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Test: Spectrasonics Omnisphere 2.5, Software Synthesizer

7. September 2018

Der neue alte Synthesizer-Champion!

Hättet ihr es gedacht? Vor 10 Jahren erschien erstmals das Synthesizer-Plugin „Omnisphere“! Kein Witz – und wer in unserem Archiv stöbert, wird sogar den ersten Spectrasonic Omnisphere-Test von 2008 dort finden können.

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Nun also wirft Spectrasonics die Version 2.5 ins Rennen. Ich kenne übrigens kaum einen Plugin-Hersteller, der seine Software so aufwendig gepflegt und verbessert hat, wie Spectrasonics das mit Omnisphere getan hat. Aus gutem Grund hat daher Spectrasonic mit diesem Synthesizer Plug-in über die gesamte Laufzeit durchgehend einen der Top-Ranking-Plätze in unseren Software-Synthzesizer-Charts besetzt – und darf sich aktuell rühmen, dort auch wieder auf Platz 1 zu stehen.

Spectrasonic Omnisphere 2.5 war für mich der Hidden-Champion der letzten Superbooth. Ich war mit Cuckoo unterwegs und einer der ersten Stände zu denen er mich schleppte, war der von Spectrasonics (hier ein Video von unserem kurzen Superbooth-Trip). Schon auf dem Weg dorthin schwärmte er mir von der neuen Omnisphere Version 2.5 vor. „Er wäre begeistert gewesen“. Ich war ein wenig skeptisch, doch dann durfte ich einer Demo beiwohnen, die auch mich in ihren Bann gezogen hat. Von der Superbooth Demo gibt es leider kein Video, aber von einer ähnlichen Eric Persing Show entstand kurze Zeit später ein Video in Los Angeles. (Mal ganz nebenbei, erinnert er euch in der Show nicht auch an Steve Jobs und seine legendären Key Notes? ;-).

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Die Neuheiten von Spectrasonics Omnisphere 2.5

Also umreißen wir mal die Verbesserungen, bevor wir zu meinem persönlichen Highlight kommen. Das neue Interface ist nun zeitgemäß, deutlich größer und hochauflösend. Die Granular-Page ist grafisch nun nicht nur viel ansprechender, weil sie auch die zu Grunde liegende Wellenform zeigt, sondern erlaubt einen visualisierten Echtzeitzugriff. Das sieht nicht nur gut aus, sondern hört sich auch fantastisch an.

Spectrasonics Omnisphere 2.5

Omnisphere 2.5 mit deutlich größerer GUI in HR

Spectrasonics Omnisphere 2.5 erlaubt nun pro Sound einen Vierfach-Layer, anstatt wie zuvor nur einen Zweifach-Layer. Wie sich so ein Vielfach-Layer anhört, demonstriert Eric Persing ebenfalls im oben verlinkten Video. Der dort angespielte Sound Phoenix Rising ist im Soundtest auf Platz 1, entsprechend enthusiastisch wurde er von mir soeben angespielt und live verändert. Ich muss auch sagen, das Ding kommt im Studio noch viel monströser und lebendiger rüber als auf der Show. Beim tweaken gab es übrigens überhaupt keine digitalen Artefakte, die bei solchen Sounds gerne mal ausgegeben werden, wenn der Rechner an seine Grenzen stösst.

Spectrasonics Omnisphere 2.5

Der geniale 4fach Layer Phoenix Rising

Eric war ganz stolz darauf in seiner Show zu erwähnen, dass mit diesem neuen Feature eine Single-Instanz von Spectrasonics Omnisphere 2.5 einen Synthesizer bietet, der bis zu 64 LFO´s, 64 Filter, 96 Hüllkurven und 160 Oszillatoren enthalten kann.

Ist natürlich unsinnig , denn so einen Sound braucht wahrscheinlich kein Mensch und bei voller Auslastung sollte dann auch jeder Rechner in die Knie gehen. Aber Eric hat die Muskeln spielen lassen, und das war nötig, denn allzu lange hatte man Omnisphere immer vorgeworfen ein Sampleplayer oder gar ein Rompler (dank seiner genialen Library) zu sein. Der Stachel saß tief – entsprechend bat er dann während der Show auch alle zu gehen, die noch immer der Meinung wären, Omnisphere wäre kein Synth.

Spectrasonics Omnisphere 2.5

Live Mode mit direktem Zugriff auf alle Spuren wie bei einem Mischpult

Der neue Live-Mode ist wie ein klassisches Mischpult aufgebaut und bietet einen direkten Zugriff auf alle 8 möglichen Spuren einer Instanz. Nichts was man nicht schon von anderen Plugins kennt, aber toll, dass hier Omnisphere 2.5 nachgelegt hat.

Hingegen wirklich hervorzuheben ist die Integration von Windows-Multi-Touch Funktionalität, die iOS leider noch nicht bietet. Mit einem Android Tablet lässt sich Omnisphere also mit auf die Bühne nehmen und komplett per Touchscreen ohne Einschränkungen bedienen. In Verbindung mit dem Live-Mode lassen sich dann z.B. verschiedene Kanäle auswählen,  in der Lautstärke verstellen und mehr.

Kommen wir nun zum fettesten neuen Feature, der …

Hardware Synth Integration

Und es ist genau das, was der Name verspricht. Ein (nicht ganz) beliebiger Hardware-Synthesizer wird durch einen einzigen Mausklick zum Controller von Omnisphere – und zwar automatisch!

Wer also z.B. die Bedienung seines Moog Sub Phattys im Schlaf kennt, kann damit quasi blind Hüllkurven, Filter und LFO´s von Spectrasonics Omnisphere 2.5 bedienen. Und das geht genau so perfekt wie es sich hier anhört.

Die Idee dahinter mag simpel sein, aber im gleichen Maße ist sie auch wirklich genial. Mehr als 30 aktuelle Synthesizer wurden bislang integriert, weitere werden folgen. Die Auswahl erfolgt in Omnisphere 2.5 über ein Dropdown-Menü.

Hier ein Abbildung des Drop-Down Menüs mit den bislang integrierten Synthesizern:

Hardware Synth Integration

Hardware Synth Integration – Menü

Um es nochmals zu verdeutlichen: Der heimische Moog wird zwar dann zum reinen Controller degradiert, bietet einem aber das vertraute Interface zur Kontrolle der Omnisphere Synthesizer, und spart Platz, da man auf einen zusätzlichen Controller verzichten kann – sollte man ausschließlich mit Omnisphere 2.5 arbeiten (was auf Grund des Potentials durchaus denkbar ist).

Unterstützt wird das Ganze grafisch dadurch, dass die jeweils zugewiesenen Edit-Pages automatisch auf dem Bildschirm erscheinen. Dreht man an der Hardware den Cut Off Regler, springt die GUI sofort auf die Filterseite.

Dank der Qualität der Klangerzeugung von Omnisphere 2.5 hat man schnell das Gefühl, man würde an einem echten Hardware-Synth sitzen, mit dem Unterschied, dass man plötzlich auch Effekte in Echtzeit über den Synth steuert (der vielleicht gar keine Effekte hat), oder einen Sub-Phatty (-Controller) für polyphone Strings einsetzt.

Wer einen Moog Voyager besitzt, kann dann z.B. den ORB-Controller des Omnisphere 2.5 (siehe weiter unten), über das Touch-Panel des Moog Voyagers steuern.

Ich habe das zu Hause mit einem geliehenen Clavia Nord Lead ausprobiert und die Integration war hammermäßig verblüffend – und das nur über ein banales Midi-Kabel.

Wie umfangreich die Hardware-Integration ist, hängt natürlich von der Hardware selbst ab. Erstaunlich ist aber schon, dass sich die Omnisphere-Entwickler extrem Mühe gegeben haben, wirklich jeden nur möglichen Controller, direkt zu verknüpfen. Sogar erlaubt zum Beispiel die Loop-Steuerung des aktuellen Prophet X die Kontrolle der Granulär-Synthese und auch die Sampleauswahl in Omnisphere usw.

Integration Roland Boutique-Synths

Das ist richtig cool. Spectrasonics Omnisphere 2.5 emuliert die integrierten Boutique-Synthesizer. Es werden also nicht nur die Einstellungen aus einem Roland JU-06 übertragen, sondern der Omnisphere verwandelt sich dann auch zu einem Juno 106. Und der ist nicht von schlechten Eltern – und vor allem nicht nur vierstimmig. Ich persönlich konnte dieses Feature in Ermangelung eines Boutique-Synthesizers noch nicht testen, aber die Live-Demo von Eric hierzu war absolut überwältigend. Ich bin mir aber sicher, dass wir hier bald einige Statements zu diesem Feature in den Kommentaren haben werden.

Ein nettes Feature: Jeder Sound und auch jede Grundwellenform wird kurz beschrieben.

Nun aber:

Ein kleiner Rundgang durch Omnisphere …

… für Neulinge.

Rein physikalisch macht sich der neue Bolide mit ca. 64 GB auf der Festplatte breit. Spectrasonics Omnisphere 2.5 allerdings nur auf seinen Speicherbedarf zu reduzieren, würde diesem Plug-in nicht gerecht werden.

Vielmehr darf man hier von einem multifunktionalem Hybridsynthesizer sprechen:

Zum einen ist Omnisphere ein Synthesizer auf Sample-Basis. Unzählige, gesampelte Klänge bilden den Grundstock der Klangerzeugung. Der Schwerpunkt liegt aber nicht auf Klavier, Piano und Orchester, sondern auf Material, das geeignet ist, um wirklich jeden nur erdenklichen Synthesizerklang zu erzeugen.

Zum anderen hat man dem Sample-Player aber auch einen ausgefuchsten Synthesizer spendiert, dessen Oszillatoren fähig sind, ganz in der Tradition eines VA-Synthesizers, seine eigenen Schwingungsformen zu generieren. Hier stehen aber nicht nur die üblichen Bekannten, wie Sägezahn, Puls oder Sinus zur Verfügung, sondern 500 unterschiedliche DSP-Schwingungsformen. An Synthesen ist dieser Bereich fast nicht zuschlagen. Ob Wavetables, Granular, FM … zahlreiche Filter, Ringmodulation, die Bandbreite ist wirklich üppig. Dazu kommen unzählige Modulationsmöglichkeiten oder z.B. Features wie Unison Drift, die die leichten Tonhöhenschwankungen eines Analog-Synthesizers nachbilden.

Die 400 Ausgangsschwingungsformen sind dabei das Tüpfelchen auf dem i. Denn bereits auf Oszillator-Ebene kann man hier aus dem Vollen schöpfen. Liebhaber alter Klassiker finden hier Sounds von Moog bis Roland, deren Schwingungsformen aber eben nicht gesampelt, sondern virtuell durch den DSP nachempfunden wurden.

Also fassen wir zusammen:

Spectrasonics Omnisphere 2.5 ist so etwas wie die eierlegende Wollmilchsau der Synthesizer-Plug-ins. Ganz nach dem Motto: Hat man Omnisphere 2, braucht man kein anderes Synthesizer-Plug-in mehr.

Hinein in den Edit-Bereich des Gesamtsounds

Features im Überblick

  • Spectrasonics Omnisphere 2.5 erlaubt auch das Einbinden eigener Audiofiles, um diese mit der internen Power geballter Synthese umfangreich nachzubearbeiten. Leider gibt es hier aber keine Option, ganze Multisamples zu integrieren, Sample-Waves zu editieren oder gar von anderen Sample-Playern wie EXS24 oder Kontakt ganze Multisamples zu importieren. Das fanden wir dann doch sehr schade.
  • Wie oben erwähnt enthält Spectrasonics Omnisphere 2.5  500 DSP-Schwingungsformen.
  • FM, Ringmodulation und Wavetable-Synthese aus der ersten Version wurden deutlich verbessert. So erlaubt z.B. die  Wavetable-Synthese nun, jede vorhandene Schwingungsform zu nutzen und diese an den Übergängen zu morphen. Verbessert worden sind außerdem Granular-Synthese sowie die Funktionsblöcke HARMONIE und UNISONO.

Die neue Granular-Page

  • Im Filter-Bereich sind zu den 28 bisherigen Filtern 6 neue Filter hinzugekommen. Darunter sind auch Spezialisten wie ein „Vowel-Filter“ für Stimmenartiges. Abrufbar sind geschätzte 80 Filter-Presets, die einem die schnelle Arbeit erleichtern.
  • Weniger spektakulär, aber sinnvoll: Samples lassen sich auch rückwärts abspielen.
  • Die Modulationsquellen und Ziele wurden in Version 2.0 deutlich erweitert.
  • Über 1.000 neue Sounds für 2.5 schrauben nun die Gesamtzahl an verfügbaren Klängen auf eine Gesamtzahl von über 14.000 Sounds hoch (wer soll die jemals durchhören?). Aber das Wahnwitzige dabei, ich hatte nicht eine Sekunde den Eindruck, hier wäre auch nur ein langweiliger Sound darunter!
  • Ein umfangreicher Arpeggiator, der richtig Spaß macht.

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  • 57  Effekt Einheiten machen aus Omnisphere alleine dadurch schon ein Kreativtool, das sich nur schwer toppen lässt. Diese können als Inserts oder über Send/Return verwendet werden und lassen sich umfangreich editieren. Das Effekt-Rack ist dabei auch optisch ein Genuss.
  • Auch ORB, die quasi Vektorsteuerung von Parametern (z.B. über ein iPad), wurde nochmals verbessert und hat den „Attractor Mode“ erhalten.

Wer den gesamten Funktionsumfang wissen möchte, wirft bitte einen Blick auf die Produktseite von Spectrasonics.

Soundsuche in der Omnisphere

Bei 14.000 Sounds darf man eine effiziente Library-Verwaltung mit umfangreichen Such-Möglichkeiten erwarten. OMNISPHERE 2.5 arbeitet hier zum Einen mit einer drei- bis vierstufigen Kategorisierung (Category/Type/Model/Genre), zum Anderen mit der Eingabe von beliebigen Suchbegriffen.

Selbst mit dem Suchbegriff VANGELIS werden einem sinnvolle Vorschläge gemacht, selbst dann, wenn der Suchbegriff selbst NICHT Bestandteil des Soundnamens ist.

Patch-Browser für 14.000 Sounds plus den 3, die man selbst erstellt ;-)

Das funktioniert übrigens auch hervorragend mit Namen von Synthesizern und ergibt auch dann sinnvolle Ergebnisse.

Gibt man z.B. JUNO ein, werden einem z.B. nicht nur Omnisphere Sounds vorgeschlagen, sondern auch Sounds aus anderen Spectrasonics Plug-ins wie z.B. TRILIAN oder KEYSCAPES (vorausgesetzt, man hat eines dieser Plug-ins ebenfalls installiert). TRILIAN öffnet sich dann innerhalb von Omnisphere und passt sich perfekt der Omnisphere-Umgebung an.

Trilian oder Keyscapes muss man optional erwerben

Schließt man die Suche, bleiben die zuletzt angezeigten Ergebnisse in der linken Spalte erhalten, während man rechts mit dem Editieren beginnen kann.

Auf Wunsch kann man auf diese Weise sehr einfach seine 8 Multi-Slots zusammenstellen und komplette Arrangement ausschließlich mit OMNISPHERE erstellen.

Abschließend sei erwähnt, dass jeder der 14.000 Klänge eine eigene Info-Seite besitzt, auf der genau erklärt ist, welche Besonderheiten und Eigenschaften der Klang besitzt.

Omnisphere Layers

Für mich eines der schönsten Features.

Jeder Klang kann (muss aber nicht) aus bis zu vier komplett unterschiedlich aufgebauten Synthesizer-Klängen bestehen. Stellt euch einfach vor, ihr hättet vier unterschiedliche Synthesizer und würdet diese parallel antriggern und deren Mischverhältnis über einen Mixer steuern.

Bis zu 4 Sample- oder DSP-generierte Oszillatoren pro Sound

Klar, nichts Neues, aber in Omnisphere geschieht dieses Layern von vier Synthesizern auf äußerst einfache Art über die drei Buttons MAIN, sowie A bis D (siehe Screenshot oben).

Unter MAIN werden die Lautstärkeverhältnisse, Tuning etc. der beiden Layer eingestellt. Unter A und B finden wir jeweils eines der beiden Layer mit den wichtigsten Parametern.

Im oben gezeigten Screenshot ist der Main-Screen für alle Layers geöffnet, aber nur Layer A und B sind aktiv. In diesem Fall greifen beide auf ein Sample zurück, während die stummgeschalteten Layer 3 und 4 mit DSP-Wellenformen besetzt sind und darauf warten mitspielen zu dürfen.

Der Clou ist, dass sich über COPY LAYER einer der beiden Layer in einen beliebigen anderen Sound kopieren lässt. Da ein Sound immer alle 4 Layer abspeichert und nicht auf eine Library einzelner Layers zugreift, kann man drauflos experimentieren und editieren ohne Angst zu haben, dass derselbe Layer, der in einem anderen Sound ebenfalls verwendet wird, verändert wird.

Klingt verwirrend – aber ist ganz einfach und sinnvoll und macht viel Spaß. Wer also nicht unbedingt in die ungeahnten Tiefen der Sound-Editierung des Omnisphere vorstoßen möchte (und ja es sind wirklich ungeahnte Tiefen), der kann bereits an der Oberfläche mit wenigen Reglern und den beiden Layern fantastische Sounds selbst erstellen.

In der Mixer-Page können nochmals 8 Vierfach-Layers kombiniert werden

Multis und Singles

Entweder ihr steuert 8 einzelne Sounds des Omnis über die Kanäle 1-8 an oder ihr entscheidet euch, 8 Klänge in einem Multi-Sound zusammenzufassen und könnt diese dann mit einem internen Mixer aufeinander abstimmen. Multis können selbstredend in beliebiger Menge im User-Ordner abgelegt werden.

FX and ARP

Ich fasse mich hier eher kurz, da sich Ähnliches auch in anderen Plug-ins findet und zudem der Bereich fast selbsterklärend ist. Auf der anderen Seite ist die Verdrahtung und die Vielseitigkeit der Effekt-Unit aber vorbildlich gelöst.

Im Multimode gibt es die 4 AUX-Effekte, die in der Multipage über die vier Aux-Wege angesteuert werden. Zusätzlich gibt es vier Mastereffekte, mit denen man die Summe aller Signale aus dem Multimode veredeln kann.

Im Single-Mode lassen sich über FX-AUX vier einzelne Effekte integrieren, die automatisch für BEIDE Layer gelten. Unter FX A und FX B lassen sich ZUSÄTZLICH je 4 Effekte auf jeden Layer legen – und unter COMMON kommen quasi als Mastereffekt schließlich bis zu 4 finale Effekte hinzu. Macht pro Sound summa summarum 16 gleichzeitig verfügbare Effekte. Gut, braucht wahrscheinlich niemand in dieser Fülle, aber immerhin – wer weiß.

In einer Preset-Liste kann man den Effekt-Slots sinnvolle Effekt-Ketten zuweisen. Selbstverständlich lassen sich solche Effekt-Zusammenstellungen auch separat abspeichern und beliebig editieren.

Die Qualität der Effekte ist erstaunlich gut. Selbst die Königsklasse REVERBS hat mir ausgesprochen gut gefallen!

Arpeggiator

Fast allen Klängen ist bereits ein sinnvolles Arpeggio zugeordnet worden. Einfach unter ARP einschalten und loslegen.

Die Bedienung ist übersichtlich und eigentlich selbsterklärend. Die Möglichkeiten beziehen sich auf die Features klassischer Arpeggiatoren und sind umfassend vorhanden.

Hier hätte ich mir allerdings gewünscht, dass der Arpeggiator um die Möglichkeit eines Stepsequencers ergänzt worden wäre. Es ist also beispielsweise nicht möglich, auf die einzelnen Schritte, statt der Velocity (senkrechte Balken), auch Filter oder Tonhöhen zu legen.

Hier ist meines Erachtens der einzige Schwachpunkt des OMNISPHERE.

Wer aber typische Juno-60 Arpeggios erzeugen möchte, kann dies auf dieser Page sehr einfach und umfassend tun. Und auch hier gibt es jede Menge gut beschrifteter Presets, die man einfach durchsteppen und schließlich seinen Wünschen anpassen kann.

Die erzeugte Arpeggio-Sequenz kann man übrigens per drag-and-drop auch direkt in seine DAW auf eine eigene MIDI-Spur ziehen. Danach schaltet man den Arpeggiator des Omnis aus und editiert die Sequenz in seiner DAW weiter.

Die neue ORB-Page

ORB

Nur ein paar Worte zu ORB

ORB ist quasi ein Vektor-Editor, der sich live spielen oder automatisieren lässt. Dabei werden Sound- und Effektparameter beeinflusst. In meinem dritten Soundbeispiel habe ich den ORB mal automatisiert werkeln lassen.

Vor allem die Steuerung über ein iPad oder wie oben erwähnt, einen Hardwarecontroller wie den Moog Voyager, macht hier richtig Spaß.

Digital, Vintage oder Hybrid, die Soundqualität ist über jeden Zweifel erhaben.

Der Sound des Software-Synthesizers

Der Omnisphere ist über „fast“ jeden Zweifel erhaben.

Spectrasonics ist es tatsächlich gelungen, für die allermeisten Anwendungszwecke einen Synthesizer zur Verfügung zu stellen, der einen rundum glücklich macht, Die Vielseitigkeit, aber auch die hervorragende Qualität JEDES EINZELNEN Klanges ist umwerfend, so habe ich das in dieser Dimension noch nirgendwo sonst gefunden.

Ob Mellotron oder Roland Jupiter-8, ob DX7 oder D50, ob PPG oder Oberheim Matrix, hier sind sie alle – und das in überzeugender Qualität. Dazu noch unzählige Natur-Multisamples von Chören, Ethno-Sounds, klassischen Instrumenten usw.

Dabei schafft Omnisphere sehr überzeugend den Brückenschlag von Sample- zu DSP-basierten Klängen und der Mischung daraus. Er überzeugt somit als VA-Synthesizer und kann den Vergleich zu echten Analogsynthesizern jederzeit antreten.

Trotz der gigantischen Auswahl an Klängen, kommt man bei Omnisphere nicht drumherum, sofort an den Reglern drehen zu wollen und nach und nach in die Tiefe der Klangsynthese einzusteigen. Die Platz 1 in unseren Software-Synthesizer-Charts hat sich Spectrasonics Omnisphere 2.5 redlich verdient.

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Fazit

SPECTRASONICS OMNISPHERE 2.5 ist für unseren Geschmack derzeit das vielseitigste und umfangreichste Synthesizer-Plug-in am Markt. Bedienung und Oberfläche sind vorbildlich gelöst. Vor allem aber die Qualität jedes einzelnen der 14.000 vorhandenen Klänge ist exzellent.

Dank extrem umfangreicher Synthese-Möglichkeiten sollte hier jeder Musikstil sehr gut bedient sein. Aber auch Freunde von Presets werden Spaß an Omnisphere 2.5 haben, da sich selbst die fertigen Klänge im Nu editieren oder mit anderen Klängen mischen lassen.

Der hohe Preis für so viel Freiheit ist absolut gerechtfertigt. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass Omnisphere für viele das One-And-Only Synth-Plugin wird. Hätte ich die Qual der Wahl und dürfte mich nur für ein einziges Synth-Plugin entscheiden, wäre es wohl aktuell Omnisphere 2.5.

Dass der gigantische Techniksprung von 2.0 auf 2.5 für 2.o Besitzer dazu noch kostenlos ist, erleichtert die Vergabe unserer seltenen BEST BUY Auszeichnung.

Plus

  • Hybridsynthesizer
  • extrem vielseitige Klangwelten
  • hervorragend programmierte Presets
  • sehr einfach zu bedienende Layers, die zu neuen Sounds führen
  • starkes Effektmodul
  • leichte Soundsuche mit hervorragenden Informationen zu jedem Klang
  • Audioimport
  • Upgrade von 2.0 auf 2.5 kostenlos

Minus

  • kein Multisample-Import

Preis

  • 399,- Euro
  • Upgrade von 2.0 auf 2.5: kostenlos
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Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    Mick  AHU

    „Aber das Wahnwitzige dabei, ich hatte nicht eine Sekunde den Eindruck, hier wäre auch nur ein langweiliger Sound darunter!“
    Und hier drin liegt die „Crux“. Viele OmniSounds, sind schon eigene Songs, so aufwändig sind sie programmiert bzw. gesampelt und effektiert. Oft hat man Probleme sie im Arrangement unter zu bringen.
    Als erstes also die Effekte aus, dann noch das komplexe Arpeggio, und dann, ja dann, denke ich hmm…das kann mein Zebra2, Dune2 usw. aber auch! Ich habe den Omni2 selber nicht, aber ein Kollege, das ist nur unsere subjektive Meinung.
    Ich hadere noch, entweder Omni 2 weil er doch sehr einfach zu bedienen ist, oder Upgrade von NI K9 auf NI K10U. Camel Audio hat mich und meinen Alchemy ja im Stich gelassen:-(

    • Profilbild
      Tyrell  RED 111

      Das interpretierst du vollkommen falsch. Es gibt sehr wohl auch trockene, simple Sounds, die sich sehr gut in Arrangements einpassen lassen. Aber auch bei einfachen Lead oder Bass-Sounds überzeugt die Soundprogrammierung und hat dabei trotzdem fast immer einen eigenen Charakter.

    • Profilbild
      Michael Bereckis  

      Ich habe die aktuellen Zebra, Diva, NI-Synths, Dune,… und ich arbeite dennoch fast nur mit Omniphere. Weiterhin gibt es auch für ihn zusätzlich hervorragende externe Soundsanbieter.

  2. Profilbild
    pica

    Hallo,

    ich hab mal eine Frage zu der Prozessor und Speicherauslastung. Konnte bisher keine klaren Aussagen finden was mich bisher vom Kauf abgehalten hat. Ich benutze einen I7 mit 16GB Speicher Win7/64bit. Allerdings benutze ich noch Live9 auf 32bit. Habe mal U-He Diva getestet, bei dem ein oder anderen Sound als Chord gespielt war die Prozessorauslastung schon sehr hoch. Vielleicht kann jemand irgendwie einen Vergleich ziehen?

  3. Profilbild
    dflt  

    mir stellt sich immer ein wenig die frage, ob sich der doch vergleichsweise hohe anschaffungspreis auch für leute lohnt, die synth- und sampler-seitig (u.a. u-he „a bis z“, reakor, kontakt etc) schon recht gut versorgt sind, diese auch entsprechend bedienen können und nicht darauf angewiesen sind, eine möglichst große soundpalette in kurzer zeit zur verfügung stehen haben müssen (werbung, filmmusik,…). könnte man alles andere verkaufen? ;)

    • Profilbild
      J4N 3HRT

      Eine berechtigte Frage. Inzwischen bin ich gut abgedeckt durch NI Komplete 12 Ultimate, Arturia V Collection 7, Korg Collection Special Bundle und zahlreiche PlugIns bzw. Rack Extensions von Propellerhead. An sich fehlt es mir an nichts mehr, egal in welche Richtung ich produzieren möchte. Hätte ich nicht bereits aus früheren Tagen noch den Atmosphere gehabt, der mich zu ’nem weitaus kostengünstigeren Upgrade auf Omnisphere 2 berechtigte, wäre ich nicht zu der Überlegung gelangt, ihn mir anzuschaffen. Aber durch das Upgrade erhalte ich meinen Spectrasonics Altbestand aufrecht, denn den Atmosphere gibt es ja als solchen nicht mehr, und so bewahre ich mir das vertraute Handling sowie den Spaßfaktor an alt Bekanntem. Doch auch die 249,- € sind kein Pappenstil, denn dafür bekommt man bei anderen Softsynth-Fabrikanten schon mächtige Bundles mit 4 bis 6 oder gar mehr PlugIns!

  4. Profilbild
    syntach  

    Super Test, sehr übersichtlich und so kompakt wie angesichts des Gebotenen überhaupt möglich. Das kann man sich schon mal sehr gut informieren, wenn man noch am überlegen ist. Den angeführten Punkt, viele Patches seine schon fertige Songs, finde ich eine der grossen Stärken, den man kann ganz schnell und umfassend eingreifen (Orb nicht vergessen!) und gut klingende und je nach Wunsch auch sehr komplexe Spuren aufnehmen, die man dann weiter verwenden kann. Selbst bin ich fast von Anbeginn an Omnisphere Nutzer und halte es für eines der kreativesten Softsynth Werkzeuge – auch wenn ich in Punkto Arpeggiator 100% zustimmen muss – da muss noch nachgebessert werden, von mir aus sehr gern in Richtung eines polyfonen Matrix Seq. wie in Reason. Sehr empfehlenswert übrigens auch die Erweiterungen, ich mag zb sehr gern die Plughugger J8 oder Deity, aber es gibt noch ganz viel andere.

  5. Profilbild
    syntach  

    ps

    @ dflt:

    Ich glaube nicht, dass man die essentiellen plugins gegeneinander aufrechnen kann.

    Muss man Omniphere haben, um Film- und Werbemusik machen zu können? Nein.
    Ersetzt Omnisphere alles andere? Ich finde,
    dass sich Softsynths va durch das Ergebnis unterscheiden, mit Masssive komme ich auf andere Sachen als mit Circle usw… Das hat man so bei zwei analogen Polysynths weniger,
    weil die sich in der Funktion viel mehr ähneln.

    Omnsiphere ist nicht zuletzt fürs grosse Kino, für lange Bögen usw ein mächtiges tool.

  6. Profilbild
    Sven Blau  

    Guter Test, ich nutze immer noch den alten Atmosphere – denke schon länger drüber nach, upzugraden irgendwann mal. Macht echt Appetit!

    Aber: viel, viel zu wenig Soundbeispiele!

  7. Profilbild
    gaffer  AHU

    Es ist nicht ganz unproblematisch, wenn ein Plug/Synthie sein Hauptaugenmerk auf gigantische Samplebibliotheken und dann noch gelayert richtet. Vor einigen Jahren habe ich mich darüber noch lustig gemacht, musste bei der Auseinandersetzung mit Amtmosphere/Omnisphere einsehen, dass sehr viele Klänge seeehr gut gemacht sind. Einfach so verwenden, out of the box. Aber da haben wir den D50 Effekt (der erste Synth mit Effekten auf den Sounds) klingt beim Anspielen super, trotzdem fliegt vieles bei der konkreten Arbeit am Song einfach raus, zu fett, zu verdrängend. Fünf dünne Sounds klingen eben oft besser als zwei fette. Damit bleibt der Teppich leise im Hintergrund, Britzeln im Intro. das alles bekommt man mit einer Sammlung Synths selbst hin, ist aber Arbeit, ohne Zweifel. Die Rolle als Universalsynth sehe ich nicht, dazu ist das PlugIn zu schwerfällig, kann alles ein bisschen…. Trotz aller kritischen Punkte muss ich zugeben, Spass macht’s trotzdem, damit zu spielen

    • Profilbild
      Mick  AHU

      …genau meine Meinung!
      …und die besten Bässe sind immer noch die Monophonen, mit einem Oszillator und vielleicht nen SUB!

  8. Profilbild
    MidiDino  AHU

    Böse formuliert, betreibt Spectrasonic durch die Art und Weise der Soundprogrammierung auch mal Effekthascherei. Das war schon zu Zeiten von CD-Produktionen für diverse Hardware-Sampler so (z.B. „Distorted Reality“). Wer geil auf Sound ist, unabhängig von zu entwickelnden musikalischen Strukturen, kann rasch Gefallen an den zum Teil bombastischen Sounds finden, aber wie Mick (oben) zu Recht einbrachte, was kann man mit solchen Sounds machen? Ich fürchte: musikalisch wenig, nicht viel mehr als hintereinanderlegen, um z.B. einen Film nach dieser Vorlage zu drehen. Es sei angefügt, dass Spectrasonic zu den besten Producern gehörte und gehört, die auf dem Markt tätig sind: Ich verwende z.B. heute noch die „Symphony of Voices“ und andere. Doch mit Omnisphere könnte ich wenig bis nichts anfangen, deshalb finde ich den ‚Best Buy‘ übertrieben ;-)

    • Profilbild
      gaffer  AHU

      Es ist relativ einfach: Instrumente (auch virtuelle) probiert man solo aus, früher im Musikladen, heute am Computer. Da sollte mit dem Druck einer einzigen Taste schon mal die Hölle losgehen. Ob das dann in ein Arrangement passt, who cares!

      Persing hat sowohl viele Roland Instrumente (D50, JV) programmiert, als auch Spectrasonics gegründet. Der weiss was er tut

  9. Profilbild
    paulilein  

    Wenn ich es nicht überlesen habe wurde da ein mächtiges kreativtool übersehen. Die Möglichkeit, bestandteile eines Sounds auf einen anderen zu übertragen. Soundlock. Ich glaube es gibt nicht vieles was schneller neue Sounds hervorbringt.

  10. Profilbild
    hejasa  AHU

    mal schauen was mein betagter Virus A aus der Software heraus kitzeln kann. Vorweg, bin von dem UP – date fasziniert, bisheriger Liebling bei den Modulationseffekten ist das Solina Ensemble. Ist mir nie aufgefallen und anscheinend neu.

  11. Profilbild
    L. Lammfromm  

    Einerseits finde ich es ja richtig gehend lustig, dass eine Firma dieser Größe (die versammelte Mannschaft lässt sich am Ende anstaunen) eine Präsentation in der Art von Applejobs inszeniert, bei der sich der imitierte US-Konzern durchaus noch einige Anregungen holen kann. Andererseits bin ich in manchen Angelegenheiten sehr deutsch, man könnte auch sagen stinkdeutsch – und als solcher entstehen bei mir bei Fake-Applaus unmittelbar Allergiepickel.
    .
    Pardon. Mein Fehler. Ich ertrage so etwas einfach nicht.

  12. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Der Sample-Inhalt der Libraries von spectrasonics ist traditionell sehr professionell produziert und umgesetzt aber ich kann mir nicht helfen, die Synthesizerfunktionen klingen irgendwie alle weichgespült und in Watte gepackt.

    • Profilbild
      anselm  

      Mein Eindruck bei Demos ist zunächst ähnlich. Demo-Sounds, die mit einem Finger einen halben Song erklingen lassen, sind mir ein Ärgernis, weil sie die Suche nach nützlichem verlängern.
      Ebenfalls gefällt mir nicht, daß Spectrasonics alle möglichen alten Libraries hineinpackt. So verbrauchen dann Ethno-Gesangphrasen teuren Speicherplatz auf der SSD.
      Die Synthesefunktionen scheinen nur Basics zu bieten. Man will auch den Gebrauchsmusik-Produzenten nicht verschrecken. Wavetable-Synthese und Unisono können andere besser.

      Es gibt vereinzelt doch Demos mit weniger aufgebrodelten Patches. Die lassen vermuten, daß Omnisphere doch Potential haben könnte für echt nützliche Klänge, die auch zupacken und letztlich doch plastikhaft und dünn klingen. Leider scheint es keine Demo-Version zum ausprobieren zu geben.

  13. Profilbild
    iggy_pop  AHU

    Klangliche Tütensuppen, für den kleinen, schnellen Hunger zwischendurch oder denjenigen, der sich selbst nicht die Zeit nehmen kann (oder will), um selbst zur Tat zu schreiten.
    .
    In manchen Produktionsumgebungen hat das durchaus seine Daseinsberechtigung.
    .

    • Profilbild
      a.jungkunst  AHU

      Es ist richtig, dass man die Patches als Auswahl von Tütensuppen betrachten kann, wenn man, und auch da ist Omnisphere m.M.n. sein Geld wert, als Anwender nur auf die mittlerweile 14.000 Patches zurückgreifen möchte. Aber auch dem Klanggestalter bietet sich durch eine unglaubliche Auswahl an Basisklängen und Werkzeugen immer die Möglichkeit, sich Klänge und Instrumente nach eigenem Gusto zu erschaffen. Ich erhöhe auf die Aussage, dass die Daseinsberechtigung für eine Vielzahl von Produktionsumgebungen gilt, unabhängig von den flexiblen Möglichkeiten, mit Omnisphere zu arbeiten. Bei diesem Werkzeug darf man auch nicht übersehen, dass es seit seiner Veröffentlichung im Gegensatz zu vielen anderen Tools permanent weiterentwickelt wurde.

  14. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Ich betrachte Omnisphere nicht (mehr) als Presetschleuder für Leute, die nicht schrauben wollen oder es nicht können. Auch wenn sich ein großer Teil der User eher aus ganz anderen Ecken rekrutieren als der Synthnerdecke. Wir haben es da schon auch mit einer gewaltigen Engine zu tun, die das Schrauben ermöglicht. Für mich käme aber Omnisphere nie in Betracht, weil ich viel lieber auf „Kleinzelligkeit“ im Arrangement setze, mit vielen Spezialisten, als auf eine omnipotente Maschine, in der sich alles zu vereinen scheint.
    Diese Indiviualität, bestehend aus VIELEN Komponenten, Klangerzeugern spiegelt sich wahrscheinlich dann auch dementsprechend im Gesamtsound wieder. Ich vermute, dass über kurz oder lang Arrangements und Mixes. die ausschließlich oder in großen Teilen aus Omnisphereelementen bestehen, zwangsläufig „ausgelutscht“ klingen.

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      hejasa  AHU

      Wer als User denkt, mit Omnishere brauche ich nichts anderes mehr, mag es glauben. Meine Erfahrung im Umgang damit ist eine andere. Ein dichtes Arrangement nur mit Omnispere verlangt ein mehr an Entzerrung jeder einzelnen Spur, als wenn weniger dominante Sounds aus anderen Plug ins genutzt werden. Daher ich nutze ihn, aber nicht bei jedem Stück.
      Was mich an der Version 2.5 nun besonders reizt, ist, ich kann tatsächlich mit meinem betagten Virus A etliche wesentliche Parameter steuern. Schrauben am Gerät ohne Maus und mit realen Knöpfen hebt den Omnisphere so in eine neue Dimension für mich, es macht einfach Spaß, wieder zu drehen und nicht mehr nur schieben zu müssen! Von Presetschleuder war meinerseits sowieso nie die Rede, jetzt spätestens als solche verkannt, wenn diese Option nicht genutzt wird.
      Urs bitte ähnliches implementieren!

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        TobyB  RED

        Hallo Hejasa,

        Ich hab seit einigen Tagen Omnisphere 2.5 am Start und bin jetzt nicht unbedingt der Meinung, das die Fernbedienung mit beliebigen Synth das „Killerfeature“ ist. Mal davon ab, Omnisphere mit der Boutique JP 08 zu steuern ist krass. Entscheidend ist der Workflow, es kann ja durchaus sein, dass der Virus auch etwas abfeuern soll. Dann musst das Preset erst mal aufrufen oder eben auf die Werte kurbeln, die dein Synth für den Patch brauchst. Zweiter Punkt, wenn du z.b. deinen Synthpark mit Mainstage oder CTRLR steuerst und ev. Omnisphere parallel auf einem Rechner einsetzt, wirds richtig lustig. Und im DAW Kontext erhöht das wiederrum den Abstraktionslevel. Ich sehe Omnisphere da entweder als Live Tool oder eben das es exklusiv im Studio arbeitet, mit den oben beschriebenen Auswirkungen auf den Workflow.

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          hejasa  AHU

          Hallo TobyB, es war richtig lustig zu mainstage parallel den omni laufen zu lassen insofern, dass mainstage sich nicht von den Drehern am Virus beeinflussen ließ, Omnisphere aber in gewünschter Weise reagierte.
          Gebe dir ansonsten Recht, Virus und Omnisphere beide parallel am Pult geht grundsätzlich nicht, es sei denn man frickelt sich im Virus ein Programm, dem der omni folgen soll.
          Für mich persönlich ist es jedenfalls eine Freude, meinem verstaubten Virus einen neuen Gebrauch zuzuweisen, ob das für andere Synths und deren Nutzern zutreffen kann, müssen diese selbst entscheiden.
          Killerfeature ist die gebotene Option auch nicht, ich könnte ja jeden Regel per Hand zuweisen wie bei anderen Plug ins möglich. Ich bin nur meist zu faul dazu.
          Wie dem auch sei, mein Plug in für die einsame Insel ist der Omnisphere, richtig gut ginge es mir dort aber nur, wenn ich noch einige andere Plug ins mitnehmen dürfte!

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            TobyB  RED

            Hallo Hejasa,

            Mainstage kann von Haus aus erstmal noch nicht viel. Aber so einen Virus durchmappen und in einer Performance wegsichern, kostet maximal eine Stunde. Inklusive Steuerung der Mainstage Synths. Mich hat das verwirrt als ich das System 8 im Performance Modus bespielt hab und wohl noch das System 8 in Omnisphere hatte. Das gab dann halt Krach und der Take musste nochmal gemacht werden ;-) Und meine Versuche mit der Boutique JP 08 Omnisphere sinnig zu steuern… Das ist wie im ICE Musik machen, solange keine Weiche oder Gleisnaht kommt trifft man irgendwas. Ich bin grob motorisch, mein Mischer hat 100mm Fader ;-)

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    Tyrell  RED 111

    Omnisphere kann sehr wohl auch ohne seinem Brimborium zu einem Ausio-Skalpell werden. Wie Omni eingesetzt wird, hängt doch nur vom User ab.

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      hejasa  AHU

      Hallo Tyrell,
      klar hat omni im Common EQ, arbeite bei mehreren Spuren aber lieber mit den Möglichkeiten, die in meinem Fall die Logic bietet, aber wie du schreibst, es hängt von der bevorzugten Arbeitsweise des Users ab. Sehe ich nicht anders.

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    AQ  AHU

    Einen Synth zu kritisieren weil das Ding „zu viel“ kann, ist schon reichlich unfair. Wenn ich z.Z. das Radio einschalte kann ich kotzen – Einheitsmüll bis zum geht nicht mehr und schlaue Texte für Rapper gibt es schon lange nicht mehr. Es ist an jedem Einzelnen den passenden Einsatzzweck zu finden. Ich bin total begeistert, dass ich den 2.5, einfach so und gratis, als Update zu meiner 2.0 Version runterladen kann. In einem XY Arrangement hat es ev. wirklich keinen Platz dafür, aber das ist ja nicht das Thema, wenn man so viele neue Möglichkeiten in die Hand kriegt. „DO THE NEW“ !
    In naher Zukunft werden wir den einen oder anderen Hit hören, welcher mit einem bombastischen Sound daher kommt. Ihr müsst also nur noch „den Hit“ schreiben. Mir kommt da gerade die Fishermens Werbung in den Sinn: „Ist er zu stark, bist du zu….“

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      TobyB  RED

      Hallo AQ,

      es soll schon schlaue Rapper und auch schlaue Rap-Texte geben. Mag ja nicht jeder Ghettostyle.
      Das die Pop Musik ärmer an Akkorden wird, ist ja nichts Neues. Das hängt aber auch daran, das die Produzenten sich zu sehr auf bewährte Konzepte verlassen. Und dann auch noch glauben, es wäre cool dem Zuhörer einen Spotify optimierten Titel aufs Ohr zu hauen. Von Pop bis Schlager ist alles dabei. Und am Ende kommt fast immer Intro, Strophe, Pre Chorus, Chorus, Strophe, Pre Chorus, Chorus, Bridge, Outro rum. Und mehr als 4 Akkorde versteht keiner. O Ton eines Verlagskaufmannes.

      Das kann man dann, wie du richtig siehst nicht Omnisphere ankreiden. Wenn man sich nur in Moll und Dur bewegt, ist man irgendwann durch.

      Ich sehe Omnisphere mit oben und im anderen Post beschrieben Einschränkungen, als Ergänzung. Das Omnisphere viel kann, sehe ich als Vorteil. Entscheidend ist, was der macht welcher vor Omnisphere sitzt.

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        AQ  AHU

        Irgendwann werden Melodie und Harmonie wieder die Oberhand haben… wo bleiben die „Quincy Jones“ der Zukunft? Oder „die Hoffnung stirbt zuletzt“ ;-)

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          TobyB  RED

          Hallo AQ,

          Ich hatte die Tage wieder The Dude von Quincy Jones auf dem Plattenteller. Und anschliessend Karat, Der Albatros. Dann kam Materia „Rostock“. Ich weiss nicht ob ich da so objektiv bin. Momentan lerne ich Satzkomposition, Karat und einige andere sind da sehr gute Beispiele. Bei aktueller Popmusik ob nun mit und ohne Synth müsste ich echt erstmal nachdenken, was mir das so in den Kopf kommt. Instrumental Jóhann Gunnarsson und Nils Frahm. Und bei einigen jungen Youtubern sehe ich Potential. Das muss sich auswachsen. ;)

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            AQ  AHU

            Hallo TobyB

            Ja, zum glück gibt es immer wieder sensationelle junge Talente. Nur, während Michael Jackson mit Quincy Jones und Whitney Houston mit Clive Davis wahnsinns Förderer hinter sich hatten, müssen die Jungen sich heute mit mässig begabten, Mainstream orientierten möchtegern Producern herumschlagen… und das tönt dann halt entsprechend. Jack White hat ja jetzt anderes zu tun (Jugendförderung: er födert seine 45 Jahre jüngere Frau und hat bald sechs Kinder ;-)
            Aber eben, vielleicht lassen sich die geneigten Tastenkünstler von den wahnsinns Klängen des Omnisphere 2.5 zu Neuem inspirieren und werden hoffentlich auch entsprechend gefördert.

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    ukm  

    Es ist zwar eine technische Präsentation in dem Video, aber ein wenig gut komponierte und arrangierte Musik hätte nicht geschadet. Wenn da nur „abgefahrene“ Klänge kommen, dann setze ich mich ins Auto und – fahre ab.

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    Panta Flux  

    Ich kann nur mutmaßen, dass Leute, die Omnisphere nicht so pralle finden, sich nie tiefergehend mit dem Synth beschäftigt haben. Wäre ich nicht frühzeitig nach dem Kauf auf die YT-Videos des Sounddesigners (u. a. Korg) John „Skippy“ Lehmkuhl (PlugInGuru) gestoßen, hätten mich die ganzen mehr oder minder gut versteckten Fähigkeiten wohl auch eher abgeschreckt/überfordert, und der Synth wäre zu einer Presetschleuder verkommen.

    Aber mittlerweile kenne ich Omnisphere wie meine Westentasche (moment, ich trage doch gar keine Westen), und bei der Frage nach dem einen „Insel-Synth“ würde ich mich ohne langes Zögern ganz klar für Omnisphere entscheiden. Abgesehen von tiefgehendem Multisampling kann der eigentlich alles. Und das allermeiste davon zudem auch noch verdammt gut. Sich vom INIT-Patch ausgehend den gewünschten Klang so zurechtzuschrauben, dass er auch in den Mix passt ist eigentlich gar nicht so schwer.

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      anselm  

      PluginGuru Lehmhukl kenne ich. Seine Demos sind für mich ein Argument gegen den Kauf. Einen Finger aufs Keyboard legen und eine Sequenz mit viel Reverb und Delay und Drumloop erklingt – solche Patches sind einfach Zeitverschwendung und rücken die Software in ein negatives Licht.
      Das ist natürlich rein subjektiv.

  19. Profilbild
    Toni.24

    Verstehe ich das Richtig???

    Ich kann mir Omnisphere 2 kaufen (etwa179,-) und umsonst auf 2.5 updaten.
    Anstatt 2.5 neu für 399,- zu kaufen.

  20. Profilbild
    electricarts

    Ich stolpere gerade über den Abschnitt zur Multi-Touch Funktionalität. Wäre gut, wenn das vielleicht korrigiert würde.

    1. iOS bietet sehr wohl Multi-Touch. Man könnte fast sagen, dass Apple das „erfunden“ hat. Nur gibt es Omnisphere nicht für iOS sondern nur für Windows und macOS.

    2. Und somit lässt sich auch kein Android Tablet mit Omnisphere mit auf die Bühnen nehmen.

  21. Profilbild
    hejasa  AHU

    Hallo Amazona,
    der Omnisphere ist mittlerweile bei Version 2.6. Bleibt es bei Eurer Bewertung?
    Für mich persönlich ein vollkommenes JA!!!

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