Blue Box: Yamaha CS-30, Analogsynthesizer

20. Juni 2014

Yamahas monophones CS Flaggschiff.

Einer der au0ergewöhnlichsten Yamaha CS-Synthesizer ist wohl der Yamaha CS-30, der nicht nur das Flaggschiff seiner Zunft war, sondern quasi eine „Analog-Workstation“ darstellte.

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Die Chaostheorie

… ist zwar ganz anderer Natur, wäre aber gerade beim CS-30 eine passende Assoziation. Obwohl optisch ein absoluter Leckerbissen, wird dem Benutzer der vielen Potis und Schalter sehr schnell klar, dass mit „klassischem“ Vorgehen bei der kreativen Soundgestaltung hier nicht viel zu machen ist. Der Filtertyp wird beim VCA eingestellt, die Oszillatoren bei den Filtern, und überhaupt gibt es hier einige recht ungewöhnliche Bezeichnungen oder Zusammenhänge, mit denen man zunächst gar nicht viel anzufangen weiß. Yamaha hat sich wohl schon früh in seiner „Tradition“ geübt, Dinge möglichst kompliziert zu machen. Später wurde diesem Motto beim DX-7 (für einen Klang-Bastler eine Tortur!), TX-16W (12-bit-Sampler) und auch bei neueren Instrumenten noch wirkungsvoll Nachdruck verliehen.

Ungeachtet seiner „gewöhnungsbedürftigen“ Benutzeroberfläche bietet der CS-30 – wiederum typisch Yamaha – erstklassigen Sound.

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Mit fast einem Meter Breite (und das bei einem 3 1/2-Oktaven Instrument!) ist der CS-30 nicht einmal der Größte seiner Familie: CS-30L ist die sehr seltene Variante dieses Instruments, die sich in zwei wesentlichen Punkten unterscheidet: obwohl noch breiter (über einen Meter und damit einer M1 oder einem JD-800 entsprechend), bietet der CS-30L KEINEN Sequencer, dafür aber – als Trost – einen Filter-CV-Eingang (was dem CS-30 fehlt). Die kleineren Kollegen der fünfköpfigen Familie wären noch der CS-10 und die – bereits in BlueBox getesteten CS-5 und CS-15 zu nennen.

Aufbau

Der CS-30 ist sehr umfangreich ausgestattet: 2 VCOs, 2 VCFs, 2 VCAs, LFO, 3(!) ENVs, 8-Step-Sequencer, diverse Spielhilfen und Extras. 

Klangbeispiele
Forum
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    studiodragon  

    Ich besitze mehrere der Yamaha CS Serie und die klingen alle etwas anders. Sehr robust aufgebaut innen wie aussen, man hat viel Spass beim schrauben.
    Ich mag die dinger einfach.

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    AMAZONA Archiv

    meinen cs30 hat seinerzeit der rudi linhard modifiziert. dadurch liess sich der sequenzer bequem per externem triggersignal ansteuern. hat immer super funktioniert. dirk :-)

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    AMAZONA Archiv

    Das man die LFO Wellenform nicht am Modulator sondern am Modulationsziel einstellen muß bzw kann, ist doch eher eine Stärke des CS30.Eine Quelle mit vielen verschiedenen Wellenformen die man an den vielen verschiedenen Zielen mit den hochwertigen Schaltpotis am Ort des Geschehens wählt. Das gleiche gilt auch für die drei EG`s.Zusätzlich kann man mit dem Sequencer eine oder mehrer Hullürven triggern und hat so einen zweiten komplexen LFO. Auch die zwei Ausgänge sind klasse, so sind Bewegungen vom liken zum rechten Ausgang möglich (Meeresrauchen mit Donnerbrandung vom linken zum rechten Ausgang,so wie bei Jean Michel Jarre`s Oxygen)
    Der CS-30 ist ein geiler intuitiv bedienbarer Synth für Leute die gerne Rumschrauben. Nachteil,der CS30 gehört nicht gerade zu den fettesten aller Analog-Synths.

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      mhagen1  

      Ich bin auch der Meinung, dass der CS-30 die Kreativität eher fördert als hemmt. Die Struktur entspricht nur nicht dem gewohnten Muster, ist aber durchaus logisch und extrem flexibel. Mit GUT ist der CS-30 hier meiner Meinung nach unterbewertet.

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        changeling  AHU

        Zumindest für jemand mit Modularerfahrung ist die Oberfläche intuitiv, weil die Vorgehensweise ähnlich ist, nur dass man hier am Ziel kein Kabel hängen hat, sondern eben die Quellenschalter (auch beim VCF bezüglich VCO-Wellenformen).

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    AMAZONA Archiv

    Ich habe zwei CS 30. Super genialer Synthesizer. Die 2 Multimodefilter sind wirklich ausergewöhnlich. Der Signalfluss ist gewöhnungsbedürftigt bietet aber wesentlich mehr möglichkeiten als bei anderen nicht modularen analog synthesizern. Der sequencer trigger mod ist super einfach einzubauen. Infos findet ihr im netz…

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    AMAZONA Archiv

    Sehr schöner Bericht, mich würde interessieren ob die CS30 Envelopes auch so schnell sind wie beim CS10, der für einen 1 VCO-Mono Synth sehr zu empfehlen ist.
    Der CS10 sound ist nicht das was man fett nennt, – er ist dennoch mit hoher Resonanz sehr druckvoll,da im Gegensatz zu anderen Synths Lautstärke und Druck mit steigender Resonanz zunehmen. Vieleicht verkauft mir Chris seinen zweiten, da diese Panzer aus Japan unverwüstlich sind.

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    Assel

    1.300,- Euro…? Nun, dann hat er seinen Wert seit den goldenen 80ern mehr als verdoppelt! Hat man selten. Eine gute Wertanlage also. Allein das hätte schon ein „sehr gut“ verdient…

    Aber im Ernst: „gut“ ist eindeutig daneben. Holzboden, Blechgehäuse. Ja, die Bedienung ist anders. Na und…? Mit keinem anderen Gerät ist es mir gelungen, so intuitiv, schnell und einfach wirklich ungewöhnliche Sounds einzustellen, die sich mit zeitgleich auf dem Markt befindlichen Instrumenten (mal abgesehen von Modularsystemen) kaum realisieren ließen. Und noch ein Wort zum Sequencer: Gerade WEIL er nur beim 1. Step die Tonhöhe abgreift, kann man damit ganz wunderbar live improvisieren! Der CS-30 lässt sich prima zweistimmig spielen, ein VCO kontrolliert vom Sequencer, der andere von der Tastatur. Und der Sequencer hält die Tonart, die er sich bei Step 1 abholt. Und dann gibt es noch den HOLD-Taster… einfach super! Dieser Sequencer ist ein geniales live-Tool, dass ich so noch nirgendwo anders gefunden habe… Einfach SEHR GUT!

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    MidiDino  AHU

    Von der möglichen Soundgestaltung bin ich ebenfalls sehr angetan, danke für Soundbeispiele – und im Hinblick auf ‚breit‘: Wenn Mensch als auch Sound nicht mehr durch die Tür passt, gibt es Probleme bei einer Produktion ;-)

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    bugler  

    Der Klang ist ja wirklich wunderschön. Sehr lebendig und musikalisch. Mal sehen, wann mir so einer zu einem realistischen Tarif über den Weg läuft.

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    Betancourt  

    Großes Lob an den Autor für die Klangbeispiele, die sind wirklich ausgesprochen gut! Sogar über meine Laptopboxen klingt das Gerät extrem organisch, lebendig und sehr knackig – hier scheinen in der Tat tolle Filter am Werk zu sein.
    Zum Glück habe ich für ein solches Gerät im Moment einfach keinen Platz mehr, sonst würde ich wohl tatsächlich auf die Suche gehen.

  10. Profilbild
    ZolloZ  

    Intuitives Sound-Design ist „auf jeden Fall“ die Stärke des CS-30, wenn man sich mit dem Synth eine Weile auseinandergesetzt hat. Für mich einer der vielseitigsten und ausdruckstärksten Analogsynths überhaupt. Er ist auf jeden Fall kein 08.15-Synth (Für Brot und Butter gibt es genug andere).

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