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Interview: Andreas Schneider (SchneidersLaden), SUPERBOOTH 24

Schneider-Talk zur Superbooth 24 und mehr

6. April 2024

Interview Andreas Schneider Die SUPERBOOTH, SchneidersLaden und Andreas Schneider, den Mann hinter diesen beiden Institutionen dürfte eigentlich jeder kennen, der irgendwas mit Synthesizern am Hut hat. Mit seinem Wirken verfolgt dieser Mann ein Ziel: Er will, dass Menschen die Geräte verstehen, die sie nutzen. Das war auch bereits die Idee hinter Schneidersbuero, dem „Vorgänger“ von SchneidersLaden. Nachdem das Musikhaus Bading in der Silvesternacht 2018 Ziel eines Brandanschlags wurde, baute Andreas mit seiner Crew die Räumlichkeiten wieder auf und zog hier mit SchneidersLaden ein. Mittlerweile gibt es mehrere Standorte, an denen Andreas Schneider Musikhungrigen die Möglichkeit gibt, Synthesizer zu „erleben“. Die Locations sind liebevoll eingerichtete „Spielwiesen“ mit ordentlich Berliner Charme und so wird aus einer heruntergekommenen Apotheke auch mal ein Ort, an dem Synth-Freunde sich treffen. Gerade baut Andreas mit viele Eigeninitiative auch noch die Geschäftsräume neben dem bekannten Laden an der Ecke aus, um nicht nur Berlinern, sondern Menschen aus aller Welt einen Laden zu bieten, der genau das sein soll, was ein Musikladen früher einmal war. Es geht ihm darum, dass man beraten wird, dass man die Geräte versteht, mit denen man Musik machen will. Für die ganz jungen Leser: Es sind YouTube-Tutorials zum Mitmachen. Ich habe den Erklärbär-Schneider in SchneidersLaden in der Karl-Marx-Straße in Berlin getroffen und mit ihm über sie SUPERBOOTH, Ladenhüter und eigene Synth-Ideen gesprochen.

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Andreas Schneider über die SUPERBOOTH, kuriose Instrumente und Ladenhüter

Sonja:
2016 fand die erste SUPERBOOTH statt. Seither ist viel passiert. Was waren deine ganz persönlichen Highlights in den letzten Jahren und wo ist auch mal etwas so ganz gehörig schiefgelaufen?

Andreas:
Unser aller wichtigstes Highlight war die erfolgreiche Überwindung der Corona-Krise, aus der wir am Ende doch noch gestärkt hervorgegangen sind. Erst 2023 hatten wir das erste Mal wieder schwarze Zahlen auf dem Papier, konnten die notwendigsten Gehälter wieder in Kraft setzen und alles bezahlen, was liegen geblieben war, das war für mich das ultimative Highlight! Seit der Absage der Veranstaltung Anfang 2020 hatten wir den möglichen Konkurs vor uns hergeschoben, bis wir ihn jetzt endlich überwunden haben.

SUPERBOOTH Andreas Schneider

Die Pandemie hatte uns auf recht konstruktive und zum Teil abstruse aber nachhaltig wirkende Ideen gebracht: Mit der drei Tage laufenden Video-Botschaft von jeweils vier Stunden dezentralem Programm waren wir Anfang 2020 wahrscheinlich die erste Online-Messeveranstaltung überhaupt. Mit der Zeltstadt und der Fachmesse in Wald und Wiese als Antwort auf die Abstandsregeln sind wir noch heute die deutlich attraktivere Veranstaltung in Vergleich zu allen Hotels oder den klassischen Messehallen in der sonstigen Fachwelt.

Sonja:
Worauf können sich die Besucher bei der diesjährigen SUPERBOOTH besonders freuen?

Andreas:
Es wird mehrere Installationen geben, auf die wir uns geeignet haben, die man als Einladung oder kulturelles Experiment betrachten darf. Zum einen wird Mideric das Zirkuszelt mit seinen visuellen Experimenten aus der Software zu einem hoffentlich entspannenden offenen Treffpunkt aufwerten, dem wir etwas mehr Aufmerksamkeit geschenkt haben. Das war im letzten Jahr mit Christian Günthers „steampunk-styled“ Instrumentensammlung kombiniert und erfreute sich sowieso schon höchster Beliebtheit.

Dann gibt es am Wegesrand zum Bungalowdorf zusätzlich zur Strandbühne die neue Strandbar, wo wir das SUPERSOUND-System platziert haben. Der neue Haus-Gastronom eröffnet seinen Dachgarten. Tagsüber exklusiv für Aussteller und ihre Händler:innen-Freunde zum Businesstalk oder für ein schnelles Essen zwischendurch, abends für alle zum chilligen Ambient-Fadeout in den Sonnenuntergang …

Andreas Schneider SchneidersLaden

Wenn es um die Planung der SUPERBOOTH geht, ist Andreas komplett in seinem Element

… und die Studiobühne mit den Roboterwerken: Der Letztüberlebende dieser westdeutschen Legende hat deren Hardware an die nächste Generation übergeben. Florian Aumüller hat das „Ur-DIY-System“ wieder in Schwung gebracht, mit neuen Komponenten von z. B. Moon Modular kombiniert wird er es hier noch einmal zeigen und vorführen (lassen). Das Netzwerk der Freunde und Mitwirkenden an dieser Installation lässt auf einen höchst sehenswerten Raum hoffen (?).

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Sonja:
In SchneidersLaden gibt es eigentlich alles, was das Herz der Synthesizer-Fans dieser Welt begehrt. Was war bisher das kurioseste Gerät, das ihr je zum Verkauf angeboten habt? Oder was war die skurrilste Anfrage eines Kunden?

Andreas:
Kurios ist das alles nicht, aber manche Kunden verstehen die Geräte nicht, weil sie eben nur das Gerät sehen, aber weniger den entwickelnden Menschen dahinter, mit individuellen meist guten Ideen und Ansätzen. Schon vor fast 20 Jahren hat z. B. mein französischer Kollege Marc Sirguy in Frankreich die ersten Modelle seines Sensorsystems verkauft, mit dem man Körperbewegungen beim Tanz in Parameter von Klang, Musik oder Visuals umsetzen konnte. Auch in Deutschland hatte ich versucht, sein Eobody-Sensor-System zu verkaufen, aber die deutschen Technofritzen haben mich nur scheel angeschaut. Mindestens zehn Jahre später kam dann von irgendwelchen Italienern „Brain to MIDI“, dann der Genko Fingerring und zuletzt das Modul mit dem JakoJako 2022 mit einer Tänzerin auf der Seebühne eine derartige Performance hingelegt hat, dass seitdem die freie expressive Bewegungskultur wohl auch bei den deutschen Anwendern endlich salonfähig ist. Da galten die Franzosen viel zu lange als skurril.

Synthesizer Berlin

Nicht jedes Gerät ist für die breite Masse gemacht – in SchneidersLaden gibt es neben den bekannten Größen auch Nischenprodukte

Sonja:
Habt ihr so einen richtigen Ladenhüter? Sprich, ein Gerät, das schon seit Jahren bei euch auf einen Liebhaber wartet und mittlerweile fest zum Inventar des Ladens gehört?

Andreas:
Die Stereo-Filterbank von Sebastian Niessen war ein attraktives, aber leider hochpreisiges Klangbearbeitungswerkzeug erster Güte, das der Hersteller wegen der vielen Handarbeit beim Wickeln der Spulen schließlich nicht mehr bauen wollte. Auch die Mono-Variante FB14 war abgekündigt. Ein Kunde und Fan der Materie hat schon circa 2018 angeboten, das Objekt nachzubauen, ich sagte leichtfertig, er möge ein paar mehr machen, die kaufe ich ihm ab.
Mindestens drei Jahre später traf ich ihn (hinter einer Maske) auf der Straße wieder, wo er mir mitteilte, dass meine Filterbänke jetzt endlich fertig wären, ich möge sie abholen (!).
Er hat anständig Wort gehalten und ich habe anständig abgenommen. Die WLK Filterbank hat allerdings fein gerasterte Potis, das Gehäuse ist nicht so schwer wie einstmals bei SND und die Frequenzbänder sind nach Aussage des Herstellers nochmal geringfügig verbessert, was mehrere Kund:innen bestätigen konnten. Es gibt die Mono-Version und eine Stereo-Variante mit leider nicht so elegantem Erscheinungsbild wie das Modell von SND, aber zusätzlichen Analyse-Features. Beide Varianten liegen leider im Regal wie Blei.

Der Cwejman S-1 und warum es noch keinen Synthesizer von Andreas Schneider gibt

Sonja:
Welches Gerät war bei euch bisher am schnellsten ausverkauft und kannst du uns erklären, warum gerade dieses Gerät so besonders war?

Andreas:
Vom Cwejman S-1 hatte ich zu Beginn unserer Partnerschaft mit dem schwedischen Hersteller zwei Stück gekauft und ich musste sicher zwei Jahre auf den Geräten sitzen, bevor die geneigte Fachwelt sich überhaupt dafür interessieren wollte. Dann begann der Hersteller auch mit diversen ausgekoppelten und anderen Modulen. Wenig später waren alle Produkte von ihm fast immer ausnahmslos ausverkauft, noch bevor sie überhaupt im Laden angekommen waren. Das ging so über Jahre bis zu Wowa Cwejmans Tod. Erklären kann ich das nicht, aber nach einigen Jahren Abstinenz bekommen wir demnächst noch einmal vier wieder aufgelegte Module von Cwejman, die seine Frau nach langer Vorarbeit hat nachfertigen lassen.

Wir hoffen, dass die Qualität derer die Antwort gibt, gern kann Amazona da ja bald mal einen Test nachlegen?

Andreas Schneider Interview Berlin

Das Geschäft ist hart – nehmen wir es gelassen, Andreas ist immer für einen Spaß zu haben

Sonja:
Hast du schon mal selber einen Synthesizer entworfen und/oder gebaut? Wenn ja, magst du uns die Geschichte dahinter erzählen? Und wenn nicht, warum nicht?

Andreas:
Steckbox war die Idee einer Matrix, mit der man Signale kreuzen, multiplizieren und verteilen kann. Die Idee kam von einem Kunden, der seinerzeit darauf bestanden hat, die kaufmännische Umsetzung in Gemeinschaft mit mir anzubahnen. Leider hatten wir für die technische Umsetzung den falschen Partner gewählt und es ist irgendwie „im Sande verreckt“. Die Website gibt es noch, ich habe einen der funktionierenden Prototypen in meiner Vitrine, inzwischen gibt es zu der alten Idee eine digitale Umsetzung von Erica und verschiedene reale u. a. von Future Sound Systems, soweit ich weiß.

Sonja:
Welches Gerät würdest du mit auf eine einsame Insel (selbstverständlich mit dauerhaft gesicherter Stromversorgung) nehmen?

Andreas:
Ich gehe nicht auf einsame Inseln und schon gar nicht zum Musikmachen, mit wem soll ich denn da spielen? Und wer soll sich das dann anhören? Was für eine blöde Idee! Aber gut: ein Diktiergerät und einen Weltempfänger.

SchneidersLaden Workshops

Seine Mission: Den Menschen die Funktionsweise ihrer Instrumente zu erklären

Sonja:
Bisweilen zerfleischen sich die Musiker bei der Frage danach, ob Oszillatoren analog oder digital gesteuert werden sollten? Wie stehst du zu dieser Frage und was denkst du über derartige „Glaubensfragen“ im Allgemeinen?

Andreas:
Ich betrachte die Module in der Regel nur von vorne und möchte sie verstehen, ohne ein Manual lesen zu müssen. Auch ist es mir wichtig, dass sie (hoffentlich) mindestens in zehn Jahren noch repariert werden können, wenn denn mal ein Poti kratzt oder so. Und ein Poti, das kratzt, lässt sich wohl auch in fünfzig Jahren noch reparieren, aber den Encoder, auf dessen Basis die Software eine Eingabe im Menü macht, ist schon beim Ende seiner vorprogrammierten begrenzten Lebensdauer kaum mehr wiederzubeschaffen, was mich eher zu einem Freund des „Altmodischen“ (Potentiometers) macht. Eine harte Unterscheidung in digital und analog kann ich leider oft gar nicht erkennen oder nachvollziehen, weshalb die Antwort hier nicht schwarz oder weiß ist.

Sonja:
Eine weitere Besonderheit von SchneidersLaden ist der vielsprachige Kunden-Support. Für französischsprachige Kunden gibt es beispielsweise eine besondere Telefonnummer in Frankreich. Wie kam es dazu, dass ihr diesen speziellen Service anbietet und auf welchen Sprachen können sich Kunden über die Telefonnummer in Berlin beraten lassen?

Andreas:
Wir sprechen alle (nur) mehr oder weniger Deutsch und Englisch, zwei Beratende sprechen auch fließend Spanisch, kommen aus Katalonien oder haben kolumbianische Wurzeln, einige können auch Französisch, in der Regel war es das. Außerhalb vom Support gibt es in anderen Abteilungen aktuell noch Mitarbeitende mit Wurzeln in Afghanistan, der Türkei, Schweden, Norwegen und der Ukraine, wovon wir manchmal bei entsprechenden Sprachproblemen sehr profitieren, aber darauf können wir uns nicht verlassen. Der Mitarbeiter in Frankreich hat mal in Berlin gelebt und immer sehr gute Arbeit gemacht. In der Pandemie ist er mit Familie zurück in seine Heimat gezogen und hat seinen Arbeitsplatz mitgenommen, das Modell mit der französisch lokalen Hotline funktioniert sehr gut.

SchneidersLaden Berlin neue Ladenfläche

Hier steckt viel Herzblut drin: Begehung der Baustelle der neuen Ladenfläche in der Karl-Marx-Straße

SchneidersLaden ist mehr als nur ein Musikgeschäft: Die Workshops

Sonja:
Ihr bietet in SchneidersLaden immer wieder spannende Workshops an. Wie kam es dazu? Welche Workshops laufen richtig gut? Welche liefen nicht so gut und wie sehen die Pläne für die Zukunft diesbezüglich aus?

Andreas:
Soeben haben wir einen Videosynthese-Workshop über sechs Termine dienstags abends abgeschlossen. Das kam zustande, weil wir eine Mitarbeiterin haben, die tief in dieser Materie steckt und auch, weil ein relevanter Anbieter hoffentlich noch dieses Jahr ein entsprechendes Modul liefern wird, das wir schon vor mehreren Jahren bestellt hatten. Dieser Fachworkshop erfreute sich größter Beliebtheit. Wir denken gerade über weitere Themen nach … tbc.

Dann gibt es unregelmäßig noch einen Entwickler-Stammtisch und auch der klassische Anfängerworkshop am Donnerstagabend ist in letzter Zeit zum gesellschaftlichen Event für neue Freunde der Materie geworden: In der Regel kommen zwischen 20 und 30 Teilnehmer:innen jeden Donnerstag, das war lange im einstelligen Bereich alle zwei Wochen (!). Solange das so bleibt, machen wir das einfach weiter und solange ab und an mal einer fünf oder zehn Euro in die Spendenkasse wirft, bleibt das auch weiterhin grundsätzlich „umsonst“.

Schneidersladen Rosi Förster

SchneidersLaden ist ein Wohnzimmer, in dem man sich einfach nur wohlfühlen kann: Im Gespräch mit Rosi Förster

Sonja:
Was würdest du den Menschen gerne noch mit auf den Weg geben?

Andreas:
Wir müssen mehr reden. Ganz persönlich und offen. De-Eskalation, verhandeln und am besten sofort alles reparieren. Mehr Wertschätzung gegenüber der Materie an sich! Weniger „social media“ und mehr Frieden. Auch für mich.

An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich bei Andreas für das tolle Interview und den unheimlich unterhaltsamen Nachmittag in seinem Laden bedanken.

Und weil es einfach so viel in SchneidersLaden zu sehen gibt, kommen hier noch ein paar Impressionen aus der Welt der Synthesizer:

Synthesizer zum Anfassen Schneidersladen

SchneidersLaden Berlin

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 Beats  Keys  Studio  Vintage
Forum
  1. Profilbild
    casterTele

    Danke für diesen Artikel.
    Ich freue mich schon auf die SB 2024!
    Vielleicht können sie nach der Schließung des Musikhauses Just Music den einen oder anderen Kunden dazu gewinnen.

  2. Profilbild
    Flowwater AHU

    Ich spiele seit einiger Zeit immer mehr mit dem Gedanken, mir ein kleines (famous last words of an upcoming Eurorack-fan) aber feines Eurorack-System zusammenzubauen. Stolzer Besitzer vom »Taiga« hin oder her. Meine erste Anlaufstelle ist da immer die Website von »Schneiders Laden«.

    Zum Thema »Superbooth 2024« schießt mir sofort die Firma Modal durch den Kopf. Der bereits letztes Jahr vorgestellte Carbon8 steht immer noch auf meiner Einkaufsliste … so er denn noch kommt.

    • Profilbild
      Filterpad AHU 1

      @Flowwater Modal war glaub pleite aber hat sich wieder gefangen. Beim Carbon8 bin ich mir im übrigen auch am überlegen. Ein Euroracksystem ist schön, mir aber mehr oder minder zu wenig musikalisch. Ich bin weniger der Techniker, sondern es muss für mich eher musikalisch bzw. brauchbar klingen. Je nachdem was man darunter versteht. Aber was nicht ist kann ja noch werden. 🙂

      • Profilbild
        Merle

        @Filterpad Ja, Euroracksysteme klingen eher nicht musikalisch bzw. brauchbar. Nicht umsonst werden sie im englischen sprachigen Raum abwertend als, übersetzt, Furzmaschinen betitelt. Sollte das nicht der Fall sein, kommt nur Bleep and Bloop raus. Ich verstehe das auch so.
        Ich denke, du bist auf der superbooth aufgehoben.

      • Profilbild
        Flowwater AHU

        @Filterpad Zum Thema Eurorack: Ich schwelge seit Tagen in Beschreibungen und Videos Modulen der Firmen

        — Noise Engenieering
        — After Later Audio (Nachbauten von »Mutable Instruments«)
        — Expert Sleepers (vor allem das »Disting EX«)
        — Instruō

        Es gibt da so unglaublich Inspirierendes. Und ja, man muss, glaube ich, schon ein Ziel vor Augen haben, um nicht in Beliebigkeit abzudriften. Das von Dir bemerkte »unmusikalische« ist auch mir aufgefallen. Ich schüttele auch immer den Kopf, wenn da ein riesiges Modular-System steht, der Musiker davor ausflippt, gefühlt aber nur Krach zu hören ist. Dann sehe ich Videos von »Ricky Tinez«, der ein sehr kleines Gehäuse von Intellijel bestückt hat, und ich komme nicht umhin beeindruckt zu sein, was er damit macht. Auch viele Soundexperimente von »mylarmelodies« auf YouTube gefallen mir gut.

        Modal Electronics hat, glaube ich, Insolvenz angemeldet … den Umstand aber genutzt, um sich zu restrukturieren. Meistens heißt so etwas ja das »Aus« für eine Firma; bei Modal scheint es weiter zu gehen. Warten wir noch mal die Superbooth 24 ab. Der »Carbon8« ist, wie gesagt, sofort gekauft, wenn er erscheinen sollte.

        • Profilbild
          Aljen AHU

          @Flowwater Flowwater: Schlager zitieren kann ich auch… „Man hat nicht gelebt, hat man es nicht probiert“… (Gejohlemeiers Herbert, „Viertel vor“ aus dem einzigen seiner Alben, das ich mit Freude tolerieren kann, „Mensch“).

          By the way inspirierend, das ganze Modular-Zeug ist überhaupt nicht inspirierend. Neuerdings finde ich zum Beispiel RYK sowas von musenhemmend. Probiere es bitte niemals.

          • Profilbild
            Flowwater AHU

            @Aljen
            Herbert Grönemeyer
            Ich muss gestehen – aber ich stehe auch dazu – dass ich »Bochum«, »Sprünge« und »Mensch« ganz ganz großartig finde. Die beiden erstgenannten geprägt durch mein eigenes Erwachsenwerden (ich sage nur »Pubertät«); und letzteres … ja, ich find’s einfach gut. Ich mag auf den Alben gerade seinen merkwürdigen aber charismatischen Gesang. Was danach kam interessiert mich auch nicht mehr.

            RYK Modular
            Ich musste erst mal suchen, was »RYK« bedeutet. Deren »Night Rider« (Sequencer) sieht für mich auch alles andere als intuitiv aus.

            Interessante Eurorack-Module
            Kleine Liste: Expert Sleepers »disting EX« (am liebsten gleich zwei davon), »Pamela’s Pro Workout« von AAS/Busy Circuits, die Sachen von Noisy Engeneering, quasie alles von Mutable Instruments (zum Beispiel die Nachbauten von After Later Audio) oder auch dieses merkwürdige Modul »uO_C« (»Ornament & Crime«) … ich bekomme feuchte Hände, wenn ich an das alles denke. 😍

      • Profilbild
        AMAZONA Archiv

        @Filterpad Wer sagt, dass ein Eurorack weniger musikalisch sei hat m. M. entweder wenig Ahnung von Euroracks oder guckt die falschen Youtube Videos an, oder auch beides.

    • Profilbild
      Tai AHU

      @Flowwater Hör mal Rudi, hör mal, lass das sein mit dem Modularen, lass das sein (Mitteregger, leicht modifiziert)

      • Profilbild
        Flowwater AHU

        @Tai »Kein Mut, kein Mädchen!« Schon der Titel seines ersten Solo-Albums ist eine absolute Legende. 😎

        Zurück zum Topic: Irgendwie bekomme ich das von allen Seiten gesagt. Und trotzdem reizt es mich … irgendwie. 😀

        • Profilbild
          Tai AHU

          @Flowwater Klar, basteln macht immer an. Ich kann es jedoch nur für mich selbst beantworten. Ich sehe keinen Fortschritt alleine durch die Tatsache, dass ich ein Modularsystem statt einem vorverkabelten Synth verwende. Es würde aber ganz sicher zu viel von meiner Zeit rauben. Ich sagte es ja schon mal: wäre ich Cellist, müsste ich mit einem einzigen Preset auch Ergebnisse bringen.

          • Profilbild
            Flowwater AHU

            @Tai Auf dem fünften Bild in diesem Artikel sieht man Andreas Schneider lauthals lachen (schönes Bild übrigens). So ähnlich stelle ich mir das vor, wenn ich zu ihm ginge und ein »kleines« System zusammen stellen wollen würde. 😁

  3. Profilbild
    rio AHU

    Danke fürs Interview ;) ist ja nicht mehr lang hin.

    Und ich kann Andreas’s Philosophie nur zustimmen, dass man gut daran tut, sich mit der Materie auseinanderzusetzen und die Geräte instand setzt statt diese bei defekt wegzuwerfen und nur zu neues zu konsumieren.

    • Profilbild
      Merle

      @rio Die Philosophie gefällt mir auch super. Aber ich glaube nicht, dass es in 50 Jahren noch die ICs oder Chips zu erwerben gibt. Widerstände, Kondensatoren und Co aber schon eher. Von daher macht seine Ausführung, meiner Meinung nach, nur bei diskreter Ausführung Sinn.

  4. Profilbild
    nokul

    Persönlich fände ich einen Schneider-Laden in der Karl-Marx-Allee ja super, aber sicher ist die Karl-Marx-Straße gemeint. 🤔

    • Profilbild
      Sonja (Team DelayDude) RED

      @nokul Hoppla, ja, da war wohl der Wunsch (dass es noch ein bisschen näher an meiner Homebase ist) der Vater des Tippfehlers😅Vielen Dank für den Hinweis – ist geändert🤭

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