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Workshop MIDI Chain, Split, Stack, Merge, Processing


Everything you wanted to know about MIDI

Midi Workshop

MIDI Geschichte

Die Geschichte von MIDI ist zwangsläufig, da das Format sozusagen „Industrie-generiert“ ist, auch eine wirtschaftsorientierte Geschichte. MIDI ist keine von unabhängigen Institutionen geschaffene Norm, sondern ein Herstellerstandard. Dies hat für den Anwender zur Folge, dass die Kompatibilitätsdichte wieder in Einzelfällen erheblich eingeschränkt wird.

Hier spielen z.T. wirtschaftlich-taktische Erwägungen der Hersteller eine Rolle und
manche Dinge geschehen hier auch schlicht aus Eitelkeit. Man kann aber sagen:
Subsummierend ist der MIDI-Standard trotz aller Rufe von Kritikern derjenige, der am besten funktioniert, weil er so einfach ist. Die erste  Version der MIDI-Spezifikation
von 1983 ist Ergebnis eines Einigungsprozesses der Hersteller Sequential Circuits und
Roland, ist also eine Absprache von Firmen, von Konkurrenten.

Ein so entstandener Standard muss inhaltlich auch vom Vormachtstreben auf dem Markt geprägt sein. So sind Substandards wie General MIDI (GM, Roland), General Standard (GS, Roland) und Extended General MIDI (XG, Yamaha) Versuche, Kunden zu bewegen, Produkte bestimmter Marken zu kaufen, respektive andere Hersteller zu nötigen, in eine bestimmte Richtung zu arbeiten. Klappt diese Nötigung, kann das dem Kunden sogar zugute kommen. Im Falle General MIDI, das sich bei Soundmodulen sehr vieler Hersteller als Kompatibilitätsfeature findet, ist es sogar so, dass viele MIDI-Anwender mit Produkten, die nicht GM-kompatibel sind, nichts anfangen können (Alleinunterhalter, Keyboarder). Markttechnisch sinnvoll erschien das Schaffen einer universellen Schnittstelle mit der
Verbreitung von Synthesizern in der populären Musik.

Dies ist in etwa anzusiedeln mit der Entwicklung des Minimoogs (Typ A) im Jahre 1968,
Prototyp; Typ D im Jahre 1970, Serienmodell, gebaut bis 1980; Typ E gilt als erster stimmstabiler Minimoog). Dieses Instrument ist noch als Minimoog F mit serienmäßiger MIDI-Schnittstelle und RAM- und ROM-Speicher ausgestattet im Jahr 1996 angeboten worden. Er dient in Teilen immer noch als Vorbild für Software-Synthies wie Access Virus oder Clavia Nord Lead. Künstler wie Klaus Doldinger sind Minimoog-User; Produzenten von elektronischer Tanz- und sonstiger elektronischer Musik verwenden ihn heutzutage noch gern. Der kleine Minimoog-Exkurs ist wegen der schon zäh zu nennenden Langlebigkeit des Instruments sinnvoll, hat es doch von seinen Erbauern mehr als eine Steuerschnittstelle verpasst bekommen, unter anderem Gate/CV und eben auch MIDI.

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    gaffer AHU

    Als ich anfing Equipment zu verkaufen, 1987, benutzten wir vier Systeme: Amiga, Apple, Atari, und PCs. Die einzige Schnittstelle, die bei allen Systemen problemlos mit allen Daten austauschte war MIDI. Konnte zwar nur Musik und Sounddaten, aber das lief reibungslos. Es gab zwar noch Insellösungen über andere serielle Schnittstellen, aber mit viel höherem Frustpotential. Und nie alle.

    MIDI ist grossartig, hat dieses Jahr 35. Geburtstag und es gilt immer noch 1.0

    Ach so, Toby: viel Stoff, fleissig, fleissig, gut!

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      TobyB RED

      Hallo Gaffer,

      Danke :-) Ich werde aber den Teil mit den Betriebssystemen noch mal aufgreifen. Und mir praktische Lösungsansätze überlegen. Insbesondere unter Win7 / Win 10 geht noch einiges. Apple ist mit MacOS schon gut dabei. Und Linux auch auch schon im Zielbereich. MIDI hat ja grade weil es simpel, einfach und dennoch komplex ist, seine Berechtigung nicht verloren.

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        gaffer AHU

        Kleine Bemerkung am Rande: nach der Vorstellung des Standards hat sich vor allem eine Firma mächtig ins Zeug gelegt: Jellinghaus, ein Musikhaus in DO. Die haben praktisch sofort Software und MIDI Interfaces angeboten und zwar für C64 und Sinclair Spectrum. Ausserdem extrem ambitionierte Projekte wie einen HardwareController für DX 7, ein Ding so gross wie ein 24 Kanal Mischer.

        Wenn ich mich nicht irre (habe recherchiert, aber nix genaues gefunden) haben in diesem Umfeld Gerhard Lengeling und Karl Steinberg gearbeitet, aus denen immerhin die Köpfe zweier weltweit führender Sequenzerhersteller wurden.

        Interessant auch die heute vergessenen Ansätze wie die MSX Computer, einer Vereinigung hauptsächlich japanischer Hersteller unter anderem Yamaha. Deren CX5 (nach dem Sinclair ;) hatte ich voller Hoffnung auf weitere Entwicklungen gekauft. Er hatte MIDI eingebaut (war damit der erste, nicht wie immer gesagt der Atari ST) mit einem Soundmodul an Bord, etwa einem FB-01.

        Ich fände ein Feature über die Programmierung von MIDI in der DAW sinnvoll, da gibt es vor allem bei jüngeren Musikern z.T. erhebliche Lücken, dabei ist das Protokoll einfach aufgebaut und mächtig in den Möglichkeiten der Beeinflussung

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          TobyB RED

          Hallo Gaffer,

          Jellinghaus war zu der Zeit schon weit vorne. Ich denke du hast recht mit Lengeling und Steinberg. Beide sind und waren Vorreiter.

          Den DAW Workshop, sprich Konfiguration, Customize und Programmierung hab ich auf dem Zettel. Cockos Reaper, Logic/Mainstage schreien ja grade danach. Und da kann man vieles mit MIDI machen.

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    tantris ••

    Der Vollständigkeit halber sollte erwähnt werden, dass als erster Dave Smith von Sequential Circuits im Jahr 1981 die Idee eines „Universal Synthesizer Interface (USI)“ hatte.

    In Zusammenarbeit mit Ikutaro Kakehashi von Roland wurde dann 1983 daraus das „Musical Instrument Digital Interface (MIDI)“, was im gleichen Jahr auf der NAMM vorgestellt wurde.

    Im Jahr 2012 wurden die beiden dafür in Hollywood mit dem „technischen Oscar“ ausgezeichnet.

    https://www.amazona.de/news-dave-smith-und-ikutaro-kakehashi-erhalten-technik-grammy/

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      TobyB RED

      Hallo Tantris,

      vielen Dank :-) Das wusste ich nicht. Und hab auch nicht danach recherchiert. Aber beide haben sich den OSCAR verdient!

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        tantris ••

        Macht ja nichts, man kann nicht an alles denken. Ich halte es für interessant, dass der eigentliche MIDI-Erfinder Dave Smith war. Heutige Firmen – gerade wie Apple – sollten sich davon eine Scheibe abschneiden, denn die machen genau das Gegenteil, indem sie sich von der Konkurrenz abschotten.

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          pppch

          Entwickelt wurde MIDI von Dave Smith in Kooperation mit Ikutaro Kakehashi von der Roland Corporation, wofür beide im Jahr 2012 mit dem technischen Grammy ausgezeichnet wurden

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          TobyB RED

          Hallo Tantris,

          wobei Apple sich bei der MIDI Implentierung erstaunlich offen zeigt. Es ist alles dokumentiert und hält sich an die weitgehend BSD Unix Vorgaben. http://apple.co/2mIPfmp , inklusive Codepattern. Zum anderen sind die Entwicklungsumgebungen von Apple erstmal kostenlos. Und recht simpel. Ich programmiere zwar nicht im Musikumfeld, würde mich da aber schnell zurecht finden. Apple kommuniziert das vieles Open Source ist nur nicht richtig. Deshalb würde ich nicht sagen, das Apple verschlossen ist.

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        DietmarB ••

        Noch eine Ergänzung: Wäre es nach Dave Smith gegangen, hätte MIDI heute weder den Optokoppler zur galvanischen Trennung noch Velocity. Auf den Optokoppler bestand damals Paul deRocco von Arp (Chroma und Polaris Entwickler), Velocity hat Philipp Dodds (ebenfalls Arp, leider verstorben), gegen Dave Smith durchgesetzt, der ihn vorwarf, er wolle nur den Chroma promoten, der damals schon Velocity konnte.

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      polyaural ••••

      Absolut, es ist zuweilen ordentlich anstrengend sich durch die Seiten zu klicken. Manche Zeitungen bieten einen „Auf einer Seite lesen“-Knopf an. Da gebe ich Dir vollkommen Recht, Chick Sangria.
      .
      Auf der anderen Seite ist das ein langer Artikel. Die einzelnen Seiten sind genau so lang wie bei den anderen Artikeln. Wenn nicht gar länger. Es hätten also noch mehr Seiten sein können.
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      Den Hauptgrund für die Stückelung der Amazona-Artikel in einzelne Häppchen ist sicherlich in der Werbung im Umfeld des Artikels zu suchen. Und Werbung ist, soweit mir bekannt, die einzige Einnahmequelle für Amazona. Mit dieser Info im Hinterkopf wird mir die Klickerei dann doch erträglicher. Und wenn es mir zu bunt mit der Stückelung wird erinnere ich mich sehr oft das ich hier wegen der Qualität der Artikel bin. Es gibt im deutschsprachigen Bereich nur wenige Anbieter, die überwiegend gut sind. Aber, bei allem Respekt, nicht so gut wie Amazona.
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      Man könnte ja mal ausprobieren ob ein „Auf einer Seite lesen“-Knopf akzeptieret wird, wenn er 49 Cent vom Konto abbucht, und zusätzlich ein PDF des Artikels zum Download enthält. Und das ist ein ernsthafter Vorschlag.
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      Was ich aber schön fände wäre ein Player in einem unabhängigen Fenster, der die Klangbeispiele weiter abspielt, auch wenn man gerade eine Seite weiter gehuscht ist … :-)

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      TobyB RED

      Hallo Chick,

      Den MIDI Kurs in 14 Happen zu servieren, war meine Idee. MacUser sehen halt gerne alles auf einer Seite. ;-) Die Idee dahinter ist und war, das der Anfänger möglichst alles im Überlick haben und nachvollziehen können. Ich persönlich hab kein Problem mit klicken, ich nehme dieses so auch nicht war, entweder wische und tippe. Oder tippe nur.

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        Chick Sangria ••••

        Naja, ob 9 oder 14 Seiten, ist jetzt auch kein großer Unterschied. Sind es wirklich die Klickzahlen, oder nicht eher die Verweildauer und die Unique Views, die Werbeeinnahmen generieren?

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    polyaural ••••

    MIDI ist meiner Kenntnis nach der letzte Standard, der zwischen Industrieunternehmen vereinbart wurde, und der der Integration dient, und nicht der Ausgrenzung. Und das ist, von der robusten Entwicklung des Standards mal abgesehen, ein nahezu unglaublicher Fakt. Ansonsten formulieren Unternehmen Standards aneinander vorbei um die Vorteile einzuheimsen. Oder sie versuchen es zumindest, und verbrennen auf diese Weise Unmengen an Geld.
    .
    Was ich aber nie verstehen werde ist die Entscheidung für das DIN-Kabel. Und wenn schon so ein wackeliges Ding, warum dann nicht alle Kontakte nutzen, und MIDI-In und MIDI-Out in einem Kabel transportieren?
    .
    Ich hätte ja ein verriegelbares MINI-XLR verwendet. Aber weder Dave noch Ikutaro kannten damals meine Telefonnummer. Anders kann ich mir das gar nicht vorstellen …

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    Son of MooG AHU

    Die einfachste Variante für Stacks/Layer ist, beide Klangerzeuger auf dem gleichen Kanal anzusteuern, dazu braucht man keine „Dual-Funktion“. Und die „MIDI-Boxen“ des A-500 (Seite 5) sind wohl eher Buchsen, oder?

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      TobyB RED

      Hallo SoM,

      es waren Buchsen gemeint. Danke Dir! Beide auf dem gleichen Kanal ansteuern ginge natürlich auch. Aber Dennoch ist „Dual“ nicht unwichtig. In der Regel hat man sein Setup sortiert, MIDI Kanal 1 Drums, 2 Bass, 3 Leads, 4 Pads usw. Da bist du mit „auf einem Kanal ansteuern“ unflexibel. Und brauchst wieder „Boxen“ …

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        Son of MooG AHU

        In der Tat, aber ich erwähnte ja „einfachste Variante“. Einen Merger verwende ich, um meinem MFB-STEP64 sowohl eine Master-Clock vom RhythmWolf als auch Noten vom Masterkeyboard zum Transponieren seiner Sequencen zu senden. Sowohl Clock- als auch Note-Events werden ohne Verzögerung „gemischt“

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    costello RED

    Klasse Toby! Ich finde es super, dass Du das Thema Midi nochmal systematisch aufgearbeitet hast. Ich bewege mich in diesem Feld meist nach dem try and error-Prinzip. Und Du schreibst ja selbst: eine gute Buchführung darüber, was funktioniert und was nicht, ist schon die halbe Midi-Miete ;-)

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      TobyB RED

      Hallo Costello,

      Danke. In der Tat, Stift und Zettel zum visualisieren dessen was man plant, macht den Reifen rund. Und natürlich ist es hilfreich, wenn die Hersteller sauber dokumentieren. Jedenfalls hab ich die Erfahrung gemacht als ich meine Asbach Win XP Synth Editoren erstmal in eine Virtuelle Maschine und später dann in CTRLR und Mainstage/ Logic gehievt hab. Auschlaggebend dafür war schlicht die bessere Dokumentation von Apple. Die Dokumentation des W10 Gegenüber hab ich noch immer nicht so ganz begriffen, weder Struktur und Inhalt.

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    AQ AHU

    Sehr guter Beitrag, danke Tobi.
    Ein klein wenig trauere ich immer noch meinem damaligen Atari 1040ST nach. Meines Wissens bis Heute der einzige Computer mit serienmässiger MIDI Schnittstelle. Das war 1985 einfach genial.

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      dilux AHU

      fast, es gab noch den yamaha cx5m der neben midi in/out auch noch einen 4op fm-synthesizer mit an board hatte.
      aber atari st und cubase 2.0 waren auch mein einstieg in die midi-welt, zusammen mit einem roland sc-55.

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        AQ AHU

        Der Yamaha cx5m ist mir nie begegnet. Danke für die Info. Irgendwie Schade, dass es ATARI nicht in die Zukunft geschafft hat. Da wäre noch viel drin gewesen. 1985 sind wir fast vom Hocker gefallen als aus dem ATARI Laufsprecher eine 8-bit Version von Stevie Wonder’s „Sir Ducke“ plärrte ;-)

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      TobyB RED

      Hallo AQ,

      historisch vom Massenmarkt aus betrachtet richtig, ATARI hatte da die Nase vorn. Aber Yamaha, NED, PPG Waveterm waren früher als ATARI. Wenn auch preislich in anderen Regionen angesiedelt. Wobei die Geschichte hier viel früher beginnt. Aber alle beinhalteten aber das komplette EVA Prinzip was einen Computer ausmacht. Mein erster Musikrechner steht immer noch hier Power Mac 9400 schon mit PCI und einem 604e und sagenhaften 350 Mhz. Hat zwar schon das zweite Netzteil und die dritte Festplatte läuft aber immer noch. Ist ab und an immer noch im Einsatz.

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    Despistado ••

    Ja, das Thema Multiclient hatten wir ja schon.
    Schön wenn es das Betriebssystem kann, aber in erster Linie ist da auch der Hersteller gefragt, passende Treiber zur Verfügung zu stellen. Dann kann man sich die virtuelle Verkabelung mit Zusatzsoftware auch sparen.
    Aber das hatten wir ja alles schon mal besprochen…;)

    Es gab einen Minimoog Model F mit serienmäßig Midi der sogar bis 1996 verkauft wurde?
    Ich hab versucht dazu etwas zu finden, konnte aber nichts in Erfahrung bringen.
    Hast du da irgendwelche Links oder so?

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      TobyB RED

      Hallo Despistado,

      ich habs immer noch nicht mit Treibern und Anflaschen :) Zusatzsoftware ist manchmal nützlich. Apple machts einem Nicht-MacOS Experten nicht einfach, mal einen MIDI Loopback zu bauen. Oder von iOS zu MacOS zu kommen. Das geht einfacher.

      Den Link muss ich dir suchen, folgt.

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    PeterLustich

    War es das mit den Midi-Workshops? Interessieren würden mich noch andere Themen zu Midi, beispielsweise SysEx.
    Früher habe ich mich mit, sagen wir, DAWs beschäftigt, die nicht für den Profibereich gedacht sind, bis mir die Limitierungen, gerade was Midi angeht, zu viel wurden.
    Inzwischen habe ich Cubase, bisher habe ich mich aber vor „advanced Midi“ gedrückt, also seine eigenen Midi-Steuergeräte zu erstellen und auch SysEx-Befehle etc. So richtig einarbeiten konnte ich mich nie, anscheinend ist diese Art der Midi-Einbindung nicht mehr so geläufig?
    Klar, im Handbuch steht zwar, wie es geht. Aber als Workshop könnte ich mir das Ganze bestimmt vernünftig erarbeiten…

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      TobyB RED

      Hallo Peter,

      Über SysEx kann man dicke Bücher schreiben, Der Gag bei SysEx ist, das die Hersteller ihr eigenes Nachrichtenformat stricken können.ES haben sich zwar Standards herausgebildet. Aber Prinzipiell sind wir wieder beim zweiten Satz. SysEx ist immernoch gebräuchlich, mit MIDI CCs kannst du ja nicht alles machen. Start/Stop/Transportkontrolle Steuerung deiner DAW mittels entfernter Schalter ginge ohne SysEx nicht. Ich mache mir mal Gedanken, wie das Thema umgesetzt werden kann.

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        DietmarB ••

        Falls Du da Hilfe brauchst, kann ich Dir gerne unter die Arme greifen, hab etliches für Sounddiver gemacht und daher reichlich Erfahrung mit MIDI Sysex. Wollte darüber auch schonmal was schreiben, da sollte man sich vielleicht zusammentun.

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          TobyB RED

          Moin Dietmar,

          guter Punkt. Ich schleif mir das grade für Logic X die MIDI und Scripter drauf. CTRLR auch. Das Problem ist weniger die Struktur und das Programmieren als z.B die unterschiedlichen SysEx Nachrichten und deren Inhalte. Es gibt zwar z.b. von Geert Bevin den Midi Monitor als Software. Aber für etliche Asbach Synths gibts kaum Dokus zur Firmware. Dann ist man wieder bei Try and Error.

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      Despistado ••

      Sysex steht für „system exclusive“, es handelt sich also um Steuerdaten die exklusiv vom Hersteller eines Geräts für eben dieses Geräts geschaffen wurden.
      Deswegen gibt’s da auch nur wenig Verallgemeinerungen.

      Cubase ist in Punkto Editoren für Midi Instrumente (device panels, früher auch bekannt als Mixermaps) generell eher nicht so toll, da es zwar welche gibt und man auch selbst welche erstellen kann, aber die funktionieren immer nur in eine Richtung, soll heißen, nur von Cubase zum Gerät, nicht aber vom Gerät zurück zu Cubase.
      Die Daten zu synchronisieren ist somit zumindest auf diese Weise nicht möglich.
      Sysex hin oder her.

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        PeterLustich

        Ich habe schon unzählige Anläufe unternommen, ein Midi „Bedienfeld“ mit dem Editor zu erstellen. Dass das keinen Spass machen würde, war mir zwar klar. Bisher war es für mich eher eine Qual und ich kam noch nichtmal dazu, ein Bedienfeld weiter zu erstellen anstatt es wieder einzustampfen.
        Ausserdem hatte ich (in meiner Naivität) geglaubt, für die gängigen Synthesizer, die ich besitze, werde es schon jede Menge XML Dateien zum Importieren geben. Aber leider ist dem nicht so. (wie in der Anleitung steht, ist es umständlich, die Midi Kanäle im Nachhinein zu ändern, vielleicht ist das der Grund?)
        Jedenfalls hätte ich nicht gedacht, dass ein so altes und eigentlich simples System wie MIDI von einer vollwertigen DAW nicht vollständig unterstützt wird. SysEX als Einbahnstrasse? Ein Unding!
        Immerhin ein Grund, nochmal über LOGIC nachzudenken. Die MacPros sind mir einfach zu teuer…
        Wenn Logic das auch nicht kann, spring ich ausm Fenster ;)

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          Despistado ••

          Wie gesagt, die Bedienoberflächen für Midi waren leider nie vollständig durchdacht. Selbst wenn man den tollsten Editor mühsamst erstellt und alles funktioniert, ist es immer noch nur eine Einbahnstraße, da der Editor vom Gerät nichts empfangen kann, nur zum Gerät senden.
          WENN du dich mit Sysex beschäftigen willst und einen Editor basteln willst, dann sieh dich lieber anderweitig um.
          Z.B. mit controlr lassen sich Editoren basteln die in Cubase dann als VSTi verwendet werden können.
          Da musst du dann aber gleich zwei Hürden nehmen, einerseits Sysex, andererseits ctrlr selbst, was es in verschiedenen Versionen gibt und die panels funktionieren auch mit verschiedenen Versionen.
          ABER es geht, ich hab da ein panel für einen Roland MKS-50 gefunden, den ich nun innerhalb von Cubase bedienen kann.
          http://ctrlr.org/panels/

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          DietmarB ••

          MIDI Sysex ist ein Kapitel für sich, und wenn man sich damit beschäftigen will, sollte man vor Hex- und Binärzahlen keine Angst haben. Hinzu kommt, daß man da den Herstellern ZU freie Hand gelassen hat, was zu einer Vielzahl an Übertragungsformaten fürhrte, um zB 8 Speicherbits in 7 Sendebits zu überführen. Als 16Bit Prozessoren in die Instrumente einzogen, kamen noch die Nibble-Formate hinzu, je nachdem ob da ein Intel oder Motorola-Prozessor drinsaß auch mit unterschiedlicher Reihenfolge. Wer sich das im Detail anschauen will, dem sei als Lektüre das Sounddiver Programming Manual empfohlen, welches man auf deepsonic.ch runterladen kann.

          • Profilbild
            PeterLustich

            Das Sounddiver Dokument ist wirklich interessant, ich werde es mir mal demnächst zu Genüge führen und dann sehe ich ja, ob ich mit SysEx arbeiten will bzw. ob es sich denn lohnt.
            Mit dem ctrlr habe ich auch schon mal gearbeitet. Ich besitze nämlich den Virus Ti 2. Das VST-Gerät dazu arbeitet auch wie es soll. Leider war das Gerät nicht mehr in Sync, wenn ich den Audio-Eingang (analog oder spdif ist egal) benutzte und nach unzähligen Stunden der recherche fand ich heraus, dass sich der Audio-Eingang nicht verwenden lässt, wenn man mit VST arbeitet, sondern nur per Midi. Und auf die Bedienung per Software wollte ich nicht verzichten, es wurde also ctrlr empfohlen. Das hat auch geklappt.
            Mal ehrlich: ist das so abwegig, den Virus gleichzeitig als Effektgerät für externe Signale und als Klangerzeuger an sich verwenden zu wollen? Nichtmal analog?

  10. Profilbild
    lightman ••••

    Ich arbeite immer noch mit Notator SL 3.21 auf Atari ST-e mit 4MB RAM und einem Yamaha CX5MII/128 (die upgedatete Version) als Soundquelle (plus ca. 20 weitere Hardware MIDI- und CV-Geräte). Notator ist meines Erachtens immer noch relevant, zumindest für mich alten Low Fi-Heini. Macht Spaß, hat geile Funktionen und tightes Timing.
    .
    MIDI verwenden wir in meinem Job (ich arbeite in der Feuerwerksbranche) übrigens auch in manchen Zündanlagen zur musiksynchronen Zündung verschiedener Großfeuerwerkskörper bei Veranstaltungen. Ich glaube, ich muß irgendwann mal meinen Atari nebst Masterkeyboard auf den Abbrennplatz schleppen, dann kann ich endlich das Feuerwerk mit der Klaviatur „spielen“!^^

  11. Profilbild
    Coin AHU

    Bin leider mit Midi nie zurecht gekommen.
    Hatte mal einen Evolution UC-33 Controller,
    bei dem ich 3 – 4 Poties belegt hatte
    und dann nicht mehr wusste was wo belegt wurde
    und überhaupt, ob.
    Dann, sobald ich ein anderes Instrument ausgewählt hatte,
    war sowieso alles übern Haufen… (Ableton)
    Bei den Fadern war es einfacher, die waren für den Mixer.
    Displays könnten soo hilfreich sein.
    Ich hab jedenfalls irgendwann alle Hardwaregeräte abgeschafft
    und realisiere seitdem nur mit Software und Midikeyboard
    (Swissonic EasyKey 49) erfolgreich meine Projekte.

  12. Profilbild
    DietmarB ••

    Hallo Toby,
    Ich muß dann doch mal meckern, sorry: Du erwähnst zwar irgendwo eine MIDI Patchbay, gehst aber dann gleich zu Merger und Thrubox über, ohne drauf hinzuweisen, daß eine MIDI Patchbay beides in Einem ist und noch weitere Vorteile bietet. Ok, das läßt dann vielleicht Platz für einen eigenen Artikel über diese Geräte :)
    Meine zweite Kritik bezieht sich auf die Geräte von MIDI Solutions. Diese würde ich wirklich nicht empfehlen, da sie sich ihre Spannung aus MIDI holen, was laut MIDI Hardware Spec verboten ist, zudem funktioniert das heutzutage, wo in der Ausgangsstufe der MIDI Schnittstelle nicht mehr die dicken Treiberchips wie in den 80ern sitzen, nicht bei allen Geräten.

    • Profilbild
      TobyB RED

      Hallo Dietmar,

      Wo du Recht hast. Der Punkt ist das es diese Art von nützlicher Hardware mit Netzteilen nicht um die Ecke gibt. Leider! Das Thema MIDI Patchbay und vor allem MIDI Processing ist wirklich noch mal ein kompletter Workshop. Ich muss mir da erstmal einen Überblick verschaffen.

      • Profilbild
        DietmarB ••

        Bevor Du Dir da graue Haare wachsen läßt sollten wir uns da mal zusammensetzen, denn was MIDI Patchbays angeht, habe ich da einen ganz guten Überblick und selbst schon einen entsprechenden Artikel auf sequencer.de geschrieben, dem Weitere folgen sollen, evtl. auch hier, das wäre aber noch zu klären. Kann man sich ja aufteilen :)

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          PeterLustich

          Wir reden hier sicherlich von stand-alone-Patchbays, oder? Gibt es denn da halbwegs aktuelle Modelle oder ist das eine längst ausgestorbene Spezies?
          Ich habe auch gerne mal ohne DAW gearbeitet, hauptsächlich zum Jammen. Und mit dem iConnectivity mio10 (oder auch kleinere Version) ist endlich ein Midi-Interface erschienen, welches umfangreiche Routing-Optionen bietet. Warum hat das so lange gedauert? Wenn man ein Interface für Midi braucht, hat man wohl auch entsprechende Geräte, und auch mit DAW hatte ich schon oft Situationen, in denen ich Routing gebraucht hätte…
          Thema Midi und Stromversorgung: ist es eher die Ausnahme, wenn ein neueres Gerät nicht damit funktioniert oder ist es eher die Regel? Hatte ja auch mal mit dem Gedanken gespielt, mir so eine Box zuzulegen, habe aber bisher nichts in Richtung Stromversorgung gehört…
          P.S.: jedes USB-Verlängerungskabel verstösst schon gegen die USB-Spezifikation, selbst wenn die 3 bzw. 5 Meter Maximallänge nicht überschritten werden! ;)

          • Profilbild
            DietmarB ••

            MIDI Patchbays sind immer standalone, alles Anderes sind Interfaces, auch die MIOs von iConnectivity. Diese haben aber leider nur einen Speicher, also kein Ersatz für eine gebrauchte MIDITemp, die damals sehr teuer waren, heute aber günstig zu haben sind, allerdings muß man die erstmal aufarbeiten (was ich öfter mache), dann laufen die auch wieder 20 Jahre. Aktuelle Modelle gibt es keine. Wurden alle eingestellt, als alles auf Software umstieg, und nicht mehr neu aufgelegt, leider. Ich werde diese MIDITemps noch ausführlich vorstellen, vielleicht sogar hier, wenn ich denn Peter mal zu fassen bekomme :)
            Das mit dem nicht funktionieren bei Power über MIDI ist bei neueren Geräten die Regel und ab davon nicht zulässig. Der Ausgang eines MIDI Gerätes ist dafür vorgesehen, nur die LED im Optokoppler am Eingang des verbundenen Gerätes zu treiben, alles Andere ist Glückssache.
            Inzwischen gibts sogar so Dinger wie diese runde Thrubox, Hersteller vergessen, die den Optokoppler im Eingang weglassen, sowas würde ich ja nichtmal geschenkt haben wollen, siehe Nebengeräuschproblematik bei USB.

            • Profilbild
              PeterLustich

              Also, ich habe oft von der Miditemp pmm88(e) gelesen. Leider finde ich zur Zeit keine gebrauchten Modelle, dafür aber einige mp88.
              Habe ich das richtig verstanden? Pmm88 ist ein Patchbay und die mp88 ebenfalls, aber mit mehr Features? Sequencer etc.

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