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Test: Analogue Solutions Fusebox, Analogsynthesizer


Very british and very analog

VCO 3 ist auch unser Suboszillator und gibt auf Wunsch noch mehr Druck.

VCO 1 verfügt über einen Oktavwahlschalter und beherrscht schaltbare Crossmodulation, mit der wir FM betreiben können.

Die VCOs können zusätzlich per CVs für Anschlag und Pulsbreite gesteuert werden. Zusätzlich können die VCO Signale über Patchpunkte abgegriffen werden.

White Noise rundet die Abteilung „Klangquellen“ ab und kennt einen Low und High Modus.

Nach den VCOs kommt der Mixer, danach das Multimode Filter. In der Praxis kann ich hier an den Patchpunkten des Mixers Audiosignale einspeisen oder eben kreuz und quer mixen. Die Eingänge des Mixer sind schaltbar, dass ich die einzelnen Signale extrem praxistauglich mischen kann. Mischen heißt hier zwei Audiosignale, White Noise und die VCOs. Wobei die Beschränkung hier sinnvoll ist, denn man kann die Signale der 3 VCOs zuvor bei den Oszillatoren selbst abgreifen.

Unterhalb sind die Schalter für White Noise und den Sub-Rechteck angebracht. Das erste Highlight der Analogue Solutions Fusebox ist das 12 dB Multimode-Filter, das per Mode-Schalter als Bandpass Low-Pass oder High-Pass Filter anzuwählen ist. Die Cutoff-Modulation können mit den Reglern Velocity und EG-1 regeln. Und über CVs oder die Regler EXT-CV steuern und den Regelbereich einer CV vorgeben. Links davon kann das Ergebnis der Filterung abgenommen werden. Das Filter kann zusätzlich mit dem Patternator beeinflusst werden. Hier gibt’s keinen Sprung mit der Tardis und somit auch keinen Spoileralarm. Das Filter verleiht der Fusebox das, was der Autor gerne als „Soulful Electronic“ bezeichnet, dies hier ist very british, very northern, very analogue.

Zunächst kümmern wir uns über die zweifache Hüllkurve. Hier wird es interessant. Wie anfänglich erwähnt, ist die orangene Box ein halbmodulares, aber dennoch offenes Konzept. Ich kann Hüllkurve-1 EG mittels Pattern gar nicht oder über MIDI triggern. Hüllkurve-2 auch. Die Hüllkurven werden über die drei Regler Attack, Decay/Release und Sustain gesteuert. Wobei Hüllkurve eine die Tiefe einer Filtermodulation mitsteuern kann und Hüllkurve zwei dies quasi feinabstimmt.

Beide Hüllkurven der Analogue Solutions Fusebox sind so schnell, dass man knackige Bässe erzeugen kann, aber auch Pluck, Brass und Flächensounds bekommt mman prima hin.

Hüllkurve 2 kann schaltbar über den LFO retriggert werden, was den Spaß noch erhöht, rhythmische Filterfiguren sind hiermit ein Kinderspiel.

Anschließend landet das Signal am Auspuff, dem Amplifier, den ich mittels externer CV auf EG2 als VCA steuern kann. Und mit einen Kopfhörer abgreifen kann. Hier gilt es zu beachten, dass die Fusebox viel Pegel bereitstellt. Der Volume-Regler war bei mir nie höher als aus 12 Uhr gestellt.

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Klangbeispiele

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      L. Lammfromm

      Yepp! Tolle Klangbeispiele!! Da hat der Autor erkennbar viel Spaß mit dem Gerät gehabt und viel Liebe beim Erstellen der Klangbeispiele.

      So richtig „supertop“ für meinen Geschmack wäre es allerdings, wenn am Ende der Sequenz der FX ausgeblendet worden wäre – schließlich gehört der „Nass-Trocken-Vergleich“ ja doch zu den sehr beliebten und hilfreichen Übungen, zumal bei der Beurteilung eines Synthies.

      Carpenters Fusebox kann ganz schön brazzig und knarzig klingen (aber auch „herkömmlich analog“) und bietet einige überraschende Klänge und Obertöne. Der Preis schreckt mich allerdings schon ein wenig ab.

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        TobyB RED

        Hallo Lammfromm,
        der Preis ist immer eine Frage des Budgets. Ich musste auch schlucken, als ich den vernommen hatte. Letztlich hab ich aber den Gegenwert gesehen und das passt. Beim nächsten Test gibts dann was trockenes :-)

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    phoges

    Tom Carpenter ist einfach eine coole Sau!
    Mir gefallen sämtliche Synths von ihm ausserordentlich gut.
    Optisch und klanglich.
    Bei Analogue Solutions bekommt man analoge Power ohne Schnickschnack.
    Für mich viel interessanter als diese ganzen …hust… Hippsterschmieden, wie z.B. das grosse E aus dem hohen Norden.

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      TobyB RED

      Hallo Phoges,

      Tom ist schon okay. Ich konnte bisher nur noch Leipzig antesten. Was ich hier neben der Klangerzeugung sehr gut fand, war der Patternator, Intervallgenerator. Die es halt von anderen Kisten abgrenzt, weil die Fusebox so wie sie da steht ohne großes Studium der Bedienungsanleitung sofort einsetzbar ist.

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    Organist007 •••

    Toller synth. wenn ich nicht schon den Dominion 1 und vermona perfourmer hätte, würde ich mir den zulegen. sicher jeden Cent wert. ein schönes Instrument !

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    Wellenstrom AHU

    Schöner Synth mit 70er Touch. Könnte mir da glatt ’nen jungen Eno mit Federboakostüm dran vorstellen. ;-)
    Gute Klangebeispiele, die zeigen, was das Dingen kann. Hätte allerdings auch gerne mal den Rohklang vernommen, ohne Reverbs und Delays.

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      TobyB RED

      Hallo Welle,

      boeh fieser Ohrwurm, den Track mit Brian Eno in Federboa am Synth wird man so schlecht los.
      :)
      Die trockenen Beispiele habe bewusst nicht gewählt.

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    Markus Schroeder RED

    Guter Test, aber gibts die Audiobeispiele auch ohne Effekte?
    Mit Effekten kann man JEDE Blechkiste gut klingen lassen. Das sollte eigentlich der Sinn der Audiobeispiele sein: die Schwachstellen der Geräte aufzuzeigen, um zu sehen ob man damit leben kann.

    greetz :)

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      TobyB RED

      Hallo Markus,

      ich konnt keine Schwachstellen finden. Ich hab die Audiodemos bewusst so gewählt, die trockenen Demos liegen in Hessen auf einer Festplatte :-)

      Grüße

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        Markus Schroeder RED

        Wenn es keine Schwachstellen gibt, dann möchte ich das auch bitte gerne so hören und nicht welche tollen Effekte man da drauflegen kann. Dafür gibts die Pedal Workshops von Klaus. ;)

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    Son of MooG AHU

    „Die VCOs können zusätzlich per CVs für Anschlag und Pulsbreite gesteuert werden“ –
    damit ist wohl Pitch und PW gemeint?

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      TobyB RED

      Hallo Son of Moog,

      du kannst entweder den globalen Pitch regeln oder für VCO 1-3. PWM wird immer pro OSC gesteuert.

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    elektrock ••••

    Endlich wieder einmal ein richtig fetter Analoger Synthi!
    Die Audiobeispiele sind sehr gelungen!
    Seit dem Red Square, 777, XS, Perfourmer, Megazwerg, Boomstar, ….. ein echt gelungenes Teil.

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    MomsSpagheddi

    Die Fuse Box ist super!!! Die Soundbeispiele sind wirklich toll. Mensch, wär ich doch bloß nicht 17 und so auf mein Budget angewiesen! So viele Sachen gibts zu kaufen. Gescheite Monitore wären ein Muss. Die MPC Live ist auch auf meiner Wunschliste… Aber dieser Synth sieht einfach nach so viel Spaß aus!!! Oh je, oh je, wirklich tolles Ding :D Aber in Schwarz fänd ich ihn glaub auch recht schick? ^^ Geschmackssache… Auf jeden Fall mein Favorit dieses Jahr. Der MFB Dominion 1 war bisher mein Hauptkandidat für meinen ersten Synth, aber der hier sieht doch schon fast nach mehr Spaß aus :o

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      Marius Seifferth AHU

      Ich würde dir eher den Dominion 1 empfehlen, denn im Gegensatz zur Fusebox, kannst Du im Dominion 1 deine erstellten Sounds abspeichern – Dafür sind 128 Speicherplätze vorhanden. Wenn Du mit der Fusebox einen Klang erstellst, musst Du direkt alles aufnehmen. Denn wenn Du wieder einen neuen Klang erstellst ist alles wieder weg. Beim Dominion aber kannst Du das aus dem Speicher wieder abrufen. Das ist ganz hilfreich, wenn man später an seinen Tracks noch etwas verändern will ;)

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        MomsSpagheddi

        Du hast recht. Ich glaube, bisher überzeugt mich der Dominion doch ein wenig mehr, soundtechnisch. Außerdem bietet er auch mehr Wellenformen für die Oszillatoren und eben die genannten Speicherplätze… Danke für die Auskunft!

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        Wellenstrom AHU

        Ja, nee…. müsen muss man nix…. grobe Skizze, eine Art Template, zeichnen, zigfach kopieren und für den jeweils geschraubten Sound die gemachten Einstellungen auf der Kopie markieren.
        Dann bei Bedarf so schrauben wie zuvor festgehalten.
        So haben das die Bands/Musiker früher auch gemacht.

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          MomsSpagheddi

          Mir bekannt, finde ich eigentlich auch ziemlich cool. Aber die Presets sind nicht das Kaufargument für mich beim Dominion 1. Sondern der Sound, der mich beim Dominion wirklich umhaut. Die Fuse Box finde ich super, besonders vom Design und Aufbau und die Einbindung der Patchpunkte. Aber ich glaube Sie muss sich trotzdem hinten anstellen! Gruß, gheddi

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            Wellenstrom AHU

            Durchaus nachvollziehbar. Hab‘ den Dominion 1 bei sonicstate gehört und gesehen und der hat mich auch überzeugt. Wäre auch ein guter Kauf.

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              MomsSpagheddi

              Das Review von SonicState war auch der Punkt, an dem der Dominion meinen Favoritenplatz eingenommen hat. Je nachdem wie gut die Fuse Box aufgenommen wird, wird das dann eben der nächste Kauf in der Warteschleife!

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      TobyB RED

      Hallo gheddi,

      man muss halt Prios setzen. Ich denke das die Fusebox nicht unbedingt als Einstiegssynthesizer taugt. Du brauchst immer noch einen Sequenzer und/oder Keys. Ich hab im Test bewusst nur den SQ-1 genommen, da du mit dem Oberkorn 3 der Fusebox noch mal eine Portion Anna Bolika verpasst. Die Fusebox wirds nur so in Orange geben. Tom Carpenter führt ja 2017 noch Synthblocks wie Dr. Strangelove und Mr. Hyde ein. Beide äusserlich abgestimmt auf Fusebox. Ich denke auf Boxen kann man vezichten und sich stattdessen einen Synth hinstellen. Ob das nun der Dominion ist, sei dahin gestellt. Das hängt immer vom Kontext ab.

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        Green Dino ••••

        „Auf Monitore kann man verzichten und sich stattdessen einen Synth hinstellen“
        -Mit 17 kann das mitunter aber schon ne ganze Weile dauern bis man auf Monitore gespart hat….Kommt halt drauf an, was schon an Equipment vorhanden ist – wenn es darum geht einige Zeit mit Kopfhörern abzuhören – DAW, Interface etc. ist vorhanden, dann ist das was anderes, als wenn nur ein Synth einsam auf dem Tisch wohnt und man plant über den Kopfhörerausgang seinen Spass zu haben….Generell drauf verzichten sollte man nicht.

        Ich hab die Audio Beispiele jetzt noch nicht gehört, möchte mich aber der Bitte anschliessen in Zukunft Audio ohne FX zu bringen.
        Das verfälscht einfach den Eindruck.
        Mit FX kann jeder Synth toll klingen.

        Grüße

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          TobyB RED

          Hallo Green Dino,

          ich denke Boxen machen irgendwann Sinn, anfänglich reichen auch anständige Kopfhörer. Der Invest als Anfänger ist sicher ein hoher. Und da muss man halt abwiegen und schauen wie und was mich an Equipment unterstützt. Heute führen ja viele Wege ans Ziel. Und mit nur einem Synth kann man schon Alarm machen. Entscheidend ist sich eine Mission, Vision und einen Plan zu machen und den umzusetzen, der Rest folgt meist als Konsequenz aus dem Handeln.

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            Green Dino ••••

            Wenn man DAW, Interface und am Besten auch einen Midi Controller schon hat, dann kann man sicher auch ne Weile mit Kopfhörern abhören und sich erst mal einen schicken Synth hinstellen. Klar, keine Frage.
            Vorallem wenn man bedenkt, wie viele Leute gerade am Anfang aus Platzmangel o.Ä. die Monitore an die Wand oder in die Zimmerecke(n) stellen…Da kann mans gleich lassen.

            Andererseits ist es ja auch ein großer Unterschied ob man sich ne Monotribe, einen MS20 Mini, einen Virus – ne Electribe oder ne Elektron Maschine hinstellt.
            Das ist das (Klang-)Potential halt je nach dem früher oder später (oder vielleicht auch niemals) ausgeschöpft.
            Ich wollte das auch nur mal gesagt haben, damit sich niemand unglücklich macht^^

  10. Profilbild
    elektrock ••••

    Ich denke wenn der Sound schlapp macht wird’s mit nem Delay, Chorus, Reverb,…. auch nicht besser und trockene Audiobeispiele sind echt langweilig.
    Ist halt polarisierend und dieser Synthi trifft komplett meinen schrauber Nerv! Speicherplätze sollten kein K.O. Kriterium sein, wenn dann eher ein fehlendes FX Modul aber der Sequencer und der interval Generator machen das alles wieder wett. Echt ein Leckerbissen dass Teil hier!

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      TobyB RED

      Hallo elektrock,

      sehe ich ähnlich. Dennoch beim nächsten Mal gibts Dry/Wet. Ich habe ja bei der FX Auswahl nur einen Tape Delay, Reverb und Ping Pong Delay benutzt. Das eine FX Sektion an der Fusebox fehlt, gehört zum Konzept. Was aber okay ist. AS bringt aber wohl auch für die Fusebox noch Synthblocks, die externe Effekte und Filter sind.

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        Green Dino ••••

        Natürlich klingt nicht jeder Synth notwendigerweise nach jedem draufgeklatschtem Reverb sofort super-toll, wenn man sich aber ein bisschen Mühe gibt kann man jeden Synthesizer in einer Audiodemo beeindruckend klingen lassen – und das ist auch der Punkt.

        Am sinnvollsten wäre es denke ich erst ein paar trockene Beispiele zu bringen – (ich finde da auch immer Sachen wie Filter Sweeps, Oszillaren durchstimmen etc. sehr hilfreich um mir ein Bild machen zu können – da scheiden sich ja die Geister) – und dann ein paar Demos um zu zeigen was man mit einer Prise FX aus dem jeweiligen Synth rausholen kann.

        Man muss wissen wie ein Synth trocken klingt um ihn einschätzen zu können, da aber sowieso mit Effekten gearbeitet werden wird ist es ebenso wichtig Demos mit Effekten zu haben.

        Ich würde mir ja wünschen, wenn sich das generell bei Amazona bei den Synthtests durchsetzen würde…

        Grüße

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Analogue Solutions Fusebox

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