Phaser-Delay-Reverb-Saturation-Unit
Finegear stellt mit The Dust Collector das erste Gerät der Arkive Effects-Serie vor. Das Multieffektgerät ist analog aufgebaut und lässt sich auch über CV steuern.
Der Dust Collector wurde im Rahmen der Superbooth Home Edition erstmals in Aktion gezeigt. Das ungefähr Pizzakarton-große Multieffektgerät hat zwei Mal Tape Saturation, um das Einganssignal aufzufrischen oder auch „dreckiger“ zu machen, ein klassisches Spring-Reverb, ein modulierbares Delay und einen Phaser. Diese Sektionen sind intern untereinander verbunden, aber sie verfügen auch über separate Ein- und Ausgänge, um sie bei Bedarf separat nutzen oder in einer anderen Kombination betreiben zu können. Für das Delay ist außerdem eine Insert-Buchse vorhanden, über die ein externer Effekt, zum Beispiel ein Pitch Shifter, in den Feedback-Weg eingeschleift werden kann. Für ambitionierte Modder sind außerdem auf der Platine einige Punkte vorbereitet, um individuelle Modifikationen vorzunehmen. So kann unter anderem die Konfiguration der Dioden in der Tape-Saturation-Sektion verändert werden, um einen anderen Sound zu erhalten.
Die Parameter Delay Time, Phaser Depth und zwei VCAs am Spring Reverb können von externen CV-Quellen oder den beiden internen LFOs (Sine, Triangle, Square) moduliert werden. Die Geschwindigkeiten LFOs sind wiederum auch spannungssteuerbar und sie verfügen jeweils über zwei normale und einen invertierten Ausgang.
Das Delay lässt sich auf endloses Feedback schalten und kann so auch als Generator für Drones und Atmos genutzt werden.
Die Hallfeder des Spring Reverbs liegt unter einer transparenten Platte, die sich abnehmen lässt, wenn man die Hallfeder mal manuell „triggern“ möchte. Ein- und Ausgang des Halls sind jeweils mit einem spannungstseuerbaren VCA ausgestattet, was weitere Klangexperimente erlaubt.
Der Phaser ist nach einer Schaltung aus den 70ern aufgebaut. Neben der Steuerung über den Regler, den CV-Eingang oder die internen LFOs, lässt sich der Phaser auch mit Lichtintensität steuern, wofür man an der Seite eine kleine Abdeckung abnehmen und hineinleuchten kann.
Das Multieffektgerät The Dust Collector soll ab Juli erhältlich sein, Vorbestellungen werden über den Webshop von Finegear bereits angenommen. Der Preis beträgt 480,- Euro.
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Da werden wir dann mal dranbleiben…
Das hat mich auf den Bildern und im Video dermaßen angelacht – da musste ich zugreifen – freu ;))
Die zusammensteckbaren Pulte von Finegear sind auch spannend!
Die Sounds im Vorstellungsvideo der Superbooth Home Edition klingen schon mal nicht verkehrt. Bin auf den Preis gespannt.
Ob das Delay wirklich analog ist? Beim Ändern der Verzögerungszeit tritt in einem Video so ein andauernder Gummibandeffekt auf, der mich sehr an das Akai Headrush oder das Korg DL-301 erinnert — was für mich auch der Grund war, sie abzustoßen. Die Rückkopplung fand ich ebenfalls ziemlich heftig.
Das Teil in Kombination mit einem Soma Pulsar-23 wäre nicht nur sehr passend sondern auch schick anzusehen.
OMG – a GAS attack !
Ein rattenscharfes Teil, bis auf das Pizzaschachtel-Design, aber das sieht man ja beim spielen eh nicht. Ist das alles Mono oder gar schon Stereo? Ach ja, Stereo, das ist das brandneue Dingens wo links und rechts nicht ganz das gleiche raus kommt ;-)
mh, angefixt von den youtube video dazu, habe ich mir das teil zugelegt. vorab: ja, cool. aber…
das teil ist stand alone nicht so brachial, wie ich erwartet hatte. es braucht noch weiteres equipment (preamps, filter, eq), um die effekte zurecht zu biegen. manches ist zu leise, z.B. der phaser ist sehr dezent, die tape effects sind pur mit line pegel angefahren kaum wahrnehmbar. trotzdem, nach einigem fummeln und ‚mich darauf einlassen‘ fand ich in jedem effektzug interessante einstellungen. die lfos sind für das delay echt genial. man kann sie miteinander verkabeln, was weniger monotes modulat erzeugt. es klingt sehr … organisch. irgendwie.
ich habe selbst kein modulsystem. bei mir geht das teil mehrfach ins digitale rein und wieder raus. es dickt den klang angenehm an und fügt den versprochenen ‚analogen dust‘ hinzu, ohne zu nerven. auch ohne externes klangzeug kann man sich ne weile damit beschäftigen, man muss aber wohl etwas preampen, comprimieren, limitern, um in den interessanten bereich zu kommen. dann wirds…
was ich vermisst habe: ein fuzziges gain für die tapes. eine verschaltung der effekte in klassicher reihenfolge, wenn hinten nix drin steckt. dazu noch summenausgang und kopfhöreranschluss. toll wäre ein kräftiger limiter a la smashup gewesen.