Zeitmaschine: Boss CE-1 Choruspedal (1976)

19. September 2020

Der Ur-Chorus

Der Boss CE-1 aus dem Jahr 1976 darf als heiliger Gral der Choruspedale gelten. Mit der optischen Anmutung einer Panzermine aus dem 2. Weltkrieg und einem wunderbar warmen Chorussound eroberte das Pedal die Herzen von Gitarristen und Keyboardern gleichermaßen im Sturm. Dieser Report richtet sich ausdrücklich sowohl an Saiten-  als auch an Tastenkünstler :) Was besonders gefiel: Der Chorus bot – was damals unüblich war – Stereo-Ausgänge.  Allerdings kein „True Stereo“: Der CE-1 liefert an einem Ausgang das modulierte und am anderen das cleane Signal. Schickt man das an separate Verstärker, gewinnt der Klang an Tiefe und Räumlichkeit. Summers Gitarrensound bei Police oder Tony Banks CP-70-Klang wären ohne den Boss CE-1 undenkbar. Zum Yamaha E-Flügel gehört der satte, etwas leiernde Chorus einfach dazu, so wie ein Leslie zur Hammond. „Der beliebteste Pedal-Chorus weltweit“, schreibt das Fachmagazin Gitarre & Bass.

Das Choruspedal CE-1 ist das erste eigenständige Produkt des von Roland 1973 neugegründeten Firmenzweigs Boss. 1974 kam das allererste Gerät auf den Markt, das unter dem Namen Boss vertrieben wurde. Es hieß B-100 und war ein Set aus Mikrofon und Vorverstärker für akustische Gitarren. Entwickelt und hergestellt wurde der Preamp von der in Los Angeles ansässigen US-Firma Beckmen Musical Instruments.

Das Boss CE-1 Chorusgerät.

Das CE-1 war das erste eigenständige Effektgerät von Boss

Boss CE-1 – den Chorus vom Verstärker emanzipieren

Roland hatte 1975 die erfolgreichen Jazz Chorus Verstärker JC-60 und  JC-120 herausgebracht. Der Chorus-Effekt begeisterte viele Musiker, aber er hatte den Nachteil, dass er nun mal fest in einem Amp verbaut war. Und nicht jeder war gewillt, sich deshalb von seinem geliebten Fender oder Vox Verstärker zu trennen. Was lag da näher, als den Chorus auch als Bodenpedal verfügbar zu machen. Der CE-1 war das erste Effektpedal, bei dem ein BBD-Chip (Bucket Brigade Device) zum Einsatz kam. Die beiden Wissenschaftler F.L.J. Sangster und K. Teer hatten die Technologie in den „Philips Research Laboratories“ entwickelt. Später wurde dieser integrierte Schaltkreis an Matsushita lizenziert und stand damit für die Massenproduktion zur Verfügung. Mittels des Eimerkettenspeichers konnte ein Audiosignal verzögert dem Originalsignal beigemischt werden. Wenn man nun noch die Verzögerungszeit durch einen LFO abwechselnd verkürzte und verlängerte, erzielte man eine Modulation. Bei einer Verkürzung wird der Ton höher, bei der Verlängerung tiefer. Daraus entsteht die leichte Verstimmung zum Originalsignal, die für den schwebenden, zuweilen leicht jammernden Chorussound typisch ist.

Massiv und schwer - der Boss CE-1

Der Boss CE-1 steckt in einem massiven Metallgehäuse

Boss CE-1 – massiv, groß, schwer

Der Boss CE-1 steckt in einem massiven Metallgussgehäuse. Das Design ähnelt noch sehr dem früher Roland-Effektgeräte wie dem AP-7 Jet Phaser oder dem AP-5 Phaser 5. Mit 1,8 Kilo ist der Chorus kein Leichtgewicht. Und auch von den Abmessungen beansprucht das Gerät viel Platz auf dem Effektboard: 26 cm breit, 18 cm tief und 6,4 cm hoch. So lag der CE-1 noch viel öfter separat neben dem Board, etwa bei dem 2009 verstorbenen britischen Singer-Songwriter John Martyn. Der CE-1 wurde „zwischen Pedalboard und Echoplex eingefügt. Aufgrund des Platzmangels auf dem Board und der Größe des CE-1 wurde es auf dem Boden neben dem Board platziert.“ Keyboarder konnten den CE-1 auf ihr Rhodes legen, Tony Banks parkte es auf einem seiner Roland Space Echos.

Die graue Farbe unterstreicht den etwas martialischen Look, der vor allem aber Langlebigkeit signalisiert. Ich habe einige CE-1 gesehen, denen man wirklich anmerkte, dass sie auf der Bühne malträtiert worden waren. Aber auch wenn schon die Farbe blättert und Rost am Gehäuse frisst: Die beiden Fußtaster und die Einstellknöpfe arbeiten in der Regel wie am ersten Tag. Der zuverlässige Eindruck wird noch dadurch verstärkt, dass der CE-1 ein eigenes Netzteil besitzt und ein mit dem Gerät festverbundes Stromkabel. Über einen soliden Kippschalter wird der Chorus ein- und ausgeschaltet.

Die Rückseite des Boss CE-1 mit den Ein- und Ausgängen

Die Rückseite des Boss CE-1 bietet einen Eingang und zwei Ausgänge

Beste Resultate im Stereobetrieb

Rückseitig befinden sich drei Klinkenbuchsen: ein Eingang und zwei Ausgänge. Die Eingangsempfindlichkeit kann über einen Wahlschalter auf „low“ oder „high“ eingestellt und über ein eigenes Poti feinjustiert werden. Ein rotes Lämpchen leuchtet auf, wenn der CE-1 übersteuert wird. Man hört es aber auch. Dieser spezielle „Grit“ gehört zum CE-1-Sound dazu. Wie schon erwähnt, liefert einer der  beiden Ausgänge das Effektsignal, der andere das cleane. Dieses Setting empfiehlt das recht übersichtliche Manual-Faltblatt: „the best sound quality is achieved.“ Aber natürlich ist auch ein monoauraler Betrieb möglich, bei dem ein Mix aus „dry“ und „wet“ ausgegeben wird.

Die Stereo-Tauglichkeit des CE-1 ist ein Hinweis darauf, dass die Entwickler in erster Linie an die Keyboarder-Fraktion gedacht hatten. Dafür spricht auch die Eingangsempfindlichkeit von 50 kOhm, die mit der niedrigen Impedanz von Keyboards  prima funktioniert, aber viele Gitarristen nicht wirklich glücklich machte. Die Höhen werden abgeschnitten. Während einige diesen Verlust an hohen Frequenzen mit dem warmen Sound des CE-1 assoziieren, finden andere den Sound dann doch etwas mumpfig. Deshalb gibt es eine Menge gemoddeter CE-1 in denen der 50 kOhm Potentiometer gegen einen mit 250 oder 500 kOhm oder gar einem Megaohm ausgetauscht wurde. Eine andere, sozusagen „noninvasive“ Möglichkeit besteht darin, einen Buffer vor das CE-1 zu schalten.

Die Eingangsempfindlichkeit des Boss CE-1 kann von Low auf high umgestellt werden

Die Eingangsempfindlichkeit des Boss CE-1 ist für Gitarren nicht optimal

Boss CE-1 – auch als Overdrive einsetzbar?

Mit dem linken Fußschalter kann der Effekt ein- und ausgeschaltet werden. Allerdings befindet sich der CE-1 auch bei ausgeschaltetem Effekt nicht im echten Standby-Modus. Das Signal durchläuft nach wie vor den Vorverstärker. Joe Perkins, der dem Chorus-Pedal mehrere YouTube-Videos gewidmet hat, schlägt gar vor, dass CE-1 als Overdrive zu benutzen: „Indem wir den Chorus-Effekt ausschalten und den Vorverstärker aufdrehen, können wir dafür sorgen, dass das Signal durch diese Schaltung  auf eine sehr besondere Art geklippt wird und das CE-1 als ein völlig einzigartig klingendes Overdrive-Pedal verwenden. Es klingt ein wenig ähnlich wie das Hudson Broadcast oder das Supro Drive, die beide gesättigte Übertrager verwenden, um das Signal zu crashen. Aber es ist definitiv eine eigene Sache.“

Das Boss CE-1 verfügt über zwei Leuchtdioden.

Die rechte Diode gibt über den Effektmodus und die Effektgeschwindigkeit Auskunft

Boss CE-1 – im Tempo der Diode

Die rechte Diode auf dem Panel hat zweierlei Aufgaben. Leuchtet sie dauerhaft auf, ist der Normalmodus aktiviert (also kein Effekt zu hören). Blinkt sie dagegen, dann befindet man sich im Effektmodus. Die Blinkfrequenz wiederum zeigt an, welcher Effekt gewählt ist: Langsames Blinken verweist auf den Chorus, schnelles Blinken auf den Vibratoeffekt. Wird der Knopf für die Vibrato-Geschwindigkeit nach rechts bewegt, fängt die Diode an, schneller zu blinken. Das gleiche gilt, wenn die Chorus-Intensität erhöht wird.  Das ist ganz clever gelöst und hat auch eine innere Logik. Bewege ich den Regler für die Chorus-Intensität nach rechts, verändert sich nämlich nicht nur die  Effekttiefe, auch die Geschwindigkeit nimmt zu.

Bereits der Nachfolger – der CE-2 – hatte separate Einstellknöpfe für Intensität und Geschwindigkeit des Chorus. Auch der CE-1 soll, wie ich gelesen habe, zuweilen aufgebohrt worden sein, um beide Parameter getrennt regeln zu können. Das beschert zwar mehr Flexibilität, verwässert aber gerade die besondere Stärke des CE-1 – die musikalisch wirklich hervorragend gelöste Abstimmung von Effekttiefe und Geschwindigkeit. Sie reicht von einem fast an einen Flanger erinnernden langsamen Chorus bis zum verstimmten „Gabriel Melted CP-70“-Effekt.

Hier zwei Beispiele, wie der CE-1 mit polyphonen analogen und digitalen Synthesizern eingesetzt werden kann.

Die Vibrato-Sektion des Boss CE-1

Die Vibratoeinheit des CE-2 kann sogar flexibler eingestellt werden als der berühmte Chorus

Boss CE-1 – Vibrato geht auch

Der CE-1 ist in der allgemeinen Wahrnehmung fest unter „Chorus“ gespeichert. Dabei bietet das Effektpedal ja auch einen Vibrato-Modus. Beide verwenden den gleichen BBD-Schaltkreis, so dass Vibrato und Chorus nur alternativ genutzt werden können. Mit dem rechten Fußtaster wechselt man zwischen den beiden Effekten hin und her. Das Vibrato ist eigentlich sogar komfortabler ausgestattet, weil Effektstärke und Geschwindigkeit getrennt eingestellt werden können. Ich verwende den CE-1 in 99 % der Fälle als Chorus. Was aber nicht bedeuten soll, dass der Vibrato-Effekt schlecht wäre. Ganz im Gegenteil.

Britt Daniel, Sänger und Gitarrist der US-amerikanischen Indie-Rockband Spoon, setzt den CE-1 auf der Platte „Hot Thoughts“ ein. Allerdings  nicht für den Choruseffekt, wie er Vintage Guitar verriet: „Auf dieser letzten Platte gibt es überall Effekte, speziell den Klon-Zentaur. Wir verwenden einen Boss CE-1, und ich habe noch nie ein Vibrato gehört, das auch nur annähernd so gut klingt; es wirbelt alles irgendwie auf. Ich benutze nicht den Chorus, nur das Vibrato.“

Hier zwei Beispiele mit akustischer Gitarre. Am Anfang und zwischen den Beispielen ist immer der Effekt ausgeschaltet.  Beim ersten ist „Depth“ und „Rate“ zunächst auf Minimum, dann ziehe ich die Geschwindigkeit auf 20 %, dann folgt die Effekttiefe auf den gleichen Wert, schließlich erhöhe ich die „Rate“ auf 50 % und ziehe dann mit der Intensität nach. Beispiel zwei heißt „seasick“ und stellt die extremeren Einstellungen vor. Und dann gibt es noch ein Beispiel mit Klavier.

Der zweite Boss-Chorus CE-2 präsentiert sich in leuchtendem blau.

Das Choruspedal CE-2 hat bereits die vertraute Form der Boss Kompakteffektgeräte

Boss CE-1 und CE-2

Ich hatte mich langsam an den CE-1 herangearbeitet. Mein erster Chorus was der blaue CE-2, der 1979 auf den Markt kam und ebenfalls einen legendären Ruf besitzt. Der CE-2 steckte bereits in dem bis heute üblichen kompakten Metallgehäuse. Bei mir hing er neben einem 6-bandigen grafischen Boss Equalizer GE-6 und dem Noise Gate NF-1 der gleichen Firma hinter meinem Wurlitzer 200 A. Der CE-2 ist nicht stereo, das musste er auch nicht sein, weil mein damaliger Keyboardverstärker ein Dynacord Gigant war, der seinen Saft an eine einzelne schrankgroße JBL-Box lieferte. Dem CE-2 wird nachgesagt, dass es besser auf die Bedürfnisse von Gitarristen angepasst war. Sowohl was die Eingangsempfindlichkeit angeht als auch den Boost im mittleren Frequenzbereich. Ich war mit dem CE-2 sehr zufrieden, besitze es auch immer noch.

Als Fan des Genesis-Keyboarder Tony Banks träumte ich allerdings immer von einem CE-1. Immer wieder sah ich mir in Armando Gallos Genesis-Buch das ikonische Foto von Banks Setup mit Hammond, Mellotron, RMI Piano und Pro Soloist an. Auf der rechten Seite stehen zwei Roland Space Echos. Auf einem leuchtet das grelle Orange eines MXR-100 Phasers und direkt daneben steht der Boss CE-1. Nun war der Boss Chorus damals schon teuer und er ist es heute als Gebrauchtgerät immer noch. Wobei viele angebotene Pedale teilweise in einem bemitleidenswerten Zustand sind. Man sollte also nicht erwarten, einen funktionstüchtigen CE-1 für 50 oder 100 Euro abzustauben. 200 bis 300 Euro sind realistisch, aktuelle Internetangebote fangen bei 500 Euro an.

Das Boss CE-20 ist ein Doppelpedal mit Speicherplätzen

Das Doppelpedal Boss CE-20 besitzt auch eine CE-1-Emulation

Zwischenhalt Boss CE-20

Also pirschte ich mich über das Doppelpedal CE-20 an, das ich günstig erwerben konnte. Der CE-20 bietet neben einer Emulation des Urchorus CE-1 auch die Programme des Roland Dimension D, dazu einen Chorus, der für Bass optimiert wurde. Obendrein besitzt der CE-20 sogar 4 Speicherplätze für eigene Effektkreationen.  Der Verkäufer war ganz ehrlich zu mir und sagte sinngemäß, der CE-20 wäre ein wirklich gutklingender und flexibler Chorus, er persönlich sei aber nun reif für „the real thing“. Und genauso ging es schließlich auch mir: Der CE-20 ließ mit der Zeit den immer dringlicheren Wunsch in mir entstehen, einen echten Boss CE-1 zu erwerben. Als ein Gerät auftauchte, bei dem Preis und Erhaltungszustand in einem vernünftigen Verhältnis standen, habe ich sofort zugeschlagen. Eine Kaufentscheidung, die ich nie bereut habe.

Boss CE-1 – einzigartiger Klang

Der CE-1 klingt voll, warm, dunkel, cremig und vor allem sehr lebendig. Der Chorus-Klang wirkt niemals, als ob er auf das Original-Signal aufgepappt wäre, sondern verschmilzt mit ihm. Ich finde den CE-1 sehr musikalisch. Anders als beim Roland Dimension D käme man aber wohl nie auf den Gedanken zu sagen, man bemerke den Effekt erst, wenn man ihn ausschaltet. Einen CE-1 hört man schon deutlich wabern. Die digitale Emulation des CE-20 hat dagegen keine Chance, sie wirkt flacher und weniger warm. Eine meiner Lieblingsanwendungen für den CE-1 ist es, Synthesizern mit nur einem Oszillator wie dem ARP Axxe und Pro Soloist, dem Yamaha SY-1 oder dem Roland SH-1 zu ein paar gutklingenden Schwebungen zu verhelfen. Nicht von ungefähr haben ja Korg beim Polysix und Roland bei der populären Juno-Reihe das Manko des nur einen Oszillators mit einem eingebauten Chorus ausgeglichen. Bei den Synthesizern neige ich dazu, den CE-1 einfach zwischen Instrument und Mixer zu hängen. Bei Stereo-Instrumenten wie meinem Kurzweil schleife ich den Chorus in den Mixer ein und lege den Return auf zwei Kanäle.

Die folgenden Beispiele sind meinen Blue Box-Reports zum ARP Pro Soloist, Roland SH-1 und dem Yamaha SY-1 entnommen.

Der monophone Synthesizer Roland SH-1

Synthesizer mit nur einem Oszillator, wie der Roland SH-1, profitieren von den Schwebungen des Boss CE-1

Wenn es mehr rauscht als moduliert

Der Rauschabstand ist – nun ja – nicht berauschend: 60 dB. Und manche CE-1 entwickeln auch sehr nervige Rauschfahnen, die vermutlich auf alte Kondensatoren zurückzuführen sind. Hier sollte ein Recapping helfen, die Nebengeräusche in den Griff zu bekommen. Ein funktionierender CE-1 ist aber wohl das wundervollste Effektgerät, das man sich wünschen kann. Gitarristen können sich möglicherweise mit gleicher Inbrunst auch für einen Verzerrer begeistern. Aber für Keyboards gibt es kaum etwas Besseres als einen schönen Chorus. Seitdem ich auch ein Roland Dimension D besitze, weiß ich um dessen besondere Raffinesse und vornehme Zurückhaltung. Die Roland-Ingenieure hatten hier gleich  zwei Verzögerungsleitungen eingebaut, und eine der Leitungen mit einem invertierten LFO-Signal beschickt. Die sich ausgleichenden Modulationen eliminierten den etwas wabernden Sound des Ur-Chorus. Nun, so subtil geht der CE-1 nicht zu Werke. Für beide Geräte gibt es bevorzugte Einsatzgebiete. Den CE-1 benutze ich vor allem für einzelne Instrumente, das Dimension D auch schon mal für mehrere Spuren im Mix.

Bei dem Song „I want to live with monkeys“ allerdings habe ich den CE-1 so ziemlich auf jeden Sound gelegt, der nicht bei drei auf den Bäumen war :)

Das Roland Dimension D einschlichtem schwarz.

Das Roland Dimension D glich das Chorus-typische Leiern durch zwei Verzögerungsketten aus.

Boss CE-1 – who’s who der Guitar Player

Das Roland CE-1 gehörte Ende der 70er-, Anfang der 80er-Jahre bei Gitarristen zu den beliebtesten Effektgeräten. Die Liste der Nutzer der grauen Kiste liest sich wie ein Who’s who der Gitarren-Zunft. Eröffnen wir den Reigen mit Peter Frampton, der in einem Videointerview mit Premier Guitar sein Rig vorstellt: „Dies ist ein alter Boss-Chorus, das Original, und das Gerät ist kurz davor den Geist aufzugeben, aber er klingt immer noch gut. Und das benutze ich für das E-Bow-Intro zu ‚Black Hole Sun‘. Dadurch klingt es einfach ein wenig geheimnisvoll. Also, alles erfüllt seinen Zweck.“

Auch Steve Morse schwört auf den CE-1: „Ich habe immer noch das CE-1 Chorus-Ensemble, das das Beste von Boss ist – ein großes, schweres Ding aus Gusseisen. Ich habe es in Hollywood bei unserer ersten Aufnahmesession gekauft. Es war der Hammer.“ Eagles-Gitarrist Joe Walsh setzte den CE-1 unter anderem 1994 auf der Hell Freezes Over-Tournee ein.

Alex Lifeson, Gitarrist der Prog-Rockband Rush erzählte im Juni 1980 dem Guitar Player, wie er mit auf der ersten Rush-Platte mittels Phaser und Chorus seinen eigenen Sound kreierte: „Ich mag beide Effektsounds. Seit ‚A Farewell To Kings‘ habe ich einen Roland/Boss Chorus verwendet. Ich bevorzugte den Maestro Phaser im Vergleich zu sagen wir dem MXR Phase 90s oder 100s; er war etwas subtiler als die MXR Phaser. Aber nachdem ich den Chorus gehört hatte, liebte ich ihn und beschloss, ihn in meine Musik zu integrieren. ‚Hemispheres‘ und ‚Permanent Waves‘ haben eine Menge Chorus – fast jedes Lied verwendet Chorus, da er bei einer dreiköpfigen Band dabei hilft, den Gitarrenklang zu erweitern.“

Das Boss CE-1 und das festverbundene Kabel.

Der Boss CE-1 besitzt ein internes Netzgerät und ein mit dem Gehäuse festverbundes Kabel

Andy Summers – das große oder das kleine Kasterl?

Auch der Gitarrist einer anderen Drei-Mann-Combo reicherte seinen Sound mit den Chorusgeräten von Boss an. In einem Interview mit Paul Hanson für die Boss Website erinnert sich Andy Summers: „Ja. Ich hatte offensichtlich den Roland und den Boss Chorus.“ Der Interviewer hakt nach: „Das CE-1 Chorus Ensemble oder das CE-2 Kompaktpedal?“ Der Police-Gitarrist überlegt, ob ihn seine Erinnerung nicht im Stich gelassen hat: „Das ist das kleine Pedal, oder? Da war aber ein größerer Kasten, wissen Sie?“ Paul Hanson sorgt für Aufklärung; „CE-1 und CE-2 waren Boss-Pedale, und es gab einen Roland Rackmount-Chorus namens Dimension D.“ Endlich fällt bei Andy der Groschen: „Ja, ich hatte die große Box eine Zeit lang, weil sie sehr gut war. Wissen Sie, in dieser Zeit habe ich sie lange Zeit mit meinem Pete Cornish Board bedient, sobald alles eingerichtet war. Im Laufe der Zeit bekam ich natürlich die Boss Pedale.“

Build like a tank - das Boss CE-1-Chorusgerät

Auf Langlebigkeit angelegt – das massive Chassis des Boss CE-1

Boss CE-1 – seriously modified by Pete Cornish

Die Dienste des eben erwähnten Pete Cornish nahm auch Brian May in Anspruch. Pete hatte die Bühnenanlage des Queen-Gitarristen konfektioniert, die aus einem Pedalboard on stage und einem großen Rack hinter der Bühne bestand. Neben einem Cornish Treble Booster, einem Foxx Phaser, dem Dunlop Cry Baby einem Eventide Harmonizer und dem Digitalecho MXR DDL II gehörte auch das Boss CE-1 zum Set – „seriously modified by Pete Cornish“, wie es auf der Seite des britischen Effektgerätespezialisten heißt.   (Brian May’s 1982 System)

Erik Clapton gehört ebenfalls zur Fangemeinde des CE-1. Bob Bradshaw hatte Claptons Effekt-System so konfiguriert, dass es sich über ein Board mit Fußschaltern bedienen ließ, die Presets aufriefen. Das Rack enthielt unter anderem ein Ibanez und ein Roland Delay (SDE-3000), einen DBX Kompressor und einen Dyno-My-Piano Tri Stereo Chorus (drei Choruseinheiten in einem Gerät). Im Interview mit dem Guitar Player erzählte Claptons Gitarrentechniker, dass der Meister „ein bisschen Chorus, den CE-1, und eine Prise Kompression“ verwendete. Die Kombination soll auf „Behind the sun“, Claptons 9. Studioalbum aus dem Jahr 1985 zu hören sein und wurde bis 1989 in Kombination mit verschiedenen Verstärkern (Marshall, Dual Showman, Soldano, Dean Markley) verwendet.

Das Boss CE-1 von unten

Die Bodenplatte des Boss CE-1: vier Gummifüßchen sorgen für einen sicheren und rutschfesten Stand

Boss CE-1 – noch kein Alteisen

Der Chorus-Effekt des CE-1 ist so schön,  dass Musiker ihn immer wieder für aktuelle Produktionen einsetzen. So besitzt Alex Turner von den Arctic Monkeys ein CE-1, Noel Hogan von den Cranberries hat auch eins, ebenso der australische Songwriter und Multiinstrumentalist Kevin Parker (Tame Impala).  Taylor York von Paramore outet sich in einem Tweet gar als richtiger Chorus Fetischist: Neben dem CE-1 verwendet er auch ein CE-2 und ein Dimension C von Boss, aber auch ein Pearl CE-22 Chorus Ensemble aus den 80ern und ein Choruspedal „Old Blood Noise Reflector“. Dean DeLeo (Stone Temple Pilots, Army of Anyone) benutzt den CE-1 on stage.

Zwei Gitaristen, ein Chorus – Red Hot Chili Peppers

Josh Klinghoffer, Multiinstrumentalist und langjähriger Gitarrist von Red Hot Chili Peppers, hatte den CE-1 während der „The Getaway World Tour“ (2016-2017) dabei. Allerdings nur auf dem „Jam Room Pedalboard“, auf „Pedalboard#1“ befand sich der Boss CE-2 – es ist nun mal deutlich handlicher und klingt ja auch nicht schlecht. Apropos Red Hot Chili Peppers: John Frusciante, der alte (und seit vergangenem Jahr auch wieder der aktuelle) Gitarrist der Band nutzte den CE-1 um sein Gitarrensignal zu splitten auf einen Marshall Major und einen Marshall Bass Amp (live war’s ein Marshall Silver Jubilee). Auf meinem Lieblingsalbum der Band „Blood Sugar Sex Magik“ erzeugt der CE-1 den etwas verwaschenen Schimmersound bei Under The Bridge.

Adam Hann, Gitarrist der wegen ihres Eklektizismus ebenso umstrittenen wie erfolgreichen Band „The 1975“ nutzt den Boss CE-1 zum Beispiel für sein Solo bei „Love me“. Der spezielle Sound ist auf den Einsatz des Electro Harmonix Micro Synth und des CE-1 zurückzuführen. „Vor allem wollten wir, dass es nicht wie ein traditionelles Gitarrensolo klingt; es sollte nur interessant klingen. Vom Micro Synth geht es dann in einen Klon (KTR Centaur Overdrive) – ohne wirklichen Drive, nur um die Mitten aufzupeppen – und dann durch einen Roland CE-1-Chorus.“

Das Boss CE-1 auf einer Konzertbühne

Auch heute noch auf vielen Bühnen zu sehen: das Boss CE-1, hier bei der kanadischen Genesis-Tributeband „The Musical Box“

Boss CE-1 – Lieblingschorus der Keyboarder

Der Boss CE-1 ist auch für Keyboards großartig. 1979 war der Michael Jackson-Song „Don’t Stop ‚Til You Get Enough“ erschienen, übrigens sein zweiter Nummer-1-Hit in den Billboard Hot 100. Der von Quincy Jones produzierte Song enthält Streicher und eine ausgewachsene Bläsercombo. Der wichtigste Begleitsound (Comping Sound) kommt aber von einem Fender Rhodes, berichtet Michael Boddicker: „Andy Leeds besaß ein von Eddy Reynolds modifiziertes Rhodes 88 mit Flat-Top. Dies war das gleiche Rhodes, das David Foster und David Paich auf so vielen Hit-Aufnahmen der 80er Jahre verwendeten. Wir haben das über meinen von Paul Rivera modifizierten Roland CE-1-Chorus aufgenommen. Die wichtigste Zutat war jedoch der Keyboarder Greg Phillinganes, dessen Taschen tiefer sind als der Marianengraben.“ („Deep pockets“ bedeuten eigentlich „stinkreich“, vielleicht meint Boddicker mit Blick auf Phillinganes aber eher „musikalisches“ Vermögen.)

Der britische Electronica-Musiker Aphex Twin listet den CE-1 in der Equipmentliste für sein sechstes Studioalbum „Syros“ auf, das 2014 erschien. Peter Gabriel, der sehr auf Chorus-Sounds steht, besitzt natürlich auch einen CE-1. Und sein alter Kollege aus Genesis-Tagen, Tony Banks, ist bekannt dafür, dass er sein Leslie in den späten siebziger Jahren einmottete und die Hammond T-102 durch eine Kombination aus einem MXR-100 Phaser und dem Boss CE-1 schickte. Und natürlich hatte der CE-1 auch einen Stammplatz bei seinem Yamaha CP-70.

Als ich den Stringsynthesizer Yamaha SS-30 hier vorstellte, gab es auch ein Klangbeispiel mit der Kombination CE-1 und MXR-100:

Der Yamaha SS-30 und eine Reihe von Effektgeräte - darunter auch der Boss CE-1.

Der Boss CE-1 und andere Effektgeräte geben sich ein Stelldichein auf dem Yamaha Stringsynthesizer SS-30

Hammerhände auf dem Wurlitzer

Auf Supertrams Erfolgsalbum „Breakfast in america“ prägt der Boss CE-1 den Sound der Strings und des Wurlitzer E-Pianos, wie der Produzent und Toningenieur Peter Henderson in Sound on Sound berichtet. Die Synth-Streicher bestanden aus einem Cellosound vom Oberheim Four Voice, ergänzt durch hohe Streicherstimmen vom Elka Rhapsody 610, die durch den Boss Chorus geschickt wurde: „Das haben wir so ziemlich während des gesamten Albums gemacht. Wir haben viel den Oberheim Four Voice verwendet, und das Elka klingt einfach brillant, wenn es durch den Boss Chorus geht.“

Der Supertramp-Signaturesound ist allerdings das Wurlitzer E-Piano. Roger Hodgsons Wurlitzer lief auf früheren Alben durch einen Roland Jazz Chorus. Auf „Breakfast in America“ wurde das Wurlitzer durch eine DI-Box geschickt und das Signal gesplittet. Ein Teil bleib trocken für einen straighten Sound, das andere Signal lief durch das Boss Chorus-Pedal, um einen modulierten Klang zu erzeugen. Die Gefahr, dass die gehämmerten Achtel- und Sechzehntel-Akkorde zu chorusmäßig soft rüberkamen, bestand bei Roger allerdings ohnehin nicht. Produzent Henderson wird da geradezu uncharmant deutlich: „Roger ist ein von Natur aus begabter Musiker – ihm fällt alles sehr leicht – aber er hat für das Wurlitzer immer einen sehr unbeholfenen Stil verwendet“. Supertramp-Saxofonist John Helliwell verpasste Roger gar den Spitznamen „Hammerhände“.

Boss CE-2 – eine Alternative?

Wenn wir über Alternativen zum CE-1 sprechen, fällt einem natürlich zuerst der direkte Nachfolger ein. Der CE-2 ist ein herausragender Chorus, ohne Frage, aber kein wirklicher Ersatz für einen CE-1. Der CE-2 ist mono, durch Veränderung der Impedanz schiebt er einerseits kräftiger in den Mitten, gleichzeitig ist aber der Chorus-Effekt etwas weniger stark ausgeprägt als beim Ur-Chorus: „always keeping the guitar sound sharp and well defined“, wie es auf der Boss-Seite heißt. Der wabernde 70er Sound wurde entfettet und stromlinienförmig in die 80er übertragen. Der CE-2 eignet sich insgesamt für einen angezerrten (Gitarren)-Sound besser, der CE-1 ist für cleane Klänge prädestiniert. Bei den CE-2-Modellen soll es übrigens Klangunterschiede geben, abhängig vom Baujahr und dem verwendeten Chip: „Der frühe CE-2 verwendete den 3007 BBD-Chip, spätere japanische CE-2-Pedale benutzten den 3207. Der 3007-Chip wurde in den späten 1970er und sehr frühen 1980er Jahren in den Originalpedalen verwendet und ermöglicht höhere Pegel und weniger Rauschen, ohne das Originalsignal zu beschneiden.“ (Quelle: Tonehome.de)

Der Boss CE-1 und sein Nachfolger CE-2

Das Boss CE-2 ist ein sehr guter Chorus, aber er hat eine andere Klangcharakteristik als der Ur-Chorus CE-1

Boss CE-3, CH-1 und CE-5

Wenigstens kurz möchte ich auf die Nachfolger von CE-1 und CE-2 eingehen. 1982 stellte Boss den CE-3 vor. Er punktete mit seinem markanten Blaumetallic-Look und er war wieder stereo. Über seine klanglichen  Eigenschaften gehen die Meinungen etwas auseinander: Manche sehen ihn ganz dicht beim CE-2, andere sagen, der CE-3 könne mit seinen Vorgängern nicht mithalten. Das soll auch an der günstiger gestalteten IC-Bestückung liegen. Der CH-1 aus dem Jahre 1989 bekam zwei zusätzliche Knöpfe für Level und eine einfache Klangregelung spendiert. Die Klangcharakteristik wurde insgesamt in Richtung „höhenbetont“ abgeändert. Die Modellbezeichnung CE-4 wurde kurzerhand übersprungen. Der 1991 vorgestellte CE-5 hatte eine zweifache Klangregelung, bei der sich Bässe und Höhen separat einstellen ließen. 2001 wurde die analoge Klangerzeugung mit Eimerkettenspeichern aufgegeben. Der Chorus-Effekt wurde nun digital erzeugt. Der CE-5s soll, wie ich auf „Musiker-Board“ las, etwas kälter und härter klingen.

Der Boss-Chorus CH-1

Der Boss CH-1 bekommt von AMAZONA.de Tester Klaus P. Rausch (von dem auch das Foto stammt) insgesamt gute Noten: „ziemlich ausgewogen und nie wirklich aufdringlich“

Boss CE-2W – Wiedergeburt der Legende?

Zum 40jährigen Jubiläum 2016 wollte Boss die beiden Chorus-Legenden CE-1 und CE-2 mit dem Model Waza Craft CE-2W wiederaufleben lassen. Natürlich arbeitet das Effektpedal für eine authentische CE-1-Reproduktion auch in stereo. Auf Amazona gibt es eine hymnische Besprechung von Florian Anwander für das Pedal Boss DC-2W, welches freilich das Roland Dimension D als Vorbild hat. Das CE-2W wurde hier noch nicht getestet, hat aber jede Menge überragende Kunden-Bewertungen bei Thomann und wird im „Guitarist“ als absoluter No-Brainer bezeichnet. Da muss sich also qualitativ im Vergleich zum (nicht mehr lieferbaren) CE-20 doch einiges getan haben. Selbstverständlich gibt es auch von anderen Effektgeräteherstellern ausgezeichnete Chorus-Geräte. Auf die möchte ich hier aber nicht näher eingehen, weil wir dann Äpfel mit Birnen vergleichen. Ein EH Small Clone zum Beispiel ist ein wunderbarer Vintage-Chorus (der Sound von Curt Cobain), aber er klingt wirklich völlig anders als ein Boss CE-1.

Zum Schluss noch ein großes Dankeschön an meinen Uraltschulfreund und langjährigen Bandkollegen Stefan G. Deubel, von dem die Gitarrenbeispiele stammen.

Stefan Deubel und Costello auf der Bühne

Let the good times roll – Stefan und Costello bei einem ihrer zahlreichen Auftritte in den 80ern

Fazit

Der Boss CE-1 hat den Maßstab für die Gattung Chorus-Effekt gesetzt. Er klingt unglaublich gut: voll, warm und cremig. Er verbindet sich organisch mit dem Originalsignal, ohne es zu erdrücken. Der Chorus ist für Keyboards und Synthesizer absolut empfehlenswert. Namentlich frühe 1-Oszillatoren-Synths profitieren von den Schwebungen des CE-1. Für ein Fender Rhodes, ein Wurlitzer 200 A oder ein Yamaha CP-70 ist der Boss CE-1 förmlich prädestiniert. Er bringt einen Pad-Klang vom Oberheim genauso zum Singen, wie er dem etwas kühlen Stringsound eines Yamaha SS-30 Leben einhaucht. Der CE-1 ist eine Allzweckwaffe. Am ehesten könnte man ihn wohl mit einem CE-2 ersetzen, oder mit dem neuen Waza Craft CE-2W. Aber wenn man sich in dieses Biest von einem Effektgerät einmal verguckt hat, hilft ohnehin nichts. Dann braucht man den Original CE-1.

Plus

  • legendärer Chorus-Sound
  • sehr gut für Keyboards geeignet
  • Stereoausgänge
  • zusätzlicher Vibrato-Effekt
  • internes Netzteil, festes Kabel
  • hervorragende Verarbeitung

Minus

  • relativ teuer in der Anschaffung
  • Zusatzkosten für mögliches Recapping

Preis

  • Mit etwas Glück 200,- bis 300,- Euro
  • aktuelle Angebote auf E-Bay ab 500,- Euro
Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    moogist  

    Vielen Dank für diesen gut geschriebenen und umfangreichen Text über ein legendäres Effektgerät! Ich habe ihn (als ehemaliger CE-2) Besitzer mit großem Interesse gelesen.

  2. Profilbild
    Cavestudioschweiz  

    Danke für den tollen Bericht. Ich habe mein sehr gut erhaltenes CE-1 vor ca. 4 Jahre durch einen Zufall recht günstig erhalten. Und ich liebe es für meine Monosynths. Irgendwie passiert da drin etwas magisches.

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      costello  RED

      Danke Cavestudioschweiz! Ich gebe Dir 100% recht – da passiert etwas Magisches. Und zu Deinem CE-1: Gut erhalten und bezahlbar – da hast Du echt Glück gehabt. Meist schließt das eine das andere aus ;)

  3. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Schöne, runde Sache, das. Toller Choruseffekt, ist übrigens im virtuellen Amp von Studio One im Pedalboard mit drin (zumindest optisch nachgebildet).
    Die Klangbeispiele sind klasse. Mal hört man ’nen Lucky Man und im Gesang ist immer ein bissken Bowie.

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      costello  RED

      Hi Willemstrohm, zu den beiden Beispielen mit E-Gitarre gab es noch ein drittes, – das nannte sich „E-Gitarren im Songkontext“. Aber das konnte ich aus rechtlichen Gründen nicht bringen, was schade ist – es hat das Feeling des Originals ziemlich gut eingefangen.

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        AMAZONA Archiv

        Keine Sorge! Die Klangbeispiele sind für sich genommen schon exzellent. Da bräuchte es auch gar nicht mehr. Der Charakter der Tretmine ist gut eingefangen und im musikalischen Sinne auch gut verwendet worden.

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    gaffer  AHU 1

    Ich finde das deutsche Wort Eimerkettenspeicher viel schöner (Bucket Brigade Device). Ja, kann mich gut daran erinnern. Musiker hatten ja auch nicht eine Kiste voller Tretminen, sondern zwei und die Information wie welcher Sound erzeugt wird, floss auch nur zäh. Kann mich erinnern, wie ein Musiker mit 100W Marshall und LesPaul (zusammen etwa das Gehalt eines halben Jahres, bei Musikern eines ganzen) sich immer wunderte, warum er kein Sustain hinbekam (Marshall, noch ohne Master Volume) stand aus Lärmschutzgründen auf 1. Der Musikhändler verkaufte ihm einen Kompressor (ganz neu als Tretmine Mitte der 70er), es machte immer noch Pling, Pling. Ja und Kisten wie CE-1 oder Compact Phasing A waren der feuchte Traum aller Musiker.

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    iggy_pop  AHU

    Pete Cornish baute seinerzeit für so ziemlich jeden Major League Player seine Effektboards — am bekanntesten dürfte das von David Gilmour gewesen sein, in dem neben Big Muff und Electric Mistress auch ein CE-1 verbaut war.

    Auf „Ballad“ vom 1977er Album „Spiral“ sang Vangelis durch ein CE-1 (oder machte „la-la-la“, um es genau zu nehmen) — der Trick ist also nicht ganz neu.

    Peter Gabriel konnte nie von seinem CE-1 lassen, weil dieser Klangcharakter selbst mit den teuersten AMS-Geräten nicht nachzubauen war, so sein damaliger Tontechniker.

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      AMAZONA Archiv

      Gilmour hat nie ein CE-1 im Cornish Board gehabt.
      Er hat erst in den 80gern einen Chorus eingesetzt (CE-2).
      Vorher kamen die Modulationseffekte von Mistress, Univibe, Echorec, Leslie etc…

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          dilux  AHU

          “March 7th 1976 was when the very first drawings were done for the first board I built for Dave – that included a Fuzz Face, a Cornish Custom Fuzz, MXR Phaser, a Uni-Vibe, a CryBaby, MXR Dynacomp and an MXR noise gate.”

          copy&paste von pete cornishs website…etwas weiter im text erwähnt er dann das ce-2, das wohl ’82 auf ein weiteres board für david kam.

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    DANIEL FISCH  

    Schönes und detailliertes Chorus Special. Obwohl ich schon zwei CE-2 habe, habe ich ebenfalls den erwähnten Wazacraft CE-2w gekauft, hauptsächlich wegen dem CE-1 Modus. Tatsächlich benutze ich diesen Modus jetzt öfters mit meinen Synths. Ob das jetzt 100% wie der originale CE-1 klingt, kann ich mangels praktischer Erfahrung nicht beurteilen.

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      costello  RED

      Danke Daniel, der große Vergleich der Boss-Chorusteile unter Einbeziehung des Wazacraft CE-2w steht noch aus :)

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        AMAZONA Archiv

        Moin Mr.c.
        nur mal so eben im Vorbeigehen angemerkt (Bericht wird in Ruhe gelesen): Den Chorus Vergleich habe ich letztens mit einem Kumpel zusammen gemacht. War alles dabei vom CE-2w über ca.10 weitere mehr oder weniger aktuelle Chorus Pedale. Analog und digital. Das klang an der Gitarre alles gut. Besser oder schlechter war meistens eher im Bereich des persönlichen Geschmacks bzw. des musikalischen Kontextes anzusiedeln. …Bis dann CE-2 und CE-1 angeworfen wurden ;)
        Grüße!

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          swift  

          Da spielt auch ein bisschen Dr. Voodoo mit. Wären CE-1 und CE-2 aktuelle Effekte und der CE-2W aus den 70er Jahren, dann wäre es umgekehrt ;)

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            AMAZONA Archiv

            Ist mir doch schnurz aus welchem Jahrzehnt die Dinger kommen.

            Ich hab soviel vintage Kram rumfliegen, dass mich das Alter oder der Sammlerfaktor nicht mehr wirklich beeindruckt. Alles reparaturanfälliger Ballast. Was nicht aussergewöhnlich gut klingt wird rigoros ausgemustert.

            Mein Kumpel, dem die ganzen neuen Pedale gehören war vom Ergebnis überhaupt nicht angetan. Für mich war der Vergleich spannend, weil sich da aktuell schon einige sehr gute Pedale am Markt tummeln. Die Deutlichkeit des Ergebnisses hat mich überrascht.

            Du kannst Deinen Glauben an Dr. Voodoo gerne weiter pflegen, wenn Du damit besser schläfst.

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            amyristom  AHU

            Vodoo hin oder her: mit eine CE-2W im CE-1 Modus an nem CP-70 oder ner Hammond in Kombination mit nem MXR Phase 100 Phaser (MXR -> CE-2W) bekomme ich genau diese Sounds hin, die man von diversen Aufnahmen vom CE-1 her kennt. Und nur das zählt doch am Ende des Tages (dass es mich zum gewünschten Klangergebnis führt).

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                amyristom  AHU

                Nein, kenne leider niemanden mit einem CE-1. Aber wie gesagt, man weiß ja im allgemeinen wo man soundtechnisch hin möchte, da man den und den Wunschsound von diversen Produktionen kennt oder auch hier nochmal Vergleich hören kann. Und was am Ende z.B. in der Kombi CP-70 & CE-2W im CE-1 Modus bzw. Hammond in Kombination mit MXR Phase 100 & CE-2W im CE-1 Modus an Sound „hintenraus fällt“, ist dann genau der Sound, den man (also in diesem Fall ich) gesucht und haben wollte.
                Kurz: Ich bin mit dem Ergebnis glücklich, weil ich ans Ziel – also den Wunschsound – gekommen bin. Und das meinte ich mit „und das zählt doch am Ende des Tages“. Vielleicht käme ich im direkten Vergleich A/B mit einem gut erhaltenen CE-1 noch nen Tick dichter dran, aber wie gesagt, ohne die Möglichkeit eines direkten A/B-Vergleiches sondern nur mit Vergleich zu bereits fertigen Produktionen komme ich in oben genannter Kombi bereits ins Ziel (in welches ich mit anderen bisher getesteten Chorus-Geräten und -Plugins bei weitem nicht kam).

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                  costello  RED

                  Hi amyriston, ich denke, dass Du mit dem CE-2W und dem dem DC-2W zwei tolle Pedale am Start hast, die den Sound der alten Kisten einfangen ohne das Generve mit Kondensatorentausch u.ä. Was man bei meinen Klangbeispielen ja auch nicht vergessen darf: Die Ausgangsklänge für das E-Grand, für Tines und Reeds stammen nicht vom CP-70, Rhodes oder dem Wurlitzer, sondern aus dem Kurzweil, das ich trotz eingeschränkter Dynamik immer noch den meisten Wettbewerbern vorziehe. Und natürlich höre ich den Unterschied zu meinem Original-200 A (dem ich immer noch nachtrauere) und Kenner und Besitzer eines echten Rhodes oder CP-70 werden die Unterschiede auch heraushören.Das Boss CE-1 schafft hier aber einen von vielen Produktionen vertrauten Klang und verhilft den Samplebasierten Sounds zu zusätzlicher Authentizität. Dabei mag das leichte Zerren der Eingangsstufe des CE-1 mit eine Rolle spielen.

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        amyristom  AHU

        Ist denn ein Test des CE-2W (gerne dann auch im direkten Vergleich mit einem CE-1 und dem originalen CE-2) seitens Amazona bereits geplant?

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          costello  RED

          Das lässt sich sicher organisieren. CE-1 und CE-2 hätte ich ja schon mal da. Einige meiner Klangbeispiele dürften sich mit Deinen musikalischen Präferenzen durchaus decken, vermute ich mal :)

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    swissdoc  RED

    Costello kann das Ermitteln wieder nicht lassen und zieht uns mit seinem schönen Bericht gewaltig die Nase lang. Bei mir versüsst ein alter Jazzchorus 120 den Sound des Kawai EP308 im Wohnzimmer, somit habe ich den Kauf eines CE-1 immer guten Gewissens aufschieben können. Aber Chorus in jeder Form kann man nicht genug haben.
     
    Gibt es eigentlich 1:1 Clones oder Replikas des CE-1? Bei Phasern konnte ich anstelle des Mu-Tron Originals seht gut mit einem Prophecysound Pi-Phase mk2 aukommen.

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      costello  RED

      Danke swissdoc! Ein JC 120 ist natürlich besonders stilvoll :) Wenn Du nach einem Klon fragst – ja es gibt (mindestens) einen, der sogar recht gut sein soll von Retro-Sonic mit zwei separaten Reglern für den Chorus.

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        swissdoc  RED

        Ich habe etwas gesucht, es gibt noch diese Clones:
         
        Pastfx Chorus Ensemble Deluxe mit MN3002 BBD
        Pastfx Chorus Ensemble mit MN3007 BBD
        Grobert Effects The One mit Philips BBD (same spec – less noise)
        Triungulo Lab Chorus Ensemble
         
        Bestellt habe ich (Danke Costello – grrr) den Pastfx Deluxe via eBay. Mal sehen…

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        swissdoc  RED

        Nach einigen Wirrungen (danke Paketdienst) ist der Pastfx Chorus Ensemble Deluxe mit MN3002 BBD nun hier und im Vergleich zum JC 120 kann er bestehen. Natürlich ist der Chorus im JC 120 fest eingestellt, der Pastfx bietet hier den Regler des Originales. Beim Vibrato bietet der Pastfx weitere Regelbereiche, also schneller und doller als das Vibrato im JC 120, aber wenn man das entsprechend einstellt, so klingt es gleich. Der Pastfx arbeitet in diesem Setup mit weniger Rauschen als das Vintage Teil, dort wird beim Chorus auch noch ein pumpendes Rauschen hörbar. Liegt wahrscheinlich am Alter…

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    defrigge  

    Der CE-1 ist einfach unvergleichliche Sahne, besonders für mein Rhodes Stage Mk1, aber auch für vieles sonst. Ich hatte vor längerer Zeit einen, auch eine Zeitlang einen JC120, habe beide irgendwann verkauft (der Klassiker: was Gutes verkaufen, um was aktuell sehr Begehrtes kaufen zu können). Später hab ich viele Alternativen durchprobiert, und dabei SEHR deutlich gemerkt, dass es einfach gar nix Vergleichbares gibt – und ich unbedingt wieder einen CE-1 möchte. Es hat mich knapp drei Jahre Ebay-Recherche gekostet, bis ich einen in Orginalverpackung und – viel wichtiger – trechnisch einwandfreiem Sound (bei extrem gepflegtem Gehäuse, sehr selten heutzutage) gefunden habe. Das Ding wird von mir nie mehr verkauft!

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    TobyB  RED

    Top Mr. C, wann wird die Single ausgekoppelt? :) Der CE 1 ist wie EHX Chorus-Effekte ein zeitloser Klassiker.

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      costello  RED

      Hi Toby, ich sammle noch für eine EP ;) Ich habe durch meine Strymons ja einen bunten Mix aus alten und neuen Effekten, aber so ein paar Klassiker sind wirklich schön und bringen eine Wärme und eine besondere Färbung in eine Produktion, die ich sehr mag

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    Ich hatte mich schon auf die Sonntagsmorgenlektüre gefreut und bin nicht enttäuscht worden. Danke costello. Die Folge: Ich brauche unbedingt eine SS-30 und ziehe damit samt CE-1 und Phase100 ins Affenhaus…

    Die Verzerrerqualitäten des CE-1 hört man übrigens sehr gut auf dem Welthit „Beds are Burning“ der Australischen Band Midnight Oil.
    Hier wechselt der Gitarrensound von clean zu verzerrt nur durch Übersteuerung des CE-1 Eingangsverstärkers.

    Es gibt mittlerweile Pedal-Clones der Eingangssektion des CE-1 ohne die Chorus Funktionalität.

    Chili Peppers Gitarrist John Frusciante war auch ein grosser Fan dieser Spezialanwendung. Stichwort „Under the bridge“.
    Es gibt Stimmen die behaupten das CE-1 wäre sein wichtigstes Verzerrerpedal gewesen.

    Ich wage in diesem Zusammenhang mal die steile These, dass der Ausgangspunkt für die hohen Gebrauchtmarktpreise des CE-1 nicht in erster Linie der tolle Chorus-Effekt ist.

    Wäre mal interessant ob die oben genannten Herren das auch mit einem CE-2w hinbekommen hätten ;)

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      costello  RED

      Hi psv-ddv, also zumindest ich darf sagen, dass ich den CE-2 wegen seiner Chorusqualitäten und nicht als Verzerrer gekauft habe. Dieses Feature spricht sicher vor allem Gitarristen an. Midnight Oil finde ich großartig, „Beds are Burning“ muss ich mir daraufhin gleich nochmal anhören. Einen Yamaha SS-30 brauchst Du sicher nicht, ich weiß doch, dass Du bei Strings auf höchstem Niveau versorgt bist :)

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        amyristom  AHU

        By the way: „Beds are burning“ ist für mich ein klarer Negativkandidat in Sachen Sound und Produktion. Für die Art von Song viel zu luftig und zu clean produziert. Ein Rocksong, auf dem man Parts, welche verzerrte Gitarren benötigt hätten, bestenfalls als „angezerrt“ leise hören kann und ansonsten nur clean mit dick Chorus drauf zu hören bekommt. Dazu gestellt sich dann ein zu dünn klingendes Schlagzeug. Im Endergebnis tun sich dadurch riesige Soundlöcher auf, da rockt und schiebt nichts mehr, als hätte man Sagrotan drüber gekippt. Klarer Fall, wo der Einsatz von Chorus und cleanen Gitarren den Sound eher verschlechtert als verbessert hatten.

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          lightman  AHU

          Klanglich liegt mir Whoah näher als Beds Are Burning, die Gitarren in dem Stück finde ich schön.

          Beds wurde in vielen Clubs und Bars halt auch total durchgenudelt, da geht einem selbst der tollste Song irgendwann auf die Nerven.

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            amyristom  AHU

            „Beds are burning“ ist ja nunmal ein (80er) Klassiker, den muss man sich hierfür nicht auf YouTube anhören, dazu hat man ihn zu oft auf diversesten Plattformen (von Radio, Bar, Disco bis Streaming gehört); Produktion und Arrangement bleiben klar sehr ausbaufähig…

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              AMAZONA Archiv

              Ich frage weil bei der offiziellen Version auf YT etwas mit der Klangqualität nicht stimmt.
              Ist halt ein Ohrwurm aber Song, Arrangement und Gitarrensound finde ich schon ziemlich beeindruckend. Die Mischung hatte ich auch nicht als schlecht in Erinnerung. Was die Zerre angeht: Ist halt nicht AC/DC, passt aber zum Song und zum damaligen Zeitgeist.
              Ich finde man sollte das auch jenseits der persönlichen Präferenzen beurteilen können.

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                costello  RED

                Die teilweise miese Klangqualität auf YouTube ist ja notorisch. Aber ich war entsetzt, wie schlecht manche Sachen auf Spotify klingen. Umma Gumma – die Live-Aufnahmen – waren schlicht nicht zum Anhören. Neuere Produktionen scheinen auf das Soundprofil von Streaming-Diensten ja optimiert zu sein und das ist mir das Abo schon wert. Für meine alten Favourites greife ich nach wie vor auf CD zurück.

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                  AMAZONA Archiv

                  Ich glaube gar nicht mal, dass YT der Flaschenhals ist. Ich uppe jetzt auch schon seit einigen Monaten dort eigene Mukke mit animierten Bildern. Das Problem liegt eher bei dem, der es hochlädt. Oft werden ungünstige Formate gewählt und in einer niedrigen Qualität, niedrig aufgelöst, geuppt. Und bei alten Videos, vor der HD Option, ist die Qualität natürlich auch noch mal mieser – auch in Sachen Sound.

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                    TobyB  RED

                    Womit du Recht hast. Die Codecs sind mittlerweile auf einem Niveau was über HiFi liegt. Und dafür brauchst du keine Goldohren und linksdrallendes Kupfer an Schwermetall-Lautsprechern. Teilweise und das wird man bei VEVO z.B feststellen, hat man die Originalvideos transkodiert und dann wars gut. Da gibts sogar noch Mono und damit meine ich nicht Fury in the Slaughterhouse. Man muss natürlich ein bischen was verstehen von den Eigenheiten der Plattform, wenn man schon mal LUFS und Bitrate gehört hat, ist man zumindestens schon einen Meter über dem Boden der Tatsachen. Bei Spotify und Co ist es mitnichten, das mit dem Abliefern der Musik dann die Klangformung zu Ende ist. Youtube greift da auch teilweise radikal ein. Und wenn man das nicht möchte, muss man anders „mastern“.

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                      AMAZONA Archiv

                      Im Allgemeinen ist Youtube zum Beurteilen der Aufnahmequalität schon ok. Ist ja keine audiophile Produktion. In diesem Fall klingt es auffällig bescheiden. Da liegt es nahe, daß das Problem nicht YT ist.
                      In die Codec Diskussion möchte ich mich garnicht einmischen.

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                amyristom  AHU

                @psv-dvv: Nein ich zielte mit meinem Kommentar ja nicht auf die Klangqualität, sondern auf die Produktion und das Arrangement ab. Sicherlich passend zum damaligen Zeitgeist, aber davon ungeachtet betrachtet wirkt es auf mich eben unpassend auf der einen Seite einen Rocksong zu schreiben, diesen dann aber mit weitestgehend cleanen bis bestenfalls nur angezerrt gespielten und mit dick Chorus versehenen viel zu sauber klingenden Gitarren zu spielen. Das Arrangement und die Art der (zu cleanen, viel zu weichgespülten) Produktion passen (für mich) hier überhaupt nicht zum Song.

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      TobyB  RED

      Da muss man aber schon hinhören, um auf den CE-1 zu kommen. Und das obwohl ich den Text rückwärts auswendig kenn. Trotzdem, ein wichtiges Album. Ich würde mitnehmen auf die Inseln.

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    Son of MooG  AHU

    Einen CE-1 habe ich leider nie besessen; mir reichte es nur für einen CE-3, den ich immer noch habe. Der war auch meine erste Stomp-Box überhaupt und wurde im FX-Loop meines Korg KMX-8 eingesetzt. Mit dem Stereo Mode Switch kann ich entweder beide Kanäle mit Chorus oder einen dry und einen wet fahren. So kann ich schön breite Ensemble-Sounds kreieren…

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    toneup  RED

    Vielen Dank für den tollen Artikel. Der Ce-1 ist ein Klassiker. CP-70 + Ce-1+Schulte Compact Phaser = zeitlos gut

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