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Black Box: Roland TR-707


Roland TR-707

Programmierung

Wie bereits erwähnt kann die Roland TR-707 bis zu 64 Patterns im Gerät speichern. Sie sind der Grundstein für maximal 4 Songs. Neue Rhythmen lassen sich auf zwei verschiedenen Wegen eingeben – in Echtzeit oder Schritt für Schritt.

Die Step-Taster der TR-707

Die Step-Taster der TR-707

Ich bevorzuge fast immer die Step-by-Step Methode. Unter Zuhilfenahme des großen, übersichtlichen Displays und der TR-typischen Lauflichtprogrammierung ist das Programmieren neuer Beats wirklich ein Kinderspiel! Man sucht sich einen freien Speicherplatz aus bzw. löscht mit „Clear“ ein ausgesuchtes Pattern und wählt dann die Taktart aus. Quasi als „Norm“ ist der 4/4 Takt vorgegeben, man kann aber auch auf 3/4 wechseln, etc.

Hier wird das (manuelle) Tempo gemacht

Hier wird das (manuelle) Tempo gemacht

Mit Hilfe der Flam- und Shuffle-Funktion lässt sich mehr Lebendigkeit in den Rhythmus bringen. Bei der Flam-Funktion wird für die Snare-Drum oder für die Toms einmalig eine Note vor den Hauptschlag gesetzt („Vorschlag“). Bei der Shuffle-Funktion wird im Gegensatz zur Flam-Funktion jedes Mal direkt vor einen Viertelnotenschlag eine Note gesetzt. Das Ganze erinnert etwas an die Human Feel Funktionen, die ab den 90er Jahren den Drummis beigefügt wurden.

Was wirklich „Human Feel“ macht, ist natürlich der ACCENT. Mit dieser Funktion lassen sich einzelne Schritte gesondert betonen, was für einen lebendigeren Rhythmus sorgt. Schon zu 808-Zeiten sorgte ACCENT immer für den guten Groove.

Fader erlauben das feine Abmischen der Sounds zueinander...

Fader erlauben das feine Abmischen der Sounds zueinander…

Alternativ zu Step-by-Step kann der geübte Schlagzeuger auch die Schritte in Echtzeit eingeben. Dazu wird die TR-707 in den Tap-Write Modus versetzt, dann das entsprechende Instrument ausgewählt, der Sequenzer gestartet, die Noten direkt eingespielt und von der 707 automatisch quantisiert.

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Klangbeispiele

  1. Avatar
    gaffer

    Deiner geschichtlichen Darstellung muss ich doch mal widersprechen. Ich nehme mal an Du hast die Zeit der 707 nicht selbst (als Musiker) nicht mitbekommen wg. Alter. Die Konkurrenten waren weniger Emu und Linn, das war ne ganz andere Liga, sondern die Yamahas RX-11 und 15, die mMn auch besser verkauften, sie hatten eine bessere Realtimeauflösung (überhaupt eine) und Lauflicht war damals überhaupt nicht angesagt, Heute redet keiner mehr von RX 11/15 (ausser den Grace Jones Fans). Die 909 verkaufte sich lausig, Restposten wurden mit arabischen Grooves in den Nahen Osten vertickt, wenn man den gewöhnlich gut unterrrichteten Kreisen glauben darf. Die Zeit der 909 kam erst lange nach deren Einstellung. Besser lief z.B. die 505 (wg. des Preises).

    • Profilbild
      Marko Ettlich RED

      Das hast du natürlich vollkommen recht. Ich meinte auch nicht dass die 707 mit Linn und Emu konkurierte, das konnte sich auch garnicht, sondern dass diese Drummaschinen damals „State of the Art“ und für die meisten garnicht erschwinglich waren. Die 707 schloss die Lücke nach unten hin ab und war vorallem bezahlbar.

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      Martin

      Hallo Gaffer,

      woher hast Du all die Insiderinformationen?

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    Dreitagebart

    Ich hatte in den 80ern für kurze Zeit die 707. Die Sounds waren meiner Meinung nach einfach nur schlecht, auch für damalige Verhältnisse. „Pappschachtel Bass-Drums“, matte Becken und Hats sowie schlappe Snares. Mit gutem Willen konnte man sich vielleicht an die Toms gewöhnen. Ich kann die TR-707 heute wirklich keinem mehr empfehlen!

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    Richard Ellis

    Also rein objektiv betrachtet klangen in den 80ern alle digitalen Drummachines beschissen. Sampling-Technik war halt noch nicht so weit..
    Hängt halt nur ab, womit man die Maschine verbindet. Ich denk mal, vielen ist die 7o7 noch aus der Acid-House-Zeit ein Begriff. Wer keine elektronische Musik mag, mag die 7o7 mit Sicherheit auch wahrscheinlich nicht.
    Ich find die Kiste aber suuuuuuuuuuper!! Würd sie nie hergeben..

  4. Avatar
    gaffer

    An Richard

    völlig richtig, dass die 707 mit Acid House hochkam, aber ohne jetzt jemandem zu nahe zu treten, ich beobachtete staunend in den Neunzigern wie alles auf dem „Roland“ mit einer Ziffernkombination „X0X“ stand blind zu affenartigen Preisen gekauft wurde, obwohl die Maschinen der Firma mit dieser Kobination von sehr gut bis mies die ganze Palette abdeckten. Habe übrigens auch immer wieder mit ihr gespielt, kann aber nicht sagen, dass ich sie heute vermisse, bin allerdings auch kein AcidHouser

    • Avatar
      Richard Ellis

      Hast natürlich recht, in den 90ern drehte sich in dem Bereich alles um X0X, heute sieht das anders aus. Ich würd glatt behaupten, die meisten haben die Kisten auch nur noch aus nostalgischen Gründen, mich eingeschlossen.
      Bei Leuten, die live spielen, sieht das natürlich anders aus, aber ich würde die Kisten dafür auch nicht mehr verhunzen wollen..

  5. Avatar
    babo

    die 707 wird bei mir als sequen-
    zer genutzt mit ihren einzelausgängen. für diese gibt es
    ja volumefader mit denen man live
    ausgezeichnet improvisieren kann.
    da gab es zu housezeiten natürlich
    wahre riesen, klar mit einem augenzwinkern für die sounds, aber
    im grunde genommen kaonnte man mit ihr ein komplettes midistu-
    dio übernehmen. hurra 707

  6. Avatar
    Alex_KIDD

    Vieles wurde hier schon beschrieben, was ich nicht nochmal sagen muss.

    Ich geb meine TR707/727 auch nicht mehr her.
    Ich benutze die 707 nur zum ansteuern von den Simmons SDS
    Geräten.

    Die Sounds von der 727 nehme ich allerdings noch, diese klingen meiner Meinung nach immer noch gut.

    Ansonsten ist die Bedienung ja kinderleicht, überschaubar und Programmieren macht einfach Spaß.

    Und der Spaß kommt meiner Meinung nach in den letzten Jahren zu kurz.

  7. Profilbild
    Dr.Funk

    DIE Original-Chicago-House-Drummachine!!!!
    …bis Derrick May seine 909 an Frankie Knuckles verkaufte, um seine Miete zahlen zu können…. :-)

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      Stephan M. RED

      Ich war immer erstaunt, in wie vielen Pop-Stücken man die TR-707 und auch TR-505 hören konnte. Eine TR-505 besaß mein Cousin, ich konnte diese dann Jahre später übernehmen. Sie bot aufgrund dem Mischverhältnis an Klängen und ähnlicher Bedienung doch das bessere Preis/Leistungs-Verhältnis, zumal die Soundqualität ähnlich gut war. Wenn ich da an meine doch starr klingende KORG DDM-110 denke, diese war glaube sogar teurer und bot 9 knarzende Instrumente. Ich weiß auch nicht, ob man generell die Sounds als gut oder schlecht bezeichnen kann, irgendwie haben diese alten Schätzchen alle ihre Daseinsberechtigung und vor Allem ihren Wiedererkennungswert. Heute erkenne ich zumindest nicht, ob es eine TR-808, X-Base 09 oder die 809 der MPC Renaissance ist. Klingt alles gleich und irgendwie nach der Kopie einer Kopie deren Kopie vom Original. Unabhängig davon würde mich mal eine CR-78 reizen.

  8. Profilbild
    Piet66 RED

    Dieses Teil macht einfach nur Spaß und sieht schick aus. Klar, es gibt realistischere Drumsounds, aber wer auf genau DIESEN Sound abfährt und auf tightes Timing sowie einfache Bedienung Wert legt, ist mit der 707 sehr gut bedient. Auch die Gebrauchtmarktpreise sind noch relativ moderat.

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Roland TR-707

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