen, die der Autor nicht beantworten kann. Der Jupiter-X und sein kleiner Bruder Jupiter-Xm sind Rampensäue. Der Sound drückt. Erdrückt aber nicht. Die internen FX beamen und mal eben zu Tyrell Corp und heben uns dann auf den griechischen Feuerwagen von Vangelis. Aber er kann nicht nur klassisch, sein Sound reicht weit in die Zukunft und technisch gesehen ist der Jupiter-X dank ZEN-Cloud zukunftssicher.

Wenn man mal Rolands eigenes Paradigma „affordable gear for the average musician“ nimmt, dann hat Roland hier einen Best-Buy abgeliefert. Der Jupiter-X reicht, um den nächsten Charthit zu produzieren. Technisch und unter dem alles entscheidenden Kriterium: Sound. Die Erwartungshaltung war groß und man muss es so sagen: Ein System-8 hat seinen Meister gefunden. Roland liefert mit dem Jupiter-X ein kompromissloses und extrem flexibles System ab. Man darf den Jupiter-X nicht unterschätzen, wer meint, vom Design auf die inneren Werte schließen zu können, liegt falsch.

Die Klangbeispiele – es war nicht sinnvoll, nur einen nackten Jupiter-X zu präsentieren. Deshalb kamen hier noch ein Nord Drum handgeklopft und eine Talkbox zum Einsatz, der Vocoder wurde mit einem Sennheiser MD42 befeuert. Wichtig: Der Jupiter-X verfügt über keine Phantomspeisung. Beim Jupiter-X nutzte nur seine internen FX. Alle Beispiele gingen durch MX1 und Motu 828 in Logic, wo nur noch die Aufnahme normalisiert und ausgespielt wurde.

Roland System-8 oder Jupiter-X?

Roland System-8, ebenfalls inklusive Jupiter 8-Emulation

Auch wenn es formal zwischen ACB und ZEN einige Unterschiede gibt, sollte man das Roland System-8 durchaus als Bugdet-Alternative zum Jupiter-X betrachten. Und bei den derzeitigen Preisen zuschlagen. Das schmälert nicht den Jupiter-X, sondern zeigt auf, wie gering die Unterschiede mittlerweile klanglich sind.

Der Autor würde einen Doppelblindtest sicher verlieren und es fällt wirklich mittlerweile schwer, die Unterschiede wahrzunehmen, zumal wenn man einen Synthesizer im Mix platziert, kommen noch die Mixtechniken der jeweiligen Epoche hinzu und dann wird sehr schwer, Unterschiede zwischen ACB und ZEN oder Software zu hören.

Der Roland Jupiter X on YouTube

Fazit

Der Jupiter-X ist wirklich ein X-Synthesizer und wer wie der Autor irgendwo zwischen Retrowave, Synthpop und zeitgenössischer Elektronik wandert, erhält mit dem Jupiter-X einen alles für einen Synthesizer. Er ist massiv im doppelten Sinne, für den Studioalltag und die Bühne gewappnet. Kurzum ein Dickschiff.

Nachtrag der Redaktion:
Die Auszeichnung BEST BUY wurde vergeben in der Sparte: „Bestes Synthesizer-Keyboard Polyphon Digital“ (siehe angehängte Chart)

Plus

  • i-Arpeggio
  • Filtersektion
  • Klang
  • Anschlüsse
  • Integration in moderne Produktionsumgebungen
  • Kaltgeräteanschluss

Minus

  • keines, aber das Tragegewicht sagt eindeutig: auf Rollen bewegen

Preis

  • Roland Jupiter-X: 2.499,- Euro
  • Roland Jupiter-Xm: 1.479,- Euro
Klangbeispiele
Forum
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    costello  RED

    Sauber Toby – ganz toller Test! Die Soundbeispiele sind ja allererste Sahne und machen richtig Lust auf den Jupiter X. Das Teil gefällt mit wirklich gut: Starkes Design, Performance-orientiert, nur mit der Cloud würde ich mich wohl eher nicht anfreunden können. Der Sound ist für mein Empfinden sehr nahe am wuchtigen Original. Sogar der Preis geht in Ordnung. Das Teil und noch ein gutes Stagepiano dazu – das dürfte für einen Live-Keyboarder schon ein Traum-Rig darstellen.

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      TobyB  RED

      Hallo Costello,

      Danke! Die Cloud Lösung ist für Keyboarder gut, denen zeitlich wirklich der Kittel brennt. Oder cloudaffin sind. Die Programmierung dauert am Jupiter nur etwas länger und einen USB Stick von A nach B tragen ist ja auch gesund ;-) Ich hab ja nur ca 10 Jahre alte Erinnerungen an den Klang eines Jupiter 8. Der Sound ist schon sehr nahe am Original, Was halt sehr schön ist, das hier sowohl Vintage als auch Anno 2020 geht. Und der Unterschied nur in der weiteren Verarbeitung des Signales liegt. Für dieses Jahr habe ich genug Synths gekauft, aber für 2021 steht der hier auf der Liste ganz oben.

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        costello  RED

        Dass Du den am liebsten gleich dabehalten hättest, merkt man in (fast) jeder Zeile und auf alle Fälle in jedem Ton :)

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          TobyB  RED

          Das war echt nicht schwer ;-) Auspacken, Einschalten und Gut. :-) Dieses Jahr war das Studio Equipment und die Möbel fällig, da musste was passieren. Der Pro3 ist schon im Anmarsch und dann reichts auch erstmal. Der Jupiter X kann warten. Was ich halt Klasse fand, ohne mich jetzt groß anzustrengen bekomme ich den Sound der Achtziger hin. Und wenn ich dann 2020 brauch, geht das auch. Und dank der Integration in Mainstage / Zen Cloud bin ich flexibel und hab mehr Freizeit. Das find ich gut :)

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    AMAZONA Archiv

    Klingt doch organisch und rund, der Kaugummiautomat.

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    AMAZONA Archiv

    Den Soundtrack für Blade Runner 3 haste da auch schonmal fertig.

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      TobyB  RED

      Mist erwischt ;-) Ne im Ernst, ich hatte ein Preset am Start und da kam mit ein Bass Arp entgegen, direkt aus der Tyrell Corp. Dann dachte ich, jetzt treiben wir es mal auf die Spitze und machen die Nagelprobe. Auf meinem SC Profil habe ich das dann mit Cinematique und Dystopia zu Ende realisiert. Den Vangelis CS 80 Lead Sound habe ich allerdings mit dem Sequential Prophet Rev2 16V und einem Ribboncontroller von Doepfer gemacht. Der Trick war eigentlich nur den richtigen Chorus zu finden. Was mit halt sehr gefiel, ich kann mit dem Jupiter sowohl als auch klingen. Roland hat hier schon ein innovatives Teil abgeliefert. Und das find ich gut, Leute die sowohl rein Hardware einsetzen werden abgeholt und solche wie ich die sich das Beste aus den Welten holen werden nicht ausgeschlossen. Die Integration z.B in MainStage würde ich als wegweisend bezeichnen. Weil du dich dadurch aufs Wesentliche konzentrieren kann und es einfach funktioniert.

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    Kraut Control  

    Auf sowas habe ich schon lange gewartet…und Roland hat sich erbarmt und uns das scheussliche Giftgrün erspart…danke!

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    ISE500  

    Soundbeispiele gut. Fazit zu euphorisch – keine Nachteile, ausser dem Gewicht?
    Der Autor scheint ein Cloud- und Roland-Fan zu sein
    Viele Grammatikfehler. Dadurch ist der Test etwas schwerer zu lesen.
    Ich bleibe immer an deinem Profil hängen „Erste Gehversuche in der Jugend“ (finde den Fehler). Ich würde mir nochmal mehr Zeit nehmen, um Wörter und Sätze abzustimmen. Ansonsten hast du ja wirklich geballte Kompetenz.

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      Dirk Matten  RED

      Vielen Dank für den freundlichen Hinweis, bin den Text gerade eben noch einmal kurz durchgegengen und hoffe, dass nun ein Großteil der Fehler behoben wurden.

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      Duplobaustein  

      Die Bedienung ist sehr grenzwertig. Das ist ein Parameter Monster mit noch dazu verschiedenen Engines. Also das wäre für mich ein klarer Minuspunkt.

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    Emmbot  AHU

    Danke Toby toller Artikel, man kann die begeisterung für das Gerät in jedem Absatz lesen.

    Schönes neues Schalchtschiff von Roland sehr schön. Diese Oberfläche läd zum schrauben ein, dazu hören sich alle Features sinvoll und stimmig an.

    Habe ich es richtig verstanden das ich die Patches unter allen ZEN Devices tauschen kann? Also könnte ich meinen Jupiter-X aus einer MC 707 abspielen?

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      TobyB  RED

      Hallo Emmbot,

      Danke,
      du kannst die Zen Patches tauschen. Das geht easy. Was du im Kopf haben musst, dass du dieses auf Part Ebene und Tone Ebene machst. Weil dies die kleinsten Einheiten im Zen Core sind. Ein Kollege hatte sich bei mir beschwert, weil er in der Roland Cloud nur immer einen Part gleichzeitig bearbeiten kann. Das sollte man beachten.

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    Tim

    Zuviel des Guten! Ohne Kritik am Autor und Artikel! Ich beziehe mich rein auf mein Gefühl als aktueller unabhängiger Producer elektronischer Musik im minimalistischen Format. Ich kann beide Jupiter X nicht gebrauchen. Sie sind toll und klingen nach Jupiter 8, der Sound und Ausstattung ist satt, aber das ist für mich persönlich nicht ausschlaggebend. Ich hätte fast einen XM gekauft für live Performances.
    Zunächst aber mal werde ich von den Presets erschlagen. Ich glaube die X Reihe sind Preset Monster, das kann gut sein, aber auch ein Fluch. Letztlich macht man als Künstler zuwenig selber! Man läuft in Gefahr, dass das Gerät rumdudelt und super Mega Sachen macht, aber wo bleibt da der Anteil am Künstler? Der iArp wird so gepriesen, aber ich finde das total zwecklos. Ist ja schön, dass der Drums generiert, aber als Ideengeber und Metrum? Der Jupiter Xm kann zum Beispiel Drums mit einbauen, die dann aber nicht über externen Ausgang kommen sondern mit im Master drin ist… das ist aus Producer Sicht einfach mies! Generell fühle ich mich fremdgesteuert wenn alles von alleine passiert.
    Ich arbeite da lieber mit der Maus und dem Arturia Jup 8 Plugin für ganz ganz wenig Geld, und hole mir das fette dann über Plugins. In letzteres lohnt sich da eher zu investieren.

    Meine persönliche Meinung! Wurde leider enttäuscht. Live und im Studio nicht sinnvoll Für mich.

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      TobyB  RED

      Hallo Tim,

      der Test Jupiter hatte nicht viele Presets ;-) Und die kamen alle nicht zum Einsatz. Ich lösche z.B oder verschiebe erstmal immer Presets. Ich finde das nicht schlimm das die Drumtrack analog auf der Summe sitzen. Das erfordert eine andere Herangehensweise. Das schöne an Jupiter XM und Jupiter X ist eben, das du sie sowohl als auch bedienen kannst. Ich kann natürlich nicht beantworten, in wie weit die Kisten für etwas sind. Aber wenn du Einzelouts und PlugIns vorziehst ist das doch okay.

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        Tim

        Danke für die Antwort! Es ist auf jeden Fall wertvoll , dass Du bei den Tests keine Presets genommen hast. Generell ist Dein Testbericht sensationell. Sehr viel Content und gut geschrieben! Wollte das auch keinerlei schmälern. Habe ihn gern gelesen, obwohl ich mit diesen Geräten voreingenommen bin.

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          TobyB  RED

          Hallo Tim,

          kein Problem. Ich bin mir bewusst das solche Geräte immer polarisieren, das find ich gut. Ohne Reibung gibts keinen Fortschritt. Das ich nur ein Preset verwenden konnte lag einfach daran, dass ich mit den gelieferten Patches musikalisch nix anfangen konnte. Und glücklicherweise das Jupiter 8 Kochbuch als PDF habe.

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    Ashatur  AHU

    Ein sehr schmuckes Instrument.
    Wenn Roland jetzt noch mal einen Expander mit Patchpoints herausbringt wie den System 1m dann würde ich wohl zugreifen. Ich fand den 1m schon interessant aber dieses Giftgrün hatte mich wirklich abgeschreckt.

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      TobyB  RED

      Siehs mal anders, ich nehme jetzt den JDXI / JDXA und steh auf der Bühne und versuche den zu entziffern ;-) Schön bei Gelben Licht oder in Schummriger Studio Atmo. Und nun machen wir das mit dem grünen S1/m, S8 etc. Deine Augen werden sich beim grünen Monster wohler fühlen ;-) Ich schraube am JDXI z.B. nur mit Patchbase, weil mir vom Rot auf schwarz nach 30 Minuten die Augen brennen.

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        Ashatur  AHU

        So sind Geschmäcker und Augen verschieden
        :-D
        Auch wenn mein künstlicher Avatar eine gesund grüne Färbung aufweist… könnten meine Augen nicht lange in dieses Roland Grün schauen.

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            TobyB  RED

            Ich dachte das rotes und grünes Licht eine andere Wellenlänge haben, ist bekannt und deren Wirkung auf Augen auch ;-) Für mich ist Rot Kryptonit, da ich weitsichtig bin und eine Brille tragen muss.

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              Ashatur  AHU

              Also bei den typischen roten LFO Lämpchen kann ich auch manchmal den Koller bekommen :-D aber ob es bei grün besser wäre bezweifle ich da mich eher das blinken stört.
              Mir geht es eher um das Design und da ist mir einfach zu viel Grün. Könnte man die Farben ändern hätte er wohl mehr Anhänger:-D
              Ich mag zb die Farbe Blau bei Synthesizer das wirkt beruhigend auf mich ;-)

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                TobyB  RED

                Blau ist auch okay, was ich generell halt schwierig finde, wenn die Beleuchtungsintensität und Farbe nicht dem Anwendungszweck entsprechen oder der Bedienung entgegenstehen. Roland kann da von anderen Firmen noch lernen, da gebe ich dir Recht. Aber bitte nicht von Yamaha. Denn die Kisten benötigen teilweise noch separate Pianolampen :-D , z.B auch ein MODX7/8, das Display überstrahlt die Tastenbeleuchtung.

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                  Ashatur  AHU

                  Oh mit Yamaha habe ich kaum Erfahrung. Nur mit älteren Kisten und auch die habe ich wieder abgegeben bis auf den QY 10.
                  Ich fand zb die Ur Nova’s von Novation optisch wie klanglich sehr gelungen wie auch DSI’s Evolverserie.
                  Ich fände es aber auch sehr angenehm wenn man allgemein bei Synths das geblinke der Lämpchen dimmen oder gar ausschalten könnte.

  9. Profilbild
    mdesign  

    hut ab vor dem design – den hätte ich schon deshalb gerne, weil er den spagat zwischen alt und neu so gut zu schaffen scheint.

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      Saxifraga  

      Warum hassen alle das superbe System-8 Design, aber das Juno/Jupiter Heimorgel Design mit dreckigem Orange auf Braun ist gut?
      Roland: „We don’t hunt ghosts“ oder so.

  10. Profilbild
    Saxifraga  

    ZEN core patches beliebig übertragbar zw. den Geräten – glatte Lüge.
    Alle drei Jahre treibt Roland ’ne neu angemalte Sau durchs Dorf und erfindet neue Buzzwords.
    Anstatt alle drei Jahre die alten Sachen fallen zu lassen sollten sie mal ein Produkt bis zum Ende entwickeln und nicht wie die Fantom „Workstation“ in einer Alpha Version zum Maximalpreis unters Volk werfen.
    Und was soll der i-ARP? Der macht was er will und scherrt sich einen Dreck was man spielen will. Fehlt noch das er die Tastatur abschaltet, um alleine weiter zu spielen.

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      astral_body  

      Die Übertragbarkeit von Patches ist so eine Sache:

      – Reine ZEN-Core Patches für den ZEN-CoreEngine kann man (theoretisch) zw. ZEN-Core kompatiblen Geräten austauschen.

      Soweit so gut. Hier aber der faule Haken von Roland:

      1.) Aktuell kann der Jupiter XM oder Jupiter X KEINE Patches exportieren
      -> Das kann die aktuelle Firmware nicht.
      -> Selbst ZEN-Core Patchtes bekomment man nicht ohne Tricks aus dem Jupiter X.

      2.) Der Jupiter hat mehrere Synth-Engines verbaut, die verschiedene Parameter habem (s. Manual).
      Diese anderen NICHT ZEN-Core-Engines (speziell Jupiter 8, Juno, XV, JP-X 8) sind NICHT kompatibel.
      -> z.B. einen Jupiter-8 Patch vom Jupiter X kann man NICHT auf einem anderen ZEN-Core-Gerät nutzen.

      Fazit: Die ZEN-Core Patches sind nur die halbe Wahrheit. Die interessanten Jupiter 8 oder Juno Patches bekommt man aus dem Jupiter X/XM nicht raus. Und selbst wenn, dann würden die nur auf einem Jupiter X/XM funkionieren und nicht z.B. auf einem Fantom oder MX-707

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        TobyB  RED

        hallo astral_body,

        das letzte FW 1.21 Update wurde im Mai 2020 veröffentlicht. Zu den Patchen, es versteht sich das die Modelle auf Part und Tone kompatibel sein müssen. Roland sagt das auch klipp und klar. Auch klar ist das die ZEN Cloud erst am Anfang ist.

  11. Profilbild
    Duplobaustein  

    Also einen Test zum X/Xm zu machen, ohne die wirklich unfassbar menülastige Bedienung zu erwähnen ist schon sehr grenzwertig. Das muss eigentlich in den Minus Bereich.

    Ansonsten ist das ein wirklich großartiger Synth.

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      TobyB  RED

      Für den Jupiter Xm stimme ich dir zu. Der Jupiter X ist über die Regler sehr gut zu bedienen. Der Shortcut um mehrere Parts gleichzeitig zu bedienen ist einfach zu finden. Die Regler und das Display sind gut aufeinander abgestimmt. Drehe oder schiebe ich an der Hüllkurve kann ich das optisch nachvollziehen. Die Frage ist, was ist deine Erwartungshaltung? Was ist deine Anforderung? Wenn ich jamme oder performe gucke ich ja nicht aufs Display um das Filtercutoff zu sehen, da suche ich den Strich auf dem Regler der mir sagt 09:00h und dann dreh ich.

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        Duplobaustein  

        Die ZEN Core Engine ist in großen Teilen gar nicht über das Bedienfeld zu erreichen. Stell mal Waveforms/Wavegroups ein, oder LFO Steps Length, Offsets, Rate Detunes, Delays, Key Fade, Velo Fade, Pan Key Fade, Pan Random, Pan Alt, Env Mode, Delay Mod in Varianten und mit Parametern, Controller Receives, Damper Optionen, Output Optionen, FMX Optionen, Pitch Key Follow, Cutoff Vel Sense und Curve, Reso Vel Sense, LevelBias, Level Sense Curve, Vibrato Parameter, Matrix Controls mit Source, Dest und Sense, Stereo Width und Detune, Amp/Filter/Pitch Envs (haben hier mehr als die klassischen Stages, sprich das geht nur übers Menü), jeweils mit massig Parametern, der Part EQ sowie weitere OSC Optionen wie Click Type. Fat. Attenuator oder Phase Invert.

        Das was die Synthese halt her gibt. Und das ist großteils im Menü. Nicht bemerkt? ;)

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          ISE500  

          Danke! Das ist ja der Punkt, wenn man Presets kaum verändert, brauch man keinen Zugriff auf all dir von dir genannten vorhandenen Optionen. Was der in der Tiefe hergibt, lässt sich ja vom Gerät aus nicht komfortabel einstellen. Irgendwo noch ein grosses Display wäre schön gewesen.

          • Profilbild
            Duplobaustein  

            Ein weiterer Punkt, den man als Tester bemerken könnte, ist, dass man den Filter derzeit nicht per Resonance tonal spielen kann, da mit den OSC Level Parametern auch der Filter leise gedreht wird.

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          defrigge  

          Das ist ein derartig FETTER Minuspunkt, das es aus meiner Sicht einen „Best Buy“ mit absoluter Sicherheit ausschließt! Aus meiner Sicht kann das Best Buy Prädikat unter gar keinen Umständen so stehen bleiben, und die dicken Minuspunkte (massiv mangelnde Bedienbarkeit und völlig unterdimensioniertes, nicht wrklich brauchbares Display links oben an deplazierter Stelle) gehören auf jeden Fall in die Minuskategorie!

          Nicht böse gemeint, aber in der Sache klar: Wenn ein Gerät mit so eklatanten Mängeln einen Best Buy bekommt und behält, ist diese Amazona-Kategorie eigentlich nicht mehr viel wert.

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            ISE500  

            Und sobald man was sagt, hagelt es es Replies und Thumb-Downs.

            Dabei kann man durchaus darauf hinweisen, daß er sehr gut klingt und die Verarbeitung super ist.

            Ich dachte immer, Tests wären eben nicht „schwarz weiss“ und die meisten Tests hier sind ja auch sehr gut, dass die Tester immer einen kühlen Kopf bewahren und eben auch auf Minus-Punkte hinweisen. Oder Feature-Requests anbringen (was ja heutzutage dann durchaus von den Firmen wahrgenommen wird).

            Man wird sofort als Roland-Hater betitelt, auch wenn man die alten Roland-Kisten sehr liebt und auch gerade aus diesem Grund sich vor den Kopf gestossen fühlt.

  12. Profilbild
    defrigge  

    Erst mal Danke für den begeisterten Test und die gut gemachten/ausgesuchten Soundbeispiele!

    Ein Kritikpunkt, der im Netz breit diskutiert wird, fehlt mir im Bericht: das schwer erträgliche Maß an Menu-diving, das fummelige Wühlen durch ein total unterdimensioniertes Display, das für die Soundbearbeitung an diesem Gerät aus der Sicht vieler (auch meiner) inadequat ausgefallen ist, und das ausgiebiges Soundschrauben zu einer Tortur werden lässt. Ich bin mit der grundlegenden Roland-Struktur seit JV- und Fantom-Zeiten vertraut, aber so geht das nicht.
    Zusätzlich erschwert wird diese Schwäche durch eine ebenfalls nach Ansicht vieler (auch meiner) misslungenen Plazierung des Displays, das, wenn es schon unterdimnsioniert ist, wenigstens gut sichtbar an zentraler Stelle sein sollte.
    Das sind aus meiner Sicht zwei große Minuspunkte, die mir trotz erfreulicher klanglicher Möglichkeiten einen euphorischen „Best Buy“ zweifelhaft erscheinen lassen.

    Am Schluss noch zwei Fragen:
    – wenn ich aus Interesse an den Klängen nur die Roland Cloud abonniere (ich hab’s eigentlich überhaupt nicht mit Abos), entgeht mir dann klanglich irgendwas?
    – wenn ich statt des X für 2500€ den transportablen und im Batteriemodus nutzbaren XM wähle, um die Cloud-Sounds auch unterwegs zu haben, entgeht mir dann klanglich Wesentliches?

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      TobyB  RED

      Hallo defrigge, Danke dir. Das Netz diskutiert immer viel, ich bin aber nicht so der Theoretiker sondern der Anfasser. Die Displays sitzen aus gutem Grund beim Jupiter X an ihrer Stelle. Weil du sie nur für etwaiges Setup ohne PC/Mac und MainStage etc. brauchst. Die Klangmanipulation geht über die Regler und Fader sehr gut. Zum Feintuning kann man sie heranziehen, dann stellt man fest das Roland die Interaktion zwischen Reglern und Display gut gemacht hat. Ich persönlich habe die Bedienung als flach und weniger komplex erachtet, das fängt bei den Farben der Taster an, bis eben zur Interaktion Display und Regler-

      Die Roland Cloud ist schon eine praktische Sache, unter der Vorraussetzung der gleichen Prozessierung sind die klanglichen Ergebnisse konsistent. Roland schaltet in der nächsten Zeit immer mehr Content und Modelle frei. Das muss man abwägen. Ich bin noch ziemlich Hardware nah unterwegs. Und Logic ist für mich eine komfortable Bandmaschine. Klanglich sind Xm und Jupiter X eins aber der Weg dahin ist etwas anders.

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      L. Lammfromm  

      zu deinen Fragen:

      Doch, es entgeht dir etwas. Eher nicht sehr viel, aber bestimmte Parameter und Steuerungen funktionieren nur auf dem Jupiter X. Du kannst das im „Parameter Guide“ sehen, habe ich weiter unten verlinkt. Auch von der Bedienung her gibt es Unterschiede. Wenn du gerne „am Gerät fummelst“, wirst du mit dem Jupiter-X aller Voraussicht nach glücklicher sein.

      Ob das am Ende entscheidend ist, ist natürlich eine Frage persönlicher Vorlieben. Die Klänge sollten trotz gewisser Unterschiede (z.B. Ansteuerbarkeit von Parametern über die Wheels) dennoch gleich sein.

      (es kann natürlich trotzdem schon sehr spannend sein, über die Wheels die verschiedenen Syntheseformen beispielsweise zu überblenden oder zu schichten)

      Umgekehrt kann es auch ein guter Vorteil sein, wenn die Kiste einfach mal kleiner ist und mobil. Die Möglichkeiten sind auch beim Xm riesig, und da düfte man schon etwas länger ausgelastet sein, um das alles auszunutzen.

      ;-)

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        defrigge  

        Danke für die Hinweise!
        Ich bin fast nur an brauchbaren Synth-Emulationen klassischer Roland Synths wie Jupiter und Juno 6/60 sowie modern klingenden Synth-Sounds für heutige Stile interessiert. Einige ACB Emulationen klingen mir authentischer als die ZenCore Umsetzung, aber sei’s drum. Und einige Supernatural Sounds der besseren Sorte aus den letzten Jahren wären nützlich, aber es geht auch ohne.

        Die XV5080 Bank, die vor Jahrzehnten mal ein Studio-Standard war, ist für meine Ohren völlig entbehrlich, genauso wie fast alle SRX Expansions (ich hatte einige früher in meinen FantomX und FantomGs). Das ganze Zeug ist für meinen Geschmack und Gebrauch nicht ansatzweise auf der Höhe der Zeit und hat für mich weitgehend musealen Charakter.

        Für den X sprechen mehr Controller, vor allem 2 ADSR Felder. Aber das viel(!) zu kleine wichtigere Display ausgerechnet in der linken oberern Ecke finde ich völlig verpeilt angeordnet: darüber würde ich mich im Gebrauch ohne Ende ärgern! Gegen den X spricht auch das hohe Gewicht und die Maße, die schlecht in mein volles Home-Studio passen. Für den XM spricht, dass er weitgehend dieselben Sounds und hohe Mobilität bei geringem Gewicht bietet.

        Ich werde wohl erstmal warten, bis in der Cloud alle Juno/Jupiter Sound samt Editor zur Verfügung stehen und von da – so hoffe ich – dann in den XM transferiert werden können. Ohne diese Möglichkeit kann ich wohl weder X noch XM wirklich gebrauchen.

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          L. Lammfromm  

          Achja, und dann ist natürlich die Grundaustattung mit Plugouts unterschiedlich.

          Das beim Jupiter-X mitgelieferte RD-Piano habe ich mir gerade in diversen Audiobeispielen angehört, und es ist hervorragend!

          Man sollte denken, dass dieser Unterschied keine Rolle spielt, wenn man sich die Kosten für die Roland Cloud ans Bein bindet, aber offen gesagt, kapiere ich die Roland Cloud nicht. Also, wenn man 12 Monatsbeiträge (oder einen Jahresbeitrag) gezahlt hat, dann darf man 1 (ein!) Plugout für den Jupiter X bzw. Jupiter Xm runterladen??

          Das kann es eigentlich nicht sein, aber die Beschreibung auf der Roland-Cloud-Seite macht mich nicht klug. Ich bekomme da richtig gehend Aggressioenn, und zwar jedes einzelne Mal, wenn ich mich da umgucke.

          Ich mag Cloud-Lösungen und Abo-Regelungen sowieso nicht, aber dann will ich wenigstens vernünftig informiert werden.

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    HorstBlond

    danke für den tollen Test!

    Zum Thema „Jupiter vs. System-8“: Ich verstehe den Kommentar, und es ist ja noch schwieriger (system 8: gut bedienbar, während sich viele zumindest beim kleinen Jupiter über die Bedienung beschweren)… Für mich ist es aber so: Eine Tastatur ohne Aftertouch degradiert einen Synth einfach weit weg auf einen Keyboard-Ständer und ich nutze sowas nur noch als „Modul“. Und wenn es – Xm – noch so schlecht bedienbar ist erst recht. Ich habe bisher das System 8 nur nicht gekauft, weil es auf der einen Seite bedient werden will, auf der anderen Seite aber ohne AT kommt – und so viel Platz habe ich einfach nicht mehr… Schade! Der X ist mir im Moment zu teuer (im Vergleich mit den anderen beiden) – das ist ein Dilemma, was mich am investieren hindert.
    (bin da analog gerade ein wenig frustriert mit meinem MODX – tolle Kiste, die ich bestimmt viel mehr nutzen würde, aber ohne AT fehlt mir einfach was und ich stelle ihn nicht an meinen zentralen Arbeitsplatz – und dann ist er recht schlecht „fernsteuerbar“…)
    Das finde ich sehr schade – und ich finde, dass das die kleineren Hersteller das im Moment viel besser machen (z.B. Hydrasynth oder Argon 8). Mich erinnert das an alte Zeiten, Thema Keyboard oder Rack-Expander, wo die Hersteller mir unbedingt (besserwissend, arrogant) Tastaturen verkaufen wollten – so als ob ich nur 1-2 Geräte im beengten Home-Studio stehen habe. Dann kam die „Minitasten“-Zeit… Hat alles seine Berechtigung – aber heutige Produktionsprozesse sollten einfach viel mehr Vielfalt anbieten. Selbst gewisse Medikamente stellt man heute personalisiert für 1 Patienten her……Ist so nicht „User-friendly“! Wenn ich mich so gegängelt fühle trete ich halt in den Käuferstreik oder wandere ab :-(

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      AMAZONA Archiv

      Woher kommt das Gewicht? Ist auch egal. Neben den sehr geil gemachten Klangbeispielen, sehr geil Toby, fehlt mir persönlich der Kaufgrund. Nach 25 Jahren VA-Synths kaufe ich immer noch lieber einen NL1, MS2000 oder sonst was. Ohne Jupiter lebt es sich sprichwörtlich „leichter“ und es bleibt noch Kohle für den Urlaub übrig. Wo auch immer der stattfinden mag.

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        TobyB  RED

        Danke, das Gewicht kommt vom Gehäuse und den verbauten Komponenten. Da ist sicher ein Trafo und sind mehrere Übertrager drin. Ich wollt es jetzt nicht aufschrauben. Den Kaufgrund kannst du implizit im Test lesen, Flexibilität und Qualität.

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          KrauTronicA  

          Ich denke das Gewicht kommt zum Großteil vom Metallgehäuse. Bei diesen Abmessungen (1009 x 447 x 119) müssen Maßnahmen zur ausreichenden Verwindungssteifigkeit und Stoßschutz getroffen werden. Bei Stahlblechen mit 1.5mm Dicke wäre das Gewicht allein schon bereits um die 12kg; und das Abwinkeln hilft hier auf jeden Fall schon für bessere Steifigkeit. Evtl. sind im Inneren aber einige zusätzliche und etwas massivere Verstrebungen verbaut.
          Bei Plastikgehäusen läßt sich ausreichende Steifigkeit wesentlich leichter durch Versteifungsrippen erreichen, die direkt bei der Formung des Gehäuseteils erzeugt werden.

          Aus meiner Sicht gibt es keinen Grund daß Roland hier für das Netzteil einen Trafo anstelle eines leichteren Schaltnetzteils einsetzt. Die integrierten Lautsprecher werden wohl auch nicht so groß sein daß deren Magnete ein paar Kilos auf die Waage bringen ;-).

  14. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Zwei Dinge, die mir noch nicht klar sind:

    Gerhört ein Jupiter X -PlugIn zur Grundausstattung , das es mir ermöglicht, den Synth in meine DAW Umgebung zu integrieren (ähnlich gelöst wie bei z.B. Elektron Digitone oder Modal Argon) ? Oder ist der Jupiter X lediglich PlugOut enabled ?

    • Profilbild
      TobyB  RED

      Hallo,

      die Plugins musst du separat über die Rolandcloud erwerben. Die Geräte kommen mit vorinstallierten PlugOuts wenn man das so nennen will. Die Integration in die DAW bewerkstelligst du z.B über den USB Anschluss und den Treiber von Roland. Wenn du jetzt z.B. Mainstage hast und ein Audio Hauptgerät installiert hast, kannst du über Mainstage die Parameter steuern, während du in Logic das Audio und die Noten über ein externes Instrument aufzeichnest. Wenn du das nicht magst oder kannst bist du auf die Roland Cloud angewiesen oder mappst die Parameter selber. Es gibt da mehr als einen Weg.

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    L. Lammfromm  

    Erst einmal schönen Dank für den Testbericht!

    Ich muss aber sagen, dass dieser mich an wichtigen Stellen ratlos hinterließ.

    1) Warum ist es ein Vorteil, wenn ein so teures und leistungsfähiges Gerät keine Einzelausgänge hat?

    2) OK, das Gerät hat jede Menge „ZEN“, was auch immer das genau ist. Nur, pardon, wie hoch liegt die Polyphonie pro Part und wie hoch liegt diese insgesamt?

    3) Wie gestaltet sich nun die multitimbrale Arbeitsweise denn nun tatsächlich? Tastatursplit, oder geht mehr?

    4) OK, man geht zu Roland D. Ich mag die Webseite nicht, aber gut, man findet dort ein 26 Seiten langes Quickdings, und dort wieder den Tipp, wo man die echte Bedienungsanleitung findet. Naja, immerhin.

    https://static.roland.com/assets/media/pdf/JUPITER-X_Reference_eng01_W.pdf

    Aha! Für jeden Part ist ein eigener Midi-Kanal wählbar, und je Part ist bis zu 8-stimmig polyphon bzw. für die RD- und die XV-5080-Engine bis 256 Stimmen. Also, über 1000 Stimmen in der Kiste. Gar nicht übel! Die Bluetooth-Funktionen gefallen auch, und die Modelle sind:

    JUPITER-8, JUNO-106, JX-8P, SH-101, XV-5080, RD (Piano), und VOCODER.

    Will man auch wissen, z.B. was es für Reverbs gibt und was für Parametrisierungen, benötigt man den „Parameter Guide“ (70 S.):

    https://static.roland.com/assets/media/pdf/JUPITER-X_Xm_parameter_eng01_W.pdf

    Ein fettes Teil!

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      TobyB  RED

      Hallo, es sind weit über 1000 Stimmen. Jeder Part hat Roland Style einen MIDI Kanal. Die Multitimbrale Arbeitsweise gestaltet sich über Dual und Split einfach, drückt du Split zeigt dir ein Display an, das du Splitzonen ändern kannst oder du nimmst einfach die Standard Belegung. Layer kannst du dynamisch beeinflussen auf Wunsch alle Parts zusammen oder einzeln. Die Layer kannst du im Panorama verteilen, effektieren.

      Einzelausgänge habe ich nicht vermisst, das liegt sicher daran, das ich 2 Roland MX 1 habe und damit kann ich arbeiten. Und die USB Schnittstelle funktioniert ja auch via MX1 oder in die DAW. Und dann sollte ich die einzelnen Parts als separate Audiospuren in der DAW haben.

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        L. Lammfromm  

        Danke für deine Antwort,
        aber in meiner Reply steht es doch schon drin, oder? Vielleicht ist es für dich von deiner persönlichen Arbeitsweise her eher unverständlich, warum ein Nutzer einen sehr leistungsfähigen Synthesizer, der fünf verschiedene Parts hat, im multi-timbralen Betrieb am Sequencer genau eben nicht über „Dual“ und „Split“ bedienen mag.

        Damit verschenkt man viel Potential von diesem Synthesizer.

        Im Übrigen habe ich keine Lust, einen schlecht performanten, hochlatenten zusätzlichen Audio-Treiber in meinem System zu installieren. So etwas macht nur Ärger und ist mit dem nächsten Betriebssystemupdate oft schon wieder eine Sackgasse.

        Ich benötige einfach Einzelausgänge – mindestens einen doppelten Stereoausgang. Viele andere Nutzer ebenso. Darum:

        Das ist ein Mangel. Für 2.500 Euro erwarte ich da mehr.

  16. Profilbild
    Marco Korda  AHU

    Geht’s eigentlich nur mir so oder fällt Roland einfach überhaupt nichts neues mehr ein? ZEN als Neuheit zu präsentieren, fand ich schon schräg. Und sie kochen weiter in der Cloud-Suppe, die mir persönlich viel zu fad ist, denn Controller-Keyboards gibt’s billiger.

    Ich finde – wie immer – Roland verpasst die Trends und hinkt jahrelang zurück. Das Geschrei nach Vintage haben sie die lange Zeit ganz überhört und jetzt, wo alle Wavetables und digital wollen, bringt Roland das hier. Also, ich bin null begeistert.

    Die leidenschaftliche Präsentation von Toby sucht aber seines gleichen. Dafür hat sich das Lesen schon gelohnt. Leider hat er die ganzen technischen Details dabei unterschlagen, aber was soll’s, ich fand’s äußerst lesenswert.

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      Marcus_Kiel  

      Hallo Marko,

      es geht nicht nur Dir so. Mich lässt das vorgestellte Teil kalt, obwohl ich Roland-Fanboy bin. Leider brühen sie bei Roland denselben Tee zum X-ten Mal auf, viel Geschmack kommt da nicht mehr raus.

      Als ich gelesen habe, welche Drum-Modelle zur Verfügung stehen und welche Osszilator-Modelle angeboten werden, war das für mein Interesse eine Vollbremsung. Die Drumsets werden bei Roland gefühlt seit 1993 überall hinein gestopft, die Synthesemodelle richten sich in die Vergangenheit.

      Der Titel des Test hätte auch gut „Immer wieder Zurück in die Vergangenheit, mit immer modernerer Digitaltechnik“ heißen können.

      Wieso entwickeln die immer bessere Rechenchips, um dann nach hinten zu schauen und alte analoge Kisten zu emulieren. VA ist so 1997! Warum schauen die nicht nach vorne und nutzen ihr Now How für neuartige Syntheseformen, oder abgefahrene Osszilatormodelle. Das will mir nicht in den Kopf.

      Wenn man bei Digitaltechnik bleiben will und nicht auf den Retro-Echtanalog-Zug aufspringen will, finde ich das konsequent, aber wieso emuliert man dann nur, anstatt Innovation zu betreiben? Die Digitaltechnik bietet doch unendliche Möglichkeiten.

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        whitebaracuda  

        Hallo Marcus

        “ Warum schauen die nicht nach vorne und nutzen ihr Now How für neuartige Syntheseformen, oder abgefahrene Osszilatormodelle. Das will mir nicht in den Kopf.”

        Die Antwort ist leider ganz einfach: Weil wir als Kunden dies nicht wollen! Roland bedient einen Markt der nicht wie in den Gründerzeiten 12’000.- Euro für einen neuen Synthi ausgeben und sich dann jahrelang nur mit diesem beschäftigen will. Es ist einfacher bekanntes schnell und schneller auf den Markt zu werfen. Hauptsache billig und unkompliziert damit ich nicht erst ein Jahr brauche bis ich die Kiste verstanden habe und nutzen kann.

        Wenn das Zeug niemand mehr kauft wird auch Roland sofort aufhören solches zu produzieren…

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          Marcus_Kiel  

          Hey whitbaracuda,

          ich bin mir nicht sicher, ob das so ist. Innovation ist doch nicht teuer, sondern das Ergebnis von Leidenschaft, Visionen und Enthusiasmus. Es gibt so viele „Wohnzimmerentwickler“ die in den letzten Jahren die tollsten Sachen machen und deren Geräte auch von den Konsumenten diskutiert, finanziert und gekauft werden. Die nutzen die Möglichkeiten der digitalen Welt voll aus.

          Wenn man diese im eigenen Entwicklerteam nicht hat, kauft man sich die Leute ein. Behringer hat das auch getan und sich coole Leute geholt und Firmen mit Now How eingekauft. Das meine ich nicht despektierlich, sondern anerkennend. Und kaum ein paar Jahre später ist er in den Verkaufsranglisten sehr stark vertreten und verdient Geld.

          Die Geräte von Roland sind meines Erachtens nicht billig, sondern stehen für Qualität. Ich habe selbst überdurchschnittlich viele Geräte von Roland, alle älter aber sehr langlebig und cool. Was ich vermisse ist einfach Mut, mal etwas richtig Abgefahrenes zu machen und nicht wieder Tr-808, Tr-909, Jupiter, SH, JX ..Sounds irgendwo reinzustopfen. „We design the future“ ist ein wenig zu „We manage our past“ geworden.

          Wahrscheinlich verstehe ich es aber einfach nur nicht und die Rolands machen auf dem Weltmarkt das große Ding mit ihren Neuerscheinungen. Auch gut.

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      Soundreverend  AHU

      Wie schon beim Vorbericht erwähnt: Sieht aus wie ein Jupiter 8 und jeder kriegt Speichelfluss :) Ich war jedenfalls am Anfang sofort begeistert, hat sich aber gelegt. Wenn man schon einen anderen Synth von Roland der letzten Jahre hat, findet man meiner Meinung nicht wirklich neue Sounds. Das Zenology Plugin bestätigt das ebenfalls. Für jemanden der sonst keine Roland Synths besitzt ist der Jupiter X auf jeden Fall eine tolle Kiste. Und der Aufpreis zum Xm finde ich auch heftig, oder rechtfertigt das größere Gehäuse und die Tastatur 1000 Euro? Hm.

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        L. Lammfromm  

        Die deutlich verbesserte Bedienbarkeit und die größere Tastatur rechtfertigen da in meinen Augen auf alle Fälle einen Mehrpreis in Höhe von 500 Euro.

        Bei 1.000 Euro werde ich auch nachdenklich. Wenn man aber genau diesen Synth (z.B. wegen seinen schönen Vintagesounds) zum Klang-Zentrum des eigenen Studios machen möchte, und wirklich viel am Gerät arbeitet, macht die größere Version nun einmal mehr Freude.

        Dass ich nach Ansicht von Roland innerhalb von 5 Jahren noch einmal 1.000 Euro ausgeben soll für die „Roland Cloud“, bei der schon die Beschreibung des Herstellers auf den eigenen Webseiten eine reine Zumutung ist, halte ich für das größere Ärgernis. Anders aber kommt man an die anderen Plugouts nicht ran.

        In 10 Jahren sind dann schon mal 2.000 Euro weg. Irgendwie komme ich mir als Synthkäufer damit reichlich veralbert vor.

  17. Profilbild
    justme  

    Tolle Facts… Entspricht sicher voll dem Zeitgeist.
    Magie ist nicht mehr gefragt, wenn es sich denn sauber in die übrige VST-Umgebung implementieren lässt…
    Nun ja , ich traue mich zwischen den ganzen begeisterten Lobeshymnen hier zu fragen :
    Hört Ihr eigentlich wirklich noch hin ? Ich gehe dann mal zum Arzt und lass mich checken, mehr als einen weiteren digitalen VST-Abklatsch (in einer zugegebenerweise tollen Hardware…) einst grandioser Instrumente kann ich einfach nicht raushören.
    Danke Dave Smith (nur stellvertretend für alle, die immer noch mit Elan versuchen, analoge und digitale Instrumente zu bauen, bei denen der Klang – und nicht seine virtuelle Maxime- an erster Stelle steht) !
    Feuer frei, mit allen Tausenden von ZencoremultilateralhybridXVJunosupersägen dürft Ihr nun auf mich schiessen – diese Kiste empfinde ich, seit dem ersten, publizierten, Lecker-mach-Foto als die größte Enttäuschung im Instrumentenuniversum ever !

    • Profilbild
      AMAZONA Archiv

      Sehe ich ganz genauso und kann das Best Buy nicht ansatzweise nachvollziehen: Eine bunte BlingBling-Kiste mit Cloud-Anbindung. Dabei hat Clavia mit dem Nord Wave 2 gerade erst wieder gezeigt, wie geil auch digitale Synthesizer sein können. Aber dieses Zen-Markennamen-Getue nach dem ACB-Markennamen-Getue nach dem Supernatural-Markennamen-Getue stößt mich einfach nur ab. Hier soll Marketing stopfen, was an echter Substanz und Originalität fehlt.

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        iggy_pop  AHU

        Was das mit der Cloud und der damit erzwungenen Einbindung in ein von Roland ersonnenes System soll, kann ich nicht ganz nachvollziehen — ist halt modern, aber man muß nun nicht wirklich jeden Scheiß mitmachen. Ich gehöre zu den alten Säcken, die mit ihren Instrumenten Musik machen wollen und nicht im Internet rumsurfen. Ich mache aber auch kein Onlinebanking.

        Das größte Problem, das dieses neue Erzeugnis aus dem Hause Roland hat, lautet Jupiter, gepaart mit dem doch recht offensichtlichen Design — an den Erwartungshaltungen, die das schürt, muß er einfach scheitern (zumal mir das bonbonbunte Design immer noch zu dicht am Jupiter-80 liegt).

        Und wenn er nicht daran scheitert, dann scheitern wieder alle diejenigen daran, die meinen, er müsse klanglich in eine bestimmte Richtung gehen, und wehe, er tut das nicht…

  18. Profilbild
    Viertelnote  AHU

    danke für den tollen Test, hat mir gefallen, auch die Klangbeispiele.

    Ich bin VA mäßig beim JP-8000 hängen geblieben. Damals war für mir der Kaufgrund,
    als der Tester eines Musikmagazins sich im Brustton der Überzeugung für den JP 8000 aussprach,
    und den damals heiss geliebten Jupiter 8 stehen ließ. Naja, ist halt lange her.

    Der Klang von der neuen Kiste ist schon toll und auch die Effekte klingen schön luftig.
    Einzelausgänge vermisse ich allerdings auch, da hättem es ruhig 2 mehr sein können.
    Anspielen werd ich den sicherlich, auch wenn ca. 2.500 Euro nicht gerade wenig sind, aber
    durchaus angemessen.

    netter Gruß

  19. Profilbild
    heide69  

    Der sieht wirklich toll aus und klingt auch so. Leider hatte ich etwas Pech mit Roland und den Kondensatoren. Bei mir waren es acht SR-JV Expansionboards die umgelötet werden mussten und beim JP-8000 verabschiedeten sich auch nach und nach immer mehr bis zum Totalausfall. Beim XV5080 soll es ebenso Probleme damit geben, habe ich zumindest gelesen. Ich hätte mir den Jupiter X bestimmt sonst gekauft. Bei solchen Preisen erwarte ich allerdings, dass Kondensatoren mit entsprechender Spezifikation und langer Lebensdauer verbaut werden und nicht nach 15 Jahren anfangen den Geist aufzugeben. Dem Gerät möchte ich das nicht unterstellen, ich bin allerdings skeptisch geworden bei Roland.

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    Son of MooG  AHU

    Nachdem ich mal das Owner’s und das Reference Manual überflogen habe, finde ich die Bedienung des Jupiter-X relativ leicht. Der Jupiter-Xm ist da deutlich schwächer. Die enorme Polyphonie ist schon ein großer Fortschritt zur ACB-Engine und ich bin schon neugierig auf weitere Synth-Modelle (V-Synth?)…

  21. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Man muss sich auch mal fragen, wo 1000 Stimmen Polyphonie herkommen: Hat Roland 20-fach leistungstärkere DSPs als andere? Wohl kaum! Detailreicher Digital-Sound kostet Rechenleistung, genauso wie hochauflösende Fotos Speicherplatz kosten. Ich vermute mal, dass die ZEN-Engine eine Art weiterentwickelte Sample-Technologie ist, ähnlich Supernatural. Vielleicht haben sie Supernatural auch nur umbenannt. Für mich hat sich Supernatural nie „natural“ angehört. Roland E-Drum-Hardware ist OK, aber die Sounds – naja. Die Entwicklung guter Sound-Engines ist eine Lebensaufgabe. Aber Roland haut alle paar Jahre eine neue Sound-Engine auf den Markt, die dann nie konsequent weiterentwickelt wird, bis mal was richtig Gutes draus geworden ist. Unter solchen Umständen wäre ich sehr vorsichtig mit einem Instrument, das von externer Software und Datenbanken abhängig ist.

    • Profilbild
      L. Lammfromm  

      Vorsicht, Member „Synths“:

      Du könntest da etwas in den falschen Hals bekommen haben. Die zusammengefasst über 1000 Stimmen gelten nur für die XV-5080-Engine, die in jedem Part genutzt werden darf – und dies hier auch nur für für den Fall reiner Monostimmen. Die allemal sehr anspruchsvolle VA-Engine von Roland wird nicht umsonst gelobt, und wenn man nur diese für seine 4 Parts (plus Drum-Part) nutzt, kommt man dann insgesamt auf „nur“ 32 Stimmen.

      Du kannst gestrost davon ausgehen, dass da jede Menge Rechenleistung benötigt wird (zumal bei den Effekten!). Die AIRA-Synthies hatten am Anfang nur eine 4-fache Polyphonie (durchaus zur Trauer der Interessierten). Die AIRA-Emulation des Jupiter-8 stieß dennoch allgemein auf große Begeisterung, und das System-8 verkaufte sich trotz einer nur 8-fachen Polyphonie teils sogar recht gut – nun, und und mit der „ZEN-Engine“ bekommst du eben mal die mindestens 4-fache Leistung!

      Wenn du das so willst, kannst du auf jedem der vier Parts eine Jupiter-8-Simulation laden, und diese mustergültig multi-timbral nutzen. Ach, plus Drumspur. Oder du nimmt nur 3 x einen Jupiter-8, und dazu noch einmal den XV-5080 oder ein sehr gutes Klavier. Parallel könntest du den Audioeingang für deine Gesangsstimme nutzen inklusive der hervorragenden Effekt-Engine.

      So schrecklich übel ist das nicht!

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        AMAZONA Archiv

        Nichts für ungut, Herr Lammfromm. Es wäre ja nicht das erste Mal gewesen, dass Roland einen verkappten Sample-Player als Synthesizer verkauft, wie den Namensvetter Jupiter 80. Da sieht man auch, wie so was den Ruf versauen kann.

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          L. Lammfromm  

          „Jupiter 50“ und „Jupiter 80“ waren im Wesentlichen PCM-Synthese. Das wussten die Käufer und Roland hat es nicht verheimlicht. Du bist vermutlich bis heute böse, dass Roland den schönen Jupiter-Namen für so etwas verwendet hat.

          Dass in „ZEN“ bei den VA-Modellen eine völlig andere Technik am Werken ist, das willst du nicht wahr haben. Naja, deine Sache. Sehr kompetent wirkt deine Kritik aber nicht. Sorry.

          Du verwechselst da ein paar Dinge.

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            AMAZONA Archiv

            Das hast Du missverstanden. Nach Deiner Aufklärung, wurde mir das klar und mein Kommentar sollte das nicht weiter abstreiten. Die Formulierung „wäre gewesen“ sagt das eigentlich auch klar aus, sonst hätte ich geschrieben „ist ja nicht das erste Mal“. (Wer lesen kann, ist klar im Vorteil.)
            Ich wollte nur darauf hinweisen, dass die Schlussfolgerung Jupiter 80 = PCM, dann auch Jupiter X = PCM nicht völlig abwegig, wenn auch in diesem Fall falsch war. Auch das ein Problem des Roland-Marketings mit der Namenswahl.
            Aber eigentlich hätte ich erwartet, durch den „Test“ über so grundlegende Dinge aufgeklärt zu werden.

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      Ashatur  AHU

      Ja da ist was dran… Wenn ich daran denke das Roland zb den V Synth konsequent weiter entwickelt hätte und nicht ständig neue Arten der VA und Hybridtechnologie in mehr oder weniger den gleichen Geräten versucht hätte dann wäre der erstgenannte derzeit wohl ein Syntheseschlachtschiff welcher sich mit dem Qantum messen könnte.

  22. Profilbild
    tob4545

    Hallo,

    wie klingen die drei verschiedenen Filter im allgemeinen und wie groß sind die Unterschiede zwischen den Filtern?
    Welche Filter (R, M, S) werden emuliert?
    Mit der folgende Aussage kann ich leider wenig anfangen:
    „Jedes dieser Filter verfügt über eine eigene Charakteristik, mal weniger resonant, mal mehr zupackend. Hier ist erlaubt, was gefällt. Von subtil bis brachial ist alles dabei.“

    „Vier Oszillatoren hat der Jupiter-X an Bord, die wiederum verschiedene Typen haben,…“
    Welche verschiedene Typen etc.?

    Wie viele Stimmen hat er?

    Vermisse ich irgendwie in den „Testbericht“.

    • Profilbild
      Duplobaustein  

      Nichts zur Bedienung. Die Oscs sind in der Zen Engine irgendwo ganz unten nach gefühlt hunderten Parametern versteckt. Es werden auch immer alle Parameter angezeigt auch wenn sie im aktuellen Modus (PCM, VA,…) gar nicht aktiv sind. Man muss sich also merken welche Parameter gerade überhaupt wirken und muss über alle nicht genutzten Parameter drüber kurbeln.

      Nichts dazu, dass es keinen Single Modus gibt. Das ist beim Durchhören relevant! Wird ein Sound in die Scene geladen, so bleiben die Scene Effekte aktiv. Sprich: lade Sound 1, drehe den Drive rauf, gefällt nicht, lade Sound 2 im gleichen Slot, der Drive bleibt drauf, Sound 2 klingt also nicht wie gespeichert.

      Nichts zum Effektsystem. Bis auf den MFX sind das alles Scene Effekte, die nicht im Sound gespeichert werden, sondern in der Scene. Je nach Anwendung gut oder schlecht.

      Nichts zu Scene Offsets, die ein Bearbeiten von vielen Parametern eines Sounds in der Scene erlaubt ohne dass man einen neuen Sound speichern muss. Feine Sache.

      Nichts zum eingebauten Interface. Latenz wäre da eine interessante Info.

      Nichts zu den Models und den extended Modes, die die klassischen Parameter der emulierten Synths erweitert.

    • Profilbild
      L. Lammfromm  

      Die Filter (R, M, S) stehten jeweils für den Roland (R), Moog Ladder (M) und SEM (S). Wenn du mich fragst, sind (R) und (M) ziemlich gut getroffen, und ich habe beim Hinhören aber nicht die geringste Idee, was (S) darstellen soll. Nach SEM klingt da für mich auf gar keinen Fall. Schade finde ich, dass es andere Filtertypen nicht gibt im Bereich der vorinstallierten Plugout-Synthesizer. Alle habe (R, M, S). Hätte es gut gefunden, wenn Roland auch das System-8-Plugout mitgeliefert hätte, das hat deutlich mehr Filtertypen.

      Je Part je 8 Stimmen für die VA-Synths (z.B. Jupiter-8, JX 8p, Juno 106 u.ä. sowie bis zu 256 Stimmen (wenn Mono) für das Klavier so wie für das XV 5080-Plugout.

      Da man das RD-Piano oder die 5080-Sounds eher in Stereo nutzt, rechnen wir hier mit 128 Stimmen.

      Beispielrechnung I:

      Part 1 = RD-Piano – 128 Stimmen
      Part 2 = Jupiter 8 – 8 Stimmen
      Part 3 = XV 5080 – 128 Stimmen
      Part 4 = Juno 106 – 8 Stimmen
      Part 5 = TR 808 – 8 Stimmen

      Summe = 280 Stimmen

      P.S.

      (geht an den Testberichtautoren)

      Ich hätte in den Beispielen gerne die Engines für das RD-Piano oder den Vocoder gehört.

  23. Profilbild
    Anthony Rother  

    Der Roland Jupiter X = State of the art = Platzhirsch im VA Bereich. Da müssen andere erstmal
    hinkommen wo Roland bereits ist.

    Nur die fehlenden Einzelausgänge sind ein unverzeihlicher Patzer weil sie den X im Studio Setup unnötig begrenzen.

  24. Profilbild
    Gerd Lange  

    Also ich bin schon immer ein 100 %-Fan von Roland gewesen und bleibe das auch. In meinem Synth-Park befinden sich der Juno-G, der D-50 und D-70, ein D-05, Juno-DS-61, ein JD-Xi. Alle sind auf ihre Weise sehr gute Synthesizer, mit denen man viel machen kann. Eine der besonderen Roland-Stärken ist die Tatsache, dass man 4 OSCs einsetzen kann zum Klangbasteln (JD-Xi 3 OSC sprich Partials). Da kommen viele andere Firmen nicht mit. Da ich momentan wenig Finanzmittel habe, kann ich mir keinen Fantom 6 leisten und leider auch keinen Jupiter X. Synths Kommentar hört sich so an, als da ein Roland-Hasser spricht. Das ist unschön. Die Firma Roland hat maßgebliches für Musikmacher erdacht und gebaut. Und wenn ich mal wieder mehr Geld habe, dann kann das schon ein Fantom 6 werden oder Jupiter X oder Xm.

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      AMAZONA Archiv

      Nein, absolut kein Roland-Hasser. Ich bin ein Roland-Enttäuschter, der mal ein Fan war und in den letzten 10 Jahren zu oft mit mittelmäßigem Sound zu High End Preisen frustriert wurde. Ich würde Roland in Entwicklungsphasen unterteilen: 1. die glorreiche Vergangenheit, 2. die Supernatural-Phase, 3. die Boutique Phase. Mich beeindrucken Hersteller, wo die Leidenschaft für den Sound und ein schlüssiges Bedienkonzept im absoluten Vordergrund steht und nicht Marketing-BlaBla. Bei Roland steht in letzter Zeit vor allem ein verwirrendes Marketing im Vordergrund. Wenn ich es technisch interpretiere, steckt im Jupiter X nach wie vor ACB und Supernatural und ZEN ist eine Art Framework zum Handeln verschiedener Sound-Engines. Dann ist der Name ZEN-Core-Synthese aber irreführend.
      ACB selbst war marketingtechnisch eine Digitalreaktion auf den Analog Hype. Als Entwickler glaube ich einfach nicht, dass die Bauelemente-Ebene eine sinnvolle Modellierungsebene für Sound-Modellierung ist. Vielleicht ist es ja doch so, aber es würde mich wundern. Da sind lauter Sprachblasen, die ich nicht mit einer plausiblen technischen Entwicklung assozieren kann und damit habe ich ein Problem. Mir fehlt dann einfach das Vertrauen, in ein Instrument zu investieren, das potentiell 30 Jahre lang funktionieren soll.

  25. Profilbild
    Gerd Lange  

    Hallo Synths,
    ich wollte sicher nicht beleidigen, aber so negativ, wie Sie über Roland herziehen, so kann ich zumindest, das nicht so im Raum stehen lassen und von mittelmäßigem Sound kann man ganz und gar nicht sprechen. Da glaube ich, stehe ich nicht allein mit dieser Ansicht. Und die Begriffe wie ACB, Supernatural oder ZEN-Core, das würde ich nicht überbewerten und daraus Roland einen Strick drehen und schlecht über Roland reden. Mein D-50 und D-70 sind über 30 Jahre alt und laufen immer noch mit der ersten Speicherschutzbatterie!!! Der Juno-G stammt aus 2008 und liefert immer noch hervorragenden Sound auch wenn die Display-Beleuchtung mittlerweile ausgefallen ist. Vom Klang her sind alle Rolands super. Ich habe auch einen Casio XW-G1, dessen Filter haut auch ordentlich rein. Etwas schwächer, für mein Empfinden, kommt da der Korg Krome Filter daher. Aber dennoch ist der Krome eine Super-Workstation. Der Yamaha MODX ist klanglich hervorragend. Mein Waldorf Blofeld hat einen, ich sage mal, „eigenen“ Klang, den man so mögen kann oder nicht. Ich bin kein Entwickler und mag Digital-Synthesizer. Den Analog-Wirbel kann ich nicht nachvollziehen, u.a. wegen meist geringer Polyphonie und zu hohen Preisen.

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      Ashatur  AHU

      Ich kann ihn aber verstehen.
      Ich habe Mitte der 90er mein letztes Neugerät von Roland gekauft. Ich finde ihre Marketingstrategie auch etwas seltsam. Auf der einen Seite wollen sie keine alten Geistern jagen aber Ihre Klassiker kommen ständig als digitale Neuauflage auf den Markt. Bei dem Thema Workstation kann ich leider nicht mitreden da ich noch nie eine besessen habe aber meinen D10 besitze ich bis heute und kommt ab und zu auch noch zum Einsatz.

      Aber ich muss schon sagen die neuen 2 Modelle finde ich mal wieder sehr interessant. Und ich fände es schön wenn Roland weiter auf der hybriden Schiene fahren würden wie bei dem Jdxa. Eine Kombination aus System 1m Jdxa und Jupiter X das könnte einige aus den Socken hauen.

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      AMAZONA Archiv

      Hallo Herr Lange,
      habe mich nicht beleidigt gefühlt und sehe das vollkommen sachlich:
      Die Firma Roland von heute hat nicht das Geringste mehr zu tun mit der Firma Roland von vor 30 Jahren. Die heutige Firma Roland wirft in ziemlich kurzen Abständen kurzlebige Plastik-Modeprodukte auf den Markt, zwischen denen kaum eine durchgehende Entwicklungslinie erkennbar ist. Man muss sich nur mal anschauen, wie lange einzelne Produktlinien bei anderen Herstellern verkauft und gepflegt werden. Und dann noch die Abos und die Cloud. Da stellt sich bei mir das Gefühl ein, gemelkt zu werden.
      „Mittelmäßiger Sound“ bezieht sich vor allem auf „Supernatural“, wovon ich durch unglückliche Produktwahl vielleicht einfach ein bisschen zu viel abbekommen habe.
      Mein Problem ist auch eigentlich weniger die Firma Roland als das „Best Buy“ in einem Test, der ziemlich oberflächlich und unfundiert ist und vor allem als Bühne für fesche Soundbeispiele dient. Das empfinde ich als eine ziemliche Geringschätzung für andere Hersteller, die für mich persönlich sehr viel mehr das Prinzip von Herz und Leidenschaft für die Sache an sich verkörpern, als die „Marketingmaschine Roland“.

      • Profilbild
        Gerd Lange  

        Hallo Synths,
        also ich muss da nochmal „meinen Senf“ dazu geben. Dass Roland „nur“ kurzlebige „Plastik-Modeprodukte“ auf den Markt bringt, sehe ich nicht so. Es gibt auch andere Hersteller, die Geräte auf den Markt bringen, die „nur“ überwiegend aus Plastik bestehen (Yamaha MODX (habe ich selbst), Korg Kross 2). Plastik ist an sich für mich auch kein Problem, da ich Homerecording mache und nichts mit einer Bühne am Hut habe. Es ist also KEIN Alleinstellungsmerkmal – Plastik – um dies Roland besonders negativ anzulasten. Was die Bedienung anbelangt, so sind nun mal komplexe Synthesizer, komplex zu bedienen. Mich störte das nie, das Menü-Eintauchen und Roland hat ja mit dem JD-XA einen Hybrid-Synth auf den Markt gebracht, der so manchen Parameter per Regler direkt „greifbar“ machte, wie auch der System-8. Den Testbericht habe ich nur überflogen, da ich Roland-Synthesizer gut genug kenne und wie gesagt, wenn ich das nötige Geld hätte, wäre ein Fantom 6 meine neue „Steuerzentrale“ in meinem Setup und ein Jupiter X oder Xm käme irgend wann dazu.

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    synthboy  

    Ich war früher ganz großer Roland Fan, ich mochte vor allem den D70 wegen seiner seidig weichen Filter.Hatte aber auch noch andere,XP50, D110,D20,R8 u.s.w.
    Dann kamen die VA Zeiten, JP 8080 hatte ich, tolles Teil.
    Mit Aira kam für mich die Wende, das war nicht mehr Roland, viel Plastik, Design zum Weg laufen.
    JD-XA sieht auf den 1. Blick toll aus, aber die spiegelnde Oberfläche…omg…da kann man gleich einen Termin beim Augenarzt machen, zum Glück kamen dann die matten Overlays.
    System 8, hätte der Burner sein können, aber Plastik Bomber, keine vernünftige Tastatur ohne AT bei so einen Synth, was für ein Fehler, warum nicht die vom JD-XA????
    Aber ok, die grünen LEDs konnte man dimmen und mit schicken Alu Seitenteilen etwas aufhübschen.
    System 8 und die kleineren Systeme Top Sounds im hässlichen Plastik Gewand.

    Jupiter X/XM, Design und Verarbeitung Top, Sound auch, und dem eines System 8 ebenbürtig meiner Meinung nach.
    Aber, für 1500 € XM kein AT? Mußte das sein?
    Der X ist da schon viel besser, warum aber kein größeres Display wie beim Fantom in der Mitte?
    Ich verstehe Roland manchmal nicht, sie verschenken da viel Potential.

    Die Zencore Engine schreit nach einen Editor für alle kompatiblen Geräte…

    Ich hab mich dann für den Fantom 6 entschieden, welcher nahezu perfekt ist, super Bedienung, Verarbeitung, Sound und Sequencer!

  27. Profilbild
    defrigge  

    Duplobausteins Anmerkungen haben mich veranlasst, mir das alles noch mal neu, über den oberflächlichen ersten Eindruck hinaus, anzusehen. Und nun bin ich wirklich geschockt darüber, was für einen unglaublichen Bedienungsmist Roland da zusammengebastelt hat. Kein ansatzweise guter Parameter-Überblick über das lächerlich kleine und links oben völlig deplazierte Display des X. Keinerlei guter und übersichtlicher Zugang zu allen Soundschraub-Parametern bei X und Xm. Verwirrende Scene-Effekt-Einflüsse. Seltsames Resonance-Verhalten. Unglaublich unpraktische Menü-Verschachtelung: alles in allem UI-Hindernisse ohne Ende!

    Sowohl X als auch (noch mehr) XM sind so ja nicht mal ansatzweise sinnvoll am Gerät zu bedienen! Das ist eine mittlere Soundschraub-Katastrophe, die effektives Programmieren mit gutem Überblick völlig ausschließt!

    Eigentlich reduziert das den sinnvollen Gebrauch von X und Xm auf nur begrenzt live am Gerät programmierbare Preset-Schleudern, die also nur im Homestudio, gute passende Software vorausgesetzt, einigermaßen sinnvoll zu programmieren wären.

    Wie kann man für so was allen Ernstes einen „Best Buy“ vergeben???
    Der Testbericht, so nett und enthusistisch er gemeint war (mir ist Enthusismus durchaus sympathisch), ruft jetzt aber wirklich nach kompletter Überarbeitung mit Einbringung der von Duplobaustein angesprochenen Fakten – und auch nach kompletter Neubewertung. Damit würdest Du, Toby, Dir m.E. keinen Zacken aus der Krone brechen, und mehr Respekt verdienen, als wenn Du das allen Ernstes jetzt so stehen lässt. Du schuldest das m.E. den Lesern, die sich für das Gerät interessieren.

    Aufgrund des Artikels, der keinen der Missstände im Fazit hat, hätte ich mich fast zu einem Spontan-Kauf hinreissen lassen. Anschließend hätte ich mich beim Entdecken der massiven(!) Schwächen schwarz geärgert. Jetzt kann ich mich erstmal entspannt zurücklehnen und für mich neu bewerten. Das ist gerade noch mal gut gegangen.

    • Profilbild
      synthboy  

      Kann ich nur zustimmen, wenn man tiefer in die Zencore Engine einsteigen möchte ist man, um es krass auszudrücken, angeschissen.
      Ich hab das mal im Geschäft versucht, da wird man irre vor drückerei…
      Deshalb meine Fantom Entscheidung.

  28. Profilbild
    SimonChiChi  AHU

    Toller Synth, toller Test. Und wenn TobyB meint es wäre ein BB wert, hat er das sicher nicht leichtfertig getan. Egal wen wer zum BB erheben würde, man findet doch immer ein Haar in der Suppe. Also Peace :)

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      defrigge  

      Wir reden hier aber nicht von Haaren, sondern eher von unappetitlichen Seilen in der Suppe. :-)
      Und wenn die massiven Downsides, die nun objektiv im Raum stehen, im Test nicht mal erwähnt werden, geschweige denn im Fazit stehen oder in ihrer Gewichtigkeit ernstgenommen werden, dann sieht der komplette BestBuy nicht nur diskutabel aus (das gibt es immer), sondern steht in diesem Fall komplett ohne nötiges Fundament da.

      Ich habe überhaupt nichts gegen TobyB, will ihn in keiner Weise runtermachen und begrüße seinen Enthusiasmus. Ich finde es auch ok, dass man im ersten Durchgang was übersieht (hab ich ja selbst auch)

      ABER: zu jedem seriösen Testbericht gehört eine realistische Nennung von Pros UND Cons, spätestens wenn man sie dann klar sieht. Und natürlich kann die Bewertung dann auf keinen Fall so bleiben wie sie jetzt ist. Das sollte man m.E. nicht wegzureden oder zu verschleiern suchen.

      Dann macht auch Peace Sinn, den ich gern zurückwünsche!

  29. Profilbild
    TobyB  RED

    Liebe Gemeinde, der Toby geht noch mal an den Schreibtisch und wird noch einen Absatz schreiben. Es ist mir schlichtweg zeitlich nicht möglich hier jedem Einzelnen zu antworten. Teilweise kann ich einzelne Argumente nachvollziehen andere wiederrum nicht. Vergleiche wie zum Nord Wave kann ich nicht nach vollziehen. Sample versus Algorithmus.

    Zum Thema ZEN, ACB sollten wir uns alle noch mal an den Tisch setzen, wer mag sucht nach Roland BCM Chip und System 8 Teardown und nimmt dieses als Einstieg. Vielleicht wird dann nachvollziehbarer wo die Reise hingeht. Und was ACB, ZEN gemeinsam haben und wo die Unterschiede sind. Zum Austausch von Patchen etc., das Testgerät hatte die FW Version 1.21 vom Mai 2020. Für angenehmes Arbeiten und Austauschen würde ich diese installieren. Gleiches gilt für die ZEN Cloud, die ca. 199 € pA für Ultimate mögen sich erstmal viel anhören aber der Deal ist korrekt, Stichwort Lifetime Key und auch hier der Hinweis, das Roland da erst am Anfang ist.

    • Profilbild
      TobyB  RED

      Teil 2:

      Dennoch bleibe ich bei meinem Bestbuy. Da ich trotz des Preises hier ein höchst innovatives Gerät sehe, welches ich als Plattform der Zukunft sehe, weil es ohne großen Aufwand in eine IT Landschaft auch durch Laien latenzfrei zu integrieren ist, das Mainstage Template nimmt sehr viel Arbeit ab. Und durchaus am Gerät zu bedienen ist. Ebenso sehe ich Jupiter X als zukunftssicher an. Und das Paradigma der Sound passt auch über zwei Ausgänge oder USB.

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        justme  

        Lieber TobyB, sorry, aber mein spontaner Eindruck nach den letzten Aussagen/Korrekturen von Dir war spontan : Roland muss Euch fürstlich entlohnen !
        Nach den faktisch vielfältigen und sachlichen Kritiken am Bestbuy festzuhalten und dabei argumentativ ein 200,00Euro(!!!)-Jahresabo mal so oberflächlich als Argument anzuführen finde ich schon, gelinde gesagt, erstaunlich…
        Man mag dieses Instrument mögen oder nicht, dieser Test vermittelt auf mich in keiner Weise das Gefühl, daß sich wirklich bemüht wurde, objektiv alles, Stärken wie Schwächen, herauszustellen.
        Es ist eher eine bedingslose Lobeshymne – für mich habt Ihr schon Besseres geleistet…

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      L. Lammfromm  

      Der „lifetime key“ bedeutet doch nur, dass du nach 12 x 20 Euro oder 1 x 200 Euro das Recht erhältst, genau einen einzigen Plugout-Synthesizer z.B. für deinen Jupiter-X herunter zu laden.

      In 10 Jahren bist du als Hardwaresynth-Nutzer dann 2.000 Euro los, und kein einziges Modell extra wird dir im Gegenzug gewährt?

      Das ist „best buy“ für dich??

      Der ganze stolze Rest läuft nur am Rechner, und das alles gibt es auch nur, solange du Online bis und der „Roland Cloud Manager“ im Hintergrund werkelt. Schön auch, dass das Dings im Hintergrund Updates installiert, und du als Nutzer keinen Einfluss ausüben kannst, außer vielleicht, den Kram wieder zu deinstallieren oder deinen Router mit Thermit vollständig datensicher zu machen.

      Oh, und sobald der Nutzer, das Abo abgeschlossen hat, darf Roland Preis und Leistungen ganz nach Gutdünken abändern, und als Nutzer hast du dich verpflichtet, damit einverstanden zu sein:

      „We may change the Terms and Conditions from time to time and at any time upon notice to you, by posting such changes on the Websites or otherwise making them available to you through the Service. By using the Service following any modifications to these Terms and Conditions, you agree to be bound by any such modifications to the Terms and Conditions.“

      Roland Cloud hat auch einen schönen Ratschlag, falls dir das alles nicht so toll gefällt:

      „If you not agree, do not use the Service.“

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        L. Lammfromm  

        Gut, gucken wir uns die Regelungen dieser „zukunftssicheren“ Roland Cloud doch etwas genauer an.

        Fall A)

        Der Nutzer kauft sich ein Plugout via „lifetime key“ für seinen Jupiter-8. Er nutzt die Roland Cloud 3 Jahre lang, hat 600 Euro investiert und im Gegenzug erhielt er exakt ein einziges Plugout für seinen Jupiter-X. Tja, und dann verliert Roland Cloud die Lust am Geschäftsmodell.

        Darf der Nutzer dann seinen „lifetime key“ fürs Plugout weiter nutzen? Nein, sagt Roland Cloud. Futsch.

        Fall B)

        Glück gehabt, Roland Cloud blüht und gedeiht, nur will der Nutzer eines Jupiter Xm nach genau einem Jahr auf den Jupiter X aufrüsten. Witziger Weise findet er einen anderen Nutzer, der genau das Gegenteil tun mag. Ihr einigt euch auf 550 Euro Tausch-Ausgleich, und hattet sogar das gleiche Plugout am jeweiligen Gerät als „lifetime key“ gekauft, sagen wir, den „System-8“.

        Was für ein Glücksfall!

        OK, nur fast. Roland Cloud erwartet jetzt von euch beiden, dass ihr das „lifetime key“ Plugout ersatzlos auf beiden Geräten löscht.

        „Your Account Information and hardware registration needs to be removed and all installed Product Content needs to be deleted from the equipment when transferring/reselling hardware products. Selling the hardware does not transfer the license to the Product Content that has been installed on it.“

        • Profilbild
          L. Lammfromm  

          Fall C)

          Von solchen Hindernissen lassen sich unsere beiden Roland-Anhänger und Geräte-Tausch-Aktivisten nicht hemmen, und sie nehmen sich jeweils vor, das „lifetime key“ Plugout erneut zu kaufen. Zu schön ist doch der Klang der Filter im „System-8“-Plugout!

          Der Wunschtausch ist schließlich zustande gekommen, und in eurem Bauch fliegen Gücksbärchen mit Libellenflügeln! Dementsprechend macht es den beiden Roland-Fans wirklich nichts aus, erneut jeweils 200 Euro zu zahlen.

          Roland Cloud sagt jetzt aber:

          „Membership Keys cannot be installed onto a hardware product that has been registered with another Account.“

          Also, ich persönlich finde es immer wunderschön, wenn sich US-Corporate-Law-Anwälte immer genau die Regelung einfallen lassen, die das denkbar absolute Maximum verwirklicht. So viel Sorgfalt und Eifer machen so eine Software-Hardware-Kombination wie im Fall von Jupiter-X bzw. Xm, sagen wir:

          „zukunftssicher“

          Keine Pointe.

          Fall D)

          Immerhin haben sich diese Anwälte auch gleich eine Regelung für den Fall ausgedacht, falls ein erzwungenes, vom Nutzer nicht zu beeinflussendes Zwangsupdate des „Roland Cloud Managers“ aus Versehen eure Lizenzen gefressen hat:

          „We make no support guarantees or commitments for the Roland Cloud Service.“

          Mitgefangen. Mitgehangen.

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            L. Lammfromm  

            So, und hier kommt der konstruktive Teil: Was kostet die Plugouts und was ist der günstigste Weg dahin?

            Die Frage ist nicht völlig trivial, denn Roland stellt sich eigentlich vor, dass ihr im ersten Schritt euch in der Roland Cloud anmeldet, aka „Join now“ (und damit zugleich auch die ganzen rechtlichen Regelungen akzeptiert), und dann erst die Preise erfahrt. Ein anderer Weg (z.B. eine simple Preisübersicht) ist von Roland Cloud nicht vorgesehen.

            1. Schritt:

            Man mietet für genau einen Monat (also: gleich nach 8 Tagen kündigen!) „Core“ in der Roland Cloud für 2,99 Euro. Das ermöglicht den Zugang zu mehreren tausend „Zenology“-Sounds, und erlaubt es euch, dass ihr „livetime keys“ für Jupiter-X (oder Xm) -Plugouts erwerbt.

            2. Schritt:

            Mittels des „Roland Cloud Managers“ (der übrigens an bis zu fünf Rechnern laufen darf) werden die Lizenzen verwaltet und die Preise für die Plugouts sind wie folgt:

            Je 149 Euro:

            * TB 303
            * Jupiter 8
            * Juno 106
            * D-50

            Je 129 Euro:
            * JX-3P
            * XV-5080
            * System-8

            Je 99 Euro:
            * System-1
            * ProMars
            * SH 101
            * SH-2
            * System-100

            69 Euro:
            * Sound Canvas VA

            Ich habe allerdings keine Idee, ob die wirklich alle auf dem System-X (bzw. Xm) laufen, oder überhaupt noch im Roland Cloud Shop erhältlich sind.

            Der „System-8“ sollte allerdings erhältlich sein, und die Aussicht, dass er dann bis zu vier Mal auf dem Jupiter X (oder Xm) aufgerufen werden kann, in jedem der ersten vier Parts, ist nicht mal so übel. Latenzfrei, ohne den irren Ressourcenverbrauch am Rechner und dann auch noch mit schöner FX umrahmt.

            Und dazu die Möglichkeiten der „Scenes“ (schichten, splitten, überblenden, rumtricksen).

            Da könnte sogar ich schwach werden.

            ;-)

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      AMAZONA Archiv

      Sorry, aber was soll denn diese Bemerkung über den Nord Wave 2? Der Nord Wave 2 ist kein reiner Sample Player, sondern vereint Sampling mit Virtuell Analog, FM- und Wavetable-Synthese unter einer genial einfach zu handhabenden Bedienoberfläche. Der Vergleich drängt sich geradezu auf: Beide neu, beide digital, gleicher Anschaffungspreis (wenn man das Abo rauslässt), beide kombinieren mehrere Synthesearten, beide 4 fach multitimbral. Das kann ich eben gar nicht verstehen, wie der Jupiter X vor einem Nord Wave 2 das Best Buy bekommen kann. Da liegen in vielerlei Hinscht Welten dazwischen. Das empfinde ich wie eine Ohrfeige für eine wirklich geniale Entwicklung.

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        TobyB  RED

        Hallo Synths, nur weil hinten Musik rauskommt sind Nord Wave2 und Jupiter X nicht gleich. Da wird ein Vergleich weder dem NW2 und dem JX gerecht. Zum Roland Jupiter X, du musst kein Abo für die Cloud abschliessen. Der Jupiter kann im übrigen derzeit 5 Parts gleichzeitig. 4 Tone Parts und 1 Rhythm Part. Niemand hatte hier die Absicht jemanden eine Ohrfeige zu verpassen.

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          AMAZONA Archiv

          Natürlich sind sie nicht gleich, aber beides sind digitale Synthesizer der gleichen Geräteklasse, wenn auch die Zielgruppen (NW2 in erster Linie für die Bühne) etwas unterschiedlich sein mögen.
          Die Unterstellung, der Nord Wave 2 sei im Gegensatz zum Jupiter X ein reiner Sample-Player ist schlichtweg vollkommen falsch.

  30. Profilbild
    Anthony Rother  

    Ja bei genauer Betrachtung im ausführlichem Handbuch vom Jupiter-X wird deutlich das Roland leider keinen professionellen Blick mehr für Studio-Setups hat wo der COMPUTER nicht das zentrale Element als Audio Input/Output Quelle ist.
    Das würde ich beim Premium Produkt Jupiter X als größten Schwachpunk und den größten Kritikpunkt sehen. Mit dieser Maßnahme könnte/konnte man den Endpreis für den Kunden senken oder im Umkehrschluss den Gewinn an dem Produkt vergrößern.

    An jeder Ecke merkt man das nur die absoluten minimal Anforderungen erfüllt werden und das kann vermutlich nur an der Kalkulation des Produkts liegen.
    Leider verliert Roland auf dem letzten Meter vorm Ziel das Rennen als technisches Profi-Equipment bezeichnet zu werden.
    Ein Kompromiss zwischen Technik und Preisgestaltung ist nie wirklich sichtbar es überwiegt bei mir immer der Eindruck von Downgrade for Profit. Roland klotzt nicht sondern kommt leider ein bisserl Geizig daher und schrammt dadurch leider an Platz 1 vorbei und landet letztlich auf einem Platz außerhalb der Top Ten.

    Der Jupiter X war eine große Chance im Synthesizer Bereich die nicht genutzt wurde. Sehr schade weil einfach unnötig.
    Solange bei Roland die geizigen Buchhalter diese kontraproduktive Macht gegenüber den kreativen Technikern haben wird es immer so weitergehen.

    • Profilbild
      TobyB  RED

      Hallo Anthony,

      wenn ich mich richtig erinnere hatte ein Jupiter 8 als Audio Ausgänge fix verdrahtetes Lower, Upper, Mix und eben Balanced Out L/R mit schaltbarem Output Gain. Jupiter X kommt nun mit der Kombination Balanced Out L/R und regelbarem Gain -6/+6 db und Unbalanced L/R daher und USB Audio. Warum das so ist, ergibt sich aus der internen Audiostruktur. Hätte man z.B pro Part Audio Outs haben wollen, würden das 10×2 oder 10x1Stereo Buchse mehr bedeuten. Noch drastischer Wäre die Auswirkung auf die interne FX Sektion. Die würde dann so schlichtweg nicht mehr funktionieren. Für mein Ohr habe ich sowohl im Balanced als auch Unbalanced genügend Headroom um den Mix im Jupiter X zu machen. USB Audio das Signal ist über einen MX1 perfekt. ich höre keinen Unterschied zwischen Analoger und Digitaler Verarbeitung des Signals. Du kann den Jupiter ohne Rechner nutzen. Ich war bei der Aufnahme der Demos so faul und hab den Jupiter nicht per MIDI verdrahtet und einfach ein Tempo per Arp vorgegeben und mich daran durchgearbeitet. Was Roland mit der Jupiter X/Xm Plattform gemacht hat, ist erstmal die Vergangenheit in die Zukunkt heben. Was in der Zen Cloud als potentielle Erweiterung daraus wird, muss man sehen. Da sind spannende Ansätze vorhanden. Entscheidend ist was jeder Einzelne daraus macht. Nicht mehr nicht weniger.

      • Profilbild
        Anthony Rother  

        Hi Toby,
        wenn man einen 5 Part Multi-Timberalen Synthesizer konstruiert dann müssen mindestens 2 weitere Stereo Outputs da sein. In einem Studio-Setup mit klassischem Mischpult mische ich die verschiedenen Parts vom Jupiter X doch ab.

        So sehe ich das zumindest in meinem Verständnis bei einer Produktion. Ich finde den Jupiter X vom Sound was ich so gehört habe richtig Fett. Auch das Design und habe auch GAS.

        Aber das mit den Einzelausgängen ist doch recht geizig und so was von unnötig. Aber wie ich ja schon geschrieben habe wenn man im Computer über USB Audio arbeitet dann geht es ja einigermaßen. Nur klassische Mischpult MIDI Setups sind da nicht auf der Uhr.

        Muss man doch ehrlich anerkennen das es den Jupiter X auf einen Solo Synthesizer reduziert wenn ich mehrere Parts professionell mischen möchte. Oder ? Was ok ist aber unnötig bei den herausragenden Möglichkeiten die der X hat.

        Und das ist ja nicht ein schwieriges Problem, das ist mit Sicherheit auch einem Techniker aufgefallen das da Einzelausgänge fehlen…

        Es ist wie mit einem Elefant durch ein Nadelöhr zu wollen…

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          TobyB  RED

          Hallo Anthony, ich guck ja nun ab und an deine Youtube Videos und verstehe deinen Punkt. Hier beim Jupiter hat man sich entweder entschieden die Outputs so zu konstruieren oder ihn so vom Fantom abzugrenzen. Oder es ging auf Grund technischer Implikationen nicht anders. Part Struktur, FX Sektion und Master FX Sektion. Ich tendiere der Bedienungsanleitung nach zum Letzteren. Im Endeffekt hätte es bedeutet, ab der FX Sektion bis zum Master eine komplett andere Ausgangstufe zu konstruieren, Digital und Analog. Es sind ja nicht die Outputs alleine. Ich kann es nicht abschliessend einschätzen. Wenn die Signalqualtät des Jupiter X schlecht wäre, würde ich da eine Einschränkung sehen. Und klar würde ich es begrüßen, wenn Roland den MX1 einen Nachfolger spendiert, ich wollte nicht noch einen dritten kaufen. Und wenn das USB Audio „Generic“ und Classcompliant wäre, täte das der Sache keinen Abbruch.

  31. Profilbild
    Anthony Rother  

    Ich würde den Roland-Technikern für Ihre innovativen Bemühungen wenigstens den Trostpreis geben wollen.
    Die Techniker können nichts dafür, die Sound-Engine ist fett. Schuld war nur der Bossa Nova…

  32. Profilbild
    justme  

    Ich kann´s mir nicht verkneifen, schmunzelnder Weise muß ich doch mal mit ´nem Autovergleich raus… Genau daran, daß in der Autobranche seit Jahren 2 Themen beherrschend sind : Senkung der Produktionskosten bei höheren Preisen, also wesentlich mehr Ertrag pro Einheit und Senkung der Vertriebskosten, also weniger Geld für den Handel, der das ganze dem Kunden gegenüber noch schönreden muss, erinnert der X .
    Mögen das für viele auch normale marktwirtschaftliche Geflogenheiten und Interessen sein – der Fantom X spiegelt das als Instrument wieder wie kaum ein anderes Gerät bisher.
    Was bekommt man : Eine extrem begehrenswerte Hülle, deren Inhalt in Wirklichkeit günstigst herzustellen und somit extrem profitabel zu verkaufen ist.
    Dazu vermarktet man jedwede Erweiterung, die früher (mit-)verkauft wurde, als Cloud, Abo what else… noch mehr Rendite, weil Zwischenhandel ausgeschaltet.
    Und das ganze funktioniert super, weil der moderne, digitale „Chancen“-Mensch sich immer noch freut, was er nun alles so günstig haben kann !
    Wie naiv und/oder qualitativ wertvoll gemessen an den Instrumenten, die Roland einst durch ihren grandiosen Geist so berühmt und immitierenswert gemacht haben, das nun ist darf selbstverständlich jeder entspannt für sich bewerten…

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    AMAZONA Archiv

    Man sollte die Kommentare zu Tests streichen. Kaufwillige würden so nicht unnötig verwirrt und andere wiederum könnten das ganz einfach als Werbung abhaken.

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      Jens Barth  

      Sehe ich nicht so. Ich lese die Kommentare mindestens so aufmerksam wie die Tests selbst:-).

      Durch die verschiedenen Sichtweisen / Erfahrungen der Rezensenten erhält man verschiedene Sichtweisen, die dann auch in die persönliche Bewertung einfließen. Außerdem lernt man manchmal auch Sachen bzw. erfährt Dinge, die man noch nicht kennt.

      Zugegebenermaßen wurden / werden bei diesem Jupiter X – Test sehr viele Kommentare gepostet, nicht alle sind da sicher hilfreich. Trotzdem würde ich deshalb die Kommentar – Funktion nicht grundsätzlich in Frage stellen.

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        AMAZONA Archiv

        Ich persönlich finde die Rolandos nicht wirklich schlecht. Für mich sind das mehr „Programmable Keyboards“ und deswegen stößt das einigen mit dem Jupiter so auf. Das „damals“ kaum einer programmiert hat und meistens nur Presets benutzt wurden, ist die eigentliche Ironie dieser Geschichte. Wie auch beim CS-80. Ich finde so umverpackte lookalike Workstations mit Multisynthese generell blöd. Ich würde den Fantom vorziehen, wenn ich denn Bedarf an solchen Klangfarben hätte und diese Menge Geld ausgeben wollte. Fahrradkette….. :)

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          TobyB  RED

          Fantom und Jupiter sind 2 Paar Schuhe, kann man kombinieren. Ich trage auch immer zwei verschiedenfarbige Socken. Man darf sich von der Verpackung nicht blenden lassen, die Arbeit an einer Fantom geht anders als am Jupiter. Der Jupiter oder des Oberfläche spricht schon mit einem das heisst bewege ich einen Fader sehe ich das im Display. Wenn du vorher mit dem S8 gearbeitet hast, musst du dich nicht umgewöhnen, da ist schon eine Idee dahinter. Ich denke als Preset Schleuder wird der Jupiter X nicht groß rauskommen, dass Testgerät hatte nicht viele Preset Patches. Damit kann ich leben.

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      TobyB  RED

      Hallo Hector, solange wir reden werden wir nicht übergriffig ;-) Ich wiederhole mich, es gibt in den Mengen, Musiker und konversative Menschen, Überschneidungen und Schnittmengen. Das respektiere ich. Und toleriere es. Hier haben wir ein Produkt, was sowohl Gestern, Heute und Morgen kann. Roland ist sich vermutlich dessen bewusst und platziert den Content/Presets auf den Geräten so, als das möglichst viele in den Bus steigen und mitgenommen werden wollen. Das muss man erst mal positiv sehen. Was man daraus macht und ob man die Route ZEN Neuland mitfährt, ist eine persönliche Entscheidung.

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    Jens Barth  

    Ein toller Test für ein tolles Gerät. Ich heiß es ganz klar antesten.

    Ich hatte mich vor Jahren von Hardware komplett verabschiedet, Software – Plugins sind ja inzwischen sehr gut und auch Live – Lösungen wie Mainstage arbeiten stabil.

    Der Jupiter – X ist die erste Hardware, wo ich wieder an‘s grübeln komme. Muß gestehen, daß ich in der Roland – Cloud bin, nachdem ich mehrere Jahre Vollmitglied war habe ich auch inzwischen das Jupiter – 8 Plugin zur kostenfreien Verfügung. Die Frage ist: Was ist der Mehrwert des Jupiter – X, wenn man in der Roland – Cloud die Sounds softwareseitig bereits hat?

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      TobyB  RED

      Hallo,

      wenn du MainStage hast, und das Jupiter X Template von Roland installiert hast, kannst du fürs erste auf die Cloud verzichten. Netter Nebeneffekt in Logic, Garageband du kannst die internen Softsynths dann mitsteuern. Wichtig ist das alle neuen Cloud bezogenen Funktionen erst ab der Firmware 1.21 auf dem Jupiter X funktionieren. Dazu heisst es lapidar in den Release Notes EXZ and SDZ Download Content is now supported.

      Der Mehrwert des Jupiters als Hardware ist gegeben, wenn du nachwievor mit klassischen Effektgeräten arbeiten willst bei geringer bis keiner Latenz. Der Computer als bessere Bandmaschine genutzt wird. Das du durch ein MainStage Template für Fantom, Jupiter X/Xm Zeit sparst für die Organisation und den Ablauf einer Perfomance erwähne ich am Rande.

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        Jens Barth  

        Danke für die Antwort. Da ich bereits in der Cloud bin stellt sich die Frage „keine Cloud“ nicht. Bring der Jupiter X dann als Soundgenerator einen Mehrwert? Bzw. kann er Sounds die nicht mit den Softwarelösungen dargestellt werden können?

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          TobyB  RED

          Hallo Jens,

          wenn du live Sounds schrauben willst am Rechner brauchst du einen Rechner, Software, Controller, Interface. Der Rechner sollte potent sein. Einen Jupiter X kannst einfach anschalten und dann gehts zur Not mit Kopfhörern los. Ich sehe es pragmatisch mit Jupiter hast du das beste aus beiden Welten. Und da bringt dir der Jupiter einen Mehrwert.

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    maga  

    Schöner subjektiver Bericht! Ein Tester mit klarer Meinung ist mir allemal lieber als ein lebloses herunterzitieren von Herstellerangeben.
    Hier jetzt mal als „Lobhudelei“ und beim Kurzweil PC4 als „Verriss“….
    Find ich gut!

    So wie hier auf den Roland eingedroschen wird stellenweise muss er fadt schon gut sein!
    ;-)

    Jedenfalls endlich mal wieder ein Synth mit tollem Sound UND richtiger Hardware!

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    defrigge  

    In diesem Fall wurde ich als Kaufinteressent nicht durch die Kommentare, sondern durch einen Test verwirrt, der mich in seinem unrealistischen Enthusiasmus unter weglassen ALLER Schwächen des Geräts im Fazit fast zu einem Spontankauf verleitet hätte. Das hätte ich dann angesichts der komplett verschwiegenen massiven Schwächen von X und Xm sowie der Rolandcloud innerhalb kürzester Zeit sehr bereut.

    Erst einige gut informierte Kommentare und eigenes tiefer Buddeln haben überhaupt erst ein realistisches Bild des Gerätes mit Vor- UND Nachteilen entstehen lassen. Das kann m.E. nun wirklich nicht der Sinn von Testberichten sein, auch wenn sie immer einen subjektive Faktor haben: der muss sich aber in Grenzen halten. Meine eigene Erwartung an dieses Format bei Amazona hat das erst mal auf den Nullpunkt gebracht. Unterhaltsame beliebige Meinungslektüre ohne nachvollziehbare Mindeststandards kann ich ja künftig schmunzelnd lesen, ohne viel darauf zu geben, kein Problem. Man muss sich halt nur gründlicher selbst informieren und von der Illusion generell qualifizierter Testberichte mit Mindeststandards lösen.

    Und nun her mit den redaktionsnahen Daumen runter :-) Und zurück zum Musikmachen…

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    Tyrell  RED 11

    Wir hatten jetzt den Jupiter X einige Tage für ein Fotoshootings in der Redaktion – deshalb nun auch die neue Bebilderung in diesem Test. Und ich für meinen Teil muss TobyB Recht geben, obwohl es klanglich einen deutlichen Unterschied zum Original gibt – der X klingt besser. Ich hatte den Jupiter 8 lange hier für unseren Blue Box Report und war eigentlich enttäuscht. Im Rückblick würde ich jetzt sagen, der X klingt so, wie ich mir den 8er erträumt hatte. Mag sein, dass TobyB ein paar Schwächen in den Minus-Kasten eintragen hätte können, aber mal Hand aufs Herz, welcher Synthesizer am Markt hat den kein Minus. In meinen Augen ist das BB vollkommen zu Recht vergeben worden. Der X ist ein Hammer-Synth mit extrem vielseitigen und überzeugenden Klängen, tollen Synthesen, einzigartigen Live-Tools und alles zu einem guten Preis bei hoher Verarbeitungsqualität.
    An die Kritiker daher die Frage: Wenn nicht der Jupiter X, welches polyphone Digital-Synthesizer-Keyboard (in dieser Sparte wurde das BB vergeben), würdet ihr denn dann als Favorit benennen? Auf Platz 2 sitzt bei uns übrigens der Quantum, gefolgt vom Solaris auf Platz 3.

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      AMAZONA Archiv

      Bin zwar kein Kritiker, würde aber in der Sparte polyphone Digital-Synthesizer eher die danach platzierten wählen oder den Novation Summit. Das große Plus von Digitalsynths ist ja, dass sich da an Synthese mehr anbieten kann als (virtuell analog) subtraktiv. Aber, so what…. würde da auch keine Korinthenkackerei betreiben wollen. Soll sich jeder sein eigenes Bild machen. Klanglich inspirierend ist der Kaugummiautomat alle Male. Bitterer Beigeschmack ist eben das Cloud Geschacher.

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        TobyB  RED

        Das Cloud Dings kannst auch weglassen und hast immer noch einen fetten Synth, Willem. Roland hat die Kiste mit dem FW Update 1.21 von Mai 2020 auch wesentlich zugänglicher gemacht. So ein Test soll niemanden daran hintern sol selber ein Urteil durch anfassen und anspielen zu bilden. Denn das ist die Kunst, herauszufinden was die eigene Musik braucht.

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          Viertelnote  AHU

          ich denke, es ist eher die Erwartung und die Herangehensweise, die solche Tests
          immer etwas aufdröselt, da kann man schwer was machen.
          Wenn ich jetzt einen neuen, kalibrierten und eben fertiggestellten Jupiter 8 vor mir
          stehen hätte und würde den X daneben spielen, rücken die beiden bestimmt
          ziemlich eng zusammen.

          netter Gruß

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      Duplobaustein  

      Nicht böse sein, aber dieser „Test“ liefert praktisch null Informationen, die man nicht auch mit einem Blick auf die Produktseite und das UI erhält. Die ZEN Core Engine ist zu 95% NICHT über die Oberfläche zu bedienen, sondern nur über das Menü am 3cm Display. Das in einem Test nicht anzusprechen ist wirklich ganz schwach und echt unwürdig. Entweder hat man es nicht bemerkt, oder man wollte es nicht ansprechen. Letztlich fällt es auf euch zurück und das kann euch doch nicht egal sein.

      Ich bin kein Basher, hab selbst einen Xm und werde ihn auch behalten. Toller Sound, super Verarbeitung, aber in teilen wirklich furchtbare Bedienung.

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    Synthman  AHU

    Diese Diskussion hier artet völlig aus. Ich verstehe überhaupt nicht, warum sich hier einige an der Roland Cloud hochziehen. Wir sprechen hier von einem unabhängigen Hardware-Synthesizer, der besser klingt als ein Roland Jupiter 8. Und seid versichert, dass ich weiß, wovon ich rede.
    Diese ständige Nörgelei, sobald Roland ein neues Gerät auf den Markt bringt, nervt.

    Und um den Roland Jupiter X zu betreiben braucht es keine Cloud. In meinem Gerät sind „nur“ ca. 4000 Klangprogramme gespeichert. Und wenn ich möchte, das ist der Sinn eines flexibel programmierbaren Synthesizers, erstelle ich mir meine eigenen Klänge.

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      Schneesurfer  

      Danke für den Kommentar. Ich sehe es genauso. Wer keinen Roland kaufen will soll’s sein lassen, statt Kommentare zu posten, wenn er das Gerät nicht mal in seinem Setup ausgiebig getestet hat. Jeder hat andere Ansprüche bezüglich Arbeitsweise und Sounderstellung.
      Danke für den Test.

      Viele Grüße und weiterhin viel Spaß am Musikmachen

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    Doc  

    Hallo Toby,

    intressanter Test…. an deinen Demos erkennt man das dir der Synth zusagt.
    Respekt…sehr gut…Danke

    Beim System 8 sind die Oscis, ENVs etc genau an die Simulationen angepasst.
    Die Hüllkurven schnappen einfach noch kräftiger zu, Filter klingen auch unterschiedlich….etc .. nur als Beispiel.
    Hab n System 1m hier da klingen auch Filter und Resonanz anders, mehr in Richtung SH-Synths. Die 100$ für das PlugIn gespart und einfach nen analogen Oszi reingestöpselt.

    Seit hier die MC-707 steht hat mich das System 8 verlassen. Aufgrund der besseren und vielfältigeren Effekte, zusätzlichen Ein – und Ausgängen, Effekt Send und Returns, sind die Möglichkeiten, bis auf den Direktzugriff, einfach besser.

    8fach Multitimbral ist auch nicht zu verachten. Wobei ich 6 Kanäle für die Drums nutze.
    Pads ..etc kriegter gut hin. Bei Leads, Bässen sind mir Analoge lieber.

    Wenn der FA 06 nicht mein 2. Masterkey wär, hätter mich auch schon verlassen

    In diesem Sinne…..einen schönen Sonntag noch.

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      TobyB  RED

      Hallo Doc,

      ebenfalls Danke. Natürlich gibts zwischen den Plattformen von Roiand Unterschiede und Gemeinsamkeiten. Es spricht ja nichts dagegen das S8 durch eine MC 707 zu ersetzen. Ich hab die MC707 erst einmal hinten angestellt, da ich mit der Kombination Akai Force und Pioneer Squid sehr gut klar komm. Ich werde Ju X, die MC 707 und die neuen Fantoms im Auge behalten. Da ich das Konzept gut finde. Der Jupiter X sagt mir schon zu, dass stimmt. Es ist schon ein Hands On Synth, damit komme ich klar. Bei Leads und Bässen bin ich derzeit eher mit dem Sequential Pro 3 und dem Sequential Pro Rev2 16V unterwegs.

      • Profilbild
        Doc  

        Hallo Toby

        Einen SC Pro Rev2 mit 16 Stimmen als Bass – oder Leadsynth zu nutzen, ist ja schon fast dekadent.. ;-))

  40. Profilbild
    johma

    Hallo Toby

    Laut Anleitung sind im Jupiter X, 2 Lautsprecher verbaut. Es gibt sogar YouTube Hörbeispiele dazu. Ich selbst kann nicht nachvollziehen, weshalb Roland in einem hochwertigen Instrument, Lautsprecher einbaut, die sicherlich nicht seinem Qualitätsstatus entspricht? Wer braucht den sowas? Das erhöht natürlich auch das Gewicht unnötig.

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      Duplobaustein  

      Ich liebe sie am Xm! Nicht nur dass das Gerät vibriert beim Spielen, kann man so auch mit Batterien komplett autonom im Garten sitzen und spielen. Die Qualität ist, abgesehen vom natürlich nicht wirklich vorhandenen Bass, absolut gut und ausreichend für Sound Design und zum Herumspielen.

      Endlich den Gitarristen am Lagerfeuer Konkurrenz machen! :D

  41. Profilbild
    mcmidi

    Wenn wir noch in der DDR leben würden und der einzige Hersteller für elektronische Tasteninstrumente VEB Rolandmusik hätte nach 15 Jahren Wartezeit mal wieder an den Bedürfnissen der für Frieden und Freiheit arbeitenden Klasse vorbei ein neues Instrument herausgebracht, dann würde ich die Kritik hier verstehen.
    Aber wir leben im Kapitalismus und haben die Auswahl über bestimmt 10 Synthesizer-Herstellern aus der ganzen Welt. Und wenn mir der Jupiter X nicht gefällt, dann kaufe ich ihn eben nicht, sondern etwas anderes. Den Jupiter X braucht kein Mensch. Und wenn das viele machen würden, dann wird das die Firma Roland auch irgendwann merken und ggf. umsteuern.

    Aber stattdessen sind wir doch ein bisschen abhängig vom Konsum und hadern damit, wenn unsere Lieblingsfirma nicht das liefert, was wir gerne hätten und kaufen es dann doch zähneknirschend. Weil wir doch lieber neue Gadgets ausprobieren wollen, statt Musik zu machen und hoffen, erst wenn ich mir wieder was gekauft habe, dann wird die Kreativität schon kommen. Und dann bin ich lieber mit dem Einarbeiten in neue Menüstrukturen beschäftigt, was so schön ablenkt vom komponieren. Und siehe da, auch das neue Gerät bringt mich musikalisch nicht weiter. (Ich gebe zu, ich spreche aus eigener Erfahrung)…..

  42. Profilbild
    mcmidi

    ….Und es ist so schön einfach, immer das Neueste zu kaufen, statt abzuwägen, was ich eigentlich brauche. Ich könnte auch meine Arbeitszeit verkürzen, hätte zwar weniger Geld für neue Gadgets, aber auch viel mehr Zeit um Musik zu machen und mich mal in die Menüs meines vorhanden Equipments einzuarbeiten. (Habe ich gemacht.) Aber jetzt sind wir wirklich off topic.

    Und eine Kommentarfunktion ist ja auch dazu da, zu diskutieren über Geräte die gefallen oder nicht gefallen.
    P.S: Ich habe meinen Juno 106 im Jahr 1987 verkauft, weil es hieß, digital ist jetzt in und man braucht nur noch einen Data Entry Regler, wie beim DX7 Ja man lernt mit den Jahren dazu. Und siehe da, jetzt gibt es den MODX7. Wann bringt VW eigentlich den Golf II wieder raus?

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