Album Release: Kurt Ader – PRIORITY

27. Januar 2018

Musik mit Prioritäten: No VSTi

Mit diesem neuen Format ALBUM-RELEASE wollen wir eine Serie starten, bei der wir eure eigenen Musikalben promoten und ihr die Gelegenheit habt, euch und eure Produktion vorzustellen. Wer sich in dieser Reihe demnächst selbst wiederfinden möchte, der schreibt einfach an die Redaktion und schickt uns eine Kostprobe bzw. einen Link zu seinem Album mit.

Den Anfang macht unser guter Freund KURT ADER, der nicht nur für die NAMM SHOW unser „rasender Reporter“ vor Ort ist, sondern vor allem auch durch seine Pionierarbeit in Sachen Korg Librarys bekannt geworden ist. Vor allem seine KORG OASYS und KORG KRONOS Librarys genießen einen hervorragenden Ruf und wurden auf AMAZONA.de auch schon mehrmals vorgestellt und getestet.

Soeben hat sich Kurt mal wieder in sein extrem gut ausgestattetes Studio begeben. Diesmal aber nicht, um eine Library zu erstellen, sondern um sich nach langer Pause wieder einmal einem eigenen Musikalbum zu widmen. Dabei galt für ihn vor allem eine Prämisse: NO VSTis.

Peter:
Hallo Kurt, dein wievieltes Album ist das?

Kurt:
In der Vergangenheit hatte ich zwar schon mehrere Veröffentlichungen von verschiedenen Projekten und Bands, aber das ist schon ziemlich lange her. Jetzt war es wirklich mal an der Zeit für mein erstes Solo Album „PRIORITY“, auf das ich wirklich sehr stolz bin.

Peter:
Bist du bei einem Label oder vermarktest du das Album im Eigenvertrieb?

Kurt:
PRIORITY wurde auf Viktoriapark Records veröffentlicht. Das ist das Label von meinem Freund Johannes Schmoelling (Loom & ex Tangerine Dream)

Peter:
Lässt sich damit auch Geld verdienen oder ist das eher Liebhaberei

Kurt:
Meine Intension war es, meine eigene Musik mit meinen eigenen Sounds zu schaffen. Ob sich damit Geld verdienen lässt, weiß ich noch nicht, aber das ist mir auch ziemlich egal.

Peter:
Erzähl mal etwas zur Produktion.

Kurt:
Die Produktion von PRIORITY hat knappe 5 Monate gedauert. Es hat einen riesigen Spaß gemacht, endlich meine Sounds so einzusetzen, wie ich sie empfinde! Mein langjähriger Freund und Co-Produzent Ralf Henrich aka RaHen hat mir bei dem Album geholfen.

Er ist wesentlich fitter als ich im Umgang mit Logic und kann es im Schlaf bedienen! Durch meinen Job als Sound-Designer kam ich nicht mehr dazu, mich um Sequencer-Software zu kümmern, deshalb fiel meine Wahl auf Ralf. Die ganzen Keyboards habe ich allerdings alleine gespielt. Dafür ist es ja auch „mein“ Solo Album.

Peter:
Du bist ja durch deine Korg Libarary so etwas wie ein Korg Heavy-User. Ich nehme an, dass vor allem Kronos und Co zum Einsatz kamen, oder?

Kurt:
Natürlich ist der KRONOS in jedem Track zu hören, aber auch jede Menge andere Synthesizer aus meinem Studio. Hier eine Auflistung der Instrumente, die bei meinem Album zum Einsatz kamen…

  • KORG: KRONOS, Radias, Wavedrum Custom
  • ARP: Odyssey
  • Roland: MKS-80, V-Synth XT, JD-990, JP-8080, SVC-350, Dimension D
  • Oberheim: OB-MX
  • Cybersound: Custom Modular
  • Waldorf: Microwave 1
  • Wersi: OX-7
  • Yamaha: VP-1, VL-1, FS-1R
  • EMU: SP-1200, Vintage Keys +
  • Studio Electronics: SE-1X Awave
  • MOOG: Model D, Voyager, Sub Phatty, Mother 32, Taurus 1

Und worauf ich besonderen Wert gelegt habe: no acoustic instruments and no VSTi.

Moog Fan Kurt

Peter:
Der Yamaha VP-1 ist auch darunter. Ein extrem seltener Synthesizer.

Kurt:
Ja klar… Der VP-1 spielt bei 2 Tracks auf meinem Album eine nicht unwesentliche Rolle.

Peter:
Wie bist du denn an dieses Exemplar gekommen? Soweit ich weiß, wurden davon nur 9 Stück gebaut.

Kurt:
Der Kontakt kam über meinen Partner von KApro, Peter Jung zustande. Peter hat noch immer einen sehr guten Draht zu Yamaha und rief dort an, ob sie uns den VP-1 ausleihen könnten. Wir hatten den Yamaha VP-1 über ein Jahr in unseren Studios und haben alles, was das Flaggschiff zu bieten hatte, abgesampelt. Natürlich haben wir aus dieser Sample Session auch eine sehr umfassende Library für den Montage kreiert.

Kurt Ader, Peter Jung und der VP-1

Peter:
Logisch! Übrigens tolles Cover, wer hat das gemacht und wer hatte die Idee dazu?

Kurt:
Danke, danke … Das Cover stammt aus der Feder von meinem Bruder Roger W. Ader, der ein eigenes Grafikstudio betreibt. Die Idee mit den Händen vor dem Gesicht ist von mir. Mein Bruder hat dies nur fein säuberlich ausgearbeitet. Natürlich auch die Anordnung und die grafische Gestaltung stammen von Roger.

Peter:
Und hier eine Frage, die wir bei diesem Format künftig jedem Interviewpartner stellen werden: Wenn du nochmals am Anfang stehen würdest und kein einziges Tool hättest, aber 3.000 Euro Cash. Wie würde dein Setup aussehen? Also wirklich inklusive Boxen, Mikro, Rechner, Synths etc.

Kurt:
Das ist sehr schwierig für mich zu beantworten … Bei mir müsstest du das Budget schon noch etwas erhöhen. Ich bräuchte auf jeden Fall einen leistungsfähigen Rechner (am liebsten MAC) und mindestens einen KRONOS ;-)

Peter:
Schade, wir haben uns ja erhofft, hier interessante, vergleichbare Werte zu bekommen. Trotzdem vielen lieben Dank für das Interview und weiterhin viel Kreativität und viele weitere Releases.

Kurt:
Ich habe zu danken.

Und gleich noch ein Nachtrag von unserer Seite. Wir haben das Interview mit Kurt zum Anlass genommen, um einen GREEN BOX Report zum Yamaha VP-1 zu erstellen. Wem dieser seltene Synthesizer also bisher kein begriff war – wir sind dran und melden uns dazu in  den nächsten zwei Wochen.

Hier ein kleiner Vorgeschmack auf das Album:

Forum
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    Coin  AHU

    Danke für das Interview.
    Ich fühle mich aber als „Only VST Musiker“ schon etwas diskriminiert.
    Kurt reichen keine 3000 Euro zum Start einer Karriere?
    Das ist anmaßend und überheblich!
    Natürlich kann man mit VST´s gute Musik machen.
    Das haben schon viele Musiker bewiesen.
    Sympathisch geht anders.

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      medusaland

      Sorry aber ich wollte niemanden auf den Schlips treten! Natürlich lässt sich auch mit einem Budget von 3.000,-€ sehr gute Musik machen… Ganz klar, gibt es auch tolle PlugIns aber dennoch viel meine Entscheidung.., bei meinem Album auf Hardware. Das sollte auf keinen Fall für irgend jemanden abwertend klingen!
      Gruß,
      Kurt Ader

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        swellkoerper  AHU 1

        Kein Grund, sich zu entschuldigen, Kurt! Dein Weg Musik zu machen, ist ganz allein deine Sache, anmassend war hier nur der erste Kommentar. Ich finde dein Projekt, das Interview und das neue Amazona-Format übrigens sehr gelungen.

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        Marko Ettlich  RED

        Das wäre ja noch schöner, wenn man sich schon dafür entschuldigen muss was man benutzt. Außerdem ist das hier ein Gearforum. Hier klingt überhaupt nichts anmaßend und in deinem Projekt steckt Herzblut. Das liest man heraus und das ist entscheidend. Jeder holt seine Inspiration woanders her, das kann aus den Geräten selbst oder einfach aus dem Leben sein. Mach weiter so Kurt.

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      musicjunk

      Finde es okay wenn man sich so eine Vorgabe setzt solange was bei rum kommt.Nur brauch sich hier kein vst nutzer dewegen herabgesetzt fühlen^^. Ich glaube so war das vom Künstler auch nicht beabsichtigt.Und wenn doch….ich nutze auch sehr viel Vsts anno 2018. Was allerdings auch an der unglaublich guten Qualli vieler vsts liegt. Und wenn man gute Hardware zum zum Spielen der Software hat dann fühlt es sich nicht nur wie ein echtes Instrument an sondern es ist faktisch eins. Viele ältere Musiker oder aussenstehende die Musikhörer und keine Musikschaffende sind haben ein veraltetes PC-Musiker bild oder auch eine überholte Definition von „Handgemachter Musik“. Die Möglichkeiten die sich durch plugins bieten sind enorm. Nicht nur was die Instrumente angeht sondern auch effect plugins, mastering und mixing tools die oftmals der hardware Quallitativ in nichts mehr nachstehen sondern eher Vorteile bringen.

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        mort76  

        …das witzige daran ist ja: der Kronos ist ja eigentlich eher ein Computer mit Tastatur und Bedienelementen…ob man sich gerade DAMIT jetzt von VSTis distanzieren kann…hm…

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      AMAZONA Archiv

      Als regelmäßiger ALDI-Kunde fühle ich mich von meinem Nachbarn diskriminiert, weil er bei Edeka einkaufen geht und von den dort gekauften Produkten immer so schwärmt. Ihm würden auch niemals 25 Euro für einen Wocheneinkauf ausreichen! Das finde ich ziemlich anmaßend und überheblich ;) Andere Menschen, andere Prioritäten! Leben und leben lassen :)

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    Wellenstrom  AHU

    Jo, sehe das sportlich. Wenn man ein Album – oder manchmal auch nur ’nen Track macht – dann stellt man sich häufig individuelle Vorgaben und will diese erfüllen. Wenn es nun mal heißt „No VSTis“, ist es doch okay. So’nen Kick braucht man auch, um was durchzuziehen. Schon verständlich. Problematischer ist es für mich jetzt als „konsumierender“ Musiker eher, wenn man als Musiker von einem eigenen Album spricht und einem in einem Vorschauvideo gleich ’ne Coverversion, Interpretation, whatever, eines sehr bekannten Tangerine Dream Tracks entgegenspringt. Aber auch das ist legitim.
    Ich wünsche dem Musiker jedenfalls Erfolg – auch wenn meine Vorstellungen von Musikproduktion und Songwriting komplett anders sind. Die Covergestaltung finde ich übrigens sehr gelungen (erinnert so’n bissken an Peter Gabriel Geschichten).

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      Coin  AHU

      Ja mei, klar, soll er sein Ding machen.
      Aber wenn ich an Musik denke, dann denke ich dabei an den Menschen und seinem Charakter/Persönlichkeit und natürlich die Musik oder Kunst, die Er oder Sie macht.
      Von dem Menschen dahinter und der Musik erfährt man hier leider quasi nichts.
      Stattdessen hauptsächlich was Er matierelles besitzt und Wer seine Freunde sind.
      Deswegen die kritischen Worte.
      Nächstes mal bitte mehr über den Menschen um den es geht.

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        Wellenstrom  AHU

        @ coin

        Jo, das stimmt allerdings auch wieder. Würde so’ne Gelegenheit auch eher nutzen, um ’ne individuelle Gedankenwelt, ein dahinterstehendes künstlerisches Konzept oder ähnliches zu präsentieren. Allerdings ist das hier mehr so’ne Nerdseite. Da kommen die rein technischen Aspekte vermutlich in der Regel besser als Ausdruck, Form und Inhalt von Künstlern und ihren Alben. Klar, bedauere ich auch, dass sowas zu kurz kommt. Aber hier befinden wir uns ja nicht im melody maker oder im NME …
        ist schon eher oberflächlich….klar

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          Coin  AHU

          Hey Welle, ja verstehe schon.
          Frag mich grad selbst, warum ich hier das Maul aufmache…
          Idealisten sind ja nicht profitabel.

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            Wellenstrom  AHU

            @ coin

            hahaha, nee. Die Meinung ist ja nicht verwerflich. Wünschte mir generell auch mehr (künstlerische, menschliche) Identität, Authentizität im Netz. Aber ich hab das mittlerweile auch aufgegeben. Vielleicht auch besser so. Letztendlich wird da auch nur drauf negativ rumgeritten und (gewollt) missinterpretiert. Egal, wo man sich im Netz abstrampelt. Und machen wir uns auch nix vor…. nicht jeder Musiker hat was zu sagen, Messages oder ein, wie auch immer geartetes, Sendungsbewusstsein.

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              Astrokraut  

              Ja, nicht jeder Musiker hat was zu sagen. Deswegen macht er ja auch Mucke :D Aber im Ernst: Es gibt so einige Künstler, die fern irgendwelcher intellektueller Reden sind, oder Messages im sprachlichen oder gedanklichen Rahmen. Manche Künstler stülpen von innen etwas nach Außen, was dann alle abfeiern und interpretieren, während der Künstler sich geschmeichelt fühlt und nur sagt: „Ich mache einfach nur“. Und wenn dem Künstler dann nix weiter einfällt als von seinen Leinwänden die er selber spannt und seinem lieblings Künstlerbedarfsladen zu sprechen…bürgt das vielleicht mehr Geschichte über ihn als man denkt. Das ist wie mit manchem „schlechten“ B-Movie: Er ist nur für denjenigen schlecht, der nicht beobachtet und nichts neues daraus macht. Jedes Gespräch und sei es mit dem „vollpfosten Hooligan“ von nebenan bürgt Geschichten die schwer zu entdecken sind. Ziehe Dir selbst das beste raus. Hängt oft von einem selbst ab :) Peace

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            Wellenstrom  AHU

            @ coin

            Natürlich liest sich das auch so’n bissken wie ’ne Werbeaktion für den Kronos inkl. Video. Davon mal ab. Wenn es nur um künstlerische Visionen ginge, dann würde man auch jegliche Form von „Product Placement“ vermeiden. Und der Workstationansatz steht dem VSTi Verständnis schon entgegen. Also wirkt der Titel dahingehend schon ein bissken wie eine Werbefloskel für Hardware. Aber, so what… wir sind erwachsen, und wir können da ja auch eigene Schlüsse draus ziehen.

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              medusaland

              Bei dem Interview zu meinem Album.., geht es nicht nur um den KRONOS, sonst hätte ich doch sicher nicht das verwendete Equipment aufgelistet!
              Es liegt mir fern, überheblich und anmaßend zu klingen!
              Gruß, Kurt Ader

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          musicjunk

          Und es ist der start eines neuen formats…da justiert man ja immer noch nach. Finde im übrigen eine Mischung aus beidem gut. Also persönliches und nerdige Technikeinblicke:)

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            Tyrell  RED 1

            Vollkommen richtig. Aus diesem grund bin ich auch um jeden Kommentar froh. Tatsächlichsollten wir beim nächsten mal mehr auf die Musik eingehen – und nciht nur auf das verwendete Equipment. Wir wollten nur keine Kritik-Rubrik aus dieser Serie machen.

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              AMAZONA Archiv

              Mich interessiert am meisten, was andere Musiker zu ihren Stücken inspiriert hat. Gab es ein vorgeschriebenes Konzept zum Album? Ein bestimmtes Thema mit dem er / sie sich auseinandergesetzt hat und vielleicht sogar Recherche dafür betrieben hat? Oder sind eher Erlebnisse, Personen oder Orte die Inspirationsquelle gewesen? Und wie wurde das dann in die Musik transportiert? Das sind so die Fragen, deren Antworten ich immer am spannendsten finde! und manchmal inspiriert es mich selbst sogar für meine zukünftigen Stücke :)

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    Armin Bauer  RED

    Hi Peter,

    schöne neue Serie, kann spannend werden. Ein paar Anspiel-Schnipsel sind wahrscheinlich Gema-mäßig nicht drin, oder?

    Hi Kurt, werde mal rein hören. Übrigens, cooler neuer Look, habe dich ja dieses Jahr in Heddesheim nicht gesehen. Habe auch mehrmals versucht mir etwas Gesichtsbehaarung stehen zu lassen, habe aber jedes Mal in der Juckphase kapituliert.

    Grüße
    Armin

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      Tyrell  RED 1

      Über den amazon-link sollte man doch eigentlich die Tracks vorhören können, oder? Habs selbst noch nciht probiert.

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    AMAZONA Archiv

    Warum die Beschränkung auf 3000 EURO? Die Frage „Was wäre deine Mindestausstattung?“ macht doch auch ohne die finanzielle Einschränkung Sinn. Meine Mindestausstattung läge auch deutlich über 3000 EURO und ich bin weder besonders reich noch ein Profi-Musiker. Und ich will auch keine VSTis (und darüber hinaus keine Behringer-Synthesizer). Oder ist das jetzt die ideologische Vorgabe, dass man eines von beidem wollen muss?

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      k.rausch  RED

      Die Frage mit Budget Limit finde ich legitim und ist der Gegenpol zu Equipment-Überdosis zwecks Umsetzung künstlerischer Kreativität. Gemeint ist sicher nicht die These, ob auf dem Kamm blasen reicht, sondern ob die musikalische Ambition eben auch mit begrenztem Gear vorstellbar ist. Eine plausibel dargelegte Anwort ist sicherlich eine Ermutigung für Leute mit wenig Kohle, alleine das sollte es wert sein.

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        AMAZONA Archiv

        Mit Equipment-Überdosis hat das gar nichts zu tun. Die einzigen 2 Synthesizer, die ich noch besitze, liegen in Summe schon ziemlich deutlich über 3000 und auch die Antwort im Interview war „1 Kronos und ein anständiger Rechner“. Es ist doch eher so, dass ein wirklich gutes Instrument von der Equipment-Überdosis erlöst.
        Man muss allerdings auch in Betracht ziehen, dass ein musikalischer Anfang schon eine sehr spezielle Situation ist. Ich habe auf einer Wandergitarre für 20 Mark angefangen. Die würde ich heute aber für keine Minute mehr spielen wollen. Welchen Sinn macht dann eine solche Frage unter diesem Gesichtspunkt?

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          Wellenstrom  AHU

          @ andreas1303
          „Es ist doch eher so, dass ein wirklich gutes Instrument von der Equipment-Überdosis erlöst.“

          Sehr eingeschränkte Sichtweise. Die eiermilchlegende Wollmilchsau ist mir z:B. bisher noch nicht untergekommen. Außerdem spielt der eine oder andere ja auch noch andere Instrumente, singt, braucht Mikrofone etc. Da ist dann nix mit einem oder zwei TEUREN Synths.

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            Codeman1965  

            Ich sehe das ähnlich wie Andreas.
            Klar, die Wollmilchsau gibt’s nicht, aber die Frage ist, ob man wirklich gerade jetzt ausgerechnet diesen einen Sound benötigt oder ob man nicht mit dem, was Einem zur Verfügung steht, ebenso zum Ziel kommt.
            Krass ausgedrückt: Ein Solaris/Montage/Kronos macht meine Musik nicht automatisch zum Gassenhauer. Andererseits kannst Du (da gehe ich mal konträr zu Andreas) auch mit einer 20-Mark-Gitte und einem Casiotone Dich ausdrücken und die Zuhörer berühren.
            Es ist meiner Meinung nach immer auch eine Frage der Substanz, nicht nur der technischen Möglichkeiten…

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            AMAZONA Archiv

            Equipment-Überdosis bezieht sich doch eher auf den Overkill in einer Kategorie. Ich habe außer den 2 Synthesizern auch noch 1 E-Drum, Mikrofone, Mixer, diverse Effektgeräte für Gitarre und Gesang, Akustik-Amp, Röhren-Amp und – nun ja – 6 Gitarren. Aber bei Gitarren ist es was anderes :-)

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              Wellenstrom  AHU

              „Aber bei Gitarren ist es was anderes :-)“

              Jein!

              Ein subtraktiver Synth würde mir auf Dauer auch nicht reichen. Mir z.B. ist es schon wichtig, dass ich mittlerweile auf Additive, Wavetabler, Hybride ud/oder FM Synths zurückgreifen kann, ebenso wie auf Drumsampler und Drumsynths.
              Es gibt da keine allgemeingültigen Formeln. Und bei Budgetgrenzen ist es schon gut, wenn man da auf VSTIs zurückgreifen kann. Aber nicht nur bei Budgetfragen…. in der Menge ist es schon gut, wenn man alles zentral im Rechner hat.

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                AMAZONA Archiv

                Das „bei Gitarren ist es was anderes“, war natürlich scherzhaft gemeint. Im Grunde gehts ja nicht um die genauen Zahlen, sondern um die Frage, ob die Equipment-Menge sich positiv auf die musikalische Kreativität auswirkt oder nicht. Ich hatte vor einigen Jahren mal ’ne GAS-Phase mit Synthesizern und da hat mich die Auswahl an komplexer Bedienung und Sounds eher gestresst als beflügelt. Ich bin froh, dass das vorbei ist. 3 Akustik- und 3 E-Gitarren mit jeweils einer Bariton-Variante dabei sind auch tatsächlich nicht besonders viel. Wer sich mit 30 Synthesizern wirklich wohl fühlt, warum nicht? Ich denke aber auch, GAS ist ein Problem, das mehr Leute haben, als sich eingestehen. Nach der Diskussion hier finde ich die 3000 EURO Frage durchaus sinnvoll und interessant, wenn man die Beschränkung nicht zu eng sieht, denn Kurts Antwort im Interview ist auch genau das, was mich daran interessiert: Was sind die Equipment Geheimtipps von Leuten, die musikalisch wirklich was zu sagen haben?

    • Profilbild
      Tyrell  RED 1

      Ich fände den Vergleich zur eigenen Denke schön. Das wäre ein wenig wie „Promi-Shopping“.
      Limitiert man die Bedürfnisse durch ein Budget, muss man sich auf das Wesentliche reduzieren.
      Als Newcommer tut man das ständig, weil einem der Cash fehlt. Daran können sich doch auch die Älteren unter uns erinnern.
      Mein Beginner-Set-Up bestand aus Yamaha QX5, Casio CZ1 und Korg DDD5. Alles gebraucht gekauft. (später esetzte ich dann den CZ1 durch einen FZ1 und dann kam – finanziert mit einem Kredit – noch ein Korg M1 dazu).

      Mit 3.000€ würde ich heute wahrscheinlich viel gebraucht einkaufen, um soviel wie möglich für mein Geld zu bekommen. Hier mal ein Beispiel. Bei mir stünden auf der LIste:

      – MPC1000 gebraucht ca. 400,–,
      – Mackie Mixer 1402VLZ neu 300€
      – USB-Interf Scarlet 2i2 neu 128€,
      – Korg Minilogue 400,–€ gebr.
      – AppleiMac nue 1299,-€,
      – Logic ProX 230,- €,
      – zwei Boxen Yamaha HS7 gebr. 300€.

      Macht zusammen 3.057,-€

      Die Denke hinter meinem Set:
      Das meisste läuft in Logic. Einzelne Sequenzen und Loops liesen sich aber auch in die MPC exportieren und mit dem Hardwaresetup live darbieten. Aber auch umgekehrt entstehen mit der Hardware neue, spannende Sachen, die ich in Logic einbinden und wiederum editieren könnte.
      Für mich gäbe es also kein Dogma VST ja oder nein, es gäbe ein Hybrid-System.Warum APPLE? Darüber läst sich nun vortreflich streiten. Aber ja, für mich müsste es unbedingt ein Apple sein – gerade als Beginner ;-).

      Und darum ging es mir bei der Frage. Vielleicht entdeckt man bei dem ein oder anderen Interviewpartner Ansätze (gerade als Einsteiger), die es sich lohnt genauer anzusehen.

      Grüße und noch einen schönen Sonntag,
      Peter

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        AMAZONA Archiv

        Hallo Peter, tatsächlich geschieht es oft, dass Anfänger mich nach Empfehlungen für den Einstieg fragen. Denen empfehle ich aber etwas völlig anderes, als was ich mir selbst noch mal kaufen würde. Ich habe Anfängern selten etwas empfohlen, das mehr als ein paar Hundert Euro kostete. 3000 EURO braucht ein Anfänger m.E. keinesfalls. In dieser Frage ist so viel Interpretationsspielraum, z.B.: Geht es dem Anfänger eher um Produktion oder eher um live und instrumentale Fähigkeiten? Also wenn Du die Frage stellst: „Was würdest du von Null beginnend mit 3000 EURO anfangen?“ ist das etwas vollkommen anderes, als die Frage „Was würdest du einem Anfänger empfehlen?“ Ich jedenfalls würde da komplett verschiedene Antworten drauf geben. Und dann gibt es ja noch die „Insel-Frage“: Was würdest du auswählen, wenn du nur 3 Teile auf die einsame Insel mitnehmen könntest? Die finde ich persönlich am spannendsten, dann aber ohne Preisbeschränkung.
        Dir auch noch ein schönes Wochenende
        Grüße Andreas

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        swellkoerper  AHU 1

        Ich liebe Hardware, aber für einen kompletten Neustart wäre meine Wahl heute:

        Ableton Live+Push & Laptop
        (alternativ Bitwig & Microsoft Surface)
        Reaktor & Kontakt
        den Rest für die besten Monitore, die dann noch drin liegen

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    mort76  

    Man könnte jetzt natürlich auch sagen: wenn man sich mit DAWs nicht auskennt, wirds auch schwierig mit dem Einsatz von VSTs…da macht man dann gerne aus einer Wissenslücke eine Haltung.
    Mir ist es, ehrlich gesagt, lieber, meine DAW mit ihren billigen VSTs und meinem überschaubaren Outboard-Equipment im Schlaf bedienen zu können, als ein paar teure Instrumente zu haben, aber auf Hilfe angewiesen zu sein…

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    musicjunk

    Tolles Format. Ich hoffe es kommt gut an da ich in ein paar Monaten selber mein erstes Album an den Start bringen werde.;)

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    lightman  AHU

    Ich verwende Computer nur als Hilfsmittel zum Aufnehmen und Nachbearbeiten, VSTis kommen nicht zum Einsatz. Ich habe keine Lust auf die manchmal leicht flüchtige Natur von Software, zumindest was Klangerzeuger betrifft, außerdem ist mir ist das auch zu steril, digital und visuell ausgelegt. Wenn ich da manchmal die kunterbunten DAWs mit zig Plugins/VSTis der Kollegen sehe, werde ich regelrecht nervös, damit möchte ich mich nicht beschäftigen wollen, auch wenn mir die grundsätzliche Arbeitsweise vieler DAWs bekannt ist (das nur zum Thema „der verwendet keine DAW, weil er’s nicht kann“) und ich auch absolut gar null nix dagegen habe, wenn jemand sowas verwendet/mag, jeder wie er will, wa.
    .
    Thema 3000.- Euro Einstieg: Ich würde mir dafür einen Laptop für ca. 500.- Euro kaufen, Reaper zum Aufnehmen und Nachbearbeiten, einen Linemischer für um die 500 Euro, ein DigiTech Studio Quad Effektgerät, einen Korg Monologue, MFB Tanzmaus, Yamaha TX81Z und Akai S2000, für den Rest werden ein USB Audiointerface und jede Menge Kabel angeschafft, da bliebe dann vielleicht sogar noch was für Bier und Fluppen übrig, und ab geht die wilde Jagd.

    • Profilbild
      HX

      Dazu kann ich auch Praxis beisteuern, von 2012 bis 2016 hab ich im Ausland gelebt und darum vorher einen großen Teil meines Equipments verkauft (aus heutiger Sicht hätte ich lieber mehr behalten sollen, aber jetzt nicht mehr zu ändern)

      Bin daher natürlich kein Neueinsteiger sondern ein Wiedereinsteiger, damit hat man natürlich eine Historie und kommt sicherlich zu anderen Schlüssen wie jemand der das nicht hat.

      Das habe ich mir in den letzten 2 Jahren zugelegt:
      TR-8 (neu) 500,-
      D110 50,-
      SY77 200,-
      Tascam M1516 60,-
      TCE M300 50,-
      Alesis 3630 50,-
      Ultrafex II 30,-
      Atari Mega 4 40,-
      Notator SL 40,-
      Unitor 2 80,-
      Focusrite Scarlet 2i4 (neu) 100,- (Ableton Live Lite kolo dabei)
      200,- für Kabel und sonstiges
      08/15 Windows Laptop habe ich sowieso

      macht gerdade mal ca. 1400 EUR

      ein Emu Procussion und Roland XV5050 hab ich noch von früher, benutze die aber gerade überhaupt nicht, genauso wie meinen defekten D50.

      Allerdings bin ich auch noch nicht fertig, geplant ist noch folgendes:
      Hardwaresampler
      irgendwas analogartiges, tendiere seit längerem zum System 1m (@Thomann – bitte mal in die HotDeals nehmen…)
      noch ein FX, Sony HR-MP05 z.B.

      ein bisschen Pimpen für Sampler und Atari, noch einen Kompressor und bessere Abhörmonitore

      und dann werde ich wohl auch mal irgendwann bei den 3000 EUR landen…

  8. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Schönes Interview, allerdings interessiert es mich auch nicht ob ein Künstler Soft-, Hardware oder beides als Werkzeug benutzt hat. Ich finde es viel interessanter wo und wie er Motivation für seine Stücke gesammelt hat, wie der Schaffensprozess im Kopf statt fand und von was er inspiriert wurde. Ob die Tracks dann auf einem Hausdach mit Laptop und Kopfhörer oder im Studio mit Hardware ohne Ende produziert wurde, ist völlig egal, da dies heutzutage IMHO eher unwichtig für das Endergebnis ist.

  9. Profilbild
    Wellenstrom  AHU

    Nochmal zur 3000 Euro Frage. Die finde ich schon ziemlich spannend. Schon allein, weil mich interessieren würde, ob es da einen Trend gibt, der wieder verstärkt zur Hardware geht, nachdem die 2000er ja bis zum Einsetzen der großen „(Analog)Hardwarewelle“ definitiv von der Virtualisierung des Studios geprägt war. Mal ehrlich, Leute wie Tyrell und Lightman u.v.a. hätte ich vor einigen Jahren noch für eine aussterbende Dinosaurierspezies gehalten. Mittlerweile dreht sich das Dingen, was ich schon sehr interessant finde, ich für mich aber nicht wirklich nachvollziehen kann und für unumkehrbar halten würde. (wobei ich ja im Prinzip auch hybrid arbeite… für Gitarrren oder auch für ’nen E-Bass gibt es da m.E. auch noch keine 100%igen virtuellen Alternativen)
    Ob diese Plattform nun wirklich zu 100 % repräsentativ ist, halte ich aber auch nicht für sehr wahrscheinlich.
    Kann mir aber schon vorstellen, dass gerade junge Einsteiger wieder scharf auf den „Analogkrempel“ sind. Weil, aus deren Sicht, sich eine neue Welt eröffnet.

  10. Profilbild
    Coin  AHU

    In einem Forum hatten wir mal eine kleine Diskussion darüber,
    ob ein Hans Zimmer auch so gute Musik machen würde,
    wenn er nur ein Magix Music Maker zur Verfügung hätte ?
    Einer sagte, ja klar.
    Ich sagte, er würde es verweigern damit zu „arbeiten“.
    Nur so mal zum nachdenken.
    (Namen sind austauschbar)

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      Wellenstrom  AHU

      Generell haben die wegweisenden Komponisten (wobei ich Hans Zimmer da nicht mit in die Reihe stellen würde ;-) ) fast alle, in jeder Epoche, das damals modernste, angesagteste und „progressivste“ Gear benutzt. Ich würde drauf wetten, dass Mozart, Beethoven, Wagner etc. überhaupt keine Scheu davor hätten, im virtuellen Studio zu komponieren.

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        Astrokraut  

        Du würdest wetten? Würdest Du auch gewinnen? Mir tat virtuell weniger gut. Bei Filmbearbeitung/Sounddesign habe ich kein Problem damit, aber bei Mucke gibt’s enorme Beziehungsfortschritte und viel mehr magische Momente, seitdem ich wieder auf Hardware umgestiegen bin. Ist halt bei jedem anders und weshalb das so ist, kann von vielen Faktoren abhängen. Alleine bei mir würden dafür die 1400 Zeichen nicht reichen. Aber die musikalischen Ideen mit Software waren trotzdem toll. Werden jetzt aber in neues Gewand getaucht. Wie die alten Komponisten dazu stünden können wir nur vermuten. Wetten würde ich da nicht. Zumindest nicht zu viel :D

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      k.rausch  RED

      Vor einer Weile hatte mich HZ in seine Produktionsfirma eingeladen, und ja, da steht Equipment rum ohne Ende und die Kosten dafür scheinen auch keine Rolle zu spielen. In den knapp 2 Stunden Unterhaltung mit ihm habe ich jedoch den Eindruck bekommen, es mit einer recht bodenständigen Person zu tun zu haben. Und er auch allein mit einer akustischen Gitarre seine musikalische Idee formuliert, wenn es denn mal sinnvoll erscheint. Ich finde mich da übrigens wieder.

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    AMAZONA Archiv

    Tolle Idee für eine neue Serie :) Das Interview hätte aber ruhig noch ein bisschen ausführlicher sein können. Und mal im Ernst: Wer von den mitlesenden auch so einen Synth-Fuhrpark hätte, würde wohl auch kaum noch VSTi benutzen ;) Außer vielleicht Spezialisten wie Absynth, Zebra und Co. Am besten gefiel mir dieses Statement: „Meine Intension war es, meine eigene Musik mit meinen eigenen Sounds zu schaffen. Ob sich damit Geld verdienen lässt, weiß ich noch nicht, aber das ist mir auch ziemlich egal.“ – Ich denke das ist genau die richtige Einstellung :) Trotzdem oder vielleicht gerade deshalb, wünsche ich viel Erfolg für das Album! PS ich hab derzeit auch wieder die 3’000 Euro Frage :D Das ist aber wirklich schwierig und reicht mir dann auch nicht, da ich allein für die Rückkehr zum Apple MacBook Pro (2015 Modell) schon eine gute Stange Geld hinlegen muss. Dazu noch Live + Push und ein Virus Ti 2 mit 3 Oktaven Key = Zack über 3000 Euro :-/ Als „Wettbewerbsfrage“ innerhalb der Serie, wäre das aber wieder was anderes.

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    MidiDino  AHU

    Ich bin vor allem auf die weitere Entwicklung der neuen Rubrik gespannt. Zwischen traditioneller Album-Kritik und Equipment-Show ist nicht viel Platz. Ich kann die Entscheidung verstehen, will man in erster Linie präsentieren, nicht, ob positiv oder negativ, kritisieren. Dennoch könnte sich relativ rasch ein Weg fort von der Musik hin zum Equipment ergeben. Ich würde gerne speziell etwas über die Musik und die Methode erfahren, durch die sie erzeugt wurde. Dieses Thema ist unter Pop-Enthusiasten wahrscheinlich weniger beliebt, weil primär Nachahmung längst bekannter Strukturen im Vordergrund steht. Eine Erläuterung von genutzem Equipment gibt es jedoch bereits: die Leserstories. Es wird nicht einfach!

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    lightman  AHU

    Ich hab kürzlich sowas wie eine albumartige Zusammenstellung von bisher unveröffentlichten Stücken auf SC hochgeladen, das wars bisher mit dem Format. Würde mal gern ein Album mit innerem Zusammenhang machen, aber ob sich das jemand anhören würde, ist die andere Frage… man kriegt leider so wenig Feedback, egal ob positiv oder negativ. Vielleicht könnte man ja auch sowas wie eine Live Series machen, wo jeder ein 20-Minuten-Set macht, das wäre doch mal ’ne lustige Aktion. Möglichst wenig vorbereitet, möglichst viel direkt zusammengefrickelt und so.

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      AMAZONA Archiv

      Soundcloud kannst Du als Plattform auch in die Tonne hauen ;) speziell bei Techno, Tech-House und ähnlichem, wirst Du zig Follower kriegen, die dir nur folgen, damit du ihnen folgst. Wirkliches Interesse hat da keiner an der Musik. Meine Plays sind erst angestiegen, nachdem ich Sets auf mix.dj (jetzt edeejay) und PromoDJ hochgeladen hab. PromoDj eignet sich auch super für Tracks, sofern Du sie auch zum download freigeben willst (kann man mittlerweile aber glaub ich auch abschalten), weil sich da noch eine Menge Leute rum treiben, die wirklich an neuer Mukke interessiert sind. Das liegt vor allem daran, dass die Seite für Musik-Interessierte ideal aufgebaut ist. Mittlerweile bekommt man allerdings nur noch 100 MByte Free und darüber hinaus ist kostenpflichtig (ab 2 Euro im Monat für 2 Gbyte Speicher). Schaus dir einfach mal an! Man könnte auch ein Set komplett mit eigenen Tracks machen ;) Was noch meine Plays gepusht hatte, war dass ich zu aufstrebenden DJ’s Kontakt aufgenommen hab (wohl aber, weil ich deren Sets mag) und die dann auch meine Tracks gespielt haben. Dadurch kam ich auch an ein Gastfeature auf Prime FM (Ungarn). An die größeren DJ’s ran zu kommen, ist dagegen völlige Zeitverschwendung, da das anscheinend noch Tausende andere zeitgleich versuchen und man dadurch im endlosen Web-Rauschen untergeht.

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        lightman  AHU

        Jau, das mit den Promo-Spammer-Likes und dergleichen auf SC geht mir hammerhart auf die Nüsse. Ich sehe die Plattform für mich eher als Archiv, auch für alte Sachen, die ich momentan nach und nach von Vinyl digitalisiere. Büchse ist eigentlich nicht mein Ding, ich würde viel lieber live Musik machen, das sind meine Wurzeln und auch die Basis für meine Tracks, da ist nicht viel vorarrangiert oder so. Livegigs sind aber heutzutage rar, DJ sets mache ich ab und zu (lade sie auch auf SC hoch). Alle meine Tracks stehen zum Download zur Verfügung. Werde mir deine Empfehlungen mal anschauen, danke dafür.

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        TobyB  RED

        Hallo DJ BPM,

        Youtube auch ;-) Soundcloud hat ja nun mal das Problem der Monetarisierung und im besonderen, das Streaming auf dem Handy fest in den Händen von Spotify et al sind. Und die Mobilfunkprovider billigen Content benötigen um die Bandbreite auszulasten. Und andersrum brauchen Streamingdienste Bandbreite auf Multi-Tier Ebene. Der Punkt ist das die Streamingangebote sich derzeit alle kanibalisieren und somit sich selber und auch Bezahl-Downloads das Wasser abgraben. Ich frag mich ja immer wie doof der Konsument ist um Musik zu Mieten. Aber egal. Soundcloud und Co taugen zur Promo mehr nicht, ich würde sagen SC taugt besser als Youtube mit Standbild/Video. Was halt in diesem Zusammenhang nicht unwichtig ist, Konstante Qualität und ein regelmäßiger Output. Und einen langen Atmen. Und nicht wie meiner einer 353 Tracks auf der SC haben.

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          lightman  AHU

          Ich habe früher meine Tracks auf YT hochgeladen, dort sind auch noch haufenweise davon in meinem Kanal zu finden. Dazu habe ich Videos gemacht, die von Mal zu Mal komplexer wurden, so richtig mit Animationen, mehr oder weniger taktgenau, einem Grundthema, das sich durchzieht, usw. Das Ganze hat am Ende länger gedauert als das Musikmachen und Aufnehmen und ist mir irgendwie über den Kopf gewachsen. Ich habs auch mal ab und zu mit Standbildern probiert, aber das ist mir zu langweilig. Das ist auf SC einfacher, Track hochladen, Bild dazu, Beschreibung und Tags, und feddich.
          .
          Ehrlich gesagt hab ich’s noch nie so mit Promo gehabt, früher hat es das Label bzw. der Vertrieb (u. a. Neuton) gemacht, ich selbst tue mich damit etwas schwer, zumal ich auch nicht mehr so viele Livegigs und Sets mache wie früher, da fehlt die Verbindung zu den Leuten und damit die entsprechende Dynamik.

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            TobyB  RED

            Hallo Lightman,

            ich bezog mich auf die geänderten Monetarisierungsregeln bei Youtube, man braucht nun XXXX subscriber und plays. Damit man Diridari bekommt. Ich bin für mich noch auf keinen Nenner beim Thema Videoumsetzung meiner Musik gekommen, Gearpornperformances mögen ja nett sein aber künstlerisch wertvoll geht anders. Kollege Rheyne aus NY macht da die Ausnahme. Slideshow mit Musik kann man mal machen. Und ab hier wirds dann ein Zeitfresser. Stoff entwickeln, Filmen, schneiden etc. Oder den guten alten 3D Modelller rausgeholt und damit mal was gemacht. Hier frisst es ja fast nur Rechenzeit.

            Ich denke man muss sich da fokussieren, ich hier auf die Musik. Wenn ich auf SC einen Track hochschiebe guck ich beim Artwork schon auf die Uhr, in den letzten Wochen hab ich teilweise für ein Artwork länger, als für den Track benötigt. Nicht weil ichs nicht kann, sondern weil ich mich ausgetobt hab.

            Label sind eigentlich ganz praktisch, wenn sie denn ihren Job im Jahre 2018 kennen würden ;o) Und da hab ich so meine berechtigten Zweifel. Ohne verallgemeinern zu wollen. Aber das Geschäft und die Richtung geben andere vor, womit ich wieder bei Spotify, Amazone Prime, Deezer wäre. Und den Mobilfunkprovidern.

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              AMAZONA Archiv

              Nicht nur Kollege Rheyne macht es anders, Burg kann es ja auch oft ganz gut: https://www.youtube.com/watch?v=HcSz-dQTRGA
              Generell muss ein reines Performance-Video aber nicht langweilig sein, wie bspw. Nastia Maslova, Rachel K Collier oder Beardyman immer wieder zeigen. Die übergeben die Videobearbeitung auch meist an andere, was ja auch ganz sinnvoll ist. Man muss nicht alles selbst machen, und für diese Erkenntnis muss man nicht erst „Die 4-Stunden-Woche“ lesen :) Bei meinem Neustart werd ich jedenfalls einiges auslagern (Mastering, Artwork, Promo, Video) aber die Unabhängigkeit in den Bereichen behalten, wo es am sinnvollsten ist. Bei einem Label würde ich jetzt keinen Vertrag mehr unterschreiben wollen, egal wie verlockend die Angebote vielleicht mal werden sollten, da man hier als Musiker oft die A-Karte gezogen hat. Aber zurück zu den Performances: wenn’s zu langweilig wird, kann man ja zwischendurch immer noch das Spielzeug rausholen und in die Performance mit einbinden :) so gesehen bei dieser Dame:
              https://www.youtube.com/watch?v=MpOG56E0VaQ
              – Ich klink mich mal aus, bevor das zu offtopic wird und Kurt sich fragt, was das denn jetzt alles mit seinem Album zu tun hat :D

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                TobyB  RED

                Hallo DJ BPM(TM),

                rheyne fiel mir ja nur ein weil ich mit ihm ab und an kommuniziere. Ich find den Ansatz den er verfolgt ganz gut, ich machs ja auch nicht viel anders. Mir gings auch eher ums Prinzipielle. Make or buy kann ich ganz gut. ;) Das ist nicht das Problem. Auch nicht die 4 Stunden Woche, ich halte Überstunden für ein Übel mit dem Symptomen Ineffizienz, fehlende Aufmerksamkeit und Wertschätzung nebst Achtung für sich und andere. Und insofern hat Kurt nicht viel verkehrt gemacht, begrenztes Budget. Fokussierter Einsatz der Ressourcen. usw.

                Giorgia find ich ganz okay, bissi zuviel wirrer Videodroneneinsatz hier aber zielführend.

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                  AMAZONA Archiv

                  Letzte Stimme aus dem Off: BackpackProMixmaster? :D Zu den Drohnen: Das war ein „Cercle“ Livestream. Ich hab den Kanal abonniert, da ich hier doch immer wieder interessante Acts und DJ’s entdecke. Manchmal kriegen die das mit der Regie nicht so ganz auf die Reihe. Ich hab die anderen Videos von Giorgia noch nicht angesehen, weiß also nicht wie es da ist. Zu Kurt: Ich denke er macht es genau richtig. Ich schrieb ja in meinem Kommentar weiter oben auch schon, dass ich die Aussage „Meine Intension war es, meine eigene Musik mit meinen eigenen Sounds zu schaffen. Ob sich damit Geld verdienen lässt, weiß ich noch nicht, aber das ist mir auch ziemlich egal.“ richtig gut finde. Dafür braucht man aber meist auch die Unabhängigkeit von Fremdlabel, denn die wollen ja in erster Linie Geld verdienen. Ich finde es auch gut, dass er sein Konzept voll durchzieht und empfinde es deshalb auch als „voll daneben“, wenn irgendwelche Personen damit nicht klar kommen (wollen) und entsprechende Kommentare ablassen. Toleranz scheint bei manchen nur noch als Wort zu existieren, oder wenn es zur Durchsetzung eigener Interessen dient. Mir ist mittlerweile jedenfalls furzegal ob jemanden möglicherweise mein Zeug nicht gefällt. Ich konzentriere mich da lieber auf die, die es mögen. Das war aber auch mal anders…

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                    TobyB  RED

                    Hallo DJ BPM,

                    BackPackProMixMaster wär jetzt etwas frech ;-) aber schon richtig.Ohne Doppelungen. Wie gesagt ich machs ja auch nicht anders, als du oder Kurt. Derzeit reicht mir das schreiben und produzieren für andere, so lange tob-y-bot nicht unter den Tisch fallen. Und ob ich bei einem Label glücklich werde, wag ich mal vorsichtig zu bezweifeln. Zumal es hier Alternativen gibt. Für welchen Weg man sich entscheidet ist very own business. Ich persönlich finds gut das du deinen Stiefel durchziehst. Ich seh mich da schon als gepampert an. Die Frage und da sind wir wieder beim Umgang mit Ressourcen, willst du schnell Energie verbrennen für den Erfolg oder willst du einfach nur dein Ding machen. Dann ist das kommerzielle Ergebnis eine andere. Ich hab neulich anderer Stelle geschrieben, das ein Autor sich maximal der Kritik seines Lektors und Redakteurs stellen sollte. Bezogen auf die Musik sehe ich das genauso. Kurts Beiträge als Sounddesigner find ich gut. Ich hab schon wesentlich forenabgefeiertere Sounddesigner gehört, wo ich dachte alter Vater.

                    Das scheinbar dokumentarische ist der Stil von Georgias Team, Kamera an und los, da gibts vermutlich kein Script.

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            Astrokraut  

            Zitat: „Dazu habe ich Videos gemacht, die von Mal zu Mal komplexer wurden, so richtig mit Animationen, mehr oder weniger taktgenau, einem Grundthema, das sich durchzieht, usw. Das Ganze hat am Ende länger gedauert als das Musikmachen und Aufnehmen und ist mir irgendwie über den Kopf gewachsen. “
            –> Ja, die People sind schon sehr virtuell geprägt in unserer Zeit. Multisensorisches Vorgehen spielt nicht nur in der Werbung eine Rolle…Musik wird irgendwie auch zur Werbung. Die meisten jungen Leute die ich kenne stellen die Frage danach ob man einen Track kennt heute so: „Kennst Du den Musikvideo von…?“ – Das ist schon krass. Wenn der Video passt, dann passt auch der Track und darf durchaus drittklassig sein. Das hat viele Gründe (kulturell wie auch gesellschaftlich – hängt ja zusammen), weshalb das Auditive eher ins Unterbewusstsein rutscht und das Visuelle obliegt. Aber das ht auch mit der Menschheitsgeschichte und unserem „Reptiliengehirn“ zu tun, wenn man’s genauer untersuchen will. Trotzdem verschärft sich meiner Meinung nach der Trend zum Visuellen…seit langem schon.

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    tomk  

    Kann man die Aussagen des Musikers nicht einfach so stehen lassen wie selbige sind, ohne das eigene Ego in den Vordergrund zu schieben? Mimimi PlugIn, mimimi warum hat er X und nicht Y gesagt! Na … weil er es so gesagt hat, weil es sein Album ist, weil es seine „genannte Intention“ ist, weil er sich aus seinem Stand kein Studio mehr für 3000€ vorstellen kann (komische Frage).
    Da steckt Liebe zur Musik drin, kein Profitdenken, kann man da mal Respekt für haben? Ob es einem gefällt ist doch völlig zweitrangig. NEIN, der Schaffende fühlt sich noch genötigt für seine Intention, sein Werk, Entschuldigung zu leisten!
    Ihr könnt natürlich auch eine Schablone für dieses Format anfertigen. Ich hingegen finde es viel interessanter wenn der Schaffende zu Wort kommt, der sagt dann schon was IHM wichtig war/ist.
    Alle reden immer von Kunst und Künstler … seit wann rechtfertigt sich der „Künstler“ für seine Kunst?

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      Astrokraut  

      Danke. das unterstützt meinen Kommentar und meine Fragen weiter oben bezüglich des Künstlerdaseins etc. Der Künstler muss keine Erwartungen an andere erfüllen. Nur eventuell an sich selbst und selbst das gelingt nicht unbedingt und muss auch nicht.

      Als ich die Rechtfertigungen las, wurde mir auch ganz anders und ich wurde ein wenig traurig darüber wie das hier abläuft. Wie oft man sich in dieser Gesellschaft als friedliebender Mensch entschuldigen muss, nur um zu schlichten; und wie oft man sich für den Gewinn der Diplomatie über die Dinge stellen muss, ganz gleich wie sehr es einen ankotzt. Das verlangt gerade dann viel Energie ab, wenn man selbst Schwierigkeiten hat und spirituell nicht auf Höhenflug ist.

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    mink

    Ich lernte Kurt 2010 kennen, als ich den stromraum in stuttgart aufmachte…einen miniladen für analoge synthesizer…ist inzwischen wieder geschichte. und ich kann nur sagen, Kurt ist alles andere als überheblich oder sonst etwas in der richtung. er war immer ein feiner gesprächspartner und ein hervorragender moog vertreter und fan. und wenn er mehr als 3000 euro braucht ist das völlig ok…ich brauche für meinen aktuellen sound auch mehr als diese summe….allein mein sonordrum schlägt mit 2500 euro zu buche….dann kommt noch die mikrofonierung dazu….da bin ich allein bei den drums bei ca. 5000 euro. wer feinen sound will muss halt auch was springen lassen…hat aber nichts mit musikalischen ideen an sich zu tun.

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    iggy_pop  AHU 1

    Die Frage, die sich mir beim Lesen des Interviews stellte, war: Welche Musik wird hier eigentlich gemacht, und was ist jetzt wichtiger — die Musik, weil sie der Dreh- und Angelpunkt des Seins und Schaffens ist, oder die Selbstpräsentation desjenigen, der die Musik macht, um sich selbst ein Vehikel zu schaffen?
    .
    Ich finde, in den meisten Interviews kommt die Musik viel zu kurz. Stattdessen wird dem ganzen Brimborium drumherum — „Was findest Du besser, Telespiele oder Hardware?“ — viel zu viel Platz eingeräumt. Ich für meinen Teil habe eigentlich gar keine Lust mehr, in Interviews die immer gleichen Fragen nach „Was ist Dein Lieblingssynthesiser?“ oder „Was ist besser, analog oder digital?“ zu lesen oder selbst zu beantworten. Darum geht es doch gar nicht. Das ist Dampfgeplauder um den heißen Brei, weil man zu dem Musiker oder der Musik im Grunde nichts sagen kann — „ich habe mir die Platte gar nicht angehört, weil ich den Stil voll kakke finde“ — oder sie einen unter’m Strich gar nicht interessiert (ein häufiges Journalistenproblem, die mit solchen thematischen Lückenbüßern ihr monatliches Zeilenkonto etwas aufbessern). Erinnert mich an den schlecht vorbereiteten Möchtegernjournalisten 1997 beim Dortmunder Lokalfernsehen, der angesichts der Patchkabel an einem ARP 2600 fragte: „Warum gucken denn da Kabel aus dem Gerät?“
    .
    Aber das ist selbstverständlich nur meine Meinung, die ich als allgemeines Statement verstanden wissen will, nicht als persönlichen Angriff auf Kurt Ader, den ich persönlich gar nicht angreifen kann, da ich ihn persönlich gar nicht kenne. Auch ist meine Bemerkung nicht aufzufassen als Kritik an der journalistischen Arbeit Dritter hier.

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      Astrokraut  

      Zitat: „…was ist jetzt wichtiger — die Musik, weil sie der Dreh- und Angelpunkt des Seins und Schaffens ist, oder die Selbstpräsentation desjenigen, der die Musik macht…“
      –> Vielleicht ist ja wichtig, was der Künstler als wichtig empfindet und nicht der Leser. Wünsche Dir nicht unbedingt, was Du vom Gegenüber hören willst – wie auf einem Tablett, sondern gehe auf Suche und lese notfalls zwischen den Zeilen. kann nicht weniger lehrreich sein, als die Betrachtung und Analyse der Umstände hier, weshalb sich bei diesem Beitrag so viele Leute darüber aufregen XD ;)
      Zugegeben – Das wäre natürlich einfacher wenn ein solches Interview mit Ton und Bild ablaufen würde.

      Ich finde allerdings auch nicht immer die Fragen von Interviews sinnig gestellt (so wie Du es auch meinst), aber derjenige dem sie gestellt werden kann das ja bei Bedarf beeinflussen, sofern da nix verfälscht (geschnitten) wird. Tut er dies nicht, findet er es vielleicht ja auch gut so.
      Ich denke daher es ist gut wie es ist und der Peter hat ja weiter oben schon gesagt, dass sich der Schwerpunkt der Fragen ändern wird :)

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    Astrokraut  

    Ach, noch was. Fühlt Euch auch einfach mal in den Kurt hinein. Der freut sich über solch ein Interview und dann sieht er sich plötzlich mehrfach entschuldigen und bekommt nur Kritik zu lesen. Ob das so seiner Vorstellung entsprach. Das ist es was ich mit traurig meine. Nach so einem interview will man doch Kommentare lesen, die einem auch gut tun. So mancher würde nun sagen: „Das ist mal wieder typisch Deutsch!“

    @Kurt: Du kamst sympathisch rüber und wirkst null arrogant. Das Interview war kurz, aber genügsam. Deine Musik lässt sich schwer kategorisieren. Einfach interessante Synthie-Mucke, die nicht versucht cool zu sein. Fern von Club und so. Aber auch keine Berliner Schule. Wirkt Vintage-lastig und dennoch modern. Zeitlos und eigen. Könnte ich mir auch gut zu Filmen vorstellen. Das Cover find ich mega toll. Eine sehr aussagekräftige Idee. Der Kopf als Symbol für den Geist dem die Muse entspringt und die Hände sorgen für die physische Umsetzung. Was wäre ohne diesem Einklang?! Super toll!

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    ForAndreas

    No VSTi? Da kann ich auch unter Itunes Alben aus den 2000er laden. Mal ehrlich. Jetzt wo Moogs ,DX und Pro one virtuell gelayert werden können will man da wirklich noch mit dem alten Zeugs alten Kram produzieren? Glaub dieses Anti VST ist dem geschuldet dass 40 plus da einfach der Bezug fehlt. So ein Haufen Lack über die Jahre investiert , eine enorme Stromrechnung, den Sportraum hergegeben und jetzt setzt die digitale Welt zum finalen Stoss ins Herz an. Wer sieht sowas schon gern ein….

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      lightman  AHU

      Ich bin 40+ und mir fehlt in der Tat ein wenig der Bezug zu VSTis (auch wenn ich damit schon vielfach gearbeitet habe), aber in deiner weiteren Charakterisierung des Typus investitionssichernder Gerätequäler finde ich mich nicht wieder. Ich habe halt in einer Zeit mit dem Musikmachen begonnen, wo Computer noch nicht die Rolle wie heute spielten. Mit dem, was ich an Equipment habe, kann ich mich musikalisch ausdrücken und kriege dazu noch den schönen Dreck rein, den ich so mag. Das war’s eigentlich schon, ich mache Musik mit dem, was ich habe. Am Ende interessiert es eh‘ keinen, wie ein Track zustande kam, wenn er gut ist.

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      Wellenstrom  AHU

      @ forandreas
      Vorsicht mit Stereotypen und Verallgemeinerungen!
      Ähmm, ich bin so’n 40plus und spiele konsequent seit 2001 im Prinzip ausschließlich alles, was Klangsynthese, Drums und Taste ist, als/mit VSTIs ein und hatte da nie Berührungsängste oder einen fehlenden Bezug dazu. Und in „neue“ VSTIs arbeite ich mich immer gern ein, muss es auch, weil ich z.B. nie Presets benutze und in 90% aller Fälle keine Samples (von Drummachines mal abgesehen – und derzeit Mellotron VSTI oder String Machine von GForce). Muss da also zwangsweise tief in die Materie eintauchen und mir alles erarbeiten (derzeit z.B. die Easel Emulation, macht Spaß)
      Was allerdings nie als VSTi bei mir Verwendung finden wird, sind Emulationen von Gitarre und E-Bass. Das „fühlt“ sich nicht an. Gitarren lassen sich auch (noch) nicht 100%ig emulieren. Außerdem entwickeln sich Songs bzw. Spuren, über Saiteninstrumente engespielt, anders.
      Also, ich gehe mal davon aus, dass ich damit auf VSTI Ebene, mit Produktionen, die sich komplett in the Box abspielen, vermutlich noch einen Tacken länger unterwegs bin als Du.
      Also, ruhig Blut, und Vorurteile vermeiden.

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      TobyB  RED

      Ich bin auch 40+ habe zwei iPads mit diversen AUv3s. Manchmal nehme ich alles mit Garageband auf und diskutiere ansonsten gerne, ob Profis mit Kopfhörern mastern dürfen. Darüber hinaus mische ich gerne das Destillat aus den iPads mit richtiger Hardware. Getreu dem Motto analog oder digital, knallen muss es. Schönen Abend :)

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    pepsi

    hallo leute,
    bin 63. lese diese seite fast täglich. verstehe diese ganze diskusion wieder einmal überhaupt nicht. vielleicht bin schon senil:)
    analog, digitaL,akustisch…na und! frei nach franz Beckenbauer:…geht’s raus und macht musik!
    PS:es ist auch musik wenn man auf einen Kochtopf klopft

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    ForAndreas

    Wenn sich jeder den letzten Satz verinnerlicht hat (inklusive Artist ) gibs in Zukunft weniger Clash of Generation. Ich denk dass auch der Punkt Arm gegen Reich eine Rolle spielt und deswegen das Thema so polarisiert. Wenn der Artist gesagt hätte ,,No Volcas“ wären sicher welche genauso angefressen…

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    a.jungkunst  AHU

    Vielleicht ist es in einem Gier…Entschuldigung….Gear-Forum nicht angebracht, über Musik an sich zu schreiben, denn die Kommentare, die sich die Musik als Inhalt vorgenommen haben, lassen sich an den Fingern einer Hand abzählen, selbst wenn nicht mehr alle Finger dran sind. Das finde ich sehr schade, da es mit Sicherheit nicht Kurts Intention war, sein Equipment in den Vordergrund zu stellen. Das lag aber leider bereits an den Fragen. Vielleicht sollte man damit schon zielführender arbeiten, denn es geht um die Vorstellung von fertigen Alben, deren Inhalt in der Regel aus zwei Boxen kommt und wirken soll. Gerätschäft ist bei den ersten Höreindrücken m.M.n. mindestens zweitrangig.

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      Tyrell  RED 1

      Wir haben dazu gelernt. Schau die einfach die darauf folgenden Ausgaben der Serie an, da sind wir auf die Kritik eingegangen und haben daraus gelernt. vg Peter

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        8-VOICE  AHU

        Aber für Musiker ist es immer sehr interessant zu wissen mit welchem Gier etwas gemacht wurde. Ich habe immer recheriert was wer benutzt hat, um einen bestimmten Sound zu erzeugen. Für „nur“ Zuhörer der Musik, „Konsumenten“ sicher unwichtig. Natürlich geht es um die Musik.

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