Test: Spectrasonics Omnisphere 2.5, Software Synthesizer

7. September 2018

Der neue alte Synthesizer-Champion!

Hättet ihr es gedacht? Vor 10 Jahren erschien erstmals das Synthesizer-Plugin „Omnisphere“! Kein Witz – und wer in unserem Archiv stöbert, wird sogar den ersten Spectrasonic Omnisphere-Test von 2008 dort finden können.

Nun also wirft Spectrasonics die Version 2.5 ins Rennen. Ich kenne übrigens kaum einen Plugin-Hersteller, der seine Software so aufwendig gepflegt und verbessert hat, wie Spectrasonics das mit Omnisphere getan hat. Aus gutem Grund hat daher Spectrasonic mit diesem Synthesizer Plug-in über die gesamte Laufzeit durchgehend einen der Top-Ranking-Plätze in unseren Software-Synthzesizer-Charts besetzt – und darf sich aktuell rühmen, dort auch wieder auf Platz 1 zu stehen.

Spectrasonic Omnisphere 2.5 war für mich der Hidden-Champion der letzten Superbooth. Ich war mit Cuckoo unterwegs und einer der ersten Stände zu denen er mich schleppte, war der von Spectrasonics (hier ein Video von unserem kurzen Superbooth-Trip). Schon auf dem Weg dorthin schwärmte er mir von der neuen Omnisphere Version 2.5 vor. „Er wäre begeistert gewesen“. Ich war ein wenig skeptisch, doch dann durfte ich einer Demo beiwohnen, die auch mich in ihren Bann gezogen hat. Von der Superbooth Demo gibt es leider kein Video, aber von einer ähnlichen Eric Persing Show entstand kurze Zeit später ein Video in Los Angeles. (Mal ganz nebenbei, erinnert er euch in der Show nicht auch an Steve Jobs und seine legendären Key Notes? ;-).

Die Neuheiten von Spectrasonics Omnisphere 2.5

Also umreißen wir mal die Verbesserungen, bevor wir zu meinem persönlichen Highlight kommen. Das neue Interface ist nun zeitgemäß, deutlich größer und hochauflösend. Die Granular-Page ist grafisch nun nicht nur viel ansprechender, weil sie auch die zu Grunde liegende Wellenform zeigt, sondern erlaubt einen visualisierten Echtzeitzugriff. Das sieht nicht nur gut aus, sondern hört sich auch fantastisch an.

Spectrasonics Omnisphere 2.5

Omnisphere 2.5 mit deutlich größerer GUI in HR

Spectrasonics Omnisphere 2.5 erlaubt nun pro Sound einen Vierfach-Layer, anstatt wie zuvor nur einen Zweifach-Layer. Wie sich so ein Vielfach-Layer anhört, demonstriert Eric Persing ebenfalls im oben verlinkten Video. Der dort angespielte Sound Phoenix Rising ist im Soundtest auf Platz 1, entsprechend enthusiastisch wurde er von mir soeben angespielt und live verändert. Ich muss auch sagen, das Ding kommt im Studio noch viel monströser und lebendiger rüber als auf der Show. Beim tweaken gab es übrigens überhaupt keine digitalen Artefakte, die bei solchen Sounds gerne mal ausgegeben werden, wenn der Rechner an seine Grenzen stösst.

Spectrasonics Omnisphere 2.5

Der geniale 4fach Layer Phoenix Rising

Eric war ganz stolz darauf in seiner Show zu erwähnen, dass mit diesem neuen Feature eine Single-Instanz von Spectrasonics Omnisphere 2.5 einen Synthesizer bietet, der bis zu 64 LFO´s, 64 Filter, 96 Hüllkurven und 160 Oszillatoren enthalten kann.

Ist natürlich unsinnig , denn so einen Sound braucht wahrscheinlich kein Mensch und bei voller Auslastung sollte dann auch jeder Rechner in die Knie gehen. Aber Eric hat die Muskeln spielen lassen, und das war nötig, denn allzu lange hatte man Omnisphere immer vorgeworfen ein Sampleplayer oder gar ein Rompler (dank seiner genialen Library) zu sein. Der Stachel saß tief – entsprechend bat er dann während der Show auch alle zu gehen, die noch immer der Meinung wären, Omnisphere wäre kein Synth.

Spectrasonics Omnisphere 2.5

Live Mode mit direktem Zugriff auf alle Spuren wie bei einem Mischpult

Der neue Live-Mode ist wie ein klassisches Mischpult aufgebaut und bietet einen direkten Zugriff auf alle 8 möglichen Spuren einer Instanz. Nichts was man nicht schon von anderen Plugins kennt, aber toll, dass hier Omnisphere 2.5 nachgelegt hat.

Hingegen wirklich hervorzuheben ist die Integration von Windows-Multi-Touch Funktionalität, die iOS leider noch nicht bietet. Mit einem Android Tablet lässt sich Omnisphere also mit auf die Bühne nehmen und komplett per Touchscreen ohne Einschränkungen bedienen. In Verbindung mit dem Live-Mode lassen sich dann z.B. verschiedene Kanäle auswählen,  in der Lautstärke verstellen und mehr.

Kommen wir nun zum fettesten neuen Feature, der …

Klangbeispiele
Forum
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    Mick  AHU

    „Aber das Wahnwitzige dabei, ich hatte nicht eine Sekunde den Eindruck, hier wäre auch nur ein langweiliger Sound darunter!“
    Und hier drin liegt die „Crux“. Viele OmniSounds, sind schon eigene Songs, so aufwändig sind sie programmiert bzw. gesampelt und effektiert. Oft hat man Probleme sie im Arrangement unter zu bringen.
    Als erstes also die Effekte aus, dann noch das komplexe Arpeggio, und dann, ja dann, denke ich hmm…das kann mein Zebra2, Dune2 usw. aber auch! Ich habe den Omni2 selber nicht, aber ein Kollege, das ist nur unsere subjektive Meinung.
    Ich hadere noch, entweder Omni 2 weil er doch sehr einfach zu bedienen ist, oder Upgrade von NI K9 auf NI K10U. Camel Audio hat mich und meinen Alchemy ja im Stich gelassen:-(

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      Tyrell  RED 2

      Das interpretierst du vollkommen falsch. Es gibt sehr wohl auch trockene, simple Sounds, die sich sehr gut in Arrangements einpassen lassen. Aber auch bei einfachen Lead oder Bass-Sounds überzeugt die Soundprogrammierung und hat dabei trotzdem fast immer einen eigenen Charakter.

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      Michael Bereckis

      Ich habe die aktuellen Zebra, Diva, NI-Synths, Dune,… und ich arbeite dennoch fast nur mit Omniphere. Weiterhin gibt es auch für ihn zusätzlich hervorragende externe Soundsanbieter.

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    pica

    Hallo,

    ich hab mal eine Frage zu der Prozessor und Speicherauslastung. Konnte bisher keine klaren Aussagen finden was mich bisher vom Kauf abgehalten hat. Ich benutze einen I7 mit 16GB Speicher Win7/64bit. Allerdings benutze ich noch Live9 auf 32bit. Habe mal U-He Diva getestet, bei dem ein oder anderen Sound als Chord gespielt war die Prozessorauslastung schon sehr hoch. Vielleicht kann jemand irgendwie einen Vergleich ziehen?

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    dflt  

    mir stellt sich immer ein wenig die frage, ob sich der doch vergleichsweise hohe anschaffungspreis auch für leute lohnt, die synth- und sampler-seitig (u.a. u-he „a bis z“, reakor, kontakt etc) schon recht gut versorgt sind, diese auch entsprechend bedienen können und nicht darauf angewiesen sind, eine möglichst große soundpalette in kurzer zeit zur verfügung stehen haben müssen (werbung, filmmusik,…). könnte man alles andere verkaufen? ;)

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    syntach  

    Super Test, sehr übersichtlich und so kompakt wie angesichts des Gebotenen überhaupt möglich. Das kann man sich schon mal sehr gut informieren, wenn man noch am überlegen ist. Den angeführten Punkt, viele Patches seine schon fertige Songs, finde ich eine der grossen Stärken, den man kann ganz schnell und umfassend eingreifen (Orb nicht vergessen!) und gut klingende und je nach Wunsch auch sehr komplexe Spuren aufnehmen, die man dann weiter verwenden kann. Selbst bin ich fast von Anbeginn an Omnisphere Nutzer und halte es für eines der kreativesten Softsynth Werkzeuge – auch wenn ich in Punkto Arpeggiator 100% zustimmen muss – da muss noch nachgebessert werden, von mir aus sehr gern in Richtung eines polyfonen Matrix Seq. wie in Reason. Sehr empfehlenswert übrigens auch die Erweiterungen, ich mag zb sehr gern die Plughugger J8 oder Deity, aber es gibt noch ganz viel andere.

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    syntach  

    ps

    @ dflt:

    Ich glaube nicht, dass man die essentiellen plugins gegeneinander aufrechnen kann.

    Muss man Omniphere haben, um Film- und Werbemusik machen zu können? Nein.
    Ersetzt Omnisphere alles andere? Ich finde,
    dass sich Softsynths va durch das Ergebnis unterscheiden, mit Masssive komme ich auf andere Sachen als mit Circle usw… Das hat man so bei zwei analogen Polysynths weniger,
    weil die sich in der Funktion viel mehr ähneln.

    Omnsiphere ist nicht zuletzt fürs grosse Kino, für lange Bögen usw ein mächtiges tool.

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    wasserblau

    Guter Test, ich nutze immer noch den alten Atmosphere – denke schon länger drüber nach, upzugraden irgendwann mal. Macht echt Appetit!

    Aber: viel, viel zu wenig Soundbeispiele!

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    gaffer  AHU

    Es ist nicht ganz unproblematisch, wenn ein Plug/Synthie sein Hauptaugenmerk auf gigantische Samplebibliotheken und dann noch gelayert richtet. Vor einigen Jahren habe ich mich darüber noch lustig gemacht, musste bei der Auseinandersetzung mit Amtmosphere/Omnisphere einsehen, dass sehr viele Klänge seeehr gut gemacht sind. Einfach so verwenden, out of the box. Aber da haben wir den D50 Effekt (der erste Synth mit Effekten auf den Sounds) klingt beim Anspielen super, trotzdem fliegt vieles bei der konkreten Arbeit am Song einfach raus, zu fett, zu verdrängend. Fünf dünne Sounds klingen eben oft besser als zwei fette. Damit bleibt der Teppich leise im Hintergrund, Britzeln im Intro. das alles bekommt man mit einer Sammlung Synths selbst hin, ist aber Arbeit, ohne Zweifel. Die Rolle als Universalsynth sehe ich nicht, dazu ist das PlugIn zu schwerfällig, kann alles ein bisschen…. Trotz aller kritischen Punkte muss ich zugeben, Spass macht’s trotzdem, damit zu spielen

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      Mick  AHU

      …genau meine Meinung!
      …und die besten Bässe sind immer noch die Monophonen, mit einem Oszillator und vielleicht nen SUB!

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    MidiDino  AHU

    Böse formuliert, betreibt Spectrasonic durch die Art und Weise der Soundprogrammierung auch mal Effekthascherei. Das war schon zu Zeiten von CD-Produktionen für diverse Hardware-Sampler so (z.B. „Distorted Reality“). Wer geil auf Sound ist, unabhängig von zu entwickelnden musikalischen Strukturen, kann rasch Gefallen an den zum Teil bombastischen Sounds finden, aber wie Mick (oben) zu Recht einbrachte, was kann man mit solchen Sounds machen? Ich fürchte: musikalisch wenig, nicht viel mehr als hintereinanderlegen, um z.B. einen Film nach dieser Vorlage zu drehen. Es sei angefügt, dass Spectrasonic zu den besten Producern gehörte und gehört, die auf dem Markt tätig sind: Ich verwende z.B. heute noch die „Symphony of Voices“ und andere. Doch mit Omnisphere könnte ich wenig bis nichts anfangen, deshalb finde ich den ‚Best Buy‘ übertrieben ;-)

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      gaffer  AHU

      Es ist relativ einfach: Instrumente (auch virtuelle) probiert man solo aus, früher im Musikladen, heute am Computer. Da sollte mit dem Druck einer einzigen Taste schon mal die Hölle losgehen. Ob das dann in ein Arrangement passt, who cares!

      Persing hat sowohl viele Roland Instrumente (D50, JV) programmiert, als auch Spectrasonics gegründet. Der weiss was er tut

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    paulilein  

    Wenn ich es nicht überlesen habe wurde da ein mächtiges kreativtool übersehen. Die Möglichkeit, bestandteile eines Sounds auf einen anderen zu übertragen. Soundlock. Ich glaube es gibt nicht vieles was schneller neue Sounds hervorbringt.

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    hejasa  

    mal schauen was mein betagter Virus A aus der Software heraus kitzeln kann. Vorweg, bin von dem UP – date fasziniert, bisheriger Liebling bei den Modulationseffekten ist das Solina Ensemble. Ist mir nie aufgefallen und anscheinend neu.

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    L. Lammfromm  

    Einerseits finde ich es ja richtig gehend lustig, dass eine Firma dieser Größe (die versammelte Mannschaft lässt sich am Ende anstaunen) eine Präsentation in der Art von Applejobs inszeniert, bei der sich der imitierte US-Konzern durchaus noch einige Anregungen holen kann. Andererseits bin ich in manchen Angelegenheiten sehr deutsch, man könnte auch sagen stinkdeutsch – und als solcher entstehen bei mir bei Fake-Applaus unmittelbar Allergiepickel.
    .
    Pardon. Mein Fehler. Ich ertrage so etwas einfach nicht.

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    psv-ddv  AHU

    Der Sample-Inhalt der Libraries von spectrasonics ist traditionell sehr professionell produziert und umgesetzt aber ich kann mir nicht helfen, die Synthesizerfunktionen klingen irgendwie alle weichgespült und in Watte gepackt.

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      anselm  

      Mein Eindruck bei Demos ist zunächst ähnlich. Demo-Sounds, die mit einem Finger einen halben Song erklingen lassen, sind mir ein Ärgernis, weil sie die Suche nach nützlichem verlängern.
      Ebenfalls gefällt mir nicht, daß Spectrasonics alle möglichen alten Libraries hineinpackt. So verbrauchen dann Ethno-Gesangphrasen teuren Speicherplatz auf der SSD.
      Die Synthesefunktionen scheinen nur Basics zu bieten. Man will auch den Gebrauchsmusik-Produzenten nicht verschrecken. Wavetable-Synthese und Unisono können andere besser.

      Es gibt vereinzelt doch Demos mit weniger aufgebrodelten Patches. Die lassen vermuten, daß Omnisphere doch Potential haben könnte für echt nützliche Klänge, die auch zupacken und letztlich doch plastikhaft und dünn klingen. Leider scheint es keine Demo-Version zum ausprobieren zu geben.

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    iggy_pop  AHU

    Klangliche Tütensuppen, für den kleinen, schnellen Hunger zwischendurch oder denjenigen, der sich selbst nicht die Zeit nehmen kann (oder will), um selbst zur Tat zu schreiten.
    .
    In manchen Produktionsumgebungen hat das durchaus seine Daseinsberechtigung.
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      a.jungkunst  AHU

      Es ist richtig, dass man die Patches als Auswahl von Tütensuppen betrachten kann, wenn man, und auch da ist Omnisphere m.M.n. sein Geld wert, als Anwender nur auf die mittlerweile 14.000 Patches zurückgreifen möchte. Aber auch dem Klanggestalter bietet sich durch eine unglaubliche Auswahl an Basisklängen und Werkzeugen immer die Möglichkeit, sich Klänge und Instrumente nach eigenem Gusto zu erschaffen. Ich erhöhe auf die Aussage, dass die Daseinsberechtigung für eine Vielzahl von Produktionsumgebungen gilt, unabhängig von den flexiblen Möglichkeiten, mit Omnisphere zu arbeiten. Bei diesem Werkzeug darf man auch nicht übersehen, dass es seit seiner Veröffentlichung im Gegensatz zu vielen anderen Tools permanent weiterentwickelt wurde.

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    Wellenstrom  AHU

    Ich betrachte Omnisphere nicht (mehr) als Presetschleuder für Leute, die nicht schrauben wollen oder es nicht können. Auch wenn sich ein großer Teil der User eher aus ganz anderen Ecken rekrutieren als der Synthnerdecke. Wir haben es da schon auch mit einer gewaltigen Engine zu tun, die das Schrauben ermöglicht. Für mich käme aber Omnisphere nie in Betracht, weil ich viel lieber auf „Kleinzelligkeit“ im Arrangement setze, mit vielen Spezialisten, als auf eine omnipotente Maschine, in der sich alles zu vereinen scheint.
    Diese Indiviualität, bestehend aus VIELEN Komponenten, Klangerzeugern spiegelt sich wahrscheinlich dann auch dementsprechend im Gesamtsound wieder. Ich vermute, dass über kurz oder lang Arrangements und Mixes. die ausschließlich oder in großen Teilen aus Omnisphereelementen bestehen, zwangsläufig „ausgelutscht“ klingen.

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      hejasa  

      Wer als User denkt, mit Omnishere brauche ich nichts anderes mehr, mag es glauben. Meine Erfahrung im Umgang damit ist eine andere. Ein dichtes Arrangement nur mit Omnispere verlangt ein mehr an Entzerrung jeder einzelnen Spur, als wenn weniger dominante Sounds aus anderen Plug ins genutzt werden. Daher ich nutze ihn, aber nicht bei jedem Stück.
      Was mich an der Version 2.5 nun besonders reizt, ist, ich kann tatsächlich mit meinem betagten Virus A etliche wesentliche Parameter steuern. Schrauben am Gerät ohne Maus und mit realen Knöpfen hebt den Omnisphere so in eine neue Dimension für mich, es macht einfach Spaß, wieder zu drehen und nicht mehr nur schieben zu müssen! Von Presetschleuder war meinerseits sowieso nie die Rede, jetzt spätestens als solche verkannt, wenn diese Option nicht genutzt wird.
      Urs bitte ähnliches implementieren!

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        TobyB  RED

        Hallo Hejasa,

        Ich hab seit einigen Tagen Omnisphere 2.5 am Start und bin jetzt nicht unbedingt der Meinung, das die Fernbedienung mit beliebigen Synth das „Killerfeature“ ist. Mal davon ab, Omnisphere mit der Boutique JP 08 zu steuern ist krass. Entscheidend ist der Workflow, es kann ja durchaus sein, dass der Virus auch etwas abfeuern soll. Dann musst das Preset erst mal aufrufen oder eben auf die Werte kurbeln, die dein Synth für den Patch brauchst. Zweiter Punkt, wenn du z.b. deinen Synthpark mit Mainstage oder CTRLR steuerst und ev. Omnisphere parallel auf einem Rechner einsetzt, wirds richtig lustig. Und im DAW Kontext erhöht das wiederrum den Abstraktionslevel. Ich sehe Omnisphere da entweder als Live Tool oder eben das es exklusiv im Studio arbeitet, mit den oben beschriebenen Auswirkungen auf den Workflow.

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          hejasa  

          Hallo TobyB, es war richtig lustig zu mainstage parallel den omni laufen zu lassen insofern, dass mainstage sich nicht von den Drehern am Virus beeinflussen ließ, Omnisphere aber in gewünschter Weise reagierte.
          Gebe dir ansonsten Recht, Virus und Omnisphere beide parallel am Pult geht grundsätzlich nicht, es sei denn man frickelt sich im Virus ein Programm, dem der omni folgen soll.
          Für mich persönlich ist es jedenfalls eine Freude, meinem verstaubten Virus einen neuen Gebrauch zuzuweisen, ob das für andere Synths und deren Nutzern zutreffen kann, müssen diese selbst entscheiden.
          Killerfeature ist die gebotene Option auch nicht, ich könnte ja jeden Regel per Hand zuweisen wie bei anderen Plug ins möglich. Ich bin nur meist zu faul dazu.
          Wie dem auch sei, mein Plug in für die einsame Insel ist der Omnisphere, richtig gut ginge es mir dort aber nur, wenn ich noch einige andere Plug ins mitnehmen dürfte!

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            TobyB  RED

            Hallo Hejasa,

            Mainstage kann von Haus aus erstmal noch nicht viel. Aber so einen Virus durchmappen und in einer Performance wegsichern, kostet maximal eine Stunde. Inklusive Steuerung der Mainstage Synths. Mich hat das verwirrt als ich das System 8 im Performance Modus bespielt hab und wohl noch das System 8 in Omnisphere hatte. Das gab dann halt Krach und der Take musste nochmal gemacht werden ;-) Und meine Versuche mit der Boutique JP 08 Omnisphere sinnig zu steuern… Das ist wie im ICE Musik machen, solange keine Weiche oder Gleisnaht kommt trifft man irgendwas. Ich bin grob motorisch, mein Mischer hat 100mm Fader ;-)

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    Tyrell  RED 2

    Omnisphere kann sehr wohl auch ohne seinem Brimborium zu einem Ausio-Skalpell werden. Wie Omni eingesetzt wird, hängt doch nur vom User ab.

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      hejasa  

      Hallo Tyrell,
      klar hat omni im Common EQ, arbeite bei mehreren Spuren aber lieber mit den Möglichkeiten, die in meinem Fall die Logic bietet, aber wie du schreibst, es hängt von der bevorzugten Arbeitsweise des Users ab. Sehe ich nicht anders.

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    AQ  AHU

    Einen Synth zu kritisieren weil das Ding „zu viel“ kann, ist schon reichlich unfair. Wenn ich z.Z. das Radio einschalte kann ich kotzen – Einheitsmüll bis zum geht nicht mehr und schlaue Texte für Rapper gibt es schon lange nicht mehr. Es ist an jedem Einzelnen den passenden Einsatzzweck zu finden. Ich bin total begeistert, dass ich den 2.5, einfach so und gratis, als Update zu meiner 2.0 Version runterladen kann. In einem XY Arrangement hat es ev. wirklich keinen Platz dafür, aber das ist ja nicht das Thema, wenn man so viele neue Möglichkeiten in die Hand kriegt. „DO THE NEW“ !
    In naher Zukunft werden wir den einen oder anderen Hit hören, welcher mit einem bombastischen Sound daher kommt. Ihr müsst also nur noch „den Hit“ schreiben. Mir kommt da gerade die Fishermens Werbung in den Sinn: „Ist er zu stark, bist du zu….“

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      TobyB  RED

      Hallo AQ,

      es soll schon schlaue Rapper und auch schlaue Rap-Texte geben. Mag ja nicht jeder Ghettostyle.
      Das die Pop Musik ärmer an Akkorden wird, ist ja nichts Neues. Das hängt aber auch daran, das die Produzenten sich zu sehr auf bewährte Konzepte verlassen. Und dann auch noch glauben, es wäre cool dem Zuhörer einen Spotify optimierten Titel aufs Ohr zu hauen. Von Pop bis Schlager ist alles dabei. Und am Ende kommt fast immer Intro, Strophe, Pre Chorus, Chorus, Strophe, Pre Chorus, Chorus, Bridge, Outro rum. Und mehr als 4 Akkorde versteht keiner. O Ton eines Verlagskaufmannes.

      Das kann man dann, wie du richtig siehst nicht Omnisphere ankreiden. Wenn man sich nur in Moll und Dur bewegt, ist man irgendwann durch.

      Ich sehe Omnisphere mit oben und im anderen Post beschrieben Einschränkungen, als Ergänzung. Das Omnisphere viel kann, sehe ich als Vorteil. Entscheidend ist, was der macht welcher vor Omnisphere sitzt.

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        AQ  AHU

        Irgendwann werden Melodie und Harmonie wieder die Oberhand haben… wo bleiben die „Quincy Jones“ der Zukunft? Oder „die Hoffnung stirbt zuletzt“ ;-)

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          TobyB  RED

          Hallo AQ,

          Ich hatte die Tage wieder The Dude von Quincy Jones auf dem Plattenteller. Und anschliessend Karat, Der Albatros. Dann kam Materia „Rostock“. Ich weiss nicht ob ich da so objektiv bin. Momentan lerne ich Satzkomposition, Karat und einige andere sind da sehr gute Beispiele. Bei aktueller Popmusik ob nun mit und ohne Synth müsste ich echt erstmal nachdenken, was mir das so in den Kopf kommt. Instrumental Jóhann Gunnarsson und Nils Frahm. Und bei einigen jungen Youtubern sehe ich Potential. Das muss sich auswachsen. ;)

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            AQ  AHU

            Hallo TobyB

            Ja, zum glück gibt es immer wieder sensationelle junge Talente. Nur, während Michael Jackson mit Quincy Jones und Whitney Houston mit Clive Davis wahnsinns Förderer hinter sich hatten, müssen die Jungen sich heute mit mässig begabten, Mainstream orientierten möchtegern Producern herumschlagen… und das tönt dann halt entsprechend. Jack White hat ja jetzt anderes zu tun (Jugendförderung: er födert seine 45 Jahre jüngere Frau und hat bald sechs Kinder ;-)
            Aber eben, vielleicht lassen sich die geneigten Tastenkünstler von den wahnsinns Klängen des Omnisphere 2.5 zu Neuem inspirieren und werden hoffentlich auch entsprechend gefördert.

  17. Profilbild
    ukm  

    Es ist zwar eine technische Präsentation in dem Video, aber ein wenig gut komponierte und arrangierte Musik hätte nicht geschadet. Wenn da nur „abgefahrene“ Klänge kommen, dann setze ich mich ins Auto und – fahre ab.

  18. Profilbild
    Panta Flux  

    Ich kann nur mutmaßen, dass Leute, die Omnisphere nicht so pralle finden, sich nie tiefergehend mit dem Synth beschäftigt haben. Wäre ich nicht frühzeitig nach dem Kauf auf die YT-Videos des Sounddesigners (u. a. Korg) John „Skippy“ Lehmkuhl (PlugInGuru) gestoßen, hätten mich die ganzen mehr oder minder gut versteckten Fähigkeiten wohl auch eher abgeschreckt/überfordert, und der Synth wäre zu einer Presetschleuder verkommen.

    Aber mittlerweile kenne ich Omnisphere wie meine Westentasche (moment, ich trage doch gar keine Westen), und bei der Frage nach dem einen „Insel-Synth“ würde ich mich ohne langes Zögern ganz klar für Omnisphere entscheiden. Abgesehen von tiefgehendem Multisampling kann der eigentlich alles. Und das allermeiste davon zudem auch noch verdammt gut. Sich vom INIT-Patch ausgehend den gewünschten Klang so zurechtzuschrauben, dass er auch in den Mix passt ist eigentlich gar nicht so schwer.

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      anselm  

      PluginGuru Lehmhukl kenne ich. Seine Demos sind für mich ein Argument gegen den Kauf. Einen Finger aufs Keyboard legen und eine Sequenz mit viel Reverb und Delay und Drumloop erklingt – solche Patches sind einfach Zeitverschwendung und rücken die Software in ein negatives Licht.
      Das ist natürlich rein subjektiv.

  19. Profilbild
    Toni.24

    Verstehe ich das Richtig???

    Ich kann mir Omnisphere 2 kaufen (etwa179,-) und umsonst auf 2.5 updaten.
    Anstatt 2.5 neu für 399,- zu kaufen.

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